HERZLICH WILLKOMMEN Risikomanagement für KMU Grundlagen und konkrete Beispiele. Warum Risikomanagement?

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1 HERZLICH WILLKOMMEN Grundlagen und konkrete Beispiele Warum Risikomanagement 1. Risiken frühzeitig erfassen, erkennen, abschätzen. geeignete Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen einleiten. Balance zwischen Sicherheits-, Wertschöpfungsund Ertragsinteressen schaffen. Finanzielle Verluste, wirtschaftliche Schwächen, Imageschäden begrenzen 1 Regelwerke und Forderungen zum Risikomanagement CAN/CSA Q850 Risk Management: Guideline for Decision-Makers (Kanada1997) BS-6079-:000 Projektmanagement. Guide to the management of business related project risk (Großbritannien 000) JIS Q 001:001 Guidelines for development and implementation of a risk managementsystem (Japan 001) COSO ERM Enterprise Risk Management Integrated Framework (USA 00) AS/NZS 60:00 Risk management (Australien, Neuseeland 00) ONR 9000:00 Risikomanagement für Organisationen und Systeme (Östereich 00) DGQ-Band 1-1 Risikomanagement Risiken beherrschen/chancen nutzen (007) ISO 1000 Risk management Principles and guidelines (international 009, als DIN 011) DIN EN 1010:010 Risikomanagement Verfahren zur Risikobeurteilung DIN EN 9001:015 etc. Forderungen nach einem Risikomanagement Aus dem Aktiengesetz 91 zu Organisation + Buchführung Abs. : Der Vorstand hat geeignete Maßnahmen zu treffen, insbesondere ein Überwachungssystem einzurichten, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen früh erkannt werden. Aus der DIN EN 9100:010-07, Kapitel 7.1. Risikomanagement Die Organisation muss einen Prozess entwickeln, umsetzen und aufrechterhalten zur Lenkung des Risikos in Bezug auf das Erreichen der anzuwendenden Anforderungen, der, sofern angemessen, für die Organisation und das Produkt folgendes beinhaltet : Zuordnung von Verantwortlichkeiten für das Risikomanagement Definition von Risikokriterien (z.b. Wahrscheinlichkeit, Folgen, Risikoakzeptanz) Identifizierung, Beurteilung und Kommunikation von Risiken während der ganzen Produktrealisierung Bestimmung, Umsetzung und Steuerung von Maßnahmen zur Minderung von Risiken, die die festgelegten Risiko-Akzeptanzkriterien übersteigen Akzeptanz von Risiken, die nach der Umsetzung von Minderungsmaßnahmen weiter bestehen 1

2 Risikomanagement 1. Begriffsdefinition 1. Begriffsdefinition. Risiko Identifikation. Risiko - Bewertung. Risiko- Bewältigung Risiko ist die Gefahr von Verlusten in der Zukunft, d.h. eine negative Abweichung von geplanten Zielen. Risikopotential ist ein Faktor, der sich zusammensetzt aus der Möglichkeit des Eintritts eines Risikos und der zu erwartenden Schadenshöhe 5 6. Risiko Identifikation Für jeden Bereich werden Risikogruppen definiert. Beispiele:.1 Marktrisiken. Geschäftsrisiken. Kreditrisiken. Strategische Risiken.5 operationelle Risiken.6 Personalrisiken.1 Marktrisiken. Geschäftsrisiken. Kreditrisiken Veränderungen der Kundenbedürfnisse neue Trends, soziodemografischer Wandel, neue Wettbewerber,.. Falsche Infos, falsche Entscheidungen, rechtliche / vertragliche Risiken, Betrug,.. Kredit- und Forderungsausfälle, Veränderung der Bonität,... Strategische Risiken Unklare Unternehmensnachfolge, neue Technologien, Eintritt in neue Märkte,.. 7 8

3 Risikobereiche im Überblick.5 operationelle Risiken Ausfälle der Informationstechnik, Prozessfehler, menschliches Versagen, Arbeitsausfall, Ausfälle bei Lieferanten oder externen Dienstleistern, Arbeitsunfälle, Feuer,.. Politisch instabiler Standort Naturgewalten wie Erdbeben Überschwemmungen Sturm, Feuer, Blitz Flugzeugabsturz Einbruch Maschinenschaden Unfälle Umwelteinwirkungen Transportschäden.6 Personalrisiken Mangel an Fachkräften, Abwerbung von Personal, Unterschlagung und Verstoß gegen Gesetze und Vorschriften fehlende Qualifikation um bestimmte Tätigkeiten auszuüben, Krankheit von MA,.. Zukaufteile Abhängigkeit von Lieferanten Sprunghafte Änderung der Lieferzeiten oder Preise Qualitäts- und Terminabweichungen Einkauf Fertigung Vertrieb Personal EDV Dokumente Mitarbeiter Unausgewogene Altersstruktur Verlust von Know-how Komplexität Funktionsausfall Datenverlust Qualitätsabweichungen Produkthaftung Verlust technischer Unterlagen Finanzen Liquidität Währungsschwankungen Kunde Märkte und Mitbewerber 9 10 Methoden zur Risikoidentifikation Welche Methoden könnten Sie einsetzen. Risiko- Bewertung Informations-Beschaffungsmethode Expertenbefragungen Risiko-Workshops Fehler-Möglichkeiten-und -Einfluss-Analyse (FMEA) Prozessanalysen Analyse der Bilanzen, Geschäftsberichte und Kennzahlen Benchmarking und Betriebsvergleiche Marktanalysen, Marktbeobachtungen Ziel der Erhebung Mögliche Informationen, Ergebnisse Grundsätzlich werden qualifizierbare und quantifizierbare Risiken unterschieden. Während die quantifizierbaren Risiken zu einem messbaren Vermögensschaden führen, handelt es sich bei den qualifizierbaren Risiken um weiche Faktoren wie z. B. Mitarbeiter- oder Kundenzufriedenheit 11 1

4 Risiko-Bewertung Einschätzen des Höchstschadens (HS) HS Definition unbedeutsames Risiko, das weder bis 5 T das Jahresergebnis noch die Arbeit spürbar beeinflusst mittleres Risiko 5 0 T Schadenshöhe Risiko-Bewertung Einschätzen der Eintrittswahrscheinlichkeit (EW) EW Potentielle Häufigkeit Wahrscheinlichkeit 1 x in 100 Jahren unwahrscheinlich 1 x in 10 Jahren möglich schwerwiegendes Risiko T bestandsgefährdendes Risiko > 100 T = unternehmensspezifisch! 1 x in 5 Jahren wahrscheinlich 1 x pro Jahr sehr wahrscheinlich 1 1 Risiko- Bewertung Aus diesen Kennzahlen wird ein Risiko-Portfolio erstellt, die Risiken werden in Risikoklassen eingeteilt Risikoklasse 1: Risikoklasse : eher niedrig Risikoklasse : Hoher Schadenswert und hohe Eintrittswahrscheinlichkeit Hoher Schadenswert, Eintrittswahrscheinlichkeit eher niedrig Schadenswert mittel, Eintrittswahrscheinlichkeit sehr hoch Systematik für ein Klassifikationssystem Risikoklasse 1 Besonders hohes Risiko, existenzgefährdend Hohes Risiko, erhebliche Auswirkungen auf Jahresergebnis Mittleres Risiko, negative Auswirkungen auf das Jahresergebnis Risikoklasse : Schadenswert und Eintrittswahrscheinlichkeit geringgering Normales Risiko, im Jahresablauf zu bewältigen Die Risiken der Klassen 1 und sind einer besonderen Beobachtung zu unterziehen und permanent zu pflegen 5 Geringes Risiko, in den üblichen Abläufen berücksichtigt 15 16

5 . Risiko- Bewältigung Risikostrategie - Beispiel Folgende Alternativen stehen zur Verfügung: Risikovermeidung 1 Risiken bewusst übernehmen Mögliche Schäden sind kalkuliert und in den Preisen enthalten. Risikoüberwälzung (z.b.: Versicherungen, Outsourcing, Vertragswesen) Geschäft und damit Risiken eingehen Risiken minimieren Maßnahmen zur Abwendung von Schäden sind realisiert. Risikoreduzierung (z.b.: Funktionstrennung, Vier-Augen-Prinzip, Zugriffsbeschränkung) Auftrag Risiken an Dritte abwälzen Risiken werden vom Staat oder von Versicherungen übernommen. Risikoakzeptanz (mit ständiger Überwachung) Geschäft nicht eingehen und damit Risiken vermeiden Modell für das systematische Risikomanagement Maßnahmen des Risikomanagements festlegen Risiken identifizieren Formulierung und Überarbeitung der Risikostrategie Überwachungssystem Organisatorische Sicherungsmaßnahmen Kontrolle Interne Revision Risiko-Controlling Vergleich Risiko-Strategie mit Risiko-Situation Darstellung der Risiko- Situation Lfd. Nr. Beispiel: Risiken der Leistungsprozesse und Risikobewältigung 01 Risikobewertung Zielvereinbarungen Risikogruppe und Risikoanalyse Marktrisiko Geschäftsrisiko Personalrisiko Kreditrisiko Strategisches Risiko EW HS RK reduzieren vermeiden verlagern akzeptieren Risikobewältigung Maßnahmen 01 Zielvereinbarungen Operationales Risiko Risiken analysieren (modellieren, messen, quantifizieren) Risiken steuern (übernehmen, minimieren, transferieren, vermeiden). Risiken bewerten Legende: EW = Eintrittswahrscheinlichkeit HS = Schadenshöhe RK = Risikoklasse

6 VIELEN DANK FÜR IHRE AUFMERKSAMKEIT. Kontaktdaten Deutsche Gesellschaft für Qualität August-Schanz-Straße 1A 60 Frankfurt am Main T + 9(0) F + 9(0)

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