Merkblatt Profilwechsel. Kaufmännische Grundbildung. M-Profil E-Profil B-Profil Berufsattest

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1 Merkblatt Profilwechsel Kaufmännische Grundbildung M-Profil E-Profil B-Profil Berufsattest Bildungszentrum Zürichsee Horgen und Stäfa August 2005

2 Schulleiterkonferenz des Kantons Zürich Teilkonferenz der kaufmännischen Berufsschulen Merkblatt vom 29. Mai 2005 Von der Teilkonferenz, Schulprojektleitenden und Projektleitung verabschiedet. A. Generelle Bemerkungen 1. Grundsätzliches zum Profilwechsel Das Reglement Kauffrau/Kaufmann vom sieht in Art. 10 die Möglichkeit vor, dass Lernende nach der Standortbestimmung in Schule und Betrieb am Ende des 1. Lehrjahres das Profil wechseln können. Bei überdurchschnittlichen Leistungen ist ein Wechsel in ein anspruchsvolleres Profil denkbar; bei ungenügenden Leistungen muss der Lernende repetieren oder das Profil wechseln. Die Profile unterscheiden sich von Beginn weg stark im Fächerangebot (vgl. Stundentafeln) und in den Leistungszielen. Dies bringt bei einem Profilwechsel für die Lernenden einige Schwierigkeiten mit sich. Besonders der Wechsel vom Berufsattest ins Profil B, vom Profil B ins Profil E und vom Profil E ins Profil M bringt etliche Schwierigkeiten mit sich. Die Lernenden müssen sich bewusst sein, dass zum Teil neue Fächer auf sie zukommen und mit anderen Lehrmitteln gearbeitet wird. Die kaufmännischen Berufsschulen im Kanton Zürich bieten keine Förderangebote für Lernende an, die in ein anderes Profil wechseln wollen oder gewechselt haben. Die Lernenden tragen somit die Verantwortung dafür, dass der verpasste Schulstoff nachgearbeitet wird. Weniger problematisch ist der Wechsel vom Profil M ins Profil E, vom Profil E ins Profil B und vom Profil B zum Berufsattest. 2. Durchlässigkeiten nach abgeschlossener Lehre beachten Nach dem Abschluss der Lehre stehen in jedem Profil viele Weiterbildungsmöglichkeiten offen. Nach Abschluss der Lehre in den Profilen B und E können leistungsstarke Lernende über die Weg der BM2 die Berufsmatura nachträglich erwerben. Mit dem Abschluss der BM2 kann ein Studium an einer Fachhochschule in Angriff genommen werden. Über einen ergänzenden Jahreskurs und eine Aufnahmeprüfung ist sogar ein Universitätsstudium möglich. Im Übrigen steht allen Absolventen der verschiedenen Profile das breite Angebot der höheren beruflichen Weiterbildung offen. 3. Ein allfälliger Profilwechsel soll frühzeitig erfolgen Sind Lernende im gewählten Profil ganz eindeutig über- oder unterfordert, so ist ein Profilwechsel möglich. Ein Wechsel in ein anderes Profil sollte jedoch wegen der unterschiedlichen Stundentafeln der verschiedenen Profile möglichst früh vorgenommen werden. Bildungszentrum Zürichsee Horgen und Stäfa Seite 2

3 Als Übertrittstermine in ein höheres Profil kommen das Ende des 1. Semesters und das Ende des 1. Schuljahres in Frage, wobei der aufzuholende Schulstoff am Jahresende naturgemäss grösser ist. Andererseits ist die Beobachtungszeit länger und die Wahrscheinlichkeit höher, im anspruchsvolleren Profil erfolgreich zu sein. Ein Profilwechsel (Ausnahme: Promotion im M-Profil) kann nur einmal vollzogen werden, und zwar bis zum Ende des 1. Lehrjahres. Im 2. und 3. Lehrjahr sind dann nur noch Repetitionen möglich. 4. Mit der Schule in Kontakt treten Vor einem Uebertritt muss die Schule kontaktiert werden. Das schriftliche Uebertrittsgesuch muss eine Begründung enthalten und von Lehrbetrieb und Eltern mitunterschrieben sein. Wir vom Bildungszentrum Zürichsee (BZZ) beraten Sie gerne. Die Lehrpersonen können Ihnen differenziert Auskunft über Ihren Leistungsstand geben. Die Schule kann auch von sich aus einen Profilwechsel vorschlagen. 5. Übernahme von Noten Grundsätzlich werden allfällige Erfahrungsnoten aus dem zuerst besuchten Profil ins neue übernommen. Das heisst für Lernende, welche vom B-Profil ins E-Profil wechseln, dass sie profitieren und die eher hohen Erfahrungsnoten des ersten Lehrjahres aus dem B-Profil zählen. Lernende, welche vom E- ins B-Profil wechseln, übernehmen allenfalls Noten bereits absolvierter Ausbildungseinheiten. Die anderen Erfahrungsnoten werden im 2. und 3. Lehrjahr des B-Profils erworben. Dies gilt sinngemäss auch für einen Wechsel vom M- ins E-Profil. Lernende welche aufgrund der Promotion am Ende des 4. Semesters vom M- ins E-Profil wechseln, übernehmen zusätzlich die LAP-Note IKA. 6. Formelles Erfolgt nach Beginn der Lehre ein Profilwechsel, so ist kein neuer Lehrvertrag notwendig ausser es betrifft das Berufsattest. Übertritte zwischen dem B- und E-Profil müssen der kantonalen Lehraufsicht auf einem speziellen Formular ( gemeldet werden. Bildungszentrum Zürichsee Horgen und Stäfa Seite 3

4 B. Besondere Bestimmungen 1. Wechsel vom B-Profil ins E-Profil Die Leistungen im B-Profil im 1. bzw. im 2. Semesterzeugnis müssen im Durchschnitt mindestens der Note 5,2 entsprechen. Der Durchschnitt wird nach der Lehrabschlussprüfung gewichtet (2*IKA, 2*W&G, D, 2. Landessprache oder E, AE1). Die Schule kann einen zusätzlichen Leistungsnachweis in der fehlenden Fremdsprache verlangen. Die Lernenden müssen sich bewusst sein, dass im E-Profil seit Beginn der Lehre Französisch mit drei Wochenlektionen unterrichtet wurde und die Lehrabschlussprüfung am Ende des 2. Lehrjahres abgelegt wird. Es ist Sache der Lernenden, Wissenslücken selbstständig zu schliessen. 2. Wechsel vom E-Profil ins M-Profil Die Leistungen im E-Profil im 1. bzw. im 2. Semesterzeugnis müssen im Durchschnitt mindestens der Note 5,2 entsprechen. Der Durchschnitt wird nach der Lehrabschlussprüfung gewichtet (IKA, 3*W&G, D, E, 2. Landessprache, AE1). Die Aufnahmeprüfung für das M-Profil muss bestanden oder die Voraussetzungen für den prüfungsfreien Eintritt ins M-Profil erfüllt sein. Die Aufnahmeprüfung in den Fächern Mathematik, Deutsch und Fremdsprachen (Französisch und Englisch) kann in der Kalenderwoche 3 oder Kalenderwoche 19 nachgeholt werden. Auch Lernende, die bereits vor dem Lehrbeginn eine Aufnahmeprüfung für das M-Profil abgelegt, aber nicht bestanden haben, dürfen diese (bei einem geplanten Profilwechsel) noch einmal absolvieren. Die Lernenden müssen sich bewusst sein, dass im M-Profil seit Beginn der Lehre zusätzliche Fächer wie z.b. Biologie und Geschichte unterrichtet wurden. Es ist Sache der Lernenden, Wissenslücken selbstständig zu schliessen. 3. Wechsel vom M-Profil ins E-Profil Dieser Übertritt kann freiwillig erfolgen oder sich zwangsläufig ergeben, wenn die Promotionsbedingungen zum zweiten Mal nicht erfüllt werden. Für die Promotion muss der Durchschnitt aller Promotionsfächer mindestens die Note 4 ergeben. Dabei sind maximal zwei ungenügende Noten erlaubt und die Notenabweichung unter 4 darf kumuliert nicht mehr als 2 Notenpunkte betragen. Für den Durchschnitt werden IKA und die Ausbildungseinheiten nicht berücksichtigt. Die Wechsel erfolgen grundsätzlich auf den Semesterbeginn. Letzter sinnvoller Übertrittstermin ist das Ende des 4. Semesters. Wurde im M-Profil im Fach Französisch das von der NKG anerkannte Sprachdiplom DELF absolviert, ist eine mündliche Zusatzprüfung für die LAP E-Profil nötig. Diese soll anfangs des 5. Semesters abgelegt werden können. In anderen Fällen ist die ordentliche Franzö- Bildungszentrum Zürichsee Horgen und Stäfa Seite 4

5 sisch-lap des E-Profils im Rahmen der LAP am Ende des 3. Lehrjahres zu absolvieren. 4. Wechsel vom E-Profil ins B-Profil Profil E und Profil B unterscheiden sich in ihrer inhaltlichen Ausrichtung. Das Profil E ist für leistungsstärkere Lernende gedacht, die neben einem anspruchsvollen Unterricht in den Handelsfächern zusätzlich die zwei Fremdsprachen Französisch und Englisch besuchen wollen. Das Profil B ist weniger anspruchsvoll und stärker auf die praktische Berufstätigkeit ausgerichtet. Es umfasst deshalb mehr Lektionen im Fachbereich Information/Kommunikation/Administration und nur eine Fremdsprache. Auch das Profil B schliesst mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis als Kaufmann/ Kauffrau ab und ebnet den Weg zur höheren Berufsbildung. 5. Wechsel vom Berufsattest ins Profil B Die Leistungen in der Attestausbildung im 1. bzw. 2. Semesterzeugnis müssen im Durchschnitt mindestens der Note 5.2 entsprechen. Zudem erwarten wir vom Lernenden auch eine überdurchschnittliche Arbeitshaltung. Die kaufmännische Ausbildung mit Berufsattest wird nach zwei Jahren abgeschlossen. Danach ist der Eintritt in das zweite Jahr der Profils B möglich. März 08 Schulleitung BZZ G. Abächerli Bildungszentrum Zürichsee Horgen und Stäfa Seite 5

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