Gewinnausschüttung der Sparkasse

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1 Gewinnausschüttung der Sparkasse Stadtrat der Stadt Lindau (Bodensee) Thomas Munding Vorsitzender des Vorstandes Agenda TOP 1 Geschäftsentwicklung im Jahr 2015 TOP 2 TOP 3 Entscheidung über Verwendung des Jahresüberschuss Fazit 2

2 TOP 1 Geschäftsentwicklung im Jahr Girokonten Stück Stück Stück / 1,5 % Der Großteil der Girokonten sind Privatgirokonten. Bei den Privatgirokonten konnte die Sparkasse erstmals die Konten-Grenze überschreiten. Bei der Sparkasse erhält bereits heute jeder ein Girokonto zur Abwicklung der Geldgeschäfte auch ohne die aktuell diskutierte gesetzliche Pflicht zur Kontoeröffnung. Seite 4

3 Kundengeschäftsvolumen ,4 Milliarden 6,1 Milliarden Millionen / 4,2 % Wachstum in diesem Umfang sehr positiv und unterstreicht das Vertrauen der Kunden in Ihre Sparkasse. Begriffsdefinition: Kundengeschäftsvolumen = Einlagen + Ausleihungen + Wertpapiere + Bausparguthaben + Bauspardarlehen + Lebensversicherungen (Rückkaufswerte) Seite 5 Kundengesamteinlagen ,2 Milliarden 4,0 Milliarden Millionen / 5,1 % Einlagenwachstum sind zum überwiegenden Teil echte Neueinlagen unserer Kunden. Automatisches Wachstum durch Zinszahlung an eigene Kunden nicht mehr möglich. Begriffsdefinition: Kundengesamteinlagen = Einlagen + Wertpapiere + Bausparguthaben + Lebensversicherungen (Rückkaufswerte) Seite 6

4 Wertpapierbestände von Kunden Millionen 750 Millionen + 62 Millionen / 8,3 % Auch bei unseren Kunden ist ein Trend zu Wertpapieren spürbar. Kundenbestände sind 2015 sowohl in den Fondprodukten der DekaBank als auch in den Sparkassendepots gewachsen. Seite 7 Kreditzusagen insgesamt Millionen 446 Millionen + 51 Millionen / 11,2 % Sehr erfreuliche Entwicklung im Geschäftsjahr Sparkasse ist und bleibt im Geschäftsgebiet der wichtigste Ansprechpartner für Finanzierungen von Unternehmen und Privatkunden! Seite 8

5 Ausleihungen an Kunden insgesamt ,2 Milliarden 2,1 Milliarden + 60 Millionen / 2,8 % Gesamtbestand an Ausleihungen ist im Jahr 2015 erstmals auf über 2,2 Milliarden gestiegen. Positive Entwicklung wird sowohl von den Ausleihungen an Unternehmen und Selbstständige als auch von den Wohnbaudarlehen getragen. Seite 9 Auszug aus dem aufgestellten Jahresabschluss* Aktiva 2015 Forderungen an Kunden Forderungen an Kreditinstitute Eigene Wertpapiere , ,3 Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Passiva , ,1 446,5 401,3 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 917,4 999,3 Nachrangige Verbindlichkeiten 326,5 439,3 32,1 53,6 Barreserve 76,8 46,8 Sonstige Passiva 64,7 76,9 Sonstige Aktiva 95,4 99,6 Eigenmittel 351,7 323,4 Bilanzsumme 3.750, ,3 Bilanzsumme 3.750, ,3 *) Die Veröffentlichung des Jahresabschlusses in der gesetzlich vorgeschriebenen Form erfolgt nach Testierung des Jahresüberschusses und nach Feststellung durch den Verwaltungsrat im Bundesanzeiger. Seite 10

6 Auszug aus dem aufgestellten Jahresabschluss* Gewinn- & Verlustrechnung Zinsüberschuss 79,4 82,5 Provisionsüberschuss 24,3 22,6 Sonstige Erträge 10,5 10,5 Personalaufwand und andere Verwaltungsaufwendungen 58,4 56,2 Ab-/Zuschreibungen und Wertberichtigungen auf Sachanlagen, Forderungen, Wertpapiere, Beteiligungen sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft und zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 29,5 18,7 Sonstige Aufwendungen 12,4 22,5 Steuern 9,5 13,3 Bilanzgewinn 4,4 4,9 *) Die Veröffentlichung des Jahresabschlusses in der gesetzlich vorgeschriebenen Form erfolgt nach Testierung des Jahresüberschusses und nach Feststellung durch den Verwaltungsrat im Bundesanzeiger. Seite 11 TOP 2 Entscheidung über Verwendung des Jahresüberschuss 12

7 Verhältnis der Sparkassen zu ihren Trägern Die Sparkasse ist ein Kreditinstitut vor Ort, das flächendeckend für den Träger eine kommunale Aufgabe ( öffentlicher Auftrag ) erfüllt Ursprünglich wurden die kreditwirtschaftlichen Leistungen von den Kommunen selbst erbracht. U. a. wegen der Gefahr von Interessenskollisionen mit anderen kommunalen Aufgaben wurden die Sparkassen rechtlich verselbstständigt als Anstalten des öffentlichen Rechts. Die Sparkasse ist bedeutender Arbeitgeber in der Region und sichert den Kommunen Gewerbesteuerzahlungen. Zahlungen an Stadt Lindau : Ø 867 T pro Jahr Zweck der Sparkasse ist die Erfüllung des öffentlichen Auftrages, nicht die Gewinnmaximierung oder die Unterstützung kommunaler Haushalte durch Ausschüttungen. Seite 13 Systematik der Gewinnverwendung nach 21 SpkO 1. Stufe: Ausgleich eines etwaigen Verlustvortrags aus Vorjahr Vorstand 2. Stufe: Vorwegzuführung bis zu einem Viertel des Vorstand Jahresüberschusses zu den Rücklagen Nicht erfolgt 3. Stufe: Verwendung des verbleibenden Jahresüberschusses Ausschüttung zu gemeinnützigen Zwecken (Ausschüttungsvolumen ist abhängig von Eigenkapitalquote, 4 Stufen, SPK MLM für die Jahre : 25 % ) Nicht notwendig Entscheidung am Zuführung zu den Rücklagen (= Eigenkapital der Sparkasse) Verwaltungsrat Seite 14

8 Verwendung des verbleibenden Jahresüberschusses durch den Verwaltungsrat (3. Stufe) Ausschüttung oder Stärkung des Eigenkapitals der Sparkasse? Gesetzgeber hat die Entscheidung über die Gewinnverwendung bewusst dem Verwaltungsrat als Organ der Sparkasse zugewiesen Verwaltungsrat ist als Organ der Sparkasse unabhängig vom Träger (kein imperatives Mandat) und gesetzlich den Interessen der Sparkasse (Art. 2 SpkG öffentlicher Auftrag) unter Beachtung kaufmännischer Grundsätze ( 12 SpkO) verpflichtet Verwaltungsrat muss beurteilen, ob Sparkasse ausreichendes Eigenkapital hat, um wettbewerbsfähigzu sein und damit den öffentlichen Auftrag für den Träger dauerhaft erfüllen zu können Seite Seite 16

9 Szenario Gewinnausschüttung 21, Abs. 3 SpkO: Der verbleibende Jahresüberschuss kann Aktuelle Einstufung der Sparkasse 1. bis zu einem Zehntel, wenn die Rücklagen zum Bilanzstichtag mindestens 6 v. H., 2. bis zu einem Viertel, wenn die Rücklagen zum Bilanzstichtag mindestens 9 v. H., 3. bis zur Hälfte, wenn die Rücklagen zum Bilanzstichtag mindestens 12 v. H., 4. bis zu drei Vierteln, wenn die Rücklagen zum Bilanzstichtag mindestens 15 v. H. der Risikoaktiva erreicht haben, an den Träger, bei Zweckverbandssparkassen an die Verbandsmitglieder für gemeinnützige Zwecke abgeführt oder mit deren Zustimmung für solche Zwecke verwendet werden. Keine Einrechnung des Fonds für allgemeine Bankrisiken in Rücklagen nach 21 SpkO 17 Szenario Gewinnausschüttung Jahresüberschuss gesetzlich maximal zulässige Abführung an Zweckverband Kapitalertragssteuer 15 % Solidaritätszuschlag 5,5 % KESt Nettozufluss Zweckverband Anteil Stadt Lindau 16,8 % Bei einem Jahresüberschuss von T ist für das Geschäftsjahr 2015 gesetzlich eine Ausschüttung in Höhe von max T möglich. Die Stadt Lindau würde von dieser Ausschüttung rund 155 T erhalten. Seite 18

10 TOP 3 Fazit 19 Fazit Über die Gewinnverwendung von Sparkassen entscheidet unabhängig und weisungsfrei der Verwaltungsrat. Die aufgrund des Niedrigzinsumfeldes rückläufige Ertragslage stellt im Zusammenspiel mit steigenden regulatorischen Anforderungen alle Banken und Sparkassen vor große Herausforderungen Unter diesen Rahmenbedingungen ist eine Stärkung der Substanz - wie von der Deutschen Bundesbank gefordert -wichtig, um dauerhaft die Leistungsfähigkeit einer Sparkasse sicherzustellen. Der Vorstand wird daher dem Verwaltungsrat empfehlen, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2015 den Rücklagen zuzuführen. 20

11 Ihre Fragen? Seite 21 Gewinnausschüttung der Sparkasse Stadtrat der Stadt Lindau (Bodensee) Thomas Munding Vorsitzender des Vorstandes

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