Lernende Organisation - Wissensmanagement im Projektmanagement

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1 Lernende Organisation - Wissensmanagement im Projektmanagement In der heutigen Zeit gibt es erfolgreiche und weniger erfolgreiche Unternehmen. Im Gegensatz zu den weniger erfolgreichen Unternehmen, erfüllen die erfolgreichen Unternehmen die Erfolgsfaktoren, die ausschlaggebend für den Unternehmenserfolg sind. Wesentliche Vorrausetzungen für den Unternehmenserfolgt sind das Vorhandensein eines Produktes oder einer Dienstleistung, für das eine Nachfrage auf dem Wirtschaftsmarkt existiert und die maximale Erfüllung der Kundenbedürfnisse unter dem Einsatz von minimalen Unternehmensressourcen. Ständiger Wandel beherrscht.. den Markt und die [Unternehmen], die die Zeichen der Zukunft erkennen, werden auf dem Markt der Zukunft präsent sein (FÜSER 2001, 9). Die Veränderungen in der Unternehmensumwelt machen es notwendig, dass Organisationen geschaffen werden, die durch Flexibilität und erfolgsorientiertes Management gekennzeichnet sind. Aufgrund der Globalisierung und den dadurch zunehmenden Wettbewerb gewinnen Erfolgsfaktoren wie Innovations- und Anpassungsfähigkeit an Bedeutung. Langfristig werden sich nur die Unternehmen im zunehmenden Wettbewerb behaupten können, die die entsprechende Erfolgsposition bereits erreicht haben oder diese noch erreichen werden. Die strategische Erfolgsposition ist eine in der Unternehmung durch den Aufbau von wichtigen und dominierenden Fähigkeit bewusst geschaffene Voraussetzung, welche es einer Unternehmung erlaubt, im Vergleich zum Wettbewerb langfristig überdurchschnittliche Ergebnisse zu realisieren (BRUHN 1997, 39). Die besten Chancen, im Wettbewerb zu bestehen, haben.. flexible, kreative, offene, schnelle und lernfähige Unternehmen (FÜSER 2001, 11). Infolge der geänderten Anforderungen und Aufgabenstellungen, mit denen sich die Unternehmen konfrontiert sehen, ist die traditionelle Arbeitsteilung zunehmend überholt. In der heutigen komplexen Welt stößt der Ansatz der konsequenten Arbeitsteilung an seine Grenzen. Die hohe funktionale Spezialisierung führt zu einem hohen Koordinationsaufwand (GAUSEMEIER/FINK 1999, 319). Die Unternehmen sollten sich daher zunehmend von den traditionellen tayloristischen Prinzipien lösen, um somit ihr Flexibilisierungs- und Innovationspotential zu erhöhen, damit diese erfolgreicher sein können, als der Wettbewerb. Erfolgreiche Unternehmen unterscheiden sich.. von weniger erfolgreichen u.a. durch die Fähigkeit, Änderungen bewältigen zu können (HINDEL 2004, 104).

2 Definitionsgemäß verfügt ein dynamische Organisation über die Fähigkeit und den Drang zur Anpassung und Entwicklung, wobei relevante Veränderung früh erkannt werden können. Auf veränderte Bedingungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens kann sie schnell und effektiv reagieren und vorausschauend agieren unter Einhaltung ihrer Stabilität (vgl. SIEGLER 1999, 38 f.). Um diese Fähigkeit zu erlangen, sollten die Unternehmen zielorientierter und prozessbezogener agieren, damit diese sich an die jeweiligen Geschäftsbedingungen anpassen können. Bevor ein dynamisches Unternehmen generiert wird, sollte der Weg zu einer lernenden Organisation vorhanden sein. Zu beachten ist, dass ausgeprägte Lernprozesse einen bedeutsamen Wettbewerbsvorteil für ein Unternehmen darstellt. Die Mitarbeiter eines Unternehmens müssen.. zum permanenten Lernen befähigt werden, zum Wandel in einer Organisation, in der jeder Mitarbeiter und jeder Manager ständig seine Fähigkeit verbessert und seinen Beitrag zur Anpassung der Organisation an die Kräfte des Marktes und an die Kundenwünsche leistet (PRIBILLA 1996, 151). Die Zielsetzung einer lernenden Organisation kann auch in einer entsprechenden Lernkultur gesehen werden. Der Ansatz der lernenden Organisation steht dem der dynamischen Organisation nahe und kann als Basiskonzept für diesen dienen (vgl. SIEGLER 1999, 92 f.). Sofern es in einem Unternehmen formelle Statuten zur Unternehmenskultur gibt, ist meistens hierin ein Passus zur Lernkultur enthalten. Unter anderem ist das Management dafür verantwortlich, dass Verhalten der einzelnen Mitarbeiter hinsichtlich der lernenden Organisation zufördern. Nachfolgend einige Verhaltensregeln, wie das Lernen gezielt von dem Personalverantwortlichen gefördert werden kann: Die Beobachtungen und Vorschläge der Mitarbeiter sollte unterstützt und erforscht werden, damit der Denkprozess gezielt gefördert werden kann. Den Mitarbeitern sollte der Freiraum für mögliche Fehler eingeräumt werden, damit diese bereit sind, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen. Der Personalverantwortliche sollte seine Fehler zugeben, damit die anderen Teammitglieder breit sind, die eigenen Fehler zuzugeben. Der Personalverantwortliche sollte sich begeistert zeigen, wenn er etwas Neues lernen darf, damit das Lernen nicht als Zwang gesehen wird.

3 Der Personalverantwortliche sollte den anderen Teammitgliedern seine sinnvollen und aufgabenbezogenen Ideen mitteilen, damit diese seine Denkprozesse weiterentwickeln, um bessere Lösungen zu generieren. Die Lernkultur erreicht dann ihr höchstes Niveau, wenn jeder offen ist für Ideen, ohne zu wissen, woher diese kommen. Ein effektives Lernsystem sollte die einzelnen Mitarbeiter über das neu verfügbare Wissen informieren (vgl. HOBBS 2001, 96 f.). Unter Change Management wird die aktive Unterstützung des Unternehmenswandels verstanden. Bei den Mitarbeitern und Managern können so die unter Umständen vorhandenen Anpassungswiderstände durch eine Erweiterung der Anpassungsbereitschaft überwunden werden. Folgende Effekte können hierbei erreicht werden: Die Akzeptanz der Projekte wird vergrößert. Die Unterstützungsbereitschaft der Projekte wird erhöht. Eine positive Bewusstsein- und Verhaltensänderung wird erzielt. Misslingt das Change Management oder wird darauf verzichtet, kann dieses in der Konsequenz bedeuten, dass der Projekterfolg ausbleibt. Das Ziel des Wissensmanagements ist es, die effektive Erschließung und den Transfer von Wissen zu fördern, um so die einzelnen Mitarbeiter mit nützlichen Informationen zu versorgen. Hierdurch kann die Informationsbeschaffung vereinfacht und so schneller Zugriffe auf die notwendigen Informationsquellen ermöglicht werden. Innerhalb eines Entwicklungsprozesses im Unternehmen müssen die Mitarbeiter dazu motiviert werden, offen mit ihrem Wissen umzugehen und dem Unternehmen zur Verfügung zu stellen (BARTNIK 2001, 88). In Bezug auf die Projektarbeit liefert das Wissensmanagement die Aspekte des Erstellens, Verteilens und Sicherns von Informationen, die für ein Projekt relevant sind. Der Austausch von Wissen und Erfahrung ist in der Projektarbeit von zentraler Bedeutung (SCHRECKENEDER 2004, 29). Hierdurch kann sichergestellt werden, dass die erforderlichen Informationen für die Projektarbeit zur Verfügung stehen, um eine effektive Projektabwicklung zu gewährleisten. Um diesen Entwicklungsprozess zu fördern, ist es erforderlich, dass die traditionellen Denkund Arbeitsweisen überwunden werden, um so eine kooperative Zusammenarbeit nach dem Prinzip der lernenden Organisation zu ermöglichen. Hierbei kann eine Schaffung von einer

4 Unternehmenskultur durch die Unternehmensleitung sinnvoll sein, indem das Wissensmanagement berücksichtigt wird. Literaturverzeichnis: BRUHN, MANFRED u. a. (1997): Marktorientierte Unternehmensführung. Reflexionen Denkanstöße Perspektiven. Wiesbaden: Gabler Verlag BARTNIK, DOROTHEA (2001): Das müssen Sie über Management wissen. Betriebswirtschaftliches Know-how für junge Führungskräfte. Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag BIERMANN, THOMAS (2003): Kompakt-Training. Dienstleistungsmanagement. Ludwigshafen (Rhein): Friedrich Kiehl Verlag DOPPLER, KLAUS u. a. (2001): Unternehmenswandel gegen Widerstände. Change Management mit den Menschen. Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag EDTINGER, BIRGIT u. a. (2004): Veränderungen erfolgreich umsetzen. Change Management in der Praxis. Weinheim/Basel: Beltz Verlag FÜSER, KARSTEN (2001): Modernes Management. Lean Management, Business Reengineering, Benchmarking und viele andere Methoden. 3. durchgesehene Aufl., München: Deutscher Taschenbuch Verlag HINDEL, BERND u. a. (2004): Basiswissen. Software-Projektmanagement. Heidelberg: dpunkt.verlag GAUSEMEIER, JÜRGEN / FINK, ALEXANDER (1999): Führung im Wandel. Ein ganzheitliches Modell zur zukunftsorientierten Unternehmensgestaltung. München/Wien: Carl Hanser Verlag GÄTJENS-REUTER, MARGIT (2003): Praxishandbuch Projektmanagement. Wiesbaden: Gabler Verlag HOBBS, PETER (2001): Professionelles Projektmanagement. 2.Aufl., Landsberg am Lech: mvg-verlag KELLNER, HEDWIG (2000): Projekte konfliktfrei führen. Wie Sie ein erfolgreiches Team aufbauen. München/Wien: Carl Hanser Verlag KELLNER, HEDWIG (2001): Die Kunst, IT-Projekte zum Erfolg zu führen. Ziele Strategien Teamleistungen. 2.Aufl., München/Wien: Carl Hanser Verlag KELLNER, HEDWIG (2002): Kreativität im Projekt. München/Wien: Carl Hanser Verlag KEßLER, HEINRICH / WINKELHOFER, GEORG (1997): Projektmanagement. Leitfaden zur Steuerung und Führung von Projekten. Berlin/Heidelberg/ New York: Springer Verlag LANGE, DIETMAR (1995): Management von Projekten. Know-how aus der Berater-Praxis. Stuttgart: Schäffer-Poeschel Verlag

5 MACHARZINA, KLAUS / WOLF, JOACHIM (2005): Unternehmensführung. Das internationale Managementwissen. Konzepte Methoden Praxis. 5.Aufl., Wiesbaden: Gabler Verlag NEGES, GERTRUD / NEGES, RICHARD (1999): Kompaktwissen Management. Alles, was Führungskräfte wissen müssen. Mit vielen Fallbeispielen und Checklisten. 2. Aufl., Wien/Frankfurt: Wirtschaftsverlag Carl Ueberreuter NEUMANN, REINER / BREDEMEIER, KARSTEN (1996): Projektmanagement von A Z. Das Handbuch für Praktiker. Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag OLFERT, KLAUS (2004): Kompakt-Training. Praktische Betriebswirtschaft. 4.Aufl., Ludwigshafen (Rhein): Friedrich Kiehl Verlag PATELLI, ROBERTO (2000): Wörterbuch. Kaufmännischer Begriffe. Köln: H+L Verlagsgesellschaft PRIBILLA, PETER u. a. (1996): Telekommunikation im Management. Strategien für den globalen Wettbewerb. Stuttgart: Schäffer-Poeschel Verlag SCHELLE, HEINZ (2004): Projekte zum Erfolg führen. Projektmanagement systematisch und kompakt. 4. Aufl., München: Deutscher Taschenbuch Verlag SCHNEIDER-WINDEN, KURT (1994): Das neue Unternehmen. Der Weg zur Zukunftssicherung. Frankfurt a. M.: FAZ Verlagsbereich Wirtschaftsbücher SCHRECKENEDER, BERTA C. (2004): Projektcontrolling. Projekte überwachen, steuern und präsentieren. Planegg/München: Rudolf Haufe Verlag SIEGLER, OLIVER (1999): Die dynamische Organisation. Grundlagen Gestalt - Grenzen. Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag SIHN, WILFRIED u. a. (1995): Unternehmensmanagement im Wandel. Erfolg durch Kunden-, Mitarbeiter- und Prozeßorientierung. München/Wien: Carl Hanser Verlag STEINLE, CLAUS u. a. (1995): Projektmanagement. Instrument modernen Dienstleistung. Frankfurt a. M.: FAZ Verlagsbereich Wirtschaftsbücher TIEMEYER, ERNST (2002): Projekte erfolgreich managen. Methoden, Instrumente, Erfahrungen. Weinheim/Basel: Beltz Verlag WAHL, RUDOLF (2001): Akzeptanzprobleme bei der Implementierung von Projektmanagementkonzepten in der Praxis. Frankfurt a. M.: Europäischer Verlag der Wissenschaft WURZER, JÖRG (1999): Pioniere, Gründer, High-Tech-Unternehmer. Deutschland auf Innovationskurs. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt

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