Kein Ruhestand für Wissen Möglichkeiten und Grenzen des Wissenstransfers

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1 Kein Ruhestand für Wissen Möglichkeiten und Grenzen des Wissenstransfers , Wissenskongress Berlin Klemens Keindl keindl consulting

2 keindl consulting: Themenfelder Wissensmanagement Attraktiver Arbeitgeber und Fachkräftesicherung Stress-Management Gestaltung von Veränderungsprozessen Buchbeiträge sende ich Ihnen gerne zu.

3 ÜBERBLICK: WAS LEISTET WISSENSMANAGEMENT?

4 Wissen und Erfahrung Einfaches, das mich nur nie wer fragt. dokumentiertes Wissen Emotionen Erfahrungswissen Mentale Modelle Werte Einstellungen

5 Wie gelingt Wissenstransfer??

6 Feedback-orientierter Dialog Neue Box sortiert Fragen, Schlussfolgerungen, eigene Erfahrungen, Ja, und da fällt mir noch ein:... Von einseitiger Wissensweitergabe zu beidseitigem Wissensaustausch auf Augenhöhe

7 Schlussfolgerungen Methoden müssen auch Emotionen, Werte, Haltungen / Einstellungen sichtbar machen. Das Vorgehen sollte hohe Wertschätzung ausdrücken, um die Motivation zu stärken. Spezialisten brauchen Unterstützung bei der Strukturierung ihres Wissens. Wissenstransfer gelingt nur mit aktiven Wissensnehmern. Menschen teilen bereitwillig ihr Wissen, wenn die Wertschätzung dafür glaubhaft ist und die Methoden hilfreich.

8 1. Transfer von Erfahrungswissen zwischen einzelnen Mitarbeitern 2. Überblick über Datenbestände und Experten 3. Wissensfluss in Geschäftsprozessen oder Projekten Erfahrungswissen soll zwischen einzelnen Mitarbeitern transferiert werden. z.b. weil Experten ausscheiden oder weil neue Mitarbeiter aufgenommen werden 4. Austausch von Wissen über Grenzen / Wissensinseln Suchzeiten werden reduziert, bestehende Dokumente, Daten oder Experten allen bekannt. Das Wissen im Unternehmen wird transparent und für alle zugänglich. 5. Lernen und Führen in Teams von Wissensarbeitern Wissen, das im Ablauf entsteht, fließt bedarfsgerecht an anderer Stelle wieder ein. Wissensziele werden für Abteilungen und einzelne definiert und ausgewertet. 6. Wissensstrategie & Innovationen Abteilungen Kunde Aufträge / Projekte Partner Standorte Der Wissensaustausch findet auch über Grenzen hinweg statt intern aber auch mit Kunden, Partnern etc. werden neue Erfahrungen und Ideen kommuniziert. Erfahrungen werden im Team ausgewertet, Führung versteht sich als Coaching / Unterstützung von Spezialisten, Problemlösungen entstehen in gemeinsamen kreativen Prozessen, Mitarbeiter und deren Ideen nutzen, Prozesse und Ziele dafür definieren, Strategie und Kultur der Organisation darauf ausrichten.

9 Wissenskultur Führung als Coaching / Unterstützung von Wissensarbeit Kreativität Orientierung auf kontinuierlichen Verbesserungen Verständnis von Wissen Dokumentationskultur (Pflicht vs. Kür) Bereitschaft Wissen zu teilen / Transparenz Umgang mit Fehlern Veränderungsbereitschaft (organisatorisch) Dialogfähigkeit in Teams (team thinking) Individuelle Reflexionsfähigkeit

10 EINFÜHRUNG IN DEN WISSENSTRANSFER

11 HANDLUNGSFELD 1: TRANSFER VON WISSEN EINZELNER BESCHÄFTIGTER

12 Transfer von Erfahrungswissen: Anwendungsfälle: Sicherung und Weitergabe zwischen... Ausscheidenden und Nachfolgern, Verantwortlichen und Stellvertretern Mentor und Mentee Neue Mitarbeiter und Nachwuchsführungskräfte Teams, Abteilungen (Wissen auf mehrere Köpfe verteilen, Neu-Strukturierungen etc.) Standorten

13 Grundvorgehen: 1. Erfahrungswissen identifizieren: bspw. durch Gespräche Visualisierung in MindMaps Erfahrungswissen transferieren: bspw. durch Feedbackorientierte Dialoge gemeinsames Arbeiten...

14 Vorbereitung: Vorgespräch führen Vertrauensbasis aufbauen Ziele setzen Wichtige Themen definieren Informationsgrundlage schaffen im Bereich / Referat Methoden abstimmen Beteiligte festlegen

15 Die Wissenslandkarte 1. Schritt: Erfahrungswissen fassbar machen

16 Die Wissenslandkarte 2. Überblick gewinnen 3. Zusammenhänge erkennen 4. Prioritäten setzen 5. Abstimmung 6. Transfer im Dialog

17 Transferplan: Transferplan Nr. Welches Wissen? Methode / Vorgehen Termin Stand Beispiel-Projekt XYZ story telling durchgeführt Ablage ausmisten + Unterstützung durch begonnen durchsprechen IT-Leute 2 Kundentermine: Shaddowing: erst Experte, offen dann Nachfolger Netzwerk / Kontakte siehe Namen auf offen besprechen: Wissenslandkarte Auswertung mit Evaluation / Integration offen Vorgesetzten / ggf. Team

18 Grundvorgehen (Ausscheidende/r und Nachfolger/in haben keinen direkten Kontakt) I. Erfahrungswissen des Ausscheidenden aufnehmen: Stunden 1. Vorgehen erklären, motivieren, Transparenz im Team etc. schaffen a) Erfahrungswissen erfassen: Methode bspw. Wissenslandkarte à Überblick und Transferplan 2. b) Erfahrungswissen transferieren: Feedbackorientierter Dialog zwischen Ausscheidenden und Nachfolger/in oder 3. Person 3. Wegweiser dokumentiertes Wissen: a) erstellen b) transferieren Erfahrungsbericht: a) erstellen b) transferieren Gemeinsame Arbeit und Reflexion ( Shaddowing ) X II. Einarbeitung Nachfolger: 1. a) Wissenslandkarte und Wegweiser übergeben: Nachfolger analysiert, setzt Prioritäten, sammelt Fragen Summe Zeitaufwand 1. b) Feedbackorientierter Dialog: Transfer von Erfahrungswissen Gemeinsame Arbeit und Reflexion ( Shaddowing ) X 3. 1.b) wiederholen nach X Tagen / Wochen / Monaten und bei Anlass x Summe Zeitaufwand x 2

19 Erfahrungen: Wertschätzung und Motivation wichtiger als konkrete Methoden Aktive Rolle des / der Vorgesetzten Vorab-Informationen im Bereich / Abteilung / Sehr unterschiedliche Prozesse gestalten Teils persönliche Prozesse (Loslassen, Berufsende) Wenn Auswerten und Austauschen über Arbeit / Erfahrungen ungewohnt sind à niederschwellig starten Eintrittspforte für kontinuierliches Wissensmanagement

20 IDEAL-TYPEN BEIM UMGANG MIT WISSEN Zur Wahl des Vorgehens beim Wissenstransfer

21 Der Out-Law Umgang mit Wissen: viel Erfahrungswissen Wenig dokumentiert nicht gewohnt Wissen zu teilen Verdrängt oft das Berufsende

22 Die Strukturkaiserin Umgang mit Wissen: ausgeprägte Wissens-Struktur Viel explizites Wissen Nachvollziehbarkeit und Flexibilität für Struktur oder Prozessänderungen teils gering

23 Der Netzwerker Umgang mit Wissen: Arbeitet vernetzt Gewöhnt Wissen auszutauschen hohe Empathie Wenig dokumentiert Denkt, dass andere wissen was er weiß

24 Der alte Weise Umgang mit Wissen: viel Erfahrungswissen Hohe Reflexionsfähigkeit Hohe personale und soziale Kompetenzen (Führung etc.) hohe Bereitschaft Wissen zu teilen Überfüllt schnell mit Wissen

25 Der Facharbeiter Umgang mit Wissen: Viel Fach- und Erfahrungswissen Weniger gut zu erzählen, aber zum Zeigen im Arbeitsprozess

26 Erfolgsfaktoren bei der Einführung: Nicht Wissensmanagement-spezifische Faktoren: Die Geschäftsführung steht dahinter, richtet die Aufmerksamkeit in allen Phasen immer wieder darauf und unterstützt durch klare Zielvorgaben, Prioritäten und Zeit dafür. Führungskräfte leben vor und fordern die Mitwirkung auch ein Am konkreten Bedarf ansetzen und das Thema nicht zu eng besetzen: d.h. den Nutzen für verschiedene Beschäftigte und unterschiedliche Unterthemen aufzeigen. Den Nutzen greifbar machen: Neben mittel- und langfristig erreichbaren Effekten - beispielsweise bei größeren Einführungen von IT-Lösungen auch kurzfristige Erfolge ermöglichen (Quick- Wins). Widerstände produktiv nutzen

27 Erfolgsfaktoren bei der Einführung: Wissensmanagement-spezifische Erfolgsfaktoren: Gemeinsames Verständnis von Wissen und Erfahrungswissen, im Unterschied zu Daten und Informationen Verständnis für die Verbindung von Erfahrungswissen mit Werten, mentalen Modellen und Emotionen Ganzheitlicher Ansatz der IT lediglich als enabler von organisatorischen Prozessen sieht und den Nutzen für den Einzelnen und die Wertschätzung für das Wissen der Beschäftigten in den Mittelpunkt stellt Wissensmanagement wird als Querschnittsaufgabe gesehen und nicht delegiert. Wissensmanagement wird integriert in bestehende Prozesse und ggf. in etablierte Managementkonzepte Transparenz im Umgang mit Wissen anstelle von Herrschaftswissen, konstruktiver Umgang mit Fehlern, Innovationsorientierung, Offenheit bei der Auswertung von Erfahrungen, Bereitschaft für Innovationssprünge und Entlernen etc. (Lern- und Wissenskultur)

28 Klemens Keindl keindl consulting Große Hamburger Straße Berlin Tel: 030 / Mail: Web:

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