Unsere Führungsgrundsätze

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1 Unsere Führungsgrundsätze B S H B O S C H U N D S I E M E N S H A U S G E R ÄT E G M B H

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3 V O R W O R T 3 Auf Sie als Führungskraft kommt es an Das Unternehmensleitbild der BSH legt fest, welche Werte und Grundsätze unser unternehmerisches Handeln bestimmen: Kundenvertrauen, Innovationsführerschaft, Mitarbeiterorientierung, Steigerung des Unternehmenswertes und Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft. Dieses Wertesystem hat unmittelbare Auswirkungen darauf, wie wir in unserem Unternehmen miteinander umgehen und was wir von unseren Führungskräften erwarten. Diese Erwartungen sind in den Führungsgrundsätzen der BSH beschrieben. Die BSH ist eines der erfolgreichsten Unternehmen ihrer Branche. Innovative, hochwertige Produkte, profitables Wachstum und uneingeschränkte Konkurrenzfähigkeit zeichnen uns im globalen Wettbewerb aus. Um diese Erfolgsgeschichte fortzuschreiben, müssen wir weiterhin Spitzenleistungen erbringen: an allen Standorten, in allen Funktionsbereichen, auf allen Ebenen. Wir verfolgen ein Ziel, das hohe Anforderungen an jeden Einzelnen in unserem Unternehmen und insbesondere an die Führungskräfte der BSH stellt. Wir wollen Benchmark der Branche sein. Diese Vision gilt auch bei der Führung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auf Sie kommt es dabei an. Die Führungsgrundsätze der BSH werden Ihnen bei Ihrer Führungsaufgabe Sicherheit und Orientierung geben. Dr. Kurt-Ludwig Gutberlet Dr. Wolfgang Colberg Jean Dufour Prof. Werner Vogt

4 1.Die BSH bekennt sich zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und gesetzestreuem Verhalten. > Zu diesem Grundsatz hat sich die BSH verpflichtet: in ihren Business Conduct Guidelines und durch den Beitritt zum UN Global Compact. Alle Mitarbeiter der BSH handeln im Einklang mit gültigem Recht in voller Anerkennung der Menschenrechte und der Rechtsordnung, in deren Rahmen sie tätig sind. Doch die Verpflichtung unseres Unternehmens reicht weiter. Die BSH übernimmt Verantwortung für die Gesellschaft, in der sie agiert: durch den Schutz von Umwelt und natürlichen Ressourcen. Die Wahrung von Integrität und Chancengleichheit. Die Förderung der Gesundheit ihrer Mitarbeiter sowie die Einhaltung aller Vorschriften und Grundsätze der Arbeitssicherheit. Als Repräsentanten und Entscheidungsträger der BSH stehen unsere Führungskräfte in der besonderen Verantwortung, dies sicherzustellen.

5 F Ü H R U N G S G R U N D S Ä T Z E 5 Egal ob es um internationale Umweltschutzprojekte oder um die Einhaltung geltender Gesetze und ethischer Standards geht: Das verantwortliche Handeln der BSH beruht auf dem verantwortlichen Handeln jedes Einzelnen. Sie als Führungskraft sind dabei besonders gefordert. Machen Sie sich mit den wesentlichen Grundsätzen in der Richtlinie zu Organisations- und Aufsichtspflichten sowie den Business Conduct Guidelines vertraut und sorgen Sie dafür, dass diese in Ihrem Verantwortungsbereich gelebt werden. Informieren Sie sich und Ihre Mitarbeiter über die Zuständigkeiten des Compliance Committees in der BSH, um die Einhaltung der o. g. Grundsätze zu unterstützen. Sollten Sie Hilfe benötigen, so sind der Leiter des Office des Compliance Committees, Ihr Regional Compliance Officer sowie der externe Ombudsmann die Anlaufstellen, an die Sie sich vertrauensvoll wenden können. Achten Sie auf die Sicherheit und Gesundheit Ihrer Mitarbeiter am Arbeitsplatz. Ihre Verantwortung in diesem Bereich ist in der Richtlinie zu Arbeits- und Gesundheitsschutz beschrieben.

6 2. Unsere Führungskräfte vereinbaren mit ihren Mitarbeitern konkrete und herausfordernde Ziele, die aus den Strategien und Zielen des Unternehmens abgeleitet sind. > Die konsequente Orientierung auf Ergebnisse und die nachhaltige Umsetzung von Strategien und Beschlüssen bestimmen das Handeln unserer Führungskräfte. Sie wissen, dass Freiräume für eigenverantwortliches Handeln ihrer Mitarbeiter ein ebenso entscheidender Erfolgsfaktor sind wie klare Zielvorgaben. Entscheidungen treffen sie zeitnah und stehen zu deren Konsequenzen. Im Team entwickeln sie Ideen und Konzepte und gestalten durch deren Umsetzung aktiv den Wandel unseres Unternehmens. So schaffen sie Perspektiven für die Zukunft.

7 F Ü H R U N G S G R U N D S Ä T Z E 7 Führen Sie mit jedem Ihrer Mitarbeiter jährliche Gespräche nach landesüblichen Standards und vereinbaren Sie individuelle Ziele. Schaffen Sie Rahmenbedingungen, die es Ihren Mitarbeitern ermöglichen, die vereinbarten Ziele zu erreichen. Besprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern regelmäßig den aktuellen Stand der Zielerreichung. Stellen Sie Abweichungen fest, liegt es in Ihrer Verantwortung, gegenzusteuern und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Fördern Sie die Ergebnisorientierung und lassen Sie die Wege offen, wie Ihre Mitarbeiter ihre Ziele erreichen. In der Beurteilung Ihrer Mitarbeiter sollten daher auch die erreichten Ergebnisse im Vordergrund stehen. Durch die Vereinbarung von Zielen gewinnt man Klarheit und Transparenz über seine Aufgaben das gilt für Führungskräfte wie für Mitarbeiter. Jeder Einzelne kann damit sicher sein, seinen Beitrag zum Erreichen der Unternehmensziele zu leisten.

8 3. Alle Führungskräfte stehen in einer besonderen Verantwortung, die am besten geeigneten Mitarbeiter für unser Unternehmen zu gewinnen, sie zu binden und zu fördern. > Sie identifizieren Nachwuchskräfte in der BSH, unterstützen deren Entwicklung und schaffen ein Arbeitsumfeld, das Leistung fördert. So ermöglichen sie exzellente Ergebnisse ihrer Mitarbeiter und helfen ihnen, zu lernen, sich zu qualifizieren und weiterführende Aufgaben zu übernehmen.

9 F Ü H R U N G S G R U N D S Ä T Z E 9 Wählen Sie neue Mitarbeiter sorgfältig aus und nutzen Sie dabei die auf Basis des Kompetenzmodells entwickelten Standardinstrumente der Personalauswahl, um die am besten geeigneten Mitarbeiter zu identifizieren. Betrauen Sie Ihre Mitarbeiter mit herausfordernden Aufgaben und geben Sie ihnen die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln auch über den eigenen Bereich hinaus. Die Spielregeln hierfür sind in der Stellenbesetzungsrichtlinie der BSH festgehalten. Nutzen Sie die individuellen Instrumente zur Mitarbeiterentwicklung an Ihrem Standort. Lassen Sie einer sorgfältigen und zukunftsorientierten Nachfolgeplanung eine hohe Bedeutung zukommen und nutzen Sie dabei die vorhandenen Tools wie z. B. das Strategic Management Review. Die HR-Organisation der BSH hat eine Vielzahl von Instrumenten für die Auswahl, Potenzialeinschätzung und Förderung von Mitarbeitern entwickelt. Die Grundlage für diese Instrumente bildet ein konzernweit einheitliches Kompetenzmodell, in dem die erfolgsrelevanten Fähigkeiten festgelegt sind. Im Anhang finden Sie nähere Erläuterungen zum BSH-Kompetenzmodell. Führen Sie regelmäßig mit Ihren Mitarbeitern Qualifizierungsgespräche. Vereinbaren Sie hierbei Maßnahmen, die es Ihren Mitarbeitern ermöglichen, ihre Aufgabe noch besser zu erfüllen. Dabei unterstützt und berät Sie die BSH Academy und Ihre Personalabteilung am Standort. Identifizieren Sie Mitarbeiter mit weiterführendem Potenzial und fördern Sie sie konsequent in ihrer Entwicklung. Unser weltweites Poolkonzept bietet Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, ihre Stärken noch weiter auszubauen.

10 4. Unsere Führungskräfte leben eine Führungskultur, die von Wertschätzung und Respekt geprägt ist. Sie führen den Dialog mit ihren Mitarbeitern regelmäßig und aktiv und geben notwendige Informationen rechtzeitig weiter. > Lob und Anerkennung, konstruktive Kritik und Unterstützung: Zeitnahe Rückmeldungen zu Leistung und Verhalten sind ein wesentliches Element guter Führung ebenso wie das Ziehen von Konsequenzen, wenn diese erforderlich sind. Unsere Führungskräfte fördern eine zielgerichtete Zusammenarbeit in einzelnen Teams ebenso wie in der gesamten Organisation. Sie erkennen unterschiedliche Interessenlagen und führen diese zusammen, um die Ziele des Unternehmens zu erreichen. Zudem kennen sie die individuellen Fähigkeiten und Stärken ihrer Mitarbeiter und berücksichtigen diese konsequent. Durch diese gelebte Führungskultur schaffen unsere Führungskräfte ein positives Arbeitsumfeld und die Basis, um interkulturelle Teams zu führen und in unterschiedlichen Kulturräumen erfolgreich zu sein.

11 F Ü H R U N G S G R U N D S Ä T Z E 11 Führen Sie regelmäßig Mitarbeitergespräche zur jeweiligen Leistung und Entwicklung. Suchen Sie darüber hinaus den täglichen Dialog mit Ihren Mitarbeitern. Nehmen Sie die Mitarbeiterbefragungen ernst. Diskutieren Sie deren Ergebnisse in Ihrem Team und erarbeiten Sie gemeinsam soweit erforderlich Verbesserungsmaßnahmen. Schaffen Sie in Ihrem Arbeitsumfeld einen positiven Teamgeist und wecken Sie Verständnis für interkulturelle Unterschiede und Vielfältigkeit (Diversity). Schaffen Sie eine Führungskultur, in der Ihre Mitarbeiter stärkengerecht eingesetzt und in der Erfüllung ihrer Arbeitsaufgaben unterstützt werden. Geben Sie regelmäßig Lob und Anerkennung für gute Leistungen. Eine partnerschaftliche, wertschätzende Unternehmenskultur lässt sich nicht von oben verordnen, sie muss von den verschiedenen Abteilungen und Bereichen getragen und mit Leben erfüllt werden.

12 5. Nur wer sich selbst führen kann, kann andere glaubwürdig führen. > Unsere Führungskräfte hinterfragen ihr Führungsverhalten. Sie machen sich die Folgen ihres Handelns bewusst und verbessern ihre Fähigkeiten kontinuierlich. Mit ihren eigenen Ressourcen wie auch jenen ihrer Mitarbeiter gehen unsere Führungskräfte verantwortungsbewusst um.

13 F Ü H R U N G S G R U N D S Ä T Z E 13 Die BSH erwartet von ihren Führungskräften, dass sie ihr Handeln immer wieder kritisch reflektieren und daran arbeiten, ihr Führungsverhalten kontinuierlich zu verbessern. Der verantwortungsbewusste Umgang mit sich selbst, den eigenen Ressourcen und denen der Mitarbeiter gewinnt auch durch die zukünftig längere Lebensarbeitszeit an Bedeutung. Nutzen Sie regelmäßig die Feedbackmöglichkeiten für Führungskräfte und besprechen Sie gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern, wie Sie Ihr Führungsverhalten optimieren können. Nehmen Sie das Qualifizierungsprogramm für Führungskräfte der BSH Academy wahr, um Ihre Führungskompetenz zu verbessern. Die BSH Academy entwickelt ihr Angebot kontinuierlich weiter, um Sie hierbei zu unterstützen. Weitere Möglichkeiten reichen von maßgeschneiderten Angeboten bis hin zum individuellen Coaching. Dazu berät Sie die BSH Academy oder die Personalentwicklung. Achten Sie zum langfristigen Erhalt der Arbeitskraft gleichermaßen auf die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter wie auf Ihre eigene.

14 Das Kompetenzmodell der BSH > Aus der Praxis für die Praxis Das BSH-Kompetenzmodell beschreibt 12 Verhaltenskompetenzen, die in unserem Unternehmen zusätzlich zur jeweils notwendigen fachlichen Qualifikation erfolgsrelevant sind. Das Kompetenzmodell beruht auf der Führungspraxis der BSH und ist auf die wesentlichen Herausforderungen des Unternehmens ausgerichtet. Wesentliche Grundlage bei der Entwicklung waren Interviews mit dem Top Management, in denen typische Situationen aus dem Führungsalltag der BSH herausgearbeitet und analysiert wurden. Natürlich sind nicht alle 12 Kompetenzen für jede Position gleichermaßen wichtig. Für jede Funktion lassen sich anhand des Kompetenzmodells klare Anforderungen ableiten, die Grundlage für die Auswahl, Beurteilung und Entwicklung unserer Mitarbeiter bilden. Die Personalinstrumente wurden entsprechend angepasst. Sie als Führungskraft in der BSH sollten dieses BSH-Kompetenzmodell kennen und die daraus resultierenden Instrumente anwenden können.

15 A N H A N G 15 Das Modell Strategie- und Managementkompetenzen Prozesskompetenz Innovationskompetenz Kundenkompetenz Führungs- und Sozialkompetenzen Interkulturelle Kompentenz Integrations- und Kooperationsfähigkeit Führungskompetenz Methoden- und Problemlösungskompetenzen Analyse- und Konzeptionskompetenz Entscheidungskompetenz Umsetzungs- und Ergebnisorientierung Personale Kompetenzen Leistungsmotivation und Engagement Lern- und Veränderungsbereitschaft Identifikation und Commitment Durchgängige Standards Mit dem BSH-Kompetenzmodell ist die Voraussetzung geschaffen, in der HR-Arbeit konzernweit einheitliche Standards zu etablieren. Dazu muss es in die Werkzeuge der operativen Personalarbeit integriert werden. Für Instrumente, die weltweit eingesetzt werden, geschieht dies zentral durch die HR-Organisation. Durch Multiplikatoren in den einzelnen Personalabteilungen werden regional verwendete Tools an das Modell angepasst. Zur Auswahl und Einstellung der am besten geeigneten Mitarbeiter sind standardisierte Interview-Fragebögen und Assessment Center entwickelt worden. Das Kompetenzmodell bildet die Basis für das jährliche Mitarbeitergespräch, das nach landesüblichen Vorgaben durchgeführt wird. Das Kompetenzmodell dient zur Potenzialerhebung bei der Identifikation der Mitglieder für den Junior Executive Pool, den International Executive Pool und für das Senior Executive Program der BSH. Auf der Grundlage des Kompetenzmodells bietet die BSH Academy Trainings und Qualifizierungsprogramme für verschiedene Zielgruppen an, zum Beispiel für Führungskräfte oder die Mitglieder der Förderpools. Für die Weiterentwicklung und zur aktiven Karriereplanung der Mitarbeiter des Junior Executive Pools gibt es Orientierungs-Center, die auf dem Modell beruhen. Auf der Grundlage des Modells werden Instrumente zum Feedback für Führungskräfte angeboten.

16 BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH Zentralbereich Personal, Personalentwicklung, Internationale Koordination Carl-Wery-Straße München

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