Thomas Macht Ausarbeitung Security-Test WS 10

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1 Sicherheit definieren mit Grenzrisiko und Grenzrisiko definieren. Sicherheit: Risiko < Grenzrisiko, absolute Sicherheit gibt es nicht Grenzrisiko: größtes noch vertretbares Risiko eines technischen Vorgangs/Zustands Risiko definieren Risiko = Schaden * Eintrittswahrscheinlichkeit Erklären der Begriffe Authentisierung, Authentifizierung und Autorisierung Authentisierung: Vorlage eines Nachweises zur Identifikation (Benutzername, Passwort) Authentifizierung: Überprüfung eines Nachweises zur Identifikation Autorisierung: Überprüfung, ob Person/IT-Komponente/Anwendung zur Durchführung einer Aktion berechtigt Funktion einer Certification Authority Ausstellung und Verwaltung der Zertifikate optional: Schlüsselerzeugung für Endbenutzer Personalisierung von Chipkarten Versenden der Infos an Endbenutzer (PIN-Brief, Chipkarte) Endbenutzer-Zertifikate durch CA-Zertifikat signiert Erstellen/Signieren von Sperrinfos besondere Anforderungen für sichere Betriebsumgebung: Speicherung, Zugriff auf private Schlüssel Kompromittierung des privaten Schlüssels einer CA alle ausgestellten Zertifikate und damit signierte Dokumente unsicher 2 Argumente warum "Penetrate and Patch" nicht ausreicht für sichere Software Sicherheitsfehler nur im Betrieb gefunden, mit Patches behoben nicht gemeldete Schwachstellen nicht behoben Patches beheben oft nur Symptome, nicht eigentliche Ursache Zeitfenster für Angriffe bis alle Systeme gepatcht (manche nie) Aus Patches können Angreifer Details über Schwachstellen ableiten Kann eine Software ohne Schwachstellen durch Programmierfehler Schwachstellen in der Architektur haben, begründen. Sichere Architektur: kann durch Programmierfehler unsicher werden (zb fehlerhafte Prüfung von Zertifikaten) Sichere Programmierung: Software ohne Schwachstellen durch Programmierfehler kann Schwächen durch Architektur aufweisen (zb fehlerfreie telnet-implementierung durch unverschlüsselte Kommunikation angreifbar) Seite 1 von 7

2 Welche inhaltlichen Punkte sollte eine Security Policy haben? Stellenwert der Informationssicherheit und Bedeutung der IT für die Aufgabenerfüllung Sicherheitsziele, Beschreibung der Sicherheitsstrategie Beschreibung der Organisationsstruktur Zusicherung, dass Sicherheitsrichtlinie von Leitungsebene durchgesetzt und Verstöße sanktioniert werden Aussagen zur periodischen Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen Aussagen zu Programmen zur Förderung der Informationssicherheit durch Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen Die 3 Sicherheitsziele nach IT-Grundschutzhandbuch Vertraulichkeit Integrität Verfügbarkeit Erfüllung aller Maßnahmen im IT Grundschutz ist immer ausreichender Schutz? Nein, nur allgemeiner Leitfaden. IPS + IDS erklären + Unterschied angeben Was versteht man unter Restrisikoabschätzung? Schätzung, wie hoch das Risiko nach Setzen der gewählten Maßnahmen noch ist. "Stored" XSS erklären XSS: unvalidierte Benutzereingaben Ausführung des Codes durch vertrauenswürdigen Server, Zertifikate und Verschlüsselung der Client-Server-Kommunikation bieten keinen Schutz ausgeführter Code direkt von vertrauter Domäne ausgeführt zb Versand präparierter URLs über s Arten: o Reflected: Server liefert Seite mit präparierten Inhalt, Browser wertet sie aus o Stored: persistente Speicherung des präparierten Inhalts durch den Server Maßnahmen: o Benutzereingaben validieren o Kodieren (HTML, URL) von Benutzereingaben und gespeicherten Inhalten vor Ausgabe o Clientseitige Verhinderung durch Browser oder Client-Firewalls (Antworten nur an ursprüngliche Domäne erlauben) Seite 2 von 7

3 Multiple Choice zu SYN- Flood TCP: verbindungsorientiert (Three-Way-Handshake), verlässlich Flow Control keine Broadcasts möglich (im Gegensatz zu UDP) WWW, SSH, s, SYN Flooding: halb offene Verbindung belegt Ressourcen 4 Phasen eines Angriffs erklären Sammeln von Daten (Systeme, User-Kennungen) Ausnutzen gefundener Sicherheitsprobleme (Zugriff, Ausweiten der Rechte): zb SQL Injection auf eine Datenbank Aufrechterhaltung des Zugriffs: zb Anlegen eines eigenen Benutzer-Accounts Verwischen von Spuren (zb Löschen von Logfiles) Was versteht man unter Social Engineering + 2 Beispiele angeben. Manipulation des Menschen Multiple Choice zu ITIL??? Prinzip des "Least Privilege" erklären. Minimum an Rechten, nur notwendige Rechte verwenden (Windows: oft Administratorrechte vorausgesetzt), Kompromittierung ermöglicht keinen Zugriff auf weitere Systemteile Ja/Nein Frage, ob organisatorischer Schutz immer sinnvoll ist (oder so ähnlich). Seite 3 von 7

4 Ja/Nein Frage, ob Cipher Suiten kryptografische Methoden für die Kommunikation festlegen. Transport Layer Security (TLS): Nachfolger von Secure Sockets Layer (SSL) oberhalb von TCP HTTPS HTTP over TLS Verwendung für: o Authentifizierung (einseitig, beidseitig) o Verschlüsselung der Kommunikation o Verschlüsselung nur zwischen zwei Komponenten auf Layer 4 möglich: Vertraulichkeit für End-zu-End-Verbindungen über mehrere Stationen muss auf höheren Ebenen sichergestellt werden Cipher-Suiten: o legen kryptografische Methoden für Kommunikation fest (Kommunikationspartner handeln gemeinsame aus) o Schlüsselaustausch (RSA, ) o Authentifizierung (RSA, ) o Verschlüsselung o Hashfunktion (MD5, SHA) Was versteht man unter einem "Slow Scan". Scannen oft auffällig Bezüglich Testen: Was versteht man unter Validierung und Verifikation? Testing: Vergleich aktueller Zustand geplanter Zustand Validierung: richtiges Produkt? (Kundenwünsche Applikation) Verifikation: Produkt richtig erzeugt? (Anforderungen Applikation) Test: erfolgreich, wenn Fehler gefunden Testziele: Funktionalität, Sicherheit, Usability Seite 4 von 7

5 Ist es möglich Sicherheitssystem mit biometrischen Verfahren mittels Brute-Force zu knacken. Biometrisches Merkmal: zb Iris, Fingerabdruck, Stimme, Tippverhalten zwischenmenschlicher Alltag schwer/nicht zu ersetzen Weitergabe schwer/nicht möglich Fehlerrate, Ausprägung nicht bei allen Menschen gleich Alternativen, Ausnahmen erforderlich mangelnde Akzeptanz, hohe Kosten Angriffe bei biometrischen Daten: nicht zu 100 % sicher, Stärken/Schwächen oft vernachlässigt Spoofing (Fotos, Modellierung gefundener Fingerabdrücke) Replay-Attacken Umgehen der Sensoren Brute Force Frage bezüglich Alterung von Schlüssellängen und Algorithmen bzw. wie man entgegen wirken kann. Probleme der Kryptografie: komplexe kryptografische Verfahren, Implementierungsfehler (Zufallszahlen) Alterung von Algorithmen/Schlüssellängen (Brute Force) regelmäßige Umschlüsselung von Daten Verlust des privaten Schlüssels Verlust der verschlüsselten Daten: Backup erforderlich (nicht, wenn nur für Signaturen verwendet) Schlüssel enthält keine Infos zu Besitzer Verwendung von Zertifikaten Integritätsschutz für Schlüssel: Angreifer kann Schlüssel manipulieren (Man in the Middle) Zertifikate erhalten digitale Signatur Sicherung des privaten Schlüssels: sicherer Schlüsselspeicher: Chipkarte, Hardware Security Module Was versteht man unter Testabdeckung? Wieviele Teile eines Systems getestet? Berechnung nach Zeilen, Anweisungen, Datenvariablen Seite 5 von 7

6 Nenne 5 Gegenmaßnahmen für Buffer Overflows Programmierfehler, keine/falsche Längenüberprüfung beim Schreiben in Buffer Low-Level-Programmiersprachen ohne automatisches Bounds Checking überschreibt nachfolgende Speicherbereiche Mögliche Auswirkungen: o Absturz der Applikation mittels Exception/Segfault o ungewöhnliches Systemverhalten o keine wenn überschriebener Speicher nicht mehr verwendet o Ausführen von eingeschleustem Code Maßnahmen: o Eingabevalidierung, Längenüberprüfung o Programmiersprachen mit automatischer Längenüberprüfung o Testmethoden zum Finden von Buffer Overflows im Quellcode (Statische Codeanalyse, Fuzzing, ) o gefährdete Funktionen vermeiden (zb strcpy() strncpy()) o Betriebssysteme mit nonexecutable Stacks o Verwendung von canary zur Erkennung von Buffer Overflows (Compiler-Optionen) o Adressräume im System zufällig vergeben Seite 6 von 7

7 Multiple Choice zu Zugriffsmatrix Zugriffskontrolle: Zugriff sollen nur berechtigte Akteure erhalten. Unberechtigter Zugriff soll verhindert oder zumindest erkannt werden. Angriffe: o Angreifer hat Zugriff auf Binärdaten: kryptografische Methoden erforderlich o Es existiert eine Schicht zwischen Angreifer und Binärdaten: Zugriffskontrolle Verwendung von Zugriffskontrollmechanismen in Betriebssystem, Datenbanken, Webserver, Kernfrage: Wer darf auf was wie zugreifen? Zugriffskontrollstrategie: Regelwerk, Was ist erlaubt/nicht erlaubt? Zugriffskontrollmodell: o Formalismus, beschreibt Zugriffskontrollstrategie o verschiedene Zugriffskontrollmodelle für unterschiedliche Zugriffskontrollstrategien o Modell soll einfach, ausdrucksstark, intuitiv, wartbar, umsetzbar sein Begriffe: o Objekt: passiver, zu schützender Informationsträger o Subjekt: aktive Elemente, die im Auftrag von Anwendern Zugriffe auf Informationen ausführen o Zugriffsoperation: Art, auf ein Objekt zuzugreifen (read, write, execute) o Zugriffsrecht: Recht für Zugriffe auf Dateien, Datenträger, Prozesse o Schutzdomäne: Gruppierung identischer Zugriffsrechte o Zugriffsmonitor: setzt Zugriffskontrollstrategie durch Grundmodell der Autorisierung: o Ob für ein Subjekt s der Zugriff der Art a auf ein Objekt o zulässig ist, ergibt sich aus einer Funktion f, die das Ergebnis des 3-Tupels (s; o; a), das wahr oder falsch sein kann, auswertet. o s = Subjekt, o = Objekt, a = Zugriffsart Zugriffsmatrix: definiert Zugriffsrechte Beispiel für Klassifikation von Subjekten: o Eigentümer: uneingeschränkte Zugriffsrechte o Gruppe: alle innerhalb einer speziellen Gruppe haben selbe Rechte o Jeder: Allen Usern können bestimmte Rechte gegeben werden Seite 7 von 7

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