Unternehmerforum 2012

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1 Unternehmerforum 2012 M V Z S e r v i c e G m b H / J e n s G a b r i e l, M B A / G e s c h ä f t s f ü h r e r THEMA Wie bereite ich eine Praxis auf eine Krankenhausübernahme als MVZ vor? oder anders Are you ready for bottom-up? 2 1

2 1. AUSGANGSSITUATION welche Treiber bewegen den Markt? demographischer und sozialer Wandel Bevölkerungsabwanderung in peripher-ländlichen Regionen Versagen einer in die Jahre gekommenen Bedarfsplanung/ zusätzlich der Reform in 2013 Aussterben des ärztlichen Unternehmertums fehlende Nachbesetzung der Praxen/ Ärztemangel Wertewandel des ärztlichen Nachwuchs/ Generation Y Transformation der stationären sowie insbesondere derambulanten Versorgungsstrukturen und dessen Zusammenspiels. 3 was bedeutet das für die Einzelpraxis? Existenzgefährdung aufgrund von: anhaltendendem Kostendruck / sinkenden Einnahmen Nachbesetzungsproblemen / Abgabeschwierigkeiten unflexiblen Organisationsstrukturen fehlenden Anreizsystemen für den ärztlichen Nachwuchs in die Niederlassung zu gehen oligopolartige Marktstrukturen mit klarem Trend zur Spezialisierung und Zweigpraxisbildung Zusammenschluss von Kooperationsmodellen In Zukunft werden 20% der ambulanten Leistungsanbieter rund 80% des ambulanten Versorgungsmarktes bedienen. 4 2

3 welche Rolle übernimmt das Krankenhaus? Krankenhäusern wird aufgrund Ihrer Unternehmensinfrastruktur eine Schlüsselfunktion zur Bewältigung der sektorenübergreifenden Versorgung zugesprochen. Mit der Einführung von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) ist es stationären Einrichtungen erlaubt, sich in ambulante Versorgungsstrukturen auszudehnen. Somit ist der Aufbau ambulanter Versorgungseinheiten sowohl aus strategischen als auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten in den Fokus stationärer Gesundheitsdienstleister getreten. bundesweite Gründerwelle von MVZ durch Klinikbetreiber 5 welche Interessen verfolgt das Krankenhaus? Erkundung neuer ambulanter Geschäftsfelder (MVZ) Sicherung der Fachabteilung (Auslastung) Gewinnung von Patientenströmen aus anderen Regionen (Einweisungen) stationär-ambulante Verzahnung (Bsp.: Klinikarzt = angestellter Arzt im MVZ) Optimierung medizinischer Behandlungsketten Entwicklung neuer medizinischer Leistungsangebote Personalakquisition von Fachärzten/ Weiterbildung / Nachwuchsgewinnung Krankenhausmarketing 6 3

4 wie geht das Krankenhaus dabei vor? Viele Krankenhäuser versuchen bislang durch einen hierarchisch-getriebenen Ansatz die Funktion eines Volllversorgers zu übernehmen. GmbH 7 welchen Herausforderungen steht das Krankenhaus gegenüber? ambulantes Einfühlungsvermögen Berücksichtigung ambulanter Spielregeln (stationäre Kosten) ambulantes Know-How ( bspw. KV-Recht, Abrechnung) wirtschaftliche Defizite, insb. nach Erwerb der Praxis (Fallzahlrückgang, Umsatz) allgemeine Integrationsproblematiken ( Tanker vs. Sportboot ) EDV-Anbindung, interdisziplinäre Zusammenarbeit, räumliche Strukturen, Materialbeschaffung 8 4

5 3. DIE PERSPEKTIVE DER EINZELPRAXIS welche Chancen resultieren hieraus für die Einzelpraxis? Neudenken der Wertschöpfungskette zwischen stationären und ambulanten Strukturen zukunftsfähige Kooperationen Überführung der Einzelpraxis in die Organisationsform eines MVZ als ärztliche Betreibergesellschaft mit Anstellungsverhältnissen frühzeitige Annäherung (räumlich/inhaltlich) an das regionale Krankenhaus bottom-up Ansatz 9 3. DIE PERSPEKTIVE DER EINZELPRAXIS welche Faktoren müssen die Einzelpraxen berücksichtigen? zukunftsfähige Selektion der Partnerauswahl nach bestimmten Kriterien Auswahl der Rechtsform Kapitalgesellschaft / GmbH Flexibilität in der Arbeitsorganisation (Anstellung von Fachärzten / Arbeitszeitmodelle) Zusammenlegung von innerbetrieblichen Prozessen (Materialwirtschaft, Personalangelegenheiten, EDV-Technik, Kommunikation) Aufbau von medizinischen Leistungsketten / Spezialisierung gezielte Steuerung von Patientenströmen mögliche Integration von Klinikärzten / Weiterbildungsassistenten 10 5

6 4. DER LÖSUNGSANSATZ die Kombination der Gewinner! topdown Ansatz Stationäres Denkmodell Intersektorale Mediationsschnittstelle Ambulantes Denkmodell bottom-up Ansatz DER LÖSUNGSANSATZ Exkurs: Emotionale Interaktion Bei der Transformation von Arztpraxen in stationäre Strukturen entscheiden oftmals die Emotionen der Akteure über den Erfolg oder Misserfolg eines Projektes. Die intersektorale Mediation ist hierbei unerlässlich! Stationäres Denkmodell Intersektorale Mediationsschnittstelle Ambulantes Denkmodell 12 6

7 4. DER LÖSUNGSANSATZ welche Vorteile ergeben sich daraus für? Einzelpraxen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit eigener Strukturen durch innovative Organisation des Betriebsablaufes Kostenreduktion durch intelligente Verbundlösungen Inhaltliche Spezialisierung im Fachgebiet / Erhöhung der Fallzahlen Wissenstransfer zwischen den Kooperationspartnern Gemeinsamer Auftritt in der Region / Markenbildung / Qualität Stärkung der eigenen Verhandlungsposition gegenüber dem Krankenhaus Größenvorteile nutzen / Integrierte Versorgung Vereinfachte Praxisübergabe durch Übertragung von Geschäftsanteilen DER LÖSUNGSANSATZ welche Vorteile ergeben sich daraus für? Krankenhäuser Konzentration auf die Kernkompetenzen der stationären Versorgung Generierung aller Vorteile einer ambulant-stationären Kooperation möglich (u. a. Kooperative Chefarztmodelle / Belegabteilung / Behandlungspfade, intersektorale Zusammenarbeit) Im weiteren Verlauf: Übernahme einer funktionierenden Versorgungseinheit / Berücksichtigung ambulanter Spielregeln Generierung aller Vorteile zum Personalmanagement (Akquise, Kooperation, Weiterbildung) Steuerung von Patientenströmen durch innovative Versorgungslösungen 14 7

8 KONTAKT Fragen beantwortet Ihnen gerne Jens Gabriel, MBA Geschäftsführer MVZ Servicegesellschaft mbh Luisenstraße Wiesbaden Tel: 0611 / Fax: 0611 / Privat: Unterer Schoss Kiedrich / Rheingau Tel.: 0151 / VIELEN DANK FÜR IHRE AUFMERKSAMKEIT! 16 8

9 BACKUP: AKQUISITIONSPROZESS 17 BACKUP: VERÄNDERUNGSPROZESS D i e Praxisabgabe entlang d es Veränderungsprozesses. 18 9

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