CloudComputing. Webstrategie. DataMasking. Forum for Customers. Konsolidierung mit IT-Services aus der Wolke

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1 CloudComputing Konsolidierung mit IT-Services aus der Wolke Webstrategie Schnellere Partnerintegration mit einheitlichen Webschnittstellen DataMasking Wirksamer Datenschutz bei BI und Testing Forum for Customers

2 CloudComputing eröffnet Konsolidierungschancen Cloud-basierende IT-Dienste helfen Fertigungstiefe und Kosten zu verringern. Auch in der Versicherungswirtschaft winken vielversprechende Chancen. CloudComputing ist der aktuelle Megatrend in der IT-Branche. Maßgebliche Katalysatoren dieses derzeitigen Booms sind zum einen herstellerunabhängige Standardprotokolle, zum anderen breitbandige Netzwerkinfrastrukturen. Der Unternehmens-IT winken vor allem Kostenvorteile, wenn sie Basisdienste an Cloud-Anbieter auslagert. Drei Cloud-Modelle kommen aktuell zur Anwendung: Software-as-a-Service (SaaS), Infra structure-as-a-service (IaaS) und Platform-as-a-Service (PaaS). Bei PaaS, das oft als Cloud-Betriebssystem bezeichnet wird, können Entwickler eigene Anwendungen hochladen, der Provider stellt den Betrieb sicher. Beispiele dafür wären Windows Azure, Google App Engine oder WebSphere-Services. IaaS umfasst IT-Infrastrukturdienste wie etwa Archivierungs- und Backup-Systeme, die als Komponenten in eine Gesamtlösung integriert werden, aber auch komplett virtualisierte Rechenzentren. Im SaaS-Modell schließlich entwickelt und betreibt der Provider die Anwendung selbst und bietet sie per Browser über das Internet an. Der Kunde muss sich weder um die Installation noch den Betrieb kümmern und zahlt üblicherweise eine Abogebühr. Bekanntestes Beispiel ist Salesforce.com. Eine weitere wichtige Differenzierungsebene ist jene zwischen Public und PrivateCloud. PublicCloud steht dabei für das offene Modell, Im Zentrum der Cloud: VirtUalisierung und Serviceorientierung Dynamische IT-Services (orts- und zeitunabhängig) Applikationsebene Middleware-Ebene Infrastrukturebene CloudComputing Saas Software-as-a-Service Paas Platform-as-a-Service Iaas Infrastructure-as-a-Service bei dem Anbieter ihre weltweit angebotenen Dienste virtualisiert hosten so beispielsweise Googles Gmail oder Amazons S3. Während in der PublicCloud der physikalische Speicherort der Daten nie nachvollziehbar ist, verbleiben bei einer PrivateCloud die Daten innerhalb der Unternehmensgrenzen. Gretchenfrage CloudSecurity In Datenschutz-sensiblen Branchen wie der Finanz- und Versicherungswirtschaft verfolgt man die unterschiedlichen Cloud-Szenarien mit besonderem Interesse. Auch hier werden einfachere Dienste bereits über die PublicCloud genutzt, doch bei den geschäftskritischen Systemen übt man sich vorerst in Zurückhaltung. Mit Blick auf die weitere Entwicklung hängt vieles von herstellerübergreifenden Sicherheitsstandards ab. Derzeit arbeitet die CloudSecurity Alliance an Lösungen, die den hohen Ansprüchen der Finanz- und Versicherungswirtschaft genügen sollen. In jedem Fall eröffnet CloudComputing vielfältige Optimierungspotenziale und ist aus dem IT-Alltag nicht mehr wegzudenken. Neben etablierten Spielarten wie Shared-Services und Virtualisierungslösungen treiben große Konzerne die Entwicklung in Richtung Private- Cloud-Szenarien weiter und werden darauf basierend neue Strategien zur Konsolidierung ihrer IT-Services entwickeln. PublicClouds (Provider via Internet) PrivateClouds (RZ via Intranet) HybridClouds (public & private) IT-as-a-Service CloudServices: , CRM, HR-Management, BI, ECM CloudPlatforms: SW-Entwicklung, SW-Test, Portal Services, DB-Services CloudInfrastructure: VM-as-a-Service, Virtual Client, File-System-Services Quelle: IBM Corporation mfinside Rainer Göttmann, Geschäftsführer der metafinanz GmbH, im Gespräch. Herr Göttmann, mit dem Zitat Das Netzwerk ist der Computer erwies sich Sun-Gründer Scott McNealy als Cloud-Visionär. Wie schätzen Sie dieses Trendthema ein? CloudComputing verändert die IT fundamental. Nicht mehr Maschinen und Programme stehen im Vordergrund, sondern die Vernetzung und die menschlichen Akteure darin. Eine zentrale Rolle spielt hierbei die Virtualisierung von Ressourcen und zwar sowohl im technologischen wie im organisatorischen Bereich. Beispielhaft praktizieren wir das bereits bei der metafinanz, indem wir zunehmend als virtuelles Unternehmen auftreten. In Projekten erscheinen wir als einheitliche Organisation und integrieren dabei stets agil externe Fachkompetenzen, wo immer entsprechendes Knowhow gefordert ist. Auch Branchen wie Finanzdienstleister setzen verstärkt auf Cloud und Virtualisierung. Entscheidend ist hier die richtige Priorisierung: Ob IaaS, Saas oder PaaS der Kunde sollte stets den größten IT-Nutzen im Fokus haben. Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigs ten Treiber hinter dem rasanten Wachstum von CloudComputing? Die anhaltende Digitalisierung heizt das Datenwachstum in den Unternehmen weiter an. Und diese Unmengen an Informationen warten darauf, kreativ veredelt zu werden. Nehmen Sie das Beispiel Staumeldungen: Schon heute liefern Verkehrsleitsysteme alle erdenklichen Daten. Trotzdem landen wir mangels intelligenter Navigationsanwendungen im Stau. Ähnliches beobachte ich in der Versicherungsbranche. Auch hier wächst neben den Kundendaten der Input insbesondere bei der Kundengewinnung aus Quellen wie Mobilfunk oder neuerdings sozialen Netzen wie Facebook. Anbieter sollten diese Informationsfülle richtig nutzen, um das Geschäft mit innovativen Services voranzubringen. Ich bin daher überzeugt, dass CloudComputing weiter an Bedeutung gewinnt und das Netzwerk der Computer der Zukunft sein wird. mffocus Ausgabe 1 / 2011

3 Mit Webstrategie beschleunigen Versicherer die Partnerintegration Laut einer metafinanz-studie verschenken viele Versicherer Geschäftspotenziale im Web. Über einheitliche Schnittstellen ließen sich neue Vertriebskanäle schnell und kostengünstig per Internet erschließen. Noch geben Brief und Fax in der Versicherungsbranche den Takt vor. Doch der Konflikt zwischen papiergebundenen Prozessen und digitalen Medien- und Vertriebsplattformen tritt immer öfter zutage insbesondere bei Kooperationsprojekten mit Internetunternehmen. Während solche Vertriebspartner enge technisch gekoppelte Kooperationen anstreben, reagiert die Versichererseite oft langsam auf derartige Geschäftschancen. Allein die Schnittstellenanbindung an die Backendsysteme dauert Monate. Laut einer aktuellen metafinanz-studie verschenkt die Branche mangels entsprechender Webstrategien viel Potenzial. So bieten beispielsweise erst 70 Prozent der Versicherer ihren Partnern die Möglichkeit, online Versicherungsangebote einzuholen. Ihr Angebotsportfolio präsentieren derzeit 91 Prozent im Web, 65 Prozent ermöglichen Schadensmeldungen und 45 Prozent einen Vertragsabschluss per Webbrowser. Um die Partneranbindung zu beschleunigen, empfiehlt metafinanz ein strategisches Vorgehen. Kernziel ist eine Vereinheitlichung der Schnittstellen, um so den Implementierungsaufwand zu reduzieren. Idealerweise dient die Schnittstellenimplementierung beim ersten Kooperationspartner je Geschäftssparte als Blaupause für weitere Partneranbindungen. So beschränkt sich die Arbeit bei neuen Partnern lediglich auf die Konfiguration. Eine weitere Vereinfachung versprechen Website-Module sogenannte Portlets, um die Partnerintegration nach dem Baukastenprinzip zu realisieren. Portlets lassen sich mit geringen Anpassungen in beliebige Partnersites integrieren, um Angebote wie Unfalltarifierung, KFZ-Tarifierung oder Haftpflicht-Antragsübernahme zu präsentieren. Ergänzend dazu ermöglichen Webservices eine direkte Nutzung von Funktionen aus den Backend-Systemen. In zwei aktuellen Kundenprojekten zeigt sich der Praxisnutzen einer durchgängigen Webstrategie. So kommt ein und dasselbe Portlet für eine Tierkrankenversicherung sowohl auf dem Hundeportal eines Vertriebspartners wie auch auf der Website des Versicherungsunternehmens zum Einsatz, um Nutzern Tarifberechnung und Antragsdatenerfassung zu ermöglichen. Im zweiten Beispiel offeriert eine Bank als Vertriebspartner einen Tarifrechner für eine Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung (UBR). Die Antragsdaten erfasst ein an das Look&Feel der Bank angepasstes Portlet, das über einen einheitlichen UBR-Webservice mit dem Versicherungs- Backend kommuniziert. Datenschutz bei BI und Testing DataMasking lässt die CIOs auch beim externen Sourcing ruhig schlafen Multisourcing und CloudComputing haben auch die Debatte um Datensicherheit in der IT-Strategie neu entfacht. Denn mit der Auslagerung von Services oder kompletten Produktiv systemen an externe Dienstleister geben Unternehmen möglicherweise auch immer mehr sensible Daten in fremde Hände. Und hier lauern bekanntlich hohe Reputationsrisiken, wie nicht zuletzt der Datenschutzskandal um die Telekom-Kundendaten zeigte. Im Brennpunkt steht dabei das Testing im Entwicklungsprozess. Weil nur mit praxisnahen Testdaten zuverlässige Rückschlüsse auf den Livebetrieb möglich sind, setzen immer noch über 75 Prozent der IT-Dienstleister echte Kunden- und Geschäftsdaten für Testzwecke ein. Derartige Angriffsflächen lassen sich jedoch einfach eliminieren mit Hilfe von DataMasking. Indem sensible Geschäftsdaten verschleiert werden, lassen sich jegliche Rückschlüsse auf reale Personen oder Geschäftskennzahlen zuverlässig unterbinden. Das simple Austauschen der Testdaten mit zufälligen Zeichenketten würde übrigens nicht ausreichen, weil hierbei auch Datenbankabhängigkeiten verloren gingen. Auch die Kundenanalyse in der Versicherungsbranche gewinnt mit DataMasking. Setzt man beispielsweise BI-Werkzeuge ein, um die Kündigungswahrscheinlichkeit oder den Bedarf an neuen Policen zu ermitteln, müssen immer strengere Datenschutz gesetze beachtet werden. In der Kranken- und Lebensversicherung beispielsweise dürfen personenbezogene Daten nur zur Vertragsabwicklung, keinesfalls aber zur individuellen Verhaltensanalyse verwendet werden. DataMasking ermöglicht Analysen im DataWarehouse streng nach Gesetz, indem die Datensätze anonymisiert und Personenbezüge eliminiert werden. Die Einführung von DataMasking erfordert allerdings Erfahrung und Fingerspitzengefühl, um nicht zuletzt auch Bedenken auf Seiten der Fachanwender zu entkräften. Viele BI-Nutzer befürchten etwa ein überlastetes DataWarehouse durch die zusätzliche Verschlüsselung. Bei richtigem Einsatz der Tools lassen sich solche Probleme jedoch vermeiden. In der geeigneten Dosierung hilft DataMasking, den Datenschutz in der IT nachhaltig zu verbessern insbesondere vor dem Hintergrund einer zunehmenden Auslagerung von Services an externe Provider. Oder anders ausgedrückt: DataMasking lässt den CIO auch beim externen Sourcing wieder ruhig schlafen. Ausgabe 1 / 2011 mffocus

4 mfshortnews mfx²cellence Day: Prämierte Spitzenleistungen metafinanz steht für exzellente Leistungen. Ein solches Unternehmens-Image ist vergleichbar mit einem Mosaik, bei dem sich die vielen individuellen und gemeinsamen Anstrengungen unserer Mitarbeiter zum Bild eines besonderen Unternehmens zusammenfügen. Um diesen Aktivitäten auch einmal ein Gesicht zu geben, haben wir in diesem Jahr den Mitarbeiterwettbewerb TOP X²cellences 2010 ins Leben gerufen. Aus einer Longlist mit Beiträgen wurden aus den Bereichen Projekte, Engagement und Vernetzung vier Top-Themen gewählt: In der Kategorie Projekte (Fachwissen, Prozesse und Technik) erhielten zwei Themen aus den Bereichen Altersversorgung und Transportwesen eine Auszeichnung. In der Kategorie Engagement wurde ein mfteam für sein überdurchschnittliches Kundenengagement prämiert. Und in der Kategorie Vernetzung landete unser mfmep (Mitarbeiterentwicklungsprogramm) ganz oben. Zielsetzung dieses Teams war die persönliche Entwicklungsförderung unserer Talente mit der Absicht, unmittelbaren Nutzwert für die tägliche Arbeit zu erreichen. SAS-Add-in für MS Office BI-Analysen und Berichte für Office-Anwender diese Möglichkeiten bietet das SAS-Add-in für Microsoft Office. Das Add-in erweitert Word, Excel und Powerpoint um einen SAS-Menüpunkt und eröffnet damit auch Office-Nutzern ohne Programmierkenntnisse einen direkten und einfachen Zugang zu Informationen aus dem DataWarehouse. Auf einfache Weise lassen sich so Abfragen und Analysen erstellen, die Ergebnisse werden in das jeweilige Office- Dokument eingebettet und können jederzeit per Knopfdruck aktualisiert werden. Speziell auf Excel bezogen, erweitert das SAS-Add-in auch die analytischen Funktionen, die dort aufgrund der Zeilenbeschränkung bestehen. Aus Unternehmenssicht liegt der Vorteil darin, dass alle Anwender Zugang zu validen Unternehmensdaten erhalten und ihre Analysen zukünftig auf einem zentralen Data Warehouse durchführen. mfideas: Wir wachsen mit unseren Ideen Ideen bringen ein Unternehmen voran, doch oft gehen gute Einfälle im Tagesgeschäft unter. Um solche schlummernden Potenziale zukünftig besser zu nutzen und systematisch zu verfolgen, gibt es nun mfideas, die neue Plattform für aktives Ideen- und Innovationsmanagement der metafinanz. Mit mfideas wollen wir unsere Mitarbeiter gezielt dabei unterstützen, ihre Fähigkeiten und Erfahrungen in das Unternehmen einzubringen und die metafinanz gemeinsam noch professioneller zu machen. Über das Intranet können alle Kollegen ihre Ideen und Best Practices einbringen und sich darüber austauschen. Auf diesem Weg ist zudem sichergestellt, dass innovative Beiträge an der richtigen Stelle landen, denn: Jede Idee ist eine Diskussion wert. mfgo: Gesunde Mitarbeiter für ein gesundes Unternehmen Die Gesundheit unserer Mitarbeiter liegt uns am Herzen, daher haben wir das betriebliche Gesundheitsmanagement mfgo ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es, dass jeder Mitarbeiter seine individuelle Gesundheit erhält oder verbessert. Auf folgende Schwerpunkte konzentrieren sich unsere künftigen mfgo- Aktivitäten: Bewusstseinsförderung bei allen Mitarbeitern für gesundheitliche Eigenverantwortung; Unterstützung beim Finden geeigneter Gesundheitsmaßnahmen; Motivation der Mitarbeiter und Unterstützung bei der Umsetzung identifizierter Maßnahmen. mfgo für ein gesundes Unternehmen. mfannouncements CMMI-Zertifikat im Lieferantenmanagement Die metafinanz setzt ihre Strategie weiter konsequent um. Nach Durchführung eines SCAMPI SM -Appraisals auf den Prozessbereich SAM wurde metafinanz mit dem CMMI Capability Level 3 bewertet. Mit der Zertifizierung zum Reifegrad Level 3 ist somit eine sehr hohe Professionalität unserer standardisierten Prozesse im Externenmanagement formal nachgewiesen. metafinanz in der Presse Zuletzt erschienen wieder einige Fachartikel von metafinanz-autoren in renommierten Medien. Das Portal manage it sowie die Zeitschriften Versicherungsbetriebe und IT-Banken & Versicherungen veröffentlichten unseren Beitrag zum Thema Webstrategie. Im Themendossier der Versicherungsforen schließlich präsentieren wir uns mit dem Einleitungsbeitrag Risikomanagement im Versicherungsunternehmen. Soziales Engagement Unternehmen haben gesellschaftliche Verantwortung diesem Grundsatz folgend engagiert sich die metafinanz seit eh und je in sozialen Projekten. In diesem Jahr unterstützen wir folgende wohltätige Institutionen: SZ-Schülerlunch: Die Initiative unterstützt 1000 Münchner Kinder, deren Eltern sich das Mittagessen in Schule und Kindertageseinrichtung nicht leisten können. Roman-Herzog-Krebszentrum: Es unterstützt am Klinikum rechts der Isar die Krebsforschung und fördert für alle Tumorpatienten die bestmögliche Therapie. Menschen für Menschen sowie unseren Kollegen Holm Schlegel, der 2002 einen tragischen Unfall erlitten hat. Impressum: Herausgeber: metafinanz Informationssysteme GmbH metafinanz Informationssysteme GmbH Leopoldstraße 146 D München Phone: Fax:

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