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1 Editorial Herausgeber Werner Böhnke, Vorstandsvorsitzender, WGZ Bank Dr. Jürgen Ellenberger, Richter am BGH, Bankrechtssenat Dr. Peter Hanker, Vorstandssprecher, Volksbank Mittelhessen eg Wolfgang Hartmann, Mitglied des Vorstands und Chief Risk Officer, Commerzbank AG Prof. Dr. Thomas A. Lange, Sprecher des Vorstands, National-Bank AG Dr. Hans Richter, Oberstaatsanwalt, Leiter Abteilung Bank-, Börsen- und Insolvenzstrafrecht, Schwerpunktstaatsanwaltschaft Wirtschaftsstrafrecht, Stuttgart Karl Matthäus Schmidt, Vorstandssprecher, quirin bank AG Werner Severin, stv. Vorsitzender des Vorstands, SaarLB Prof. Dr. Franz-Christoph Zeitler, Vize-Präsident der Deutschen Bundesbank Fachbeirat Jürgen Becker, Bundeszentralamt für Steuern Markus Dauber, Vorstand, Volksbank Offenburg eg Markus Dokter, Leiter Unternehmenssteuerung, Volksbank Mittelhessen eg Volker Fentz, Vertriebsdirektor und Leiter Firmenkunden, Niederlassung Rhein- Main, HypoVereinsbank, Member of UniCredit Group Dr. Karsten Füser, Head of Advisory Services / Global Financial Services, Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart Dr. Ralf Hannemann, Direktor, Bereichsleiter Risikomanagement und Controlling, Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB Ralf Josten, LL. M. oec, Rechtsanwalt, Direktor Zentralbereich Kommunen/ Recht und Chefsyndikus Kreissparkasse Köln Dr. Jörg Lauer, Generalbevollmächtigter, Ressortleiter Immobilienkunden International, Landesbank Rheinland Pfalz (LRP) Hans-Peter Lorenz, Bankenaufsicht, Deutsche Bundesbank, Hauptverwaltung Frankfurt Marcus Michel, Bereichsdirektor Personal, Recht und Marketing, Volksbank Baden-Baden-Rastatt eg Burkhard Reitermann, Unternehmensbereichsleiter Marktfolge, Kredit, Risikomanagement, Privat- und Geschäftskunden, Dresdner Bank AG, Frankfurt am Main Helmut Schneider, Direktor, Steuerabteilung, Bayern LB Elmar Scholz, Abteilungsleiter Marktfolge Passiv / Dienstleistungen, Sparkasse am Niederrhein Anja Steinmeyer, Leiterin Handelskontrolle, HSH Nordbank AG Alfred Totzek, Geschäftsführer, STG Transaktionsgesellschaft mbh Walter Ullrich, Direktor, Leiter Interne Revision, Hamburger Sparkasse AG Christoph Wengler, Syndikus, European Association of Public Banks (EAPB) Dr. Maximilian A. Werkmüller, LL.M., Syndikus & Leiter Family Office, HSBC Trinkaus & Burkhardt KGaA Dr. Stefan Zeranski, Leiter Treasury, Kölner Bank eg Redaktion Heidelberg Dr. Patrick Rösler, Rechtsanwalt, Geschäftsführer Finanz Colloquium Heidelberg (V.i.S.d.P.) Dr. Christian Göbes, Geschäftsführer Finanz Colloquium Heidelberg Corinna Schulz Liebe Leserinnen und Leser, herzlich willkommen zur Lektüre unseres aktuellen Hefts, der Mai-Ausgabe, die Sie hoffentlich bei sonnigem Frühlingswetter lesen können. Mein Name ist Thomas A. Lange, und ich bin vor einiger Zeit in den Kreis der Herausgeber der Fachzeitschrift berufen worden. Insofern unterstütze ich das Gremium gern mit Rat und Tat. Meinen beruflichen Weg habe ich im Jahr 1992 Thomas A. Lange bei der Deutschen Bank im Ruhrgebiet begonnen. Hier konnte ich erste Erfahrungen im Firmenkundengeschäft sammeln. Zwei Jahre später bin ich zum Vorstandsassistenten der Deutschen Bank berufen worden. Es war eine überaus lehrreiche und für meinen weiteren Lebensweg sicherlich sehr prägende Zeit. Im unmittelbaren Anschluss daran zog es mich wieder zurück in das operative Geschäft. So übernahm ich 1997 als Direktor die Leitung der Filiale Rostock. Im Jahr 2000 wurde ich zum Chief Country Officer der Deutschen Bank Gruppe sowie zum General Manager der Filiale der Deutschen Bank in Singapur berufen. In dieser Funktion bekam ich die Gelegenheit, tiefe Einblicke in die Finanzdienstleistungsindustrie im asiatischpazifischen Raum zu nehmen. Dies um so mehr, als in der Zeit nach der in Thailand ausgebrochenen asiatisch-pazifischen Finanzkrise die Institute ihre Geschäftsmodelle grundlegend restrukturierten, eine Veränderung, die bis heute anhält. Dasselbe gilt für die aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen, die ebenfalls einem tiefgreifenden Wandel unterzogen waren. Zwei Jahre später kehrte ich ins Inland zurück und wurde zum Mitglied der Geschäftsleitung der Deutschen Bank berufen. Zu Beginn des Jahres 2007 erhielt ich das Angebot, als Vorstandssprecher zur National-Bank Aktiengesellschaft zu wechseln. Diese überaus reizvolle Herausforderung, einer der führenden unabhängigen Regionalbanken in Deutschland für anspruchsvolle Firmen- und Privatkunden vorstehen zu dürfen, habe ich sehr gerne angenommen. In diesem Heft erhalten Sie wieder ein breites Spektrum bedeutender Informationen rund um die Arbeit in der täglichen BankPraxis. Ein aktuelles und spannendes Thema zur Haftung von Bankmitarbeitern im Fall von Steuerhinterziehungen der Kunden bildet die Eröffnung der aktuellen Ausgabe. Themen rund um die wertorientierte Steuerung, praktische Tipps zum Inbound-Marketing und ein Praxisbericht der Sparkasse Westmünsterland zur erfolgreichen Fusion und Leitbildentwicklung sind einige weitere Inhalte, die eine interessante Lektüre versprechen. Herzliche Grüe Thomas A. Lange Sponsoren Restschuldversicherung abit.de de.ey.com rsv-easy.de bankon.de handelsblatt.com protiviti.de 217

2 Inhalt AKTUELL / NEUE STUDIEN 220 Rat der EU verabschiedet neue Verbraucherkreditrichtlinie Abgeltungsteuer: Einfluss auf die private Altersvorsorge Volkswagen Bank gewinnt Wahl zur besten Autobank Ruhestand-Barometer: Früher Vorsorgestart lohnt sich 221 Auswirkungen der Finanzkrise auf deutsche Banken landschaft 222 Neue Studien: Führungskräftegehälter im Bankgewerbe BEITRÄGE BEITRÄGE 226 Steuer straftaten: Psychische Beihilfe durch Bankmitarbeiter? Dr. Reinhold Roller, Dr. Roller & Partner Rechtsanwälte, München Ekkehart Carl, Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität, Bochum U. a. seit der spektakulären Hausdurchsuchung des vormaligen Sprechers der Deutschen Post sowie des viel diskutierten angeblichen Ankaufs von angeblich illegal beschafften Steuerdaten von Kunden der LGT Bank in Liechtenstein durch den Bundesnachrichtendienst macht sich mancher Bankmitarbeiter Gedanken, ob er womöglich nicht selbst ins Visier der Ermittler geraten könnte. 232 Wertorientierte Steuerung: Der gleitende 15-Jahressatz im Kontext der etablierten Benchmarks Prof. Dr. Eric Frère, Fachhochschule für Oekonomie und Manage ment Svend Reuse, Mülheim an der Ruhr Martin Svoboda, Fakultät für Wirtschaft und Verwaltung der Masaryk-Universität, Tschechien Zentraler Bestandteil einer wertorientierten Steuerung ist die gewählte Benchmark. Diese wird oft blind aus bestehenden Analysen übernommen. Das Ergebnis heit oftmals RexP und gleitender Zehnjahressatz, mit entsprechenden Hebeln zur Erreichung der Zielrisikostruktur. Doch sind diese Strukturen immer noch effizient? Und vor allem: Ist es aufgrund der immer längeren Zinsbindungen auch im Kundengeschäft noch adäquat, mit der Betrachtung der Fristentransformation bei zehn Jahren aufzuhören? Der Beitrag hat das Ziel, diese Fragen zu beantworten. 238 Inbound-Marketing: Den Kundenwert erkennen und strategisch nutzen Jörg Neumann, Cortal Consors, Nürnberg Uwe Jürgens, SAS Deutschland, Heidelberg Um optimalen Nutzen aus bestehenden Kundenbeziehungen zu ziehen, genügt oft die richtige Reaktion auf eine Kundenanfrage im Call- Center. Hier setzt das analytische Inbound-Marketing an. Die Autoren erläutern anhand der Lösung bei Cortal Consors, wie Banken mithilfe moderner Business-Intelligence-Software die notwendigen Informationen gewinnen und den Call-Center- Mitarbeitern bereit stellen können. 241 Wertberichtigungen: Anwendung des IAS 39 Dr. Andreas von Stosch, BMW Bank GmbH München Auf den ersten Blick existieren zwischen den unterschiedlichen nationalen und internationalen Rechnungslegungsvorschriften einige Unterschiede in der Berücksichtigung von Wertminderungen finanzieller Forderungen. Die Methoden und Parameter lassen sich jedoch unter bestimmten Bedingungen ineinander überführen. 218

3 SERVICE 247 Erfahrungsbericht: Leitbildentwicklung und Fusions begleitung Wolfgang Lembeck, Sparkasse Westmünsterland Barbara Breuninger, PWS Wollsching-Strobel Managementberatung Der Beitrag zieht ein Resümee über den fast zweijährigen Leitbildprozess in der Sparkasse Westmünsterland und liefert zugleich ein positives Beispiel für die gelungene Entwicklung eines Leitbilds und dessen Möglichkeiten der Verankerung im Sparkassenalltag. Eingebettet in eine expost Fusionsbegleitung zeichnet sich der hierbei gefundene Ansatz der Leitbildentwicklung durch breite Mitarbeitereinbindung aus. 258 BankPartner 260 Rezensionen 262 Personalia 254 Kapitalanlage: Die neue Anlageverordnung Dr. Michael Böhm, HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf Die novellierte Anlageverordnung soll den Versicherungsunternehmen durch eine Umstrukturierung der zulässigen Anlageformen bereits jetzt eine Anlage ermöglichen, die verstärkt qualitative statt quantitative Anforderungen an die Kapitalanlage in den Mittelpunkt stellt. Dies geschieht im Vorgriff auf die umfangreiche Überarbeitung der EU-Vorschriften, die unter der Bezeichnung Solvency II derzeit diskutiert werden. Der folgende Beitrag stellt die wesentlichen Änderungen in Folge der novellierten Anlageverordnung vor. impressum BankPraktiker: UnaBHÄnGIG LÖSUnGSORIEnTIERT kompakt: FaCHWISSEn FÜR DaS aktiv- UnD PaSSIVGESCHÄFT Herausgeber Fachmedien Uwe Hoch Redaktion Heidelberg Finanz Colloquium Heidelberg Dr. Patrick Rösler (V.i.S.d.P.), Dr. Christian Göbes Tel.: / Redaktion Düsseldorf / Redaktionsassistenz Corinna Schulz / Sylvia Braun Tel.: / Produktmanagement Elke Gerauer Tel.: / Verlag Geschäftsführung Johannes Höfer, Dr. Michael Stollarz Objektleitung andreas Walter Gesamtanzeigenleitung Sandro Cristofoli Anzeigenleitung Regina Hamdorf Ad Sales & Management Jochen kolb Tel.: / Fax: / Kontakt Fachverlag der Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH kasernenstr. 67, Düsseldorf Postfach , Düsseldorf Tel.: / 88 70, Telex hblverl Redaktion: / Kundenservice Tel. Inland 0800 / ( gebührenfrei) Fax Inland 0800 / (gebührenfrei) Tel. ausland 0049 / Fax ausland 0049 / Leserservice Anschrift Fachverlag kundenservice Berner Str Würzburg Postfach 92 54, Würzburg Bankverbindung Dresdner Bank ag, Düsseldorf (anzeigen / abo) BLZ , kto-nr Kooperationspartner Finanz Colloquium Heidelberg GmbH, Plöck 32a Heidelberg; Tel.: / Fax: / ISSN Internet BankPraktiker erscheint monatlich Bezugspreise Einzelheft 23 ; zzgl. 0,95 Versandkosten. Jahresvorzugspreis Inland 210 inkl. MwSt. zzgl. 12 Versand kosten. abo für Studenten und Teilnehmer an kursen zur Vorbereitung auf das Steuerberater- und Wirtschaftsprüferexamen (gegen Vorlage einer gültigen Bescheinigung) jährlich 111 ; inkl. MwSt. einschl. Versandkosten. auslandsabonnement jährl. 210 (angaben zu MwSt. und Versandkosten im ausland erhalten Sie im Internet unter: Im kombi-abo mit der Monatszeitschrift FInanZ BETRIEB Inland 426 inkl. MwSt. zzgl. 24 Versandkosten. auslands-kombi-abonnement mit der Monatszeitschrift FInanZ BETRIEB 426 (angaben zu MwSt. und Versandkosten im ausland unter: abonnementskündigungen sind nur mit einer Frist von 21 Tagen zum Ende des berechneten Bezugszeitraums möglich. Im Fall höherer Gewalt (Streik oder aussperrungen) besteht kein Belieferungs- oder Entschädigungsanspruch. BankPraktiker wird sowohl im Print als auch auf elektronischem Weg (z. B. Datenbank, CD-ROM etc.) vertrieben. nachdruck und Vervielfältigung jeder art sind nur mit Genehmigung des Verlags zulässig. Layout und Produktion S3 advertising kg newspaper & magazine experts Bilker allee 216, Düsseldorf Für anzeigen gilt Preisliste nr. 3 vom

4 Aktuell Vorstand, Kredit, Recht, IT Rat der EU verabschiedet neue Verbraucherkreditrichtlinie Am hat der Rat der Europäischen Union die Vorschläge des Europäischen Parlaments zur Verbraucherkreditrichtlinie angenommen. Die Verbraucherkreditrichtlinie wird damit in Kraft treten, wenn sie im Gesetzesblatt der Europäischen Gemeinschaft veröffentlicht wird. Die Mitgliedstaaten haben dann zwei Jahre Zeit, um für die Umsetzung dieser Richtlinie zu sorgen. Es ist daher davon auszugehen, dass ein entsprechendes Gesetzgebungsverfahren im Frühjahr 2010 abgeschlossen sein muss. Vorausgegangen war der Verabschiedung einer parlamentarischen Entschlieung vom ein 7-jähriges Rechtssetzungsverfahren mit teils widersprüchlichen Ergebnissen. Der Anwendungsbereich bezieht sich auf alle Kredite zwischen 200 und Ausgenommen sind u. a. Kreditverträge, die durch eine Hypothek oder eine vergleichbare Sicherheit (z. B. Grundschuld) an unbeweglichem Vermögen gesichert sind. Kreditverträge sind jedoch nicht allein deshalb aus dem Geltungsbereich ausgenommen, wenn sie der Renovierung oder der Wertsteigerung eines Gebäudes dienen. Somit sind die nicht grundpfandrechtlich gesicherten Modernisierungs- und Renovierungskredite künftig nach der neuen Richtlinie zu beurteilen. Inhaltlich werden u. a. Regelungen zu Informationspflichten in einem 3- Stufen-System (Werbung, Vorvertragliche Informationen und Vertragsinhalte) sowie zum Recht auf jederzeitige vorzeitige Rückzahlung (bei nach oben gedeckelter Entschädigung für die Bank) und zum Widerrufsrecht vorgegeben. Ferner erfolgt eine einheitliche Regelung für die Berechnung des Effektivzinssatzes, wobei der Richtliniengeber bei den in die Effektivzinsberechnung einzubeziehenden Kosten nicht bei den unmittelbar an den Kreditgeber zu leistenden Kosten Halt macht, sondern auch Drittkosten einzurechnen sind. Insgesamt enthält die neue Richtlinie zahlreiche Regelungen, deren praktische Umsetzung durchaus Zeit in Anspruch nehmen wird. Alle Anwender sind daher gut beraten, sich schon an Hand der Richtlinie einen Überblick über die Umsetzungserfordernisse zu machen. An den nationalen Gesetzgeber richtet sich der Wunsch, das Umsetzungsgesetz so rechtzeitig auf den Weg zu bringen, dass den Unternehmen Zeit zur Umsetzung und Einführung der Regeln bleibt. Das abschreckende Beispiel der MiFID- Umsetzungsgesetzgebung sollte nicht wiederholt werden. Peter Freckmann, Rechtsanwalt, Bereich Recht, Bausparkasse Schwäbisch Hall AG. Anlage Abgeltungsteuer: Einfluss auf private Altersvorsorge Mittlerweile hat jeder zweite Bundesbürger von der Abgeltungsteuer gehört. Danach werden ab 2009 Einkünfte aus Kapitalvermögen (Zinsen, Dividenden, Aktiengewinne) mit 25% versteuert zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Aktiv informiert haben sich hierzu aber bislang erst vier Prozent der Deutschen. Der Kenntnisstand, welche Anlageformen wie betroffen sind, ist folglich noch sehr gering. Besonders deutliche Informationslücken bestehen laut einer Umfrage im Bereich der Altersvorsorge: Selbst von den Informierten ist jedem Dritten unbekannt, dass private Rentenversicherungen bzw. Riester- und Rürup-Verträge auch künftig abgeltungsteuerfrei sind. Dies zeigt die aktuelle Studie Altersvorsorge und Abgeltungsteuer, die das Marktforschungs- und Beratungsinstitut psychonomics AG im Auftrag der Versicherungskammer Bayern durchgeführt hat. In einer bundesweiten Umfrage wurden über Bundesbürger ab 18 Jahren befragt. Als Reaktion auf die Einführung der Abgeltungsteuer erwägt mehr als ein Drittel (35%) derer, die sich bereits informiert haben, den Abschluss einer privaten Rentenversicherung bzw. einer geförderten Riester- oder Rürup-Rente, so das Ergebnis der Studie. Auch die Kapitallebensversicherung (KLV) könnte neuen Auftrieb erfahren: 25% der Bundesbürger sehen diese als mögliche Anlageform, da auch hier keine Abgeltungsteuer anfällt. Die Informierten ziehen daneben den Kauf von Aktien und Fonds noch in 2008 in Betracht, um von der Abgeltungsteuer nicht betroffen zu sein. Über die Hälfte (55%) der Bundesbürger beabsichtigt, sich im Laufe dieses Jahres näher zu den steuerlichen Veränderungen zu erkundigen oder ein Beratungsgespräch in Anspruch zu nehmen. Als Informationsquelle wollen die Bundesbürger das Internet, Banken und Sparkassen, Versicherungen, Steuerberater sowie unabhängige Finanz- und Versicherungsmakler nutzen. Kredit Volkswagen Bank gewinnt Wahl zur besten Autobank Die Volkswagen Bank GmbH hat die Leserwahl der auto motor und sport, an der sich über Personen beteiligten, gewonnen. Die Mehrheit der Leser wählte das Unternehmen in der Kategorie Pkw-Banken zur Best Brand. Laut Lesermeinung überzeugen die Produkte des Braunschweiger Finanzdienstleisters am meisten. Nach dem Sieg im Vorjahr erhält die Volkswagen Bank den Titel damit bereits zum zweiten Mal in Folge. Anlage Ruhestand-Barometer: Früher Vorsorgestart lohnt sich Sowohl Ruheständler als auch Erwerbstätige sind sich laut AXA Ruhestandbarometer einig, dass eine private Altersvorsorge notwendig ist. Dies ist eines der Ergebnisse der repräsen- 220

5 Aktuell tativen, internationalen Studie. Im Auftrag von AXA untersuchte die Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung (GfK) in insgesamt 26 Ländern zum vierten Mal in Folge die Erwartungen, Wünsche und Einstellungen von Erwerbstätigen und Ruheständlern bezüglich des Lebensabschnitts Ruhestand. Warum sich ein früher Vorsorgestart lohnt, zeigt auch das folgende Beispiel Grundlage der Beispielrechnung ist ein heute 31-Jähriger, der das Bruttodurchschnittsgehalt von verdient. Möchte dieser im Ruhestand monatlich zur Verfügung haben, kostet ihn die entsprechende Vorsorge 175 pro Monat wenn er sofort damit beginnt. Startet er stattdessen erst mit 47, müsste er mit 475 mehr als die 2,5-fache Summe pro Monat bei Seite legen, um die Lücke zur gesetzlichen Altersvorsorge zu schlieen. Vorstand Auswirkungen der Finanzkrise auf deutsche Bankenlandschaft Die aktuelle Krise auf den internationalen Finanzmärkten hat nachhaltige Auswirkungen auch auf die deutsche Banken- und Sparkassen-Landschaft: 54% der Finanzdienstleister rechnen damit, dass sich die wirtschaftliche Situation in den kommenden zwölf Monaten verschlechtern wird. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Trendstudie 2008 Banken und Sparkassen, welche die Software-Initiative Deutschland (SID) in Zusammenarbeit mit Hexaware Technologies und PrimeSharing gerade veröffentlicht hat. Demnach hat sich bei 44% der befragten Banken und Sparkassen die wirtschaftliche Situation seit Frühjahr 2007 verschlechtert. Die gleiche Prozentzahl geht immerhin noch von einer wirtschaftlichen Stagnation im Vergleich zum Vorjahr aus. Im Hinblick auf die Mitarbeiterzahlen verheit die Krise ebenfalls keine positive Trendwende. So sehen 62% der in der Studie befragten Führungskräfte für die nächsten zwölf Monate eine abnehmende Entwicklung in punkto Personal. Während auch die Investitionen bis Frühjahr 2009 grötenteils stagnieren (38%) oder abnehmen werden (46%), zeichnet sich bei Umsatz und Gewinn ein etwas anderes Bild. Trotz internationaler Bankenkrise rechnen 30% der Banken und Sparkassen mit steigenden Umsätzen. Auf höhere Gewinne stellen sich sogar 32% der Befragten ein. 221

6 Neue Studien Vorstand Führungskräftegehälter im Bankgewerbe Um durchschnittlich 2,9% wurden die Gehälter der Führungskräfte in Kreditinstituten im Jahr 2007 angehoben. Einen wesentliche Einfluss auf die Steigerungssätze hat die Ertragslage des jeweiligen Hauses: Bei den Banken, die ihre Ertragslage als unterdurchschnittlich einschätzten, lagen die durchschnittlichen Erhöhungen mit 2,4% deutlich niedriger als bei den ertragsstarken Instituten mit 4,5%. Dies sind Ergebnisse der jüngsten Kienbaum-Vergütungserhebung im Bankgewerbe, an der sich insgesamt 114 private, genossenschaftliche und öffentlich-rechtliche Banken beteiligten (Tab. 1) und Informationen über Höhe und Struktur der Bezüge von mehr als ihrer Führungskräfte zur Verfügung stellten. Deutliches Vergütungsgefälle zwischen Geschäftsbanken und öffentlichen/genossenschaftlichen Kreditinstituten Nicht nur die Gehaltserhöhungen, sondern auch Gehälter in ihrer absoluten Höhe variieren beträchtlich (Abb. 1). Die Führungskräfte der ersten Ebene unterhalb des Vorstands der jeweiligen Bank erzielen in den privaten Geschäftsbanken im Schnitt Gesamtbezüge von , in den öffentlich-rechtlichen Banken von und in den Kreditgenossenschaften von Eine Vielzahl von Faktoren bestimmt die Gehaltshöhe im Einzelnen (Abb. 2 auf S. 224). Von zentraler Bedeutung auf die Gehaltshöhe ist der Verantwortungsumfang der jeweiligen Position. Dieser Verantwortungsumfang gemessen z. B. an der Zahl der unterstellten Mitarbeiter wächst mit der Gröe des Instituts. Daher schlägt sich in den genannten Vergütungsunterschieden zwischen den Institutsgruppen die divergierende Gröenstruktur nieder. Aber auch zwischen Banken ähnlicher Gröe ist ein Vergütungsgefälle zwischen den privaten Geschäftsbanken einerseits, den öffentlichen und genossenschaftlichen Kreditinstituten andererseits unübersehbar. Erhebliche Unterschiede bei den Gehältern beruhen auch auf der hierarchischen Stellung der jeweiligen Führungskraft: Die Jahresgesamtbezüge der ersten Ebene übersteigen diejenigen der zweiten Ebene um rd. 35%. Die Spreizung ist bei den privaten Geschäftsbanken höher als in den anderen Bankengruppen. Tabelle 1: Studienteilnehmer nach Bilanzsumme und Bankengruppe Bilanzsumme in (Mio.) private Geschäftsbanken Genossenschaftsbanken öffentlich-rechtliche Banken Spezialbanken alle Banken Unternehmen bis über Ingesamt

7 Neue regulatorische Offenlegungspflichten für Kreditinstitute Qualitative und quantitative SolvV-Vorgaben Umsetzungshinweise Interne/externe Prüfungen Bestellcoupon Bestellen Sie direkt bei: Finanz Colloquium Heidelberg GmbH Plöck 32a, Heidelberg Fax: / Telefon: / Internet: Lieferung gegen Rechnung versandkostenfrei innerhalb Deutschlands! Die 3 H s der Offenlegung Karl-Heinz Hillen (Hrsg.) Bundesbankdirektor & Abteilungsleiter Rechnungslegung/Aufsichtsdatenbanken, Deutsche Bundesbank, Zentralbereich Banken und Finanzaufsicht, Frankfurt Leiter des Fachgremiums Offenlegung Ullrich Hartmann WP/StB (Hrsg.) Senior Manager im Bereich Bankenaufsichtsrecht, PricewaterhouseCoopers AG, Hannover Dr. Detlef Hosemann (Hrsg.) Bereichsleiter Kreditrisiko- und Konzerncontrolling, Landesbank Hessen-Thüringen Michael Brinkmann Leiter Vorstandsbereich,Volksbank Münster Dr. Henning Gebauer Abteilungsleiter Gesamtbank-Risikocontrolling, NORD/LB Elisabeth Hecker Referatsleiterin Meldewesen und Beratung der Geschäftsbereiche,Dresdner Bank AG, Frankfurt Stefan Kühn Projektleiter Basel II/MaRisk und IRBA-Abnahme, Leiter Risikocontrolling, Frankfurter Sparkasse Friedemann Loch Senior Manager im Bereich Bankenaufsichtsrecht, PricewaterhouseCoopers AG, Frankfurt Dr. Brigitte Loewenich Freiberufliche Beraterin zum Risikocontrolling/Bankaufsichtsrecht Martin Neisen Bereich Bankenaufsichtsrecht, PricewaterhouseCoopers AG, Frankfurt Dr. Clifford Tjiok Leiter Kreditrisikosteuerung, Landesbank Hessen-Thüringen Stand: Erscheinungstermin: Umfang: ca. 300 Seiten Preis: 83, ISBN: Durchgängiges Offenlegungs- Beispiel und übersichtliche Symbole zur Hervorhebung wichtiger Ausführungen an den Seitenrändern. Ich bestelle Neue regulatorische Offenlegungspflichten für Kreditinstitute 83, Bankenhaftung bei Immobilienanlagen 17. Auflage 49, In der nationalen Umsetzung der dritten Säule des Basel II-Regelwerkes verlangt die Solvabilitätsverordnung zukünftig eine umfangreiche Offenlegung. Mit Blick auf die hierfür notwendige Zusammenarbeit zahlreicher betroffener Fachbereiche in den Banken und Sparkassen überrascht zum einen das vielfach grozügige zurück stellen dieses Themenkreises im Rahmen der Basel II-Umsetzungsprojekte. Zum anderen widmet sich die Fachliteratur nur sehr zögerlich diesem wichtigen Praxisthema. In diese Bresche springt die vorliegende umfangreiche Neuerscheinung ein hochkarätiges Autorenteam, darunter der Leiter des Fachgremiums Offenlegung (zukünftig FG Meldewesen), erörtern praxisnah die für die praktische Umsetzung sehr hilfreichen Ergebnisse aus dem Fachgremium, verbleibende Auslegungsfragen sowie Erkenntnisse aus den konkreten Umsetzungsprojekten der Autoren. Ergänzend zu den an die Risikoarten angelehnten Offenlegungsbereiche der SolvV erhält der Leser wertvolle Informationen zu den Themen Offenlegungsstrategien, Medien der Offenlegung, Status quo-datenabgleich, Möglichkeiten und Grenzen eines Offenlegungsverzichts bestimmter Informationen sowie zu technischen Fragen und Fallstricken bei der konkreten Umsetzung und der fortlfd. Qualitätssicherung der neuen Anforderungen. Die sehr praxis-/projektnahen Ausführungen werden ergänzt durch ein instruktives durchgängiges Beispiel am Ende zentraler Kapitel sowie Symbolen zur Hervorhebung von Auslegungen respektive Umsetzungsalternativen/-spielräumen an den Seitenrändern. Name Vorname Position Bankenhaftung bei Immobilienanlagen 17. aktualisierte Auflage 2008 Abteilung Firma Dr. Ekkehardt von Heymann Rechtsanwalt und Banksyndikus in Frankfurt/M. Christian Merz Rechtsanwalt und Banksyndikus in Frankfurt/M. Strae PLZ/Ort Telefon Fax Datum Unterschrift Seminare zu diesen und vielen weiteren Themen sowie weitere Bücher finden Sie unter Dieses seit Jahren sehr erfolgreich verlegte Standardwerk zur Haftung der Kreditinstitute bei fehlgeschlagenen Immobilienkapitalanlagen erscheint in der 17.Auflage zum ersten Mal im Verlag der Finanz Colloquium Heidelberg GmbH. Die ersten Auflagen des Buches hat der Autor von Heymann bereits zu einer Zeit herausgegeben, als von den zahlreichen fehlgeschlagenen Immobilienkapitalanlageprojekten der 90er-Jahre noch keine Rede war. Die bewährte Struktur und der übersichtliche Aufbau des Buches wurden beibehalten, durch die neue, komplett elektronische Produktion konnten jedoch einige für die Arbeit mit dem Buch sinnvolle Neuerungen eingeführt werden. Inhaltlich ist das Werk auf dem Stand und bereitet die umfangreiche Rechtsprechung der Instanzgerichte und vor allem die des BGH (allen voran des XI. Zivilsenates) geordnet nach Problemund Themenkomplexen so umfassend auf, dass sich das Buch sowohl als Nachschlagewerk für den Kenner der komplexen Materie eignet als auch für den Anwender, der sich in einzelne Themen oder das gesamte Rechtsgebiet einarbeiten möchte. So werden die Aufklärungspflichten der Banken und Sparkassen, je nach dem, in welcher Rolle sie im Immobilienkapitalanlagenprojekt beteiligt waren, genau so beschrieben wie Probleme rund um die Themen Prospekthaftung, Haustürgeschäfte, Verbraucherdarlehensrecht, Rechtsberatungsgesetz etc. Die Autoren sind beide als Rechtsanwälte zugelassen und haben Erfahrungen aus jahrelanger Tätigkeit in der Rechtsabteilung einer deutschen Grobank. Stand: Erscheinungstermin: Umfang: ca. 480 Seiten Preis: EUR 49, ISBN: FOTO: PIXELQUELLE.DE

8 Neue Studien In jedem Institut werden die Bankmanager am besten bezahlt, deren Funktion einen besonderen hausinternen Stellenwert hat. Hier bestehen erhebliche Unterschiede zwischen den Banken. Als allgemeine Tendenz lät sich jedoch feststellen, dass der Wertpapierbereich die Vergütungsskala anführt. Berichtsebene ist eine Tantieme vorgesehen. Diese macht im Schnitt 19% des Jahreseinkommens aus (Zweite Ebene: Verbreitungsgrad 79%, variable Anteile durchschnittlich 14%). Qualifikation und Berufserfahrung zahlen sich aus. Zunehmende Führungserfahrung führt zu wachsenden Gehältern. In jüngeren Jahren ist der Zuwachs an Erfahrungswissen und anderen im Berufsleben erworbenen Kenntnissen besonders hoch und sorgt beim Einstieg in Führungspositionen zunächst für überdurchschnittliche Zuwächse, die sich im Karriereverlauf immer mehr reduzieren (Abb. 3). Zwar bestehen spürbare Unterschiede zwischen den einzelnen Bankengruppen (Abb. 4 auf S. 225), jedoch ist die Tendenz unübersehbar, fühlbare Einkommensanteile an Leistung und Erfolg zu koppeln. Dies gilt zunehmend nicht nur für die oberen Führungskräfte. Immer häufiger werden in der letzten Zeit auch Teile der Bezüge von Tarifmitarbeitern an die Erreichung von individuellen oder Team zielen geknüpft. Der Wertpapierbereich führt eindeutig die Vergütungsskala an Abbildung 3: Jahresgesamtbezüge nach Berufserfahrung Jahresgesamtbezüge Leistung und Erfolg der Führungskräfte und der von ihnen geleiteten Organisationseinheiten schlagen sich vor allem in den variablen Gehaltsbestandteilen nieder. Die meisten Bankführungskräfte beziehen einen nicht unerheblichen Teil ihres Jahresgehalts in variabler Form. Für 81% der Führungskräfte der ersten 1. Ebene Ø 1. Ebene (124. Tsd) 2. Ebene Ø 2. Ebene (91. Tsd) Trend zu einer teilweise variablen Vergütung wird deutlich sichtbar Variable Vergütungsbestandteile beinhalten immer Chance und Risiko. Die für das Vorjahr (also 2006) ausgeschütteten Zahlungen sanken gegenüber dem Vorjahr bei 25% der Führungskräfte. Jede zehnte Führungskraft musste Einbuen an ihren variablen Bezügen von einem Viertel und mehr hinnehmen (Abb. 5 auf S. 225). Bei der Mehrzahl stiegen die variablen Bezüge hingegen an. Zunehmend werden daher die Tantiemeregelungen in Banken einer kritischen Revision unterzogen. Mehr als die Hälfte der Banken knüpft mittlerweile zumindest für die Führungskräfte in den Marktbereichen Bonuszahlungen an die Erreichung von Zielen, die mit der Führungskraft zu Jahresbeginn vereinbart werden; ein Drittel der Banken ist damit befasst, solche Zielbonussysteme erstmalig für Führungskräfte einzuführen oder auf weitere Bereiche oder Führungs ebenen bis hin zu allen Mitarbeitern zu übertragen Lebensalter in Jahren Aufgrund der von Kienbaum durchgeführten parallelen Erhebungen ist auch ein Quervergleich der Bankgehälter zur Versicherungswirtschaft sowie zu Industrie und Handel möglich: Danach liegen die Gehälter der ersten Führungsebene in den privaten Geschäftsbanken (s. o.) recht deutlich über denen in der 224

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