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1 Supply Chain Solutions - Best Practices in e-business 1 Wolfgang Buchholz und Hartmut Werner Supply Chain Solutions - Best Practices in e-business 1 Bezugsrahmen zu Supply Chain Solutions 2 Branchenübergreifende Lösungen 3 Lösungen aus der Automobilindustrie 4 Lösungen aus der chemischen Industrie

2 2 Wolfgang Buchholz/Hartmut Werner 1 Bezugsrahmen zu Supply Chain Solutions Supply Chain Management ist per se ein stark IT-basierter Ansatz. Es geht dabei um die bereichsübergreifende Optimierung von Material-, Informations- und Geldflüssen in Unternehmen. Durch die Möglichkeiten des Internets lassen sich die Optimierungsüberlegungen auch ohne die früher notwendigen Großinvestitionen einfacher über die Unternehmensgrenzen hinweg ausdehnen. Damit ist noch recht rudimentär eine Verbindung zwischen e-business und Supply Chain Management hergestellt. Zwar sind beide Themenfelder mittlerweile kein völliges Neuland mehr für den interessierten Praktiker, trotzdem ist die Vielfalt der Konzepte und Lösungsansätze auch für den Experten nach wie vor nur schwer zu überblicken. Folgende Fragen stehen beispielsweise im Raum: Wie nutzen die Unternehmen das Internet zur Optimierung ihrer Supply Chains? Welche funktionierenden Lösungen gibt es in der mannigfaltigen Welt von neuen Begriffen und Themen? Was können Unternehmen von Anderen lernen, die bereits umfangreiche Erfahrungen im Supply Chain Management gesammelt haben? Wo liegen die Stolpersteine in den e-supply Chains? Der Leser des vorliegenden Buchs wird Antworten auf diese und weitere Fragen erhalten. An Supply Chain Solutions Best Practices in e-business haben erfahrene Experten aus der Praxis mitgewirkt. Sie schildern, wie ein realisierbares Supply Chain Management in ihrem Unternehmen eingeführt wurde. Das Buch folgt dabei einem stringenten Konzept, das von zwei Grundüberlegungen gekennzeichnet ist: Das Setzen von gezielten Branchenschwerpunkten und die Strukturierung anhand der Kettenglieder einer Supply Chain. Die Schwerpunkte der folgenden Ausführungen liegen aus gutem Grund in der Automobil- und der Chemieindustrie. Das Internet erfindet die Autobranche neu (Dudenhöffer 2001). So lautet die Headline eines Artikels in einer FAZ-Serie zur Internet-Ökonomie. Ohne Zweifel ist die Automobilbranche einer der Vorreiter im e-business. Nach einer Studie der Investmentbank Morgan Stanley Dean Witter ist dort eine Bestandsverringerung von 18 Mrd. USD durch optimiertes Supply Chain Management - auf der Basis des Internets - zu erwarten (vgl. Steib 2000). Mit Hilfe der neuen Medien ergeben sich immense Optimierungspotenziale. Built-to-Order ist ein Beispiel hierfür: Der Kundenauftrag wird über das B2C-Portal des Herstellers unmittelbar in Stücklisten zerlegt. Die Lieferabrufe gehen aber nicht nur an den Autobauer selbst. Sie werden vielmehr in der gesamten Wertschöpfungskette weitergereicht. Neben dem Ansatz Built-to- Order bekommt der Leser in der vorliegenden Herausgeberschrift auch Hintergrundwissen zu weiteren modernen Konzepte der Automobilindustrie wie Milk Run, Tracking and Tracing oder Available-to-Promise.

3 Supply Chain Solutions - Best Practices in e-business 3 Der zweite Untersuchungsbereich dieses Buchs liegt in der Chemie. Die Chemieindustrie bietet ideale Voraussetzungen für e-markets und wird in den nächsten Jahren weltweit die größte e- Commerce-Branche sein (Schneider/Schnettkamp 2000, S.130). Für die chemische Industrie prognostiziert ebenfalls Morgan Stanley Dean Witter, dass im Jahre 2003 ein Produktvolumen von 700 Mrd. USD über das Internet abgewickelt wird, was circa 50% des gesamten Marktes entspricht. Dabei ist zu vermuten, dass insbesondere die Verbindung zwischen Herstellern und Kunden gestärkt und der Zwischenhandel tendenziell ausgeschlossen wird (vgl. Steib 2000). Diese beiden Statements unterstreichen die Relevanz von e-business und Supply Chain Management für die Automobil- und die chemische Industrie. Beide Branchen stehen im Mittelpunkt der Kapitel C und D in diesem Buch. Jedoch beschränken sich die weiteren Ausführungen nicht nur auf Lösungen aus diesen beiden Bereichen. Auch branchenübergreifende Supply Chain- Ansätze werden in der Herausgeberschrift ausführlich charakterisiert. Der Leser findet diese Beiträge im Kapitel B. Zur Strukturierung von Unternehmen im Sinne von Prozessen sind in Theorie und Praxis eine Vielzahl von Modellen im Einsatz. Darunter fällt beispielsweise das klassische Modell der Wertschöpfungskette von Porter, mit seiner Unterteilung in primäre sowie sekundäre Aktivitäten (vgl. Porter 1985). Außerdem zählen dazu die mannigfaltigen Ansätze zur Geschäftsprozessmodellierung (vgl. Rohm 1998, S.160ff.). Ein weiteres klassisches Modell ist das auf Jürgen Wild zurückgehende SOS-Konzept, welches der Strukturierung von Aufgaben dient (vgl. Wild 1973, S.30). Dieser Ansatz gliedert die Tätigkeiten eines Unternehmens in Steuerungsaufgaben, operative Aufgaben und Serviceaufgaben. Der Aufbau des vorliegenden Buchs folgt im Grundsatz dem SOS-Konzept von Wild, wobei sich die Systematik von Supply Chain Solutions Best Practices in e-business speziell auf das Management von Lieferketten bezieht (vgl. Abbildung 1).

4 4 Wolfgang Buchholz/Hartmut Werner Strategie Input Throughput Output Support Abbildung 1: Supply Chain Solutions Bezugsrahmen Jedes der drei Hauptkapitel B, C und D beinhaltet fünf Blöcke. Im jeweils ersten Block wird das Thema der generellen strategischen Ausrichtung der Supply Chain diskutiert. Danach folgt die Untergliederung einer klassischen Dreiteilung operativer Prozesse (Input, Throughput und Output). Schließlich endet jedes Hauptkapitel mit Beiträgen, die konkrete unterstützende Aktivitäten für eine Supply Chain beschreiben. Sämtliche Beiträge der Kapitel B bis D stammen von Praktikern und sind somit streng anwendungsorientiert formuliert. Das vorliegende Buch wäre jedoch unvollständig, wenn bei aller Praxisorientierung eine entsprechende theoretische Fundierung fehlen würde. Daher sind den drei Praxiskapiteln zwei Grundlagenbeiträge vorgeschaltet. Zunächst stellt Prof. Dr. Hartmut Werner (Fachhochschule Wiesbaden) allgemeine Trends und neue Entwicklungen von e-supply Chains vor. Der Autor zeigt im Schwerpunkt neue Erfolgsstrategien für das Management der Lieferketten auf und widmet sich aktuellen Themen wie Excess and Obsolete Logistics oder Web-EDI. Der zweite Beitrag aus der Theorie stammt von Prof. Dr. Wilfried Krüger und Dr. Norbert Bach (Universität Gießen). Die Autoren behandeln die Zusammenhänge zwischen Wettbewerbssituation, Wettbewerbsstrategie und Geschäftsmodellen im e-business. Das Internet ist nach ihrer Ansicht als strategische Waffe zu begreifen, deren erfolgreiche Nutzung durch auf die Wettbewerbssituation zugeschnittene Geschäftsmodelle zu gewährleisten ist.

5 Supply Chain Solutions - Best Practices in e-business 5 2 Branchenübergreifende Lösungen Das Themenfeld Strategie bei den branchenübergreifenden Lösungen wird von Dr. Victoria Ossadnik und Dr. Andreas Froschmayer (echain Logistics) behandelt. Ihr Beitrag diskutiert das Thema integrierte Logistikkonzepte durch die intelligente Kombination von Logistik, Technologie und Consulting. Im Mittelpunkt steht das strategische Konzept der Ende 2000 als Joint Venture von Dachser und CSC Ploenzke gegründeten echain Logistics. Netsourcing Implementation Program - Alles neu bei der Einführung internetbasierter Beschaffungslösungen? So der Titel des Beitrages von Dr. Wolfgang Buchholz (eic-partner), der das Themenfeld Input abdeckt. Der Autor zeigt, dass auch für die internetbasierte Optimierung von Beschaffungsprozessen das klassische Handwerkszeug des Einkaufsstrategen mehr denn je von Bedeutung ist. Zur erfolgreichen Implementierung solcher Lösungen spielen Organisations- und Human Resources-Überlegungen eine ausgesprochen wichtige Rolle. Dr. Andreas Füßler (Centrale für Coorganisation) diskutiert in seinem Throughput-Beitrag die moderne Identifikationstechnik Radio Frequency. Diese Transponder dienen der Regulierung von Warenströmen innerhalb einer Lieferkette. Der Autor zeigt alternative Radiofrequenztechniken auf, beschreibt ihre allgemeinen Eigenschaften und kennzeichnet schließlich die speziellen Anforderungen, die Transponder im Supply Chain Management erbringen müssen. Besonders interessant ist dabei, dass Dr. Füßler ausführlich auf das Wechselspiel von Radiofrequenzsystemen mit EDI eingeht. Customer Relationship Management - Sicher mehr als ein Werkzeug! Diese These wird in dem Beitrag von René Kartberg (CSC Ploenzke) aufgestellt (Themenfeld Output). Der Autor unterscheidet verschiedene Facetten von CRM und beschreibt ein konkretes Projekt zur Einführung einer CRM-Lösung. Das vorgestellte Beispiel kennzeichnet den Einführungsprozess von der Entwicklung eines gemeinsamen Grundverständnisses über die Prozessanalyse und Softwareauswahl bis hin zur Realisierung von CRM. Das Themenfeld Support der branchenübergreifenden Lösungen wird von zwei Beiträgen belegt. Wie Unternehmen aus der unüberschaubaren Menge an Daten sinnvoll verwertbare Informationen generieren können, wird im Beitrag von Thilo Pfleghar und Winfried Decker (ICGCommerce) aufgezeigt. Das entscheidungsgestützte Informationssystem Procurement Data Warehouse dient zur Integration, Bereinigung und Veredlung von operativen Daten aus dem Beschaffungsprozess. Die gewonnenen Informationen lassen sich für Analysen und deren Interpretation, d. h. zur Sicherung von Wettbewerbsvorteilen in der Beschaffung, verwenden. Im zweiten Beitrag zu diesem Thema stellt Rainer Härtner (CSC Ploenzke) das Supply Chain Labor von CSC Ploenzke vor. Das Executive-Solutions-Development-Center (xsds) verknüpft unterschiedliche Supply Chain Software-Lösungen. Es ermöglicht den Kunden anhand von De-

6 6 Wolfgang Buchholz/Hartmut Werner mo-szenarien, ersten Modellen und differenzierten Analysen die Möglichkeiten und Grenzen gängiger Softwaremodule, wie SAP, i2, Requisite oder Siebel, zu simulieren und zu testen. Abbildung 2 zeigt die Beiträge des branchenübergreifenden Teils des Buches nochmals in der Übersicht. echain Logistics Netsourcing Implementation Program Radio Frequency in der Supply Chain Customer Relationship Management Data Warehousing Supply Chain Labor Abbildung 2: Branchenübergreifende Supply Chain Solutions 3 Lösungen aus der Automobilindustrie Das Themenfeld Strategie in der Automobilbranche ist mit den beiden Schwerpunkten OEM und Zulieferer ebenfalls doppelt besetzt. Prof. Dr. Hansjörg Fromm und Dietmar Saedtler (IBM) behandeln Entwicklungstrends virtueller Marktplätze in der Automobilindustrie. Sie diskutieren neue Herausforderungen für die Branche, erläutern die Funktionalitäten und Erfolgsfaktoren virtueller Marktplätze und zeigen, wie die Brache durch B2B und B2C transformiert wird. Ihre Kernthese besagt, dass virtuelle Marktplätze die Informationszentralen der Zukunft sein werden, über die alle an der Wertschöpfungskette beteiligten Unternehmen ihr Geschäft abwickeln. Im Beitrag Virtuelle Marktplätze in der Automobilzulieferindustrie beschreiben Ralf Scherer (Continental Teves) und Prof. Dr. Hartmut Werner (Fachhochschule Wiesbaden) den grundlegenden Aufbau der zur Zeit innig diskutierten Zulieferplattform SupplyOn. Im Schwerpunkt charakterisieren die Verfasser die Module des Supply Chain Managements auf diesem elektronischen Markt. Sie wagen aber auch einen Blick über den Tellerrand. Deshalb erfahren die Komponenten von Einkauf und Engineering auf SupplyOn eine nähere Kennzeichnung.

7 Supply Chain Solutions - Best Practices in e-business 7 Im Themengebiet Input findet sich der Beitrag Neue Informationstechnologie als Basis für integrierten Datenfluss in der automobilen Wertschöpfungskette von Michael Kopetzki (Openshop). Nach einer dezidierten Analyse der automobilen Wertschöpfungskette liegt der Schwerpunkt der Ausführungen auf der Integration von Informationsketten. Michael Kopetzki beschreibt, wie sich durch neue Informationssysteme Möglichkeiten bieten, die Prozesstransparenz und somit die Planungssicherheit zu erhöhen. Im Ergebnis resultieren daraus sinkende Kosten und steigender Service. Fabian von Saldern (Agiplan) zeigt in seinem Beitrag für den Bereich Throughput einen konkreten Lösungsweg zur Projektabwicklung im Supply Chain Management. Er widmet sich dabei ausführlich der Zulieferintegration im Autobau. Außerdem kennzeichnet Fabian von Saldern den Übergang von der klassischen Fabrik zum virtuellen Unternehmen. Der Autor verdeutlicht, wie die Transparenz in der kompletten Supply Chain zu steigern ist: von der Source of Supply bis zum Point of Consumption. In e-logistics in Excellence - Wege aus dem Dilemma der Transportkostenexplosion widmen sich Dr. Jürgen Gottschalck (KPMG), Ulrich Pfendt (Continental Teves) und Wolfgang Sprunk (Dalog) einem brandheißen Thema. Sie beschreiben für das Themenfeld Output Lösungsansätze zum drohenden Logistikinfarkt im Güterverkehr. In diesem Zusammenhang gehen sie beispielsweise ausführlich auf automatisierte Gutschriftsysteme im Frachtverkehr sowie intelligente Verladestrategien ein. Sie zeigen sehr gut nachvollziehbar auf, welche Gefahren hinter virtuellen Frachtbörsen oder Techniken zur Sendungsverfolgung lauern. Schließlich behandeln Axel Dreher und Stefani Scherer (BorgWarner) das Thema Supply Chain Controlling im e-business (Support). In diesem Beitrag zeigen die Autoren, wie sie durch den Einsatz von Target Costing, Economic Value Added oder Balanced Scorecard die Transparenz in der Versorgungskette deutlich erhöhen. Für den Leser sind die Ausführungen von Axel Dreher und Stefani Scherer sehr gut nachvollziehbar, weil die Verfasser in ihren Text eine Vielzahl von Beispielen einfließen lassen. Alle Beiträge aus Kapitel C zur Automobilbranche werden in Abbildung 3 nochmals in einer Übersicht visualisiert.

8 8 Wolfgang Buchholz/Hartmut Werner Virtuelle Marktplätze im Autobau Integrierte Informationsketten Transparentes Prozessmanagement Neue Methoden im Distributionsmanagement Supply Chain Controlling Abbildung 3: Supply Chain Solutions in der Automobilindustrie 4 Lösungen aus der chemischen Industrie Der Beitrag ICGCommerce: Die Entwicklung zum Procurement Servive Provider von Michael Freienstein, René Petri und René Müller (ICGCommerce) besetzt das Themenfeld Strategie in der chemischen Industrie. Die Autoren beschreiben hier den Entwicklungspfad des ehemaligen Zentraleinkaufs von Hoechst, über dessen Verselbständigung zu Hoechst Procurement International bis hin zum Merger mit dem US-amerikanischen Online-Procurement-Anbieter ICGCommerce. Der Schwerpunkt der Ausführungen liegt dabei auf der Strategie und dem Geschäftsmodell der jeweiligen Entwicklungsstufe. Alle reden von den immensen Potenzialen durch e-procurement, doch konkrete Erfahrungsberichte von realisierten Projekten gibt es bisher wenige. Dietmar Roos und Jens Nettler (Ticona) stellen das gemeinsame e-procurement-projekt von Celanese Chemicals Europe und Ticona vor (Input). Von der Ist- und Potenzialanalyse, über Strategiedefinition, Neugestaltung der Beschaffungsprozesse, Lieferantenauswahl bis hin zu Integration und Schulung geben die Autoren einen tiefen Einblick in das Projektgeschehen. Der Leser bekommt in dem Beitrag eine Vielzahl hilfreicher Tipps zu Erfolgsfaktoren und Stolpersteinen einer e-procurement-einführung. Im Themenfeld Throughput diskutieren Volker Stockrahm, Dr. Matthias Lautenschläger (aconis) und Dr. Kai-Oliver Schocke (Degussa) die werksübergreifende Planung und Optimierung mit SAP APO bei Röhm (mittlerweile Degussa, Geschäftsbereich Plexiglas). Auch hier wird der Leser mit konkreten Projekterfahrungen vertraut gemacht. Gezeigt wird, wie eine schrittweise

9 Supply Chain Solutions - Best Practices in e-business 9 Einführung zunächst in einem Produktionsbetrieb, dann über verschiedene Werke und schließlich auch über Unternehmensgrenzen hinweg (Collaborative Planning) funktioniert. Dabei nimmt das bei Röhm durchgeführte Projekt durchaus eine Vorreiterrolle in der chemischen Industrie ein. Dr. Angela Stieglitz und Jürgen Pisczor (BASF) sowie Andreas Steckel und Jürgen Kraft (CSC Ploenzke) behandeln das Thema Herausforderungen einer integrierten Supply Chain Planung in der Chemischen Industrie. Nachdem sie die markt-, produkt- und produktionsbezogenen spezifischen Rahmenbedingungen in der chemischen Industrie aufgezeigt haben, beschreiben sie, wie die BASF ihre Supply Chain ausgehend vom Kunden über die verschiedenen Stufen der Distribution und Produktion bis hin zur Beschaffung optimal miteinander integriert. Da bei der BASF die vertriebsgestützte Absatzplanung den eigentlichen Ausgangspunkt der bedarfsorientierten Planung innerhalb des Unternehmens darstellt, ist dieser Beitrag dem Segment Output zugeordnet. Auch das Themenfeld Support ist für die chemische Industrie zweifach besetzt. Zunächst stellt Thomas Wildrich (ICGCommerce) die technologische Plattform ICGC-Exchange zur Abwicklung internetbasierter Beschaffungsprozesse vor. Es werden die verschiedenen Möglichkeiten aufgezeigt, wie interessierte Kunden ihre Beschaffungsprozesse über das System abwickeln können. Die Varianten reichen vom einfachen Katalogzugriff via Internet bis hin zur Integration der kundenspezifischen ERP-Systeme. Weiterhin beschreibt Thomas Wildrich das Modul Real Auctions, mit dessen Hilfe sich online Reverse Auktionen durchführen lassen. Ein sehr anwendungsorientierter Beitrag ist schließlich Erland Feigenbutz (Merz) mit der Entwicklung eines Softwaretools für das Supply Chain Management gelungen. Der Autor kennzeichnet mit seinem TabBrowser eine spezielle IT-Lösung, die auf SAP R/3 basiert. Erland Feigenbutz geht dabei dezidiert auf die einzelnen Arbeitsschritte seines Softwaretools ein und zeigt, wie er das Konzept bei Merz eingeführt hat. Indem der Verfasser seine Ausführungen auf das Beispiel Reichweitenanalyse stützt, ist der Beitrag für den Leser einfach nachvollziehbar. Abschließend findet der Leser wie gehabt auch die Beiträge des Kapitels D zur chemischen Industrie in Abbildung 4 zusammengefasst.

10 10 Wolfgang Buchholz/Hartmut Werner Procurement Service Provider e-procurement Einführung Werksübergreifende Planung mit APO Integrierte Supply Chain Planung Technologie einer B2B-Plattform Software-Tool Abbildung 4: Supply Chain Solutions in der chemischen Industrie Literatur: Dudenhöffer, F. (2001): Das Internet erfindet die Autobranche neu, in: FAZ v O.V. (2001): Nach erfolgreichen Tests nun die heiße Phase der elektronischen Beschaffung im Internet, in: FAZ v Porter, M. (1985): Competitive Advantage: Creating and Sustaining Superior Performance, New York Rohm, C. (1998): Prozessmanagement als Fokus im Unternehmungswandel, Gießen Schneider, D.; Schnetkamp, G. (2000): E-Markets: B2B-Strategien im Electronic Commerce, Wiesbaden Steib, M. (2000): Business-to-Business steckt in Europa noch in de Kinderschuhen, in: FAZ v Wild, J. (1973): Product Management, 2. Auflage, München 1973.

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