Unternehmenskultur als schlummernder Erfolgsfaktor

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1 Unternehmenskultur als schlummernder Erfolgsfaktor Arbeitskreistreffen vom Gerhard Unterberger

2 Problemstellung & Hintergrund: Globalisierung, Internationalisierung, Markttransparenz, M&A, Überkapazitäten, hohe Dynamik, steigender Wettbewerbsdruck, dauerhafter Wandel, Veränderungsgeschwindigkeit Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft: Steigende Bedeutung von Unternehmenskultur (Innovation, Hochqualifizierte Mitarb.) UK oft unterschätzter & langfristiger Wettbewerbsvorteil: Sie prägt wesentlich die Einstellungen & das Verhalten der Mitarbeiter Eisbergphänomen: bedeutsamen Dinge befinden sich unterhalb d. Wasseroberfläche

3 Organisatorische Eisberg Modell Regeln & Prozesse Arbeitsabläufe & Strukturen Prozesse / Systeme Rationales Bewusst Einstellungen Glaubenssätze Denkmuster Werte Emotionen Unbewusst

4

5 Zielsetzungen: Definitionsansätze, Modelle, Funktionen und Wirkungsweisen von UK zu beschreiben Methoden zur Erfassung von Unternehmenskultur darzustellen Zusammenhänge zwischen Unternehmenskultur und Unternehmenserfolg zu untersuchen

6 Zusammenfassung zentraler Punkte verschiedener Definitionen zu UK: UK ist ein stabiles & kollektives Phänomen. Überzeugungen, Werte, Muster, Normen und Einstellungen, welche das Denken, Fühlen und Verhalten der Mitarbeiter und das Erscheinungsbild des Unternehmens wesentlich prägen, sowohl bewusst als auch unbewusst. Diese sind erlernt und dienen sowohl der internen Integration als auch der externen Anpassung. Sie sind selten niedergeschrieben und tiefer reflektiert. Bewährtes ist meistens bindend und wird an neue Mitarbeiter als korrekter Ansatz des Denkens, Fühlens und Wahrnehmens weitergegeben. Gemeinsam geteilte Grundannahmen

7 Drei-Ebenen-Modell von Schein: Quelle: (Schein, 1995, S. 30)

8 Funktionen der Unternehmenskultur: 1. Komplexitätsreduktion: durch Wahrnehmungsfilter & Interpretationsmuster. UK erlaubt dadurch schnelles & routiniertes Handeln. 2. Koordinations- und Integrationsfunktion: Sie ist ein sozialer Klebstoff und wirkt Abteilungsegoismen entgegen. 3. Kontinuitäts- & Stabilitätsfunktion: Erfolgsrezepte werden wiederholt und UK gibt Sicherheit, die Sicherheit nichts falsch zu machen. 4. Motivationsfunktion: weil gemeinsame Werte die Identifikation & das Engagement fördern. UK kann auch Sinn & Orientierung geben.

9 ZSHG von Unternehmenskultur & Erfolg: Unternehmenskultur, Arbeitsqualität & Mitarbeiterengagement in den Unternehmen in Deutschland. Auftrag: BMFAS, 2007, Deutschland, 314 Unternehmen, Befragte Mitarbeiter Arbeitsmodell & Hypothese des Forschungsprojektes, Quelle: (Hauser, Schubert, & Aicher, 2007, S. 34) Erfasste UK-Dimensionen: Mitarbeiterorientierung, Kundenorientierung, Leistungsorientierung, Qualitätsorientierung, Stärke der Unternehmenskultur und Anpassungs- bzw. Innovationsfähigkeit.

10 Unternehmenskultur, Arbeitsqualität & Mitarbeiterengagement in den Unternehmen in Deutschland. Schwerpunkt Mitarbeiterorientierung: Great Place to Work Modells - Ermittlung der besten Arbeitgeber in dzt. 46 Ländern Die Dimensionen und Items des Great Place to Work Modells Quelle: (Hauser, Schubert, & Aicher, 2007, S. 39)

11 Ergebnisse d. deutschen Studie: Mitarbeitertypologie durch Clusteranalyse: 1. Passiv Zufriedene: relativ zufrieden, durchschnittl. Engagement, eher passiv gebunden 2. Aktiv Engagierte: sehr zufrieden, hohes Engagement, aktiv Situationen mit Freude anstrebt 3. Akut Unzufriedene: sehr unzufrieden, aber posit. Einstellung zur Arbeit, innere Kündigung 4. Desinteressierte: unter-ø Zufriedenheit & Engagement, Beruf prinzipiell geringe Bedeutung Unternehmenskultur, Arbeitsqualität & Mitarbeiterengagement in den Unternehmen in Deutschland.

12 ZSHG von Unternehmenskultur & Erfolg: Unternehmenskultur, Arbeitsqualität & Mitarbeiterengagement in den Unternehmen in Deutschland. Auftrag: BMFAS, 2007, Deutschland, 314 Unternehmen, Befragte Mitarbeiter

13 ZSHG von Unternehmenskultur & Erfolg: Was Top Unternehmen anders machen eine europäische Strategiestudie. 700 Führungskräfte, 10 europ. Länder, 8 Erfolgsfaktoren Quelle: (Bailom, Matzler, & Tschemernjak, 2006, S. 49)

14 ZSHG von Unternehmenskultur & Erfolg: Was Top Unternehmen anders machen eine europäische Strategiestudie. Quelle: (Bailom, Matzler, & Tschemernjak, 2006, S. 227)

15 Fazit / Erkenntnisse: Pers. Learning: Sensibilisierung für unbewusste, unreflektierte Selbstverständlichkeiten, schneller Gewöhnungseffekt an d. Unternehmenskultur Nicht exakt fassbares, aber relevantes Phänomen Unternehmenskultur wirkt eher indirekt auf den Unternehmenserfolg Führung & Unternehmenskultur sind Nährboden & Fundament für zahlreiche Erfolgsfaktoren: Innovation der Marktleistung, Entwicklung von Kernkompetenzen, Markt- bzw. Kundenorientierung, Wissensmanagement, Mitarbeiterengagement, Veränderungsbereitschaft, gelebte Werte und Einstellungen Unternehmenskultur ist ein schlummernder Schatz: oft diskutiert, jedoch wenig reflektiert, angewendet und genutzt

16 Essenz in einem Satz: Die Unternehmenskultur kann ganz wesentlich zu positiven Rahmenbedingungen beitragen, damit sich ein Unternehmen mittel- bis langfristig erfolgreich entwickelt.

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