Stellungnahme des Deutschen Naturschutzrings zum Entwurf der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Stellungnahme des Deutschen Naturschutzrings zum Entwurf der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung"

Transkript

1 Stellungnahme des Deutschen Naturschutzrings zum Entwurf der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung Der Deutsche Naturschutzring und die in ihm organisierten Verbände begrüßen die Erarbeitung einer Nachhaltigkeitsstrategie durch die Bundesregierung, die als deutscher Beitrag zum Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung in Johannesburg vorgelegt werden soll. Wir bewerten es positiv, dass die Bundesregierung die Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit durch einen Staatssekretärsausschuss unterstreicht. Der Prozess hätte allerdings viel früher beginnen müssen, um breite demokratische Beteiligungsmöglichkeiten und einen umfassenden fachlichen Dialog zu gewährleisten, bevor die Strategie vom Bundeskabinett verabschiedet wird. Der Entwurf zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie spiegelt im wesentlichen die Politik der Bundesregierung wieder. Dass in einigen Bereichen durchaus ehrgeizige Ziele formuliert werden, ist dabei positiv zu vermerken. Da sich diese jedoch nicht durchgängig auch in den Handlungsfeldern wiederfinden, sollte bei der vorgesehenen Revision in 2 Jahren nicht nur überprüft werden, inwieweit die gesetzten Ziele erreicht wurden, sondern auch, ob sich die vorgesehenen Maßnahmen als geeignet bewährt haben oder ggf. angepasst werden müssen. Der Aufforderung der Bundesregierung, eigene Stellungnahmen in den Dialog zur Nachhaltigkeitsstrategie einzubringen, kommen wir hiermit nach. Wir verweisen aber darauf, dass die fachliche Kommentierung in der Kürze der Zeit nur bedingt möglich war und es weitere Eingaben von unserer Seite geben wird. Außerdem werden wir den Prozess der Fortentwicklung der Strategie sowie das Monitoring intensiv begleiten. Der Vermittlung eines guten Verständnisses von nachhaltiger Entwicklung und von entsprechenden Handlungsmöglichkeiten, beispielsweise in der schulischen und außerschulischen Bildung, in der politischen Erwachsenenbildung, in den Medien und mit Werbekampagnen, sollte eine weitaus prominentere Rolle eingeräumt werden, und zwar sowohl im Vorfeld des Weltgipfels in Johannesburg als auch darüber hinaus. Wir fordern die Bundesregierung auf, dafür einen ausreichend hohen und dem Anliegen angemessenen Etat zur Verfügung zu stellen. Vorbemerkung Nachhaltige Entwicklung Wir begrüßen, dass die Bundesregierung neben den sektoralen Schwerpunktthemen wie Energie, Mobilität und Landwirtschaft umfassende Nachhaltigkeitsthemen wie Generationengerechtigkeit, sozialer Zusammenhalt, Lebensqualität und internationale Verantwortung aufgegriffen hat, wobei der Bereich internationale Verantwortung wesentlich stärker berücksichtigt werden sollte. Das Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung wird somit auf zentrale gesellschaftlich relevante Bereiche

2 2 übertragen und aus seinem Nischendasein für Fachexperten herausgeholt. So besteht die Chance, die gesellschaftliche Diskussion durch ungewohnte Blickwinkel in Gang zu bringen, wenn etwa eine wieder steigende Artenvielfalt ebenso wie sinkende Kriminalität als jeweils unterschiedlicher Aspekt des übergeordneten Zieles "Lebensqualität" thematisiert wird. Dies zeigt: Nachhaltigkeit geht ALLE an diese breite Botschaft sollte bei der Kommunikation des Leitbildes und der Maßnahmen, die auch jeder einzelne nach seinen Möglichkeiten umsetzen muss, im Vordergrund stehen. Wir fordern die Bundesregierung jedoch auf, die Begrenztheit der Ressourcen als Leitplanken und grundlegende Komponente des Konzeptes nachhaltiger Entwicklung deutlicher zu benennen. Die Nachhaltigkeit politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Prozesse im Sinne einer auf Dauer angelegten Funktionsfähigkeit ist abhängig davon, dass sie mit den Ressourcen der Erde nachhaltig umgeht. Auf dem heute erreichten globalen Niveau wirtschaftlicher Tätigkeit kann zukünftig eine mittel- und langfristig erfolgreiche Ökonomie ohne die Beachtung der natürlichen Grenzen nicht mehr realisiert werden es besteht die Anerkennung dieser natürlichen Grenzen (Ressourcen, Aufnahmekapazität der Umwelt für Schadstoffe etc.) in quantitativer, qualitativer und zeitlicher Perspektive als Grundlage für die weitere ökonomische und soziale Entwicklung. Dies muss sich in Handlungsfeldern, Zielen und Indikatoren klar wiederfinden. Langfristige Perspektiven In weiten Teilen ist der Entwurf einer Nachhaltigkeitsstrategie die Wiedergabe der Politik der Bundesregierung in der jetzigen Legislaturperiode. Ein großer Teil der formulierten Ziele ist ohnehin schon Bestandteil bundesdeutscher Politik bzw. gibt die Vorgaben europäischer Richtlinien und Vereinbarungen sowie internationaler Übereinkommen wieder. Langfristige Perspektiven, die das vorangestellte Leitbild der nachhaltigen Entwicklung, die Generationengerechtigkeit, umsetzen könnten, sind nicht vorhanden; Visionen und strategische Ansätze, die eine weit in die Zukunft reichende Trendumkehrpolitik einleiten könnten, fehlen. Nachhaltige Finanzpolitik als übergeordnetes Handlungsfeld Die Umwelt- und Entwicklungsverbände regen an, eine nachhaltige Finanzpolitik als übergeordnetes Haupt-Handlungsfeld in die Strategie aufzunehmen. Die Streichung umweltschädlicher Subventionen und Steuererleichterungen sowie die verursachergerechte Anlastung externer Kosten sind eine wirksame Grundlage für nachhaltige Politik. Die Ökosteuer sollte fortgeführt und weiterentwickelt werden. Neue Handlungsfelder Weiterhin regen wir an, neue Handlungsfelder, wie z. B. die Abfallpolitik (mit konkreten Zielsetzungen und Zeithorizonten zur Verringerung der Abfallmengen) und den für eine nachhaltige Entwicklung wesentlichen Aspekt der Kreislaufwirtschaft oder auch eine nachhaltige Fischerei- (Meeres-) Politik in eine Nachhaltigkeitsstrategie aufzunehmen. Auch der Wald sollte in der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung als wichtiger, multifunktionaler Teil der Landschaft Erwähnung finden. Wälder spielen nicht nur mit biochemischen Prozessen bei der lokalen Klimabildung, für den regionalen Wasserhaushalt und in den globalen Klimakreisläufen eine wichtige Rolle, sondern bieten zudem Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten und eine wichtige Erholungsfunktion für Menschen in den Industrieländern.

3 3 Der europäische Rahmen Uns ist bewusst, dass viele Probleme nur EU- oder weltweit bzw. zusammen mit den Bundesländern, Städten und Gemeinden gelöst werden können. Trotzdem sollten diese Themen als zukünftige Schwerpunkte nationaler Politik angesprochen werden. Wir fordern die Bundesregierung auf, sich auch auf EU-Ebene und europaweit für eine entsprechende Politik einzusetzen. Internationale und entwicklungspolitische Implikationen Insgesamt sollte der internationalen Komponente und der entwicklungspolitischen Verantwortung ein wesentlich zentralerer Stellenwert in der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie eingeräumt werden. In diesem Sinne müssen auch die Konsequenzen, die die nationale Politik in Handlungsfeldern wie beispielsweise der Agrarpolitik hat, unbedingt reflektiert und entsprechend in die Strategie einbezogen werden. Wir fordern die Bundesregierung auf, das international vereinbarte Ziel, 0,7 Prozent des Sozialproduktes für die Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung zu stellen, in der Nachhaltigkeitsstrategie verbindlich anzuerkennen. Wir unterstützen nachdrücklich den vom Rat für nachhaltige Entwicklung vorgeschlagenen Zeitplan, dieses Ziel bis 2007 zu erreichen und bitten die Bundesregierung, die dafür erforderlichen Schritte umgehend einzuleiten. Jegliche Unklarheit in dieser Frage würde bei den Entwicklungsländern zu Recht Zweifel nähren, ob den Industriestaaten ernsthaft an einem Erfolg des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung gelegen ist. Das im Entwurf einer nationalen Nachhaltigkeitsstrategie formulierten Ziel, den Marktzugang der Entwicklungsländer zu stärken und damit ihre Handelschancen zu verbessern, sollte differenziert werden im Hinblick auf den Verarbeitungsgrad der Produkte aus den Entwicklungsländern, um die nach wie vor bestehenden Abhängigkeit von den Rohstoffmärkten zu verringern. In diesem Zusammenhang sollte die Bundesregierung die Entwicklungsländer substantiell darin unterstützen, adäquate Sozial- und Umweltstandards zu erreichen, und sich dafür einsetzen, dass ihre Vertreter in die entsprechenden internationalen Verhandlungen einbezogen werden. Handlungsfelder Die Beschreibung des Handlungsfeldes Klima und Energie im Entwurf der Nachhaltigkeitsstrategie verharrt insgesamt viel zu stark an einer Beschreibung des energiepolitischen Status Quo. Mit den von der Bundesregierung beschriebenen Maßnahmen wird es nicht gelingen, eine echte Trendwende in Richtung Nachhaltigkeit zu bewirken; dies betrifft insbesondere das fehlende CO 2 - Reduktionsziel von 40 % bis 2020 bezogen auf 1990 (s. auch S. 10). In dem Energiekapitel fehlen konkrete Aussagen zur Kohlepolitik, insbesondere zur ökologisch und ökonomisch verfehlten Subventionierung der Steinkohle sowie zu den negativen Umweltwirkungen des Braunkohletagebaus. Es wird richtig festgestellt, dass die heutige Energieversorgung weltweit dem Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung nicht gerecht wird und dass der Verbrauch fossiler Energien die Hauptursache für den anthropogenen Treibhauseffekt ist. Dass die fossilen

4 4 Energieträger jedoch auf absehbare Zeit die Hauptlast der Energieversorgung weltweit tragen müssen, ist nicht zwangsläufig. In den folgenden Abschnitten des Energiekapitels sollte klarer zwischen der Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes, der Beschreibung der Herausforderungen und Ziele in Richtung Nachhaltigkeit und der Aufzählung der Maßnahmen unterschieden werden. Wir beziehen uns im folgenden auf Abschnitt 5. Politiken und Maßnahmen: 1. Zur Verstärkung des marktwirtschaftlichen Rahmens gehört die Fortführung der ökologischen Steuerreform über 2003 hinaus mit kontinuierlich steigenden Steuersätzen und einem Abbau der Ermäßigungen für das produzierende Gewerbe. Die Ökosteuer auf regenerative Energien und die Stromsteuer auf KWK-Strom sind aufzuheben. 2. Ebenfalls zur Stärkung des marktwirtschaftlichen Rahmens gehört der Abbau der Steinkohlesubventionen bis spätestens Die Braunkohlenförderung im Rheinischen Revier sollte bis 2030 und im mitteldeutschen und Lausitzer Revier bis 2035 auslaufen. Maßnahmen zur sozialen Abfederung müssen gleichzeitig den ökologischen Strukturwandel in den betroffenen Regionen beschleunigen. 3. Das größte Handlungspotenzial zur Energieeinsparung liegt im Gebäudebestand (Dämmung, effiziente Heizung). Einsparpotentiale reichen technisch bis etwas 80% des heutigen Verbrauchs. Im Neubaubereich stellt das marktreife Passivhaus ein Optimum (incl. des Energieaufwandes zur Herstellung) dar. Zentrale Instrumente sind: a.) Verschärfung der Energiesparverordnung, hierbei: Konsequenter Primärenergiebezug auch bei elektrischer Heizung und Warmwasserbereitung b.) Erweiterung der Pflicht zur Wärmedämmung bei Sanierung/Modernisierung; Pflicht zur Erstellung und Nachweis von Energiepässen c.) Novellierung des EnEG mit dem Ziel der Aufnahme eines Umweltziels (über Wirtschaftlichkeit hinaus) d.) Förderung mit günstigen Krediten bzw. mit Steuervorteilen e.) Pflicht zur Prüfung des Einbaus von Solaranlagen bei Heizungsmodernisierung f.) Schrittweise Senkung der Grenzwertanforderungen in Neubau mit Passivhaus als Standard g.) Möglichkeiten für Kommunen weitergehende Anforderungen in Baugebieten festzulegen. h.) Breites integriertes Angebot von Energieberatung i.) Impulsprogramm zur Aus- und Fortbildung in Planung und Handwerk 4. Stromnutzung Haushalte, Gewerbe, Industrie: Ein Großteil der Stromnutzung steht nicht in Bezug auf einen konkreten Nutzen. Etwa 40% des unter hohen Verlusten aus Wärme erzeugten Stroms wird wieder zur Erzeugung von Wärme eingesetzt. Das Potential für Stromeffizienz beträgt technisch über 50% des heutigen Verbrauchs und kann vielfach sogar kurzfristig wirtschaftlich erschlossen werden. Als wirksame Maßnahmen kommen u.a. in Frage: a.) Behinderung der Stromnutzung für Wärmeanwendungen, insbesondere für Heizung und Warmwasserbereitung durch konsequente Begrenzung des Primärenergieverbrauchs u.a. in der EnEV b.) Schnellere Anpassung der Energieeffizienz-Kennzeichnung von Geräten an den Stand der Technik (nicht nur Haushaltsgeräte) c.) Verkaufs- und Anwendungsverbote für die jeweils ineffizientesten Geräte einer Produktgruppe

5 5 d.) Entwicklung und Verbreitung von Stromspardienstleistungen und Stromsparmarketing e.) Ausweitung und Vereinfachung von performance Contracting Angeboten f.) Impulsprogramm Stromanwendungen für Planer, Handwerk, Anwender 5. Bereich Kraft-Wärme-Kopplung: Die gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme hat im Vergleich zur Kondensationsstromerzeugung noch hohe Potenziale. Andere Länder in Europa weisen einen Anteil des KWK-Stroms von bis über 50% auf, Deutschland nur ca. 10%. Neue Kraftwerke sollten vornehmlich mit KWK-Nutzung errichtet werden, das immense Potenzial dezentraler KWK (gebäudebezogen und in Nahwärmenetzen) ist zu erschließen. Als wirksame wie auch marktwirtschaftlich in die Liberalisierung des Strommarkts einpassbare Lösung kommt in Frage: a.) Einführung einer Quotenregelung für KWK-Strom b.) Pflicht zur Prüfung des Einsatzes von KWK-Anlagen beim Neubau bzw. Modernisierung von Heizungsanlagen. 6. Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien: a.) Im europäischen Verbund ist der Import von Solarstrom, insbesondere aus solarthermischen Kraftwerken in sonnenreichen Ländern einzubeziehen. b.) Die Vielfalt der Formen regenerativer Energien korrespondiert mit ihren dezentralen verbrauchsnahen Einsatz. Ihr Einsatz ist jeweils mit der Umsetzung von Energieeffizienz und KWK zu kombinieren. Vielfach sind solche Kombinationslösungen schon heute wirtschaftlich (Einsparung finanziert Mehrkosten regenerativer Energien). c.) Das Instrument des Erneuerbare Energien Gesetz hat sich nach kurzer Zeit bewährt. Es ist in dieser Form fortzuführen (insbes. 20-jährige Bindung der Vergütung). In einigen Bereichen wird es möglich sein, Vergütungssätze entsprechend Kostendegressionen zu senken, in anderen Bereichen wird es kurzfristig erforderlich sein, Vergütungssätze, insbes. für kleinere Anlagen bis knapp über die Kostendeckung anzuheben (Biogas). In letzteren Fällen könnte dann auf separate Zuschußförderung verzichtet werden. 7. Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien: a.) Neben der Zuschußförderung, bzw. der Gewährung günstiger Kredite kann eine Förderung auch insbesondere für Eigenheimbesitzer mit Steuervorteilen erfolgen. b.) Im Neubau kann eine Pflicht zum Einbau bzw. Prüfung des Einsatzes von Solarkollektoren, bzw. Holzpelletsheizungen eingeführt werden. c.) Darüber hinaus können auch Quoten- und Zertifikatsmodelle eingeführt werden, die insbesondere den Bau größerer Anlagen der Solarwärme und Geothermie anstoßen können. d.) Kommunen kann im Rahmen des Baurechts das Recht zur Ausweisung von Solarsiedlungen eingeräumt werden. (Satzungen) In dem Entwurf einer Nachhaltigkeitsstrategie im Handlungsfeld Mobilität wird zwar erwähnt, dass auch der Verkehrssektor seinen Beitrag zum Klimaschutz liefern muss; das dort formulierte Ziel Minderung der verkehrsbedingten CO 2 -Emissionen bis 2005 um Mio. t gegenüber 1998 ist dem Klimaschutzprogramm der Bundesregierung entlehnt und wenig ambitioniert. Wir schließen uns demgegenüber der Forderung des Umweltbundesamtes (Nachhaltige Entwicklung in

6 6 Deutschland, 2002) an, die aufbauend auf einer OECD-Studie das Handlungsziel einer 50 %igen Minderung des verkehrsbedingten Ausstoßes an CO 2 bis 2030 gegenüber 1990 als machbar und auch unter sozialen Aspekten als nachhaltig bezeichnet. Die bei Indikatoren und Maßnahmen (Punkt 11) vorgestellten Handlungsziele können zwar ihren Beitrag leisten, sind aber nicht ausreichend. Durch die Einbeziehung des Klimaschutzes in die Verkehrspolitik lassen sich auch andere Nachhaltigkeitsziele gut integrieren, wie z. B. Senkung des Flächenverbrauchs, der Luftschadstoffe, des Verkehrslärms oder der verkehrsbedingten Gesundheitsbeeinträchtigungen. Insgesamt liegt in dem Kapitel Mobilität der Schwerpunkt zu sehr auf der Verkehrsverlagerung und der Effizienzsteigerung. Mit diesen Aktionsfeldern allein werden sich die Probleme im Verkehrssektor nicht lösen lassen. Der Verkehrsvermeidung als wichtigstem Strategieansatz wird zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Hierauf kann ein wirklich nachhaltiger Ansatz nicht verzichten. Die Frage, ob z. B. Gütertransporte über immer weitere Entfernungen tatsächlich nötig sind, wird nicht gestellt. Diese Frage wird aber mit der EU-Osterweiterung und der Rolle Deutschlands als Transitland immer virulenter. Auf die hohe Umweltrelevanz der durch die Produktion und Verteilung von Nahrungsmitteln verursachten Transporte und die damit einher gehenden Emissionen sollte eingegangen werden. An dieser Stelle wird auf die Studie Nachhaltige Entwicklung in Deutschland des Umweltbundesamtes verwiesen. Der Luftverkehr wird nur unter Lärmgesichtspunkten betrachtet. Die erheblichen, insbesondere das Klima belastenden Folgen des zunehmenden Luftverkehrs werden nicht erwähnt. Konzepte zur Verringerung dieser Belastungen fehlen. Auf die Bundesverkehrswegeplanung als zentrales Instrument einer zukunftsfähigen Verkehrspolitik wird nicht eingegangen. Für die Verwirklichung eines zukunftsfähigen Verkehrssystems muss die Investitionspolitik auf den Auf- und Ausbau innovativer und umweltverträglicher Mobilitätsangebote ausgerichtet werden und nicht mehr auf die ausschließliche Förderung des Infrastrukturausbaus. Handlungsfeld Gesund produzieren gesund ernähren Im Bereich Agrarpolitik haben wir sowohl mit Bezug auf die nationale Politik als auch zur internationalen Dimension einige grundlegende Anmerkungen. Wir begrüßen im wesentlichen die im Strategieentwurf enthaltenen Maßnahmen als ersten Schritt zu der notwendigen Agrarwende. Dennoch sind bei der Analyse des Strategieentwurfes deutliche Defizite festzustellen. So sind bei den Umweltschäden, die durch die derzeitige intensive Landbewirtschaftung entstehen neben den genannten Nitrateinträgen ins Grundwasser außerdem Pestizide, Antibiotika und Lebensmittelskandale durch mangelnde Überwachung wie z.b. Dioxine in Eiern zu nennen. Wir unterstützen die Feststellung, dass eine ethisch verantwortlich und gesundheitsbewusste Nachfrage nach Produktion und Dienstleistungen aus einer so betriebenen Landwirtschaft von großer Bedeutung ist, und ebenso, dass Lebensmittel entsprechend ihrer regionalen Erzeugung nach ökologischen oder konventionellen Grundsätzen deutlich gekennzeichnet werden, ebenso wie fair gehandelte Produkte. Um die regionale Erzeugung überhaupt zu ermöglichen und dauerhaft zu gewährleisten, müssen aber die Verarbeitungsstrukturen in der Region erhalten und wieder aufgebaut

7 7 werden. Die Bundesregierung sollte sich zudem wirksam für die Sicherung von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum und den Erhalt der vielgestaltigen Naturlandschaft einsetzen. Bei der gegenwärtigen Umorientierung in den Forschungseinrichtungen des BMVEL sollten Mittel beschleunigt in die Forschung zur nachhaltigen Agrarwirtschaft umgelenkt werden. Darüber hinaus sollen bei der Aufstellung der Forschungsprogramme gesellschaftliche Gruppen mit einbezogen werden. Wir fordern, dass auf den Einsatz von Gentechnik verzichtet wird. Die grüne Gentechnik birgt unwägbare Risiken für Umwelt und Natur. Sie ist nicht rückholbar und nicht kontrollierbar. Zu dem Punkt Lebensmittelsicherheit ergänzen wir, dass solange der Verzicht auf Gentechnik nicht umgesetzt ist - nicht nur gentechnisch veränderte Futtermittel zu kennzeichnen sind, sondern in jedem Falle auch die tierischen Erzeugnisse, die mit Hilfe von gentechnisch veränderten Futtermitteln erzeugt wurden. Die Wahlfreiheit der Verbraucher muss absolut gewährleistet sein. Zu dem Punkt Regelungen für den Tierschutz regen wir an, dass zusätzlich zu den erwähnten Mindestanforderungen in der Mastgeflügelhaltung bei der Wassergeflügelhaltung (Enten/Gänse) der Wasserzugang artgerecht geregelt werden muss. Daß die internationalen und entwicklungspolitischen Implikationen der nationalen Agrarpolitik wesentlich klarer benannt werden, halten wir unabdingbar. Ebenso muss die Verbindung zwischen der Agrarpolitik hierzulande und der Notwendigkeit, den Welthunger zu bekämpfen und weltweite Ernährungssicherheit zu garantieren, explizit hergestellt werden. Konkrete Umsetzungsschritte sollten in der Strategie ausdrücklich benannt werden. So entspricht nachhaltige Landnutzung in vielerlei Hinsicht den strukturellen Gegebenheiten des ländlichen Raumes in den Entwicklungsländern und kann zudem einen entscheidenden Beitrag zur dortigen Ernährungssicherheit leisten. Wir fordern die Bundesregierung auf, diesbezüglich klare Prioritäten zu setzen und deutlich mehr Mittel zur Verfügung zu stellen, um den ökologischen Landbau im Süden zu fördern. Darüber hinaus fordern wir, eine substantielle und wesentlich umfangreichere Unterstützung der Entwicklungsländer bei der Entwicklung ökologischer und sozialer Standards festzuschreiben als durch die im Strategieentwurf erwähnten und bereits existierenden entsprechenden Programme der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. An dem Prozess internationaler Standardfindung sollen die Entwicklungsländer, insbesondere auch die Verbände der Produzenten, Vertretungen der Kleinbauern und Nichtregierungsorganisationen gleichberechtigt beteiligt werden. Wir unterstützen die Bundesregierung in ihrem Einsatz für einen Verhaltenskodex, mit dem ein einklagbares Recht auf den Zugang zu Ernährung im Süden geschaffen werden soll. Zu dem Aspekt der gesunden Ernährung im Handlungsfeld Gesund produzieren gesund ernähren haben die Umweltverbände folgende Anmerkungen: 1. Auf unterschiedlichen Ebenen (kommunal, Land, Bund) sollten Aktionspläne Umwelt, Gesundheit und Ernährung entstehen mit dem Ziel der Agrarwende und Ernährungswende. Die Agrarwende kann nur gleichzeitig mit der Ernährungswende zusammen stattfinden. 2. Der öffentliche Dialog über das Themenfeld gesunde Ernährung darf auch vor Lebensstilfragen nicht halt machen. Als Diskussionsanstoß können folgende grobe Ziele dienen: a.) Verringerung des Fleischkonsums

8 8 b.) höherer Stellenwert regionaler Nahrungsmittel c.) höherer Stellenwert saisonaler Nahrungsmittel d.) Bevorzugung von Nahrungsmitteln aus ökologischen Anbau e.) Bevorzugung fair gehandelter Produkte 3. In die Beschreibung des Handlungsfeldes sollte auch die Salutogenese aufgenommen werden. Das heißt, es muss stärker ins Blickfeld rücken, was uns gesund macht, nicht nur, was uns krank macht insbesondere im Bereich gesunde Ernährung. Dabei ist die Kinder- und Jugendgesundheit besonders einzubeziehen. 4. Zur Beschreibung des Problemfeldes gehört auch die Bezifferung der ernährungsbedingten Krankheitskosten und der hohen Folgekosten durch Mangel- und Überernährung. Dazu ebenso wie zur Bewertung verhältnisbezogener und struktureller Ansätze im Interventionsbereich wird eine bundesweite Ernährungsberichterstattung gefordert. 5. Zur sozialen Dimension dieses Themenfeldes gehört eine Auseinandersetzung mit der Geschlechtergerechtigkeit bei der Nahrungsbeschaffung und -zubereitung (ungleiche Aufteilung informeller Arbeit, schlechte Bezahlung in der Gastronomie) Handlungsfeld Flächeninanspruchnahme vermindern nachhaltige Siedlungsentwicklung fördern Im Themenfeld Flächenverbrauch klafft im Entwurf der Nachhaltigkeitsstrategie eine große Lücke zwischen Ziel und Umsetzung. Wie bereits in der Stellungnahme zu den 21 Zielen erwähnt, begrüßen wir die Zielsetzung einer Reduzierung des Flächenverbrauches auf 30 ha bis 2020 und die ergänzenden Zielsetzungen des Nachhaltigkeitsrates. Allerdings müssen erhebliche Anstrengungen unternommen werden, damit dieses Ziel erreicht werden kann. Die im Strategieentwurf beschriebenen Maßnahmen reichen bei weitem nicht aus. Diese Lücke kann u.a. durch folgende Maßnahmen geschlossen werden, die in die Nachhaltigkeitsstrategie aufgenommen werden sollten: 1. Reduzierung und Umgestaltung der Eigenheimförderung; 2. Massive Anhebung der Grundsteuer für baureife Grundstücke und Einführung einer Versiegelungssteuer; 3. Erhöhung der Grunderwerbssteuer bei Inanspruchnahme von Freiflächen für Siedlungszwecke; 4. weitere Steigerung der Ökosteuer wegen ihrer dämpfenden Wirkung auf Wohnraumansprüche und Mobilitätsniveau; 5. Abschaffung der Entfernungspauschale; 6. Verstärkung der Städtebauförderung; 7. Einrichtung eines Altlastenfonds zur Wiederherrichtung aufgegebener insbesondere kontaminierter - Industrie- und Gewerbeflächen und Einführung einer Versicherungspflicht für Flächenwiederherstellung für alle Industriebetriebe; 8. Einführung eines Alternativengebots in die UVP; 9. Reduzierung flächenverbrauchsfördernder Ausbaustandards im Wohnungs- und Straßenbau; 10. Verabschiedung einer Entsiegelungsverordnung nach 5 BBodSchG;

9 9 11. Aufhebung der Abwägbarkeit der Eingriffsregelung im BauGB und Gleichstellung mit der Eingriffsregelung bei Vorhaben ( 8a BNatSchG). Indikatoren und Ziele Wir begrüßen es sehr, dass die Bundesregierung in ihren Entwurf der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie 21 quantifizierte Nachhaltigkeitsziele aufgenommen hat. Diese Ziele tragen entscheidend zur Verbindlichkeit, Kontrollierbarkeit und Kommunizierbarkeit der Strategie bei. Aus unserer Sicht sollen die 21 Schlüsselziele nicht lediglich altbekannte politische Zielsetzungen wiedergeben, sondern müssen deutlich darüber hinaus weisen. Nur mit anspruchsvollen Zielsetzungen wird es gelingen, in der Bevölkerung mehr Interesse und Bereitschaft für die Nachhaltigkeitsstrategie zu wecken und Deutschland in der internationalen Arena als treibende Kraft einer nachhaltigen Entwicklung zu positionieren. 1. Ressourcenschonung - knappe Ressourcen sparsam und effizient nutzen Die Begrenztheit der endlichen natürlichen Ressourcen muss in der Nachhaltigkeitsstrategie anerkannt werden. Es greift zu kurz, die Ziele für die Energie-, Rohstoff- und Verkehrseffizienz relativ bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt zu definieren. Hier sollten stattdessen absolute Ziele gesetzt werden, z. B. die Halbierung des Primärenergieverbrauchs um 50 Prozent bis 2050 gegenüber Für den Zielpfad sollten zunächst konsistente Zwischenziele bis 2010 und 2020 gesetzt werden. Das Aufkommen des Güter- und Personenverkehrs muss reduziert werden. Außerdem muss der Verkehrssektor mindestens seinen im Klimaschutzprogramm festgelegten Beitrag zum Klimaschutzziel leisten. 2. Klimaschutz - Treibhausgase reduzieren Die Bundesregierung beruft sich in der Nachhaltigkeitsstrategie auf ihre ohnehin getroffene Verpflichtung, ihre Emissionen der sechs im Kioto-Protokoll genannten Treibhausgase bis zum Zeitraum gegenüber 1990 um 21% zu reduzieren. Außerdem wird das nationale Klimaschutzziel einer CO 2 -Reduktion bis 2005 um 25% gegenüber 1990 nur schwach formuliert. Das jahrelang konsensuale CO 2 -Reduktionsziel von 40 % bis 2020 und von 80 % bis 2050 bezogen auf 1990 wird nicht erwähnt. Wir fordern die Bundesregierung auf, die Fortsetzung dieses Klimaschutzziels in das Handlungsfeld Energie und Klima aufzunehmen, zumal dieses Ziel in früheren Studien (z. B. Wuppertal Institut, Klima-Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages, Studien für das Umweltbundesamt) als energiepolitisch machbar und hinsichtlich der Kostenbelastung als wirtschaftsverträglich angesehen wurde. Auf diesen Sachverhalt hat auch der Sachverständigenrat für Umweltfragen hingewiesen. Wir erwarten, dass die Bundesregierung durch die Festlegung auf das 40 %-Reduktionsziel innerhalb der EU weiterhin treibende klimapolitische Kraft bleibt. Die Aufnahme des obigen Zieles ist für die Beurteilung der Frage entscheidend, ob die Umweltverbände die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung als zukunftsweisend und verpflichtend einschätzen können. 3. Erneuerbare Energien - Zukunftsfähige Energieversorgung ausbauen

10 10 Das Ziel erneuerbare Energien sollte sich sowohl auf die Stromerzeugung als auch auf den gesamten Energieverbrauch beziehen. Das genannte Ziel in dem Entwurf der Bundesregierung erscheint beim Stromverbrauch vorsichtigrealistisch, beim Primärenergiebedarf jedoch sehr schwach, wirkt sich doch auch jede Erhöhung der Energieumwandlungseffizienz hier positiv aus. Der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Energieverbrauch in Höhe von 50 Prozent bis 2050 sollte nicht nur weltweit, sondern auch in Deutschland erreicht werden. Es ist nicht akzeptabel, wenn dies nun nur noch als Wunsch für eine weltweite Entwicklung formuliert wird. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung sollte bis 2020 auf 25 Prozent gesteigert werden. Weiterhin halten wir im Bereich der Maßnahmen die Verdreifachung des Anteils der Stromerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung auf ca. 30 Prozent bis 2010 für erforderlich. 4. Flächenverbrauch - Erholungsräume erhalten Wir begrüßen das Ziel einer Rückführung des Flächenverbrauchs auf maximal 30 ha pro Tag in 2020, halten jedoch auch die Benennung eines kurzfristigeren Zieles bis zum Jahr 2007 um 50% bzw. eines Reduktionszieles auf Null bis 2020 für möglich. Wir begrüßen die Zielsetzung der Bundesregierung zur Reduzierung des Flächenverbrauches ebenso wie die ergänzenden kurz- und langfristigen Zielsetzungen des Nachhaltigkeitsrates. In diesem Bereich fehlt es in dem Entwurf der Bundesregierung an der Beschreibung von Maßnahmen, mit denen das Ziel erreicht werden kann. Marktwirtschaftliche Instrumente wie die Einführung einer Versiegelungsabgabe wären geeignet, das Ziel umzusetzen. Neue, konkrete Instrumente zur Erreichung des Zieles zur Reduktion des Flächenverbrauches fehlen im Entwurf der Bundesregierung - es wird nur auf bestehende Regelungen verwiesen und an die Zuständigkeit der Länder und Kommunen appelliert. 5. Artenvielfalt: Arten erhalten - Lebensräume schützen Die im Entwurf der Nachhaltigkeitsstrategie ausgewählten Arten (Kormoran, Weißstorch, Rotmilan, Seeadler, Seeregenpfeifer und Zwergseeschwalbe) erfüllen nicht den erklärten Anspruch, typische Lebensräume indikatorisch zu repräsentieren und damit über den Zustand bzw. die Entwicklung von Natur und Landschaft stichhaltig Auskunft zu geben. Die Auswahl der Arten bleibt vielmehr unklar. Sie muss um Vertreter aus den Biotopen/Lebensräumen Ackerland, Grünland, Wald, (Fließ-)Gewässer, sowie solche erweitert werden, die u.a. für Kriterien wie "Ungestörtheit", "Flächenverbrauch", "extensive Landnutzungsformen" stehen. Wir schließen uns den Anregungen des Nachhaltigkeitsrates zur Ausweitung der Artenliste an: Weißstorch (Feuchtgrünland, Zerschneidung der Landschaft) Rotmilan (Laubwälder, Feldgehölze) Zwergseeschwalbe (Küste, Tourismus) Feldlerche (Intensität der Landbewirtschaftung) Rebhuhn (Pestizide, offenes Agrarland, Ruderalflächen)

11 11 Kiebitz (Feuchtgrünland) Neuntöter (struktur- und insektenreiches Kulturland, extensive Landnutzung) Rauchschwalbe (dörfliche Strukturen, Flächenversiegelung) Haussperling (Strukturwandel im Siedlungsbereich) Mittelspecht (Reife- und Zerfallsphase eichenreicher Laubwälder) Auerhuhn (montane und alpine Regionen: naturnahe Wälder, Klimawandel) Schreiadler (feuchte Wälder, Altholz, extensives Kulturland, Tourismus) Zwergtaucher (Stillgewässer, Röhrichte, Auen) Saatgans (bedeutender Wintergast und Durchzügler: Ruhezonen im Kulturland) Für eine Zustandsbeschreibung der Artenvielfalt ist der noch zu erweiternde Artenindex zwar geeignet, sollte aber um ein besser kontrollierbares Handlungsziel ergänzt werden. Die im neuen Bundesnaturschutzgesetz geforderte Einrichtung eines Biotopverbundsystems mit mindestens 10 - besser noch 15 Prozent der Staatsfläche bis zum Jahr 2007 sollte in den Zielekatalog aufgenommen werden. 10. Wirtschaftsleistung umwelt- und sozialverträglich steigern Das Bruttoinlandsprodukt ist als Indikator für Lebensqualität nicht geeignet, da es zu undifferenziert ist. Zwei Modifikationen könnten den Indikator aussagekräftiger machen: Zur Messung des gesamtwirtschaftlichen Wohlstands müsste das Bruttoinlandsprodukt um zentrale negative Größen wie Unfallkosten u.a.m. korrigiert werden. Zur Messung des individuellen Wohlstandes wäre das verfügbare Haushaltseinkommen mit einem Maß für die Einkommensverteilung geeigneter. In jedem Falle ist das Inlandsprodukt nur dann ein akzeptabler Indikator in der Nachhaltigkeitsstrategie, wenn die Ressourcenziele nicht spezifisch bezogen auf das Inlandsprodukt, sondern absolut gefasst werden. 11. Mobilität umweltverträglich gestalten Im Verkehrsbereich sollten absolute Ziele für die Verkehrsmengenentwicklung gesetzt werden. Als Indikator sollte die Verkehrsleistung pro Kopf statt pro BIP verwendet werden. Für den Güterverkehr reicht die Transportintensität nicht als Indikator aus, weil die Gesamtbelastung dabei unberücksichtigt bleibt. Die absolute Güterverkehrsmenge auf der Straße muss begrenzt werden. Nachhaltigkeit lässt sich im Verkehrssektor mit dem prognostizierten Zuwachs von 79 Prozent im Straßengüterverkehr bis 2015 nicht realisieren. Verkehrspolitisches Ziel sollte es sein, den Straßengüterverkehr bis 2015 zu stabilisieren. Über alle Verkehrsarten wird als Indikator der "Modal split" (Anteil der Verkehrsträger am Gesamtverkehr) vorgeschlagen. Für den Personenverkehr kann zusätzlich als Indikator für die Attraktivität des Umweltverbundes (Bus, Bahn, Fahrrad- und Fußgänger-Verkehr) im Nah- und Regionalverkehr der ÖV-Anschluss (ausgedrückt durch die Zugangsmöglichkeiten für Personen in Prozent innerhalb eines Ortes, die im Umkreis von 300 m Zugang zu einer Haltestelle eines ÖPNV mit einer Bedienungshäufigkeit bis 30 Minuten zwischen 6:00 Uhr und 19:00 Uhr haben) herangezogen werden. 12. Ernährung - gesunde Nahrungsmittel umweltverträglich produzieren

12 12 Das Ziel, den Anteil des ökologischen Landbaus bis 2010 auf 20 Prozent zu steigern, unterstützen wir nachdrücklich. Im Schnittfeld von Ernährung und Landwirtschaft halten wir den Ökoanbau- Anteil auch für aussagekräftig. Allerdings fehlt es dann an einer geeigneten Bewertungsgrundlage für den größeren Anteil der konventionellen Landwirtschaft. Das Ziel zur Steigerung des ökologischen Landbaus sollte dementsprechend ergänzt werden um ein Ziel für die gesamte Landwirtschaft, beispielsweise die Begrenzung der Stickstoffeinträge oder des Pestizideinsatzes. Als Indikator zur nachhaltigen Landbewirtschaftung schlagen wir den Stickstoff-Saldo [kgn/ha*a] vor. 13. Luftqualität - gesunde Umwelt erhalten Es ist richtig, dass die Verbesserung der Luftqualität in den Katalog der 21 Ziele aufgenommen wurde. Der ungewichtete Index aus Luftschadstoffen ist aber zu unspezifisch. Wir schlagen vor, dass der Massenindex in einen Wirkungsindex umgewandelt wird. Das heißt, dass die Menge des jeweiligen Stoffes mit der spezifischen Wirkung/Gefährlichkeit gewichtet wird (Menge mal Kehrwert des Grenzwertes bzw. Richtwertes des Stoffes). Des weiteren sollte der Index der Luftschadstoffe, um die besonders problematischen Stäube/Feinststäube und um bodennahes Ozon erweitert werden. Außerdem weisen wir darauf hin, dass die kumulierte Darstellung der Luftschadstoffe im Entwurf der Nachhaltigkeitsstrategie zu undifferenziert ist. Beispielsweise beim Schwefeldioxid wurde bereits eine mehr als 70 prozentige Minderung seit 1990 erreicht. Nach den Vorgaben der EU-Richtlinie 2001/81/EG ist aber eine weitere Minderung bis spätestens 2010 zu erreichen. Diese Inkonsistenz zwischen Nachhaltigkeitsstrategie und EU-Rechtssetzung muss noch aufgelöst werden. Auf der Ebene der Fachindikatoren ist außerdem auch die Immissionsseite zu berücksichtigen. Im Hinblick auf die nach wie vor zu hohe Belastung des Bodens durch Luftschadstoffe (Versauerung mit der Folge von Waldschäden und Schädigung empfindlicher Ökosysteme) halten wir das Konzept der Critical Loads im Hinblick auf den Säure- und Stickstoffeintrag für besonders geeignet. Bis spätestens 2010 dürfen die ökologischen Belastungsgrenzen gemäß dem nationalen ICP-Mapping vom Februar 2001 nicht mehr überschritten werden. Weiterhin sollte Dieselruß in die Liste der Schadstoffe mit aufgenommen werden. 14. Gesund leben Die Ziele zur Gesundheit sind zu unspezifisch. Aussagekräftiger wäre das Ziel, wenn es an Kernproblemen ansetzt, beispielsweise der Verbreitung von Wohlstandskrankheiten (Herz-, Kreislaufkrankheiten, Raucherkrankheiten, ernährungsbedingte Krankheiten). Wir halten es für dringend erforderlich, die Reduzierung der Lärmbelastung als zentrales Ziel in die Nachhaltigkeitsstrategie aufzunehmen. Die im Handlungsfeld Mobilität erwähnten vom Sachverständigenrat für Umweltfragen empfohlenen Zielwerte von 65 db (A) tags und 55 db (A) nachts sind nicht akzeptabel, weil durch sie höchstens schwerste Gesundheitsschäden vermindert werden. Stattdessen müssen spätestens bis 2010 die gesetzlichen Standards der TA Lärm bzw. die Richtlinien Schallschutz Städtebau nach DIN eingehalten werden. Das bedeutet im einzelnen, dass folgende Lärmpegel nicht überschritten werden dürfen: In allgemeinen Wohngebieten tagsüber 55 db(a) und nachts db(a); in reinen Wohngebieten tagsüber 50 db(a) und nachts db(a). Die Einhaltung dieser Grenzwerte hat höchste Priorität, denn es ist erwiesen, dass die heutigen Lärmbelastungen jährlich mehrere tausend Todesfälle durch Herz- und Kreislauferkrankungen zu Folge haben.

13 13 Das Erreichen dieses Zieles muss dann insbesondere im Handlungsfeld Mobilität durch entsprechende Maßnahmen sicher gestellt werden (z.b. Verabschiedung eines Verkehrslärmschutzgesetzes, Verkehrsvermeidung, technische Grenzwerte für Reifen, Fluglärmgesetz, tatsächliche Aufstellung und Durchsetzung von Lärmminderungsplänen in den Kommunen etc.). Als Schlüsselindikator für Lebensqualität sollte außerdem die Reduzierung der Unfallzahlen aufgenommen werden. Eine Halbierung der Zahl der Verkehrstoten bis wie im Weißbuch Verkehr der EU-Kommission gefordert - und ebenso der Zahl der Schwerverletzten, halten wir für realisierbar. Zusätzlich sollte es eine zweite, umfangreichere Liste von Indikatoren geben, anhand derer festgestellt werden kann, wie sich die Umwelt verändert. Sobald kritische Schwellenwerte in der Natur überschritten werden, müsste die Gelegenheit bestehen, diese Indikatoren in das Set der 21 Indikatoren aufzunehmen. Hubert Weinzierl Jochen Flasbarth Dr. Angelika Zahrnt Präsident des DNR Präsident des NABU Vorsitzende des BUND

Positionspapier des bvöd-ausschusses Energie

Positionspapier des bvöd-ausschusses Energie Bundesverband Öffentliche Dienstleistungen - Deutsche Sektion des CEEP e.v. Invalidenstraße 11 D-10115 Berlin fon: +49 (0) 30 / 94 39 51 3-0 fax: +49 (0) 30 / 94 39 51 3-29 e-mail: info@bvoed.de web: www.bvoed.de

Mehr

CSR-Preis der Bundesregierung: Erfahrungen Erkenntnisse Erwartungen Praxis-Tag 2013

CSR-Preis der Bundesregierung: Erfahrungen Erkenntnisse Erwartungen Praxis-Tag 2013 CSR-Preis der Bundesregierung: Erfahrungen Erkenntnisse Erwartungen Praxis-Tag 2013 Workshop 4: Umwelt Praxisbeispiel ÖPNV BVG Gelb wird grüner Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) V-GE Die BVG bewegt Berlin

Mehr

Die Energiewende gelingt nur mit einer Verkehrswende intermodale Wettbewerbsfähigkeit der Schiene stärken

Die Energiewende gelingt nur mit einer Verkehrswende intermodale Wettbewerbsfähigkeit der Schiene stärken Positionspapier August 2015 Die Energiewende gelingt nur mit einer Verkehrswende intermodale Wettbewerbsfähigkeit der Schiene stärken Kontakt: Deutsche Bahn AG Verkehrspolitik Deutschland Potsdamer Platz

Mehr

Gesetzliche Grundlagen der Energiewirtschaft (Strom und Gas!)

Gesetzliche Grundlagen der Energiewirtschaft (Strom und Gas!) Gesetzliche Grundlagen der Energiewirtschaft (Strom und Gas!) Energiewirtschaftsgesetz Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz g Energiewirtschaft Erneuerbare-Energien-Gesetz Gesetz zur Fortführung der ökologischen

Mehr

Monitoring der Energieeffizienzmaßnahmen: Ex: Stellungnahme zum ersten Fortschrittsbericht der Bundesregierung für das Berichtsjahr 2013

Monitoring der Energieeffizienzmaßnahmen: Ex: Stellungnahme zum ersten Fortschrittsbericht der Bundesregierung für das Berichtsjahr 2013 Monitoring der Energieeffizienzmaßnahmen: Ex: Stellungnahme zum ersten Fortschrittsbericht der Bundesregierung für das Berichtsjahr 2013 Dr. Hans-Joachim Ziesing 3. Sitzung Energie-Dialog Bayern München,

Mehr

Integriertes Klimaschutzkonzept Stadt Ostfildern

Integriertes Klimaschutzkonzept Stadt Ostfildern Integriertes Klimaschutzkonzept Stadt Ostfildern Kurzzusammenfassung des Abschlussberichts Das Integrierte Klimaschutzkonzept für Ostfildern umfasst Ergebnisse in fünf aufeinander aufbauenden Abschnitten:

Mehr

GUTE LEISTUNG: JEDERZEIT ABRUFBAR.

GUTE LEISTUNG: JEDERZEIT ABRUFBAR. GUTE LEISTUNG: JEDERZEIT ABRUFBAR. Nur mit uns: Arbeitsplätze sichern, Versorgung gewährleisten und die Ziele der Energiewende durchzusetzen. DEUTSCHLAND BRAUCHT VERSORGUNGSSICHERHEIT Mehr als 180 000

Mehr

Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) Neubau Laborgebäude 6.1.6. Standortmerkmale Standortmerkmale Anliegende Medien / Erschließung

Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) Neubau Laborgebäude 6.1.6. Standortmerkmale Standortmerkmale Anliegende Medien / Erschließung Relevanz und Zielsetzungen Das integrierte Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung von Dezember 2007 greift unter anderem auch die Forderung nach Alternativen bei der Ver- und Entsorgung von erschlossenem

Mehr

www.pwc.de CO 2 -Ziele der Bundesregierung im Wärmebereich unrealistisch PwC-Standpunkt zur Energiewende

www.pwc.de CO 2 -Ziele der Bundesregierung im Wärmebereich unrealistisch PwC-Standpunkt zur Energiewende www.pwc.de -Ziele der Bundesregierung im Wärmebereich unrealistisch PwC-Standpunkt zur Energiewende 1 Wärmesektor spielt zentrale Rolle bei Gelingen der Energiewende Langfristig positive Effekte durch

Mehr

Bioeffizienzdorf Hessen 2010-2012 Ein Leitprojekt des Hessischen Umweltministeriums

Bioeffizienzdorf Hessen 2010-2012 Ein Leitprojekt des Hessischen Umweltministeriums Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Bioeffizienzdorf Hessen 2010-2012 Ein Leitprojekt des Hessischen Umweltministeriums Die Erwartungen des Landes an das Projekt

Mehr

Wie kann der Wald die Anforderungen an die Zukunft erfüllen? Waldstrategie 2020

Wie kann der Wald die Anforderungen an die Zukunft erfüllen? Waldstrategie 2020 Wie kann der Wald die Anforderungen an die Zukunft erfüllen? Waldstrategie 2020 Dr. Werner Kloos Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) 31. Freiburger Winterkolloquium

Mehr

Erkenntnisse aus dem Wissenschaftlichen Symposium Energieunion ohne Kernenergie Utopie oder Perspektive?

Erkenntnisse aus dem Wissenschaftlichen Symposium Energieunion ohne Kernenergie Utopie oder Perspektive? Erkenntnisse aus dem Wissenschaftlichen Symposium Energieunion ohne Kernenergie Utopie oder Perspektive? Im Februar 2015 hat die Europäische Kommission in ihrem Paket zur Energieunion eine Rahmenstrategie

Mehr

Energie- und Klimaschutzkonzept Lahn-Dill

Energie- und Klimaschutzkonzept Lahn-Dill Lahn-Dill Klimakarawane Braunfels, Hüttenberg, Lahnau, Mittenaar, Schöffengrund, Waldsolms Wetzlar, 3.6.215 Endenergieverbrauch 213 gesamt: ca. 9. GWh Lahn-Dill-Kreis nach Verbrauchssektoren Aufteilung

Mehr

Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) Verwaltungsgebäude. Standortmerkmale Standortmerkmale Anliegende Medien / Erschließung

Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) Verwaltungsgebäude. Standortmerkmale Standortmerkmale Anliegende Medien / Erschließung Relevanz und Zielsetzung Das integrierte Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung von Dezember 2007 greift unter anderem auch die Forderung nach Alternativen bei der Ver- und Entsorgung von erschlossenem

Mehr

Integriertes Klimaschutzkonzept Regionalforum Bremerhaven Workshop Leitbild Klimakonzept

Integriertes Klimaschutzkonzept Regionalforum Bremerhaven Workshop Leitbild Klimakonzept Integriertes Klimaschutzkonzept Regionalforum Bremerhaven Workshop Leitbild Klimakonzept Ulrich Scheele ARSU GmbH Bremerhaven 20. November 2013 Integriertes Klimaschutzkonzept (IKS) des Regionalforum Bremerhaven

Mehr

An den Landkreis Göttingen Amt für Kreisentwicklung und Bauen Reinhäuser Landstraße 4 37083 Göttingen Musterstadt, Datum

An den Landkreis Göttingen Amt für Kreisentwicklung und Bauen Reinhäuser Landstraße 4 37083 Göttingen Musterstadt, Datum Musterstrasse 10 37083 Göttingen Musterstadt, Datum Stellungnahme zum Entwurf Regionales Raumordnungsprogramm 2014 für den als Bewohner des Landkreises Göttingen mache ich folgende Eingabe: Böden sollen

Mehr

Energie ein öffentliches Gut

Energie ein öffentliches Gut Energie ein öffentliches Gut 1 Energie - ein öffentliches Gut Öffentliche und private Güter Energieversorgung heute Alternativen Handlungsmöglichkeiten 2 öffentliche Güter Die enge wirtschaftswissenschaftliche

Mehr

«Nein zur vorgeschlagenen Energiestrategie 2050 Ja zu mehr Effizienz und Marktwirtschaft»

«Nein zur vorgeschlagenen Energiestrategie 2050 Ja zu mehr Effizienz und Marktwirtschaft» «Nein zur vorgeschlagenen Energiestrategie 2050 Ja zu mehr Effizienz und Marktwirtschaft» Positionierung Swissmem zur Energiestrategie 2050 Hans Hess, Präsident Swissmem Medienkonferenz vom 10. Dezember

Mehr

Bundesamt für Umwelt BAFU Aktionsplan Strategie Biodiversität Schweiz

Bundesamt für Umwelt BAFU Aktionsplan Strategie Biodiversität Schweiz Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK Bundesamt für Umwelt BAFU Aktionsplan Strategie Biodiversität Schweiz 3. Naturschutz-Kafi SL&K, 15. Februar 2013 Strategie

Mehr

Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) Büro- und Verwaltungsgebäude. Standortmerkmale Standortmerkmale Anliegende Medien / Erschließung

Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) Büro- und Verwaltungsgebäude. Standortmerkmale Standortmerkmale Anliegende Medien / Erschließung Relevanz und Zielsetzung Das integrierte Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung von Dezember 2007 greift unter anderem auch die Forderung nach Alternativen bei der Ver- und Entsorgung von erschlossenem

Mehr

Strategie für einen nachhaltigen Güterverkehr. Strategie für einen nachhaltigen Güterverkehr. Entwicklung des Güterverkehrs in Deutschland

Strategie für einen nachhaltigen Güterverkehr. Strategie für einen nachhaltigen Güterverkehr. Entwicklung des Güterverkehrs in Deutschland Strategie für einen nachhaltigen Güterverkehr Anna Brinkmann Umweltbundesamt Fachgebiet Umwelt und Verkehr Hannover, 04.05.2010 Seminar Green Logistics: Anforderungen und mögliche Umsetzung im Mittelstand

Mehr

Stellungnahme des VfW: Modernisierung zum Nulltarif funktioniert. 09. Oktober 2012, Hannover. Stellungnahme des VfW

Stellungnahme des VfW: Modernisierung zum Nulltarif funktioniert. 09. Oktober 2012, Hannover. Stellungnahme des VfW Stellungnahme des VfW: Modernisierung zum Nulltarif funktioniert nicht! 09. Oktober 2012, Hannover Stellungnahme des VfW VfW-Stellungnahme Modernisierung zum Nulltarif funktioniert nicht! 2/5 Modernisierung

Mehr

Nachhaltigkeit. 36 Prozent können spontan nicht sagen, was sie mit Nachhaltigkeit verbinden. Assoziationen mit dem Begriff Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit. 36 Prozent können spontan nicht sagen, was sie mit Nachhaltigkeit verbinden. Assoziationen mit dem Begriff Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit Datenbasis: 1.008 Befragte Erhebungszeitraum: 23. bis 25. Januar 2012 statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte Auftraggeber: Wissenschaftsjahr 2012 Zukunftsprojekt Erde/BMBF Auf

Mehr

Wärme-Contracting und Energieeffizienz in der Zukunft. 10. März 2011 Stadtmuseum Siegburg

Wärme-Contracting und Energieeffizienz in der Zukunft. 10. März 2011 Stadtmuseum Siegburg Wärme-Contracting und Energieeffizienz in der Zukunft 10. März 2011 Stadtmuseum Siegburg URBANA Teil der KALO Gruppe Unternehmensverbund KALO Gruppe URBANA Planung und Errichtung von Energieanlagen Energiemanagement

Mehr

EU 20 20 20 ist das zu schaffen?

EU 20 20 20 ist das zu schaffen? EU 20 20 20 ist das zu schaffen? 10. 12. November Innsbruck Jürgen Gmelch,, Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich Agenda Klimawandel bereits sichtbar Rechtliches Artikel 1491 AEUV Politischer

Mehr

Die Rolle der Agrarpolitik zwischen Welternährungssicherung und Förderung der heimischen Landwirtschaft

Die Rolle der Agrarpolitik zwischen Welternährungssicherung und Förderung der heimischen Landwirtschaft Hohebucher Agrargespräch 2009: Bauern zwischen Hunger und Überfluss - Die Rolle der heimischen Landwirtschaft im Weltagrarhandel Die Rolle der Agrarpolitik zwischen Welternährungssicherung und Förderung

Mehr

Nachhaltige Beschaffung Bedeutung, Umsetzung, Impulse aus Europa

Nachhaltige Beschaffung Bedeutung, Umsetzung, Impulse aus Europa Nachhaltige Beschaffung Bedeutung, Umsetzung, Impulse aus Europa Das Europäische Jahr für Entwicklung in Schleswig-Holstein 28.04.2015, Kiel Markus Schwarz Fachpromotor für nachhaltige Beschaffung und

Mehr

Grundlagen der Ökonomie (Teil II) Grundlagen der Makroökonomik und der Wirtschaftspolitik Wirtschaftswachstum

Grundlagen der Ökonomie (Teil II) Grundlagen der Makroökonomik und der Wirtschaftspolitik Wirtschaftswachstum Wirtschaftswachstum Referent: Prof. Dr. Karl-Heinz Kappelmann 76 Begriff Wirtschaftswachstum 1. Langfristige Vermehrung der realen Güterproduktion in einer Volkswirtschaft 2. Erhöhung des Produktionspotentials

Mehr

Ein Marshallplan für Europa

Ein Marshallplan für Europa Ein Marshallplan für Europa Vorschlag des Deutschen Gewerkschaftsbundes für ein Konjunktur-, Investitions- und Aufbauprogramm für Europa Workshop mit Raoul Didier, Martin Stuber Umverteilen. Macht. Gerechtigkeit

Mehr

Klimawandel: eine globale Herausforderung Europa geht voran

Klimawandel: eine globale Herausforderung Europa geht voran Klimawandel: eine globale Herausforderung Europa geht voran Klimaschutz Trotz oder wegen der Finanz- und Wirschaftskrise?! Mönchengladbach, 23. Juni 2009 Stefan Agne, Team Leader Europäische Kommission,

Mehr

Aktueller Stand ausgewählter Energiewendeziele

Aktueller Stand ausgewählter Energiewendeziele 08 2015 KURZANALYSE IM AUFTRAG DER BUNDESTAGSFRAKTION BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Aktueller Stand ausgewählter Energiewendeziele Neue Daten zum Energieverbrauch 2014 und 2015 von Lena Reuster und Felix Reutter

Mehr

KOMMUNALES ENERGIEKONZEPT DER STADT GROßRÄSCHEN

KOMMUNALES ENERGIEKONZEPT DER STADT GROßRÄSCHEN KOMMUNALES ENERGIEKONZEPT DER STADT GROßRÄSCHEN 2 Energiekonzept MehrWert für Alle 1 Beschreibung des Untersuchungsraums 2 Bestandsaufnahme 3 Szenarien Leitbilder Ziele 4 Detailuntersuchung Potenziale

Mehr

Auf einen Blick Nachhaltigkeit bei The Coca-Cola Company weltweit

Auf einen Blick Nachhaltigkeit bei The Coca-Cola Company weltweit Kontakt: Stefanie Effner Pressestelle T +49(0) 30 22 606 9800 F +49(0) 30 22 606 9110 presse@coca-cola-gmbh.de www.coca-cola-deutschland.de Auf einen Blick Nachhaltigkeit bei The Coca-Cola Company weltweit

Mehr

Entwicklung der LEADER- Entwicklungsstrategie der LAG Vogtland

Entwicklung der LEADER- Entwicklungsstrategie der LAG Vogtland Entwicklung der LEADER- Entwicklungsstrategie der LAG Vogtland Das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) setzte am 9. Oktober 2013 den ersten Schritt in Richtung neuer Förderperiode.

Mehr

Energieeinspar- und Energieeffizienzziele EU, Deutschland und Bayern

Energieeinspar- und Energieeffizienzziele EU, Deutschland und Bayern Energieeinspar- und Energieeffizienzziele EU, Deutschland und Bayern Pakte und Vereinbarungen der Bayerischen Staatsregierung mit Partnern im Bereich Energiesparen und Energieeffizienz München, den 22.11.2014

Mehr

Hunger und die globale Entwicklung Wie isst die Welt heute und morgen? Ringvorlesung Konflikte der Gegenwart und Zukunft

Hunger und die globale Entwicklung Wie isst die Welt heute und morgen? Ringvorlesung Konflikte der Gegenwart und Zukunft Hunger und die globale Entwicklung Wie isst die Welt heute und morgen? Ringvorlesung Konflikte der Gegenwart und Zukunft Dr. Wolfgang Jamann, Generalsekretär Welthungerhilfe - 2014 Welthunger-Index nach

Mehr

Anforderungen aus der neuen EnEV 2007 Die Regelungen der Energieeinsparverordnung für Wohngebäude

Anforderungen aus der neuen EnEV 2007 Die Regelungen der Energieeinsparverordnung für Wohngebäude Veranstaltung Energieeffizienz im Mietwohnungsbau Wiesbaden 30. Okt. 2007 Anforderungen aus der neuen EnEV 2007 Die Regelungen der Energieeinsparverordnung für Wohngebäude Tobias Loga Institut Wohnen und

Mehr

Wer garantiert die Energieeffizienz der Wärmeversorgung?

Wer garantiert die Energieeffizienz der Wärmeversorgung? Wer garantiert die Energieeffizienz der Wärmeversorgung? Hartmut Tembrink Seite 1 Fokus der EuP-Richtlinie Die EuP-Richtlinie fokussiert auf PRODUKTE Die EuP-Studien fokussieren stattdessen teilweise auf

Mehr

Stellungnahme des Umweltbundesamtes (UBA) Konsultation des BMWi-Grünbuchs Ein Strommarkt für die Energiewende

Stellungnahme des Umweltbundesamtes (UBA) Konsultation des BMWi-Grünbuchs Ein Strommarkt für die Energiewende DOKUMENTATIONEN 05/2015 Stellungnahme des Umweltbundesamtes (UBA) Konsultation des BMWi-Grünbuchs Ein Strommarkt für die Energiewende Das Umweltbundesamt (UBA) begrüßt das BMWi-Grünbuch zum Strommarkt.

Mehr

BIODIVERSITÄTSSTRATEGIE ÖSTERREICH 2020+

BIODIVERSITÄTSSTRATEGIE ÖSTERREICH 2020+ BIODIVERSITÄTSSTRATEGIE ÖSTERREICH 2020+ VON DER THEORIE IN DIE PRAXIS GABRIELE OBERMAYR --- 1 --- bmlfuw.gv.at WARUM NEUE NATIONALE STRATEGIE? Ö ist Land der Vielfalt! Vielfalt ist Lebensversicherung

Mehr

Ernährungssystem Schweiz Nachhaltig und in den Märkten gut positioniert. Système alimentaire suisse - durable et bien positionné sur les marchés

Ernährungssystem Schweiz Nachhaltig und in den Märkten gut positioniert. Système alimentaire suisse - durable et bien positionné sur les marchés Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement EVD Bundesamt für Landwirtschaft BLW Ernährungssystem Schweiz Nachhaltig und in den Märkten gut positioniert Système alimentaire suisse - durable et bien positionné

Mehr

Die deutsche Energiewende Die Rolle von Erdgas. Michael Bräuninger

Die deutsche Energiewende Die Rolle von Erdgas. Michael Bräuninger Die deutsche Energiewende Die Rolle von Erdgas Michael Bräuninger Entwicklung des Verbrauchs fossiler Energieträger 6.000 PJ 5.500 5.000 4.500 4.000 3.500 3.000 Mineralöl Erdgas Steinkohle Braunkohle 2.500

Mehr

. Workshop ENERGIE BRAUCHT ZUKUNFT - ZUKUNFT BRAUCHT ENERGIE

. Workshop ENERGIE BRAUCHT ZUKUNFT - ZUKUNFT BRAUCHT ENERGIE . Workshop ENERGIE BRAUCHT ZUKUNFT - ZUKUNFT BRAUCHT ENERGIE Massen-Niederlausitz, 12. Februar 2014 Agenda 2 Analyse der Energieverbräuche und der Energieerzeugung im Amt Kleine Elster ENERGIE BRAUCHT

Mehr

Von der Abfall- zur Kreislaufwirtschaft. Die Strategie des Bundes

Von der Abfall- zur Kreislaufwirtschaft. Die Strategie des Bundes Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK Bundesamt für Umwelt BAFU Abteilung Abfall und Von der Abfall- zur Kreislaufwirtschaft Die Strategie des Bundes Dr. Michel

Mehr

1.1.2012. Förderantrag zur Erstellung eines Klimaschutz-Teilkonzeptes 31.12.2012

1.1.2012. Förderantrag zur Erstellung eines Klimaschutz-Teilkonzeptes 31.12.2012 1.1.2012 Förderantrag zur Erstellung eines Klimaschutz-Teilkonzeptes 31.12.2012 Förderantrag zur Erstellung eines Klimaschutz-Teilkonzeptes Der Europäische Rat hat sich im Oktober 2009 auf das Ziel geeinigt,

Mehr

Energiemanagement. INEKON Die Experten für intelligente Energiekonzepte. Industrie Gewerbe und Gebäude

Energiemanagement. INEKON Die Experten für intelligente Energiekonzepte. Industrie Gewerbe und Gebäude Energiemanagement INEKON Die Experten für intelligente Energiekonzepte Industrie Gewerbe und Gebäude » Ein Energiemanagement zahlt sich schon nach kurzer Zeit aus. «Energieeffizienzanalysen Energiemanagement

Mehr

KFW-RESEARCH. Akzente KFW-PROGRAMME: WICHTIGER BAUSTEIN ZUM AUSBAU ERNEUERBARER ENERGIEN

KFW-RESEARCH. Akzente KFW-PROGRAMME: WICHTIGER BAUSTEIN ZUM AUSBAU ERNEUERBARER ENERGIEN KFW-RESEARCH Akzente KFW-PROGRAMME: WICHTIGER BAUSTEIN ZUM AUSBAU ERNEUERBARER ENERGIEN Nr. 35, Dezember 2010 Herausgeber KfW Bankengruppe Palmengartenstraße 5-9 60325 Frankfurt am Main Telefon 069 7431-0

Mehr

Das virtuelle Netzkraftwerk

Das virtuelle Netzkraftwerk Das virtuelle Netzkraftwerk Perspektiven dezentraler Energiesysteme Clean Energy Power Knut Schrader Berlin 25.1.2007 Netzzugang im liberalisierten Energiemarkt Organisation und IT-Systemberatung Optimierte

Mehr

Paris & Folgen für Österreich

Paris & Folgen für Österreich Paris & Folgen für Österreich Georg Rebernig, Geschäftsführer Umweltbundesamt istockphoto.com/kycstudio Klimavertrag von Paris Das neue Abkommen Globales Verständnis über Klimawandel als Bedrohung Freiwillige

Mehr

Energieeffiziente Hallenbauten Energieeffizienz von Nichtwohngebäuden Ziele der Bundesregierung und Weiterentwicklung gesetzlicher Vorgaben

Energieeffiziente Hallenbauten Energieeffizienz von Nichtwohngebäuden Ziele der Bundesregierung und Weiterentwicklung gesetzlicher Vorgaben Energieeffiziente Hallenbauten Energieeffizienz von Nichtwohngebäuden Ziele der Bundesregierung und Leiter des Referates Gebäude- und Anlagentechnik, technische Angelegenheiten des energiesparenden Bauens

Mehr

ANHANG EIN KONZEPT FÜR PLÄNE FÜR EINE NACHHALTIGE URBANE MOBILITÄT. zur

ANHANG EIN KONZEPT FÜR PLÄNE FÜR EINE NACHHALTIGE URBANE MOBILITÄT. zur EUROPÄISCHE KOMMISSION Brüssel, den 17.12.2013 COM(2013) 913 final ANNEX 1 ANHANG EIN KONZEPT FÜR PLÄNE FÜR EINE NACHHALTIGE URBANE MOBILITÄT zur MITTEILUNG DER KOMMISSION AN DEN RAT, DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT,

Mehr

Modulstammblatt zu den geförderten Beratungsmodulen in Baden-Württemberg

Modulstammblatt zu den geförderten Beratungsmodulen in Baden-Württemberg Modulstammblatt zu den geförderten Beratungsmodulen in Baden-Württemberg Modulstammblatt Modulnummer 61 Modulname Beratungsangebot (Inhalt kurz) Spezialmodul Großer Energieeffizienz Check Analyse und Reduzierung

Mehr

Heinrich-Heine-Gymnasium Herausforderungen annehmen Haltungen entwickeln Gemeinschaft stärken

Heinrich-Heine-Gymnasium Herausforderungen annehmen Haltungen entwickeln Gemeinschaft stärken Heinrich-Heine-Gymnasium Herausforderungen annehmen Haltungen entwickeln Gemeinschaft stärken Fachschaft Erdkunde Schulinternes Curriculum Erprobungsstufe (Klasse 10) Stand: Schuljahr 2014/15 (G8) Thema

Mehr

Erstellung eines Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept für die Region Neckar-Alb (IKENA)

Erstellung eines Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept für die Region Neckar-Alb (IKENA) Erstellung eines Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept für die Region Neckar-Alb (IKENA) Dr.-Ing. Markus Blesl Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) Universität Stuttgart

Mehr

Trends und neue Geschäftsmodelle in der Energiewirtschaft - energytalk Graz

Trends und neue Geschäftsmodelle in der Energiewirtschaft - energytalk Graz 1 Trends und neue Geschäftsmodelle in der Energiewirtschaft - energytalk Graz Vorstand DI(FH) Mag.(FH) Martin Graf, MBA Energie-Control Austria 15. Jänner 2014 Die weltweite Nachfrage nach Energie steigt

Mehr

Green Economy Agenda-Workshop. Infrastrukturen und intelligente Versorgungssysteme für die Zukunftsstadt

Green Economy Agenda-Workshop. Infrastrukturen und intelligente Versorgungssysteme für die Zukunftsstadt Green Economy Agenda-Workshop Infrastrukturen und intelligente Versorgungssysteme für die Zukunftsstadt Ergebnisdokumentation Berlin, 14.10.2013 Leitfragen für die Themensteckbriefe: Welcher Forschungsbedarf

Mehr

Förderung kommunaler Klimaschutzkonzepte durch das Bundesumweltministerium (BMU) und Teilnahme am European Energy Award (eea)

Förderung kommunaler Klimaschutzkonzepte durch das Bundesumweltministerium (BMU) und Teilnahme am European Energy Award (eea) Förderung kommunaler Klimaschutzkonzepte durch das Bundesumweltministerium (BMU) und Teilnahme am European Energy Award (eea) Gemeinsamkeiten und Unterschiede Bei der Optimierung ihrer Klimaschutzaktivitäten

Mehr

Geburtstagskongress des Wuppertal Instituts 40 % CO 2 -Einsparung können wir nur gemeinsam schaffen! Astrid Hoffmann-Kallen

Geburtstagskongress des Wuppertal Instituts 40 % CO 2 -Einsparung können wir nur gemeinsam schaffen! Astrid Hoffmann-Kallen Geburtstagskongress des Wuppertal Instituts 40 % CO 2 -Einsparung können wir nur gemeinsam schaffen! Landeshauptstadt Hannover Masterplan 100 % Klimaschutz Astrid Hoffmann-Kallen Astrid Hoffmann-Kallen

Mehr

Energieeffizienz in Unternehmen und Wettbewerbsvorteil nutzen mit Energiemanagement nach ISO 50001

Energieeffizienz in Unternehmen und Wettbewerbsvorteil nutzen mit Energiemanagement nach ISO 50001 Energieeffizienz in Unternehmen und Wettbewerbsvorteil nutzen mit Energiemanagement nach ISO 50001 Vorstellung der Energiedienstleistung der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH im Rahmen der Jenaer Energiegespräche

Mehr

Energieintensive Industrien in Deutschland (EID) Europäische Klimapolitik 2030 aus der Perspektive der Energieintensiven Industrien

Energieintensive Industrien in Deutschland (EID) Europäische Klimapolitik 2030 aus der Perspektive der Energieintensiven Industrien Energieintensive Industrien in Deutschland (EID) Europäische Klimapolitik 2030 aus der Perspektive der Energieintensiven Industrien Dr. Utz Tillmann Sprecher Energieintensive Industrien in Deutschland

Mehr

Schulinternes Curriculum Geographie: Einführungsphase Inhaltsfelder und Inhaltliche Schwerpunkte des Kernlehrplans

Schulinternes Curriculum Geographie: Einführungsphase Inhaltsfelder und Inhaltliche Schwerpunkte des Kernlehrplans 1 Landschaftszonen als Lebensräume Unterrichtsstunden: ca. 12 1.1 Landschaften und Landschaftszonen 1.2 Tropischer Regenwald Wirtschaften in einem komplexen Ökosystem 1.3 Tropisch-subtropische Trockengebiete

Mehr

Innovationspotenziale für Umwelt- und Klimaschutz in Europäischen Förderprogrammen Nordrhein-Westfalens

Innovationspotenziale für Umwelt- und Klimaschutz in Europäischen Förderprogrammen Nordrhein-Westfalens Innovationspotenziale für Umwelt- und Klimaschutz in Europäischen Förderprogrammen Nordrhein-Westfalens Ausgewählte Ergebnisse für die Landespressekonferenz am 23.04.2010 Dr. Klaus Sauerborn www.taurus-eco.de

Mehr

Energieeffizienz im Gebäudebereich Der 10-Punkte-Plan des BDI

Energieeffizienz im Gebäudebereich Der 10-Punkte-Plan des BDI Energieeffizienz im Gebäudebereich Der 10-Punkte-Plan des BDI Daniel Schwake Abteilung Umwelt, Technik und Nachhaltigkeit Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) Inhalt Faktenbasis Potenziale Energieeffizinz

Mehr

KLIMASCHUTZ IN EBERSBERG

KLIMASCHUTZ IN EBERSBERG KLIMASCHUTZ IN EBERSBERG Auftaktveranstaltung am 24.November 2011 Willi Steincke & Matthias Heinz Unsere Themen. Kurzvorstellung der beiden Fachbüros Warum ein Integriertes Klimaschutzkonzept? Wie läuft

Mehr

Was hat das Schulbuffet mit Nachhaltigkeit zu tun? Ökologische, soziale und regionalwirtschaftliche Aspekte

Was hat das Schulbuffet mit Nachhaltigkeit zu tun? Ökologische, soziale und regionalwirtschaftliche Aspekte Was hat das Schulbuffet mit Nachhaltigkeit zu tun? Ökologische, soziale und regionalwirtschaftliche Aspekte Karl-Michael Brunner Institut für Soziologie und empirische Sozialforschung, Wirtschaftsuniversität

Mehr

Beitrag zum Klimaschutz

Beitrag zum Klimaschutz Bundestagsrede von Bundesminister Sigmar Gabriel zur Verabschiedung des Erneuerbare-EnergienGesetzes (EEG) und des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) Es gibt einen deutschen Exportschlager,

Mehr

PerGlobal. Diskussion. Keine Neuorientierung der Gemeinsamen Agrarpolitik. Der Kompromiss der EU-Kommission. Berlin, März 2003

PerGlobal. Diskussion. Keine Neuorientierung der Gemeinsamen Agrarpolitik. Der Kompromiss der EU-Kommission. Berlin, März 2003 PerGlobal Diskussion Keine Neuorientierung der Gemeinsamen Agrarpolitik Der Kompromiss der EU-Kommission Berlin, März 2003 Perspektiven Globaler Politik (PerGlobal) email. info@perglobal.org http://www.perglobal.org

Mehr

Informationsblatt: Biodiesel in Deutschland

Informationsblatt: Biodiesel in Deutschland Kurzübersicht Informationsblatt: Biodiesel in Deutschland Biodiesel hat einen Marktanteil von ca. 6% am deutschen Dieselkraftstoffmarkt. Produktion in Deutschland: 2,6 Mio. t/jahr; Kapazität 4,8 Mio. t/jahr.

Mehr

Überblick. Zertifiziertes Umweltmanagementsystem, Ökostrom und Prämiensystem an der Technischen Universität Berlin. Umweltmanagement.

Überblick. Zertifiziertes Umweltmanagementsystem, Ökostrom und Prämiensystem an der Technischen Universität Berlin. Umweltmanagement. Zertifiziertes system, und an der Technischen Universität Berlin system nach ISO 14001 Einführung eines s Beschaffung von Wintersemester 2007/2008 Energieseminar http://www.energieseminar.de/ 2/18 AUMS

Mehr

Ein Ausstieg aus der Kernenergie aus umweltpolitischer Sicht

Ein Ausstieg aus der Kernenergie aus umweltpolitischer Sicht Ein Ausstieg aus der Kernenergie aus umweltpolitischer Sicht Gliederung 1. Einleitende Fakten 2. Konfliktfelder 3. Die umweltpolitischen Argumente für den Ausstieg aus der Kernenergie 4. Die umweltpolitischen

Mehr

Impulsvortrag Energieversorgung 2050

Impulsvortrag Energieversorgung 2050 Impulsvortrag Energieversorgung 2050 am 23. Oktober 2014 in Lingen Dr.-Ing. Dr. rer. nat. Magnus Buhlert Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz Referat Konventionelle Energien,

Mehr

AG 1 Energie sparen, Effizienz steigern. Entwicklung des Stromverbrauchs bis zum Jahr 2023

AG 1 Energie sparen, Effizienz steigern. Entwicklung des Stromverbrauchs bis zum Jahr 2023 Ergebnisprotokoll AG 1 Energie sparen, Effizienz steigern 3. Sitzung, 09.01.2015 Entwicklung des Stromverbrauchs bis zum Jahr 2023 Der Bund Naturschutz bekräftigt seine Position, wonach eine Reduktion

Mehr

Deutscher Bundestag Drucksache 18/1310. Gesetzentwurf. 18. Wahlperiode 05.05.2014. der Bundesregierung

Deutscher Bundestag Drucksache 18/1310. Gesetzentwurf. 18. Wahlperiode 05.05.2014. der Bundesregierung Deutscher Bundestag Drucksache 18/1310 18. Wahlperiode 05.05.2014 Gesetzentwurf der Bundesregierung Entwurf eines Gesetzes zur Einführung einer Länderöffnungsklausel zur Vorgabe von Mindestabständen zwischen

Mehr

Das EU-Energiepaket. Zusammenfassung Antje von Broock

Das EU-Energiepaket. Zusammenfassung Antje von Broock Das EU-Energiepaket Zusammenfassung Antje von Broock Vorgeschichte Verfassungsentwurf enthält ein Kapitel zur gemeinsamen Energiepolitik Entwurf von F und NL abgelehnt Oktober 2005: Tony Blair greift Thema

Mehr

Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen 18.02.2013

Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen 18.02.2013 Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen 18.02.2013 Vorlage Nr. 18/331-L für die Sitzung der Deputation für Wirtschaft, Arbeit und Häfen als Sondervermögensausschuss des Sondervermögens Fischereihafen

Mehr

Kriterien der EU für die umweltorientierte öffentliche Beschaffung von Strom

Kriterien der EU für die umweltorientierte öffentliche Beschaffung von Strom Kriterien der EU für die umweltorientierte öffentliche Beschaffung von Strom Die umweltorientierte öffentliche Beschaffung (Green Public Procurement, GPP) ist ein freiwilliges Instrument. Im vorliegenden

Mehr

Das Energiekonzept der Bundesregierung

Das Energiekonzept der Bundesregierung Das Energiekonzept der Bundesregierung Regierungsdirektor Michael Schultz Grundsatzfragen der Energiepolitik Referat IIIC1 Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie Augsburg, 28.09.2010 www.bmwi.de

Mehr

Gebäude. Verbesserung der energetischen Qualität im Gebäudebestand. Sanierungspflicht bei Energiegrenzwert Überschreitung

Gebäude. Verbesserung der energetischen Qualität im Gebäudebestand. Sanierungspflicht bei Energiegrenzwert Überschreitung Diese Maßnahme wird vorgeschlagen von Auf welche Arbeitsgruppe zielt die Maßnahme IG Passivhaus Österreich Gebäude Ziel der Maßnahme Verbesserung der energetischen Qualität im Gebäudebestand Titel der

Mehr

Potentialstudie Erneuerbare Energien im Landkreis Biberach Kann der Landkreis Biberach die Energiewende bis 2022 erreichen?

Potentialstudie Erneuerbare Energien im Landkreis Biberach Kann der Landkreis Biberach die Energiewende bis 2022 erreichen? Potentialstudie Erneuerbare Energien im Landkreis Biberach Kann der Landkreis Biberach die Energiewende bis 2022 erreichen? Referent: Walter Göppel, Geschäftsführer der Energieagentur Biberach Energiepolitische

Mehr

Indikatoren zur Ressourcenschonung: Anforderungen aus Sicht der Umweltverbände. Dr. Benjamin Bongardt 02.03.2015

Indikatoren zur Ressourcenschonung: Anforderungen aus Sicht der Umweltverbände. Dr. Benjamin Bongardt 02.03.2015 Indikatoren zur Ressourcenschonung: Anforderungen aus Sicht der Umweltverbände Dr. Benjamin Bongardt 02.03.2015 ZIEL von Ressourceneffizienz zu Ressourcenschonung 2 Ziel: geringere weltweite Materialentnahme

Mehr

Der Bundesrat hat in seiner 920. Sitzung am 14. März 2014 gemäß 3 und 5 EUZBLG die folgende Stellungnahme beschlossen:

Der Bundesrat hat in seiner 920. Sitzung am 14. März 2014 gemäß 3 und 5 EUZBLG die folgende Stellungnahme beschlossen: Bundesrat Drucksache 22/14 (Beschluss) 14.03.14 Beschluss des Bundesrates Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss

Mehr

Dezentrale Energieerzeugung in KWK

Dezentrale Energieerzeugung in KWK Dezentrale Energieerzeugung in KWK Adi Golbach Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung Einführungsvortrag auf der Veranstaltung Dezentrale Energieerzeugung, ENERTEC 2005, 10.3.2005, Leipzig Primärenergieverbrauch

Mehr

Kompensation von CO 2 -Emissionen

Kompensation von CO 2 -Emissionen ifeu - Institut für Energieund Umweltforschung Heidelberg GmbH Kompensation von CO 2 -Emissionen Empfehlung ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH Wilckensstr. 3, D 69120 Heidelberg

Mehr

Das Energiekonzept der Bundesregierung Bremse oder Antrieb für eine gestärkte Rolle der Stadtwerke im Energiemarkt?

Das Energiekonzept der Bundesregierung Bremse oder Antrieb für eine gestärkte Rolle der Stadtwerke im Energiemarkt? Das Energiekonzept der Bundesregierung Bremse oder Antrieb für eine gestärkte Rolle der Stadtwerke im Energiemarkt? Stadtwerke-Workshop: Perspektiven für Kraftwerksinvestitionen im zukünftigen Energiemix

Mehr

Informationen zur Förderperiode 2014 bis 2020

Informationen zur Förderperiode 2014 bis 2020 Treffen der regionalen Akteure der Schaalseeregion im Treibhaus der Zukunft Informationen zur Förderperiode 2014 bis 2020 Thomas Reimann Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern

Mehr

Zukunftsfähige, nachhaltige Entwicklung in Wernigerode

Zukunftsfähige, nachhaltige Entwicklung in Wernigerode Nachhaltigkeitskonferenz Sachsen-Anhalt 28.01.2015 Zukunftsfähige, nachhaltige Entwicklung in Wernigerode Peter Gaffert Oberbürgermeister der Stadt Wernigerode Peter Gaffert Oberbürgermeister der Stadt

Mehr

Eine Präsentation von Kadisha Cleemann, Laura Oehler und Theresa Throm Berufliches Gymnasium Eschwege

Eine Präsentation von Kadisha Cleemann, Laura Oehler und Theresa Throm Berufliches Gymnasium Eschwege Eine Präsentation von Kadisha Cleemann, Laura Oehler und Theresa Throm Berufliches Gymnasium Eschwege Energiewende in Deutschland Warum brauchen wir die Energiewende? Primärenergieverbauch Was bedeutet

Mehr

Energie - Bauen - Immobilien

Energie - Bauen - Immobilien Energie - Bauen - Immobilien Repräsentative Bevölkerungsbefragung Januar 2007 durchgeführt von Institut für Markt-, Politikund Sozialforschung GmbH Sozialwissenschaftliche Begleitforschung zum Thema Energie

Mehr

Erneuerbare Energien in Kasachstan Energiestrategie 2050

Erneuerbare Energien in Kasachstan Energiestrategie 2050 Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Ministerialdirigent Edgar Freund Erneuerbare Energien in Kasachstan Energiestrategie 2050 15.09.2014 Inhaltsübersicht 1. Politischer Hintergrund

Mehr

Rahmenbedingungen für die Bioenergie in Deutschland. Dr. Steffen Beerbaum, BMELV

Rahmenbedingungen für die Bioenergie in Deutschland. Dr. Steffen Beerbaum, BMELV Standbild Rahmenbedingungen für die Bioenergie in Deutschland Dr. Steffen Beerbaum, BMELV Allgemeine Rahmenbedingungen Energieverbrauch 14.200 PJ Primärenergieverbrauch in Deutschland (2005) entspricht

Mehr

Energiekonzept 2030 Dresden auf dem Weg zur energieeffizienten Stadt. Dresden

Energiekonzept 2030 Dresden auf dem Weg zur energieeffizienten Stadt. Dresden Energiekonzept 2030 auf dem Weg zur energieeffizienten Stadt Landeshauptstadt hat: 58.000 Wohngebäude, davon 2/3mit zusätzl. Außenwanddämmung 292.742 Wohnungen mit Heizenergieverbrauch 120... 135 kwh/m²a,

Mehr

Sozialpädagogisch begleitete Energieberatung von Haushalten mit Energieschulden

Sozialpädagogisch begleitete Energieberatung von Haushalten mit Energieschulden Anlage 5 Sozialpädagogisch begleitete Energieberatung von Haushalten mit Energieschulden finanziert durch: Münchner Sozialstiftung Sachstandsbericht zum Projekt Sozialbürgerhaus Laim/Schwanthalerhöhe (SBH

Mehr

Nachhaltige Stromversorgung in Deutschland

Nachhaltige Stromversorgung in Deutschland Nachhaltige Stromversorgung in Deutschland - Positionspapier - Die Zielvision einer nachhaltigen Stromversorgung in Deutschland sollte darauf hinauslaufen, zum Einen einen entscheidenden Beitrag zur Verringerung

Mehr

ENERGIEKRAFTPAKETE. Der Wärme-Service für die Immobilienwirtschaft unter Einsatz von Mini-BHKW

ENERGIEKRAFTPAKETE. Der Wärme-Service für die Immobilienwirtschaft unter Einsatz von Mini-BHKW ENERGIEKRAFTPAKETE Der Wärme-Service für die Immobilienwirtschaft unter Einsatz von Mini-BHKW Unser Angebot WÄRME+ MINI-BHKW Die moderne Versorgungslösung für größere Immobilien. Der Einsatz eines Mini-BHKW

Mehr

Umsetzung kommunaler Klimaschutzkonzepte

Umsetzung kommunaler Klimaschutzkonzepte Auf dem Weg zur klimaneutralen Kommune - Neue Ansätze für die Transformation kommunaler Energiesysteme Umsetzung kommunaler Klimaschutzkonzepte Dr. Klaus von Zahn Freiburg Seite 1 Freiburg in Zahlen und

Mehr

Stadtwerke und Klimaschutz K.GROUP. Impulsvortrag Michael König, K.GROUP GmbH, München. 20. Mai 2010

Stadtwerke und Klimaschutz K.GROUP. Impulsvortrag Michael König, K.GROUP GmbH, München. 20. Mai 2010 Stadtwerke und Klimaschutz Impulsvortrag Michael König, GmbH, München 20. Mai 2010 Das Unternehmen Seit 1998 am Markt Innovative und marktführende Konzepte Branchenspezialist Energie Fokus Strom, Gas,,

Mehr

Der Energieausweis als Marketinginstrument WohnCom. Der Energieausweis als Marketinginstrument. Vortrag FHW Berlin. 7. Mai 2007

Der Energieausweis als Marketinginstrument WohnCom. Der Energieausweis als Marketinginstrument. Vortrag FHW Berlin. 7. Mai 2007 Der Energieausweis als Marketinginstrument Vortrag FHW Berlin 7. Mai 2007 Gliederung E, E, E, E, E, die 5 E s Die Rolle des Energieausweises für Unternehmen und Kunden Anwendung und Umsetzung des Energieausweises

Mehr

HEAT Kongress 2014. Umsetzung der Energieeffizienz-Richtlinie Worauf sollten sich Energiehändler und Verbraucher einstellen?

HEAT Kongress 2014. Umsetzung der Energieeffizienz-Richtlinie Worauf sollten sich Energiehändler und Verbraucher einstellen? HEAT Kongress 2014 Umsetzung der Energieeffizienz-Richtlinie Worauf sollten sich Energiehändler und Verbraucher einstellen? Einführung - Ziele/Herausforderungen - Langfristperspektive 2 Energiekonzept:

Mehr

Politische Rahmenbedingungen für die. E-Mobility

Politische Rahmenbedingungen für die. E-Mobility Politische Rahmenbedingungen für die Umweltcampus Birlenfeld, 11.September 2009 1. Grundvoraussetzung für die : Ist ein Strommix mit einem möglichst hohen Anteil Erneuerbarer Energien, der sich bis zum

Mehr

2. Forum Klimaökonomie Energie, Wirtschaft und Klima im Wettbewerb? 16. März 2015, Berlin

2. Forum Klimaökonomie Energie, Wirtschaft und Klima im Wettbewerb? 16. März 2015, Berlin 2. Forum Klimaökonomie Energie, Wirtschaft und Klima im Wettbewerb? 16. März 2015, Berlin Energie, Wirtschaft und Klima im Wettbewerb? Andreas Löschel 13. April 2015 Prof. Dr. Andreas Löschel 2 Europäische

Mehr