Lehrprojekt Sustainable Consumption

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1 Lehrprojekt Sustainable Consumption Anfangsphase Das Blockseminar zum Thema Ausgewählte Fragestellungen des Handelsmanagements: Nachhaltigkeit aus Konsumentensicht Sustainable Consumption begann pünktlich um 9.00 Uhr. Alle Teilnehmer wurden bei Betreten des Seminarraums um die Beantwortung einer zweidimensionalen Einpunktfrage (Türpunktfrage) gebeten. Da sowohl Bachelor- als auch Masterstudierende teilnahmen, wurden die beiden Gruppen durch verschiedene Farben unterschieden (rot Bachelor; blau Master). Auf der x-achse lautete die zu bewertende Aussage: Mein Interesse für das Thema Sustainable Consumption ist. Auf der y-achse lautete die Aussage Meine Erwartungen an den heutigen Seminartag sind. Beide Skalen wurden über die Anker niedrig mittel hoch definiert. Wie aus dem folgenden Bild ersichtlich wird, waren das Interesse und die Erwartungen an die Veranstaltung hoch. Das Seminar begann mit der Begrüßung und einer Einführungspräsentation durch die Lehrenden. Dabei wurden sie durch den Lehrstuhlinhaber unterstützt, der zudem noch einmal das 1

2 Lernziel des Seminars genauer erklärte. Das Lernziel wurde von uns folgendermaßen definiert: Gemeinsame Entwicklung neuer Forschungsansätze zum Thema Nachhaltigkeit aus Konsumentensicht mithilfe neuer Medien (insbesondere des Internet). Den Studierenden wurde erklärt, wie die einzelnen Teile des Blockseminars der Erreichung dieses Ziels dienen sollen. Ferner wurde der Ablaufplan vorgestellt, der zudem als Poster die gesamte Veranstaltung über sichtbar an der Seitenwand hing. Um die folgenden Stunden in angenehmer Atmosphäre zu verbringen, wurde nach der Einführung zunächst eine aktivierende Methode zum besseren Kennen lernen verwendet. Dazu stellte eine Dozentin das Dreieck der Gemeinsamkeiten vor, indem sie ein Beispiel präsentierte, das drei Lehrende beispielhaft in einem Dreieck der Gemeinsamkeiten darstellte. Diese eigene Darstellung der Lehrenden fiel positiv auf. Die Studierenden wurden anschließend mithilfe bunter, nummerierter Namenskarten zu Gruppen eingeteilt (gleiche Nummern zusammen) und machten sich proaktiv an die Ausgestaltung ihrer Dreiecke. Anschließend präsentierten sich die Teilnehmer kurz gegenseitig. Insgesamt wurde diese Methode gut angenommen und die Studierenden waren merklich lockerer und gingen diskussionsfreudig und offen in ihre Kurzpräsentationen. Präsentationsphase Im Vorfeld des Blockseminars war jedem der Bachelorstudierenden eine Studie zugeteilt worden, die es aufzuarbeiten galt. Dabei wurden die 12 Studien je zweimal vergeben. Beide Studierende sollten jeweils einen neunseitigen Bericht schreiben, sowie eine fünfminütige Präsentation zur Ergebniszusammenfassung und einige Diskussionsfragen vorbereiten. In fünfminütigen Kurzpräsentationen stellten nun die Bachelorstudierenden die Zusammenfassungen ihrer Ergebnisse vor. Dazu wählten die Betreuer jeweils einen der beiden Kandidaten zur Präsentation und den Anderen zur Leitung der Diskussion des jeweiligen Themas aus. Hierzu ist positiv aufgefallen, dass eine Moderation durch die Studierenden im Vergleich zu einer Moderation durch die Lehrenden anscheinend die Teilnahmebereitschaft an der Diskussion bei den Studierenden erhöht. Weiterhin ist festzustellen, dass zwölf verschiedene Themenpräsentationen und -diskussionen trotz einer Pause nach der ersten Hälfte sehr anstrengend waren und gegen Ende die Teilnahmebereitschaft und Aufmerksamkeit deutlich nachließ. Hier wären bei zukünftigen Blockseminaren andere Formen der Präsentation oder eine andere Zeitplanung zu überlegen. Es folgte eine knapp einstündige Mittagspause. Anschließend stellten die sechs Masterstudierenden ihre vorbereitete Präsentation zu Internetseitengestaltungsmöglichkeiten vor und beantworteten die Fragen der Bachelorstudierenden. 2

3 Gruppenarbeitsphase Nach einer kurzen Präsentation zur Postergestaltung durch eine Lehrende erfolgte eine erneute Gruppeneinteilung mithilfe der bunten, nummerierten Namenskarten (gleiche Farben zusammen). In den folgenden 90 Minuten erarbeiteten die Studierenden in gemischten (Bachelor/Master) Sechsergruppen ein Konzept, wie das Thema Nachhaltigkeit aus Konsumentensicht mithilfe neuer Medien (d. h. Internet) erforscht und diskutiert werden könnte. Die Lehrenden hielten sich im Hintergrund, waren jedoch gleichzeitig bei Fragen immer ansprechbar. Nach der Fertigstellung der Poster wurden diese an mobilen Pinnwänden befestigt und im Raum ausgestellt. Es folgte eine ca. 30minütige Vernissage, bei der die Studierenden und die Lehrenden in kleinen Gruppen die Poster betrachteten und an unverständlichen Punkten kleine Post-Its mit ihren Fragen befestigten. Anschließend nahmen alle wieder Platz und die Poster wurden einzeln in der Mitte des Raumes präsentiert. Jeweils zwei der Künstler beantworteten die Post-It-Fragen. Die folgenden Bilder dokumentieren die Ergebnisse der Gruppenarbeit. 3

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6 Abschlussphase Die Blockveranstaltung endete mit einer kurzen Präsentation zum noch anzufertigenden Lernprotokoll. Anschließend wurde mithilfe dreier Karten - auf die vorher passende Symbole gemalt wurden- und eigenen Beispielen die Feedbackmethode Blitzlicht erklärt. Die drei durch jeden Teilnehmer zu beantwortenden Fragen lauteten: 1. Was hat mir besonders gut gefallen? (grüne Karte: lächelnder Smiley) 2. Was könnte noch verbessert werden? (rote Karte: Minus mit Pfeil nach oben) 3. Was nehme ich mit nach Hause (weiße Karte: Koffer) Das Feedback der Teilnehmer war insgesamt sehr positiv und hinsichtlich Frage 2 sehr konstruktiv. Die Mitnehmpunkte deuten auf ein hohes Interesse am Thema hin. Folgende Punkte wurden besonders häufig genannt (Auszug): Thema, Inhalte interessant +; ökologischer Fußabdruck & graue Energie selbst einmal berechnen Blocktermin +; ein Tag zu anstrengend ; Aufteilung auf zwei Tage Gruppenarbeit +; Stimmung +; Bachelor & Master zusammen + Abwechslungsreich +; Seminarform + Viele Präsentationen zu anstrengend Zu wenige Pausen Ablauf des Seminars früher bekannt geben ; Einführungsveranstaltung im Vorfeld Neue Anregungen zum Thema und zu statistischen Methoden + Gute Lehr-/Lernmethoden + Abschließend dankte der Vertreter des Lehrstuhls allen Studierenden und auch den Betreuern des Seminars für ihre aktive Teilnahme. Im Anschluss füllten alle Studierenden die Evaluationsbögen der Universität aus. Beim Verlassen des Seminarraums sollte noch einmal die zweidimensionale Einpunktfrage (Türpunktfrage) beantwortet werden. Dazu wurde das gleiche Poster verwendet, so dass die Aussage auf der x-achse ( Mein Interesse für das Thema Sustainable Consumption ist ) gleich blieb. Auf der y-achse wurde die Aussage Meine Erwartungen an den heutigen Seminartag sind ergänzt zu Meine Erwartungen an den heutigen Seminartag sind erfüllt worden. Beide Skalen behielten die Anker niedrig mittel hoch. Erneut wurden Bachelor- und Masterstudierende farblich unterschieden (grün Bachelor; gelb Master). 6

7 Wie die Bilder zeigen, ist das Seminar sehr positiv wahrgenommen worden und die Erwartungen an die Veranstaltung wurden insgesamt übererfüllt. Auch inhaltlich ist das Interesse am Thema Nachhaltigkeit/nachhaltiger Konsum weiterhin hoch. Evaluationsergebnisse Die offiziellen Evaluationsergebnisse der Universität bestätigen noch einmal die positive Wahrnehmung der Veranstaltungsform durch die Studierenden. 7

8 Die offenen Antworten am Ende des Fragebogens bestätigen noch einmal den positiven Eindruck, den wir bereits im Blitzlicht am Ende des Seminars gewonnen haben (vgl. S. 8). Kommentar 1: Kommentar 2: 8

9 Kommentar 3: Kommentar 4: Kommentar 5: Kommentar 6: Kommentar 7: 9

10 Fazit und Ausblick Insgesamt wurde das Seminar von allen Studierenden sehr gut angenommen. Uns Lehrenden war es eine sehr schöne Erfahrung, die gelernten Methoden aus dem Zertifikatsprogramm umzusetzen. Am Ende der Veranstaltung bedankte sich der Lehrstuhlinhaber bei den Hauptverantwortlichen des Seminars und bekräftigte die Aussage, ein Seminar in dieser Form zukünftig wieder durchführen zu wollen. Dennoch ergeben sich für die zukünftige Gestaltung interaktiver Seminare folgende Verbesserungsvorschläge. Erstens sollten die Lehrenden die Veranstaltung inhaltlich stärker leiten. Gerade bei der Vorbereitung der Gruppendiskussionen (vgl. S. 3) hätten im Vorfeld die Fragen der Studenten fokussierter ausgerichtet werden können. Im vorliegenden Seminar sollten die Bachelorstudierenden sich die Diskussionsfragen selbst überlegen. Da die Studien, die bearbeitet wurden, thematisch alles sehr ähnlich waren (Sustainable Consumption) waren demzufolge auch die Fragen zur Diskussion sehr ähnlich. Hier sollte in Zukunft darauf geachtet werden, dass die Lehrenden das Lernziel stärker steuern (z. B. Was ist die zentrale Fragestellung der jeweiligen Studien? Welche methodische Vorgehensweise wurde gewählt?). Zweitens scheint es sinnvoll, zukünftig in einer Vorbereitungsveranstaltung das Ziel und die Struktur des Seminars mit den Studierenden im Vorfeld zu besprechen. In dieser Veranstaltung könnten noch offene Fragen oder bestehende Probleme geklärt werden. Drittens sollte unbedingt darauf geachtet werden, mehr Pufferzeiten und kurze Pausen in der Zeitplanung zu berücksichtigen. Teilweise entstand bei den Lehrenden der Eindruck, aus zeitlichen Gründen mehr auf die Uhr schauen zu müssen, als inhaltlich den Studierenden folgen zu können. Ein Seminar mit einem solch spannenden und vielschichtigen Inhalt könnte zukünftig auch auf mehrere (zumindest zwei) Tage verteilt werden. 10

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