Bühne frei für Suritsch und Kratky

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1 Sommer & Naturgenuss Österreich & Kroatien Urlaub von den Alpen bis zum Meer TOURIST AUSTRIA INTERNATIONAL Kroatien Land der tausend Inseln NEU: Über 40 Unterkünfte von Istrien bis Dalmatien 8. Mai 2015, 45. Jg., 14-tägig, Freitag, 2,80 Nr P.b.b. Postfach Wien GZ 02Z W Bühne frei für Suritsch und Kratky Chefwechsel bei NIKI und Austrian mit weitreichenden Folgen mehr auf Seite 8 Kreuzfahrten Seite 14 Hotellerie Seite 22 Destinationen Seite 25 TUI Cruises CEO Wybke Meier im Exklusiv-Interview mit T.A.I. Registrierkassenpflicht birgt Möglichkeiten für Betriebe Mozart schlägt Stephansdom Salzburg stärkste Städte-Marke Counter Seite 32 Far East live & hautnah sowie mit einer großen Portion Glück Seilerstätte Wien täglich Uhr FANG DEN KLANG Haus der Musik - das interaktive Klangmuseum im Herzen der Stadt. Begeben Sie sich auf eine musikalische Entdeckungsreise! Mehr auf Seite 27 Ein Museum der Wien Holding Hotel Louis Kerkyra Golf xxxx Griechenland Korfu Alykes 8 direkt am flach abfallenden Sand-/Kiesstrand 8 Sport & Unterhaltung für Groß und Klein 8 weitläufige & schöne Gartenanlage

2 EUROPÄISCHE REISEVERSICHERUNG Seminarteilnehmer-Stornoversicherung zum Kurs und Seminar Storno-Schutz erweitert STEIGENDE NACHFRAGE AUCH IM SPORT- UND FREIZEITBEREICH Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Absicherung von Kursen im Sport- und Freizeitangebot hat die Europäische Reiseversicherung ihr Produkt Seminarteilnehmer-Stornoversicherung um diesen Bereich erweitert. Dem entsprechend wurde der Produktname auf Kurs und Seminar Storno-Schutz geändert. Die Versicherung übernimmt die Stornokosten, wenn am gebuchten Kurs oder Seminar aus einem versicherten Grund nicht teilgenommen werden kann (z.b. wegen plötzlicher Erkrankung) oder die Veranstaltung vorzeitig abgebrochen werden muss. Folgende Änderungen bzw. Erweiterungen wurden vorgenommen: Die maximale Kurs-/Seminardauer wurde auf ein Jahr verlängert. Besteht der Kurs/das Seminar aus mehreren Blöcken, können alle Blöcke auch gemeinsam versichert werden, sofern diese gemeinsam gebucht werden und innerhalb eines Jahres stattfi nden. Der maximale Kurs-/Seminarreisepreis pro Person wurde auf Euro erhöht. Die Prämien bleiben unverändert und betragen 5 Prozent vom Kurs-/Seminarpreis. Das neue Produkt steht ab sofort zum Verkauf zur Verfügung. Nähere Informationen zum Produkt auf Sicher.Entspannt.Unterwegs Versichert ist, wer trotzdem lacht.

3 Inhalt Seite 3 / 8. Mai 2015 Aktuell Hotel 4 News 19 Vienna International Hotels Touristik 8 Duell der Konzerntöchter Chefwechsel bei NIKI und AUA! Bühne frei für Thomas Suritsch & Kay Kratky 10 Servicebeitrag Fachverband der Reisebüros 12 Technologie Mehr Effizienz im Reisebüro. Smarte Flugbuchungen mit Einkaufswagen 13 Insolvenz nicko cruises, drittgrößtes Flusskreuzfahrt-Unternehmen der Welt, steht vor dem Untergang Angelo-Jubiläum in Polen, Bed & Breakfast in der Pipeline 20 Erfolgs-Story 12 Zimmer auf der Gerlitzen werden zur globalen Luxus-Marke 22 Bargeldloses Bezahlen Registrierkassenpflicht birgt neue Möglichkeiten auch für Betriebe Destinationen 25 Stadtmarken-Ranking Mozart schlägt Stephansdom. Salzburg stärkste Städte-Marke 26 Destinations-Management- Systems Technik allein ist nicht alles. Entscheidend ist die Datenhoheit Große Herausforderungen mit schwimmendem Sehnsuchtsziel. Wybcke Meier im T.A.I. Interview ab Seite 14 4 Standpunkt 16 Barometer 18 Durchgeblickt 24 Zollfreie Gedanken 34 Unter uns gesagt 32 Meier s Weltreisen Live-Seminar Far East live & hautnah sowie mit einer großen Portion Glück 35 Discounter 34 PLACES 2 BE Kolumnen Counter up to date Trends TAIPURA T.A.I. Pauschalreisebuchungs-Radar Buchungstrend Reisebüro April-Ziele mit stärksten Zuwächsen - Reihung YTD Flugpauschalreise-Buchungen Österreich, April 2015 Offline stark, online schwach (mehr auf Seite 9) Buchungstrend Portale April-Ziele mit stärksten Zuwächsen - Reihung YTD 80 % 60 % 40 % 20 % 0 % FUE / Fuerteventura HER / Heraklion TFS / Teneriffa Süd SUF / Lamezia Terme AYT / Antalya LCA / Larnaca AGP / Málaga IBZ / Ibiza BOJ / Burgas 80 % 60 % 40 % 20 % 0 % Buchungstrend Portale VJV_Monat Buchungstrend Portale VJV_YTD -20 % -40 % HRG / Hurghada KGS / Kos PMI / Palma de Mallorca RHO / Rhodos MLE / Malé LPA / Gran Canaria Buchungstrend Reisebüro VJV_Monat Buchungstrend Reisebüro VJV_YTD -20 % -40 % LCA / Larnaca RHO / Rhodos MLA / Malta ZTH / Zykanthos HRG / Hurghada JTR / Santorin IBZ / Ibiza TFS / Teneriffa Süd KGS / Kos LPA / Gran Canaria HER / Heraklion AYT / Antalya PMI / Palma de Mallorca CFU / Korfu FUE / Fuerteventura powered by TravelTainment

4 Aktuell» Seite 4 / 8. Mai 2015 STANDPUNKT Nessie im Urlaubsparadies So wie das Ungeheuer Loch Ness in regelmäßigen Zeitabständen in den Schlagzeilen auftaucht, zählen in Österreich die Forderung nach Arbeitszeitverkürzung und einer sechsten Urlaubswoche zu den ungeheuerlichen Dauerbrennern, vorzugsweise aus den linken Ecken der sozialpartnerschaftlichen Sumpfniederungen. Vor zwei Jahren war dies letztmals der Fall, Ende April kehrten sie wieder. Ließ damals Sozialminister Hundstorfer die Wogen hochgehen, war diesmal SP-Klubobmann Schieder an der Reihe. Die sechste Urlaubswoche sei ganz wichtig, so Schieder in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsmagazins Trend, um sich ein umgehendes Njet des sozialpartnerschaftlichen Konterparts einzuhandeln. Dort sitzen Schock und Unverständnis darüber, bei der Steuerreform den schwarzen Peter gezogen zu haben, obwohl es doch die Roten waren, die mit all ihren Forderungen sang- und klanglos untergegangen sind, nach wie vor extrem tief. Arbeitszeitverkürzung und sechste Urlaubswoche bewirken vor allem eines: eine Verteuerung der Lohnkosten. Diesbezüglich gehört Österreich bereits zu den Spitzenreitern der EU, weist es doch seit 2008 mit einem Fünftel den höchsten Anstieg der Arbeitskosten aus. Wobei es unfair wäre, Arbeitszeitverkürzung und sechste Urlaubswoche gleich von vornherein zu diskreditieren. Vielleicht hinkt Österreich diesbezüglich anderen Staaten nach. Wie es tatsächlich aussieht, hat soeben das Consulting-Unternehmen Mercer im Zuge eines Vergleichs von 50 Ländern der Welt ermittelt. Ergebnis? Die EU-Wirtschaftslokomotive Deutschland, dessen BIP heuer doppelt so stark wächst, wie jenes von Österreich, bringt es auf 29 garantiert freie Tage im Jahr (20 davon Urlaub, 9 gesetzliche Feiertage). Das kriselnde Frankreich das heuer deutlich stärker zulegen wird, als Österreich, und das teure Schweden (wächst heuer dreimal so kräftig wie Österreich) kommen auf je 36 Tage: 25 davon Urlaub, 11 Feiertage. Und Österreich? Das markiert die einsame Spitze mit 38 arbeitsfreien Tagen, 25 davon Urlaub und 13 gesetzliche Feiertage. Nur Malta kann da noch mithalten, allerdings mit Arbeitskosten, die ein Drittel von jenen Österreichs ausmachen. Das Malta-BIP wird heuer viermal stärker wachsen, als das österreichische. Da fragt sich, für wen angesichts dieser Fakten die sechste Urlaubswoche ganz wichtig ist? Ganz sicher nicht für die Gesundung einer kraftlosen, dahinsiechenden Wirtschaft, der im Zuge der Steuerreform nicht nur dringend benötige Wachstumsimpulse vorenthalten, sondern durch deren Gegenteil hohe Belastungen aufgebürdet wurden, vor allem im Tourismus. Selbst Nessie würde sich angesichts dessen angewidert abwenden und auf Jahre hindurch abtauchen. Selbiges empfiehlt den Arbeitszeitverkürzern und Urlaubsverlängerern mit Nachdruck der Lupo NEWS» Eine Waldfläche so groß wie 100 Fußballfelder aufgeforstet hat in den letzten sechs Jahren TUI auf Mallorca. Insgesamt Pinien und wilde Olivenbäume wurden dabei im Naturpark Llevant bei Artà im Osten der Balearen-Insel gepflanzt. Auch TUI Österreich hat laut Josef Peterleithner, der ÖRV-Präsident ist bei TUI u.a. für die Leitung des Nachhaltigkeitsmanagements zuständig intensiv am Projekt TUI Wald (Gesamtkosten Euro) mitgewirkt und seit der Wintersaison 2009/10 für jeden Mallorca-Gast einen festen Betrag geleistet.» Zum Geschäftsführer der Flughafen Friedrichshafen GmbH bestellt wurde mit Wirkung Juni Claus-Dieter Wehr. Er folgt Gerold Tumulka (49) nach, der erst seit drei Jahren an der Spitze der FFG gestanden ist. Unter Tumulka wurde der defizitäre Airport wieder in die schwarzen Zahlen geführt (das EBIT erreichte 2104 rund Euro). Tumulka hatte seinen Abschied bereits im Februar angekündigt, da er die Geschäftsleitung eines Großflughafens im Ausland übernehmen wird. Claus-Dieter Wehr zuletzt selbstständiger Unternehmensberater für den Luftverkehr kann auf langjährige Berufserfahrung speziell am Flughafen Hamburg (bis 2013) und bei Luftverkehrsgesellschaften (Swiss Air, Condor) zurückblicken. Der Bodensee-Airport Friedrichshafen wickelte 2014 rund Passagiere ab und spielt für das Incoming in Vorarlberg eine wichtige Rolle.» Änderungen stehen an der Spitze der Österreich Werbung-Büros in den Niederlanden, Frankreich und Japan bevor. So wechselt der derzeitige ÖW-Markt Manager für Großbritannien Herwig Kolzer (47) im Sommer von London nach Amsterdam, wo er Fredy Cossmann ablöst, der sich nach 30 Jahren bei der ÖW neuen Aufgaben widmen wird. Kolzer wird als Re- gion Manager neben den Niederlanden auch die Märkte Belgien, UK und Skandinavien verantworten. Seine Position als ÖW-Markt Manager in London wird Anfang Juli mit einem externen Marketingexperten nachbesetzt, der derzeit noch bei einem großen Marken- und Marketingunternehmen in London tätig ist. Herwig Kolzer» Der gebürtige Franzose Jean Paul Héron, der seit 2004 im Partnermanagement und im Marketing bei der ÖW Paris tätig ist, übernimmt mit Juni die Leitung des ÖW-Büros in Frankreich. Der 39-jährige Tourismusprofi folgt in dieser Funktion Sabine Holzmann nach, die nach fünf Jahren wieder ins Wiener ÖW-Büro zurückkehrt und als Teamleiterin den Bereich Internationales Marketing unterstützen wird.» Das ÖW-Büro in Tokio wird künftig von Michael Tauschmann (37), zuletzt ÖW-Markt Manager Schweden, geleitet. Als Markt Manager Japan betreut er auch Südkorea sowie Taiwan und übernimmt auch die Leitung des Vienna Representative Offices. Die Verantwortung für den Markt Schweden geht vorerst an ÖW- Markt Manager Dänemark Bo Schou Lauridsen, unterstützt vom Region Manager Herwig Kolzer und dem Büro in Stockholm. Jean Paul Héron Michael Tauschmann» Der Direktor der Tourismusschulen Salzburg Klessheim, Dr. Franz Heffeter, wurde zum Prä-

5 Rubrik Aktuell Seite 5 / 8. Mai 2015 ZITAT DER WOCHE Das ist eine Verhöhnung der Sonderklasse. Roman Haider Vorsitzender, Tourismusausschuss im Parlament noch vor Frankreich, so Hedorfer, die für 2014 mit 75,6 Millionen Ausländer-Übernachtungen (plus 5,1 Prozent) zum fünften Mal einen Rekord vermelden konnte. Österreich produzierte fast 3,6 Millionen Nächtigungen (plus 5,6 Prozent), was im deutschen Quellmarkt-Ranking Platz 6 bedeutet. Zeitreise mit Mata Hari x Über die Ankündigung, dass es in Sachen Steuerreform für den Tourismus offenbar lediglich zu einer kleinen Erleichterung bei Betriebsübergaben kommt sidenten von Skal International Austria gewählt. Heffeter ist seit 2007 Präsident des Salzburger Skal Clubs, der unter seiner Leitung zum größten Skal-Club Österreichs wurde, mit dem Ziel, den EUREGIO-Gedanken im Tourismus durch die Vernetzung der Interessensvereinigungen in München, Garmisch, Salzburg, Zell am See und Salzkammergut zu verstärken. Bei Skal Österreich hatte Heffeter seit sechs Jahren die Position des Vizepräsidenten inne. Gemeinsam mit den Skal-Clubs Schweiz, Deutschland, Italien, Niederlande und Tschechien startete er eine Initiative, welche die Verschlankung von Organisationsstrukturen, die Stärkung der lokalen Verbindungen und damit Flexibilisierung sowie Erhöhung der Erfolgsquotienten zum Ziel hat. Franz Heffeter» Zufrieden zeigte sich Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT), bei der internationalen Pressekonferenz im Rahmen des GTM (Germany Travel Mart) vor kurzem in Thürigen (siehe auch Bericht Seite 33). Deutschland spielt in der Top-Liga der internationalen Reiseziele eine führende Rolle, in Europa sind wir im Incoming-Tourismus nach Spanien die Nummer Zwei,» Anlässlich der Wiedereröffnung der Swarovski Kristallwelten (mehr dazu auf Seite 24) luden Mitte voriger Woche das Land Tirol und die Stadt Innsbruck zusammen mit Tirol Werbung und Innsbruck Tourismus zu einem Gala-Empfang für internationale Vertreter aus der Tourismusbranche. Unter dem Motto 125 Jahre alpin-urbane Spitzenleistungen im Tiroler Tourismus gab es einen feierlichen Gala-Empfang in der Innsbrucker Hofburg. Partner und Freunde aus gut 20 verschiedenen Ländern waren angereist, und genossen den Abend im eleganten Ambiente.» Neuer Spartenobmann Tourismus in der Wirtschaftskammer Wien ist Komm.Rat Markus Grießler. Der 43-jährige Unternehmer (Segelschule Hofbauer) folgt auf den Gastronomen Josef Bitzinger, der nach der maximal möglichen Amtszeit von insgesamt 20 Jahren nicht mehr kandidieren kann. Neben der Möglichkeit einer ganzjährigen Schanigartenöffnung steht die Einrichtung von Tourismuszonen mit Sonntagsöffnungsmöglichkeiten auf der Agenda von Markus Grießler.» Die Position des Director Sales bei der A-ROSA Flussschiff GmbH übernimmt mit 1. Juni Marius Griego. Der 40-Jährige folgt damit auf Andrea Kruse, die das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 31. Mai verlassen und zu Silversea Cruises wechseln wird. Zukünftig verantwortet Griego den Bereich Reisebürovertrieb mit dem Außenund Innendienst, Key Account Management und Gruppengeschäft. Griego war von 2011 bis 2015 Direktor Vertrieb der Reederei Peter Deilmann GmbH. Davor war der Dip.-Betriebswirt Geschäfts- Eine hochprozentige Zeitreise erlebten vorige Woche rund 150 TouristikerInnen beim Networking im Alt Wiener Schnapsmuseum. Gerry (r.) und Benita Fischer sie führen das Unternehmen boten KollegInnen von Incoming Agenturen, aus Hotellerie sowie Airlines und Vienna-Guides Einblicke in die Tradition der Schnaps- und Likörproduktion, inklusive Verkostung der Erzeugnisse. Besonders gemundet hat der Absinth Mata Hari, ein Exportschlager der Alt Wiener Schnapsmuseum GmbH. Mit dabei u.a.: Michael Rettenegger (Head of Marketing Cooperations & Media Austrian Airlines), Reinhold Hofmann (Managing Direktor Gartenhotel Altmannsdorf ), Johann Pichler (Design Tower), Peter Redle (GM Pentahotel Vienna) und Krista Süss (Managing Director Cruise Service Columbus). AB OKTOBER Miami Mit Austrian bequem nonstop nach Miami fliegen. FROM Mach s gut, Alltag. TO Welcome to Miami!

6 Aktuell Seite 6 / 8. Mai 2015 führer der Leipziger Dependance des Flussreiseveranstalters Carara Kreuzfahrten sowie Verkaufsleiter in Süddeutschland für Hapag- Lloyd Kreuzfahrten.» Als neue Teamleiterin für Asien bei Jumbo Touristik übernimmt mit 1. Mai 2015 Ingrid Sein. Sie ist seit über acht Jahren bei Jumbo Touristik für den Indischen Subkontinent und China, sowie für die Planung und Abwicklung für Gruppenreisen und FIT Reisen in Asien verantwortlich und kennt als Fernreisespezialistin die schönsten Plätze Südostasiens. Ingrid Sein greift auf eine umfangreiche Branchenerfahrung zurück, war über 16 Jahre bei Touropa Austria (Fernreisen) und später bei Gulet Touristik als Leiterin der Buchungszentrale tätig. Ihren Einstieg in den Veranstalterbereich machte Ingrid nach einigen Jahren im Reisebüro beim damals neuen Fernreiseveranstalter Jumbo Touristik bereits Ingrid Sein» Ein neues Führungstrio gibt es in der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ): Der Aggsbacher Gastronom und Hotelier Mario Pulker folgt dem Klosterneuburger Tourismusunternehmer Fritz Kaufmann, der die Sparte seit zwei Jahrzehnten geführt hat. Neu gewählt wurden die Stellvertreter: der Mödlinger Eventunternehmer Gert Zaunbauer und Erich Moser, Hotelier in der Hinterbrühl. V.l.: Erich Moser, Mario Pulker und Gert Zaunbauer» Die DocLX Holding, Veranstalterin des Maturareisen-Events X-Jam, hat ein neues Führungsteam rund um Unternehmensgründer Alexander Knechtsberger. Thomas Kroupa bereits seit 14 Jahren mit im Team und zuletzt Unit-Leiter der Bereiche Marketing und Sponsoring fungiert nunmehr als Chief Commercial Officer (CCO). Mark Schilling Unternehmer und Erzbergrodeo - Mitveranstalter leitet als COO die Bereiche Produktion, IT und Travel Management sowie das von DocLX betriebene Reisebüro. Um die finanziellen Belange bei DocLX kümmert sich in Zukunft Alexander Schwaighofer als CFO, der bereits seit sechs Jahren als Controller im Unternehmen tätig ist. Das neue Führungstrio berichtet direkt an Knechtsberger.» Ausgeschieden aus der DocLX Holding ist hingegen der langjährige Partner, Hannes Strobl. Er will sich künftig eigenen Projekten widmen. Alexander Knechtsberger bleibt mit 55 Prozent weiterhin Mehrheitseigentümer, 45 Prozent hält die schweizerische Aroma Finanz AG. Hinter der steht eine deutsche Unternehmerfamilie. Knechtsberger dazu: Unser neuer Partner bringt ein breit gefächertes internationales Netzwerk ein. Diese strategische Partnerschaft ermöglicht uns eine Expansion in Auslandsmärkte und gibt uns die Chance, uns auch auf internationaler Ebene zu beweisen.» Zum Key Account Executive im Firmenkundengeschäft in der Deutschlandzentrale von All Nippon Airways mit Zuständigkeit auch für Österreich ernannt worden ist Stefan Kalt. Er ist damit Ansprechpartner für Unternehmensreisestellen und Geschäftsreisebüros. Kalt war zuletzt für das Sales und Marketing Team von Ryanair in der Unternehmenszentrale in Dublin tätig. Das Star Alliance-Mitglied ANA fliegt u.a. mit der Boeing 787 Dreamliner täglichen nach Frankfurt, München und Düsseldorf. LESERFORUM Herr Minister, hören Sie uns zu! Sehr geehrter Herr Vizekanzler und Minister Dr. Reinhold Mitterlehner! Sie haben noch am 9. Jänner in der T.A.I. wortwörtlich gesagt, dass das Anheben des Mehrwertsteuersatzes ein Gerücht ist und der Tourismus keine weiteren Belastungen verträgt und dass Sie sich dafür verbürgen. Wieviel ist eine Bürgschaft von Ihnen wert? Sie haben alles anders gemacht, als angekündigt, und haben sogar noch mitgetan, in dem Sie miteingestimmt haben in das generelle Tourismus-Bashing. Die Ausgebeuteten sind wir, die Unternehmer. Wir haben netto pro Arbeitsstunde weniger als den Mindestlohn, schauen nur, dass der Betrieb vorankommt, und nach 45 Jahren bekommen wir eine Pension von unter Euro das ist modernes Sklaventum, der Staat bereichert sich an der (Selbst)-Ausbeutung der Unternehmer. Wir sind ja standortgebunden und können nicht abwandern, wir sind der Willkür dieses Staates ausgeliefert. Alle Experten sagen, dass die Infrastruktur und das dienstleistungsintensive standortgebundene Gewerbe niedriger besteuert werden müssten, da sie in 80 km Umkreis hohe Umwegrentabilitäten haben. Doch Sie stehlen uns mit der MWSt.-Erhöhung die Möglichkeit zu investieren und stellen das kleine Unternehmertum in Frage. Außerdem schwächen Sie den ländlichen Raum noch mehr, denn dort ist der Wirtschaftsdruck doppelt so hoch. Wer den Tourismus so behandelt, entsiedelt die Alpen. Wir bräuchten eine wirkliche Steuerreform, die Wirtschaftszonen schafft. Sie nehmen uns jegliche Perspektive. Mit der Wut-Oma sind Sie anscheinend noch was Trinken gegangen, für den Rest haben Sie nur Häme übrig. Banken werden gerettet, Industrie umsorgt, wir aber sind die nützlichen Idioten, von einer Politik, die nicht mehr schaut, wie es den Leistungsträgern geht, sondern immer sagt, dass das denen noch zumutbar ist. Nein, es ist uns nicht mehr zumutbar, auch wir haben ein Recht auf Familie, auf Freizeit und auf gerechte Entlohnung unseres 16 Stunden Tages. Keine 5 Wochen Urlaub, keine Weekends frei und und und Mitarbeiter werden so teuer, dass wir noch mehr selber machen müssen, aber das kommt nicht beim Mitarbeiter an, sondern der Staat kassiert immer mehr. Machen Sie Überstunden steuerfrei! Bei aller Liebe ist es recht und billig die Lohnsteuer zu senken, aber es quasi durch den Polizeistaat wieder eintreiben zu lassen, ist kurzsichtig und wahrscheinlich auch nicht besonders klug, da es eine Vernaderungs-Gesellschaft fördert, ein SED-Regime hervorbringt und den Zusammenhalt der Gesellschaft an sich stark beeinträchtigen wird. Das Sozialversicherungssystem gehört reformiert, Ihr Anreizsystem begrüße ich. Durch diese hohle Gasse muss er kommen Hermann Gessler konnte auch nicht zuhören. Ich bitte Sie, lassen Sie uns nicht zu Wilhelm Tell werden müssen, hören Sie uns zu, hören Sie auf Ihr Volk, auf die Leistungsträger und ändern Sie Ihre Meinung! Ilmar Tessmann Biolandhaus Arche 9372 Eberstein Der Verlag behält sich vor, Beiträge in gekürzter Form wiederzugeben.

7 Rubrik Touristik Seite 7 / 14. Oktober 2014 Alles über Luftfahrt, Reisebüros/Reiseveranstalter, OTAs, IT, Bus, BIZ, Kreuzfahrten Daten-Affäre Gefakte Ratings? Splashline von Holidaycheck verklagt Die Daten-Affäre rund um den Maturareise- Spezialisten Splashline ist um einen Aspekt reicher: Der Betreiber des größten deutschsprachigen Meinungsportals für Reise und Urlaub, Holidaycheck, brachte beim Handelsgericht Wien eine Unterlassungs-Klage ein. Streitwert: Euro. Dem Vernehmen nach geht es um angeblich durch Splashline-MitarbeiterInnen erfolgte Bewertungen auf der Plattform Holidaycheck, die nicht den tatsächlichen Erfahrungen dieser Personen entsprechen, sowie um Aufforderungen (angeblich via Facebook) an das Verkaufsteam des Maturareisen-Events Summersplash, derartige Bewertungen abzugeben. Splashline kam im vergangenen Herbst in die Schlagzeilen, als offenkundig wurde, dass ein Summer-Splash-Mitarbeiter beim Konkurrenten X-Jam Daten ausgespäht haben soll, was auch eine Anzeige durch Doc-LX, den Veranstalter von X-Jam rund um CEO Alexander Knechtsberger, bei der Staatsanwaltschaft zur Folge hatte. Zuletzt war es rund um die Angelegenheit still geworden. Mit der Holidaycheck-Klage kommt nun wieder Schwung in die Angelegenheit. TUIfly hat ihren Vollcharter-Betrieb ab Österreich gestartet. Bis 5. Oktober geht es sechs Mal pro Woche ab Wien auf mehrere griechische Inseln. Geflogen wird jeden Montag und Mittwoch nach Kos, Dienstag nach Korfu, Donnerstag und Sonntag nach Rhodos und Samstag nach Kreta. In der Vor- und Nachsaison gibt es zusätzlich Flüge von Graz nach Kos. Zum Start werden bis 17. Mai Aktionspreise von 99 Euro nach Griechenland (hin- und retour) geboten. Das ist ein großartiger Tag für uns. Dass wir nun auch die österreichischen Gäste mit der konzerneigenen Fluglinie in den Urlaub fliegen, ist ein weiterer wichtiger Schritt im Sinne der Customer Journey sagt Dirk Lukas, CEO TUI Austria Holding anlässlich des Erstflugs. Auch Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG, zeigt sich erfreut über das erweiterte Angebot: Gerade die Mittelmeer-Regionen sind für österreichische Passagiere beliebte Reiseziele, so Jäger. Am Bild (v.l.n.r): Lisa Weddig, Leitung Flug & Yield Management TUI Österreich, mit der TUIfly Crew des Erstfluges in Wien und Carolin Drott, Flughafen Wien. TUI / FlorianAlbert Kreuzfahrten Divina kreuzt nächsten Sommer durch die Karibik Zu einer Routenänderung kommt es bei MSC Kreuzfahrten. Der Grund: Die MSC Divina wird ab Sommer 2016 ganzjährig in Miami positioniert und startet von dort zu 24 einwöchigen Routen durch die Karibik. Damit bereitet sie der MSC Seaside den Boden (oder besser das Wasser), dem ersten Schiff der Seaside -Klasse (kommt im November 2017), die ebenfalls ganzjährig von PortMiami aus unterwegs sein wird. Auf den ursprünglich geplanten Mittelmeerrouten der MSC Divina wird die baugleiche MSC Fantasia eingesetzt. Ab Genua läuft sie in sieben Tagen sieben Häfen, u.a. Cannes und Barcelona sowie Ajaccio auf Korsika an. Die Nordeuropa-Routen der MSC Fantasia werden dann von der MSC Musica übernommen (u.a. 14-tägige Kreuzfahrt ab/bis Kiel nach Norwegen, St. Petersburg und Russland). AirPlus Airficiency Lounge in der neuen ÖBB-Zentrale Einen Blick hinter die Kulissen des neuen Hauptbahnhofs in Wien bot Ende April die im vergangenen Jahr ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe Airficiency Lounge des Firmenkreditkartenspezialisten Air Plus. 60 Travel ManagerInnen trafen dabei als Höhepunkt des Abends in der Sky Lobby im 23. Stock der neuen ÖBB Zentrale mit dem CEO der ÖBB Holding AG, Christian Kern, zusammen, der in einer kurzweiligen Keynote über das aktuelle Mobilitätskonzept der ÖBB und die Herausforderungen an urbane Mobilität der Zukunft informierte. AirPlus-Geschäftsführer Hanno Kirsch, gemeinsam mit Geschäftsführerkollege Wolfgang Schneider Gastgeber des Abends: Mit der Veranstaltungsreihe Airficiency Lounge möchten wir neue, innovative Konzepte der geschäftlichen Mobilität vorstellen. Kiew - Peking Ukraine Airlines präsentiert Aktion zum Peking-Start Ukraine International Airlines erweitert das Streckennetz um eine weitere asiatische Destination: Mit 29. April startete UIA zwei wöchentliche Flüge vom nationalen Flughafen Kiew-Boryspil nach Peking. Geflogen wird mit einer modernen Boeing 767 in Drei-Klassen-Konfiguration (Economy, Premium Economy, Business Class). Unter allen Passagieren, die auf der neuen Langstrecke Kiew - Peking im Zeitraum von 29. April bis 31. Mai 2015 in die chinesische Metropole und zurück reisen, werden zweimal eine exklusive Panorama Club Premium Card (gültig bis 31. Dezember 2015) sowie dreimal Bonus-Meilen verlost. Die Anmeldung erfolgt auf unter Panorama Club. Weiterhin können bereits gesammelte Meilen für Sonderprämien wie Tickets oder Upgrades eingelöst werden.

8 Air, Rail, Air Road, Sea Seite 8 / 8. Mai 2015 Duell der Konzerntöchter Chefwechsel bei NIKI und AUA! Bühne frei für Suritsch & Kratky Beide treten an, um mit ihren Airlines innerhalb von Air Berlin und Lufthansa dank günstiger Kostenstrukturen künftig eine stärkere Rolle zu übernehmen es wird spannend Montagabend dieser Woche bat der seit Februar amtierende CEO der Air Berlin Group, Stefan Pichler, eine handverlesene Gruppe Medienvertreter zu einem Hintergrundgespräch ins Wiener Restaurant Plachutta bei der Oper. Bei Schnitzel und Erdäpfelsalat streute er u.a. dem vor zwei Wochen überraschend zum neuen NIKI-Geschäftsführer bestellten Thomas Suritsch Rosen. Der ehemalige Austrian Airlines-Manager und seit Mitte 2013 bei Air Berlin als Vice President Crew Operations tätige einstige Chef der Lauda Air habe bei Air Berlin einen sehr guten Job gemacht. Für zusätzliche Würze beim Plachutta-Meeting sorgte das kurz zuvor bestätigte Gerücht, dass im Kranich-Konzern die Würfel für den Nachfolger des zu Sun- Express wechselnden Austrian CEO Jaan Albrecht gefallen sind: Es handelt sich um Kay Kratky, einen langjährigen Lufthanseaten, der zuletzt innerhalb des Konzern laut Insidern eine Blitzkarriere hingelegt und dabei gleich mehrere Hierarchiestufen übersprungen hat. Der 57-Jährige er wird in seinem Auftreten als preußisch beschrieben ist seit vier Jahren Mitglied des Passagevorstandes der Lufthansa AG, wo er als Chief Operating Officer (COO) die Verantwortung für das Ressort Operations sowie den Hub Frankfurt mit rund MitarbeiterInnen trägt. Rund um den Germanwings-Absturz heuer im März und die Lufthansa-Streiks hatte Kratky einige Fernseh-Auftritte, u.a. bei Günther Jauch und bei der Tagesschau im ARD. Als CEO von Austrian Airlines er startet mit 1. August wird Kay Kratky (siehe auch Kurzportrait im untenstehenden Info-Kasten) mit dem neuen NIKI-Geschäftsführer Thomas Suritsch (59) ein Gegenüber haben, das ihm das Leben alles andere als leicht machen soll. Das hat nicht nur mit den exzellenten AUA-Kenntnissen von Suritsch zu tun (er stand nahezu drei Jahrzehnte bis Juni 2012 im Dienste von Austrian Airlines, ab 2002 als Vorstand der Lauda Air, ab 2008 zusätzlich Leiter des Sanierungsteams der AUA und seit 2009 bis Mitte 2012 Bereichsleiter des Geschäftsfeldes Ground Operations), sondern auch damit, dass NIKI innerhalb des Air Berlin-Konzerns künftig eine erheblich wichtigere Position eingeräumt wird, als bisher. i Kurzportrait Kay Kratky Air Berlin CEO Stefan Pichler beim Plachutta : NIKI produziert wesentlich günstiger (Anm.d.Red.: 2014 um 13 bis 15 Prozent) als Air Berlin, die Stückkosten liegen fast auf Easyjet-Niveau. Die Österreich-Tochter (derzeit 23 Maschinen) werde deshalb in Zukunft mit mehr Flugzeugen mehr betreiben, so Pichler, der sich für NIKI ein Wachstum um 8 bis 10 weitere Airbus-Jets vorstellen kann, wobei der Fokus auf touristische Strecken gelegt werde (derzeit läuft dazu eine Netzwerk-Analyse der gesamten Air Berlin Gruppe, die bis Ende Juni abgeschlossen sein soll). Dies ist auch der Grund, weshalb die NIKI-Geschäftsführung laut Air Berlin CEO Stefan Pichler jetzt breiter aufgestellt wurde und mit Thomas Suritsch nicht nur einen neuen Sprecher der Geschäftsführung erhalten hat, sondern mit Christina Hackl (ehem. Debbah) ebenfalls eine frühere Austrian Airlines Managerin und seit eineinhalb Jahren SVP Revenue Management & Pricing bei Air Berlin eine zweite Geschäftsführerin. Kay Kratky gebürtiger Frankfurter startete nach Abschluss eines Maschinenbau-Studiums bei Lufthansa die Ausbildung zum Linienpiloten, brachte es bis zum Chef der Boeing 747 Cargo-Flotte und wechselte 2001 ins Management. Dort hatte er als Leiter des Bereichs Operations Control bei Lufthansa Cargo AG einen Mann als Vorgesetzten, mit dem zusammen er künftig die Geschicke der AUA leiten wird: Andreas Otto, damals Vorstand der Lufthansa Cargo und bekanntlich seit Oktober vorigen Jahres CCO bei der AUA wechselte Kratky als Geschäftsführer zur Jade Cargo, einem glücklosen Joint Venture von Lufthansa und Shenzhen Airlines. Es war die erste Frachtfluggesellschaft mit ausländischer Beteiligung in China, die aber mangels Nachfrage 2011 ihren Flugbetrieb einstellte. Carsten Spohr seit dem Vorjahr CEO des Lufthansa-Konzerns der Kratky noch von Lufthansa-Cargo Zeiten her kannte, holte ihn daraufhin zu sich in den Passagevorstand. Stefan Pichler Thomas Suritsch Heinz Lachinger Kay Kratky Christina Hackl Jaan Albrecht Christina Hackl wird ihren neuen Job im Juni antreten. Auf günstige Stückkosten ihrer Österreich-Tochter setzt nicht nur Air Berlin, sondern auch Lufthansa, die Austrian Airlines bekanntlich die Aufgabe übertragen hat, für die neue Konzern-Billigairline Eurowings den ersten Auslands-Hub aufzubauen (inkl. Stationierung von zwei Airbus A320 der Eurowings in Wien). Seit Inkrafttreten des neuen Kollektivvertrags für das fliegende Personal hat die AUA wie berichtet die günstigste Kostenstruktur innerhalb der Lufthansa-Group. In dem am Dienstag dieser Woche präsentierten AUA-Quartalsbericht (Jänner bis März 2015) schlug das nur bedingt im Ergebnis durch: Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) verbesserte sich um eine magere Million auf -53 Mio. Euro. Dass unter dem Strich keine deutlichere Verbesserung herauskam, hat u.a. damit zu tun, dass strategische Kapazitätskürzungen in der Nachfrageschwächsten Zeit des Jahres dazu genutzt wurden, um große technische Checks durchzuführen, was die Wartungskosten nach oben schnellen ließ. Doch der Yield hat sich deutlich verbessert und für das Gesamtjahr rechnet Austrian CFO Heinz Lachinger trotz einer nach

9 Air, Rail, Air Road, Sea Seite 9 / 8. Mai 2015 wie vor schwierigen Wettbewerbssituation mit einer Steigerung des EBIT. Im Vorjahr waren es neun Millionen Euro, heuer sollte es ein mittlerer zweistelliger Betrag werden. Davon ist Air Berlin Lichtjahre entfernt. NIKI schreibt zwar verlässlich schwarze Zahlen, doch nach dem neuerlichen Horror-Ergebnis von Air Berlin für 2014 (EBIT -293,8 Millionen Euro) hat der deutsche Carrier heuer seine letzte Chance, wie CEO Stefan Pichler unverblümt betont: Wir müssen unsere Ziele erreichen. Angepeilt wird eine Ergebnisverbesserung um 281 Millionen Euro. Damit bleibt die Airline zwar weiterhin im roten Bereich, aber nur noch knapp, und erstmals seit zwei Jahren sollte auch der Cash Flow positiv sein (Vorjahr -263,4 Millionen Euro). Stefan Pichler über den Ernst der Lage: Wir haben nur noch einen Schuss. Die stärkere Konzern-Rolle von NIKI mit Thomas Suritsch an der Spitze soll helfen, die Treffgenauigkeit dafür zu erhöhen. Der neue Austrian Airlines CEO Kratky wiederum wird wohl nichts unversucht lassen, exakt das zu verhindern. Im Duell der beiden deutschen Airline-Riesen kommt den Österreich-Töchtern damit eine nicht unbedeutende Aufgabe zu. TAIPURA Flugpauschalreise-Trends Online legt zu, offline tut sich schwer Die Entwicklung von Österreichs Online-Portalen weist im Vergleich zum stationären Vertrieb eine deutlich stärkere Dynamik auf Wie aus den aktuellen April-Werten (Year-to-Date) des TAIPURA (T.A.I. Pauschaltouristikbuchungs- Radar) hervorgeht, entwickeln sich die Portale heuer deutlich besser. Nach den ersten vier Monaten 2015 liegen 12 der Top-15 Destinationen zum Teil stark im Plus, während dies bei den über Reisebüros gebuchten Flugzielen nur bei 6 der Fall ist. Die Portale wickeln rund ein Fünftel des österreichischen Buchungsvolumens ab. TAIPURA Top 15 Flugziele Reisebüro Reihung nach Buchungsvolumen Rang Trend Zielflughafen (Vor- (zum Vormonat) jahr) 1 (2) PMI /Palma de Mallorca 2 (1) AYT / Antalya 3 (3) HRG / Hurghada 4 (4) HER / Heraklion 5 (5) RHO / Rhodos 6 (6) LPA / Gran Canaria 7 (7) TFS / Tenerifa Süd 8 (8) LCA / Larnaca 9 (9) KGS / Kos 10 (13) SUF / Lamezia Therme 11 (11) IBZ /Ibiza 12 (-) BOJ / Burgas 13 (-) MLE / Malé 14 (10) FUE / Fuerteventura 15 (14) AGP / Málaga Auffallend ist zudem, dass die Volatilität unter den Top-15 Destinationen online erheblich ausgeprägter ist, als im stationären Vertrieb. Hier gibt es unter den neun stärksten Zielen mit Ausnahme des neuerlichen Platztausches an der Spitze von PMI und AYT keine Rangverschiebung. Herausgefallen aus den TOP 15 sowohl online als auch offline ist Sharm el Sheikh, bei den Reisebüros zusätzlich Málaga, bei den Portalen gehört Barcelona nicht mehr zu den 15 stärkst gebuchten Zielen. Die Daten des TAIPURA beruhen auf aktuellen Zahlen TravelTainment (Online & Stationärer TOMA- Offline-Vertrieb). TAIPURA Top 15 Flugziele Portale Reihung nach Buchungsvolumen Rang Trend Zielflughafen (Vor- (zum Vormonat) jahr) 1 (1) AYT / Antalya 2 (2) PMI /Palma de Mallorca 3 (3) HRG / Hurghada 4 (5) RHO / Rhodos 5 (4) HER / Heraklion 6 (14) KGS / Kos 7 (8) LCA / Larnaca 8 (9) JTR / Santorini 9 (15) ZTH / Zakynthos 10 (-) IBZ / Ibiza 11 (12) FUE / Fuerteventura 12 (11) LPA / Gran Canaria 13 (6) TFS / Tenerifa Süd 14 (10) MLA / Malta 15 (-) CFU / Korfu Qatar-Tochter in Saudi-Arabien mit Verspätung Einen neuen Rekord aufgestellt haben die Qatar Airways Group und Airbus: Noch nie zuvor in der Geschichte der Zivilluftfahrt wurden an einem Tag gleich vier Flugzeuge an eine Airline ausgeliefert. Jetzt war es soweit: vier A320-Jets wurden am Airbus-Sitz in Toulouse übergeben. Sie sind mit dem Design der Al Maha Airways versehen, der in Gründung befindlichen saudi-arabischen Tochter von Qatar Airways, die bis spätestens Sommer 2016 ihren Betrieb aufnehmen soll (ursprünglich geplant war Herbst 2014). Vorerst werden die Maschinen in die Qatar Airways-Flotte integriert. Sobald Al Maha abhebt, wird sie in einem ersten Schritt Großstädte in Saudi Arabien bedienen. Saudi-Arabien öffnete 2013 den Inlandsmarkt für ausländische Anbieter. Diese sollen die nationalen Fluggesellschaften Saudia und National Air Services ergänzen, die derzeit als einzige Flüge zwischen den 27 Flughäfen Saudi Arabiens anbieten. IHRE FERIEN BEGINNEN NICHT ERST NACH DER LANDUNG, SONDERN BEREITS AN BORD. Bereits im fünften Jahr in Folge wurde Air Canada von Skytrax zur besten Fluggesellschaft in Nordamerika gewählt und das aus gutem Grund. Fliegen Sie in unserer International Business Class und geniessen Sie komplett horizontale Liegesitze, über 600 Stunden Bordunterhaltung, Zugang zu unseren preisgekrönten Maple Leaf Lounges und Concierge-Service. Verfügbar ist dieser Komfort auf unseren ganzjährig angebotenen Nonstop-Flügen zwischen vierzehn europäischen Städten und Kanada mit idealen Anschlussflügen zu über 100 Reisezielen in ganz Nordamerika. Weitere Informationen erhalten Sie unter aircanada.com Innerhalb von Europa werden die Anschlussflüge mit den Partnerfluggesellschaften der Lufthansa-Gruppe durchgeführt.

10 Reisebüros Destinationen & -veranstalter Seite 10 / 8. Mai 2015 SERVICEBEITRAG FACHVERBAND DER REISEBÜROS Genehmigungsfreistellungsverordnung bringt Erleichterung für Unternehmen Vor drei Wochen in Kraft getreten, bringt die neue Regelung Ersparnisse und weniger Bürokratie für Gründer und Inhaber von Reisebüros Ab Juni schärfere Regeln bei Einreise von Kindern nach Südafrika Es wird empfohlen, englischsprachige Erklärungen, Urkunden bzw. auch Übersetzungen vorzulegen Weniger Bürokratie für die Gründer und Inhaber von Kleinunternehmen bringt die neue Genehmigungsfreistellungsverordnung, die am in Kraft getreten ist. Sie befreit eine große Zahl kleiner Betriebe von der Genehmigungspflicht für ihre Betriebsanlagen, das spart Zeit, Nerven und Geld. Konkret sieht die Verordnung vor, dass Einzelhandelsbetriebe mit einer Betriebsfläche von bis zu 200 Quadratmetern (mit Ausnahme des Lebensmitteleinzelhandels) vom gewerberechtlichen Genehmigungsverfahren freigestellt werden. Reisebüros und vergleichbare reine Bürobetriebe werden ohne Flächenobergrenze vom gewerberechtlichen Genehmigungsverfahren freigestellt. Es entfallen künftig jährlich rund von insgesamt gewerberechtlichen Änderungsoder Neugenehmigungsverfahren. Dies bedeutet für viele Gründer, dass sie rascher starten können. Darüber hinaus wird rund bestehenden Betrieben die Rechtsunsicherheit genommen, ob bei ihnen eine anlagenrechtliche Genehmigungspflicht zutrifft oder nicht, denn diese Frage wurde bisher in den Bundesländern und Bezirken unterschiedlich beantwortet. Im Einzelfall drohten sogar Sanktionen, wenn nachträglich doch eine Genehmigungspflicht behauptet wurde. Mit der Verordnung wurde eine langjährige Forderung der WKÖ realisiert. Die Experten der Wirtschaftskammer haben, gestützt auf Vollzugserfahrungen mit Praktikern des Anlagenrechtsvollzugs, konkrete Vorschläge erarbeitet, die Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner nun aufgegriffen hat. Ein schöner Erfolg für die Wirtschaftskammer und ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer Verwaltungsreform. Bereits im letzten Jahr wurden verschärfte Einreise-Regelungen nach Südafrika für Kinder angekündigt. Diese wurden aber aufgrund des Protestes der Tourismusbranche aufgeschoben. Nun ist es aber soweit. Personen unter 18 Jahren müssen ab 1. Juni 2015 bei Ein- und Ausreise eine vollständige Geburtsurkunde (in englischer Sprache ausgestellt oder in diese übersetzt) vorweisen, aus der beide Elternteile hervorgehen. Reist ein Minderjähriger nicht in Begleitung beider Eltern, müssen außerdem eine eidesstattliche Versicherung (Affidavit), Passkopie und Kontaktdaten des nicht anwesenden Elternteils bzw. gerichtlicher Beschluss über alleiniges Sorgerecht bzw. Sterbeurkunde vorgewiesen werden. Personen, die mit Minderjährigen reisen, die nicht ihre eigenen Kinder sind, müssen eine Kopie der vollständigen Geburtsurkunde des Kindes, eidesstattliche Versicherungen (Affidavit), Passkopien und die Kontaktdaten beider sorgeberechtigter Eltern bzw. des gesetzlichen Vertreters des Kindes vorlegen. Allein reisende Minderjährige müssen darüber hinaus ein Bestätigungsschreiben sowie die Kontaktdaten und eine Passkopie derjenigen Person vorlegen, zu der sie reisen sollen. Es wird empfohlen, englischsprachige Erklärungen, Urkunden bzw. Übersetzungen vorzulegen. EINTRAGUNGEN IN DAS VERANSTALTERVERZEICHNIS M & M Unlimited OG, Moosweg 14, 6273 Ried im Zillertal Tourismusverein Mittelkärnten, Hauptplatz 23, 9300 St. Veit an der Glan NEU! Jetzt mit kostenloser App! Verlieren Sie keinen Kunden mehr ans Internet mit Ihrer persönlichen Reisebüro-App. Einfach. Alles. Überall. myjack Die neue Reisebürosoftware Webbasiert Umsatzabhängiger Monatsbeitrag CRS, Midoffice und Webauftritt in einer Software Kurze Vertragslaufzeiten Support inklusive Bewotec Softwareentwicklungs- und Vertriebs GmbH Jedleseerstraße 3/ Top Wien Telefon +43 (0) Internet:

11 Reisebüros & -veranstalter Seite 11 / 8. Mai 2015 Der Kunde von morgen Selbstdarsteller im Netz & Kulturpuristen Das sind nur zwei von insgesamt sechs Reisetypen, die laut einer Amadeus- Studie im Jahr 2030 das touristische Geschehen prägen werden Amadeus hat unter dem Motto Future Traveller Tribes 2030 eine Studie in Auftrag gegeben, durch die herausgefunden werden sollte, welche Charakteristika Reisen und Reisende in 15 Jahren aufweisen und wie das die Vermarktung und den Verkauf touristischer Produkte beeinflusst. Seit kurzem liegen die Ergebnisse und sechs Reisetypen vor: Die Social Capital Seekers (Selbstdarsteller im Netz) werden nicht nur über soziale Medien ihre Reisen buchen, sondern diese Plattformen auch nutzen, um Beschwerden loszuwerden, Kommentare abzugeben und Preise zu verhandeln. Die Cultural Purists (Kulturpuristen) wollen ganz in andere Kulturen eintauchen. Je authentischer das Erlebnis und je stärker sie sich als Einheimische fühlen, desto besser. Die Simplicity Searchers (die Schnörkellosen) bevorzugen Pauschalangebote. Millionen neuer Reisender aus Schwellenmärkten werden in diese Kategorie fallen. Die Ethical Travellers (Reise- Ethiker) werden aus Sorge um den Klimawandel Flugreisen reduzieren und Luxus vermeiden, ihre grundlegenden Angewohnheiten beibehalten und örtliche Hotels oder Restaurants bevorzugen. Bei den Obligation Meeters (Pflichtreisende) handelt es sich um Geschäftsreisende, Verwandten-Besucher aber auch medizinische Reisende. Für die Buchung wird ein müheloser, flugplangelenkter Ansatz bevorzugt. Last but not least die Reward Hunters (Reise-Hedonisten), die sich nach Belohnungen für ihr großes Engagement im Büro oder im täglichen Leben sehnen (Kurzurlaube im Spa, Tickets für ein ausverkauftes Konzert etc.). Es handelt sich um den klassischen Premium -Gast. Biz-News Booking zielt auf Geschäftsreisende Booking.com hat ein spezielles Geschäftsreise-Portal gestartet, das auch auf dem deutschsprachigen Markt eingesetzt wird. U.a. gibt es Sonderrabatte für Geschäftsreisende auf bestimmte Unterkünfte, die sich meist bei 10 Prozent bewegen. Derzeit befindet sich das Vorhaben im Testbetrieb. Travel Manager abta bittet zur Tagung ins Schloss können auf der Booking-Geschäftsreise-Site zahlreiche Voreinstellungen rund um die Reiserichtlinien vornehmen, wie z.b. Ausgaben-Limits oder geografische Daten, außerdem steht ein Reporting-Tool zur Verfügung. Wann das Geschäftsreise-Portal freigeschaltet wird, steht noch nicht fest. Schauplatz der Jahrestagung 2014 der abta (Austrian Business Travel Association) ist die in der Südsteiermark gelegene Anlage von Schloss Seggau, die heute ein Hotel und Tagungszentrum beherbergt. Die Veranstaltung am 11. und 12. Juni steht diesmal unter dem Motto Neue Herausforderungen an Mobilität. Als Referenten gewonnen werden konnten u.a. Johannes Walter, Interim Vice President Global Sales & Distribution Austrian Airlines, Andreas Sturmlechner, Vorstand der Europäische Reiseversicherung, und Bernhard Brauneder, Managing Director, Amadeus Austria, der über die Amadeus Altea Corporate Recognition sprechen wird. Die Key Note zum Thema Die russisch-ukrainische Krise und ihre Folgen kommt von Politikwissenschafter und Russland-Experte Univ.Prof. Gerhard Mangott. Anmeldungen bis 29. Mai unter Disagio-Schuss geht nach hinten los Das Thema Interbankenentgelte nahm auf der Frühjahrstagung des deutschen GeschäftsreiseVerbands (VDR) Ende April im Dorint Hotel Wiesbaden einen großen Raum ein. Ziel der EU ist es in diesem Zusammenhang bekanntlich, die Höhe von Kreditkarten-Disagios für Verbraucher zu senken. Doch am Ende dürfte das Gegenteil der Fall sein: Der VDR rechnet damit, dass die Kreditkartenkosten für Firmenkunden und Privatnutzer tatsächlich steigen werden, zum Beispiel über Jahresentgelte. Ebenso ist davon auszugehen, dass Firmenkarten möglicherweise weniger oft akzeptiert werden. Um trotzdem Einsparungen zu erreichen, will der VDR darauf hinarbeiten, dass die geplante Abschaffung von Kreditkartenzuschlägen ebenfalls schnellstmöglich umgesetzt wird. KYKLADEN-INSELHÜPFEN Santorin - Naxos - Paros - Mykonos - Santorin Preisbeispiel: Kykladen-Inselhüpfen 4 verschiedene, bezaubernde Inseln in einer Tour, 15 Tage/14 Nächte im DZ ab/bis Santorin, Übernachtung in 3* Hotels, inkl. Transfers und Schiffsüberfahrten Preis pro Person, ohne Flug ab 839 Weitere Informationen & Buchung in jedem Reisebüro oder unter

12 Reisebüros Destinationen & -veranstalter Seite 12 / 8. Mai 2015 Technologie Mehr Effizienz im Reisebüro Flugbuchungen mit Einkaufswagen TraviAustria hat vor kurzem die Version 5 von Smartpoint herausgebracht die Stichworte lauten einfachere Arbeitsprozesse und noch mehr Upsell In seinem Vortrag bei der ÖRV-Frühjahrstagung Ende April in Bad Walterdorf ging Rudolf Mertl, Geschäftsführer von TraviAustria, auf die vom ReiseVerband im Vorjahr in Form eines Arbeitspapiers erstellten 12 Chancen für die Reisebüros und deren Unterstützung durch Technologieunternehmen ein. Eine dieser 12 Chancen lautet: Hinterfrage regelmäßig dein Geschäftsmodell und adaptiere es rechtzeitig. Dies ist nicht zuletzt im Bereich der Flugbuchungen bezüglich Verkauf von Zusatz- und Eigenleistungen wichtig. Mertl: Upsell und mehr Effizienz im Reisebüro sind die zukunftsweisenden Grundpfeiler für Reisebüros. Mit der Galileo-Buchungsoberfläche Smartpoint ist Mertl überzeugt, diesbezüglich genau das richtige Tool anbieten zu können. Kryptiker also die absoluten Top-Profis unter den Flugexperten im Vertrieb rümpfen aufgrund der Smartpoint-Konzeption mittels grafischer Maske die Buchung der immer umfangreicher werdenden Airline-Tarifpakete zu tätigen, zunächst die Nase. Doch wenn selbst Kapazunder, wie 7CS Seven Seas Reisen-Chef Martin Stacherl anerkennend feststellen, dass Smartpoint in der Lage ist, ganz tolle Sachen wunderbar abzubilden, sagt das viel aus. Für Mertl steht jedenfalls fest: Die Zukunft der GDS läuft über Flexibilität im System, Zusatzleistungen von Airlines und den raschen und einfachen Vergleich möglichst vieler Flugangebote auf einen Blick. Und: Die intuitive Point & Click-Buchungsoberfläche von Smartpoint ist der ideale Begleiter auf diesem Weg. Wobei die Entwicklung auch in diesem Bereich überaus dynamisch ist. Vor einem Jahr erst kam Smartpoint 3 auf den Markt, im Dezember 2014 wurde die vierte Smartpoint-Version mit vielen neuen Funktionen gelauncht, mittlerweile läuft bereits Smartpoint 5. Bereits von der Version 3 zeigte sich Martin Stacherl angetan: Man kann alles machen, was man will auch kryptisch (sic!) arbeiten, so wie immer. Nur die Info-Dichte ist erheblich größer. i Smartpoint in Stichworten Viele Dinge, die bisher erst in mehreren Schritten gesucht werden mussten, lassen sich jetzt am selben Schirm darstellen. Es ist wirklich ein tolles Ding und um 30 Prozent schneller." Die jetzt verfügbare zwei Generationen jüngere Version Smartpoint 5 bietet diesbezüglich noch erheblich mehr. So können etwa mit der neuen Funktion Trip Quote ab sofort bis zu 10 Angebote zwischengespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgerufen und direkt gebucht werden. Besonders praktisch ist darüber hinaus, dass Smartpoint 5-Nutzer Flugkontingente einfach per Mausklick aktiv oder passiv abbuchen können (bei TraviAustria wird das intern Das Travelport-Produkt Smartpoint wurde als Erweiterung für Galileo Desktop entwickelt und bietet neben der bekannten Hostoberfläche von Galileo eine Mischung aus nativer und Point & Click-Navigation. Highlights sind u.a. das Doppelfenster-Layout, die Abfragemöglichkeit von Hin- und Rückflügen mit nur einer Eingabe, Verfügbarkeitsanzeigen für alle Buchungsklassen, Zusatzleistungen können per Mausklick geprüft und über eine grafische Maske gebucht werden, bei einer Shopping Abfrage werden zusätzlich zu den traditionellen Fluggesellschaften auch Low Cost Carrier Angebote dargestellt etc. Gegenüber früheren Systemen werden die Tastatureingaben eines durchschnittlichen Reservierungsvorgangs um 15 Prozent verringert, bei einer Suche nach niedrigen Tarifen um über 70 Prozent. One-Click-Wonder" genannt). Im Auto Receive" kann eingetragen werden, was automatisch als Standard für jede Buchung verwendet werden soll. Ebenso ist in Smartpoint 5 die PNR-History noch übersichtlicher aufgebaut und bietet mehr Informationen auf einen Blick. Ein weiterer Vorteil: Smartpoint ist zwar laut Mertl das perfekte Tool für die Buchung von Flügen, doch auch die Hotelsuche/ Buchung ist fixer Bestandteil und jetzt wurden bei Smartpoint 5 sogar die Hotelbewertungen von TripAdvisor (monatlich über 315 Millionen Besucher und insgesamt mehr als 200 Millionen Bewertungen) integriert. Erfreulich: Das Update auf die Version 5 ist für bestehende Smartpoint-Nutzer kostenlos und wird über Klick auf den Smartpoint- Button in der TraviToolbar automatisch angestoßen. Wobei die Entwicklung weiter geht. Mertl: Es ist uns ein Anliegen, unsere Systeme laufend zu verbessern. Zahlreiche Neuerungen sind deshalb auch 2015 noch zu erwarten, inklusive zusätzlicher Upsell-Möglichkeiten sowie weiterer Stärkung des Hotel- und Flugbereiches. Vor allem kommen sukzessive die Tarifpakete ( Branded Fares and Ancillaries ), die laut Mertl in Smartpoint übersichtlicher als in jedem vergleichbaren System dargestellt werden. Jedek ohne Jedek, dafür mit Liberty Bei Jedek Reisen ist der bisherige Miteigentümer und Geschäftsführer Jochen Jedek ausgeschieden. Anstelle von Jedek ist geplant, mit Liberty International von Mario Enzesberger im Rahmen einer Kapitalerhöhung einen neuen Partner an Bord zu holen. Liberty ist weltweit tätig und verfügt über 55 Büros in 40 Ländern. Maut-Chips für Busse in Norwegen Reisebusse benötigen seit Jahresbeginn in Norwegen einen Maut- Chip sowie einen Registrierungsvertrag mit einer Mautgesellschaft. Der Chip korrespondiert mit den Lesegeräten an Norwegens Mautstraßen. Der Vertrag muss vor Reiseantritt über no oder abgeschlossen werden.

13 Destinationen Kreuzfahrten Seite 13 / 8. Mai 2015 Insolvenz Untergang eines Flusskreuzfahrt-Riesen nicko cruises, das drittgrößte Flusskreuzfahrt-Unternehmen der Welt, hat diese Woche Insolvenz angemeldet um den Fortbestand wird gekämpft Umbau der AIDAdiva Mehr für Umwelt, mehr für die Gäste Das im April 2007 getaufte erste "Clubschiff" der dritten Generation mit Passagierkabinen erstrahlt im frischen Glanz und vielen Neuerungen Das 1992 von Ekkehard Beller gegründete Unternehmen war Anfang 2013 hochprofitabel im Zuge einer Nachfolgelösung an die schweizerische Capvis Equity Partners AG verkauft worden. Der Umsatz erreichte damals rund 115 Mio. Euro. Dienstagabend erfolgte der Gang zum Konkursrichter. Als Ursachen für die Pleite werden das Hochwasser vom Frühjahr 2013 mit daraus resultierenden zahlreichen Reiseausfällen sowie die seit 2014 anhaltenden Spannungen in den Kernmärkten Ukraine und Russland genannt. Stark rückläufige Buchungen haben schlussendlich zu Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit geführt. Die zum Zeitpunkt des Konkurses laufenden Reisen wurden nach Angaben des Insolvenzverwalters unverändert durchgeführt. Über den nachfolgenden Reisen steht hingegen ein großes Fragezeichen. Die Auskunft zu Redaktionsschluss: Sie finden mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit statt. Die Kundengelder sind laut Angaben des Insolvenzverwalters versichert, es wird mit Hochdruck daran gearbeitet, den Geschäftsbetrieb langfristig fortzuführen. nicko cruises bis vor kurzem nicko Tours verfügte zuletzt über eine Flotte von 32 Flusskreuzfahrtschiffen, davon 25 in Europa, eines in Russland, vier in Asien und eines am Nil. Aktuelle Informationen rund um das Insolvenzverfahren und die betroffenen Kunden, Busunternehmen sowie Reisebüros veröffentlicht nicko cruises auf der Internetseite Nach ihrem planmäßigen Werftaufenthalt Ende April/Anfang Mai in Hamburg zu turnusmäßigen Wartungsarbeiten sowie Schönheitsreparaturen (z.b. Austausch von m² Teppichboden, was einer Fläche von zwei Fußballfeldern entspricht) und Umbauarbeiten bietet AIDAdiva noch mehr attraktive Angebote an Bord. Eines der neuen Highlights ist die umgestaltete "Beach Bar" mit Strandfeeling im Lounge-Stil. Auf der neuen Flaniermeile auf Deck10 wurde ein Juweliershop errichtet. Der AIDA Shop auf Deck 9 präsentiert sich jetzt in einem modernen, maritimen Look. Und über eine ipad-station an Bord können die Gäste jetzt dort auch außerhalb der Shop-Öffnungszeiten einkaufen. Der Golf- und Funbereich auf Deck 11 erhielt ein Redesign und im Body & Soul Sportbereich können AIDA Gäste zudem an komplett neuen Ausdauergeräten trainieren. Im Photoshop wurden elf digitale Fotostationen installiert. Ebenso wurde etwas für die Umwelt getan: Die AIDAdiva erhielt die erste Stufe eines mehrstufigen Filtersystems zur Abgasnachbehandlung. Der sogenannte "Scrubber" reduziert die Schwefeloxid-Emissionen um rund 90 Prozent. Derzeit ist die AIDAdiva auf Kurzreise mit Aufenthalten in Göteborg und Kopenhagen, ab kommendem Dienstag startet sie von Warnemünde aus regelmäßig 10-tägige Reisen zu Ostsee-Destinationen. All-inclusive auf Karibik-Cruise Gäste an Bord der Norwegian Sky genießen ab Jänner 2016 nicht nur im Kreuzfahrtpreis inklusives Dining und Entertainment, sondern auch unbegrenzt Bier, Wein und Premium-Spirituosen. So sind auch die Cocktails der preisgekrönten Barkeeper von Bar Lab in Miami im Wert von bis zu elf US-Dollar im Kreuzfahrtpreis enthalten. Gäste von drei bis 20 Jahren erhalten unbegrenzt Erfrischungsgetränke und Säfte. Gegen Aufpreis können Extras wie die Spezialitätenrestaurants oder Massagen im Mandara Spa hinzu gebucht werden. Die Norwegian Sky ist ganzjährig ab Miami auf 3- und 4-Nächte-Kreuzfahrten zu den Bahamas unterwegs und läuft dabei auch Norwegians Privatinsel Great Stirrup Cay an, auf der Gäste im Rahmen des neuen All-Inclusive-Erlebnisses auch unbegrenzt Getränke erhalten. Der neue Katalog ist da! Entdecken Sie die Highlights der neuen Saison Die italienische Art, die Welt zu entdecken. Buchungszentrale Tel

14 Interview Wybcke Meier Seite 14 / 8. Mai 2015 T.A.I. Exklusiv-Interview Große Herausforderungen mit schwimmendem Sehnsuchtsziel Seit Oktober 2014 haben TUI Cruises der sich am dynamischsten entwickelnde Konzernbereich der TUI AG mit Wybcke Meier eine neue Chefin. An der Vollblut-Touristikerin wird es liegen, nicht nur das extreme Wachstum der Erfolgsgeschichte weiter voranzutreiben, sondern auch den zunehmenden Auslastungsdruck ohne Preis-Kapriolen zu meistern. Wie sie dies bewerkstelligen will, was sie zum Wechsel in die Kreuzfahrtbranche bewogen hat, wie sie die Wohlfühlschiffe auch in Österreich stärker verankern will, darum und noch viel mehr ging es im Gespräch mit T.A.I. T.A.I.: Als TUI Cruises 2009 mit Mein Schiff 1 an den Start ging, waren Sie Prokuristin bei ÖGER Tours. Wie haben Sie damals die Kreuzfahrt-Aktivitäten von TUI wahrgenommen? Wybcke Meier: Ich hatte das Vergnügen, 2009 und 2011 bei den Taufen der Mein Schiff 1 und Mein Schiff 2 zu Gast zu sein. Schon da habe ich gemerkt, dass das Unternehmen TUI Cruises und auch das Produkt Mein Schiff etwas ganz Besonderes sind. T.A.I.: Was hat letztendlich Ihr Interesse an der Kreuzfahrt-Branche geweckt und Sie dazu bewogen, die Geschäftsführung der TUI Cruises zu übernehmen? Meier: Das Konzept hat mich überzeugt und die Chance, im Zuge der Expansion dieses Er- folgsprodukt weiterzuentwickeln und mitzugestalten. Als ich dann gefragt wurde, ob ich den Job machen möchte, habe ich ohne Zögern ja gesagt. T.A.I.: Sie haben langjährige Reiseveranstalter-Erfahrung, die Kreuzfahrt ist für Sie Neuland. Gibt es Parallelen zwischen den beiden Bereichen? Worin liegen abgesehen davon, dass es sich um Schiffe handelt die größten Unterschiede? Meier: Der größte Unterschied liegt tatsächlich darin, dass bei der Kreuzfahrt zum Veranstaltergeschäft das Element Wasser hinzukommt, unser Resort beweglich ist. Damit ist das schwimmende Urlaubsresort viel mehr Sehnsuchtsziel als es ein Hotel an Land je sein wird, birgt aber auch mehr Herausforderungen. Parallelen liegen natürlich im Vertrieb und Marketing: Auch wenn Kreuzfahrten heute viel langfristiger gebucht werden, wird der Auslastungsdruck mit mehr Kapazitäten steigen. Die Systeme werden wie in allen Bereichen immer wichtiger ob es um Buchungstools oder die richtigen Instrumente zur Kundenansprache und Kundenbindung geht. T.A.I.: Was hat Sie in den ersten Monaten Ihrer Tätigkeit für TUI Cruises am meisten überrascht? Meier: Mich hat der Spirit positiv überrascht, den die Kollegen an den Standorten Hamburg und Berlin, aber auch die Besatzung auf den Schiffen mitbringen. Wenn Sie sehen, mit welcher Leidenschaft alle das Produkt leben, das ist schon beeindruckend. In der Hamburger Zentrale zum Beispiel sieht man oft Mitarbeiter mit I love Mein Schiff -Shirts ins Büro kommen. T.A.I.: Wo sehen Sie TUI Cruises im Marktumfeld positioniert? Welches sind Ihre stärksten Mitbewerber? Meier: Als Anbieter im so genannten Premium Volumensegment sind wir sehr erfolgreich zwischen der klassischen Kreuzfahrt und dem Clubschiffkonzept positioniert. T.A.I.: Sie tragen die Verantwortung für ein extrem wichtiges Geschäftsfeld innerhalb der TUI AG, dessen Volumen sich bis 2017 mehr als verdoppeln wird (von drei auf sechs Schiffe, von auf rund Betten). Wird dieses Wachstum auch der Mitbewerb erhöht seine Kapazitäten ohne Preiskampf zu bewältigen sein? i TUI Cruises in Stichworten Im April 2008 als Joint Venture der TUI AG und Royal Caribbean Cruises gegründet, startet im Mai 2009 die Mein Schiff 1 (umgebaute ehemalige Galaxy von Celebrity Cruises; 962 Kabinen). Mein Schiff 2 folgt im Mai 2011 (umgebaute ehemalige Celebrity Mercury ; 956 Kabinen), 2014 sticht mit Mein Schiff 3 der erste Neubau in See. Mit Kabinen auf 15 Decks und mit dem Diamant am Heck ist sie um ein Drittel größer, als die ersten beiden. Die nahezu baugleiche, Mein Schiff 4 feiert in den kommenden Wochen Premiere bzw folgen Mein Schiff 5 und Mein Schiff 6. TUI Cruises hält zudem eine Option über den Bau zweier weiterer Schiffe 2018 und Positiv überrascht vom Spirit: Wybke Meier TUI Cruises

15 Interview Wybcke Meier Seite 15 / 8. Mai 2015 Meier: Bisher haben wir keinerlei Probleme, unsere Kabinen zu füllen im Gegenteil: In 2013 hatten wir eine Auslastung von über 100 Prozent. Aber natürlich muss es uns auch künftig gelingen, über das gute Produkt zu verkaufen und nicht über den Preis. Da wir davon ausgehen, dass der Anteil unserer so genannten Wiederholer künftig steigen wird, ist es unsere Aufgabe, auch weiterhin mit hervorragender Qualität zu punkten und dem Kunden das zu bieten, was er sich an Bord wünscht. T.A.I.: Bereits im Vorjahr machte das EBITA der TUI Cruises rund 8 Prozent des Konzern-EBITA aus. Welchen Betrag erwartet sich die Konzernführung in Zukunft? T.A.I. / GR TUI Cruises TUI Cruises Meier: Wir sind ein Joint Venture zweier börsennotierter Konzerne. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns nicht zu absoluten Zahlen äußern. Nur soviel: die Ziele sind angemessen ambitioniert. T.A.I.: Langfristig sieht die Planung acht Schiffe vor. Wäre damit der Plafond erreicht? Meier: Wir planen langfristig nicht mit acht, sondern mit sechs Schiffen und sind davon überzeugt, dass dies eine gute Größenordnung für den deutschsprachigen Markt ist. T.A.I.: Ist daran gedacht, TUI Cruises auch für andere als die deutschsprachigen Quellmärkte zu öffnen, d.h. z.b. auch Mein Schiff mit Bordsprache Englisch anzubieten? Meier: Unser Konzept der Premium Kreuzfahrten für den deutschsprachigen Gast wird bisher hervorragend angenommen. Und wir sehen auch mittelfristig ausreichend Potenzial. Von daher sehen wir keinen Grund, von unserem Konzept abzuweichen. T.A.I.: Wie viele der knapp 1,7 Millionen Passagiere 2013/2014 kamen aus dem Quellmarkt Österreich? Wo liegen die Ziele für heuer und für das nächste Jahr? Meier: Wir haben das Geschäft in Österreich in den letzten zwei Jahren gut aufgebaut und im März 2015 schon die Buchungszahlen vom gesamten Jahr 2014 erreicht. Mit der Aufstockung unseres Außendienstes um eine zweite Ansprechperson wollen wir diesen Aufwärtstrend auf dem österreichischen Markt noch weiter unterstützen. T.A.I.: Mein Schiff 4 steht kurz vor ihrer Taufe. Welche Rolle wird sie in der Flotte spielen? i Meier: Wir setzen mit allen Schiffen auf das Thema Wohlfühlen. Großen Anteil am entspannten Urlaub an Bord hat das Premium Alles Inklusive-Konzept, in unserem Segment einzigartig. Dazu kommt ein breites Angebot an Bord für die verschiedenen Urlaubstypen von Sport über Kultur bis hin zur Entschleunigung ohne Unterhaltung auf dem eigenen Balkon. Natürlich haben wir bei den Neubauten mehr Möglichkeiten, das Schiff und Bereiche selbst zu gestalten, als wir es bei der Mein Schiff 1 und Mein Schiff 2 hatten. Aber dem Grundprinzip bleiben wir auf allen Schiffen treu. Kurzportrait Wybcke Meier T.A.I.: Wird es bei Mein Schiff 5 und 6 Neuerungen geben oder werden sie der 3 und 4 gleichen? Meier: Wir bleiben nicht stehen und versuchen, die Erfahrungen der ersten Neubauten und das Feedback unserer Gäste in Ideen für die neuen Schiffe zu übersetzen. Lassen Sie sich überraschen! Was Sie garantiert nie bei uns finden werden, sind große Wasserrutschenparks oder Eislaufbahnen. Das wird von unseren Gästen nicht nachgefragt. T.A.I. Welche der von TUI Cruises angebotenen Kreuzfahrten würden Sie am liebsten selbst einmal unternehmen? Meier: Die neuen Asienrouten mit Vietnam, die wir ab diesem Winter anbieten reizen mich ebenso wie die erste Yoga Themenreise in T.A.I.: Was ist für Sie die persönlich liebste Urlaubsform? Meier: Ich habe schon so vieles probiert, sowohl beruflich als auch privat. Vielfalt und Entscheidungsfreiheit, jeden Tag das zu machen, worauf ich gerade Lust habe das ist mir im Urlaub wichtig. Wie übrigens heutzutage immer mehr Gästen. Auch das stellen wir an Bord fest und bieten daher ein vielfältiges Programm an, ohne Mitmachzwang. Ihre Karriere in der Touristik begann Wybcke Meier (Jahrgang: 1968) parallel zu ihrer Ausbildung zur Reise- und Verkehrskauffrau als Reiseleiterin. Nach mehreren Jahren bei Fischer Reisen in Marketing- und Vertrieb sorgte Meier nach dem Verkauf an die Condor Flugdienst GmbH für die Integration von Fischer in die neu gegründete C&N Touristic AG wurde sie Leiterin Vertrieb im Reiseshopping-Kanal Via 1 Schöner Reisen, von 2002 bis 2010 war Wybcke Meier Prokuristen bei ÖGER Tours, um danach die Geschäftsführung der Windrose Finest Travel GmbH zu übernehmen. Seit Oktober 2014 steht sie an der Spitze von TUI Cruises. Wybcke Meier ist Vorstandsmitglied der Säule C im Deutscher ReiseVerband und Fachbeiratsmitglied der FH Worms im Fachbereich Touristik und Verkehrswesen.

16 Kreuzfahrten Seite 16 / 8. Mai 2015 Costa Katalog 2016/17 Karibik neu im Costa Paket Costa Kreuzfahrten setzt auf große Routenvielfalt und italienischen Charme im Programm für November 2015 bis April 2017 Wie sagt man Urlaub auf Italienisch? so der etwas ausgefallene Titel des neuen Costa-Katalogs, der vor kurzem an die österreichischen Reisebüros verschickt wurde. Die italienische Herkunft der Reederei soll durch die neue Markenpositionierung stärker betont werden. Wir sind sehr stolz auf unseren neuesten Katalog, so Ulrike Soukop, Geschäftsführung Costa Kreuzfahrten in Österreich und erklärt weiter: Er umfasst ein wirklich sehr breites Angebot. Neben den klassischen Costa Kreuzfahrten sind darin auch die drei Schiffe der Costa neocollection mit dem Slow Cruise -Konzept inkludiert. Außerdem widmet er sich ausführlich dem neuen Costa Flaggschiff, Costa Diadema, und ihren beliebten Mittelmeer-Routen. Eine besondere Neuheit unter den insgesamt Routen zu 247 Zielen sind die Karibikhäfen, die ab Österreich im Paket inklusive Flug angeboten werden. Die Costa Magica unternimmt im Winter 2015/16 14-tägige Routen ab/bis Tobago und Santo Domingo. Exklusive Ziele werden auch von den drei neocollection Schiffen angesteuert. Insgesamt 24 außergewöhnliche Routen zu Destinationen wie etwa ins Schwarze Meer oder nach Indien stehen auf dem Programm. Neu ist etwa eine Dubai-Kreuzfahrt im Jänner und Februar 2016 und 2017 mit der Costa neoriviera. Die 21-tägige Route umfasst die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman, Indien, Sri Lanka und die Malediven. Der Katalog widmet sich auch ausführlich dem neuen Flaggschiff, der Costa Diadema, und ihren Mittelmeer-Routen. Neben den klassischen Costa Routen in Europa werden im Sommer 2016 Abfahrten mit vier Schiffen nach Nordeuropa und ins Baltikum drei davon ab Kiel, Hamburg und Warnemünde angeboten. Klassik-Kreuzfahrt Auf See mit Wiener Philharmonikern MM Reisegesellschaft lädt zusammen mit dem Künstlersekretariat Buchmann zur 4. Meer & Musik -Reise an Bord der Mein Schiff 3 Die Gäste dieser Reise ab/bis Palma de Mallorca kommen in den Genuss von drei Kammerkonzerten mit hochkarätigen Ensembles der Wiener Philharmoniker und zwei Galakonzerten des Orchesters an Land, eines dirigiert von Zubin Mehta in der neuen Oper in Florenz. Das zweite Galakonzert in Barcelona findet unter der Leitung von Rainer Honeck statt. Insgesamt werden 10 bis 15 Musikevents veranstaltet unter anderem Rezitale von Thomas Hampson, Ramón Vargas, Bernarda Fink sowie Darbietungen von Werken von Mozart, Schubert, Haydn, Beethoven und Strauss. Zusätzlich werden diverse Meet & Greets, Autogrammstunden und Vorträge etwa von Dominique Meyer, Direktor der Wiener Staatsoper organisiert. Zudem können Gäste den Proben der Philharmoniker beiwohnen. Von 5. bis 15. Mai 2016 führt die Mein Schiff 3 von TUI Cruises, das Orchester und seine Gäste zu geografischen und kulinarischen Highlights durchs westliche Mittelmeer von Palma de Mallorca nach Korsika (Ajaccio) über Rom (Civitavecchia) nach Florenz (Villefranche), Südfrankreich (La Seyne), Barcelona und über Ibiza wieder nach Palma. Gäste genießen an Bord Premium Alles Inklusive-Service, das ein Getränkesortiment von über 140 Getränken, Trinkgelder und die vielfältige Speiseauswahl in den meisten Restaurants inkludiert. Das internationale Publikum genießt die einmalige Nähe zur Musik und zu den Musikern unter anderem durch öffentliche Proben und Kammerkonzerte an Bord., erklärt Michael Springer, Veranstalter und Geschäftsführer der MM Reisegesellschaft, MS6 Travel & Music. Die Reise wird neben dem deutschsprachigen vor allem auch auf dem asiatischen Markt nachgefragt Betten an Bord der Mein Schiff 3 sind für Meer & Musik vorrreserviert. Der Verkauf ist bereits im Gange. Als Hauptvertriebspartner fungiert Ruefa. Buchbar ist Meer & Musik Konzert-Kreuzfahrt der Wiener Philharmoniker ab Euro in der Innenkabine. Außenkabinen kosten ab 4.675, Balkonkabinen ab Euro pro Person. Barometer Rüdiger Grube Vorstandschef Deutsche Bahn (DB) Schiene ins Nichts Die größte Transportgesellschaft Europas (jährlich 1,9 Mrd. Zugreisende) droht im Streit der zwei Bahngewerkschaften GDL und EVG komplett zu entgleisen Thomas Suritsch Geschäftsführer NIKI Luftfahrt GmbH Flying Tom Von Austrian trotz großer Erfolge ins Out gestellt, als VP Crew Operations Air Berlin streiklos gehalten, als NIKI-Chef vor neuem Höhenflug Peter Dobcak Obmann der Fachgruppe Wien Gastronomie Letzte Rauchzeichen Kämpft mit Hilfe einer Petition ( Unterschriften) verzweifelt gegen die Regierungs-Pläne für ein totales Rauchverbot in der Gastronomie ab 2018 Petra Hedorfer Vorsitzende der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) Deutschland verdoppelt Bis 2030 wird für Deutschland eine nahezu Verdoppelung der Auslandübernachtungen prognostiziert

17 TAI Hotel Alles aus der Welt von Alles Hotellerie, über Hotellerie, Gastronomie, Gastronomie, MICE, Bergbahnen, IT, Onlineportale LTOs & Österreichs Regionen Rollstuhl im Hotel Zeitgeist als Vorbild für Barrierefreiheit Impulse im Bereich Barrierefreiheit setzt das Hotel Zeitgeist Vienna. Es verfügt nicht nur über 10 entsprechend konzipierte Zimmer inkl. barrierefreier Vollausstattung der Bäder, sondern hat im Rahmen eines Praxis-Workshops seinen MitarbeiterInnen Einblicke in die Bedürfnisse von Personen mit eingeschränkter Mobilität verschafft. Das Zeitgeist-Team hatte dabei Gelegenheit, Alltagssituationen im Rollstuhl zu meistern und den Aufenthalt aus Sicht eines Rollstuhlfahrers zu erleben, vom Erreichen des Hotels über das Einchecken bis zum Bezug des barrierefreien Zimmers. Für seine Bemühungen in diesem Bereich wurden das Zeitgeist und sein Lokal Pergola jetzt von der Informationsplattform roomchooser.com (sie listet barrierefreie Hotels auf ) und vom Verein Highroller ausgezeichnet - sogar als erstes Hotel überhaupt, wie General Manager Andreas Purtscher (l.) betont. Roomchooser-Chef Michael Sicher: Von den insgesamt knapp verfügbaren Hotelzimmern in Wien sind lediglich ca. 200 behindertengerecht. Hier besteht Nachholbedarf. Die seit einem Vierteljahrhundert von Sabine Hollomey (l., Styria vitalis) verliehene Edel-Auszeichnung für biozertifizierte Hotellerie und Gastronomie, die Grüne Haube, ziert ab sofort das Kitzbüheler Q! Resort Health & Spa von Bibiana Loock (2.v.r.) und ihrem Vater, Q! Resort-Gründer Wolfgang Loock (r.). Küchenchef Philipp Babinsky (2.v.l.) kocht dort nicht nur natur-bewusst, sondern schafft tagtäglich neue Kreationen aus saisonalen Waren. Insgesamt haben derzeit 43 Betriebe in acht Bundesländern die Erlaubnis, das Qualitäts-Label Grüne Haube zu führen. Kremslehner Hotels Premierenfeier bei den Kremslehner Hotels Seit seiner Uraufführung 1985 hat das Theaterstück Schon wieder Sonntag bereits 40 Premieren erlebt, die jüngste vor kurzem mit Otto Schenk in der Hauptrolle in den Wiener Kammerspielen. Peter Kremslehner, Senior- Chef der Kremslehner-Hotels (Regina, Graben Hotel, Royal und Hotel Johann Strauss), ließ es sich nicht nehmen, im Anschluss an die Aufführung die Hauptakteure und ca. 150 geladene Gäste zur Premierenfeier ins Hotel Regina zu laden. Das Flaggschiff der Kremslehner-Gruppe hat übrigens mit Holger Hartmann einen neuen F&B Manager. Der 34-jährige gelernte Hotelfachmann begann seine Karriere im Jahr 2000 im Hotel Strandperle in Cuxhaven, sammelte Erfahrungen in renommierten Häusern in Weimar, Frankfurt, Heidelberg sowie in den USA und ist seit 2008 in Wien, wo er die letzten 5 Jahre als F&B Manager im Lindner Hotel Am Belvedere tätig war. Wintersaison 2014/2015 Tiroler Hoteliers mit Ergebnissen zufrieden Die Nächtigungsentwicklung im abgelaufenen Winter ist vor allem in Tirol (plus 2,2 Prozent) positiv verlaufen. Doch wie sind die Hotelbetriebe mit wirtschaftlicher Entwicklung zufrieden? Antworten darauf liefert das repräsentative Saisonale Tourismusbarometer im Herz der Alpen. Ergebnis: 36 Prozent der befragten Betriebe zeigen sich sehr zufrieden, weitere 53 Prozent zufrieden. Lediglich etwa jeder 10. Unterkunftsbetrieb ist demnach mit dem wirtschaftlichen Erfolg der Wintersaison 2014/15 unzufrieden. Der Anteil der sehr zufriedenen Betriebe ist in der gehobenen Hotellerie (4- und 5-Sterne) mit 45 Prozent am höchsten. Eine positive Entwicklung zeigt der Tiroler Bergsommer, der in den letzten zehn Jahren bei den Ankünften um ein Drittel und bei den Nächtigungen um neun Prozent zugelegt hat. Hier sieht Josef Margreiter, Geschäftsführer der Tirol Werbung, noch viel Potenzial. Sonderedition von Staud s Ringstraßen-Jubiläum auf dem Frühstückstisch Rund um das 150-jährige Jubiläum der Wiener Ringstraße hat der Konfitüren-Hersteller STAUD S gemeinsam mit dem WienTourismus eine limitierte Sonderedition geschaffen: Deren Drehverschlüsse zieren 57 Motive der Schätze der Ringstraße. Laut Firmenchef Hans Staud wird neben dem Handel auch die internationale Luxus- Hotellerie mit der Sonderedition beliefert. Wiens Tourismusdirektor Norbert Kettner setzt die Kreation als köstliches Mitbringsel bei unseren Auslandseinsätzen ein. Präsentierten die Sonderedition in Wien: Norbert Kettner (l.) und Hans Staud Rainer Fehringer

18 Hotel & Gastronomie Seite 18 / 8. Mai 2015 Vor wenigen Tagen haben die Gastwirte gegen ein generelles Rauchverbot in ihren Lokalen demonstriert. Das Thema für den nächsten Protestmarsch zeichnet sich bereits ab: Das EU- Parlament hat die Europäische Kommission mit einer Resolution dazu aufgefordert, für die Jahre 2016 bis 2018 eine gemeinsame Strategie aller Mitgliedsländer zur Eindämmung des Alkoholmissbrauches zu entwickeln. Warnhinweise sollen vor allem schwangere Frauen, Jugendliche und Autofahrer von zu hohem Alkoholkonsum abhalten. Und bei dieser Gelegenheit soll auch über Inhaltsstoffe und den Kaloriengehalt der Getränke informiert werden. Müssen sich die Wirte demnächst dagegen wehren, dass sie ihren Gästen den edlen Tropfen in Flaschen servieren, auf denen eine in Auflösung befindliche Säuferleber abgebildet ist? Parallelen zum Rauchverbot Eine Überraschung ist die Initiative nicht: Schon während der endlosen Rauchverbotsdiskussion wurde immer wieder die Frage gestellt, wo die nächste Bevormundungsaktion zu erwarten sei. Ein Totenkopf auf der Burenwurst? Ein grinsender Mund mit Zahnruinen auf Süßigkeiten? Dass sich der Alkohol als Objekt für Regulierungswütige anbietet, zeigen schon die Parallelen zum Raucherthema: Dass er zu gesundheitlichen und sozialen Problemen führen kann, ist unbestreitbar. Der Einwand der Verteidiger, das sei nur bei übermäßigem Konsum der Fall, wird von den Gegnern mit der DURCHGEBLICKT Von der Weinflasche zum Putzlappen: Schluss damit! Feststellung abgeschmettert, dass die fließende Grenze vom Genuss zum Missbrauch nicht einmal von Ärzten definiert werden könne. Wie beim Rauchen argumentiert das EU-Parlament mit Horrorzahlen: 5,9 Prozent aller Todesfälle seien auf Alkohol zurückzuführen, bei den 15- bis 39-Jährigen sogar 25 Prozent. Dass die Tabakprohibition primär den Nichtraucherschutz zum Ziel hat, während sich Alkoholkonsumenten nur selbst Schaden zufügen, gilt auch nicht: Der Gesundheitsausschuss des EU- Parlaments beziffert die sozialen Folgekosten, die sich aus dem Krankheitsrisiko (es soll sich durch Alkohol bei 60 chronischen Krankheiten erhöhen), den Unfallfolgen und den Auswirkungen auf das soziale, vor allem aber familiäre Umfeld ergeben, auf europaweit 150 Milliarden Euro jährlich. Wer das für nicht belegbare Hausnummern ansieht, hat vermutlich Recht. Das zu beweisen wird kaum jemand versuchen Gesundheitsargumente sind ein Tabuthema. Wer sich da hineinwagt, wird von den vereinigten Gutmenschen erbarmungslos niedergemacht: Auch nur ein Toter ist einer zu viel. Auch wenn die Resolution des EU-Parlaments für die Kommission nicht bindend ist, wird sie wohl aktiv werden: Das Thema ist für die EU nicht neu, es wurde wiederbelebt, weil die bisherige EU-Strategie gegen Alkoholmissbrauch 2012 ausgelaufen ist. Dass man von dieser wenig bemerkt hat, ist auch eine Parallele zum Rauchverbot: Weil wirkungsvolle Präventivmaßnahmen gegen das Rauchen schwierig sind, hat die Politik den zwar am wenigsten effektiven, dafür aber einfachsten Weg gewählt, nämlich Warnhinweise und Verbote. Beim Thema Alkohol könnte es genauso kommen. EU in Nachtwächter- Rolle gedrängt Die Politik versucht abzuwiegeln: Die EU-Mandatarin Karin Kadenbach (SPÖ) erklärte, es gehe um Aufklärung und nicht um Verbote, es sei kein Feldzug gegen Wein und Bier produzierende Länder geplant. Elisabeth Köstinger (ÖVP) warnte immerhin vor einer Dämonisierung der Jahrtausende alten Kultur der Wein- und Bierproduktion. Wie gründlich Politiker umfallen können, hat man auch beim Rauchverbot erlebt. Das Image der EU in der breiten Öffentlichkeit wird nicht von ihrer Funktion als erfolgreiches Friedensprojekt geprägt, sondern von ärgerlichen Eingriffen in den persönlichen Lebensbereich ihrer Bürger. Nach dem Glühlampenverbot, der Leistungsbeschränkung für Staubsauger und der Durchflussbegrenzung für Duschköpfe steht als nächster Streich kein Witz! die Zertifizierung von Topflappen auf der Agenda. Eine als unnötiger Nachtwächter profilierte EU wird es schwer haben, ihre von permanenter Bevormundung frustrierten Bürger zu überzeugen, wenn es um Wichtiges geht. Mit einem lauten Schluss damit! wäre das Problem gelöst. Dringend gesucht sind Politiker mit ausreichend Mut und Standfestigkeit, um das auch auszusprechen. von Günther Greul Wien vergibt PhD-Stipendium Beginnend mit dem Wintersemester 2015 vergibt der Wien- Tourismus für einen Zeitraum von vier Jahren ein Postgraduate-Stipendium an der MODUL University Vienna, das dem Thema Tourismusverträglichkeit in Städten gewidmet ist. Die Bewerbungsfrist dazu läuft weltweit bis 30. Juni Der Boom im Städtetourismus ist keine Eintagsfliege allein in den vergangenen fünf Jahren stiegen Städtereisen weltweit um 72 Prozent, begründet Wiens Tourismusdirektor Norbert Kettner die Initiative, mit der das Wien- Tourismus-Team europaweit einen vorausschauenden Beitrag zu nachhaltiger Tourismusentwicklung im urbanen Raum leisten will. Weitere Informationen und Bewerbungsunterlagen finden sich unter ac.at/scholarships Apple watcht im Tourismus Seit Ende April kann die smarte Armbanduhr von Apple in ausgewählten Märkten über Internet gekauft werden. Marktforscher glauben, dass die Smartwatch einen besseren Start hinlegt als das ipad. Das hat nicht zuletzt auch mit der enormen Zahl an Apps zu tun, die für die Apple Watch bereits erhältlich sind: sind es aktuell, darunter finden sich auch zahlreiche aus dem Tourismus. So gibt es bei TUI Cruises bereits eine Kreuzfahrt-App für die Apple Watch, im Airline-Bereich hat SAS ihre App adaptiert, damit sie die Funktionalitäten der Uhr unterstützt, und auch die HRS App ist ab sofort für die Watch verfügbar: so sehen Nutzer zum Beispiel am Handgelenk die aktuelle Check-in bzw. Rezeptionszeiten des reservierten Hotels und können sich Adresse und Karte zum jeweiligen gebuchten Hotel anzeigen lassen. Apple-CEO Tim Cook über das große App-Angebot: Wir könnten darüber, wie das verläuft, nicht glücklicher sein.

19 Hotel & Gastronomie Seite 19 / 8. Mai 2015 Vienna International Hotels Angelo-Jubiläum in Polen, Bed & Breakfast in der Pipeline Vor fünf Jahren eröffnetes Haus in Katowice bereitet österreichischer Hotelgruppe viel Freude die arbeitet derzeit an einem Bed&Breakfast Konzept Stießen auf das Jubiläum an: Betina Welter, Head of PR & Brand Communication VI Hotels, und Sabine Hackl, Head of Corporate Communications VI Hotels Nicht viel zu feiern hatte Warimpex-CEO Franz Jurkowitsch und Vorstandskollege Georg Folian Ende April bei der Präsentation des Jahresergebnisses 2014 Russlandkrise und Rubelverfall sorgten für einen Warimpex-Verlust von 35 Mio. Euro. Die Performance in nicht von beiden Faktoren betroffenen Ländern war hingegen erfreulich und dazu zählt allen voran Polen und das angelo Hotel in Katowice, das der Warimpex gehört und von den Vienna International Hotels (Jurkowitsch und Folian sind mittels Privatstiftungen zu 60,8 Prozent beteiligt) gemanagt wird. Zumindest dort konnte man jetzt die Sektkorken knallen lassen, beging das angelo Katowice soeben sein fünfjähriges Jubiläum. T.A.I. war bei dem Kurztrip in die die Hauptstadt der polnischen Woiwodschaft Schlesien mit dabei. Franz Jurkowitsch: Wir haben uns früh entschlossen, das angelo zu entwickeln. Katowice ist eine der wichtigsten wirtschaftlichen und industriellen Destinationen Polens. Die Vorgabe war, besonders auf die Bedürfnisse von Geschäftsreisenden einzugehen. Getreu dem Motto Kaufen, wenn die Kanonen donnern wurde mit der Investition zu Beginn der Subprime-Krise 2008 begonnen, so Karl Bier, CEO des Development-Unternehmens UBM, an dem Jurkowitsch und Folian über ihre Privatstiftungen zu knapp 15 Prozent beteiligt sind. Die mutige, antizyklische Entscheidung erwies sich als goldrichtig: Polen gilt als Wachstumslokomotive innerhalb der 28 EU-Staaten (der IWF prognostiziert für Polen 2015 ein Wirtschaftswachstum von mindestens 3 Prozent). Katowice selbst erfreut sich einer ausgesprochen wirtschaftsfreundlichen Stadtpolitik, in Zukunft will sie auch für den Individualtourismus ( Kultur & Kunst ) sowie das MICE Segment deutliche Akzente setzen: in schnellen Schritten wandelt sich das einstige Zentrum der Schwerindustrie zum modernen und trendigen Kultur- und Dienstleistungszentrum. Mit dem neuen Sitz des Schlesischen Museums (Muzeum Śląskie) wird die Achse der Kultur in Katowice vervollständigt, im vergangenen Oktober wurde auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Katowice im Zentrum der Stadt das neue Konzerthaus des Nationalen Rundfunk-Symphonieorchesters eröffnet. All dies ergibt eine exzellente Basis für die Entwicklung des 2010 eröffneten angelo Hotels, das mit seinen über 203 Zimmern, 12 Tagungsräumen mit insgesamt m² Fläche und einer Kapazität für bis zu 700 Personen sowie dem farbenfrohen Restaurant Strahlende Gesichter rund ums angelo-jubiläum (v.l.): Krzysztof Mikuła (Vizebürgermeister von Katowice), Rupert Simoner (CEO Vienna International Hotels), Tomasz Piorkowski (GM angelo Hotel Katowice), Rudolf Grossmayer (Geschäftsführer UBM Beteiligungsgesellschaften) und Franz Jurkowitsch (CEO Warimpex) VI Hotels Sunlight und der trendigen Jazz- Bar mit Steak-Spezialitäten zu den Platzhirschen zählt konnte eine Auslastung von 60 Prozent erzielt werden. Seit der Eröffnung haben mehr als Konferenzen stattgefunden und sollte der Platz einmal nicht ausreichen, kann man jederzeit in die nur 500m entfernte Mehrzweckarena Spodek oder in das neu errichtete Kongress- und Veranstaltungszentrum MCK (Międzynarodowe Centrum Kongresowe) ausweichen. Somit stehen für internationale Großveranstaltungen rund über Plätze zur Verfügung. Zusammen mit dem angelo Katowice betreibt die 1989 gegründete Vienna International-Gruppe (Umsatz zuletzt 177 Millionen Euro) derzeit fünf Hotels in Polen (neben dem Amber Baltic Hotel dem ersten VI-Haus überhaupt und dem Chopin Hotel Cracow sind dies die beiden andel s Hotels Cracow und Łódź). Insgesamt stehen 38 Hotels mit zusammen Zimmern in neun Ländern unter VI-Management, wobei die Zeichen weiterhin auf Expansion und Innovation stehen, wie der im Vorjahr von Kempinski geholte CEO Rupert Simoner bestätigt: In Kürze wird VI den Markt mit einem neuen und dem Zeittrend entsprechenden Bed&Breakfast Konzept überraschen. Mehr darüber demnächst in T.A.I. Hoffen auf den Arbeitsmarkt-Gipfel Rund um die Diskussion über Arbeitslosigkeit im Tourismus gebe es schwere Fehlinterpretationen, so Petra Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKÖ. Gerade einmal 10 Prozent der im Tourismus geführten Arbeitslosen wären als dem Tourismus vermittelbare Arbeitslose zuzurechnen. Sie hofft auf den von Vizekanzler Mitterlehner angeregten Arbeitsmarktgipfel und eine Korrektur des falschen Bildes. Trip & Booking im Visier der EU Als richtungweisend bezeichnet ÖHV-Generalsekretär Markus Gratzer die EU-Erkenntnis, dass der Missbrauch der Marktmacht der Online-Plattformen die gesamte europäische Wirtschaft gefährdet. Explizit genannt werden in dem geleakten Papier, das der ÖHV vorliegt, die Plattformen Tripadvisor und booking.com. Diese beiden Portale könnten Kommissionen nach freiem Ermessen festlegen, so die nüchterne Feststellung.

20 Hotel & Gastronomie Seite 20 / 8. Mai 2015 Erfolgs-Story 12 Zimmer auf der Gerlitzen werden zur globalen Luxus-Marke Walter Junger Alex Zheng Eric Wu Der Österreicher Walter Junger entwickelt mit dem chinesischen Joint Venture-Partner Plateno sein hotel12 zu einer Kette mit bis zu 30 Häusern weltweit Als Ende 2011 auf der Gerlitzen in Kärnten das kleine, feine, kunstsinnige hotel12 eröffnete, war es ein lokales Event mit internationalem Touch: Walter Junger, gebürtiger Salzburger, mehr als 20 Jahre lang in der internationalen Luxushotellerie tätig (Ritz Carlton) und seit 2005 mit dem Beratungsunternehmen Walter Junger & Friends selbständig, verwirklichte sich seinen eigenen Hotel-Traum. Niemand, mit Ausnahme von Walter Junger selbst, ahnte, dass daraus unter der Bezeichnung H12 ein Luxus-Brand von Weltformat werden sollte. Seit ist es soweit und auf der ITB in Berlin wurde die Fachöffentlichkeit darüber informiert: Junger ist ein Joint Venture mit der chinesischen Plateno Hotels Group eingegangen, die H12 als ihre absolute Top-Marke auserkoren hat mit Standorten in aller Welt. T.A.I. traf Walter Junger zu einem Hintergrund-Gespräch. Der Joint Venture-Partner Plateno Hotels Group mit Sitz in Guangzhou (viertgrößte Stadt Chinas mit 12,7 Millionen Einwohnern) ist vielleicht hierzulande noch ein no name, in China ist sie (noch) die Nummer 3 mit bereits Hotels und Zimmern. Nummer 1 ist Home Inns & Hotels Management Inc. mit Hotels und Zimmern, Nummer 2 die Shanghai Jin Jiang International Hotel Group mit Hotels und rund Zimmern (Stand: Ende 2014). Bei der Plateno Hotels Group sollen heuer noch 700 weitere Hotels hinzukommen, zum Teil in Form von Management-Verträgen, als Pacht sowie auch als Eigentum-Betriebe. Ziel ist es, in den kommenden fünf bis sechs Jahren auf Zimmer anzuwachsen und weltweit die Nummer 1 Position zu übernehmen. Noch führen die IHG (rund Hotels, ca Zimmer), Hilton (4.100 Häuser, Zimmer) und Marriott (3.800 Hotels, Zimmer) das Welt-Ranking der größten Hotelketten an. Doch das Wachstum der chinesischen Gruppen ist dermaßen atemberaubend, dass sich bis Ende des Jahrzehnts dramatische Verschiebungen ergeben werden. Gegründet wurde die Plateno Hotels Group vor zehn Jahren als 7Days-Inn von Alex Zheng. Gemeinsam mit CFO Eric Wu folgte ein enormes Wachstum auf 300 Hotels bis 2009 und der Gang an die Börse. Letzteres blockierte Zheng s Wachstums-Pläne: zwar waren es 2011 bereits Hotels, doch sein Ziel lautet Hotels weltweit bis 2018, spätestens Der Fokus dabei liegt auf Südostasien mit Europa als Entwicklungsziel, wie Walter Junger erklärt. Zwei Jahre nach dem Börsengang kaufte Alex Zheng er war zuvor Vice President Marketing bei Ctrip.com, Chinas größtem Online Travel Agent (OTA) mit einem Marktanteil von rund 50 Prozent (siehe auch T.A.I. vom 10. April 2015 Reiseboom im Reich der Mitte ctrip stellt Expedia in den Schatten ) mit zwei chinesischen Partnern und mit Hilfe von drei US-Fonds das Unternehmen zurück. Im Jahr 2013 erfolgte die Umbenennung in Plateno Group und es wurden die Weichen für eine Expansion außerhalb Chinas gestellt. Anfang dieses Jahres war es mit den ersten Häusern in Malaysia (Küstenstadt Malakka) und Thailand (Chiang Mai im Norden des Landes) soweit. Die Plateno Group arbeitete zuletzt mit elf verschiedenen Brands, darunter die 7Days-Inn, Hampton by Hilton (Plateno ist Master-Franchisenehmer in China) oder Xana Hotelle, Chinas erste Hotel-Schiene speziell für Business-Ladies. Seit Ende vorigen Jahres sind es durch H12 von Walter Junger 12 Marken, womit die bekanntermaßen überaus abergläubischen Chinesen so richtig glücklich sind: Bekanntlich besteht die chinesische Astrologie aus 12 Tierkreisen, die sich alle 12 Jahre wiederholen. Das erste hotel12 befindet sich exakt an der zwölften Kehre der Gerlitzen Alpenstraße, bietet zwölf Zimmer, die von zwölf Künstlern aus der ganzen Welt individuell gestaltet wurden. Und als Walter

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