Ausgabe 1-2/2015. Berufe im Wandel: Die neuen Kellner. B2B-Studie: Die Vertrauenssieger. Innovationen: Vor den Vorhang

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1 Ausgabe 1-2/2015 Berufe im Wandel: Die neuen Kellner B2B-Studie: Die Vertrauenssieger Innovationen: Vor den Vorhang

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3 Meinung 03 Chef und Chefin allein zu Haus Die Nachwuchsmisere im Tourismus wird zum Existenzproblem An warnenden Stimmen fehlte es nicht. Immer wieder wiesen in der Vergangenheit weitblickendere Brancheninsider darauf hin, dass die Freizeitwirtschaft eines Tages ohne Nachwuchs dastehen würde. Wie einst Kassandra waren auch diese Rufer in der Wüste dazu verdammt, dass niemand ihren Prophezeiungen Glauben schenkt. Die Botschaft blieb aus den unterschiedlichsten Gründen unerhört. Die Sozialminister der vergangenen Jahre verschlossen gegenüber der Thematik schon aus ideologischen Gründen Augen und Ohren. Gehörten und gehören sie doch traditionell dem roten Reichsviertel (rote Hälfte, das war einmal) an. Und die Sozialdemokratie pflegt was ja an sich zu loben ist ein hohes Bildungsideal, das eine hohe Qualifizierung möglichst vieler junger Menschen auch durch den Besuch möglichst hoher Schulen mit anschließendem Studium vorsieht. Und die Wirtschaftsminister aus dem schwarzen Viertel der Politiklandschaft überließen die Angelegenheit ihrer Klientel, der Unternehmerschaft bzw. deren Vertretung, den Wirtschaftskammern. Und setzten im Übrigen der sozialistischen Regelungswut, die letztlich die Ausbildung eines Lehrlings zum bürokratischen und menschlichen Hürdenlauf ausufern lässt, wenig bis gar nichts entgegen. Erstmals gibt es in der Branche mehr Schüler als Lehrlinge Da stehen wir also heute. Auf der einen Seite hat das Image des Lehrberufes dank der Offensiven für einen möglichst hohen schulischen Bildungsstandard der Jugend sowie auch das muss man sich eingestehen durch grobe Fehler etlicher Ausbildungsbetriebe so stark gelitten, dass für viele Eltern aber auch deren Kinder eine Lehre gar nicht mehr in Erwägung gezogen wird. Auf der anderen Seite finden sich auch viele Unternehmer, die es längst aufgegeben haben, Lehrlinge auszubilden, auch hier ist die Motivlage unterschiedlich. Als häufigstes Argument ist allerdings ein undifferenziertes Ich tu mir das nicht mehr an zu hören. Gemeint ist damit wohl von allem ein bisschen was. Widrigkeiten wie bürokratische Hürden, rigide Arbeitszeitgesetze, überschießende Schutzbestimmungen und natürlich auch viele nur mäßig motivierte Jugendliche, die noch dazu kaum die nötigen Kulturtechniken wie Rechnen, Schreiben und Lesen beherrschen, verleiden vielen die Lust, Lehrlinge auszubilden. Umso höher ist das Engagement jener anzusehen, die sich nach wie vor mit hohem Einsatz um die Ausbildung kümmern und dies auch als Teil ihres unternehmerischen Auftrags sehen. Die österreichische Gesellschaft ist auf dieses Wirken angewiesen. Das zeigen auch einige Zahlen, die beim diesjährigen Hotelierkongress der ÖHV für Aufregung sorgten. Demnach ist die Zahl der Lehrlinge im Tourismus seit 2008 um 30 Prozent auf etwa zurückgegangen. In der Gesamtwirtschaft betrug das Minus lediglich zehn Prozent. Dabei scheint der Tourismus durchaus eine gewisse Anziehungskraft auf junge Menschen zu haben. Schließlich besuchen die österreichweit 28 Tourismusschulen derzeit mehr als Schüler. Es gibt also erstmals mehr Schüler als Lehrlinge in der Branche, und das sollte deren Vertretern zu denken geben. Denn die Probleme sind nicht nur auf geburtenschwache Jahrgänge, den Drang zur höheren Schulbildung und ähnliches zurückzuführen. Sie sind zum Teil auch hausgemacht das Image der Gastronomie ist bei Jugendlichen nach wie vor nicht das beste. Das ist zum Teil ungerecht, zum Teil auch durch alte Sünden gerechtfertigt. Aber gehen wir einmal davon aus, dass heute eine neue Generation von Gastronomen und Hoteliers an den Schalthebeln sitzt und der patriarchalisch-despotische Wirt und die zänkische Wirtin der Vergangenheit angehören. Dann sollte es bei einiger gemeinsamer Anstrengung ja wohl gelingen, wieder mehr junge Menschen für einen Lehrberuf in der Freizeitwirtschaft also für die vielfältigen Aufgaben in Hotellerie, Gemeinschaftsverpflegung oder Gastronomie zu gewinnen. Das ist auch ein Frage des Selbstverständnisses einer Branche, die von sich behauptet, eine verlässliche Jobmaschine zu sein. Tatsächlich aber müssen Köchinnen und Köche, Restaurantfachleute und Mitarbeiterinnen in der Verwaltung oder im Einkauf, die ihren Beruf von der Pike auf gelernt haben, in Zukunft höchst attraktive Arbeitsplätze vorfinden, sollen sie der Branche erhalten bleiben. So lernfähig sollten die Protagonisten eines Wirtschaftszweiges, der gerade die jahrelange Vernachlässigung der Nachwuchspflege beweint, sein. Sonst heißt es wirklich eines nicht allzu fernen Tages: Chef und Chefin alleine zu Haus. Harald Lanzerstorfer PS Im vergangenen November stellte HGV PRAXIS hier das erste Lehrlingspocket vor. Es schlug so ein, dass wir uns entschlossen, gleich im Jänner ein weiteres Büchlein zu lancieren. Es klebt als besonderes Service auf dieser Seite und stellt weitere Betriebe vor, denen die Ausbildung des Nachwuchses besonders wichtig ist. Das Pocket soll Jugendlichen auch als Entscheidungshilfe bei der Wahl zu einem attraktiven Lehrberuf dienen.sollte das Pocket in Ihrer Ausgabe fehlen, bitte unter nachbestellen.

4 04 Kurz&gut Hot Shots Presseschau die wichtigsten Artikel aus dem In- und Ausland für Sie gelesen Eugh-Urteil Airlines müssen Endpreis angeben Der Europäische Gerichtshof hat ein neues Urteil erlassen: Demnach müssen Airlines ihren Kunden bei Online-Buchungen von Anfang an den Endpreis anzeigen. Angezeigt werden muss, so das Urteil, der Endpreis inklusive Steuern und Gebühren bei jedem Flug von einem Airport der EU. Das gelte nicht nur für den vom Kunden ausgewählten Flug, sondern auch für alternative Verbindungen. Die Luxemburger erklärten die Praxis von Air Berlin aus dem Jahr 2008 damit für nicht rechtens. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hatte in Deutschland gegen Air Berlin geklagt. Die Praxis des Billigfliegers, Endpreise erst unmittelbar vor einer Buchung anzuzeigen, wertete Luxemburg nun als Verstoß gegen das Gebot der Preistransparenz. Kunden müssten die Preise verschiedener Airlines effektiv vergleichen können, heißt es im Urteil. La Repubblica Briten-Pubs im Visier der Prosecco- Erzeuger Italienische Produzenten des renommierten Proseccos ziehen gegen britische Pub-Betreiber in den Krieg. Der Grund: Immer mehr Lokale auf der britischen Insel schenken den Schaumwein, der vor allem bei Frauen beliebt ist, wie Bier vom Fass aus. Die Prosecco-Produzenten befürchten nun, dass bei dieser Art des Ausschanks gepanschter bzw. gestreckter Prosecco eingeschenkt werde. England ist dabei nach Deutschland und der Schweiz der drittwichtigste Absatzmarkt der Norditaliener. Immerhin werden pro Jahr fünf Millionen Flaschen mit einem Gesamtwert von 22 Millionen Euro verkauft. Lediglich Prosecco aus der Flasche sei der echte Prosecco, der von den Hügeln rund um die norditalienische Stadt Treviso stammen müsse, hieß es von dem Konsortium der Prosecco-Hersteller nach Angaben der römischen Tageszeitung La Repubblica. Fassprosecco könne lediglich ein Plagiat sein. Die Causa sorgte auch in Rom für politischen Wirbel. Parlamentarier forderten die Regierung auf, sich in London um den Prosecco-Schutz zu bemühen. Wall street journal Coca-Cola streicht 1600 Stellen Der US-Getränkekonzern Coca-Cola will in den kommenden Monaten zwischen 1600 und 1800 Stellen streichen. Das sei die Zahl der Posten, die weltweit im Rahmen des Plans zur Umstrukturierung bestimmt worden seien, sagte Unternehmenssprecherin Ann Moore. Coca-Cola habe sich diese Entscheidung nicht leichtgemacht. Der Konzern werde die betroffenen Mitarbeiter gerecht, gleich und menschlich behandeln, versicherte sie. Es ist der umfangreichste Stellenabbau bei Coca-Cola seit dem Jahr 2000, als im Zuge eines Sanierungsprogramms wegen sinkender Umsätze und Gewinne mehr als 5000 Jobs gestrichen wurden. Der Getränkehersteller ist ein Sinnbild für die US-Konsumgesellschaft, kämpft aber mittlerweile mit sinkenden Absatzzahlen. Über den geplanten Stellenabbau hatte Ende Dezember bereits das Wall Street Journal berichtet. Korbdurchschubspülmaschinen PT-Serie: Top Performance beim Spülen. NEU! Brillant, schnell, sparsam Auftrags-Nr. Motiv Verlag / Ausgabe DU-Termin WHAT14KK13 PT HGV Praxis Bestellnr. Format Farbigkeit EVT-Termin 45 x 45 mm schwarz #12 Las Vegas Caesars-Palace- Betreiber insolvent Das Unternehmen Caesars Entertainment Operating Company beantragte am Donnerstag die Eröffnung eines Sanierungsverfahrens nach Kapitel 11 (Chapter 11) der US-Konkursordnung. Damit kann der Geschäftsbetrieb normal weiterlaufen, das Unternehmen ist aber vor den Forderungen von Gläubigern geschützt. Caesars Entertainment wolle das Sanierungsverfahren nutzen, um langfristige Schulden und jährliche Zinszahlungen erheblich zu reduzieren, teilte das Unternehmen mit. Nach US- Recht wird ein Unternehmen unter Chapter 11 keinem Verwalter unterstellt, das bisherige Management lenkt die Sanierung. Food Service Gastronomie USA: Beste Dezember-Umsätze seit Jahren Auf vergleichbaren Gastronomie-Flächen wird für den Dezember des vergangenen Jahres ein Plus von 4,6 Prozent berichtet. Die Besucherzahlen stiegen um 1,9 Prozent, der beste Wert seit März Ein Traffic-Plus von 1,3 Prozent bei Quickservice und 2,2 Prozent bei Casual Dining. Hauptgründe: sinkende Benzinpreise und sinkende Arbeitslosigkeit. Die Nachricht ist herausragend und ein gutes Omen für die Gastronomie der USA im neuen Jahr Natürlich, die Vorlage vom Dezember 2013 war miserabel. Die Vorhersage fürs Jahr 2015 lautet: 2,6 Prozent Umsatzplus auf bestehenden Flächen (2,8 Prozent Quickservice, 2 Prozent Casual Dining). Urlaub 90 Prozent wollen nichts wie weg Unsichere Wirtschaftslage, schwächelnder Konsum und weltweite Krisen hin oder her die Österreicher verzichten heuer offenbar besonders ungern auf ihren Urlaub. Die Buchungen, die bisher bereits getätigt worden sind, sind sehr gut angelaufen wir sind um zwei bis drei Prozent besser als im Vorjahr, sagte der Generaldirektor des größten heimischen Tourismuskonzerns Verkehrsbüro Group, Harald Nograsek, auf der Ferienmesse in Wien. Laut einer Umfrage planen heuer 90 Prozent der Befragten zu verreisen ein Rekordwert, heißt es aus dem Verkehrsbüro: Im Vorjahr gaben 88 Prozent an, verreisen zu wollen, tatsächlich machten 83 Prozent der Österreicher Urlaub vor zwei Jahren wollten 77 Prozent verreisen, 2012 waren es 74 und Prozent. Bild: fotolia.com - A_Lein

5 Ausgabe 1-2/2015 Professionelle Spültechnik Mechaniker sind die neuen Kellner und Revenue Manager die neuen Küchenchefs: Die Berufsbilder befinden sich im radikalen Wandel. Das war ein Kernthema beim ÖHV-Kongress in Kitzbühel. Seiten 11 bis 13. Seit Mitte Dezember beglückt die Allergen-Kennzeichnung die Außer-Haus-Verpflegung. Wie das Österreichische Bundesheer dieser Pflicht nachkommt, lesen Sie am Beispiel der Schwarzenberg-Kaserne in Salzburg-Wals. Bericht auf den Seiten 48 und 49. BERUFE IM WANDEL: Die neuen Kellner B2B-STUDIE: Die Vertrauenssieger INNOVATIONEN: Vor den Vorhang Coverbild: fotolia.com HGV PRAXIS ein Fachmagazin der Manstein Zeitschriftenverlags-GmbH. Redaktion und Anzeigen: Heft 1-2/2015 Verlagspostamt 2380 Perchtoldsdorf P.b.b., GZ 02Z M, nicht retournieren Bild: HGV PRAXIS Bild: HGV PRAXIS Kurz & Gut 03 Meinung 04 Hot Shots 05 Inhalt 06 Jobnews 07 Magazin 24 Impressum Aktuell 11 ÖHV-Kongress, Kitzbühel: Die Berufsbilder ändern sich radikal Hotellerie 14 Fachthema Preis-Strategie Der Preis, das unverstandene Wesen 17 Mayer Family Hotels: Tiroler Hotelier baut in Gosau ein Kinderhotel 18 Hotel Jagdschloss Kühtai: Dem Kaiser auf der Spur 20 Lanserhof Hotelgruppe: Preisregen für Hotel am Tegernsee Gastronomie 22 Gastronomie-News 24 Best2Trust-Studie von HGV PRAXIS: Marken mag man eben 28 Fachthema: Das Frühstück macht den Tag 30 Neuheiten rund um den Frühstückstisch 32 Restaurant Zirkelwirt, Salzburg: Zirkel des guten Geschmacks 34 Marktneuheiten aus der Gastronomie 36 Sonderteil top-innovation Markt-News 44 Klub der Köche Kärnten GV-Praxis 46 GV-Meldungen 48 Allergen-Verordnung 1: Bundesheer punktet bei Umsetzung 50 AGÖ-Nachrichten: Programmvorschau 2015 mit vielen Themen 54 Allergen-Verordnung 2: Ergo Gourmet setzt auf KOST Business Software GV-Symposium: Change mit neuem Denken zu alter Stärke 58 Ruhmservice: Genussfragen an Schauspielerin Elke Winkens Bild: fotolia.com - kab-vision M-iClean So schön kann spülen sein Was passiert, wenn Sauberkeit auf Schönheit trifft? Wenn sich Design und Funktion komplett vereinen? Wenn sich Spültechnik eine völlig neue Form gibt? Erleben Sie The beauty of cleaning. Eine neue Generation Spülautomaten, die alle Sinne anspricht: den Sinn für Technik, den Sinn für Wirtschaftlichkeit und den Sinn für Schönheit.

6 06 Kurz&gut Job News Die Einsteiger. Pan&Co Am Silvestertag ist der Gründer und Geschäftsführer der Pan&Co Group, Mag. Wolfgang Hofer, einer heimtückischen Krankheit erlegen. Nach dem Tod des erfolgreichen Linzer Unternehmers Wolfgang Hofer herrscht Fassungslosigkeit und Trauer. Der aus einer Urfahraner Kaufmannsfamilie stammende Unternehmer (56) stand beruflich am Zenit seines Lebens. Wie berichtet, hat Pan&Co vor einigen Monaten die Traditions-Bäckereikette Ringbrot mit 60 Filialen in Oberösterreich und Salzburg übernommen Hotel For Friends Kennern der österreichischen Tourismusbrache ist der Name wohlbekannt: Thomas Thomas Brenner. Brenner, zuletzt zwei Jahre lang Geschäftsführer der ÖHV Touristik Service GmbH, übernahm die Direktion des im Sommer 2014 eröffneten For Friends Hotel in Mösern in Tirol. In dieser Konstellation treffen ein Tourismusvisionär und ein visionäres Hotelkonzept zusammen mit viel Potenzial für Neues. In Tirol bewegen wir uns in einer Nordsee Bild: Wilke Gründer verstorben Mit der 36-jährigen Susanne Pfalzer holte Nordsee Österreich eine erfahrene Spezialistin des Systemgastronomie-Marketings an Bord. Zuvor war Pfalzer fünf Jahre in zentraler Position für McDonald s Österreich tätig. Dort war sie mitverantwortlich für die Gestaltung der Marketing- und Mediapläne, die Sales- und Business-Steuerung inklusive Pricing und betreute nationale Promotions, Produkt-Launchs bzw. Re- Launchs usw schloss Pfalzer ihr Studium an der Hochschule und damit die Unternehmensgruppe deutlich vergrößert. Zuvor hatte Hofer aus einem Lebensmittelmarkt einen Spezialisten für Backshop-Lösungen in Supermärkten geformt. Neben Pan&Co etablierte Hofer auch Cup&Cino, indem er sein Angebot um Kaffee und Kaffeemaschinen erweiterte kaufte Hofer mit der niederösterreichischen Konditorei Blaschke ein Traditionsunternehmen. Die gesamte Gruppe wuchs kräftig stieg das Unternehmen auch in den Technik-Markt ein: Es übernahm den insolventen Brenner neuer Direktor Neue Marketingleiterin sehr dichten Hotellerie-Szene. Die Herausforderung eines jeden Hauses ist es, ein für den Gast einzigartiges Rundum-Erlebnis zu schaffen, sagt Brenner über seinen neuen Aufgabenbereich. Das For Friends hat sowohl räumlich als auch konzeptionell Spektakuläres zu bieten und das müssen wir der Welt mitteilen. Brenner war vor seiner Tätigkeit bei der ÖHV für den Accor-Konzern in Wien wie auch international tätig und hat Erfahrung sowohl in der Stadt- wie auch in der Resort-Hotellerie. Mit der Übernahme der Hoteldirektion im For Friends kehrt Thomas Brenner zu seinen operativen Wurzeln zurück. der Medien für Werbung und Marktkommunikation in Stuttgart ab. Ihren Weg in die Systemgastronomie hat Susanne Pfalzer. die Marketingexpertin über die Agenturseite gefunden: Schon in ihren vier Jahren bei der Netzwerkagentur Heye & Partner in München betreute sie McDonald s. Bild: privat Bild: Pan&Co Wolfgang Hofer. Salzburger Kochgerätehändler Anner und gliederte den Betrieb im neuen Unternehmenszweig Backen & Garen ein setzte die Pan&Co Group mit 120 Mitarbeitern 82 Millionen Euro um. Die Ringbrot-Kette ist dabei noch nicht berücksichtigt. Hilton Innsbruck Neuer F&B-Manager Andreas Steinberger. Nachdem Benjamin Cziomer als Executive Chef das kulinarische Zepter im Hilton Innsbruck übernommen hat, freut sich Hoteldirektor Torsten Weller über einen weiteren Neuzugang in seinem Team. Andreas Steinberger (31) ist neuer Food & Beverage Operations-Manager und zeichnet in dieser Funktion für die gastronomischen Angebote des Hilton Innsbruck wie das Restaurant Konrads Austrian Steaks verantwortlich. Er folgt in dieser Position Alexandra Asinger nach, die in das Hilton Munich nach Deutschland wechselte. Steinberger ist gebürtiger Steirer und startete seine Karriere vor zehn Jahren als Commis im Wiener Hotel Le Méridien, wo er zuletzt als Bankett & Conference Manager tätig war. Es folgten Stationen im Holiday Inn Valencia sowie in Frankreich, bevor der Voitsberger 2010 als Restaurant Supervisor in das Hilton Vienna wechselte. Vor seinem Einstieg im Hilton Innsbruck war er jenseits des Ärmelkanals als Food & Beverage Manager im Hilton Cobham in Großbritannien tätig. Bild: privat ÖHV Neuer Regionalchef Nachdem Walter Veit, Hotelier in Obertauern, im Herbst letzten Jahres zum neuen Aufsichtsratschef der Hogast gewählt wurde, legte er erwartungsgemäß seine Funktion als Vizepräsident der Region Mitte/Nord der Bild: Christian Maislinger Albert Schweighofer. Österreichischen Hoteliervereinigung zurück. Dieses Amt hat nun der Salzburger Hotelier Albert Schwaighofer übernommen. Der Saalbacher absolvierte die Tourismusschule in Bad Hofgastein und sammelte praktische Erfahrungen im In- und Ausland. Zurück im elterlichen Betrieb, vertiefte und erweiterte er sein Know-how und ist im Aparthotel Adler in Saalbach-Hinterglemm nun als Geschäftsführer tätig. Metro Head of Marketing Metro Cash & Carry Österreich hat seit 1. Jänner mit Marcus Schlich (41) einen neuen Head of Marketing & Branding. Der gebürtige Essener startete seine Karriere bei Karstadt und wechselte danach zum internationalen Handelshaus Watson nach Hong Kong. Von 2007 bis 2009 folgte ein erstes erfolgreiches Wirken bei Metro in Düsseldorf als strategischer Einkäufer für Heimtextil und Arbeitsbekleidung. Danach leitete der ausgebildete Einzelhandelskaufmann das Offermanagement Non-Food beim Real SB Warenhaus in Düsseldorf kehrte Schlich wieder zurück zu Metro diesmal nach Österreich und war hier als Head of Offermanagem e n t Non-Food tätig. Bild: Metro Marcus Schlich.

7 07 Fünfter Stern für Seefeld. For Friends Hotel Fünften Stern erhalten Mit Stolz haben die Verantwortlichen im For Friends Hotel in Mösern bei Seefeld vor wenigen Tagen die Tafel mit den begehrten fünf Sternen entgegengenommen ein symbolischer Akt, der die hohe Klassifizierung des innovativen Hauses offiziell bestätigt. Das For Friends Hotel startet somit topausgezeichnet in das Jahr An der exklusiven Urlaubsadresse in der Olympiaregion Seefeld holen Tourismus- Visionäre und -Experten ihren Gästen die Sterne vom Himmel. Natur und Entspannung, Kunst und Kultur, Genuss und Kulinarik, Energie und Bewegung prägen die Urlaubstage für Wintergenießer und Pistenstürmer. Der olympische Goldmedaillengewinner und Überflieger Toni Innauer zeichnet für das Energieund Bewegungsprogramm verantwortlich. Ideengeber aus der Haute Cuisine kreierten das vielseitige Culinarium Alpinum. Fünf einzigartige Restaurants und ein 24-Stunden-Küchenservice machen den kulinarischen Hochgenuss flexibel. Zrugg zu mir ( Zurück zu mir ) ist das beherzte Motto des Mountain Spa, das einem wieder Atem holen lehrt. Ausstellungen, Workshops, Lesungen und Konzerte bereichern die Wintermonate. Sie waren alle da: Stefan Kraft, Michael Hayböck, Gregor Schlierenzauer und Co. Das ÖSV Team der Skispringer hat den Jahreswechsel im For Friends Hotel in Mösern bei Seefeld verbracht. Die österreichischen Adler kannten das tolle Haus in der Olympiaregion Seefeld bereits von einem früheren Besuch. Jetzt im Rahmen der Vierschanzentournee kamen die Spitzensportler in das For Friends, um Kraft und Energie für ihre großen Bewerbe zu tanken. Nicht nur das: Die Sprungstars feierten mit den Gästen einen exklusiven Silvester-Galaabend, begleitet von der Sopranistin Eva Lind, ließen sich vom Küchenchef des Hauses zum gemeinsamen Kochen inspirieren u. v. m. Offensichtlich haben sich die österreichischen Adler im For Friends rundum wohlgefühlt: Die ÖSV-Adler flogen zu großartigen Erfolgen. Bild: For Friends Hotel Etappensieg bei Ratenparität Kartellamt entscheidet gegen HRS Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat entschieden: Das Bundeskartellamt hat die Meistbegünstigungsklausel von HRS zu Recht untersagt. Das ist ein schöner Erfolg. Für HRS kann das eigentlich nur eines heißen: die AGBs für österreichische Hotels schnell zu ändern rigoros, ohne Hintertür, und das schnell, bevor man dazu gezwungen wird. So könnte man das Gesicht wahren, empfiehlt Dr. Markus Gratzer, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Er sieht in der Entscheidung des OLG Düsseldorf ganz klar einen weiteren Etappensieg für die Hotellerie. Die umstrittene Ausbildung zum/zur diätetisch geschulten Koch/Köchin Details siehe Lehrgangsstart: (110 Lehreinheiten) Ausbildung zum/zur Brotexperten/-in Details siehe Kursdauer: (40 Lehreinheiten) WIFI. Wissen Ist Für Immer. T Währinger Gürtel 97, 1180 Wien Meistbegünstigungsklausel verbat es Hoteliers bislang, Aktionspreise, die auf dem Buchungsportal von HRS angeboten wurden, zu unterschreiten. Im Sinne eines freien Wettbewerbs für freie Unternehmer hat die ÖHV die Initiative ergriffen und diesen Passus beeinsprucht. Ein Initiativantrag des Tourismusausschusses und eine Beschwerde der ÖHV vor der Bundeswettbewerbsbehörde führten nun zu dieser Entscheidung. Das Portal HRS hat nun noch die Möglichkeit, Einspruch zu erheben. Es geht um die unternehmerische Freiheit. Für die stehen wir, für die setzen wir uns ein, so Gratzer. Rest- plätze sichern.

8 08 Kurz&Gut Expansion Testa Rossa setzt Fuß nach Korea Für Testa Rossa war es ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Schon lange galten die Intentionen der Franchise-Marke von Wedl der Expansion in den fernen Osten, doch bis vor kurzem gab es nicht mehr als kleine Anknüpfungspunkte. Und als Anfang November das Telefon in Mils läutete, klang das Interesse eines koreanischen Geschäftsmannes an einer Testa Rossa caffèbar in Seoul noch nach Utopie. Über die Homepage sind die Asiaten auf die italienische Kultbar aus Tirol aufmerksam geworden. Ein paar s später stand fest: Die Herren aus Korea werden Anfang Dezember in Tirol erwartet. Dann ging alles Schlag auf Schlag: KR Leopold Wedl und Field Manager Johann Ladinig verbrachten viel Zeit mit den Interessenten und zeigten ihnen die Topbetriebe in Tirol, Salzburg und Südtirol. Begeistert nahmen die Gäste alle Standorte KR Leopold Wedl mit Sangbum Kim in der Wedl Kaffee-Akademie in Mils bei der Vertragsunterzeichnung. genau unter die Lupe und sahen, wie intensiv und individuell auf jede Location eingegangen wird. Sehr beeindruckt hat sie die höchste Kaffeequalität, die jeweiligen Spezialitäten und das wechselnde Rundum-Angebot von morgens bis abends. Anfang Dezember war es so weit: KR Leopold Wedl und Sangbum Kim von John & Look, beheimatet in Bongeunsa-ro in Gangnamgu Seoul, unterzeichneten den Vertrag. Gleichzeitig wurde der mitgereiste koreanische Barista in die Geheimnisse der Testa Rossa Kaffeespezialitäten und Cocktails eingeweiht und intensiv geschult. Die erste caffèbar wird bereits Anfang 2015 in Seoul am gleichnamigen Standort eröffnet. Dafür wurde ein umfassendes Konzept für den Launching Event vorgelegt, welches auch die Präsenz von Stars aus dem koreanischen Musik-Business beinhaltet. Weitere caffèbars sollen rasch folgen, denn Korea ist in Asien quasi ein Kaffee-Musterland. Caffèbars werden zu jeder Tages- und Nachtzeit frequentiert als Treffpunkt, zur Besprechung oder als Arbeitsplatz mit dem Notebook. Die koreanischen Partner und Seoul freuen sich auf die italienische Kaffeekultur par excellence. Bild: Wedl Global 2000 Restaurants für Schenk mir dein Problem gesucht Gmünd Ehrungen für Unternehmer Mit dem Projekt Schenk mir Dein Problem bringen wir ab Februar fünf Gastronomie-Unternehmen mit GLOBAL 2000 Nachhaltigkeits-Experten und rund 20 jungen, motivierten Studierenden zusammen, um Lösungen für kleinere und größere Umweltprobleme des Tagesgeschäfts zu finden, erzählt Johannes Frauscher, Schenk mir dein Problem -Projektleiter bei der österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL Bisher hat die Umweltorganisation gemeinsam mit Studenten bereits erfolgreich nachhaltige Lösungen für Betriebe gefunden, wie z. B. für Toni s Freilandeier. Seit kurzem beschäftigt sich das Projekt nun speziell mit der Gastronomie- Branche. Fünf Gastronomie-Betrieben mit Küchenbetrieb in Wien oder Wien Umgebung, die sich im Bereich Nachhaltigkeit oder grüne Gastronomie engagieren wollen oder es bereits tun, wird GLO- BAL 2000 so von Februar bis Juli 2015 helfen. Ziel ist es dabei, die Expertise der Umweltschutzorganisation, die Motivation und Kreativität der Studierenden sowie den Willen zur Weiterentwicklung in Unternehmen zu nutzen, um konkrete Best Practice -Maßnahmen für eine nachhaltige Gastronomie zu schaffen. Österreichische Restaurants sind stetigem Wandel ausgesetzt, und immer mehr Betriebe setzen dabei zunehmend auf Nachhaltigkeit. Genau hier setzen wir mit dem Projekt Schenk mir dein Problem an, so Johannes Frauscher abschließend. Interessierte Gastronomen können sich beim Projektleiter unter at oder unter Tel.-Nr.: melden. V. l.: Vizebürgermeisterin Helga Rosenmayer, Bäckermeister Johannes Pilz, Hotelier und Tankstellenbetreiber Andreas Weber und Bürgermeister Andreas Beer. Andreas Weber und KR Hannes Pilz haben Ende Dezember, im Rahmen der letzten Gemeinderatssitzung der Stadtgemeinde Gmünd im Jahr 2014, die goldene Ehrennadel der Stadt Gmünd von Bürgermeister Andreas Beer und Vizebürgermeisterin Helga Rosenmeier verliehen bekommen. Beer bedankte sich für die Leistungen als Unternehmer, aber auch für das ehrenamtliche Engagement in Projekten, Vereinen usw. rund um die Stadtgemeinde. KR Pilz ist mit seiner Bäckerei weit über die Grenzen von Gmünd bekannt und auch seit vielen Generationen in der Stadt verankert. Andreas Weber, seit 1995 Tankstellenunternehmer und Mitbegründer der Low-Budget-Hotelkooperation Fair Sleep, bringt sich auch immer wieder in regionale Projekte rund um die Stadt Gmünd und die Region ein. Beide sind auch Funktionäre in der Wirtschaftskammer Niederösterreich. Bild: Winkler

9 09 Hotel Lebensfreude Erstes Hotel für Krebskranke eröffnet Zu den Weihnachtsfeiertagen eröffnete im steirischen Bad Mitterndorf das nach eigenen Angaben erste Hotel für Krebskranke. Die Gastgeber Doris und Peter Musill verwandelten mit großem Umbau und liebevollen Details den vormaligen Hubertushof zu einem erholsamen Kleinod für Menschen, die Erholung dringend nötig haben. Ein paar möglichst Die Gastgeber: Doris und Peter Musill. unbeschwerte Tage mit der Familie oder Freunden verbringen, wer wünscht sich das nicht? Dass das aufgrund besonderer Bedürfnisse für Krebspatienten bislang schwierig war, weiß Diplomkrankenschwester Doris Musill aus ihrer jahrelangen Erfahrung auf der Onkologie. Wir bieten erholsamen Urlaub und die Sicherheit, dass wir keine Berührungsängste haben und Bescheid wissen, so die frischgebackene Unternehmerin. Die Ausstattung des Hauses, das Service und die Küche wurden daher auf spezielle Bedürfnisse abgestimmt, sodass ein entspannender Urlaub für die ganze Familie Realität wird. Küchenchef Peter ist der Spezialist, um bei Geschmackslosigkeit oder besonderen Bedürfnissen bezüglich Konsistenz und Portionen die Gäste zu verwöhnen. Als Zusatzangebote finden sich Pflegedienstleistungen, Massagen, Armoaanwendungen und professionell geführte Kreativtherapien im Programm. Hotel Lebensfreude in Bad Mitterndorf. Hilde-BigBand bei Jufa Swingender Sound und würziger Käse in cooler Location Anfang Jänner rockte die Hilde- Bigband aus Kempten das Jufa Gästehaus in Wien Simmering, in historischer Umgebung. Die 2009 gegründete und aktuell 304 Mitglieder umfassende Hilde- Bigband des Hildegardis-Gymnasiums in Kempten im Allgäu, übrigens das größte Orchester dieser Art in Deutschland, spielte unter der Leitung von Geografie- Professor Tobias Berlinger beherzt und mitreißend Stücke von Swing bis Musical und von Rock bis Volksmusik. Das Jufa Gästehaus war mit seiner großzügigen überdachten Lobby die perfekte Location für das Konzert und gleichzeitig Gastgeber der jungen Bilder: Hotel Musiker. In der Pause kosteten die Gäste den köstlichen, würzigen, warmen Rougette Ofenkäse der Allgäuer Käserei Champignon mit Weißbrot und Rotwein. Die mitreißende Musik, der Käse in der Pause, cremiger Genuss, dekorativ angerichtet und serviert, gemütliches Beisammensein in ungezwungener Jufa-Atmosphäre: Ein gelungener Abend! Gratulation dem Gastgeber Jufa, der Hilde-Bigband und der Käserei Champignon die Band und die Käserei haben ihre Wurzeln in Kempten im Allgäu und Jufa hat ebendort eines seiner modernsten, neuesten Gästehäuser. V. l.: Les Clefs d Or /District Governor Dieter Ludewig, Lukas Fürst (Park Hyatt), Jens Thiele (Palais Hansen Kempinski), Les Clefs d Or /President Christian Paral. Les Clefs d Or Neue Mitglieder Weltweit zählt Les Clefs d Or, die internationale Vereinigung der Hotel Concierges, fast 3500 Mitglieder. In Österreich sind es derzeit um die 70 aktive Mitglieder. Nun wurden zwei weitere in den elitären Ring aufgenommen. Lukas Fürst (Park Hyatt) wurde zum ordentlichen Mitglied ernannt, Jens Thiele vom Palais Hansen Kempinski als außerordentliches Mitglied aufgenommen. Mindestens fünf Jahre Berufstätigkeit als Concierge gilt als Voraussetzung für eine ordentliche Mitgliedschaft. Weltweit stehen die Concierges der führenden Hotels im Austausch, geben Empfehlungen an Gäste weiter und tauschen sich untereinander aus. Christian Paral, Chef Concierge im Sofitel Vienna Stephansdom und Präsident der Goldenen Schlüssel in Österreich, beschreibt die Aufgaben eines Concierges heute folgendermaßen: Unsere erste Aufgabe als Concierge ist es, den Gästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten und Orientierung zu geben, und weiter: Der Anspruch ist heute besser und schneller zu sein als das Internet. So empfehlen die Mitglieder der Vereinigung Gäste an Concierges in Hotels anderer Städte, wo diese ihren nächsten Aufenthalt geplant haben, weiter und informieren über Vorlieben und Präferenzen, sodass sich der Gast schon beim Eintreffen wohl und aufgehoben fühlt. Ein wichtiges Anliegen der Les Clefs d Or -Vereinigung ist außerdem die Förderung des Berufsstandes, insbesondere des Nachwuchses. So pflegt die österreichische Sektion eine enge Kooperation mit Tourismus- und Hotelfachschulen. Beste Stimmung mit musikalischer Darbietung der Hilde-Bigband und Rougette Ofenkäse im Jufa-Betrieb in Wien Simmering. Bild: Wlcek Bild: Wenger

10 10 Kurz&Gut Zukunft Ötztaler investieren 75 Millionen Großer Andrang herrschte bei der Vollversammlung von Ötztal Tourismus Ende November im Längenfelder Aqua Dome. Der Grund dafür: Mit 17 Infrastruktur-Projekten wollen die Verantwortlichen des Ötztaler Tourismusverbandes ihrem Tal eine Alleinstellungsposition im Alpentourismus verschaffen. Von der Freizeit Arena in Sölden über eine Kletterhalle in Längenfeld, von der Errichtung eines Golfplatzes in Sautens bis hin zu hochalpinen Hängebrücken reicht die Liste an neuen Freizeiteinrichtungen, die sich über das gesamte Ötztal verteilen. Werden alle Projekte realisiert, wird die Ötztaler Tourismuswirtschaft in den kommenden zehn Jahren einen Investitionsimpuls in der Höhe von 75 Millionen Euro generieren zusätzlich zu Seilbahn-Großprojekten wie etwa dem bereits in Entstehung begriffenen Kirchenkarprojekt in Hochgurgl oder der geplanten Skiverbindung von Sölden mit dem Pitztal. Die Tourismusverbandsmitglieder sprachen sich mit deutlicher Mehrheit für die ambitionierten Pläne aus. Die finanzielle Grundlage für das epochale Investitionsprogramm bildet eine Erhöhung der allgemeinen Aufenthaltsabgabe sowie des Pflichtbeitrages. Die Ortstaxe wird im Winter von 1,60 Euro auf 2,00 Euro erhöht, im Sommer von 1,30 auf 2,00 Euro. Zusätzlich wird der so genannte Infrastruktur-Euro für ortsgebundene Investitionen talweit einheitlich in der Höhe von 0,50 Cent im Sommer sowie 1,00 Euro im Winter eingehoben. Mit der Erhöhung des Pflichtbeitrages von 15,2 auf 17,0 Promille leisten zudem auch jene Betriebe ihren Beitrag, die nicht als Gastgeber tätig sind. Die neue Aufenthaltsabgabe wird ab Stichtag 1. November 2015 in Kraft treten, der neue Pflichtbeitrag mit 1. Jänner Somit zahlt der Gast im Ötztal ab Winter 2015/16 die neue einheitliche Taxe von 3,00 Euro pro Nacht, im Sommer 2016 die Taxe von 2,50 Euro Nacht. Das Vorstandsteam von Ötztal Tourismus mit Obmann Bernhard Riml (M.), Lukas Scheiber (l.) und Peter Neurauter (re.) lud zur Abstimmung über das Mega-Investitionsprojekt. Die geplanten Projekte 2015 bis 2025: Haiming: Apfelmeile Sautens: Ötztal-Golf Oetz: Widiversum Umhausen: Stuibenfallweg, Greifvogelpark Längenfeld: Kletterzentrum, Panoramaweg Sölden: Freizeit Arena, Ortskernentwicklung, BIG3 Mountainbike Rallye, Rodelwelt Obergurgl-Hochgurgl: Hängebrücke Gurgler Ferner, Neubau Piccardsaal, Informationsbüro Vent: Informationsbüro Talweit: Radweg und Naturparkstrukturen Bilder: Polak Mediaservice Hagleitner Paukenschlag im Geschäftsfeld der gewerblichen Betriebshygiene: Die in Zell am See beheimatete Hagleitner-Gruppe, nach eigenen Angaben Marktführer in der professionellen Hygiene in Österreich, übernahm mit Newsletter schon abonniert? 1. Jänner 2015 die Sparte Hygieneprodukte der Initial Hygiene Austria GmbH und setzt damit den Wachstumskurs konsequent fort. Wir wollen international eine starke und unabhängige Marke Übernahme der Hygiene-Sparte von Initial sein, die durch Innovation und Service überzeugt, erklärt Unternehmenseigentümer Hans Georg Hagleitner in einer Aussendung. Steigende Hygieneanforderungen bei den Kunden erfordern ein Mehr an Innovation und Service. Durch den Firmenkauf schaffen wir ein noch dichteres Servicenetz in Österreich. Mit dieser Nähe zum Kunden und der Hygienekompetenz unserer Mitarbeiter können wir die bestmögliche Servicequalität bieten, begründet Hagleitner die strategische Entscheidung. Damit hat das Engagement von Initial Austria in diesem Segment ein vorläufiges Ende gefunden. Zu Jahresende 2008 hat der damals noch unter dem Namen Rentokil Initial firmierende britische Hygiene-Spezialist das österreichische Traditionsunternehmen Ray-Werk, das insbesondere mit seiner Waschraumserie Katrin Bekanntheit erlangte, übernommen. Der Kauf damals wurde mit einer geplanten Marktoffensive in Osteuropa begründet. Bei Hagleitner wiederum erfordert die Übernahme der Hygiene-Sparte von Initial eine Neustrukturierung. Um die damit neu gewonnenen Kräfte mit den vorhandenen effizienter zu bündeln, werden durch die Akquisition die Mitarbeiter in Verkauf, Service und Telesales von Initial in das zu diesem Zweck neu gegründete Unternehmen Hagleitner Hygiene Service GmbH eingegliedert. Aktuell beschäftigt Hagleitner 950 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 83,7 Millionen Euro. Hagleitner ist in zwölf Ländern mit eigenen Direktvertriebsgesellschaften tätig. Strategischer Coup: Unternehmer Hans Georg Hagleitner. Bild: Hagleitner

11 Bilder: HGV PRAXIS, ÖHV Fast wäre das Kongresshaus K3 in Kitzbühel für die heimische Hotellerie zu klein geworden. Die Berufsbilder ändern sich radidkal Thematisch breit gefächert ging Mitte Jänner in Kitzbühel ein gut besuchter Hotelierkongress der ÖHV über die Bühne. Die allseits erwartete Steuerdiskussion geriet zum Randthema, weil ein Aspekt die Schlagzeilen beanspruchte: Der Arbeitsmarkt bricht weg. Aufmerksamen Touristikern wurde nach den Feiertagen klar, dass der ÖHV-Kongress in Kitzbühel ohne Gastredner Rudolf Hundstorfer auskommen muss. Der Sozialminister verunfallte beim Skifahren am Ötscher und wurde mit Beckenbruch ins Wiener AKH eingeliefert. In großkoalitionärer Eintracht fand auch sein Counterpart, Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, den Weg nicht nach Kitzbühel. Staatssekretär Harald Mahrer sekundierte geschickt und stellte sich einem informativen Kamingespräch am Vorabend des Kongresses. Mit teilweise schaurigen Neuheiten machte es das Regierungsmitglied spannend. Zum Beispiel mit der Einschätzung, dass die fortschreitende Digitalisierung ganze Berufsfelder hinwegraffen werde. Mahrer parlierte über Eisenbahn-Loks, die nicht nur selbstständig fahren, sondern sich auch selbstständig reparieren, falls eine Störung auftritt. Fazit: Mechaniker oder Lokführer werde man sehr bald schon nicht mehr brauchen. Diese Entwicklung sei nicht aufzuhalten und werde früher als befürchtet ganze Heerscharen von Arbeitnehmern vor die Frage stellen: Was tun? Nein, nicht Marianne und Michael, sondern Michaela und Gregor: Die ÖHV-Präsidenten bei der Alm-Lounge-Party im Rasmushof.

12 12 Aktuell Neue Funktion, neues Outfit: ÖHV-Ehrenpräsident und nunmehriger NEOS-Mandatar Sepp Schellhorn (r.) erklärt seinem Parlamentskollegen, dem Abgeordneten der Grünen Georg Willi, wo s im Tourismus langgeht. Smalltalk mit dem Schweizer Kollegen: Michaela Reitterer mit dem früheren Chef der hotelleriesuisse Guglielmo Brentel. Persönliche Begrüßung: Die Grande Dame der Wiener Hotellerie Elisabeth Gürtler wird von ÖHV-Generalsekretär Markus Gratzer herzlich willkommen geheißen. Sabine Hübner: Die Hoteliers müssen sich ständig fragen: Gelingt es uns, die Qualität immer wieder neu erlebbar zu machen? Richard David Precht: Im Dienstleistungsgewerbe wird die Nachfrage nach Problemlösungskompetenz stark wachsen. Das ist die Chance für die Hotellerie. Die Chefin von Kitzbühel Tourismus und Hotelière des Rasmushofs Signe Reisch: Der Tourismus ist nicht das Sahnehäubchen, sondern der Hauptgang eines Wirtschaftsmenüs. Mit diesen Bildern im Hinterkopf, vermochte dann tags darauf auch Hundstorfers Kabinettschef Joachim Preiss nicht unbedingt positive Meldungen vom Arbeitsmarkt zu überbringen. Im Gegenteil: Die Hotellerie suche händeringend nach qualifizierten Mitarbeitern. Ganz besonders fehle es an Nachwuchs für die Branche. Preiss belegte das mit Zahlen: Die Zahl der Lehrlinge im Tourismus ist in den Jahren 2008 bis 2013 also die vergangenen fünf Jahre von rund auf zurückgegangen. Das ist ein Minus von fast 30 Prozent. In der Gesamtwirtschaft gab es in diesem Zeitraum einen Lehrlingsrückgang von nur zehn Prozent. Die Gründe dafür sind zum Teil hausgemacht und liegen auch im schlechten Image der Gastronomie. Immer weniger junge Leute halten eine Lehre als Koch oder Kellner für erstrebenswert. Auf der anderen Seite werden auch die Betriebe, die Lehrlinge ausbilden, immer weniger. Da ist von Überregulierung, politischer Schikane und Arbeitsbedingungen, die die Ausbildung ganz einfach unattraktiv machen, die Rede. Die Frage, wie die Branche zu Lehrlingen kommen soll, wenn es immer weniger Ausbildungsbetriebe gibt, muss sich die Branche allerdings gefallen lassen. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch eine andere Zahl: Während landauf, landab die Berufsschulen zusperren, gibt es österreichweit 28 Tourismusschulen mit mittlerweile Schülern, also erstmals mehr Tourismusschüler als Lehrlinge. Die Erklärung ist einfach: Der Trend geht auch im Tourismus immer mehr in Richtung Höherqualifizierung. Damit die Lehrlinge hier nicht im Hintertreffen bleiben, müsse es mehr attraktive Querverbindungen geben. Die Lehre mit Matura kann hier nur einen Anfang darstellen, ist sie doch in der Praxis für einen Lehrling, der einen großen Zeitaufwand hat, schwer durchführbar und neben der Arbeit eine Doppelbelastung. Trotz des grassierenden Mitarbeitermangels gibt es im Tourismus eine Arbeitslosenrate von 10,4 Prozent. Die Hoteliers orten hier Fehler in der Arbeitsmarktpolitik. Die Branche würde bei der Definition von Mangelberufen für die sogenannte Rot-Weiß-Rot-Karte (diese ermöglicht ausländischen Arbeitskräften eine dauerhafte Zuwanderung) regelmäßig ignoriert. ÖHV-Präsident Gregor Hoch: Die Berufsgruppe der Landmaschinenmechaniker, für die es 100 offene Stellen gibt, gilt als Mangelberuf, Köche oder Reinigungskräfte, wo immerhin mehr als gebraucht würden, werden vom AMS nicht als Mangelberuf eingestuft. Überhaupt ändern sich auch im Tourismus die Berufsbilder. So löst der Revenue Manager in der Gehaltsstatistik den Küchenchef ab. Dieser ist hauptsächlich damit beschäftigt, die Zimmerpreise an die wechselnde Nachfrage anzupassen. Diese Fertigkeit basiert auf hochdiffizilen Prozessen, die ein fundiertes Know-how voraussetzen. Wie radikal sich schließlich die Berufswelt auch im Tourismus ändern wird, darüber berichtete der deutsche Philosophie-Professor Richard David Precht. Es wird viele bislang bezahlte Berufe nicht mehr geben. Der Umbruch ist bereits sichtbar. Warum sich einen Gitarrenlehrer nehmen, wenn man das am Tablet aus dem Internet runterladen kann. Für Yogakurse gilt das genauso wie etwa für die Reisebürobranche. Um heute einen Flug zu buchen, muss man in kein Reisebüro mehr gehen. Vor allem im Gesundheitsbereich wird die zunehmende Digitalisierung für große Verwerfungen sorgen. Blutdruck messen, Hormonspiegel kontrollieren das kann man alles selber machen. Für das Dienstleistungsgewerbe bedeutet das: Die Problemlösungskompetenz wird wachsen. Wenn das Auto kaputt ist,

13 Angeregte Pausenkommunikation im Ausstellungsbereich. Starkes Quartett, v. l.: Martha Schultz, WK-Vizepräsidentin und Tourismusunternehmerin, Petra Nocker-Schwarzenbacher, Spartenobfrau für Tourismus, Elisabeth Udolf-Strobl, Sektionschefin im Wirtschaftsministerium, und Petra Stolba, Geschäftsführerin der ÖW. Die konkrete Arbeit in den Workshops war für viele Teilnehmer eine Neuheit. muss es in der Werkstätte zum digitalen Check. Wenn nicht mal der Computer den Fehler findet, dann ist eine hochgradige Problemlösungskompetenz gefragt. Das ist in bestimmten Bereichen der Hotellerie nicht anders. Der Concierge wird mehr wert und nicht weniger. Wenn er in der Lage ist, sich für die Bedürfnisse eines Gastes zuständig zu fühlen, dann wird man das in Zukunft noch viel mehr schätzen als heute. Und wie genau man jene geforderte Problemlösungskompetenz erreicht, darüber referierte die österreichische Qualitätsexpertin Sabine Hübner, die in Deutschland tätig ist. Geschickt führte Hübner die Herausforderungen der Digitalisierung mit persönlichen Anforderungen des Gastes zusammen. Im Grunde geht es immer darum, eine gute Geschichte zu erzählen, betonte die Service-Expertin. Und verwies auf die vier Gesetze der Empathie: Die Konzentration auf den Gast, nehme ich etwas überhaupt wahr?, Inspiration und Phantasie und schlussendlich Mut. Arbeitgeber sollten die Mitarbeiter vor allem beim Mut nach Kräften unterstützen. Nur so könne man dem Gast auf Augenhöhe gegenübertreten. Ganz großes Kino versprachen danach die Sieger des Tourismusschüler-Videowettbewerbs, der von der ÖHV ausgelobt wurde. Österreichs Tourismusschüler haben damit bei einem Video-Wettbewerb brilliert. Die besten Filme wurden beim ÖHV-Hotelierkongress prämiert. Ausgewählt wurden sie von der Expertenjury Michael Mrazek, ncm, Thomas Prantner, ORF, Ulli Retter, Seminar Hotel Restaurant Retter, FH-Prof. Mag. Hubert Siller, MCI, Mag. Gerlinde Weilinger, BMWFW, sowie den ÖHV-Präsidenten Michaela Reitterer und Mag. Gregor Hoch. Präsentiert wurden die Filme vor der versammelten Branchenspitze am Junior Day beim ÖHV-Hotelierkongress. Die Jury war von den eingereichten Beiträgen begeistert: Es ist großartig, was unsere Tourismusschüler können, freuen sich Hoch und Reitterer über die kreativen Ergebnisse. Prämiert wurden folgende Videos: From Hugo to Boss: Lukas Interholzinger, Zhenhao Li, Valentin Mang, Jakob Popper, Michael Rattay und Robin Uthe, Schüler der Modul Hotel und Tourismusschule der Wirtschaftskammer Wien, haben die Jury sofort überzeugt. Gastlichkeit leben. Gastlichkeit fühlen. Die überaus kreative Darstellung eines Arbeitstages in der Gastronomie hat Milos Gogonic, Aleksandar Djurkanovic, Christoph Haas und Manuel Hollaus von den Zillertaler Tourismusschulen eine Auszeichnung gebracht. Herzen vereinen Wo ist der perfekte Mann? Vier Schülerinnen der Zillertaler Tourismusschulen, Stefanie Hanser, Nadine Hauser, Eva-Sophie Kapferer und Jasmin Lechner, haben mit ihrer Suche nach dem perfekten Mann gepunktet. ÖHV Der Gesang und der Einfallsreichtum von Christoph Prandstätter, Alexander Wagner, Sebastian Cachée, Sabina Weiss und Anna Adelmann von den Tourismusschulen Semmering wurde belohnt. Die Welt steht dir offen: Yü Li Chang, Johannes Grainer und Lisa Baldauf, Schüler der Tourismusschulen Bad Hofgastein, haben mit ihrem Video die vierte Prämierung erreicht. -sax- Für eine kanisterfreie, saubere Küche die beste Kombination Apex y Einfach mehr als nur Spülen y Anwendungssichere Blockund Farbkodierung y Ein detaillierter Einblick ermöglicht Müll, Energie und Wasser zu sparen KitchenPro y Maximierte Hygienestandards y Anwendungssicher hygienisch saubere Ergebnisse erzielen y Zeitersparnis und Kostenkontrolle 0810 /

14 14 Hotellerie Bild: fotolia.com - apops Der Preis, das unverstandene Wesen Revenue-Manager sind die neuen Küchenchefs der Hotellerie. Sie sind verantwortlich für den Zimmerpreis, den ein Hotel erwirtschaftet. Doch wie man den besten Preis erzielt, das sollte auch jeder Unternehmer wissen. Hotel-Berater Christoph Nussbaumer hat sich auf die Suche nach den wichtigsten Instrumenten zur Preisgestaltung gemacht. In den letzten Jahren wurden enorme Summen in die Hotellerie investiert. Die Aufmerksamkeit der Hoteliers war dabei vor allem auf Baumaßnahmen, die richtige Positionierung und die Vermarktung gerichtet. Ein zentrales Element für den Unternehmenserfolg ist aber in vielen Fällen zu kurz gekommen, nämlich die strategisch erforderliche Preisdurchsetzung. Im Rahmen der Marketing-Aktivitäten wird der Preis zwar als eines der vier Elemente des Marketing-Mix gleichwertig wie die Leistung, die Kommunikation und der Vertrieb behandelt. Der Preis ist aber in seiner strategischen Bedeutung wesentlich höher einzustufen, als dies bisher der Fall war. Der tatsächlich realisierte Durchschnittspreis je Nächtigung ist das zentrale Element des Unternehmenserfolges. Der Preis ist auch für die Positionierung des Betriebes von strategischer Relevanz und spiegelt den Nutzen wider, den die Gäste bei einer Buchung erhalten. Daher ist der Preis auch ein wirksamer Qualitätsindikator zur Orientierung, insbesondere für neue Gäste. Je hochwertiger dabei der Gästenutzen ist, desto emotionaler ist die Kaufentscheidung und desto unbedeutender ist der Preis aus Sicht des Gastes. Mindestens einmal im Jahr sollten die Preise aller Hotelleistungen hinterfragt und neu justiert werden. In der Regel werden auf die bestehenden Preise einige Euro draufgeschlagen oder eben nicht, je nachdem, wie die Wettbewerber sich verhalten und welches Bauchgefühl im Moment gerade den Verstand steuert. Bei einem solchen Vorgehen wird Jahr für Jahr viel Geld verschenkt. Durch den Zinseszinseffekt wirken sich heute nicht genutzte Preispotenziale in der Zukunft überproportional stark aus. Gäste der Ferienhotellerie haben durchaus Verständnis für an die Inflation angepasste Preise, sofern der Gast das Gefühl hat, einen fairen Preis zu bezahlen. Auch in der Stadthotellerie, die primär Business-Gäste beherbergt, sollte man den Mut haben, die erforderlichen Preise gegenüber den Einkaufsabteilungen der Firmen durch eine nachvollziehbare Begründung transparent zu kommunizieren und durchzusetzen. Ziel der Preis-Strategie ist es, den erforderlichen strategischen Durchschnittspreis bei der geplanten Anzahl an Nächtigungen zu Interne und externe Faktoren zur Preis-Strategie vorhandene Bettenkapazitäten Qualität der Zimmer bestehende Preise Auslastungs- und Umsatzstatistiken je Kategorie und je Saisonzeit Aufenthaltsdauern Doppelbelegungsfaktoren Kinderanteile Reisebüroanteile Pauschalen eventuelle Nutzenveränderungen für den Gast infolge von Investitionen Preispolitik der Wettbewerber Preisniveau der Region und des Tourismusortes Ferienzeiten je Zielgruppen volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen

15 15 erreichen und ständig weiter zu optimieren. An der Preis-Strategie sollte also laufend gearbeitet werden. Die Preis-Strategie ist auch die Basis für das Preis-Controlling, das jedes Hotel im Rahmen des monatlichen Controllings durchführen sollte. Grundsätzlich spielt es keine Rolle, ob ein Hotel das ganze Jahr über einen Einheitspreis verlangt oder ein stark dynamisches Yield-Management betreibt. Wesentlich ist der tatsächlich erzielte Durchschnittspreis, und der sollte geplant, gesteuert und optimiert werden. Nun verfügen Hotelbetriebe in der Regel über verschiedene Kategorien, Saisonzeiten, Rabatte und Zuschläge, die die optimale Preis-Strategie in der Gesamtsicht zu einer ziemlich komplexen Angelegenheit machen. Dringend zu empfehlen ist jedoch, dieser Arbeit eine erhöhte Aufmerksamkeit zu widmen, denn es zahlt sich aus. Der optimale Zeitpunkt jährliche und saisonale Preisanpassungen Zimmerrenovierungen Kapazitätserweiterungen Investitionen in den allgemeinen Gästenutzen Nun stellt sich die Frage, wie man zu einer optimalen Preis-Strategie kommt. Grundsätzlich sind verschiedene interne und externe Faktoren zu berücksichtigen (siehe Box). Die Kombination all dieser Kriterien zur Suche nach der optimalen Preis-Strategie ist ein qualitativer und quantitativer Suchprozess. Ausgehend vom Preis-Leitbild werden verschiedene Möglichkeiten ausgelotet, bewertet und priorisiert. Die Optimierung all dieser Faktoren ist eine hochkomplexe Aufgabe. Die Kombination qualitativer und quantitativer Methoden ist das beste Erfolgsrezept. Es ist immer wieder erstaunlich, wie sich die Performance- Kennzahlen durch punktuelle Eingriffe in die Preisstrukturen verbessern lassen. Zu empfehlen ist, die Preise mittels einer Szenariorechnung zu simulieren, damit a) unterschiedliche Preis-Strategie-Alternativen erarbeitet und bewertet werden können und b) anhand von eindeutigen Kennzahlen die optimale Preis-Strategie ausgewählt wird. Eine Preisanpassung zum richtigen Zeitpunkt ist erfolgsentscheidend. Grundsätzlich können folgende Anlässe für Preisanpassungen unterschieden werden: jährliche oder saisonale, nach Zimmerrenovierungen, nach Kapazitätserweiterungen, nach Investitionen in den allgemeinen Gästenutzen. Bei der jährlichen Preisanpassung muss vorsichtig agiert werden. Einerseits sollte die Inflation auf die Preise umgelegt werden, ohne Gäste zu verlieren, andererseits können nicht vorgenommene Preisanpassungen später kaum nachgeholt werden. Ansatzpunkte zur Preis-Optimierung finden sich außer in der generellen Erhöhung um die Inflationsrate vor allem in der Preisdifferenzierung der Saisonen. Bei Zimmerrenovierungen und Kapazitätserweiterungen bieten sich mehrere Gelegenheiten, die Preisstruktur zu optimieren. So können bei größeren Baumaßnahmen Kategorien oder Namen geändert und mit einem entsprechenden Preisaufschlag versehen werden, während die Preise der anderen Zimmer nur um die Inflationsrate erhöht werden. Falls Investitionen in der allgemein zugänglichen Infrastruktur durchgeführt worden sind (Wellness, Fitness, Restaurant, Außenanlagen, Garagen, Bar, Lobby etc.), die einen ein- FÜR ALLE, DIE IHREN GÄSTEN VERWÖHNMOMENTE SERVIEREN. Von Schokostreuseln bis zum Butterpinsel: Bei METRO finden Sie alles für Ihre Kaffeehaus Kreationen.

16 16 Hotellerie deutigen Nutzenvorteil für die Gäste darstellen, dann kommt es darauf an, diesen Nutzen zu vermarkten und auch die Preise entsprechend dem höheren Nutzen anzuheben. Denn Investitionen ohne adäquate Preisanpassungen vorzunehmen bedeutet Geld zu verschenken und die Chance zu verspielen, dem Gast eben durch einen höheren Preis den zusätzlichen Nutzen, den er ab sofort genießen kann, klar zu kommunizieren. Einmalige Gelegenheiten zur Preis- Optimierung sind Kombinationen mehrerer Anlässe, wenn z. B. Investitionen in die Infrastruktur parallel mit Zimmerrenovierungen und Kapazitätserweiterungen erfolgen. In diesen Fällen kann das gesamte Repertoire der Preis-Strategie ausgespielt und eine neue und optimierte Preisstruktur geschaffen werden, was sehr positive Auswirkungen auf sämtliche Kennzahlen nach sich ziehen kann. Nutzen Sie die vielfältigen qualitativen und quantitativen Möglichkeiten bei der Erarbeitung Ihrer optimalen Preis-Strategie. Wir empfehlen, dem Preis eine deutlich stärkere Aufmerksamkeit als bisher zu schenken und diesen ständig zu optimieren. Info: Dr. Christoph Nussbaumer, CMC, ist Gründer und Geschäftsführer der gleichnamigen Strategieberatung. Das erfordert Mut HGV PRAXIS-Interview mit Dr. Christoph Nussbaumer HGV PRAXIS: Herr Nussbaumer, das Thema Preis verliert in keiner Branche an Brisanz. Sie empfehlen in Ihrem Artikel eine jährliche Anpassung der Preise. Wie viele Hoteliers tun das Ihrer Meinung nach? Nussbaumer: Die meisten Hoteliers erhöhen einmal im Jahr die Preise, jedoch nicht immer in der erforderlichen Höhe. Es gibt aber auch Beispiele von Hoteliers, die eine Preisanpassung auslassen, weil sie das Gefühl haben, eh schon recht teuer zu sein. Und wie erklären Sie sich das? Nussbaumer: Die Orientierung am Wettbewerb ist in der Hotellerie stark ausgeprägt, und wenn z. B. ein Wettbewerber die Preise gleich lässt oder gar senkt, dann kann es schon vorkommen, dass man nicht den Mut hat, die Preise entsprechend der Teuerung anzupassen. Es scheint also doch nicht so einfach zu sein, Ihrer Empfehlung Folge zu leisten. Beim Blick auf die Preise der Konkurrenz ist den Bemühungen, die Preise anzuheben, schnell wieder ein Ende gesetzt. Nussbaumer: Durch die starke Differenzierung des Angebotes in der Hotellerie gibt es in fast jeder Preiskategorie attraktive Angebote. Manchmal hat man auch ein Positionierungsproblem und fühlt sich von zwei Seiten bedrängt. Einmal von den preiswerten Anbietern im niederen Preisbereich und zum anderen von den Anbietern, die zwar einen höheren Preis verlangen, jedoch auch einen höheren Gästenutzen bieten. Wir empfehlen stets den strategischen Durchschnittspreis je Nächtigung für die nächsten zehn Jahre zu bestimmen und die jährlichen Teuerungsraten konsequent weiterzugeben. Das erfordert Mut und Selbstbewusstsein, was durch eine gute Strategie stark gefördert werden kann. Erklären Sie bitte den Zinseszinseffekt, am besten anhand eines Beispiels. Nussbaumer: Angenommen, eine Nächtigung kostet heute 90 Euro und die jährliche Teuerung beträgt in den kommenden zehn Jahren zwei Prozent. Bei einer konsequenten Weitergabe der Teuerung müsste im Jahr 2025 eine Nächtigung ca. 109 Euro kosten. Wenn nun der Hotelier die Preise im Durchschnitt nur um ein Prozent pro Jahr erhöht, dann würde eine Nächtigung bei ihm im Jahr 2025 nur ca. 99 Euro kosten. Bei Nächtigungen würde der Hotelier über den Zeitraum von zehn Jahren 1,08 Millionen Euro an Umsatz verlieren, auf der Basis von gleichbleibenden Kosten. Sie führen vierzehn interne und externe Faktoren an, die bei der Preis-Strategie zu berücksichtigen sind. Mit Verlaub, aber gerade wenn ich diese Faktoren berücksichtige, komme ich nicht weiter, weil ein Argument das andere aufhebt? Nussbaumer: Die optimale Preis-Strategie zu finden ist in der Tat eine komplexe Aufgabe, bei der viele interne und externe Faktoren berücksichtigt werden müssen. Die genannten 14 Faktoren können je nach Hotel durchaus noch Zuwachs bekommen. Der springende Punkt ist, die Wirkungsdynamik all dieser Faktoren in einer Szenariorechnung maßgeschneidert für jedes Hotel zu simulieren. Die Argumente heben sich also nicht auf, sondern sie sind miteinander vernetzt. In einem Kinderhotel konnten wir z. B. den strategischen Durchschnittspreis durch eine Kombination mehrerer Faktoren bei annähernd konstanter Auslastung in drei Jahren von 63 Euro auf 94 Euro anheben, mit sehr positiven Effekten auf das Ergebnis. Sie beraten viele Jahre die Ferienhotellerie. Welchen Stellenwert hat dabei eine verbesserte Preis-Strategie? Nussbaumer: Bei der Erarbeitung oder Aktualisierung eines Strategie-Konzeptes spielt Unternehmensberater Dr. Christoph Nussbaumer: Der springende Punkt ist, die Wirkungsdynamik aller Faktoren in einer Szenariorechnung zu simulieren. der strategische Durchschnittspreis in den nächsten zehn Jahren eine zentrale Rolle. Auch mit unserem neuen Produkt Preis- Strategie haben wir schon eine ganze Reihe von Hotelbetrieben darin unterstützt, die Performance zu verbessern. So gesehen ist unsere Beratungstätigkeit fast immer direkt oder indirekt mit dem Thema Preis-Strategie verbunden. Herr Nussbaumer, vielen Dank für das Gespräch. -sax- Bild: strategy consultants

17 17 Wellnesstempel für Kinder Der Lermooser Erfolgshotelier Ernst Mayer realisiert in Gosau in Oberösterreich ein 44-Millionen-Euro-Projekt. Am Fuße des fast 3000 Meter hohen Dachsteins entsteht ein neues Urlaubsparadies für Eltern und Kinder. Der Baubeginn des Leading Family Hotel & Resort Dachsteinkönig in Gosau markiert für die Region ein nie dagewesenes Ereignis es ist das größte gegenwärtige Hotelprojekt Oberösterreichs. Die Mayer Family Hotels GmbH investiert als Betreiber 44 Millionen Euro in den Bau des Vier-Sterne-Superior-Hotels mit fünf Smileys. Es entstehen 105 Familiensuiten (420 Betten) im Hotel und 15 Chalet-Einheiten (60 Betten) mit Kamin und Panorama-Außensauna im Chaletdorf. Das dritte Kinderhotel unter der Mayer-Flagge entsteht auf m² direkt gegenüber der Hornbahn. Die Neueröffnung ist für 2016 geplant. Die Mayer Family Hotels GmbH verhalf bereits dem Leading Family Hotel & Resort Alpenrose in Lermoos (Tirol) und dem Kinderhotel Oberjoch (Bad Hindelang / Deutschland) zu internationalem Renommee beide Kinderhotels wurden mehrfach prämiert. Für Ernst Mayer ist der Bau des Kinderhotels in Gosau ein besonderes Ereignis. Es ist das erste Kinderhotel, das ganz nach seinen Vorstellungen auf der grünen Wiese errichtet wird. Die enge und intensive Zusammenarbeit mit der Gemeinde Gosau, der Dachstein Seilbahn AG und dem Land Oberösterreich hat dieses Resort erst möglich gemacht. Familien können sich schon jetzt auf ein Urlaubsdomizil der Extraklasse freuen, in das die Erfolgskonzepte der Hotels in Lermoos und Oberjoch einfließen, sagt Ernst Mayer. Ab 2016 werden die Gäste kulinarisch mit einer All-inclusive- Gourmetküche verwöhnt. Kindern steht auf 145 m² zusätzlich ein eigenes Restaurant mit 70 Plätzen zur Verfügung. Hauseigene Sommeliers offerieren 400 verschiedene Weine. So soll das Kinderhotel in Gosau nach der Fertigstellung aussehen. Die Neueröffnung ist für 2016 geplant. Urlaub für Groß und Klein in den Familiensuiten mit Kuschelecke. Erlebnis-Urlaub der Extraklasse in Gosau bietet ein 2000 m² großer Indoor-Spielbereich mit Kino & Theater sowie einer Softplay-Anlage. Im Hotel auspowern können sich kleine Hotelgäste in einer zweistöckigen Turnhalle, auf einer Indoor-Gokartbahn sowie in einem Kinderpool und auf der 100 Meter langen Reifen- Wasserrutsche, die Attraktionen der Bade- und Saunalandschaft sind. Draußen lockt ein Skihang für kleine Anfänger, eine Hüpfburg, ein Abenteuerspielplatz sowie ein Bobbycar-Parcours. Zudem gibt es einen Streichelzoo. Wer den Kinderschuhen entwachsen ist, den erwartet im Kinderhotel Dachsteinkönig in elf Behandlungsräumen ein Verwöhnprogramm auf insgesamt 1000 m². Integriert sind eine Beauty Farm, eine Saunawelt mit Saunahof sowie ein Außenpool. Aktiv erholen können sich Gäste auf der Indoor-Golfanlage oder in dem top ausgestatteten Fitnessraum. -sax- DIE NEUE DIMENSION DER TEXTILHYGIENE. Ein vollautomatisches Flüssigwaschsystem für saubere Textilien und eine reine Umwelt. Ausgezeichnet mit dem TRIGOS Tirol 2014 Bilder: Arkan Zeytinoglu Architects 115 Mitarbeiter, davon 20 weibliche und männliche Kinderbetreuer, garantieren sieben Tage die Woche 13 Stunden täglich einen erholsamen wie aktiven Urlaub mit viel Spaß. Wie wichtig eine umfassende und pfiffige Kinderbetreuung ist, lehren mich die Erfahrungen, die ich in Lermoos und Oberjoch gemacht habe. Kinder ein bisschen zu bespaßen, das ist viel zu wenig. Der Nachwuchs will drinnen und draußen aktiv und kreativ sein. Das ist die Stärke unserer Mitarbeiter, so Hotelbetreiber Mayer. Die Basis für einen Kinder- Bild: Mayer Family Hotels GmbH. Der Baubeginn des Leading Family Hotel & Resort Dachsteinkönig in Gosau markiert für die Region ein nie dagewesenes Ereignis es ist das größte gegenwärtige Hotelprojekt Oberösterreichs. Beim Spatenstich (von links): Florian, Ernst und Julian Mayer. INTERESSIERT? Hier geht s zum Video: Der Spezialist für Sauberkeit, Hygiene und Wohlbefinden. Julius Holluschek GmbH

18 18 Hotellerie Bilder: Hotel/Blaha Die Bibliothek ist zugleich Raucherstube. Im Jagdschloss Kühtai ehemalige Jagdresidenz der Habsburger und Mitgliedsbetrieb der Gruppe Schlosshotels und Herrenhäuser gehen die Uhren anders. Entschleunigung ist angesagt. Das Skigebiet ist überschaubar und idyllisch. Dem Kaiser auf der Spur und schlemmen und schlummern wie Seine Majestät. Auf den Spuren der Habsburger wedelt man im Jagdschloss Kühtai. Auf 2020 Metern Höhe im Tiroler Sellraintal ließen sich einst schon die alten Habsburger gerne nieder. Der heutige Gastgeber, Christian Graf zu Stolberg-Stolberg, ist ein Ur-Urenkel des Kaisers, aber alles andere als entrückt und z. B. fanatischer Eishockey-Fan. Er selber spielte in jüngeren Jahren Landhockey. Die ehemalige Kuhalm im Chutay stammt aus dem Jahre wurde die Jagd an Kaiser Maximilian I. verpachtet, und in einer Urkunde hieß es, dass Seine Majestät und sonst niemand anderer in solcher Zeit daselbst Gemsen jagen möge. Und so wurde der Hof schließlich in einen fürstlichen Jagdsitz verwandelt, im Stile eines Oberinntaler Bauernhauses, kombiniert mit Spätgotik und Spätrenaissance. Nach der Tiroler Linie der Habsburger folgten die Wiener Habsburger kaufte Kaiser Franz Josef I. das gesamt Urbar übernahm Karl Graf zu Stolberg-Stolberg die fürstliche Jagdresidenz von seiner Mutter. Sie war die Enkelin von Kaiser Franz Josef I. und Kaiserin Elisabeth von Österreich. Unter Stolberg wurde die fürstliche Jagdresidenz zum heutigen Jagdschloss Kühtai, wo noch heute das k.u.k. Flair zu spüren ist trat Christian Graf zu Stolberg-Stolberg in die Fußstapfen seines Vaters, übernahm die Leitung des Schlosshotels, und er ist auch die aristokratische Seele des denkmalgeschützten Hauses. Der Graf selber kümmert sich um den Blumenschmuck, um das Anfeuern des offenen Kamins und die Untermalung mit klassischer Musik in der Hotellobby. Seit 2010 veranstaltet der musikbegeisterte Ur-Urenkel des Kaisers auch ein Musikfestival in seinem Hause. Das Festival KlangSchnee mit namhaften Künstlern findet jährlich im April statt. Im Abendrestaurant nimmt der Graf regelmäßig Platz an seinem Stammtisch, pflegt Konversation mit seinen Gästen und entscheidet, welcher Gast an seiner Tafel Platz nehmen darf. Es kann aber auch vorkommen, dass der begeisterte Hockeyfan wenn gerade ein Eishockey-Match im TV läuft kurz in seine Wohnung entschwindet und nach dem Stand der Tore schaut. Christian Graf zu Stolberg- Stolberg ist eigentlich ein Gastliches Haus mit ambitionierter Kulinarik: Zanderfilet. Heimkehrer. Er besuchte schon die Volksschule in Kühtai. Nach der Hotelfachschule Klessheim- Salzburg führte ihn seine Hotelierkarriere nach Wien und Hamburg, wo er schließlich für die österreichische Handelsdelegation und als Handelsdelegierter für Norddeutschland tätig war. Alte Kupferstiche, Porträts und Stammbäume aus der Ahnen-

19 19 Schlafen in jahrhundertelanger Habsburger-Tradition. Diese Atmosphäre atmet viel Geschichte. Der Duft der Zirbenstube ein Duft der Ewigkeit. Im Abendrestaurant nimmt auch der Hausherr, Christian Graf zu Stolberg- Stolberg, höchstpersönlich Platz und pflegt Konversation mit seinen Gästen. Und der Kaiser hört zu. galerie zieren die Gänge und Gästezimmer. Die Fürsten- und Grafenzimmer sind großteils noch mit Zirbenholz getäfelt und mit Mobiliar aus fürstlichem Besitz ausgestattet. Die Stiegenhäuser im Stammhaus beeindrucken mit alten Gewölben. Und beim offenen Kamin um die Ecke empfängt der Elisabethflügel, während die Dependance Kühtaier Hof nebenan ein Appartement mit dem Namen Schweinestall bietet. Wer Trubel sucht, ist hier absolut fehl am Platz. Daher suchen auch prominente Gäste, namhafte Schauspieler, Industrielle und Mediziner, gerne Zuflucht im Jagdschloss abseits von Presse und Paparazzi. Stilvolle Entschleunigung ist angesagt. Neben dem besonderen Flair des Jagdschlosses ist auch die Lage am Pistenrand reizvoll. Sozusagen raus dem Bett und rein in die Bindung. Beim Lunch auf der Sonnenterrasse oder in der urigen Pförtnerstube kann man die anderen Skifahrer beobachten. Auch internationale Skimannschaften finden sich hier gerne zum Training ein. Bode Miller und Maria Riesch gehörten zu den Stammgästen zwischen den Toren. Das überschaubare Skigebiet mit seinen acht Skiliften ist auch bekannt für seine verlässlichen Mengen an Naturschnee, und daher kommt die Region auch stets mit wenigen Schneekanonen aus. Die Lifte, Pisten und Hütten atmen auch kaiserliches Flair. In der Bergstation der Kaiserbahn ist natürlich ein Porträt des Kaisers zu bewundern. Die Skihütten heißen stilvoll Kaiser Maximilian und Graf Ferdinand. Ein Alpenrosenlift darf ebenso wenig fehlen wie ein Kaiser-Franz-Josef-Weg und der beliebte Kaiserschmarren. Auch an der Speisekarte im Jagdschloss Kühtai hätte der Kaiser seine helle Freude gehabt, bei Tafelspitzconsommé und Zwiebelrostbraten. Und natürlich hängt der Kaiser im Zirbenstüberl auch an der Wand, mit seinem Lieblingsspruch auf den Lippen: Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut Gefreut hätt er sich wohl auch angesichts der Weinkarte, gespickt mit Namen Online-Tickets unter: angesehener Winzer Österreichs (Bründlmayer, Tement, Umathum, Pöckl, Heinrich, Gager und Winkler-Hermaden) und aus dem Bordelais (Château Gazin, Léoville-Poyferré, Pavie-Macquin und Montrose). -doma Düsseldorf, Germany Internationale Fachmesse Weine und Spirituosen EINMALIG VIELFÄLTIG Aussteller aus 50 Ländern, ein riesiges Rahmenprogramm, perfekte Organisation. Erleben Sie die Welt der Weine und Spirituosen auf höchstem Niveau. Gesell GmbH & Co. KG Sieveringer Str. 153 _ 1190 Wien Tel. +43 (01) Fax +43 (01) To Another Great Year

20 20 Hotellerie Das Prinzip des Klosters stand bei der Konzeption des Lanserhofes Tegernsee Pate. Bild: Alexander Haiden Preisregen für Lanserhof Das neue Haus der Gruppe am Tegernsee wurde für seine Architektur mehrfach ausgezeichnet. Der Lanserhof in Lans in Tirol steht seit über 30 Jahren für eine innovative Vitalmedizin und ist mit seinem Konzept eine in Europa vielfach ausgezeichnete medizinische Institution. Das Lans Med Concept ist eine Symbiose aus traditioneller Naturheilkunde und modernster Medizin. Bereits 2012 wurde das Stammhaus am Lanser See durch das ambulante Gesundheitszentrum Lans Medicum in Hamburg ergänzt. Vor einem Jahr eröffnete der Lanserhof Tegernsee als modernstes Gesundheitsresort Europas. Mit dem neuen luxuriösen Gesundheitsresort gelang den Verantwortlichen auch architektonisch ein ganz großer Wurf. Das beweisen auch die Auszeichnungen, die der bayerische Ableger der Tiroler Ende des vergangenen Jahres erhielt. Insgesamt räumte der Lanserhof Tegernsee bei der Verleihung der European Hotel Design Awards in London drei Preise ab. Jeweils eine Auszeichnung setzte es in den Kategorien: Neubau: Best Architecture Newbuild, Spa: Best Interior Design of the Year Spa & Wellness, Gesamtaward: The European Hotel Design of the Year Award. Das ist pure Architektur, begründete die internationale Jury ihr Urteil. Und bescheinigte dem vom Architekturbüro ingenhoven architects geplanten Haus ein klares, zeitgenössisches und elegantes Design, das heute genauso stilvoll ist, wie es in 30 Jahren sein wird. Das von Christoph Ingenhoven und seinem Team entworfene, 80 mal 80 Meter große Haus folgt einem klassischen Grundriss einer Hofanlage mit Innenhof. Es wurde nach den Grundzügen eines Klosters konzipiert. Die nach innen orientierte Anlage fügt sich perfekt in das Landschaftsbild am Tegernsee ein und bietet mit insgesamt Quadratmetern genügend Platz zur Erholung. Insgesamt präsentiert sich der Lanserhof reduziert und zeitlos, mit eleganten, unaufdringlichen Formen und dezenten Farben. Natürliche Materialen, viel Weiß und sanftes Greige (Mix aus Grau und Beige) unterstreichen den Ansatz des Resorts gesund werden und gesund bleiben. Der Blick soll für das Wesentliche geschärft werden und das Resort soll Raum zur Regeneration bieten. Bild: Marcel Schaar Das blauesofa als ein Kernstück des Designs. Das Herzstück des Hauses ist der 7000 Quadratmeter große Behandlungsbereich mit einem modernen Angebot an diagnostischen, therapeutischen und kosmetischen Anlagen basierend auf dem Lans Med Concept. Eine besondere Rolle spielt das blaue Sofa, eine Sonderanfertigung: Von hier werden die Gäste zur Behandlung abgeholt. -hal-

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