DIREKT. Agfa HealthCare. Letztlich muss sich jede Einrichtung fragen, wie hoch der kritische Erfolgsfaktor der IT für die Unternehmensziele ist.

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1 Agfa HealthCare DIREKT Das Kundenmagazin der Agfa HealthCare für Deutschland, Österreich, Schweiz und Luxemburg Ausgabe 1 April 2012 Letztlich muss sich jede Einrichtung fragen, wie hoch der kritische Erfolgsfaktor der IT für die Unternehmensziele ist. Prof. Dr. Peter Haas IT als kritischer Faktor der Unternehmensführung Interview mit Prof. Dr. Peter Haas Betreiberlösungen: Kosten und Verfügbarkeit Interview mit Michael Thoss IT ist Mittel zum Zweck Interview mit Dr. Jochen Thümmler

2 INHALTSVERZEICHNIS 3 4 editorial Martina Götz, Agfa HealthCare DEPESCHE DER GESCHÄFTSFÜHRUNG Winfried Post, Agfa HealthCare BETREIBERLÖSUNG GEWÄHRLEISTET HOHE VERFÜGBARKEIT UND KOSTENEINSPARUNGEN Interview mit Michael Thoss, DRK-Kliniken Berlin MOBILE LÖSUNG AUF IPAD, IPHONE UND IPOD ORBIS ME! 5 KURZMITTEILUNGEN Neues von Agfa HealthCare 14 DIGITALE BILDGEBUNG UND KARDIOLOGIE Lösungen von Agfa HealthCare vorgestellt 6 AGFA HEALTHCARE AUF ConhIt und DRK Highlights der wichtigsten Messen und Kongresse im Gesundheitswesen 15 Anwenderbericht Kinderklinik auf der Bult, Hannover, DEUTSCHLAND 7 DX-D 800 und DX-D 30C Flexible Bildgebung von Agfa HealthCare 17 ANWENDERBERICHT KABEG, Klagenfurt, ÖSTERREICH 8 IT ALS KRITISCHEN FAKTOR DER UNTERNEHMENSFÜHRUNG BEGREIFEN Interview mit Prof. Dr. Peter Haas, Fachhochschule Dortmund 19 Anwenderbericht Klinikum Friedrichshafen, DEUTSCHLAND 10 Agfa Managed Services 20 Anwenderbericht GRAUBÜNDEN Chur (PDGR), SCHWEIZ 21 IT IST MITTEL ZUM ZWECK Interview mit Dr. Jochen Thümmler, Agfa HealthCare IMPRESSUM Agfa HealthCare DIREKT ist das Kundenmagazin der Agfa HealthCare GmbH, Konrad-Zuse-Platz 1-3, Bonn, Deutschland. Chefredaktion: Martina Götz Redaktion: Martina Runte, Ralf Buchholz, Bernhard Kahle, Jörg Gartmann Bilder: Christopher Pattberg ViSdP: Martina Götz Ihre Anregungen, Kritik und Meinung nehmen wir unter gern entgegen. Zugunsten einer flüssigen Lesbarkeit beziehen sich Personalbezeichnungen selbstverständlich immer auf weibliche und männliche Personen. Haftungsausschluss: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernimmt der Herausgeber keinerlei Haftung für die Richtigkeit der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Herausgeber, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen, sofern seitens des Herausgebers kein nachweislich vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verschulden vorliegt. Agfa und der Agfa-Rhombus sind eingetragene Warenzeichen der Agfa-Gevaert N.V., Belgien, oder ihrer Tochtergesellschaften. MUSICA, DX sind eingetragene Warenzeichen der Agfa HealthCare NV, Belgien, oder ihrer Tochtergesellschaften. Alle anderen Warenzeichen gehören ihren jeweiligen Besitzern und werden hier nur zu redaktionellen Zwecken ohne die Absicht einer Gesetzesübertretung genutzt. Die in dieser Publikation angegebenen Informationen dienen lediglich dem Zweck einer Erläuterung und stellen nicht unbedingt von Agfa HealthCare zu erfüllende Normen oder Spezifikationen dar. Jegliche Informationen in diesem Magazin dienen ausschließlich dem Zwecke der Erläuterung, und die Merkmale der in dieser Publikation beschriebenen Produkte und Dienste können jederzeit ohne weitere Angabe geändert werden. Die dargestellten Produkte und Dienste sind in Ihrer Region möglicherweise nicht verfügbar. Bitte nehmen Sie bei Fragen zur Verfügbarkeit Kontakt mit Ihrem regionalen Ansprechpartner über auf. Agfa HealthCare achtet mit der größten Sorgfalt darauf, Informationen so genau wie möglich zur Verfügung zu stellen. Für Druckfehler können wir jedoch keine Verantwortung übernehmen. 2 DIREKT

3 EDITORIAL Verehrte Leserinnen und Leser, Sie halten die erste Ausgabe des neuen Kundenmagazins der Agfa HealthCare für Deutschland, Österreich, die Schweiz und Luxemburg in Händen. Wir wollen Sie nun zweimal jährlich einmal im Frühjahr, einmal im Herbst über Neues und Wissenswertes aus dem Unternehmen informieren. Dabei soll der Name des Magazins, Agfa HealthCare DIREKT, gleichsam Programm und Verpflichtung sein. Wir möchten Ihnen kurz, prägnant und auf direktem Weg unsere Lösungen und Services vorstellen. Hierbei ist uns wichtig, dass immer auch Anwender im Magazin zu Wort kommen. Sie vermitteln Ihnen ihre konkreten Erfahrungen auf Augenhöhe, direkt von Anwendern für Anwender. In dieser Ausgabe steht das Thema Betreiberlösungen im Mittelpunkt. Wir konnten Prof. Dr. Peter Haas von der Fachhochschule Dortmund für ein Experten-Interview zum Thema gewinnen. Er erläutert unter anderem sehr anschaulich die Chancen der Dienstleistung. Diese bietet Agfa HealthCare Ihnen mit Agfa Managed Services. Sie entlasten Ihre IT-Abteilung genau dort, wo Sie es für notwendig erachten. Abgerundet wird das Thema durch ein Interview mit Michael Thoss aus den DRK Kliniken Berlin, der bereits seit sieben Jahren Teile seiner IT extern betreiben lässt. Daneben stellen wir Ihnen eine Reihe neuer Lösungen aus den verschiedenen Bereichen vor, beispielsweise den Einstieg in die mobile Welt mit ORBIS ME! - Mobile Edition - sowie Innovationen für die digitale Radiographie. Produkte, Lösungen und Dienstleistungen sind ein wichtiger Teil der Agfa HealthCare. Noch wichtiger sind aber unsere Mitarbeiter. Sie tragen das Unternehmen und leisten einen grundlegenden und engagierten Beitrag für unsere hochwertigen und innovativen Lösungen. Uns alle vereint das Ziel, für Sie stets besser zu werden eben so, wie Sie es vom Marktführer erwarten dürfen. Um uns noch besser kennen zu lernen, stellen wir Ihnen in jeder Ausgabe einzelne Mitarbeiter oder ganze Teams vor. Den Anfang macht Dr. Jochen Thümmler, der als Business Unit Manager Enterprise DACH die Anforderungen der Krankenhäuser in die Entwicklung von ORBIS einbringt. Ich wünsche Ihnen eine angenehme Lektüre und freue mich auf einen regen Austausch mit Ihnen. Bleiben Sie uns gewogen! Ihre Martina Götz Leitung Marketing Kommunikation Agfa HealthCare Deutschland, Österreich, Schweiz (DACH) DIREKT 3

4 DEPESCHE DER GESCHÄFTSFÜHRUNG Agfa HealthCare weiter auf Innovations- und Wachstumskurs Sehr geehrte Leser, wir als Agfa HealthCare Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) und Luxemburg (wo wir für ORBIS und HYDMedia zuständig sind) befinden uns auf Innovations- und Wachstumskurs. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir in den vergangenen Jahren unsere Kundenbasis in diesen hart umkämpften Healthcare IT- und Medizintechnik-Märkten deutlich ausbauen konnten. So haben sich alleine in den vergangenen drei Jahren von 2009 bis 2011 mehr als 80 Krankenhäuser für unser ganzheitliches, prozessorientiertes Krankenhaus-Informationssystem ORBIS entschieden. Weiterhin konnten wir in diesem Zeitraum über 100 Kunden begrüßen, die sich für ORBIS RIS und/oder für unsere PACS-Suite IMPAX entschieden haben. Mehr als 70 Kliniken haben unser vollständig neu entwickeltes Enterprise Content Management-System 4 DIREKT (ECM) HYDMedia bestellt. Der Einstieg in den Cardiology IT-Markt ist erfolgreich gelungen: Über 30 Krankenhäuser setzen unsere Lösungen ORBIS Cardiology und/ oder IMPAX/TomTec ein. Für Agfa Managed Services (AMS) konnten wir über 30 neue Kunden gewinnen. Im Bereich Imaging konnten wir über 50 DR Systeme (Digitale Radiographie) platzieren. Sehr erfreulich sind unsere Kundenzuwächse in Österreich, der Schweiz und Luxemburg drei Länder, die wir außerordentlich schätzen und für die wir selbstverständlich die landesspezifischen Anforderungen zur Verfügung stellen. Sowohl diese vielen Neukunden als auch unsere sehr zahlreichen und treuen Bestandskunden bestätigen uns, dass wir mit unserer Strategie und unseren Produkten und Lösungen auf dem richtigen Weg sind. Das heißt aber in keinem Fall, dass wir uns nicht ständig Gedanken machen über weitere Verbesserungen im Service/Support, über zusätzliche Benutzerfreundlichkeit unserer Produkte und über neue Lösungen und Innovationen. Besonders im vergangenen Jahr haben wir unsere IT-Service-, Projektleiter- und Support-Teams signifikant aufgestockt um 45 zusätzliche hochqualifizierte Mitarbeiter auf nunmehr 400 insgesamt in DACH. Auch in diesem Jahr werden wir alle Teams personell verstärken, um Ihnen den besten Service und die beste vertriebliche Betreuung bieten zu können. Hinsichtlich unseres Produktportfolios haben wir eine lupenreine Innovationsoffensive gestartet: Vor allem möchte ich im HealthCare IT-Bereich auf unser nagelneues Mobility-Portfolio bezüglich ORBIS KIS, CUVOS, BI (Business Intelligence) und IMPAX EE verweisen lassen Sie sich diese brandneuen Technologien baldigst zeigen! Außerdem verfügen wir ab sofort über leistungsstarke IT-Lösungen für Intensivmedizin/Anästhesie sowie Kardiologie, neue ORBIS AddOns, Direktintegration von NUANCE, Identity Management und vieles mehr. Abschließend möchte ich Sie noch auf unser rundum erneuertes und vollständiges CR/DR Portfolio verweisen hier sind alle Produkte jünger als 12 Monate! Unsere Vision ist es, ein verlässlicher, langfristiger und innovativer Partner für Ihre gesamte Klinik-Informationslogistik sowie für Ihre Radiologien zu sein. Ich möchte mich bei Ihnen im Namen der gesamten Geschäftsführung der Agfa HealthCare DACH herzlich für Ihr Vertrauen bedanken. Freundliche Grüße Winfried Post General Manager und Geschäftsführer Agfa HealthCare Deutschland, Österreich, Schweiz (DACH)

5 NEUES KURZMITTEILUNGEN Agfa HealthCare Imaging Agents Mit der Sparte Agfa HealthCare Imaging Agents hat das Unternehmen sein Produktportfolio um ein vielseitiges Sortiment an Kontrastmitteln für Röntgen/CT- und MRT-Untersuchungen* erweitert. Damit bietet der Geschäftsbereich Imaging ein noch breiteres Angebot für die bildgebende Diagnostik. Durch die zunehmend steigende Bedeutung der Bilddiagnostik kommt generischen Kontrastmitteln eine wichtige Rolle zu. Die Produkte von Imaging Agents erfüllen dabei höchste Qualitätsanforderungen nach gültigen pharmazeutischen Standards und passen sich in die Kostenstrukturen der Gesundheitseinrichtungen ein. -- *Fachinformationen können angefordert werden AUSBAU DES Problem managements Im Rahmen des ITIL-Prozesses Problem Management entsteht eine Wissensdatenbank des Supports - die KnwoledgeBase. In ihr finden Anwender Artikel zu den aktuellen Problemen rund um ORBIS. Darüber hinaus werden Informationen zu möglichen Workarounds, anstehenden Lösungen oder oft gestellten Fragen sowie Tipps und Tricks hinterlegt. ORBIS- Anwender finden die Knowledge Base im KundenServiceWeb im Menüeintrag Auftrag. Zertifikat für ERP Schnittstelle Die SAP ERP Schnittstelle ORBIS PLUG- IN for ERP 8.4 hat das Zertifikat SAP Certified Powered by SAP NetWeaver erhalten. Getestet und für gut befunden wurden die Integration von ORBIS mit Applikationen der SAP Finanzbuchhaltung, des SAP Management Accounting/Controlling und der SAP Materialwirtschaft sowie Funktionalitäten des SAP Solution Managers. Updates leicht gemacht Mit ORBIS IOPM können keine wichtigen Update-Schritte mehr übersehen oder falsch ausgeführt werden. Der Update-Assistent sucht nach verfügbaren ORBIS-Updates, lädt diese herunter und informiert den Administrator über deren Verfügbarkeit. Dann führt er die Installation durch und automatisiert dabei so viele Aufgaben wie möglich. Alle anfallenden Log-Informationen werden auf den Agfa HealthCare Server geladen und dienen im Fehlerfall zur Analyse und Behebung. Informationen hierzu finden Sie im KundenServiceWeb. Online-Parametrierung für NICE-Umsteiger Im Zuge der Abkündigung der graphischen Oberfläche OpenMed Non-NICE zum 30. Juni 2012 entstand der zusätzliche Unterstützungsservice für Umsteiger auf NICE - die Online-Parametrierung. Es handelt sich hierbei um eine in kurzen Intervallen buchbare Hilfe durch Tools- Berater bei der NICEifizierung von Formularen. In der Regel reicht das in den Seminaren vermittelte Wissen aus, um die Umstellungstätigkeiten in der eigenen Umgebung vorzunehmen. Sollte dennoch kurzfristige Hilfe bei Parametrierungstätigkeiten benötigt werden, so kann schnell und unkompliziert auf das Expertenwissen der Agfa HealthCare-Tools-Berater zurückgegriffen werden. Die Mindestabnahmeeinheit für die Online-Parametrierung beträgt 60 Minuten pro Sitzung und kann anschließend im 30-Minuten-Takt per Online-Konferenz beauftragt werden. Diese Unterstützungsleistung ist buchbar über die Hotline, per Mail oder das KundenServiceWeb. Stichtag 1. Juli 2012: Ab dann ist alles NICE! Ab 1. Juli 2012 werden alle ORBIS-Kunden mit der neuen Oberfläche NICE arbeiten. Bisher sind alle Migrationen erfolgreich verlaufen. Die Anwender äußern sich durchweg positiv zu den neuen Möglichkeiten. Damit die Umstellung reibungslos verläuft, können noch Seminare gebucht werden. Informationen hierzu sind im KundenServiceWeb hinterlegt. Service für späte NICE- Umsteiger Ergänzend zu den Zentralseminaren gibt es die Möglichkeit, ein interaktives, multimediales Lernprogramm (E-Learning) einzusetzen, um die neue NICE-Oberfläche schnell und zuverlässig innerhalb einer Einrichtung zu verbreiten. ORBIS E-Learning ist somit eine optimale Ergänzung für den Umstieg auf SP08 NICE. DIREKT 5

6 NEUES AGFA HEALTHCARE AUF CONHIT UND DRK Highlights der wichtigsten Messen und Kongresse für Deutschland im Gesundheitswesen HealthCare IT 360 Agfa HealthCare ist Gold- Partner auf der conhit 2012 Die conhit, die größte und bedeutendste Veranstaltung für Healthcare IT in Europa, bringt mit ihren vier Bestandteilen Industrie-Messe, Kongress, Akademie und Networking Hersteller, Anwender, Politik und Wissenschaft zusammen. Das Leitmotto des Kongresses ist Strategien entwickeln. Prozesse managen. Nutzen schaffen! Und so werden auf der Industrie-Messe neben etablierten Lösungen auch Innovationen und Trends für IT im Gesundheitswesen zu sehen sein. Agfa HealthCare zeigt ganzheitliche Lösungen zur Steuerung von Klinikprozessen und fokussiert in diesem Jahr besonders: ORBIS ME! ORBIS Mobile Edition zeigt auf mobilen Endgeräten wie iphone, ipad und ipod, wie die neue mobile, digitale Patientenakte optimal in ORBIS integriert werden kann, aber auch wie Zugriffe auf allgemeine Informationen möglich sind. AMS Agfa Managed Services bieten die passgenaue Bereitstellung und den dauerhaften Betrieb der klinischen IT-Plattform. Dieses selektive Outtasking-Modell übernimmt klar umrissene Leistungen genau dort, wo die Klinik-IT den Bedarf sieht. ORBIS Innovationen, zum Beispiel in den Bereichen ORBIS RIS, ORBIS Cardiology und ORBIS AddOns. Neuigkeiten aus den Bereichen HYDMedia G5, dem medizinischen Enterprise Content Management (ECM), und IMPAX, dem PACS System von Agfa HealthCare. ORBIS ORBIS Berlin, 24. bis 26. April 2012 Halle 1.2, Stand B-105 Radiologie 360 Auf dem Deutschen Röntgenkongress 2012 zeigt Agfa HealthCare ihr umfassendes Portfolio aus integrierten Imaging- und IT-Lösungen für die Radiologie. IT fokussiert auf die vollständig integrierte ORBIS RIS/IMPAX PACS-Suite, die mit komfortablen Arbeitslisten, einer durchgängigen Konfigurationsoberfläche sowie einer neuen graphischen Benutzeroberfläche zur intuitiven digitalen Bildbefundung im 2D- und 3D-Bereich als ein Maßstab in der Radiologie gilt. 6 DIREKT Im Mittelpunkt des Imaging Auftrittes steht die stetig wachsende DR Palette, die von automatisierten, deckenmontierten Systemen, über skalierbare bodenmontierte Lösungen sowie einem voll motorisierten U-Arm System bis hin zu mobilen DR Einheiten reicht. Alle Systeme können mit fest integrierten Flachdetektoren oder mobilen DR Detektoren ausgestattet werden. Dabei finden sich die intelligente und selbstadaptive Bildverarbeitungssoftware MUSICA² für eine optimale Bildqualität sowie die intuitiv zu bedienende NX Acquisition Workstation in allen CR und DR Lösungen wieder. Generische Kontrastmittel von Agfa HealthCare Imaging Agents für die MRT sowie für Röntgen und CT runden den Auftritt ab. Hamburg, 16. bis 19. Mai 2012 Halle H, Stand A.06

7 NEUES DX-D 800 und DX-D 30C Flexible Bildgebung von Agfa HealthCare DX-D 800: Flexibilität in der Bildgebung Das DX-D 800 kann als vollwertiger DR Arbeitsplatz für die Projektionsgraphie, als fernbedienter Durchleuchtungsarbeitsplatz und dank des entnehmbaren DR Detektors zur Erstellung freier Aufnahmen, beispielsweise auf einer Trage oder am Bett, genutzt werden. Dieser Multifunktionsarbeitsplatz bietet dem Betreiber ein enormes Potential zur Effizienzsteigerung in der Radiologie. So, wenn mehrere Spezialarbeitsplätze und -räume zu einem einzigen System zusammengefasst werden können. für gastro-intestinale und urogenitale Durchleuchtungen, in der Tomographie, in der allgemeinen Radiographie sowie bei mobilen Anwendungen; Auch Ganzbeinund Ganzwirbelsäulenaufnahmen sind möglich. Durch eine geringere Vorbereitungszeit der einzelnen Untersuchungen werden die Arbeitsabläufe deutlich beschleunigt. Ein Touchscreen und Joysticks zur Fernsteuerung des Arbeitsplatzes sowie die Positionierungsautomatik steuern alle Tischbewegungen, Kollimations- und Spektralfilterungseinstellungen sowie Belichtungs- und Aufnahmeparameter. So trägt das DX-D 800 zu einem höheren Patientendurchsatz bei optimaler Produktivität und maximalem Patientenkomfort bei. Die voreingestellte automatische Kollimation und Filterung für jedes Protokoll ermöglichen eine Dosisreduzierung bei gleichzeitig höchster Bildqualität. Mit seinem dynamischen, mobilen Flachdetektor eignet sich der Arbeitsplatz für eine Vielzahl von Untersuchungen: DX-D 800 UND DX-D 30C werden auf dem DRK gezeigt. DX-D 30C: Digitalisierung mit mobilem Detektor andere vorhandene, konventionelle Röntgensystem integriert werden. Das kassettenlose Arbeiten verbessert Arbeitsabläufe, verkürzt Untersuchungszeiten und sichert getätigte Investitionen in Ihrer Radiologie. Unser umfassendes Sortiment an Lösungen für die Direktradiographie wurde um den kabellosen, mobilen DR Detektor DX-D 30C erweitert. Dieser kommt zum Beispiel im mobilen digitalen Röntgensystem DX-D 100, dem vollautomatisierten Universalsystem DX-D 600 oder in den neuen DR Retrofit Lösungen zum Einsatz. Der DX-D 30C kann aber auch in jedes Ein hochwertiger Cäsiumjodid-Szintillator im WiFi-Detektor gewährleistet eine hohe Dosisausbeute. Der DX-D 30C bietet mit 125 μm die kleinste verfügbare Pixelgröße für einen Full-Size-Detektor, er stellt jede Aufnahme mit 9,5 Megapixeln dar. Die NX Acquisition Workstation steuert den DX-D 30C Detektor und sorgt zusammen mit der intelligenten, automatischen Bildverarbeitungssoftware MUSICA² für eine konsistent hohe Bildqualität. Die erstellten Aufnahmen können im DICOM-Format direkt an ein PACS oder einen DICOM- Drucker übertragen werden. Alles gemeinsam ermöglicht eine schnelle, präzisere Befundung und sicherere Diagnose. DIREKT 7

8 TITELTHEMA IT als kritischen Faktor der Unternehmensführung begreifen Interview mit Prof. Dr. Peter Haas, Professor für Medizinische Informatik, Fachhochschule Dortmund Betreiberlösungen sind ein strategisches Mittel der Unternehmensführung. Prof. Dr. Peter Haas Fachhochschule Dortmund Die ersten IT-Lösungen im Gesundheitswesen waren klassische Betreiberlösungen im Rechenzentrum. Bereits in den 1960er Jahren hat man in Deutschland versucht, mit Förderprogrammen Stichwort DOMINIG I und II die Datenverarbeitung im Gesundheitswesen voranzubringen. Auch wenn dieses Großprojekt als gescheitert gilt, hat es doch zu viel Innovation und Nachhaltigkeit geführt. Mitte der 1970er Jahre ermöglichten dann die sogenannten Bund-Länder- Verfahren, betrieben in Rechenzentren und Krankenhäusern zum Beispiel eine elektronische Abrechnung und Materialwirtschaft. Über den aktuellen Stand von Betreiberlösungen und die Perspektive sprachen wir mit Prof. Dr. Peter Haas, Professor für 8 DIREKT Medizinische Informatik, Schwerpunkt Medizinische Informationssysteme und Gesundheitstelematik, an der Fachhochschule Dortmund. Wie definieren Sie Betreiberlösung, Prof. Haas? Prof. Dr. Peter Haas: Betreiben heißt in diesem Kontext, die Verantwortung für etwas übernehmen. Wenn man das Schichtenmodell für IT-Lösungen zugrundelegt, haben wir auf der untersten Ebene die Hardware. Hier gewährleisten Betreiber die Betriebssicherheit oder -verfügbarkeit der Netze und/oder zentralen Server. Darüber kommt die sogenannte Basissoftware, etwa Datenbanken. Und darauf läuft dann die eigentliche Anwendungssoftware. Was dem Betreiber abgegeben wird, muss jedes Haus individuell entscheiden. Können Sie das an Beispielen verdeutlichen? Prof. Dr. Peter Haas: Gerne. Ich kann mir eine Betreiberlösung vorstellen, bei der die Hardware und die IT-Systeme im Haus verbleiben und trotzdem von einem externen Unternehmen betrieben werden. Die zweite Variante ist allerdings die klassische: Dabei betreibt der Dienstleister die Lösung im eigenen Rechenzentrum und übernimmt dafür wie auch bei der ersten Variante die Betriebsverantwortung. Die dritte Variante sind Cloud-Lösungen, die recht neu und im Gesundheitswesen schwierig einzuschätzen sind. Hier sind die Dienste ortstransparent, die Klinik weiß also nicht, auf welchen Servern sie betrieben werden. Genau das bringt vielfältige, offene Fragen mit sich.

9 TITELTHEMA Wie viele Gesundheitseinrichtungen in Deutschland nutzen derzeit Betreiberlösungen? Prof. Dr. Peter Haas: Ohne auf konkrete Zahlen zurückgreifen zu können, vermute ich, dass etwa 80 bis 150 kleine und mittelgroße Krankenhäuser Betreiberlösungen im klassischen Sinne, also Rechenzentrums- Dienstleistung, in Anspruch nehmen. Warum nutzen die Kliniken das Outsourcing? Prof. Dr. Peter Haas: Da gibt es verschiedene Gründe. Zum einen sind Datenbanken und IT-Systeme hochkomplex, so dass das nötige breite Know-how zum Betrieb kaum mehr im eigenen Haus vorgehalten werden kann. Darüber hinaus ist es personell und finanziell sehr aufwändig, die Hochverfügbarkeit der Systeme zu gewährleisten. Durch Ressourcenbündelung für viele Kunden und Expertise gelingt das einem Dienstleister kostengünstiger. Welche Rolle spielt der Datenschutz? Prof. Dr. Peter Haas: Grundsätzlich gilt: Für die Datensicherung ist der Betreiber verantwortlich, das Krankenhaus kann aber die Verantwortung für die Einhaltung des Datenschutzes nicht abgeben. Vertrauen und Verträge reichen hierfür nicht aus, Zertifikate und Kontrollen sind gefragt. Dabei sollte der zuständige Datenschutzbeauftragte einbezogen werden. An oberster Stelle steht die Vertraulichkeit der Daten. Sie kann technologisch über Verschlüsselungsmechanismen gewährleistet werden. Schwieriger wird es bei der Datenintegrität, also dem Schutz vor Veränderungen. Dazu bedarf es einer gesicherten Datenverbindung zwischen Haus und Dienstleister sowie Login-Mechanismen, die unangreifbar sind und sauber jeden Zugriff dokumentieren. Welche Chancen bieten Betreiberlösungen den Krankenhäusern? Prof. Dr. Peter Haas: Ist der Betrieb abgegeben, können sich die eigenen Mitarbeiter gezielt um den Wertbeitrag der IT im Haus kümmern. Das heißt, sie können ihr Augenmerk auf die internen Prozesse richten und diese in den Systemen optimal abbilden. Das steigert die Effektivität und spart Geld. Darüber hinaus profitiert ein Haus unmittelbar von Innovationen des Partners, denn ein Betreiber hat ein hohes Eigeninteresse daran, die Ausstattung auf dem aktuellen technischen Stand zu halten. Sind Betreiberlösungen also ein strategisches Mittel der Unternehmensführung? Prof. Dr. Peter Haas: So sehe ich das. Letztlich muss sich jede Einrichtung fragen, wie hoch der kritische Erfolgsfaktor der IT für die Unternehmensziele ist. Jedes Haus muss individuell eine Risikoabschätzung machen, bei der der ausfallsichere Betrieb der Infrastruktur und Software im Fokus steht. Ist der mit eigenen Mitteln nicht zu gewährleisten, sind Betreiberlösungen mit hoher Wahrscheinlichkeit der richtige Weg. Eine abschließende Frage: Wie schätzen Sie die weitere Entwicklung von Betreiberlösungen ein? Prof. Dr. Peter Haas: Ich glaube, der Trend wird zunehmen. Es sind immer vielfältigere IT-Kompetenzen gefragt, die die Kliniken selbst in der gebotenen Breite und Tiefe nicht mehr erbringen können. Das bedeutet aber nicht, dass zwangsläufig der IT-Lieferant oder ein externes Rechenzentrum auch Betreiber der Lösung sein muss. Diese Aufgabe könnten beispielsweise auch Servicegesellschaften gegründet zusammen von mehreren Krankenhäusern oder große Klinikketten mit eigenem Rechenzentrum für andere Kliniken übernehmen. Vielen Dank für das Gespräch, Prof. Haas. Interview: Ralf Buchholz Fotos: Christopher Pattberg DIREKT 9

10 TITELTHEMA BETREIBERLÖSUNGEN UND MANAGED SERVICES AGFA MANAGED SERVICES Outsourcing einfach, flexibel und sicher IT-Infrastruktur und -Lösungen selber betreiben oder besser betreiben lassen? Immer mehr Gesundheitseinrichtungen stellen sich zurecht diese Frage und entscheiden sich für die zweite Option. Dem tragen Agfa Managed Services (AMS) Rechnung. Sie bieten sechs flexible, aufeinander abgestimmte Services, aus denen sich jede Klinik individuell ihr Paket zusammenstellen kann. So lässt sich der Betrieb von IT-Plattformen mit Softwarelösungen von Agfa HealthCare sowie ausgewählten Kooperationspartnern bedarfsgerecht organisieren. Heute vertrauen bereits über 150 Kliniken mit etwa Anwendern AMS-Leistungen. Die Services der einzelnen Kategorien werden durch das Remote Operations Center von Agfa HealthCare in Zusammenarbeit mit ausgewählten Partnern erbracht. IT Infrastructure Service Agfa HealthCare stellt für die Dauer der Vertragslaufzeit die erforderliche Hardware sowie systemnahe Software (Clinical Infrastructure Platform (CIP)) zur Verfügung. Zum Angebot gehören auch die Bereitstellung ausreichender Systemressourcen sowie die Anpassung der Infrastruktur an Technologiewechsel. System Management Service Das Agfa Remote Operations Center übernimmt die dauerhafte technische Betriebsführung der IT-Infrastruktur inklusive Monitoring und Administration der Systeme. Damit ist deren ständige Verfügbarkeit gewährleistet und Engpässe bei Ressourcen können zeitnah behoben werden. Software Update Service Während der vereinbarten Wartungsfenster spielt das Agfa Remote Operations Center neue Programmversionen und darin integrierte Produkte ein. Das umfasst auch die Datenbanksoftware sowie das hardwarenahe Patchmanagement. DataCenter Service Die von Agfa HealthCare betriebene IT- Infrastruktur wird in einem professionellen Data Center bereitgestellt. Das gewährleistet einen extrem hohen Standard an Sicherheit und Kontinuität. Professionelle Zugangskontrolle, Überwachung, Brandschutz, Strom- und Energieversorgung sowie Havarieabsicherung nach den geltenden Empfehlungen für Datensicherheit sind Bestandteil dieses Pakets. Enhanced Service Im Bedarfsfall können ergänzende Leistungen, wie etwa ein persönlicher Ansprechpartner für die Betreiberleistungen oder erweiterte Betriebszeiten, mit Zugriff auf den qualifizierten 24/7-Support vereinbart werden. Connectivity Service Der Connectivity Service stellt die dauerhafte Anbindung der Kundenstandorte an das Rechenzentrum sowie der Standorte des Kunden untereinander und damit den reibungslosen Datenaustausch sicher. 10 DIREKT

11 TITELTHEMA Betreiberlösung gewährleistet hohe Verfügbarkeit und Kosteneinsparungen Interview mit Michael Thoss, Leiter Zentrale Dienste Organisation und IT, DRK Kliniken Berlin Das Betriebskonzept hat sich vollständig bewährt, besonders die Verfügbarkeit der bereitgestellten Anwendungsverfahren ist langfristig gesichert. Michael Thoss DRK Kliniken Berlin Die DRK Kliniken Berlin lassen ORBIS KIS bereits seit 2005 von Agfa HealthCare betreiben. Über Gestaltung und Vorteile sprachen wir mit Michael Thoss, Leiter Zentrale Dienste Organisation und IT sowie Mitglied im Vorstand des Bundesverbandes der Krankenhaus- IT-Leiterinnen/Leiter e.v. Herr Thoss, was führte vor sieben Jahren zur Entscheidung für die Betreiberlösung? Michael Thoss: Wir sahen Probleme, den Systembetrieb in der vorgesehenen Kontinuität und Verfügbarkeit selber zu gewährleisten. Dazu kamen noch verschiedene andere Faktoren wie eine Kostenstabilität und eine sichere Kalkulationsgrundlage über längere Zeiträume im Rahmen der Wirtschaftsplanung. Wo liegen die Risiken? Michael Thoss: Vordergründig in der Abhängigkeit von einem Anbieter. Das konnten wir jedoch vertraglich sicher regeln. Darüber hinaus ist vorauszusetzen, dass Betreiber ihre Investitionen schützen. Dazu setzen sie qualifiziertes Personal und modernste Technologien ein von denen wir dann profitieren. Wie sieht das Modell der Agfa Managed Services heute konkret aus? Michael Thoss: Wir haben das Krankenhaus- und das Radiologie-Informationssystem sowie das PACS, aber auch verschiedene andere Applikationen an Agfa HealthCare outgesourct, inklusive des gesamten dafür notwendigen Technologiebetriebes und der Bereitstellung von Rechenzentrumsflächen. Mit dem neuen Vertrag erbringt das Unternehmen seit 1. März 2012 auch Zusatzdienste. Wir konnten etwa im Rahmen der Clinical Infrastructure Platform (CIP) Serversysteme anmieten und lassen dort Anwendungen betreiben, die nicht zum Portfolio von Agfa HealthCare gehören. Darüber hinaus beziehen wir Serviceleistungen in den Bereichen Wartung, Softwarepflege bis hin zu Updates sowie Hotline- und Supportdienste. Welche Vorteile bietet Ihnen die Betreiberlösung konkret? Michael Thoss: Beim Eigenbetrieb haben wir höhere Investitionen und Betriebskosten, zudem müssten wir stark in sehr hoch und speziell qualifizierte Mitarbeiter investieren. Insgesamt gehen wir ein höheres Risiko ein, da keine Kostenstabilität gegeben ist. Ich gehe davon aus, dass wir mit der Betreiberlösung um bis zu 15 Prozent günstiger arbeiten. Mit den gesparten Ressourcen stärken wir den Anwenderservice und gewährleisten hier durch Instandhaltung, Hotline und gezielte Mitarbeiterschulungen eine hohe Zufriedenheit. Wie fällt Ihr Fazit aus zu Agfa Managed Services? Michael Thoss: Das Betriebskonzept hat sich vollständig bewährt, besonders die Verfügbarkeit der bereitgestellten Anwendungsverfahren ist langfristig gesichert. Durch die professionelle Zusammenarbeit haben wir dazu deutlich verkürzte Reaktions- und Wiederherstellzeiten. Vielen Dank für das Gespräch, Herr Thoss. Interview: Ralf Buchholz Foto: DRK Kliniken Berlin DIREKT 11

12 LÖSUNGEN MobilE Lösung auf ipad, iphone und ipod ORBIS ME! Mobile edition Willkommen in der mobilen Welt der Agfa HealthCare Die permanente Verfügbarkeit von Informationen ist in der heutigen Zeit ein entscheidender Schlüssel zum Erfolg. Mit der in den letzten Jahren rapide voranschreitenden Technologie zogen auch mobile Anwendungen zunehmend in unseren Alltag ein. Die Verbreitung von Smartphones und Tablet-Computern ist rasant gestiegen und diese Geräte sind aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken. Agfa HealthCare ist bereits seit Jahren in der Lage, das erfolgreiche KIS ORBIS mobil am Patientenbett zur Verfügung zu stellen. Viele unserer Kunden verzichten so auch bei der Visite weitestgehend auf Papier und nutzen die vollelektronische Patientenakte mittels Notebook auf einem Visitenwagen oder Tablet-Computer. Nun gehen wir einen deutlichen Schritt weiter! Mit dem Erfolg von iphone, ipad und ipod Touch hat die Mobilisierung von Informationen einen deutlichen Boom erfahren. Die Reduktion der Benutzeroberfläche auf die wesentliche Funktionalität und intuitive Bedienbarkeit ohne umfangreiche Schulung sind aus unserer Sicht der maßgebliche Erfolgsfaktor. Agfa HealthCare berücksichtigt diesen Trend und geht mit der Mobilisierung den konsequenten nächsten Schritt: ORBIS ME! Mobile Edition Ärzte haben jederzeit in der Kitteltasche Zugriff auf alle klinisch relevanten Dokumente, Vital- und Laborwerte, codierte Diagnosen und Prozeduren, Röntgenbilder aus dem PACS etc. Natürlich stehen dem Anwender auch sämtliche technischen Möglichkeiten der Geräte zur Verfügung. Mit ORBIS ME! muss keine separate Kamera mitgeführt werden, um jederzeit den postoperativen Wundzustand, einen Dekubitus oder ähnliche für die weitere Behandlung wichtige Informationen zu dokumentieren all dies kann direkt mit einem Gerät erfolgen. Eine kurze Wartezeit soll sinnvoll genutzt werden? Beginnen Sie doch das Diktat von Arztbriefen und OP-Berichten mit zeitgleich vollem Zugriff auf alle Informationen, die ORBIS ME! zur Verfügung stellt. All das mit nur einem mobilen Gerät. Die Pflege erfasst den Pflegestatus direkt digital am Patientenbett für alle verfügbar. Kein Übertrag handschriftlicher Notizen ins KIS im Stationszimmer. Und dies sind nur einige Beispiele für die Möglichkeiten, die ORBIS ME! den Nutzern eröffnet. Jederzeitige Verfügbarkeit von Informationen, effiziente Nutzung von Wartezeiten, direkte digitale Erfassung von Informationen und dabei Unterstützung diverser Medienformen (Text, Bild, Ton) sind mit ORBIS ME! gegeben. Selbstverständlich kommt dabei der Datenschutz nicht zu kurz. Sowohl die Übertragung der Daten auf das mobile Gerät als auch die Speicherung der Daten erfolgen durch aktuelle Verschlüsselungstechnik. Zugriff auf die Daten erhält nur der berechtigte Anwender. Zusätzliche Maßnahmen, wie zum Beispiel die Überwachung einer Bluetooth-Verbindung zu einem anderen Bluetooth fähigen Gerät, bieten weiteren Schutz reißt die Verbindung ab, erfolgt eine automatische Sperrung. Sollte das mobile Gerät verloren gehen, kann es natürlich auch gesperrt oder gar aus der Ferne gelöscht werden. Ein weiterer Vorteil ist die hohe Nutzerakzeptanz mobiler Geräte. Nach unserer Erfahrung gestaltet sich der Rollout und die Einarbeitung in die Applikation fast von selbst, da viele Nutzer gerne freiwillig mit diesen Geräten arbeiten und sich durch die intuitive und von anderen Applikationen bekannte Nutzeroberfläche schnell und sicher zurecht finden. Begleiten Sie uns auf eine spannende Reise in eine neue Zeit der mobilen Krankenhaus IT! 12 DIREKT

13 Willkommen in der mobilen Welt der Agfa HealthCare! ORBIS ME! Mobile Edition! ist die neue, mobile Patientenakte der Agfa HealthCare. Geschaffen für mobile Endgeräte wie ipad, iphone und ipod stellt ORBIS ME! die optimale Lösung dar, um Ihr ORBIS in die Hand zu nehmen. ORBIS ME! befreit Sie vom PC-Arbeitsplatz und gibt Ihnen alle notwendigen Informationen dort, wo Sie diese benötigen am Patienten. Durch die Anbindung an ORBIS sind alle Informationen sowohl an Ihrem mobilen Endgerät als auch am stationären Arbeitsplatz stets synchronisiert. ORBIS ME! ist somit nahtlos in Ihre krankenhausweite Informationslogistik integriert. ORBIS ME! ist einfach und intuitiv. Die mobile Lösung lässt sich kinderleicht bedienen und erschließt sich schnell und unkompliziert. Alle Informationen auf Ihrem mobilen Endgerät sind durch die tiefe Integration mit ORBIS stets aktuell. Weiterführende Informationen erhalten Sie unter:

14 LÖSUNGEN DIGITALE BILDGEBUNG UND KARDIOLOGIE Lösungen von Agfa HealthCare vorgestellt Digitale Bildgebung leicht gemacht Die CR Palette beginnt mit dem Entry Level System CR 10-X für einen geringen Patientendurchsatz, dem CR 35-X, CR 85-X sowie dem Tischgerät CR 30-X. Im High-End-Segment kommen die DX-G und DX-M Digitizer dazu, die neben traditionellen Speicherfolien auch fortschrittliche Nadelkristalldetektoren verarbeiten. Die Mammographielösung DX-M ist von der FDA zugelassen und mit EUREF Mammographic Type Test-Zertifikat ausgezeichnet. Für die digitale Direktradiographie (DR) sind das mobile DX-D 100 sowie das kompakte und flexible U-Arm-System DX-D 300 zu nennen. Der universelle DR Arbeitsplatz DX-D 600 kann mit fest integrierten oder mobilen Detektoren im Rasterwandstativ und im Patiententisch betrieben werden. Der Bedienkomfort wird dabei durch voll motorisierte, halbautomatische und manuelle Konfigurationen erhöht. Abgerundet wird das aktuelle DR Portfolio mit dem multifunktionalen 3-in-1 DR Arbeitsplatz DX-D 800, der für die Projektionsgraphie, als fernbedienter Durchleuchtungsarbeitsplatz und dank des entnehmbaren DR Detektors zur Erstellung freier Aufnahmen einsetzbar ist. Er bietet so dem Betreiber ein enormes Potential zur Effizienzsteigerung in der Radiologie, beispielsweise können mehrere Spezialarbeitsplätze und -räume zu einem einzigen System zusammengefasst werden. Elektronisches EKG- Kurven-Management IMPAX HeartStation EKG-Management ist eine vollständige IT-Lösung für Ruhe-, Belastungs- und Langzeit-EKGs, Spätpotential-EKGs, Langzeit-Blutdruckmessungen und Lungenfunktionsmessungen, welche ausgedruckte EKG-Streifen überflüssig macht. Abhängig von der definierten Rolle können Anwender verschiedene Alarmsignale einstellen und die Untersuchung so überwachen. Das System kann Daten aus allen gängigen EKG-Geräten der namhaften Hersteller verarbeiten. Dabei werden die Signale in ein universelles Format übertragen, so 14 DIREKT dass die Anzeige und Auswertung herstellerunabhängig erfolgen kann. Das ermöglicht einen schnellen Aufruf der Untersuchungen sowie eine effiziente Prüfung und Nachvermessung. Der Anwender kann seine Arbeitslisten durch Filterfunktionen übersichtlich gestalten. In der Befundung können Studien mittels Glasgow-Algorithmus verglichen und EKG-Kurven direkt mit Anmerkungen versehen werden. Darüber hinaus erleichtern umfangreiche Bearbeitungstools wie Vermessungsfunktionen, Analysen und Vergleiche die Arbeit. Die Langzeitspeicherung der EKG-Daten erfolgt in der Regel im PACS. IMPAX HeartStation kann die EKGs als DICOM Encapsulated PDFs im Archiv ablegen, so dass eine sichere Verfügbarkeit gewährleistet ist.

15 VON ANWENDERN FÜR ANWENDER Digitalisierung bis in das Dokumentenmanagement Kinder- und Jugendkrankenhaus auf der Bult, Hannover, Deutschland Die Befunde und Ergebnisse stehen schnell und an jedem Ort im Krankenhaus zur Verfügung, und das auf Mausklick zusammen mit den Voraufnahmen. Das verbessert die Patientenversorgung erheblich. Karen Krebs, KIS-Koordinatorin Kinder- und Jugendkrankenhaus auf der Bult Agenda 2020: Hinter diesem Programm verbirgt sich im Kinder- und Jugendkrankenhaus auf der Bult der Weg zum beleglosen Krankenhaus. Schritt für Schritt digitalisiert die 250-Betten-Einrichtung im Süden Hannovers ihre Abteilungen und Abläufe. Der Start erfolgte bereits im Jahr 1999 mit der Einführung des Krankenhaus-Informationssystems ORBIS von Agfa HealthCare folgte die Umstellung auf das Radiologie-Informationssystem, ein Jahr später die Einführung des digitalen Bilddatenarchivierungs- und -kommunikationssystems IMPAX, beides ebenfalls vom Bonner IT-Dienstleister. Abgerundet wird das Portfolio im Hause seit neuestem durch das digitale Datenmanagement- und -archivierungssystem HYDMedia G5. Der Agenda 2020 und dem deutlich steigenden Dokumentationsaufwand ist die Einführung von HYDMedia geschuldet. Unsere Akten sind ständig dicker und die Lager immer voller geworden. Insgesamt hatten wir einen Aktenbestand von mehreren Kilometern in unterschiedlichen Archiven. Eine zusätzliche Anmietung eines neuen Lagers hätte zusätzliche Mietkosten von etwa Euro zur Folge gehabt. Da wurde uns klar, dass wir eine kostengünstigere Lösung finden müssen. Hinzu kam, dass viel Arbeitszeit verloren ging, die ausschließlich mit dem Suchen von Patientenakten und Röntgenbilderngebunden war. Die Zeit wollten wir sinnvoller nutzen, blickt Gunther Seute, kaufmännischer Direktor des Kinder- und Jugendkrankenhauses auf der Bult, zurück. Integration schafft reibungslosen Datenfluss Bei der Einführung eines digitalen Archivsystems bestehen besondere Anforderungen. Eine der wichtigsten ist die nahtlose Integration in die bestehende IT-Landschaft, so dass Reibungsverluste beim Datenaustausch vermieden werden. Darüber hinaus war den Hannoveranern die Vertrauenswürdigkeit von System und Anbieter sehr wichtig. Um das sicherzustellen, haben wir uns die infrage kommenden Lösungen im klinischen Einsatz angesehen. Wir wollten erfahren, wie das Handling und die Akzeptanz in den verschiedenen Bereichen ist, erläutert EDV-Leiter Marcel Heimberg den ergebnisoffenen Auswahlprozess. Am Ende gab das DIREKT 15

16 VON ANWENDERN FÜR ANWENDER Fortsetzung Digitalisierung bis in das Dokumentenmanagement Geringere Arbeitsbelastung und reibungslose Arbeitsabläufe Um den Ärzten und Pflegekräften die Einführung schmackhaft zu machen, wurden alle Patientenakten der Jahre 2010 und 2011 im Vorfeld eingescannt und in das System übernommen. Damit decken wir etwa 80 bis 90 Prozent der Fälle ab, von denen im Haus aktuell Unterlagen benötigt werden. So haben die Nutzer die Vorteile der Digitalisierung sofort hautnah erfahren, erläutert Seute die Gründe für das Vorgehen. Gunther Seute, Karen Krebs und Marcel Heimberg (vlnr) schlüssige Gesamtkonzept den Ausschlag werden. Dabei musste die HYDMediafür HYDMedia. Die Systeme haben verschiedene Stärken und Schwächen, die es komplett abgeschlossen werden. Da hat Einführung binnen weniger Monate abzuwägen gilt. Manchmal verzichtet man Agfa HealthCare uns sehr gut unterstützt, dann bewusst auf das eine oder andere so dass wir das Ziel erreichen konnten, Feature zugunsten einer reibungslosen zeigt sich der kaufmännische Direktor Integration, so der EDV-Leiter. zufrieden. Seit Mai 2011 archiviert das Kinder- und Wird eine Altpapierakte angefordert, funktioniert auch das reibungslos. Sie wird di- Jugendkrankenhaus auf der Bult seine Unterlagen mit HYDMedia. Auch hier galt gitalisiert und anschließend zur Verfügung es vor der erfolgreichen Einführung einige gestellt. Die Daten werden über einen geschützten VPN-Tunnel auf einen separaten Herausforderungen zu meistern. Die Altakten vor 2010 werden bei Agfa HealthCare / Server übertragen. Von dort importiert sie HYDMedia in Irxleben eingelagert. ein Mitarbeiter in unser Archivsystem. So ist sichergestellt, dass niemand von außen Die Entwicklung einer einheitlichen Struktur der digitalen Patientenakten dauerte Heimberg das Prozedere. auf unsere IT zugreifen kann, erläutert seine Zeit. Hier mussten Besonderheiten und lang etablierte Ordnungen in den einzelnen Fachbereichen berücksichtigt Diese Vorteile wirken sich größtenteils in einer geringeren Arbeitsbelastung und reibungsloseren Arbeitsabläufen aus. Die Befunde und Ergebnisse stehen schnell und an jedem Ort im Krankenhaus zur Verfügung, und das auf Mausklick zusammen mit den Voraufnahmen. Das verbessert die Patientenversorgung erheblich. So können sich beispielsweise zwei Ärzte die Aufnahmen eines Patienten gleichzeitig am Bildschirm betrachten und telefonisch beraten. Darüber hinaus entfällt das Suchen und Beschaffen von Unterlagen, die Mitarbeiter können sich wieder ganz dem Patienten widmen, fasst Karen Krebs, KIS-Koordinatorin, die Vorteile des digitalen Dokumenten- und Archivsystems zusammen. Nicht zuletzt entfallen Doppelerfassungen, was zusammen mit der jederzeitigen Verfügbarkeit der Informationen zu einer höheren Zufriedenheit bei den Mitarbeitern geführt hat. 16 DIREKT

17 VON ANWENDERN FÜR ANWENDER KABEG sichert radiologische Versorgung im Bundesland Kärnten mit moderner IT-Infrastruktur Landeskrankenanstalten-Betriebsgesellschaft KABEG des Landes Kärnten, Österreich Das PACS ist heute nicht mehr aus der täglichen Arbeit wegzudenken, es genießt eine sehr hohe Akzeptanz. Prim. Univ.-Doz. Dr. Klaus Hausegger Klinikum Klagenfurt KABEG Die Landeskrankenanstalten-Betriebsgesellschaft KABEG des Landes Kärnten arbeitet bereits seit Anfang 2004 flächendeckend mit einem digitalen Bilddatenarchivierungs- und -kommunikationssystem (PACS). Ein modernes PACS muss umfassend, schnell und ständig verfügbar sein. Dazu müssen die Bilder in einer Qualität vorliegen, die ständig konstant reproduzierbar ist. Letztendlich sind das die Dinge, die im Routinebetrieb zu Missmut führen, wenn sie nicht funktionieren, formuliert Prim. Univ.-Doz. Dr. Klaus Hausegger, Chefarzt der Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Klinikum Klagenfurt am Wörthersee, seine Anforderungen an das Bildmanagementsystem. Um die zu erfüllen, arbeitet die KABEG heute mit IMPAX von Agfa HealthCare. Momentan setzen die Kärntner Landesspitäler noch zwei PACS ein, eines in Villach und eines in Klagenfurt. Letzteres steht auch den kleineren Häusern in Wolfsberg, Laas und Hermagor zur Verfügung. Im nächsten Schritt wird die Zentralisierung fortgesetzt und auch das Landeskrankenhaus Villach von einer bestehenden Lösung auf IMPAX migriert. Das PACS ist heute im gesamten Klinikum Klagenfurt nicht mehr aus der täglichen Arbeit wegzudenken, es genießt eine sehr hohe Akzeptanz. Die Ärzte können im Grunde auf jedem Monitor auf Bilder und Befunde zugreifen, berichtet Prim. Univ.- Doz. Dr. Hausegger. Bilddatenmanagement auf DICOM-Basis Das PACS ist in der KABEG ein zentrales Bildmanagementsystem. Es beschränkt sich also nicht nur auf die Radiologie, sondern bezieht auch Aufnahmen der Kardiologie und Endoskopie, der Zahnmedizin, Orthopädie und Gynäkologie, Fotos aus der Pflegedokumentation, neurologische Diagramme oder Fusionsbilder aus der Nuklearmedizin ein. Alle Studien werden in IMPAX gespeichert. Auch Fotos von Operationen zählen dazu. Mit dem neuen PACS können wir Unterlagen jetzt dokumentieren, die wir bisher nicht strukturiert abgelegt haben, freut sich der Chefradiologe. Alle Bilddaten werden im DICOM-Format integriert. Der Vorteil dieses Standards DIREKT 17

18 VON ANWENDERN FÜR ANWENDER Fortsetzung KABEG sichert radiologische Versorgung mit moderner IT-Infrastruktur Heute lädt sich der Arzt die Bilder und Befunde einfach im PACS und ist informiert. Dipl. Ing. Gerhard Orlitsch Medizinische Applikationen und Services KABEG Mag. Franz-Georg Pichler Leiter Medizinische Applikationen und Services KABEG ist, dass ich eindeutige Patientenidentifikationen mit der Studie verspeichere. Im Gegensatz zu JPEG ist eine eindeutige Zuordnung sichergestellt, erläutert Projektleiter Gerhard Orlitsch. Klinikübergreifende Kommunikation deutlich vereinfacht Die Vorteile der IMPAX-Einführung sind für Prim. Univ.-Doz. Dr. Hausegger augenfällig: Die Zugriffszeiten auf die Bilder haben deutlich abgenommen. Dazu kommt noch ein wirtschaftlicher Aspekt: Als ich ins Haus kam, hatten wir Filmkosten von etwa Euro im Jahr. Wegen der langen Aufbewahrungspflicht waren auch die Archive vollkommen überfüllt. Das kann sich heute niemand mehr vorstellen. Ein Radiologe nimmt ja kein Röntgenbild mehr in die Hand, sondern nur noch die Maus. Noch bedeutsamer für die gesamte Einrichtung ist jedoch die verbesserte Kommunikation zwischen den verschiedenen Abteilungen und Kliniken. Franz-Georg 18 DIREKT Pichler, Leiter Medizinische Applikationen und Services, verspricht sich durch die PACS-Zentralisierung dann nicht zuletzt auch eine Verbesserung der Patientenversorgung: Durch die unterschiedlichen Schwerpunkte in den einzelnen Häusern gibt es zahlreiche Verlegungen innerhalb der KABEG. Allein deshalb ist ein ausgeprägter Austausch mit den anderen Krankenhäusern des Verbundes nötig. Früher mussten die Aufnahmen dann aufwändig geschickt werden, heute lädt sich der betreffende Arzt die Bilder und Befunde einfach im PACS und ist umfassend informiert. Einfacher Datenaustausch mit niedergelassenen Ärzten Der reibungslose Datenaustausch funktioniert jedoch nicht nur einrichtungsweit. Über eine sogenannte PACS-Drehscheibe besteht auch ein weitgehend barrierefreier Datenaustausch mit niedergelassenen Ärzten. Prim. Univ.-Doz. Dr. Hausegger beschreibt den Ablauf so: Sobald ein Patient in ein KABEG-Krankenhaus kommt, wird er um seine Einwilligung zum Bilddatentransfer gebeten. Der ist innerhalb der Häuser wie beschrieben einfach. Aus datenschutzrechtlichen Gründen dürfen sich aber externe Teilnehmer nicht in unser System einwählen. Deshalb versenden wir die betreffenden Aufnahmen nach Anforderung an den niedergelassenen Kollegen. Umgekehrt bekommen wir Voraufnahmen und integrieren sie dann in unser PACS. Das hat sich bewährt und spart viel Zeit. Darüber hinaus bieten die großen Häuser der KABEG, das Klinikum Klagenfurt am Wörthersee und das Landeskrankenhaus Villach, einen teleradiologischen Service für periphere Kliniken an. Damit können diese stets die Röntgenversorgung gewährleisten, auch nachts und an Wochenenden. Die Aufnahmen werden vor Ort von einer Person mit entsprechender Fachkunde erstellt und direkt an das zuständige KABEG-Krankenhaus geschickt. Nach der Befundung geht das Ergebnis zurück und die Behandlung des Patienten kann unverzüglich beginnen.

19 VON ANWENDERN FÜR ANWENDER Technologiesprung in der Digitalisierung Klinikum Friedrichshafen installiert deutschlandweit erstes DX-D 600 Der hohe Entwicklungsstand des Systems und der gute Service haben uns beeindruckt. eine sichere Diagnostik für die Patienten gewährleistet. Johannes Weindel Geschäftsführer Klinikum Friedrichshafen Präzise Befundung, optimierte Prozesse und steigende Wirtschaftlichkeit: So lauten die Ziele des Klinikums Friedrichshafen. Um diese zu erreichen, hat das Haus unter anderem als erstes in Deutschland das neue, vollautomatisierte Direktradiographiesystem DX-D 600 von Agfa HealthCare installiert. Uns haben der hohe Entwicklungsstand des Systems sowie die sehr guten Erfahrungen mit dem Service und Außendienst von Agfa HealthCare beeindruckt, fasst Geschäftsführer Johannes Weindel zwei wesentliche Entscheidungskriterien zusammen. Mit 400 Ganzbein- und Thoraxaufnahmen pro Jahr wird das volldigitale System zu unserem Hauptarbeitsplatz für Routineuntersuchungen, stellt der Leitende MTRA Gerhard Blauert fest. Dabei profitieren er und seine Kollegen von den vielfältigen Vorteilen des Systems. Bereits nach 15 bis 20 Sekunden steht das Übersichtsbild für die Erstbeurteilung zur Verfügung. Und die Bildqualität ist besser als bei den bisherigen kassettenbasierten Systemen, so Blauert. Durch die schnelle Verfügbarkeit entstehen keine Wartezeiten und den Mitarbeitern bleibt mehr Zeit für die Patienten. Höherer Automatisierungsgrad bringt Arbeitserleichterung Im Gegensatz zu seinen Vorgängermodellen bietet das DX-D 600 einen höheren Automatisierungsgrad. So ist neben einer horizontalen und vertikalen Nachlaufsteuerung auch eine Autopositionierungsfunktion integriert. Aufgrund hinterlegter Protokolle fährt das System bei jeder Untersuchung automatisch alle Anlagenkomponenten in die korrekte Aufnahmeposition. Das erspart den MTRAs kraftund zeitraubende manuelle Einstellungen am Gerät, stellt Blauert erfreut fest. So werden nicht nur in der Radiologie die Prozesse optimiert, das wirkt sich auch in der Ambulanz, im OP und der Nachsorge positiv aus. Darüber hinaus liefert das DX-D 600 Aufnahmen mit einer sehr hohen Bildqualität. Das erleichtert die Befundung und macht feinste Details sichtbar. Damit ist Konsistente Bildqualität durch Nadelkristalldetektoren Im nächsten Schritt ersetzt das Klinikum Friedrichshafen die digitalen Speicherfolien in anderen CR Systemen von Agfa HealthCare durch modernste Nadelkristalldetektoren. Damit stellen wir eine gleichbleibende und vergleichbare Qualität bei allen Aufnahmen im Klinikum sicher, zeigt sich Weindel überzeugt. DIREKT 19

20 VON ANWENDERN FÜR ANWENDER NICE-Umstellung erfolgreich gemeistert klares Konzept und persönlicher Einsatz Psychiatrische Dienste Graubünden Chur (PDGR), Schweiz Ein weiterer ganz wesentlicher Erfolgsfaktor war unser Konzept der Key-User-Schulungen. Martin Mani Applikationsverantwortlicher KIS PDGR Martin Mani, Werner Grünenfelder und Marcel Jost (vlnr) Die Psychiatrischen Dienste Graubünden (PDGR) arbeiten seit Juli 2011 mit der graphischen Bedienoberfläche ORBIS NICE. Eine Projektgruppe aus Mitarbeitern der Fachkommission KIS und der Informatik-Abteilung der PDGR sowie von Agfa HealthCare haben im ersten Schritt die realen Prozesse und Workflows in den Abteilungen erfasst. Das war notwendig, da wir diese Eins-zu-Eins in NICE abbilden wollten. Ganz hat das nicht funktioniert, wir haben daher kleinere Prozessanpassungen vorgenommen. Diese haben wir möglichst gering gehalten, um die Anwender, die sich ja bereits an eine neue Oberfläche gewöhnen mussten, nicht zu überfordern, erläutert Martin Mani, der Applikationsverantwortliche für das KIS. Key-User-Schulungen als Erfolgsgarant Eine wichtige Unterstützung der Anwender bedeutete das Key-User-Konzept. Dabei wurden aus jedem Bereich Key-User benannt und von Agfa HealthCare speziell 20 DIREKT geschult. Auf diesem Wege haben sie vertiefte Kenntnisse erhalten, die sie aufgabenbezogen in den Endanwenderschulungen an ihre Berufskollegen weitergegeben haben. Dabei spielte das Wissen um die individuellen Workflows eine besondere Rolle, erläutert Werner Grünenfelder, Projektleiter Informatik. In den PDGR hat die Umstellung sechs Monate gedauert. Wichtig ist eine frühzeitige Planung, hat Mani gelernt. Wir haben noch zusätzliche Termine vor Ort mit unserem Dienstleister vereinbart, um mit den Spezialisten zusammen Einstellungen und Anpassungen vorzunehmen. Ein weiterer ganz wesentlicher Erfolgsfaktor war unser Konzept der Key-User-Schulungen. Übersichtlichkeit und paralleles Browsen vereinfachen DIE Arbeit Die Mitarbeitenden in der Medizin und Pflege profitieren nicht nur von der neuen Übersichtlichkeit, sondern auch von zusätzlichen Funktionen in NICE. So kann der behandelnde Arzt oder Therapeut beispielsweise für eine ganze Patientengruppe eine Leistung erfassen. Darüber hinaus kann direkt in der Krankengeschichte eines Patientenfalles sehr übersichtlich nach angelegten Formularen gesucht und diese dann benutzerspezifisch abgelegt werden. Ein weiteres neues Merkmal ist das parallele Browsen, mit dem der Anwender mehrere Patienten oder mehrere Fälle eines Patienten gleichzeitig öffnen und ansehen kann. Legt eine Pflegekraft eine Pflegeplanung an, so kann sie vorherige Aufenthalte und Planungen öffnen, sich dort orientieren und gegebenenfalls Informationen kopieren und in der aktuellen Planung einfügen. Der Arzt hat die gleichen Möglichkeiten. Trifft ein Patient ein, kann er mehrere Fälle öffnen, navigieren und zum Beispiel ganz schnell die Medikamente vergleichen, so Marcel Jost, Bereichsleiter Informatik.

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