RED KILOWATT Energiemanagement GmbH. Gesetzliche Regelungen zu ENERGIEAUDITS ab 2015 in Deutschland

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1 1 RED KILOWATT Energiemanagement GmbH Gesetzliche Regelungen zu ENERGIEAUDITS ab 2015 in Deutschland

2 2 RED KILOWATT RED KILOWATT Energiemanagement GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen aus dem Oldenburger Münsterland mit langjähriger Erfahrung in den Bereichen Energieversorgung und der Konzipierung dezentraler Energieprojekte. RED KILOWATT hat sich spezialisiert auf die Entwicklung, den Aufbau und den Betrieb von Energiemanagementsystemen für Industrie- und Gewerbekunden sowie auf den Bereich Smart Metering. ZIEL ist die Steigerung der Energieeffizienz durch Einbeziehung eines Energiecontrollings und damit die Senkung der Energiekosten.

3 3 EDL-G 2015 Mit der Änderung der Energiedienstleistungsrichtlinie (EDL-G) durch Beschluss des Bundesrates vom 06. März 2015 wird für alle Unternehmen, die nicht die KMU-Definition der EU erfüllen, die Verpflichtung zur regelmäßigen Durchführung von Energieaudits für alle Unternehmensteile und Standorte eingeführt. Es setzt einen Teil einer europäischen Richtlinie um, die die Energieeffizienz der EU bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent steigern will. Demnach müssen große Unternehmen bis zum 05. Dezember 2015 und danach alle vier Jahre Energieaudits durchführen. Das Energieaudit muss den Anforderungen der DIN EN , Ausgabe Oktober 2012, entsprechen. Unternehmen, die ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO oder Umweltmanagementsystem nach EMAS eingerichtet haben, sind von der Auditpflicht befreit. EDL-G 2015 zum Download: Drucksache 18/3373 Drucksache 18/3934 ENERGIE- AUDIT

4 4 Gesetzliche Regelungen zu Energieaudits ab 2015 in Deutschland EEG 2014 EnMS erforderlich für besondere Ausgleichsregelung (jährl. nachzuweisen bis ) SpaEfV EnMS erforderlich für besondere Steuerrückerstattung Spitzenausgleich (jährl. Audit im Antragsjahr ) EDL-G EnMS erforderlich zur Durchführung Energieaudit (erstmalig bis , dann mind. alle 4 Jahre) KMU Produzierendes Gewerbe GWh Stromverbrauch mind. SpaEfV-Audit (Anlage 2) oder Audit nach EN >5 GWh mindestens ISO 50001/EMAS - Mindestens Audit nach SpaEfV (Anlage 2) oder Audit nach EN Alternativ ISO 50001/EMAS Nicht-KMU Produzierendes Gewerbe GWh Stromverbrauch mind. SpaEfV-Audit (Anlage 2) oder Audit nach EN >5 GWh mindestens ISO 50001/EMAS - ISO 50001/EMAS NEU - Audit nach EN ISO 50001/EMAS Nicht-KMU Sonstige NEU - Audit nach EN ISO 50001/EMAS EEG Erneuerbare Energien Gesetz ( 64) SpaEfV Spitzenausgleich Effizienzsystemverordnung vom EDL-G Energiedienstleistungsgesetz (Gesetzentwurf zur Teilumsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie vom ) KMU Kleine und mittlere Unternehmen, gem. EU-Definition 2003/361/EG u.a. < 250 MA, < 50 M Jahresumsatz oder < 43 M Jahresbilanzsumme EMAS Eco-Management und Audit Scheme (EG-verordnung Nr. 1221/2009) EnMS Energieeffizienz-/managementsysteme 2015 Quelle: TÜV Rheinland

5 5 Energieauditpflicht nach EDL -G 2015 für Großunternehmen Die Energieauditpflicht nach EDL-G 2015 betrifft alle Unternehmen, die nicht KMU nach Definition der EU sind. Das sind Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von mehr als 50 Mio. Euro oder einer Jahresbilanzsumme von mehr als 43 Mio. Euro. Damit werden auch Großunternehmen verpflichtet, die nicht dem produzierenden Gewerbe angehören, ein Energieaudit nach DIN EN einzuführen. Groß- und Einzelhandel (System-)Gastronomie Baugewerbe Thermen Verlage Speditionen Versicherungen Freizeitparks Hotellerie Öffentliche Einrichtungen EDL-G 2015 Krankenhäuser Energieversorger Senioren- und Pflegeheime Telekommunikationsunternehmen Wäschereien Banken Reha-Kliniken Krankenkassen Call-Center Facility Services Rechenzentren Entsorgungsbetriebe 2015

6 6 Jährliche Anforderungen an den Energieaudit -Bericht 1. Zusammenfassung a. Rangfolge der Möglichkeiten zur Verbesserung der Energieeffizienz b. Vorgeschlagenes Umsetzungsprogramm 2. Hintergrund a. Allgemeine Informationen über das Unternehmen, den Energieauditor und die Methodik b. Kontext des Energieaudits c. Beschreibung der auditierten Objekte d. Relevante Normen und Vorschriften 3. Energieaudit a. Beschreibung des Energieaudits, Ziel und Gründlichkeit, Zeitrahmen und Grenzen b. Informationen zur Datenerfassung I. Messaufbau (aktuelle Situation) II. Verwendete Werte (differenziert nach Messung und Schätzung) III. Kopie der verwendeten Schlüsseldaten und Kalibrierungszertifikate c. Analyse des Energieverbrauchs d. Kriterien für die Rangfolge von Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz 4. Möglichkeiten zur Verbesserung der Energieeffizienz a. Vorgeschlagene Maßnahmen, Empfehlungen, Plan und Ablaufplan für die Umsetzung b. Annahmen, von denen bei der Berechnung von Einsparungen ausgegangen wurde und die resultierende Genauigkeit der Empfehlungen c. Informationen über anwendbare Zuschüsse und Beihilfen d. Geeignete Wirtschaftlichkeitsanalyse e. Mögliche Wechselwirkungen mit anderen vorgeschlagenen Empfehlungen f. Mess- und Nachweisverfahren, die für eine Abschätzung der Einsparungen nach der Umsetzung der empfohlenen Möglichkeiten anzuwenden sind 5. Schlussfolgerungen Abgrenzung DIN EN ISO 50001/ Das Energieaudit gem. DIN EN entspricht weitgehend der Vorgehensweise der energetischen Bewertung der DIN EN ISO und erleichtert somit einen eventuell späteren Einstieg in das Energiemanagementsystem. - Beim Energieaudit handelt es sich lediglich um eine Zeitpunkt-Betrachtung der Energieeffizienz und nicht um einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess, wie bei der DIN EN ISO angestrebt wird. - Für Unternehmen ist der Aufwand für die Zertifizierung im Vergleich zur DIN EN ISO deshalb wesentlich geringer. Quelle: TÜV Rheinland

7 7 Energieaudit Das Energieaudit nach 8 Absatz 1 EDL-G muss den ANFORDERUNGEN der DIN EN , Ausgabe Oktober 2012 entsprechen. Zu den Anforderungen gehört: dass das Unternehmen einen Verantwortlichen beziehungsweise Ansprechpartner zur Durchführung des Energieaudits benennt. Dazu muss das Energieaudit: - auf aktuellen, kontinuierlich oder zeitweise gemessenen, belegbaren Betriebsdaten zum Energieverbrauch und zu den Lastprofilen basieren, wobei für gängige Geräte, für die eine Ermittlung des Energieverbrauchs mittels Messung nicht oder nur mit einem erheblichen Aufwand möglich ist, der Energieverbrauch auch durch nachvollziehbare Hochrechnungen von bestehenden Betriebs- und Lastkenndaten ermittelt werden kann und für Geräte zur Beleuchtung und für Bürogeräte eine Schätzung des Energieverbrauchs mittels anderer nachvollziehbarer Methoden vorgenommen werden kann - eine eingehende Prüfung des Energieverbrauchsprofils von Gebäuden oder Gebäudegruppen und Betriebsabläufen oder Anlagen in der Industrie einschließlich der Beförderung mit einschließen, - nach Möglichkeit auf einer Lebenszyklus-Kostenanalyse anstatt auf einfachen Amortisationszeiten basieren - verhältnismäßig und so repräsentativ sein, dass sich daraus ein zuverlässiges Bild der Gesamtenergieeffizienz ergibt und sich die wichtigsten Verbesserungsmöglichkeiten zuverlässig ermitteln lassen dass die verwendeten Daten für historische Analysen und für die Rückverfolgung der Leistung verwendbar sein und dokumentiert werden müssen ENERGIE- AUDIT

8 8 Aufgaben der BAFA BAFA ist vom Gesetzgeber beauftragt, für folgende Fallkonstellationen konkretisierende Anwendungshilfen zu erstellen, da bisher Präzisierungen für die Durchführung fehlen:! Multi-Site-Verfahren Für Unternehmen mit einer Vielzahl gleichartiger Standorte kann es einen unverhältnismäßigen Aufwand darstellen, wenn das verpflichtende Energieaudit jeden einzelnen Standort erfassen muss. Dieser Aufwand steht nicht in allen Fällen in einem vernünftigen Verhältnis zu dem auf Grundlage des Energieaudits möglichen Energieeinsparungen. Lebenszyklus-Kostenanalyse Für Fälle in denen die Anfertigung einer Lebenszyklus- Kostenanalyse einen erheblichen Mehraufwand darstellen würde, soll das BAFA umsetzbare Alternativen ausarbeiten. Unabhängige Energieaudits Für Unternehmen, die sowohl in der Beratung als auch im Vertrieb von Einsparprodukten tätig sind, sollte im Rahmen des Provisionsannahmeverbots klargestellt werden, dass auch sie nach dem Gesetz Energieaudits anbieten können, sofern Vertrieb und Beratung klar getrennt sind. Das BAFA ist mit der Umsetzung des Gesetzes betraut und wird stichprobenartige Kontrollen bei Unternehmen vornehmen. Können Unternehmen nach expliziter Aufforderung durch das BAFA keinen Nachweis über die ordnungsgemäße und fristgerechte Durchführung des Energieaudits bzw. das Vorliegen einer Freistellung vorlegen, wird die Missachtung als Ordnungswidrigkeit eingestuft und mit einer Geldbuße bis zu Euro sanktioniert. BAFA

9 9 Neue Fristen zur Einführung Für Unternehmen, die die Freistellung gemäß 8 Abs. 3 des novellierten EDL-G in Anspruch nehmen wollen, ist die Frist zum Nachweis eines Energie- oder Umweltmanagementsystems nach DIN EN ISO bzw. EMAS verlängert worden. Im Rahmen einer Überprüfung durch das BAFA reicht es aus, wenn das Unternehmen nachweist, bis zum 5. Dezember 2015 mit der Einführung eines solchen Systems begonnen zu haben. Der Nachweis kann mittels schriftlicher oder elektronischer Erklärung der Geschäftsführung erfolgen. Die Einführung eines Energiemanagementsystems gilt als begonnen, wenn mindestens die energetische Bewertung nach Nr a) der DIN EN ISO erfolgt ist. Bei einem Umweltmanagementsystem muss mindestens die Erfassung und Analyse eingesetzter Energieträger mit einer Bestandsaufnahme der Energieströme und Energieträger, die Ermittlung wichtiger Kenngrößen in Form von absoluten und prozentualen Einsatzmengen, gemessen in technischen und bewertet in monetären Einheiten, sowie die Dokumentation der eingesetzten Energieträger mit Hilfe einer Tabelle erfolgt sein. Bis spätestens zum 31. Dezember 2016 muss das System vollständig implementiert sein.

10 10 Kontakt Disclaimer: RED KILOWATT Energiemanagement GmbH Vechtaer Marsch Vechta Tel.: Fax: Alle Angaben dieser Präsentation erfolgen ohne Gewähr für die inhaltliche Richtigkeit und Vollständigkeit. Die Überlassung der Präsentation erfolgt nur für den internen Gebrauch des Empfängers. Die Präsentation stellt keine Rechts- und keine Fördermittelberatung dar. Diese muss individuell unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls und der Rechtsvorschriften erfolgen. Quellen: TÜV Rheinland, BAFA; ISPEX, DIHKT, IHK Konstanz

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