Hotel Finance Forum perspectives macro-économiques à l EPFZ

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1 Hotel Finance Forum 2011 Yngve Abrahamsen, responsable pour les perspectives macro-économiques à l EPFZ Conséquences des modifications des cours de change sur la branche hôtelière suisse Quelle influence le cours de change a-t-il sur les nuitées? Les régions sont-elles touchées de manière égale par ces modifications? Quelles sont les conséquences économiques du franc fort pour la branche hôtelière? Les réponses seront données par l étude du KOF présentée dans cet exposé. Hotel Finance Forum 2011 Yngve Abrahamsen, verantwortlich für die makroökonomischen Prognosen an der ETH Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf das schweizerische Hotelleriegewerbe Welchen Einfluss hat der Wechselkurs auf die Logiernächte? Sind alle Regionen gleichmässig von den Auswirkungen betroffen? Was sind die wirtschaftlichen Folgen der Frankenstärke auf die Hotelbranche? Die Antworten darauf werden in der vom KOF präsentierten Studie gegeben.

2 Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf das schweizerische Hotelleriegewerbe 30. November 2011 Yngve Abrahamsen Banu Simmons-Süer Übersicht Exporte und Wechselkursentwicklung Die Entwicklung der Zahl der Logiernächte nach Herkunftsländer Nach Destinationen Gesamtwirtschaftliche Bedeutung des Beherbungsgewerbes Empirische Resultate Zusammenfassung 30. November

3 Internationalisierung der schweizerischen Wirtschaft 65 Verhältnis Warenexporte zur Bruttoproduktion Industrie in % Verhältnis Tourismusexporte zur Bruttoproduktion Gastgewerbe in % November Wechselkurs und Warenexporte insgesamt (Total1) Nomineller und realer Wechselkurs, Index 2008=, rechte Skala Warenexporte, Index 2008=, linke Skala Quelle: SNB, EZV 30. November

4 Preiselastizitäten (Messung von Auswirkungen) Misst die Reaktion der (preisbereinigten) Nachfrage auf Preisänderungen Eine Elastizität von -1 bedeutet, dass eine Preiserhöhung um 1% einen Rückgang der Nachfrage um 1% verursacht Umsatz (Preis x Menge) bleibt konstant Eine höhere Elastizität ( < -1) bewirkt eine überproportionale Nachfrageänderung Umsatz sinkt Wechselkurselastizitäten itäten Misst die Nachfrageänderung aufgrund von Wechselkursänderung Eine Wechselkurselastizität von -1 bedeutet, dass der Umsatz in ausländischer Währung konstant bleibt, in inländischer Währung gibt es eine umgekehrt proportionale Änderung des Umsatzes Skalen in den Abbildungen: parallele Verläufe heisst Elastizität von -1 bei einheitlicher Skala und von -2 bei doppelten Abständen für die Nachfrage 30. November Ind dex = Wechselkurs und Exporte Wechselkurs Maschinenbauprodukte Metallprodukte Logiernächte Quelle: SNB, EZV, BFS, KOF 30. November

5 Logiernächte nach Herkunftsländer 30. November Wechselkurs und Hotel-Logiernächte: Deutschland Logiernächte, 2008=; linke Skala Wechselkurs, 2008=; rechte Skala November

6 Wechselkurs und Hotel-Logiernächte: Frankreich Logiernächte, 2008=; linke Skala Wechselkurs, 2008=; rechte Skala November Wechselkurs und Hotel-Logiernächte: Italien Logiernächte, 2008= Wechselkurs, 2008= 30. November

7 Wechselkurs und Hotel-Logiernächte: UK Logiernächte, 2008= Wechselkurs, 2008= 30. November Wechselkurs und Hotel-Logiernächte: USA Logiernächte, 2008= Wechselkurs, 2008= 30. November

8 Wechselkurs und Hotel-Logiernächte: China Logiernächte, 2008= Wechselkurs, 2008= 30. November Wechselkurs und Hotel-Logiernächte: Indien Logiernächte, 2008= Wechselkurs, 2008= 30. November

9 Hotel-Logiernächte (Gäste aus dem Ausland) Japan 3.9% USA 11.9% Rest 18.1% UK 96% 9.6% Belgien 4.1% Quelle: BFS, KOF Niederlande 4.1% Spanien 2.2% Deutschland 30.5% Italien Indien 1.4% China 0.9% Japan 3.2% Rest 20.2% Deutschland 30.4% USA Österreich Österreich 82% 8.2% 1.8% Frankreich 6.5% 7.3% 1.8% UK 11.1% 1% Frankreich 6.7% Italien 55% 5.5% Belgien Spanien 4.2% 1.9% Niederlande 4.5% 30. November Hotel-Logiernächte (Gäste aus dem Ausland) (Jan-Sep) Rest 18.1% Deutschland 30.5% Rest 25.5% Deutschland 26.6% Japan 3.9% USA 11.9% UK 96% 9.6% Belgien 4.1% Quelle: BFS, KOF Niederlande 4.1% Spanien 2.2% Italien Indien 2.2% China 2.8% Österreich Frankreich 6.5% 7.3% 1.8% Japan 2.4% USA 7.6% UK 8.6% Belgien 3.4% Österreich 2.0% Frankreich 7.0% Italien 5.1% Spanien 2.3% Niederlande 4.4% 30. November

10 Die Logiernächte nach Destinationen und Herkunftsländern 30. November Ind dex = Wechselkurs und Logiernächte (Hotel- und Kurbetriebe): Deutschland Logiernächte Tourismusregionen Logiernächte Städte Logiernächte Tessin Wechselkurs 30. November

11 Ind dex = Wechselkurs und Logiernächte (Hotel- und Kurbetriebe): UK Logiernächte Tourismusregionen Logiernächte Städte Logiernächte Tessin Wechselkurs 30. November Wechselkurs und Logiernächte (glatte Komponente, Hotel- und Kurbetriebe): Frankreich Ind dex = Logiernächte Tourismusregionen Logiernächte Städte Logiernächte Tessin Wechselkurs 30. November

12 Das Beherbungsgewerbe Wertschöpfung ca. 5 Mrd. Fr. 0.9% von BIP Ca Beschäftigte, Vollzeitäquivalente 2.0% der Gesamtbeschäftigung Arbeitsintensiv Erhöhung von Vorleistungsbezug aus dem Ausland praktisch ausgeschlossen Wichtiger Wirtschaftsfaktor in ländlichen und strukturschwachen Gebieten 30. November Empirische Resultate 30. November

13 Elastizititäten Logiernächte (19Q1-2011Q2) WK WK Privater Anpassungskoeffizient Kurzfristig Langfristig Hotelpreise Konsum adj. R 2 Deutschland ** Österreich * ** 3.19 ** Frankreich ** ** 2.00 ** Italien ** ** Spanien ** Niederlande ** ** Belgien ** Portugal * 254** Finnland ** Dänemark ** 3.31 ** Schweden ** 2.55 ** UK ** ** 1.54 ** USA ** Japan * Euro-Zone ** ** 208** ** signifikant bei 5%, * signifikant bei 10%, 30. November Weitere Resultate: Einführung des Euro Keine systematische Auswirkungen Deutschland erhöhte, Frankreich reduzierte Reagibilität Periode der Höherbewertung des Frankens (seit 2008) Wechselkurselastizitäten tendenziell tiefer Nach Destinationen Logiernächte in den Städten wenig betroffen Keine Unterscheidung Geschäfts- und Freizeitaufenthalte möglich Ländliche Tourismusgebiete (z.b. für Wintertourismus) und Tessin stark betroffen (Gäste aus europäischen Herkunftsländern) Spezielle Einflüsse Ostereffekt für einzelne Herkunftsländer (nur ländliche Gebiete) 30. November

14 Zusammenfassung Wechselkurselastizitäten sind meist grösser als eins Anpassung erfolgt langsam (Fehlerkorrekturparameter rund 0.25) Auswirkungen sind stärker für Gäste aus den Nachbarländern. Für die USA und einige nordische Länder (z.b. Finnland) ist die Beeinflussung durch den Wechselkurs geringg Nach Einführung des Euro haben die Auswirkungen für die Nachfrage aus Deutschland zugenommen, aus Frankreich jedoch abgenommen. Regionale Analysen zeigen das ländliche Regionen und das Tessin stärker auf Wechselkursschwankungen reagieren. Logiernächte in den grösseren Städten (Zürich, Genf, Basel) sind deutlich weniger betroffen. 30. November Zusammenfassung 2012 wird ein schwieriges Jahr Wechselkurs des Frankens bleibt auf hohem Niveau Beschäftigungsabbau zu erwarten Rationalisierungen Schliessung von Betrieben Qualität in Vordergrund stellen Nur über den Preis nicht konkurrenzfähig Staatliche Hilfen? MWST-Befreiung? Kompensation höherer Einkaufspreise auf Vorleistungen? 30. November

15 Nicht nur der Wechselkurs verursacht Probleme für den Wintertourismus Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 30. November

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