Impfen Ja! Wieso? Erfolge des Impfprogramms 10 Erfolge des Impfprogramms Das schweizerische Impfprogramm

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1 Impfen Ja! Wieso? QZ MPA vom 2. September 2015 Pascal Baschung, ÄrzteHaus Balsthal 1 Agenda Das schweizerische Impfprogramm Erfolge des Impfprogramms in der Schweiz Impfen was passiert? Fragen 2 Verfasst durch unabhängige Experten (EKIF) Ziel ist der optimale Impfschutz von Kindern & Erwachsenen Berücksichtigung der Risiken einer Verabreichung Nutzen muss Risiko klar überwiegen? Individueller Schutz & Herdenimmunität Infanrix 4-fach Mit 15 Mt Mit 18 Mt Boostrix. Boostrix-Polio, Wenn <5x Polio geimpft Das schweizerische Impfprogramm 4 8 Pertussis Inzidenz in der CH wieder erhöht, besonders bei Jugendlichen zwischen 1-15 Jahren Jugendliche und junge Erwachsene (Eltern) sind häufige Infektionsquellen für Säuglinge (Mortalität 1/1000) Erfolg? Erfolge des Impfprogramms 10 Erfolge des Impfprogramms 11 1

2 PB1 Masern Erfolge des Impfprogramms 11 Erfolge des Impfprogramms 12 Genau gleicher Ablauf bei Impfung wie bei Infektion, aber Inaktivierter Erreger Oder nur Oberflächen-Antigene Aktives Geschehen Impfen was passiert? 15 Akut zu behandelnde Krankheiten Allergien Hühner-Eiweiss: Influenza, MMR, Gelbfieber, FSME Neomycin, Streptomycin: MMR, Varizellen, Gelbfieber Lebendimpfsoffe* kontraindiziert bei: Prednison > 20mg/d für > 14 Tage (warten bis 3 Mt nach Stopp) Immunsuppression ( warten bis 6 Mt nach Chemotherapie) AIDS (HIV therapiert ist keine KI) Kongenitale Immundefizienz Nicht remittierte Leukämie Schwangerschaft * MMR, Varizellen, Typhus, Gelbfieber, BCG Kontraindikationen 16 Milde akute Erkrankung +/- Fieber Rekonvaleszenz, Antibiotikatherapie, Malnutrition St. n. lokaler Impfreaktion oder subfebrile Temperaturen Enger Kontakt mit Schwangeren, Stillen Krampfanfälle in der Familie Fieberkrämpfe in der Anamnese des Impflings Ekzem und Dermatosen Chronische Krankheiten des ZNS Antikoagulation Lebendimpfstoffe: Keine KI bei limitierter Immunschwäche bei Diabetes, Nierenversagen, Alkoholismus und Asplenie Keine Kontrindikationen 17 2

3 Folie 13 PB1 Pascal Baschung;

4 Im 2. und 3. Trimenon impfen (wegen Koinzidenz von Spontanaborten) Keine Lebendimpfstoffe Falls Exposition: Immunglobuline gegen VZV, Masern verabreichen Influenza Pertussis Hepatitis A, B bei Risikogruppen Häufig: Lokale Reaktion (Rötung, Induration) Relativ häufig: milde systemische Reaktion (Fieber, Myalgien) Selten: Schwere Nebenwirkungen (meldepflichtig an SwissMedic) Impfen in der Schwangerschaft 19 Nebenwirkungen 20 Diphterie-, Tetanus-Impfung Auffrischimpfungen: 25-64j: alle 20 Jahre > 65j: alle 10 Jahre Tetanus-Rappel bei Verletzungen: Saubere, oberflächliche Wunden: Wenn letzte Impfung > 20 Jahre Alle anderen Wunden: wenn letzte Impfung 10 Jahre Pertussis-Impfung Zw j Durchschnittsalter der CH-Frauen zum Zeitpunkt der 1. Geburt Trimenon der Schwangerschaft, wenn letzte Impfung 5j Ziel: Passiver Schutz des Neugeborenen Alle Personen mit regelmässigem Kontakt zu Säuglingen < 6 Mt Impfstoffe: dt+p a +IPV: Boostrix-Polio Tetanus: Tetanol dt: Td-pur dt-p a : Boostrix dt+ipv: Revaxis Problem: Kein monovalenter Impfstoff für Pertussis vorhanden. Impfung mit dtp a, minimaler Abstand zu letzter T-Impfung: 2j Impfstoffe: dt+p a : Boostrix dt+p a +IPV: Boostrix-Polio Grippe-Impfung Erhöhtes Risiko für Komplikationen und Mortalität: Herz-Lungen KH, Diabetes, Asplenie, Niereninsuff., Hepatopathie, Immundefizienz (HIV) Immunsuppression (HIV, Steroidtherapie) Schwangerschaft, <4 Wo nach Geburt Patienten in Pflegeheimen Medizinalpersonal, Pflegefachpersonen Beruflicher Kontakt zu Wildvögeln, Hausgeflügel, Schweinebeständen Pneumokokken-Impfung Impfstoffe: Fluarix, Influvac, Fluad

5 Pneumokokken-Impfung Chronische Herz- und Lungenkranheiten Leberzirrhose Anatomische und funktionelle Asplenie Sichelzellanämie Niereninsuffizienz Schlecht eingestellter Diabetes Impfstoffe: Neoplasien Transplantation Immunsuppression jeglicher Art Frühgeburt Cochlea-Implantat Schädelbasisfrakturen/- missbildungen, cerebrospinale Liquorfisteln Prevenar 13, aber keine Kostenübernahme der KK. d.h. bei Impfung > 5j: Off-label, obwohl von BAG empfohlen! 26 HPV-Impfung Empfohlen für alle Mädchen zwischen Jahren 2 verschiedene Impfungen erhältlich Schützt bis zu 95% vor HPV-Infektionen und damit vor Zervix-Ca und Genitalwarzen) Sollte vor Aufnahme der sexuellen Aktivität verabreicht werden! Übernahme der Kosten bei jungen Frauen bis 26 J durch Kanton. Für junge Männer zwischen J neu auch empfohlen, jedoch keine Kostenübernahme!?! Abklärungen laufen! Impfstoffe: HPV 16, 18: Cervarix HPV 6,11,16, 18: Gardasil (<15j: 2D, sonst 3) 27 FSME-Impfung Keine Grundimpfung, sondern ergänzende Impfung Ab 1 Jahr möglich, empfohlen frühestens ab 6 J 3 Impfungen für Grundimmunisierung nötig Auffrischimpfung alle 10 Jahre Impfbeginn optimalerweise im Herbst (Zecken sind dann nicht aktiv & Impfschutz im Frühjar) Impfstoffe: FSME Immun CC, junior (0, 1-3, 5-12) * Encepur, Kinder (0, 1-3, 9-12) * * Immer gerechnet ab der zuletzt verabreichten Impfung 28 Impfungen für Fachpersonal 29 Merci für s Zuelose! 32 4

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