Systematisch Energiekosten senken

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1 Systematisch Eneriekosten senken Kompass zum Einstie ins betriebliche Eneriemanaement

2 IMPRESSUM: Herauseber: Enerieinstitut der Wirtschaft GmbH Webasse 29/ Wien Tel: Fax: Auftraeber: Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Juend Vereiniun der Österreichischen Industrie Wirtschaftskammer Österreich Für den Inhalt verantwortlich: DI Friedrich Kapusta Verfasser: Ma. Sonja Starnberer MSc In. Silvio Reisiner BSc Projektleitun: Ma. Sonja Starnberer MSc Desin und Layout: Ma. Mario Jandrokovic Verlas- und Herstellunsort: Wien, Oktober 2011 Wenn auf diesen Seiten die weibliche Form nicht der männlichen Form beiestellt ist, so ist der Grund dafür allein die bessere Lesbarkeit. Es sind jedoch immer beide Geschlechter im Sinne der Gleichbehandlun anesprochen. Nachdruck nur auszusweise und mit enauer Quellenanabe estattet

3 Inhaltsverzeichnis Vorwort... 5 Einleitun... 8 Zehn wichtie Bausteine für Ihr Eneriemanaementsystem Für wen ist dieser Leitfaden? Was ist sein Inhalt? Was brint ein Eneriemanaementsystem und wie funktioniert es? Gründe für ein Eneriemanaementsystem Ökonomisch Reduktion der Eneriekosten Ökoloisch Reduktion des CO 2 -Ausstoßes Wie funktioniert ein Eneriemanaementsystem? Synerien und Interation von Manaementsystemen Orientierunshilfe für diesen Leitfaden Voransweise in der Grundstufe (Stufe 1): Eneriemanaement Basic Erweiterunsstufe (Stufe 2): Eneriemanaement nach Norm Stufenweise zum Eneriemanaementsystem Start Stufe 1: Eneriemanaement Basic Analyse des Ist-Zustandes a) Oranisatorische Ist-Analyse b) Enerietechnische Ist-Analyse Schritt 1: Definition der Bilanzrenzen Schritt 2: Datenerhebun Schritt 3: Analyse und Auswertun der Daten Schritt 4: Abschätzun der zukünftien Bedarfsentwicklun Schritt 5: Vorschläe für Maßnahmen und Maßnahmenliste Aufbau der Oranisation für das Eneriemanaementsystem Schritt 1: Festleen der Eneriepolitik Schritt 2: Festleen von Verantwortlichkeiten und Ressourcen Schritt 3: Einrichten eines Enerieinformationssystems (Eneriebuchhaltun) Schritt 4: Anpassun des Beschaffunsprozesses Kontinuierliche Verbesserun: Der PDCA Zyklus PLAN (Planen) Enerieziele festleen

4 Eneriemanaementproramm ausarbeiten DO (Ausführen) Aktionspläne abarbeiten Kommunikation CHECK & ACT (Überprüfen & Optimieren) Überprüfun der Zielerreichun Überprüfun des Eneriemanaementsystems (Internes Audit) Entscheidunen der Geschäftsleitun Stufe 2: Eneriemanaement nach Norm Geenüberstellun des EnMS Basic mit einem Eneriemanaementsystem nach Norm Ausbau zu einem Eneriemanaementsystem nach Norm Eneriepolitik Ermittlun und Überprüfun von Enerieaspekten / Eneretische Bewertun Rechtliche Verpflichtunen und andere Anforderunen Strateische und operative Enerieziele und Proramme Ressourcen, Aufaben, Verantwortlichkeit und Befunis Bewusstsein, Schulunen und Fähikeiten Kommunikation Dokumentation des Eneriemanaementsystems / Lenkun von Dokumenten Ablauflenkun / Desin / Beschaffun Überwachun und Messun Bewertun der Einhaltun von Rechtsvorschriften Nichtkonformität, Korrektur- und Vorbeuunsmaßnahmen Lenkun von Aufzeichnunen Interne Auditierun des Eneriemanaementsystems Überprüfun des EnMS durch das Top-Manaement / Manaement-Review Entwicklun der Normen für Eneriemanaementsysteme Anhan: Relevante Links im Leitfaden

5 Vorwort Enerieeffiziente Unternehmen eine traende Säule für eine zukunftsorientierte Eneriepolitik Eine nachhaltie Enerieversorun ist von entscheidender Bedeutun für eine prosperierende Volkswirtschaft und eine zentrale Voraussetzun für die hohe Lebensqualität in ambitionierten Ziele sowie weitreichende Verpflichtunen der einzelnen Mitliedstaaten über die Enerieeffizienz- und Eneriedienstleistunsrichtlinie. Österreich. Umso wichtier ist es, dass wir laufend Maßnahmen setzen, um unsere Enerieversorun auch lanfristi leistbar und ökoloisch zu estalten. Daher ist der sparsamere und effizientere Einsatz BMWFJ Foto: Ernst Kainerstorfer Mit dem vorlieenden Leitfaden möchten wir den Unternehmen ein Hilfsmittel zur Verfüun stellen, das insbesondere den zahlreichen Betrieben mittlerer Größe von Enerie neben der Forcierun erneuerbarer Enerieträer und der Versorunssicherheit eine der drei Säulen unserer Eneriepolitik. Im Rahmen der Eneriestrateie Österreich wird der We zu einer Stabilisierun des Enerieverbrauchs auf dem Niveau von 2005 skizziert, mehrere wichtie Schritte in diese Richtun sind bereits esetzt worden. So haben wir beispielsweise im Jahr 2011 die Bundes-Förderaktion für die thermische Sanierun für Private und Betriebe neu aufelet. Die Finanzierun von jährlich 100 Millionen Euro ist bis zum Jahr 2014 esichert. Als neue Maßnahme wird in Österreich die Mölichkeit ibt, die Vorzüe eines Eneriemanaementsystems zu nutzen und den damit verbundenen Aufwand mölichst erin zu halten. Sowohl Produktions- als auch Dienstleistunsunternehmen werden in unserem Kompass zum Einstie ins betriebliche Eneriemanaement interessante Anreunen finden. Das Gleiche ilt für Enerieberater, die ihre Kunden bei der Einführun entsprechender Modelle unterstützen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen alles Gute und viel Erfol beim systematischen Senken Ihrer Eneriekosten. ein bundeseinheitliches Enerieeffizienzesetz erarbeitet, in dem unter anderem der verstärkte Einsatz von Eneriemanaementsystemen eine wichtie Rolle spielen wird. Auch auf europäischer Ebene ewinnt das Thema Eneriesparen anesichts des EU-weit steienden Eneriebedarfs und der knapper werdenden Ressourcen an Bedeutun. Die Antwort der Europäischen Kommission auf die vielfältien Herausforderunen sind die Dr. Reinhold Mitterlehner Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Juend 5

6 Vorwort Sparen am richtien Platz wenier Eneriekosten, höhere Rentabilität! Eneriesparen und Enerieeffizienz sind für Klein- und Mittelbetriebe ein roßes Thema, denn viele Betriebe verbrauchen oft mehr Enerie als sie benötien. Die kleinen oder roßen Eneriefresser anzuschauen lohnt sich: Senken Sie Ihre Eneriekosten, so erhöhen Sie die Rentabilität des Betriebs. Und leichzeiti tun Sie etwas Gutes für den Sei es eine offene Tür eines Umwelt- und Klimaschutz. Büroraums oder ein Dach, das manels Dämmun jeden Neuschnee schnell zum Abschmelzen brint: Beides erhöht Ihren Heizbedarf WKÖ Foto: Atelier Doris Kucera Der vorlieende Leitfaden holt Sie ab, wo Sie erade stehen, und beleitet Sie, soweit Sie wollen, von enorm. Seien es Laer, die anztäi beleuchtet sind, obwohl sie nur stundenweise betreten werden, Warmwasserrohre, die ween fehlender Isolierun unterwes Wärme verlieren, oder Motoren, Computer und Drucker, die das anze Wochenende im der roben Erstanalyse zu daraus abeleiteten Einzelmaßnahmen bis hin zum perfekten Eneriemanaementsystem. Staatliche Förderunen, die als Anreize zur Verfüun stehen, können die Wirtschaftlichkeit in Grenzfällen maßeblich verbessern. Stand-by laufen: Viele Maßnahmen kosten nichts und brinen sofortien Erfol. Ich wünsche Ihnen viel Erfol beim Umsetzen und viel Freude mit abeschlankten Ja, und dann ibt es eine breite Palette technischer Verbesserunen, wie etwa die Rechnunen Ihrer Enerielieferanten. Verwendun modernerer Motoren oder Beleuchtunen, die Reduzierun des Beleuchtunsbedarfs durch hellere Böden und Wände sowie die Rückewinnun von Überschusswärme aus Kühlräumen oder Abwässern. Hier brauchen Sie trafähie Entscheidunsrundlaen, um zu erkennen, ob die Investition zur Hebun des Einsparpotenzials Dr. Christoph Leitl Präsident der Wirtschaftskammer Österreich wirtschaftlich ist. 6

7 Vorwort Enerieeffiziente Industrie Standortsicherheit und Klimaschutz Die Industrie hat ihre Hausaufaben emacht: Problem, sie ist vielmehr die Industrie ist also nicht das Lösun! Enerieeffizienz ist ebenso wie der sorsame Uman Der nun vorlieende Leitfaden will insbesondere jenen mit nichteneretischen Rohstoffen eine Voraussetzun für Unternehmen, die nicht eindeuti als enerieintensiv ein erfolreiches Wirtschaften in einem Land mit hohen elten, einen Impuls und Ababen und Löhnen wie einen Anhalt eben, sich Österreich. noch einmal enauer mit dem Uman mit Enerie zu So hat die heimische Industrie IV Bishot / Christian Junwirth beschäftien. kontinuierlich Produktionsmene von Enerieverbrauch sowie CO 2 - Dabei steht nicht so sehr externes Wissen im Emissionen entkoppelt und zählt heute im Mittelpunkt, sondern vielmehr die Potenziale Bereich der Enerieeffizienz anz klar zu den und das Know-how im eienen Unternehmen. weltweit führenden Industrieländern. Diese ilt es besser und systematischer zu nutzen, um damit den Industrie-Standort und die Dennoch ist das Bessere der Feind des Guten, Wettbewerbsfähikeit weiter zu stärken. und so ilt auch für die Zukunft, weitere Effizienzpotenziale zu erkennen und zu heben. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Mit jeder Einheit eines Produktes, das in Erfol beim Aufspüren und Heben weiterer Österreich enerieeffizienter als anderswo in Effizienzpotenziale in Ihrem Unternehmen. der Welt herestellt wird, traen Österreichs Unternehmen zum lobalen Klimaschutz bei. Gleichzeiti kann und will die Industrie durch neue Technoloien und Produkte einen wesentlichen Beitra leisten, um in den roßen Zukunftsthemen Eneriesicherheit und Klimaschutz weiter voranzukommen. Dies ist auch unsere Antwort, wenn Politik und letztlich unsere Gesellschaft zu Recht zukunftsfähie Lösunen einfordert: Die Dr. Veit Sorer Präsident der Industriellenvereiniun 7

8 Einleitun Höchste Lebensqualität für die Bevölkerun und attraktive Standortbedinunen für die Unternehmen setzen eine sichere und umweltfreundliche Enerieversorun zu wettbewerbsfähien Preisen voraus. Anesichts der weltweit weiter steienden Enerienachfrae bei leichzeitier Berenztheit fossiler Ressourcen und der in Österreich wie auch in Europa insesamt hohen Abhänikeit von Öl- und Gasimporten ist die Sicherun einer nachhaltien Enerieversorun eine herausfordernde Aufabe. Die EU hat sich dieser Herausforderun estellt. Sie hat sich 2008 nicht nur die Erhöhun des Anteils erneuerbarer Enerien am Gesamtverbrauch auf mindestens 20 Prozent und die Senkun der Treibhausasemissionen um 20 Prozent eenüber 1990 zum Ziel esetzt, sondern auch eine 20prozentie Erhöhun der Enerieeffizienz bis zum Jahr 2020 ins Aue efasst. Der besondere Stellenwert, der der Erhöhun der Enerieeffizienz zukommt, wird auch in Strateien wie Enerie 2020 Strateie für wettbewerbsfähie, nachhaltie und sichere Enerie und in der Leitinitiative Ressourcenschonendes Europa betont. Auch in Österreich wird dem Thema Enerieeffizienz roße Bedeutun zuemessen. Die im März 2010 publizierte österreichische Eneriestrateie sieht vor, den Endenerieverbrauch bis 2020 auf dem Niveau von 2005 zu stabilisieren. Aktuell wird über die Maßnahmen zur Erreichun dieser Ziele diskutiert. So hat die EU-Kommission im Juni 2011 einen Entwurf für eine Richtlinie zur Enerieeffizienz vorelet. Neben einer Reihe anderer Reelunen soll die Richtlinie eine stärkere Verankerun des bewussten Umans mit Enerie und des Eneriemanaements in den Unternehmen vorsehen. In naher Zukunft wird auch in Österreich zu diskutieren sein, wie die Ziele im Bereich der Enerieeffizienz konkret umesetzt werden. Unabhäni von den Erebnissen dieser Diskussion lohnt es sich für Unternehmen bereits heute, mit Eneriemanaement unnötien Enerieverbrauch im eienen Betrieb systematisch aufzuspüren und dauerhaft zu reduzieren. Anesichts unsicherer Eneriepreisentwicklunen ist dies eine sinnvolle Absicherunsstrateie. Gleichzeiti wird damit ein Beitra zur Erreichun der österreichischen und europäischen Klimaund Enerieziele eleistet. Dieser Leitfaden soll Betriebe dabei unterstützen, einen auf ihre jeweilien Bedürfnisse zueschnittenen Einstie ins Eneriemanaement zu finden. 8

9 Zehn wichtie Bausteine für Ihr Eneriemanaementsystem Überblick über die Eneriesituation des Unternehmens verschaffen (technische und oranisatorische Aspekte, Einsparpotenziale) Bekenntnis der Geschäftsleitun zum Ziel der Verbesserun der Enerieeffizienz (= Eneriepolitik) Benennun eines Eneriebeauftraten als Ansprechpartner und Koordinator Enerieinformationssystem / Eneriebuchhaltun einrichten Strateische und operative Enerieziele für das Unternehmen setzen Konkrete Maßnahmen zur Verbesserun der Enerieeffizienz planen, Verantwortlichkeiten und Ressourcen für die Umsetzun festleen Enerierelevante Abläufe (Produktionsprozesse, Planun von Gebäuden und Anlaen, Beschaffun von Geräten ) überprüfen, mölichst effizient estalten und entsprechende Voraben dokumentieren Mitarbeiter für Eneriethemen sensibilisieren (interne Kommunikation), über korrekte Vorehensweise informieren (Schulunen, Arbeitsanweisunen) und in den Verbesserunsprozess einbeziehen (Vorschlaswesen) Reelmäßi den Grad der Erreichun der Enerieziele und korrekten Ablauf der enerierelevanten Prozesse überprüfen und dokumentieren Abweichunen korriieren, Zielsetzunen und Eneriemanaementproramm aktualisieren und weiterentwickeln 9

10 1. Für wen ist dieser Leitfaden? Was ist sein Inhalt? Dieser Leitfaden richtet sich vor allem an Betriebe mittlerer Größe, die durch die Einführun eines Eneriemanaementsystems (EnMS) ihre Enerieverbräuche sowie die damit verbundenen Eneriekosten und Umweltauswirkunen reduzieren möchten. Sowohl Produktions- als auch Dienstleistunsunternehmen werden hier interessante Anreunen finden ebenso wie Enerieberater, die ihre Kunden bei der Einführun von Eneriemanaementsystemen unterstützen wollen. Sie erhalten im Rahmen dieses Leitfadens einen Überblick darüber, wie ein Eneriemanaement eineführt werden kann und welchen Nutzen Sie aus einem systematischen Manaement der Enerieflüsse in Ihrem Unternehmen ziehen können. Sie finden Tipps, Anreunen und Beispiele, die Ihnen helfen sollen, die Einführun eines Eneriemanaementsystems zeit- und kosteneffizient zu estalten. Da viele mittelroße Betriebe bereits mit Manaementsystemen (häufi Qualitätsmanaement) vertraut sind, wird im Leitfaden auf Synerien hinewiesen wo zum Beispiel Elemente des Qualitätsmanaementsystems einfach um Aspekte des Eneriemanaements erweitert werden können. Dieser Leitfaden sieht zwei Ausbaustufen für Eneriemanaementsysteme vor 1.) ein Eneriemanaement Basic als Grundstufe sowie 2.) ein zertifiziertes Eneriemanaementsystem nach Norm. 1. Eneriemanaement Basic Das Eneriemanaement Basic ist die Vorstufe zu einem zertifizierbaren System und enthält bereits wesentliche Elemente eines Eneriemanaementsystems nach Norm. Eine Oranisation mit Verantwortlichkeiten wird eschaffen, ein Eneriemanaer wird bestimmt und ein kontinuierlicher Verbesserunsprozess in Gan esetzt. Ausansbasis ist die Darstellun der Eneriesituation und der vorhandenen Einsparpotenziale auf Basis einer Ist-Analyse. Dadurch wird sicherestellt, dass das Thema Enerie nicht im Taeseschäft untereht, sondern die Entwicklun der Verbrauchs und Kostensituation sowie die Erreichun selbst esteckter Ziele reelmäßi verfolt wird. Das Eneriemanaement Basic konzentriert sich auf die Elemente des Eneriemanaements, die direkt mit der Verbesserun der Eneriesituation zu tun haben, während Aspekte der Dokumentation auf ein Minimum reduziert werden. Diese werden im Rahmen der Stufe 2 eränzt. 2. Eneriemanaement nach Norm Das Eneriemanaementsystem Basic kann einfach erweitert werden bis hin zu einem Eneriemanaementsystem, das den Anforderunen der Normen EN bzw. ISO * entspricht. Dann hat das Unternehmen die Mölichkeit, nach einem externen Audit auch ein Zertifikat über das System zu erhalten. * Die ISO wird voraussichtlich die EN ablösen Näheres dazu siehe Kapitel 7. 10

11 2. Was brint ein Eneriemanaementsystem und wie funktioniert es? 2.1. Gründe für ein Eneriemanaementsystem Eneriemanaementsysteme werden üblicherweise aus ökonomischen und/oder ökoloischen Gründen eineführt. Ökonomisch Reduktion der Eneriekosten Das zentrale Thema eines Eneriemanaementsystems ist die Verbesserun der eneriebezoenen Leistun (Enerieeffizienz, -einsatz und -verbrauch) und damit die Senkun der Eneriekosten, wodurch die Wettbewerbsfähikeit des Unternehmens esteiert wird und die Auswirkunen mölicher zukünftier Eneriepreissteierunen abeschwächt werden. Es ibt kaum ein Unternehmen, in dem nicht Enerieeffizienzpotenziale vorhanden sind. Durchschnittlich kann man von etwa 25 Prozent Einsparunspotenzial ausehen, je nach Ausanslae sind in einzelnen Bereichen auch Einsparunen weit darüber hinaus mölich. Ein Teil dieser Einsparunen kann üblicherweise bereits durch Information und Bewusstseinsbildun der Mitarbeiter erreicht werden, ohne dass noch wesentliche Investitionen vonnöten sind. Als Richtwert wird davon auseanen, dass alleine durch die Einführun eines Eneriemanaementsystems der Enerieverbrauch, ohne investive Maßnahmen, um rund 5 bis 10 Prozent verrinert werden kann *. * ) Vl. Die Abbildun veranschaulicht die Vorteile eines Eneriemanaementsystems eenüber unkoordinierten, einzelnen Eneriemaßnahmen. 11

12 Ökoloisch Reduktion des CO 2 -Ausstoßes Durch das Eneriemanaementsystem Das Eneriemanaementsystem schafft ist ewährleistet, dass die Eneriekosten im Unternehmen die Voraussetzun für zentral erfasst und überwacht werden. eine kontinuierliche Enerieverbrauchs- Die Kontrolle des Enerieflusses und die Zuordnun auf die einzelnen Verbrauchsstellen werden ermölicht. senkun und damit eine Reduzierun des Ausstoßes von CO 2 und anderen Luftschadstoffen. Das Auffinden von Kosteneinsparpotenzialen wird erleichtert Durch eine strukturierte Datenerhebun können die Bemühunen des Unternehmens für den Klimaschutz auch doku- Durch die Erhöhun der Transparenz von enerierelevanten Abläufen können diese mentiert und die Erebnisse quantifiziert werden. optimiert und die korrekte Ausführun überprüft werden. Dies ist ein Beitra zur positiven Außendarstellun des Unternehmens. Umwelt- Die Mitarbeiter werden für Eneriethemen sensibilisiert. Bisher schon durcheführte, punktuelle Enerieeinsparmaßnahmen werden in einen Prozess der kontinuierlichen und lanfristien Reduzierun des Enerieverbrauchs übereführt. und klimarelevante Aktivitäten werden von Kunden und anderen am Unternehmen interessierten Gruppen zunehmend wahrenommen, und es wird Rechenschaft darüber efordert. Durch eine Zertifizierun des Eneriemanaementsystems nach einer Norm wie EN oder ISO wird das Enaement des Unternehmens von unabhänier Seite bestätit und erlant so höhere Glaubwürdikeit. 12

13 2.2. Wie funktioniert ein Eneriemanaementsystem? Jede systematische Reelun von Abläufen und Strukturen mit Zielvoraben und reelmäßier Kontrolle der Zielerreichun in einem Unternehmen kann als Manaementsystem (MS) bezeichnet werden. Manaementsysteme eal ob es sich um Qualitäts-, Finanz-, Risiko-, Informations-, Sicherheits-, Umwelt- oder Eneriemanaementsysteme handelt dienen einem emeinsamen Zweck: Richti einesetzt traen sie dazu bei, die Aufbau- und Ablauforanisation in Unternehmen entsprechend den Anforderunen des Unternehmens sowie von Kunden und Markt zu optimieren. So soll sicherestellt werden, dass Unternehmensziele systematisch umesetzt werden und Prozesse entsprechend den Voraben ablaufen. Im Rahmen eines Eneriemanaementsystems werden im Betrieb Ziele und Verantwortlichkeiten definiert und oranisatorische wie technische Abläufe so strukturiert, dass ein kontinuierlicher Prozess zur Ermittlun und Erschließun der Enerieeffizienzpotenziale sicherestellt ist. Eneriemanaement soll damit zu einem selbstverständlichen Bestandteil des tälichen Betriebsablaufes und der Unternehmenskultur werden. Es ibt keine verpflichtenden Voraben, wie ein Eneriemanaementsystem in einem Betrieb auszusehen hat. Als Richtschnur können jedoch die Elemente und Anforderunen von Wie sind Manaementsysteme aufebaut? Das Kernstück eines jeden Manaementsystems ist die kontinuierliche Verbesserun von Prozessen und Systemen, die sich als Kreislauf mit vier Phasen darstellen lässt: Plan: Zunächst werden Ziele esetzt und Maßnahmen zu deren Erreichun entwickelt. Do: Die eplanten Maßnahmen werden umesetzt. Check: Die Schritte werden hinsichtlich ihrer Zielwirksamkeit bewertet. Act: Auf Grundlae der Überprüfunserebnisse werden Entscheidunen etroffen beispielsweise darüber, ob Korrekturen notwendi sind. Danach beinnt eine neue Planunsphase, und der soenannte PDCA-Zyklus wird von Neuem durchlaufen. (weiter)entwickeln, planen umsetzen, anwenden Anpassunen festleen, entscheiden Erebnisse und Wirkun überprüfen 13

14 Eneriemanaementnormen heranezoen werden. Dies hat den Vorteil, dass bei Erfüllun dieser Anforderunen (sofort oder in einer nächsten Stufe) auch eine Zertifizierun des Manaementsystems und damit die oben anesprochene Dokumentation eenüber Unternehmensexternen ermölicht wird. Die EN bzw. ISO stellen an ein Eneriemanaementsystem folende wesentliche Anforderunen: Festleun einer Eneriepolitik Analyse der Eneriesituation Identifizieren und Bewerten rechtlicher Verpflichtunen Setzen von Eneriezielen (strateische und operative) Festleun von Aktionsplänen zur Verwirklichun der Eneriepolitik und der Enerieziele Überwachun und Messun der Enerieverbräuche Korrekturmaßnahmen bei Abweichunen von den eplanten Prozessen Interne Audits und Überprüfun des Systems durch die Unternehmensleitun (Manaement Review) Praxisbeispiel Wie eneriesparendes Verhalten lanfristi esichert wird Einmal esetzte Eneriesparmaßnahmen, die vom Verhalten der Mitarbeiter abhänen, verlieren üblicherweise nach einer ewissen Zeit an Wirkun. Dies passierte beispielsweise bei einem produzierenden Betrieb mit Abschaltplänen für die Hauptverbraucher, die zwar einmal besprochen, aber nicht mehr ausreichend beachtet und neuen Mitarbeitern auch nicht erläutert wurden. Im Zue der Einführun eines Eneriemanaementsystems wurde dies festestellt, und die Abschaltpläne wurden durch eine entsprechende Schulun reaktiviert. Durch eine Verankerun in den Arbeitsanweisunen und eine periodische Überprüfun kann auch die zukünftie Befolun sicherestellt werden. Wie ein Verleich der beiden Diaramme des elektrischen Lastanes zeit, konnte dadurch der Verbrauch in der produktionsfreien Zeit am Wochenende reduziert werden. Während im Jänner an mehreren Wochenenden Verbraucher mit einer Leistun von jeweils ca. 75 kw eineschalten waren, beweten sich die Werte im April um die 25 kw. Dabei handelte es sich dann tatsächlich überwieend um Maschinen und Geräte, die rund um die Uhr benötit werden. 14

15 2.3. Synerien und Interation von Manaementsystemen Wie bereits erwähnt, bauen Manaementsysteme für unterschiedliche Zwecke etwa Qualitäts-, Umwelt- oder Arbeitssicherheitsmanaementsysteme auf dem PDCA-Zyklus der kontinuierlichen Verbesserun auf. Auch ein Teil der Anforderunen, die die jeweilien Normen stellen, sind verleichbar. Daher können Erfahrunen und Strukturen des Betriebes aus bestehenden Manaementsystemen für das Eneriemanaementsystem heranezoen werden. Betriebe, die ein Qualitätsmanaementsystem eineführt haben, verfüen bereits über etwa 25 bis 30 Prozent der Strukturen, die auch für ein Eneriemanaementsystem nach Norm EN / ISO relevant sind *. In Firmen mit bestehenden Umweltmanaementsystemen nach EMAS und/oder ISO ist der Zusatzaufwand für ein EnMS am erinsten, da ca. 60 bis 70 Prozent der Strukturen und eine Vielzahl von Anforderunen bereits umesetzt sind und die Synerien mit den Normen EN / ISO enutzt werden können. Von einem interierten Manaementsystem spricht man, wenn Manaementsysteme für verschiedene Aspekte zusammeneführt werden. Beispielsweise sind bei manchen Unternehmen Sicherheits-, Qualitäts-, Umwelt- und Eneriemanaementsysteme interiert. Prozessdarstellun von Abläufen Dokumentation von Prozessen mit dem Dokumentenlenkunsprozess Ziele Interner Auditierunsprozess Bewertun des Manaementsystems durch die oberste Leitun * ) Vl. Ries, Peter und Bruder, Jüren: Was kann jeder Unternehmer von Fukushima lernen die konkreten Vorteile von Eneriemanaementsystemen in Unternehmen. In: Quality Enineerin, Ausabe 3 / Juni

16 3. Orientierunshilfe für diesen Leitfaden Dieses Kapitel beschreibt das Vorehen beim stufenweisen Aufbau eines Eneriemanaementsystems: Grundstufe (Stufe 1): Eneriemanaement Basic Erweiterunsstufe (Stufe 2): Eneriemanaementsystem nach Norm. Des Weiteren werden die Grafik und jene Symbole erläutert, die bei der Orientierun helfen sollen. Voransweise in der Grundstufe (Stufe 1): Eneriemanaement Basic Das Eneriemanaement Basic ist die Vorstufe zu einem zertifizierbaren System und enthält bereits wesentliche Elemente eines Eneriemanaementsystems. Damit kann sich das Unternehmen bereits viele der Vorteile eines Eneriemanaementsystems zunutze machen und erfüllt auch schon mehrere wesentliche Anforderunen der Normen EN / ISO 50001, ohne jedoch auf eine Zertifizierun abzuzielen. Start: Im Unternehmen wird durch passende Informations- und Motivationsaktivitäten die Grundlae für die Einführun eines Eneriemanaementsystems eschaffen. Analyse des Ist-Zustandes: Basis ist eine umfassende Analyse der Eneriesituation des Unternehmens (Enerieflüsse, -verbräuche, -kosten sowie Einsparpotenziale) und der enerierelevanten Abläufe und Zuständikeiten im Unternehmen. Falls im Betrieb schon Elemente von Manaementsystemen vorhanden sind, ist zu analysieren, ob diese um den Enerieaspekt erweiterbar sind. 16

17 Oranisation: Im Unternehmen werden die Voraussetzunen für ein Manaement der Enerieaspekte und -kosten eschaffen, indem Abläufe und Verantwortlichkeiten für enerierelevante Tätikeiten definiert und dokumentiert werden. Es werden Ressourcen etwa in Form von Personal und Budet bereitestellt und dafür esort, dass eine laufende Erhebun und Dokumentation enerierelevanter Daten erfolt. Erweiterunsstufe (Stufe 2): Eneriemanaement nach Norm Wenn dem Eneriemanaement Basic eränzend noch jene Normelemente hinzuefüt werden, mit denen die Anforderunen der Normen EN bzw. ISO vollständi erfüllt sind, kann das Eneriemenaement auch durch externe Auditoren zertifiziert werden. PDCA-Zyklus: Aufbauend auf diesem Grunderüst kann der PDCA-Zyklus einer kontinuierlichen Verbesserun estartet werden. Im Kreislauf Plan - Do - Check - Act werden Ziele festesetzt, Enerieeffizienzmaßnahmen eplant und umesetzt sowie deren Auswirkunen auf die Zielerreichun bewertet. Der letzte Abschnitt dieses Leitfadens stellt die einzelnen Normelemente in Kürze dar. Das Kapitel zeit auf, welche Anforderunen bereits mit der Basic-Variante erfüllt wurden und ibt Tipps zum Ausbau des Systems auf die Vollversion nach EN / ISO Mit einem elebten Eneriemanaement Basic kann bereits sicherestellt werden, dass ein eplanter und kontrollierter Prozess an die Stelle von Ad-hoc-Enerieeffizienzmaßnahmen tritt und so auf eine kontinuierliche Verbesserun hinearbeitet wird. Auf die Lektüre des oriinalen Normtextes sollten Sie jedoch keinesfalls verzichten, wenn es um die Umsetzun eines zertifizierunsfähien Eneriemanaementsystems eht! Bei der Entwicklun der internationalen Norm ISO 50001, die die EN ablösen wird, wurden viele Elemente aus der EN einearbeitet, sodass die wesentlichen inhaltlichen Elemente übereinstimmen. Dieser Leitfaden bezieht sich auf beide Normen und weist auf kleinere inhaltliche Unterschiede hin. 17

18 Symbole im Leitfaden Die hier abebildete Grafik zeit in jedem Kapitel durch die orane Farbmarkierun an, in welcher Phase des Prozesses Sie sich befinden. Die Aktivitäten zur Vorbereitun des Eneriemanaementsystems und jene Umsetzunsschritte, die nur bei der erstmalien Implementierun anfallen, sind als Balken ekennzeichnet: Start Analyse Oranisation Daran schließt der bereits beschriebene PDCA-Zyklus der kontinuierlichen Verbesserun an, der durch einen Kompass markiert ist. Der innere, kleinere Kreis ibt den Bezu zu der Ausbaustufe des Eneriemanaementsystems und beschreibt dabei das Eneriemanaement Basic, der äußere Kreis steht für das umfassende, zertifizierbare Eneriemanaementsystem nach den Normen EN bzw. ISO Weitere Symbole Die Leuchtdiode kennzeichnet praktische Tipps für die Umsetzun Ihres Eneriemanaementsystems. Die Lupensymbole weisen hin auf weiterführende Materialien und Hilfsmittel, die in den meisten Fällen kostenfrei im Internet erhältlich sind. Hier wird unterschieden zwischen... Checklisten Folende Symbole kennzeichnen Kästen mit nützlichen Zusatzinformationen: Erfahrunen Aussaen von Unternehmen, die bereits ein Eneriemanaementsystem eineführt haben. Textbeiträen Tabellenwerkzeuen (Excel) Praxisbeispiele Praktische Lösunen, wie Unternehmen die Anforderunen an ein Eneriemanaementsystem erfüllt haben. Links können Sie im elektronischen Dokument direkt via > Hyperlink ansteuern. Zusätzlich finden Sie die komplette Link-Liste im Anhan. Norm Verweis auf die Kapitel der Norm EN bzw. ISO 50001, denen der jeweilie Abschnitt entspricht. 18

19 4. Stufenweise zum Eneriemanaementsystem Start (Motivationsphase) Diese Phase ist besonders relevant, wenn im Unternehmen die Entscheidun für die Einrichtun eines Eneriemanaementsystems noch nicht efallen ist. Es eht darum, den erwarteten Nutzen eines Eneriemanaementsystems für den eienen Betrieb darzustellen und die Motivation der wesentlichen Beteiliten sicher zu stellen. Eine Abschätzun der Eneriekosten und die Erfassun der Oranisationsstruktur sollen bei der Entscheidun helfen, das Projekt zu starten. Derzeit ist ein Eneriemanaementsystem weder esetzlich voreschrieben noch wird es üblicherweise von Kunden explizit efordert (wie dies etwa bei Qualitätsmanaementsystemen der Fall ist). Die Initiative zur Einführun eines EnMS kommt daher meist aus dem Unternehmen selbst, sei es direkt von der Geschäftsleitun, sei es von interessierten Mitarbeitern, die aus den im Kapitel 2 bereits anesprochenen Gründen zu dem Schluss kommen, dass dem Thema Enerie im Unternehmen mehr Aufmerksamkeit ewidmet werden soll. In dieser Vorbereitunsphase sollten die Arumente für ein Eneriemanaementsystem anhand des Nutzens, den es für den eienen Betrieb brinen kann, darestellt und mit den Entscheidunsträern abesprochen werden. Ein wesentliches Anlieen hierbei ist die Reduzierun des Enerieverbrauchs und damit Tipps für die Startphase Geförderte Enerie-Erstberatun in Anspruch nehmen und eine esamtheitliche Betrachtun des Betriebes beauftraen (z.b.: > KMU-Enerieeffizienzscheck). Mehr über die Mölichkeiten von eförderten Enerieberatunen im Kapitel 5.1 > Weiterführende Materialien. Die roben Eneriekosten, einzelne sinifikante Maßnahmen und eschätzte Einsparpotenziale reichen aus für einen ersten Überblick. Sensibilisierun auf das Thema Eneriekosten durch die Darstellun von Absolutzahlen (Eneriekosten in Euro) anstatt in prozentuellen Anaben zum Umsatz denn im Schnitt wirken einie Prozent vom Umsatz erin, sie können aber beträchtliche Summen ausmachen. Falls hilfreich, die Verbrauchsdaten mit Branchenkennzahlen verleichen (Siehe auch: > > Downloads > Kennwerte zur Enerieeffizienz in KMU) Den Verantwortlichen für das Projekt Eneriemanaement so früh wie mölich festleen. Diese Person muss nicht zwinend der zukünftie Eneriemanaer des Betriebs sein. 19

20 die Senkun der Eneriekosten. Einsparunen sind mölich, ohne dass die Qualität des Produktes oder der Dienstleistun leidet. Es ist daher sinnvoll, sich in dieser Phase intern einen roben Überblick über die Menen und Kosten der einesetzten Enerieträer und über möliche Einsparmaßnahmen zu verschaffen. Diese Leistunen können auch durch einen externen Enerieberater im Rahmen einer Erstberatun unterstützt werden. In Fole einer derartien externen Beratun sollten erste Vorschläe für Eneriesparmaßnahmen und deren Potenziale vorlieen. Ein Eneriemanaementsystem bietet dann den Vorteil einer lanfristien Strateie zur Bewertun und Umsetzun dieser Maßnahmen und einer Erfolskontrolle. Erfahrunen Arno Friedl, Eneriemanaer der Unternehmensruppe Wozabal, über den konkreten Nutzen aus der Einführun des Eneriemanaementsystems nach EN Die Unternehmensruppe Wozabal hat für das Medizinproduktezentrum Enns als eines der ersten österreichischen Unternehmen ein Eneriemanaementsystem nach der Norm EN eineführt. An diesem Standort, wo rund 200 Mitarbeiter vorwieend in der Reiniun von Spitalstextilien täti sind, fallen jährliche Eneriekosten von rund ,-- an, dies entspricht rund 4 bis 5 Prozent des Umsatzes. Frae: In welchem Umfan bewet sich die Enerieverbrauchsreduktion durch das EnMS? Antwort: Wir können Einsparunen von rund zehn Prozent verzeichnen. Ein beträchtlicher Teil davon ist auf die Sensibilisierun der Mitarbeiter für Eneriethemen zurückzuführen, die durch Informationen unterstützt wird, wie etwa aus dem tälichen Monitorin des Wasserverbrauchs, der in unserem Unternehmen direkten Einfluss auf den Eneriebedarf hat. Wie lane benötit man für die Einführun eines Eneriemanaementsystems? Wenn ein Unternehmen, wie es bei uns der Fall ist, bereits auf einem Umweltmanaementsystem nach ISO aufbauen kann, wäre eine Einführun soar innerhalb eines Monats denkbar. Wir wurden bei der Umsetzun aber auch durch externe Berater unterstützt. Wurden die Erwartunen, die Sie an die EN estellt haben, erfüllt? Unsere Erwartunen wurden übertroffen. Das Eneriemanaementsystem, in dem die Effizienzsteierun und damit auch der wirtschaftliche Aspekt der Kostensenkun eine wesentliche Rolle spielen, stellt eine sehr ute Eränzun zum Umweltmanaementsystem dar, wo es vor allem um die Verrinerun der Umweltbelastun eht. Wichti ist vor allem, dass das Eneriethema bis auf die kleinste oranisatorische Einheit herunterebrochen wird. 20

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