Benchmark Digitalisierungsgrad der IT Arbeitsgruppe IT der akg

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1 Benchmark Digitalisierungsgrad der IT Arbeitsgruppe IT der akg Helmut Schlegel, Abteilungsleiter IT, Verbund Klinikum Nürnberg Gunther Nolte, Ressortleiter IT / ITK, Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH Dr. Christoph Seidel, Geschäftsbereichsleiter /CIO, Städtisches Klinikum Braunschweig ggmbh Günter Gartner, damaliger Abteilungsleiter IT, Städtisches Klinikum Karlsruhe ggmbh

2 Inhalt 1. Definition Benchmarking und Zielsetzung 2. Benchmark Irrtümer I III 3. Ausprägungsformen des IT Benchmark 4. Entwickelte Methodik 5. Beispielhafte Verbesserung der Prozessqualität 6. Prozesse, die einem Benchmark unterworfen wurden 7. Benchmarking der AG IT der akg: Qualität der IT Unterstützung für Prozesse 8. Potential, Ausblick

3 1. Definition Benchmarking und Zielsetzung Benchmarking ist der kontinuierliche Vergleich von Produkten, Dienstleistungen sowie Prozessen und Methoden mit (mehreren) Unternehmen, um die Leistungslücke zum sog. Klassenbesten (Unternehmen, die Prozesse, Methoden etc. hervorragend beherrschen) systematisch zu schließen. Grundidee ist es, festzustellen, welche Unterschiede bestehen, warum diese Unterschiede bestehen und welche Verbesserungsmöglichkeiten es gibt.

4 2.1 Benchmark Irrtum I (auch für die, die dies nicht hören wollen) Die Kosten der DV wären im Vergleich zu hoch! 1. Ist Vergleichbares verglichen? (IT mit/ohne Fernmeldetechnik, Büroautomation, Medizintechnik?) 2. Ist eine vergleichbare Breite und tiefe der Prozessunterstützung berücksichtigt? (PDM, Revisionssicheres Archiv, Digitalisierungsgrad im Haus usw.?) 3. Ist ein vergleichbarer Servicegrad vorhanden (SLAs 7 Tage/24 Std. Support der IT und den auch für unternehmenskritsche Anwendungen über Support Verträge?)

5 2.2 Benchmark Irrtum II (auch für die, die dies nicht hören wollen) Man hätte zu viel Personal im Vergleich zu! 1. Wie ist denn der vergleichbare Sourcing Ansatz (Drucker Support, Endgeräte Support, ausgelagertes RZ usw.?) 2. Breite und Tiefe der Applikationsunterstützung durch eignes Personal 3. Anwendungsentwicklung durch eigenes Personal 4. Qualität der IT Services durch eigenes Personal (externes Help Desk, SLA s usw.)

6 2.3 Benchmark Irrtum III (auch für die, die dies nicht hören wollen) Das vergleichbare Haus ist viel besser in der Prozessunterstützung! 1. Sprechen wir hier von einem Leuchtturmprojekt? (Projekt für die Öffentlichkeit bzw. Marketing / wirtschaftlich sinnvoll / gefördertes Projekte, das nach gewisser Zeit still verschwindet?) 2. Ist die Prozessunterstützung in der Fläche verfügbar oder nur in einer Klinik bzw. einer Station/Funktionsstelle? (Ist die Prozessunterstützung ökonomisch überhaupt im ganzen Klinikum finanzierbar?)

7 3. Ausprägungsformen IT Benchmarking 1. IT Strukturdaten (Kosten, Mengen, Leistungen) Quantitatives IT Benchmarking 2. Kosten von IT Services und Prozessen 4. Kosten der IT Unterstützung von Prozessen Perspektiven 3. Qualität von IT Services und Prozessen 5. Qualität der IT Unterstützung für Prozesse Qualitatives und Prozessorientiertes IT Benchmarking 6. Wertbeitrag der IT Unterstützung 7

8 4. Methodik des Benchmark der akg Festlegung eines Prozessunterstützungsszenarios Festlegung eines Reifegradmodells für die IT Unterstützung für diesen Prozess auf der Basis von COBIT (Reifegradstufen 0 bis 5) Festlegung von Einflusskriterien auf den beschriebenen Reifegrad (Nutzung in der Fläche = mobile Möglichkeit / Nutzung in der gesamten Organisation oder nur in Teilen usw.)

9 5. Beispielhafte Verbesserung der Prozessqualität Kriterium Vorteile der elektronischen Form der Leistungsanf. Vollständigkeit Strukturierte Anforderung mit Zwangseingaben und automatischer Datenübernahme von vorhandenen Daten Spezifisch Validität Compliance Eindeutigkeit der Leistungsanforderung (Identifikation der Untersuchung) Datenprüfung während der Erfassung Authentifikation, damit elektr. Überprüfung der Ermächtigung Aktualität Frühzeitig Daten können über Referenzierung aktuell gehalten werden Sofortige Verfügbarkeit nach Anforderung / Freigabe ermöglicht in Leistungsstellung bessere Planung von Ressourcen

10 6. Prozesse, die einem Benchmark unterworfen wurden Arztbriefschreibung Elektr. logistische Leistungs Anforderung Digitalisierungsgrad klinischer Dokumente / Bilddaten Score Elektr. medizinische Leistungs Anforderung Zugriffsmöglichkeit auf klinische Dokumente / Bilddaten Erfüllungsgrad efa (elektronische Fallakte) Bundesverband der Krankenhaus IT Leiterinnen/Leiter e.v. 10

11 7.1 Herleitung eines Benchmark Score (Beispiel: IT Unterstützungsqualität Arztbriefschreibung) Reifegrade von 0: Arztbrief per Hand oder Schreibmaschine über 3: Erstellung in strukturierten Format mit Hilfe von Computertechnologie Bis 5: automatische Erstellung durch den Arzt mit individuell zu formulierenden Abschnitten anhand vollständiger elektronischer Verlaufsdokumentation. QS Score 3,35 11

12 7.2 Auszug Reifegrad Scores elektr. Leistungsanforderung 1 Die Anforderung erfolgt in manueller Form (handschriftlich auf Formularen, in ausgedruckten Dokumenten usw.). 3 Die Anforderung kommt in elektronischer Form, unstrukturiert und kann mit intelligenter SW zum großen Teil in ein elektronisch strukturiertes Format umgesetzt werden. 5 Die Anforderung erfolgt elektronisch in einer Form, die vom Leistungssystem direkt elektronisch interpretiert werden kann und alle für die Leistungserbringung notwendigen Daten sind enthalten (Material und Patienten müssen noch zur Leistungsstelle kommen).

13 7.3 Benchmark Ergebnisse

14 7.4 Benchmark Ergebnisse Digitalisierungsgrad klinischer Dokumente/Bilddaten 58 % > Score 2,9 3,68 Score Zugriff = 2,6 epa/efa Score Quadratwurzel aus 2,9 * 2,6 = 2,75

15 8. Potential und Ausblick Modellergänzung um wichtige Szenarien von Teilprozessen: Terminplanung (Patient / Funktionsstellen) Einweisung / Entlass Management Prozessplanung (Pflege / OP) Leistungsstellenmanagement (Datenübernahme Medizingerät, Befunderstellung und Übermittlung incl. ökonomischer Leistungsdaten) Verknüpfung der Scores mit Prozesskosten? Unabhängiger Provider, der vertraulich diese Daten entgegennimmt, überprüft und.

16 Quellen 1. IT Benchmark der Arbeitsgruppe IT der Arbeitsgemeinschaft kommunaler Großkrankenhäuser 2. Diplomarbeit an der FAU Entwicklung eines Modells zur Bewertung des IT Beitrages zur Prozessunterstützung in Klinken, Stefan Hastreiter,

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