Green Logistics Qualifikation in der Logistikpraxis

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1 Arbeitspapiere der FOM Klumpp, Matthias (Hrsg.) ild Schriftenreihe Logistikforschung Band 16 Green Logistics Qualifikation in der Logistikpraxis Keuschen, Thomas Klumpp, Matthias

2 Keuschen, Thomas / Klumpp, Matthias Green Logistics Qualifikation in der Logistikpraxis FOM Hochschule für Oekonomie & Management ild Institut für Logistik- & Dienstleistungsmanagement Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, April 2011 ISSN Essen Forschungsförderung (LOGFOR Projekt) durch: Die Autoren danken Sascha Bioly für Korrekturhinweise zu dieser Publikation.

3 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation II Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis... IV Abbildungsverzeichnis... VI Tabellenverzeichnis... VI Abstract... VII 1 Einleitung Grundlagen Green Logistics Einführung nachhaltige Logistik Definitionen Entwicklungsphasen Anspruchsgruppen Handlungsfelder Green Logistics Chancen und Risiken Implementierungsbereiche Green Logistics Beschaffungslogistik Produktionslogistik und Logistikimmobilien Distributionslogistik Entsorgungslogistik Green Supply Chain Management Europäischer Qualifikationsrahmen Hintergrund Entwicklung in Richtung eines Industrie-Qualifikationsrahmens Logistik Qualifizierungsmatrix Green Logistics Einführung in die Qualifizierungsmatrix Green Logistics Beispielbereiche der Qualifizierungsmatrix Green Logistics Investitions- und Emissionsrechnung Produkte Prozessintegration Anlagen Technologien Wartung Umweltschutz- und Umweltrecht Normen Hardware Software Kommunikation... 32

4 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation III Infrastruktur / Verkehrssysteme / Verkehrspolitik Qualifikationsbeispiele Bereich Recht Bereich gewerblich-technisch Bereich / Ingenieurwissenschaft Bereich kaufmännisch / Betriebswirtschaft Zusammenfassung und Ausblick Literaturverzeichnis... 54

5 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation IV Abkürzungsverzeichnis ADR Accord européen relatif au transport international des marchandises Dangereuses par Route AGV Automatic Guided Vehicle AKDQR Arbeitskreis Deutscher Qualifikationsrahmen BMBF Bundesministerium für Bildung und Forschung BVL Bundesvereinigung Logistik BWL Betriebswirtschaftslehre CO 2 Kohlenstoffdioxid CSR Corporate Social Responsibility Diss. Dissertation DSD Duales System Deutschland DQR Deutscher Qualifikationsrahmen ebd. ebenda ECD Environmentally Conscious Design ECO Ecological EEV Enhanced Environmentally Friendly Vehicle EMAS Eco-Management and Audit Scheme EQR Europäischer Qualifikationsrahmen ESCM Environmental Supply Chain Management et. al. et alii EUR Euro EURO Europäische Norm EVG Elektronisches Vorschaltgerät FH Fachhochschule FOM Hochschule für Oekonomie & Management GAMS Gefahr erkennen, Absperrung errichten, Menschenrettung durchführen, Spezialkräfte anfordern GGBG Gefahrgutbeförderungsgesetz ggmbh gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung GPS Global Positioning System GSC Green Supply Chain GrSCM Green Supply Chain Management H. Heft Hrsg. Herausgeber ild Institut für Logistik- & Dienstleistungsmanagement

6 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation V Ing.-Wiss. Ingenieurwissenschaften IPPC International Plant Protection Convention IQR Industrie-Qualifikationsrahmen ISO International Organization for Standardization IT Informationstechnologie Jg. Jahrgang JIT Just in Time KFG Kraftfahrgesetz kg Kilogramm KHVG Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherungsgesetz KrW-/AbfG Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz LCA Life Cycle Assessment Lkw Lastkraftwagen m 2 min NGO Nr. o.s. R Quadratmeter Minute Nichtregierungsorganisationen Nummer ohne Seite right S. Seite SCM Supply Chain Management sog. Sogenannt Std. Stunde t Tonnen TUL Transport, Umschlag, Lagerung u.a. unter anderem VDI Verein Deutscher Ingenieure Vgl. Vergleiche WCED World Commission on Environment and Development z.b. zum Beispiel

7 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation VI Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Nachhaltigkeitsdreieck... 3 Abbildung 2: Begriffsverständnis Green Logistics... 4 Abbildung 3: Status Quo und Entwicklung Green Logistics... 6 Abbildung 4: Anspruchsgruppen... 8 Abbildung 5: Handlungsfelder Green Logistics... 9 Abbildung 6: Klassifikationen Green Supply Chain Management Abbildung 7: Green Logistics Qualifizierungsmatrix Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Übersicht Definitionen Green Logistics... 5 Tabelle 2: Chancen- und Risiken Tabelle 3: Die Nine-Rights der nachhaltigen Logistik Tabelle 4: Umweltstrategische Handlungsspielräume in der Entsorgungslogistik Tabelle 5: Beispielhafte Anwendung des IQR... 24

8 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation VII Abstract Sustainability trends are to be found in logistics today as green logistics or product respectively company carbon footprints. Within this evolving field of logistics several research areas are developing such as CO 2 measurement standardization, integrated management concepts and process changes in relation to the implementation of new transport mode and propulsion systems in cargo transport. But one major hurdle for the further implementation of green logistics concepts is the existing qualification gap for all process and management levels in logistics. This research paper addresses this gap by suggesting a modular qualifications systems for green logistics derived from the European Qualifications Framework.

9 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 1 1 Einleitung Die Logistikbranche ist einem permanenten Wandel ausgesetzt und gilt als hochdynamisch. 1 Im Logistikbereich lassen sich vielfältige Trends und Trendveränderungen identifizieren. 2 Umwelt- und Ressourcenschonung wird zunehmend in der Logistik an Bedeutung gewinnen. 3 Eine breite öffentliche Debatte des Klimaschutzes, 4 zunehmende Umweltorientierung seitens der Kunden der Unternehmen, 5 verschärfte Umweltgesetze, 6 sowie steigende Ressourcenpreise 7 sorgen dafür, dass das Thema Green Logistics an Bedeutung gewinnt. Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wird beispielsweise durch die aktuellen Unruhen in Libyen verdeutlicht: Als Folge können Ängste um die Versorgungssicherheit und Kostensteigerungen aufgeführt werden. 8 Logistikunternehmen stehen zunehmend vor der Herausforderung, umweltschonende Logistikdienstleistungen anzubieten, um zukünftig wettbewerbsfähig zu sein. In der traditionellen Betriebswirtschaftslehre wird die Auffassung vertreten, dass Umwelt- und Ressourcenschutz als eine weitere Restriktion zu betrachten ist und die Einbeziehung des ökologischen Aspektes keine Konkurrenz zum Ziel der Gewinnmaximierung ist. 9 In der Praxis ist zunehmend zu beobachten, dass immer mehr Unternehmen sich dieser Auffassung anschließen. Eine Unternehmensbefragung des lastmile logistik netzwerks Gelsenkirchen, Herne und Herten gab Aufschluss, dass mittlerweile 63 % der befragten Unternehmen bereits Berührungspunkte mit dem Thema Green Logistics hatten. 10 Nach Experteneinschätzung steigt dieser Trend weiter. Im Jahre 2015 werden mehr als 70 % der Unternehmen von den Anforderungen des Umwelt- und Ressourcenschutzes betroffen sein. 11 Diese Entwicklung zeigt auch, dass Green Logistics nicht nur eine kurzfristige Modeerscheinung ist, sondern ein ernstzunehmendes und dauerhaftes Thema in der betrieblichen Praxis sein wird. Parallel zu den geänderten Rahmenbedingungen der Logistik ist eine turbulente Entwicklung im Bildungssektor festzustellen. Als Beispiel kann die Einführung der Bachelor- und Masterabschlüsse im Hochschulbereich aufgeführt werden. 12 Darüber hinaus hat die Europäische Kommission im September 2006 einen Vorschlag für die Empfeh Vgl. Klumpp, M. (2009), S. 1. Vgl. Abelmann, P. (2008), o.s.; BVL (2008), o.s.; Klumpp, M. (2010), S. 1; Klumpp, M. (2009), S. 1. Vgl. Rausch, K-F., Kadow, M., Elbert, R. (2010), S Vgl. Rahmstorf, S., Schnellnhuber, H-J. (2009), S. 82. Vgl. Accenture (2007), S. 4. Vgl. Herrmann, C. (2009), S Vgl. Meyer, B. (2008), S Vgl. (2011), abgerufen am Vgl. Jung, H. (2006), S Vgl. lastmile logistics netzwerk Gelsenkirchen, Herne, Herten (2010), S. 8. Vgl. BVL (2008), o.s. Vgl. Hochschulrektorenkonferenz (HRK) (2008), S. 1.

10 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 2 lung zur Einrichtung eines Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) unterbreitet. Die Schaffung von Transparenz zwischen nationalen und europaweiten Qualifikationen ist Zielsetzung des Qualifikationsrahmens. Neben der Vergleichbarkeit der Bildungsabschlüsse soll die Mobilität in und zwischen den europäischen Bildungssystemen und dem Arbeitsmarkt erleichtert werden. Acht Niveaustufen sind das Kernstück des EQR, welche auf Lernergebnisse bzw. auf Kompetenzen basieren. 13 Diese beiden Bereiche lassen sich in der Frage zusammenführen, wie sich die branchen- und themenspezifische Aus- und Weiterbildung zur Green Logistics entwerfen lässt und orientiert sich an den Anforderungen der Logistikpraxis. Im Rahmen des vorliegenden Arbeitspapieres soll folgende Forschungsfrage beantwortet werden: Wie können die neuen Qualifikationsanforderungen, die sich durch den Trend Green Logistics ergeben, in eine modulare Struktur in Anlehnung an den Europäischen Qualifikationsrahmen für eine betriebliche Weiterbildung integriert werden? Das vorliegende Arbeitspapier besteht aus insgesamt sechs Kapiteln. Nach der Einleitung im ersten Kapitel werden im zweiten Kapitel Grundlagen zu Green Logistics und im dritten Kapitel mögliche Implementierungsbereiche vorgestellt. Das vierte Kapitel beschreibt den Europäischen Qualifikationsrahmen. Der industrielle Qualifikationsrahmen (IQR), die dazugehörige Matrix sowie Qualifikationsbeispiele werden im fünften Kapitel vorgestellt und erläutert. Die Zusammenfassung und ein Ausblick bilden das letzte und abschließende Kapitel des vorliegenden Arbeitspapieres. 13 Vgl. (2011), abgerufen am

11 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 3 2 Grundlagen Green Logistics 2.1 Einführung nachhaltige Logistik Das Wort Nachhaltigkeit, nachhaltige Entwicklung, sustainable oder sustainability ist derzeit in aller Munde, sei es in den Medien, in Wirtschaft oder in der Politik. Zuvor gilt es jedoch zu klären, was dieses als positiv empfundene Wort bedeutet. Der Rat für nachhaltige Entwicklung 14 definiert Nachhaltigkeit wie folgt: Nachhaltige Entwicklung heißt, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Zukunftsfähig wirtschaften bedeutet also: Wir müssen unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge hinterlassen. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben. 15 Im Zusammenhang einer nachhaltigen Entwicklung fand die Definition des Brundtland Reports hohe Bedeutung und diente als Grundlage vieler Publikationen. 16 Im Brundtland Report von 1987 wird nachhaltige Entwicklung definiert als: Sustainable development is development that meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs. 17 Diese Definition wurde in der deutschen Fassung wie folgt übersetzt: Dauerhafte Entwicklung ist die Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können. 18 Zur Veranschaulichung bedient sich die Literatur oftmals des sogenannten Nachhaltigkeitsdreiecks, das nachfolgend abgebildet ist. Abbildung 1: Nachhaltigkeitsdreieck Ökologie Ökonomie Soziales Quelle: Boppert, J., Tenerowicz, P. (2009), S Im April 2010 wurde der Rat für nachhaltige Entwicklung, bestehend aus 15 Personen des öffentlichen Lebens, von der Bundesregierung berufen. Vgl. (2011b), abgerufen am Vgl. (2011a), abgerufen am Vgl. von Hauff, M. (2009), S. 7. Vgl. World Commission on Environment and Development (WCED) (1987), S. 54. Vgl. Hauff, V. (1987), S. 46.

12 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 4 Das Spannungsverhältnis zwischen Ökonomie, Ökologie und Sozialem soll im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Dabei sollen folgende Zielsetzungen verfolgt werden: 19 Zielsetzung einer tragfähigen ökologischen Entwicklung auf globaler, nationaler, lokaler und regionaler Ebene Zielsetzung einer effizienten Einzel-, Gesamt- und Weltwirtschaft Zielsetzung einer sozialen Gerechtigkeit unter Berücksichtigung auf kommende Generationen, verschiedene Kulturen und Gesellschaften Im Rahmen des vorliegenden Arbeitspapieres wird nicht auf die sozialen Aspekte eingegangen, da diese den Rahmen sprengen würden. 2.2 Definitionen In Wissenschaft und Praxis existiert derzeit keine einheitliche Begriffsbestimmung zum Begriff Green Logistics. Unter anderem wird unter Green Logistics CO 2 -arme Logistikdienstleistungen (53 %), umweltschonende Technik bei Fahrzeugen, Anlagen und Abläufen (63 %), Carbon Footprint (26 %) und Effizienzsteigerung (53 %) verstanden. 20 Dies verdeutlicht die nachfolgende Grafik: Abbildung 2: Begriffsverständnis Green Logistics Quelle: lastmile logistics netzwerk Gelsenkirchen, Herne, Herten (2010), S Vgl. Urbaniec, M., Kramer, M. (2003), S. 78. Vgl. lastmile logistics netzwerk Gelsenkirchen, Herne, Herten (2010), S. 8.

13 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 5 Bedingt zum einen durch unterschiedlich historische Entwicklungen und zum anderen durch unterschiedliche Zielsetzungen haben sich in der wissenschaftlichen Literatur zahlreiche Definitionen herausgebildet. In der nachfolgenden Tabelle werden Definitionen zu Green Logistics vorgestellt. Eine Differenzierung zwischen Logistik und Supply Chain Management 21 erfolgt nicht. Tabelle 1: Übersicht Definitionen Green Logistics Autor Jahr Definition Emmett, S., Sood, V Green Supply Chain Management will therefore fully integrate environmental considerations into traditional supply chain management. This covers all aspects of supply chain management including product design, procurement, sourcing and supplier selection, manufacturing and production processes, logistics and the delivery of the final product to the consumers, along with the end-of-life management of the product. Therefore the total or the end-to-end supply chain can be covered. Green supply chain management therefore address four interrelated areas of the supply chains: upstream, downstream, within the organization, and the connecting logistics process. 22 Lee, S-Y; Klassen, R. D Green Supply Chain Management can be defined as a buying organization s plans and activities that integrate environmental issues into supply chain management in order to improve the environmental performance of suppliers and customers. 23 Srivastava, S. K Green supply chain management is defined as integrating environmental thinking into supply-chain management, including product design, material sourcing and selection, manufacturing processes, delivery of the final product to the consumers as well as end-of-life management of the product after its useful life. 24 Hervani, A. A., Helms, M Green Supply Chain Management = Green Purchasing + Green Manufacturing/ Materials Management + Green Distribution/Marketing + Reverse Logistics 25 Zsidisin, G. A., Siferd, S. P Environmental supply chain management (ESCM) for an individual firm is the set of supply chain management policies held, actions taken, and relationships formed in response to concerns related to the natural environment with regard to the design, acquisition, production, distribution, use, reuse, and disposal of the firm s goods and services. 26 Quelle: Eigene Darstellung auf der Basis der genannten Literaturquellen Im Rahmen des vorliegenden Arbeitspapieres wird sich der Auffassung angeschlossen, dass das Supply Chain Management Teil der betriebswirtschaftlichen Logistik ist. (Vgl. z.b. Göpfert, I. (2008), S.61-62). Emmett, S., Sood, V. (2010), S Lee, S-Y, Klassen, R. D. (2008), S Srivastava, S. K. (2007), S Hervani, A. A., Helms, M. (2005), S Zsidisin, G. A., Siferd, S. P. (2001), S. 64.

14 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 6 Im Rahmen des vorliegenden Arbeitspapieres wird Green Logistics beziehungsweise Green Supply Chain Management als die Integration des Umweltaspektes in die bestehenden Logistikprozesse verstanden. 2.3 Entwicklungsphasen In der Wissenschaft können verschiedene Methoden zur Analyse von Entwicklungsphasen genutzt werden. RAUSCH / KADOW / ELBERT haben die Emerging Issues Analysis, welche Teil des Forecasting Modell 27 von MOLITOR ist, herangezogen und beschreiben den möglichen Entwicklungsverlauf von Green Logistics in Analogie zur Entwicklung der Logistik. 28 Bei dem von MOLITOR entwickelten Forecasting Modell wird davon ausgegangen, dass je länger der Verlauf der Zeit ist, desto größer ist die Akzeptanzfindung beziehungsweise die Anzahl der Unternehmen oder Staaten, die sich dem Trend anschließen. 29 Zielsetzung des Modells ist es, Veränderungen und Trends schon bei ihrer Entstehung zu identifizieren. Dabei kann folgende Betrachtung Anwendung finden: (1) Nachdem erste Experten sich mit einem Thema auseinandergesetzt haben, (2) entsteht eine breite öffentliche Debatte, (3) die wiederrum Politik und Regierung aktivwerden lässt. (4) Daraufhin wird sich die Anzahl der Unternehmen oder Staaten erhöhen, die sich bei der Umsetzung beteiligen. 30 Nach dem der allgemeine Entwicklungszyklus beschrieben wurde, stellt sich die Frage nach dem Status Quo sowie den möglichen und zukünftigen Entwicklungsverlauf von Green Logistics. Die nachfolgende Abbildung versucht Antwort auf diese Frage zu geben: Abbildung 3: Status Quo und Entwicklung Green Logistics Quelle: Rausch, K-F., Kadow, M., Elbert, R. (2010), S Vgl. Molitor, G. T. T. (2003), Vgl. Rausch, K-F., Kadow, M., Elbert, R. (2010), S Vgl. Molitor, G. T. T. (2003), 69. Vgl. Rausch, K-F., Kadow, M., Elbert, R. (2010), S. 685.

15 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 7 Analog zu der Entwicklung der Logistik 31 lassen sich die Phasen Rückführungslogistik & Kreislaufwirtschaft, Grüne Unternehmenslogistik und Grüne Wertschöpfungsketten unterscheiden. 32 Bereits seit den 80er Jahren fiel der Fokus der Öffentlichkeit auf die von der Logistikbranche verursachten negativen Umwelteinflüssen. In den 90er Jahren sprach man vom Zeitalter des Umweltschutzes. 33 Als wesentliche Impulse für die Rückführungs- und Kreislaufwirtschaft können die 1991 hervorgerufene Verpackungsverordnung sowie das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzt (KrW-/AbfG) aufgeführt werden. 34 Ab Ende der 90er Jahre hat, vorangetrieben durch die Wissenschaft, die zweite Phase eingesetzt und sich permanent weiterentwickelt. Green Logistics hat sich analog zur Logistik von der Funktionsorientierung zur holistischen Betrachtung aller internen Unternehmensbereiche weiterentwickelt. Bei der zukünftigen Betrachtung wird davon ausgegangen, dass die dritte Phase sich auf unternehmensübergreifende Wertschöpfungsketten erstrecken wird. 35 Erste Pilotprojekte grüner Wertschöpfungsketten findet man bereits Anfang der 90er Jahre. 36 In der einschlägigen Literatur wird diese Form der Wertschöpfungsketten als Green Supply Chains bezeichnet Anspruchsgruppen Zu einem zentralen Thema für Unternehmen sind Umwelt- und Ressourcenschutzziele geworden und werden zukünftig verstärkt in den Fokus von Logistikmanagern geraten. Experten gehen davon aus, dass Green Logistics kein Modethema ist, sondern Einfluss auf die logistische Wertschöpfung langfristig haben wird. 38 Zu den primären Anspruchsgruppen, die eine rasche Entwicklung von Green Logistics vorantreiben, können unter anderem die Regulierungen des Staates, die steigenden Kundenanforderungen, die Verfügbarkeit natürliche Ressourcen und die gesellschaftliche Verantwortung aufgeführt werden. 39 Das Spannungsverhältnis zwischen Ökologie und Logistik wird durch die steigenden Energie- und Rohstoffpreise 40, welche sich durch die teilweise globale Verknappung der Rohstoffe ergeben, verstärkt. 41 Wissenschaftliche Veröffentlichungen 42 zu den Folgen des Klimawandels führten dazu, dass das öffentliche und Bei dem beschriebenen Entwicklungsverlauf wurde das Kriterium Niveau des logistischen Wissens von WEBER herangezogen (Vgl. Rausch, K-F., Kadow, M., Elbert, R. (2010), S. 687; Weber (2008), S.46-52). Vgl. Rausch, K-F., Kadow, M., Elbert, R. (2010), S Vgl. Baldauf, A. (2010), S. 6. Vgl. Vahrenkamp, R. (2005), S Vgl. Rausch, K-F., Kadow, M., Elbert, R. (2010), S Vgl. Goldbach, M. (2003), S ; Kogg, B. (2003), S Vgl. Emmett, S., Sood, V. (2010), S. 5; Werner, H. (2010), S Vgl. Straube, F., Borkowski, S., Nagel, A. (2009), S Vgl. Paquette, J. R. (2006), S. 3. Vgl. Statistisches Bundesamt (2011), S. 56. Vgl. Paquette, J. R. (2006), S. 3. Vgl. Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen (2007), S

16 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 8 individuelle Bewusstsein für den Umwelt- und Ressourcenschutz stieg. Der Staat kann durch Maßnahmen Druck auf Unternehmen und Logistikdienstleister ausüben, um eine nachhaltige ökologische Entwicklung voranzutreiben. Als Beispiel kann die emissionsabhängige Autobahnmaut aufgeführt werden, von der vor allem die Logistik betroffen ist. Eine weitere Anspruchsgruppe sind die Unternehmen selbst, die aus Eigenmotivation sich mit einer nachhaltigen ökologischen Logistik befassen. Oftmals sind es die Mitarbeiter, die in einem sozial- und ökologisch geführten Unternehmen arbeiten möchten. Auch seitens der Gesellschaft erhöht sich der Druck auf Unternehmen und Logistikdienstleister, da der Wunsch nach mehr Unternehmensverantwortung steigt. 43 Eine weitere Anspruchsgruppe sind die Kunden, die von ihren Lieferanten zunehmend Zertifizierungsnachweise wie beispielsweise die ISO verlangen. Die nachfolgende Abbildung zeigt die primären Anspruchsgruppen von Green Logistics: Abbildung 4: Anspruchsgruppen Anforderungen des Unternehmens: - Eigenverantwortung - Kosteneinsparung - Erzielung von Wettbewerbsvorteilen - Imageverbesserung Anforderungen der Kunden: - Unternehmens- und Umweltbilanzen - CO 2 -Kennzeichnung von Waren - Zertifizierung von Umweltnormen Anspruchsgruppen Anforderungen der Politik: - Logistik hat als Verursacher bislang kaum einen eigenen Beitrag zur CO 2 - Reduzierung geleistet - Auflagen, Gesetze, Anreiz- und Sanktionsmaßnahmen Anforderungen der Gesellschaft: - Forderung nach mehr Unternehmensverantwortung - Corporate Social Responsibility (CSR) Quelle: in Anlehnung an Schmied, M. (2010), o.s. 2.5 Handlungsfelder Green Logistics Im Bereich Green Logistics lassen sich viele Handlungsfelder für eine ökologische Logistik identifizieren. 44 Eine Studie der Hochschule Heilbronn gab Aufschluss darüber, dass die Bereiche Technische Optimierung, Logistische Optimierung und Kompetenzförderung einen besonderen Stellenwert einnehmen. Als unbedeutend Vgl. Straube, F., Borkowski, S., Nagel, A. (2009), S Vgl. Boppert, J., Tenerowicz, P. (2009), S. 21.

17 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 9 sehen Unternehmen den Bereich Alternative Antriebssysteme. Ferner gaben die befragten Unternehmen an, dass die Verlagerung und Kombination von Verkehren von mittlerer Bedeutung ist. 45 Die nachfolgende Abbildung verdeutlicht die möglichen Handlungsfelder für Logistikdienstleister: Abbildung 5: Handlungsfelder Green Logistics Handlungsfelder für Logistikdienstleister: Technische Optimierung Kompetenzförderung Logistische Optimierung Verlagerung und Kombination Alternativer Antriebe Rollwiderstandsoptimierte Reifen Leichtläufeöle Ausmusterung von alten Fahrzeugen (EURO 2/3) Gebäude (Solar) Mitarbeiterschulung ECO-Driving Einsatz Telematik Sendungsverdichtung Bündelung LKW/Bahn Binnenschiff Strom Erdgas Wasserstoff Hybrid Quelle: In Anlehnung an Krage, M. (2010), S. 16. Durch den Gebrauch von rollwiderstandsoptimierte Reifen und Leichtlaufölen lassen sich fossile Brennstoffe einsparen und vermindern somit verbunden den CO 2 -Ausstoß. Eine unabdingbare Maßnahme für Fahrzeuge mit hoher Kilometerleistung ist der Einsatz von rollwiderstandsoptimierte Reifen. Vorteile liegen unter anderem in der schnellen Amortisationszeit und der Laufzeitverlängerung (Leichtlaufreifen). 46 Ca. 4 % des Kraftstoffverbrauchs lässt sich mit dem Einsatz von Leichtlaufölen erzielen. 47 Das größte Einsparungspotenzial lässt sich jedoch mit den kompetenzfördernden Maßnahmen realisieren. In Verbindung mit Fahrerschulungen kann der Einsatz von Telematiksystemen hinzukommen, mit dem sich weitere Einsparungspotenziale erzielen lassen. Die Reduktion von Leerfahrten, die Optimierung der Disposition und die Kommunikationsverbesserung mit dem Fahrer können beispielhaft aufgeführt werden. 48 Weitere umweltstrategische Handlungsfelder für Logistikdienstleister ergeben sich durch die Verlagerung und Kombination von Verkehren sowie alternative Antriebssysteme Vgl. Lohre, D., Herschlein, S. (2010), S Vgl. Wittenbrink, P. (2011), S Vgl. (2011), abgerufen am Vgl. Wittenbrink, P. (2011), S Vgl. Krage, M. (2010), S. 16.

18 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation Chancen und Risiken Wissenschaft und Praxis zeigen zunehmend Interesse an einer nachhaltigen Logistik. Als wesentlichen Treiber kann der Druck der Anspruchsgruppen aufgeführt werden. 50 In der nachfolgenden Tabelle werden Chancen und Risiken für den Bereich Green Logistics gegenübergestellt: 51 Tabelle 2: Chancen- und Risiken Chancen Effizienter Ressourceneinsatz (Kosteneinsparungen) Ökologisches Handeln fördert eine holistische und prozessorientierte Sichtweise Berücksichtigung ökologischen Handelns als Differenzierungsstrategie Nachhaltigkeitsstrategien als Unternehmensziel Verbesserung der Transparenz in der Supply Chain Bindung der Mitarbeiter im Unternehmen Risiken Nutzen in Green Logistics Investitionen schwer messbar Fehlende Standards (z.b. CO 2 - Berechnung) Kostenerhöhung durch zu starke Berücksichtigung des ökologischen Aspektes Umsetzung der Green Logistics ist nicht auf allen Hierarchieebenen möglich Unternehmenskultur muss vorhanden sein bzw. geschaffen werden Langandauernder Umsetzungsprozess Quelle: Eigene Darstellung, auf Basis der genannten Literaturangaben Vgl. Straube, F., Borkowski, S., Nagel, A. (2009), S Vgl. Bauer, M. et. al. (2010), S

19 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 11 3 Implementierungsbereiche Green Logistics 3.1 Beschaffungslogistik Die Bereitstellung von Gütern und Materialien einschließlich der dazugehörigen Informationen ist Aufgabe der Beschaffungslogistik. Beschaffungsmarktforschung, Lieferantenmanagement und strategische Make-or-Buy-Entscheidungen werden seitens der Literatur oftmals der Beschaffung beziehungsweise dem Einkaufs zugeordnet. Durch eine strikte Abgrenzung der Begriffe Beschaffung und Beschaffungslogistik lassen sich Spezialisierungsvorteile und klare Kompetenzzuordnungen erzielen. 52 Interdependenzen zwischen Beschaffung und Beschaffungslogistik sind jedoch zu berücksichtigen. 53 Einige Autoren ordnen daher strategische Aufgaben wie Make-or-Buy-Entscheidungen, die Auswahl der Beschaffungsstrategie und das Lieferantenmanagement der Beschaffungslogistik zu und differenzieren nicht zwischen den Begriffen Beschaffung und Beschaffungslogistik. 54 Zielsetzungen der Beschaffungslogistik sind die Sicherstellung der Versorgung, niedrige Bestandshaltung und die Beschleunigung der Materialflüsse. 55 Zielkonflikte, die sich bei einer Abgrenzung der Begrifflichkeiten ergeben können, soll folgendes Beispiel verdeutlichen. Bei einer Kostensenkung des Lieferanten wird die Beschaffung beziehungsweise der Einkauf eine höhere Anzahl eines Gutes bestellen umso Kosteneinsparungen zu erzielen. Ohne Berücksichtigung der Beschaffungslogistik kann dadurch das Ziel der Bestandsminimierung gefährdet werden. Kennzeichnend für die logistische Denkweise ist das Systemdenken 56 geworden, welches eine ganzheitliche Betrachtung verfolgt. Mit Hilfe der logistischen Denkweise lassen sich diese Interdependenzen vermeiden. Nach weitverbreiteter Auffassung kann Beschaffungslogistik als eine Verbindung zwischen der Distributionslogistik des Lieferanten und der Produktionslogistik des Unternehmens verstanden werden. 57 Wichtige Elemente der Beschaffungslogistik sind unter anderem: 58 Lager- und Transportsysteme im Beschaffungs- und Bereitstellungsbereich Verteilung der Standorte der Läger Bestandsmanagement in den Beschaffungsläger Organisation der Beschaffung von Zentrale und Filiale (Handel) Kooperationssysteme mit Herstellern und Logistikdienstleistern Vgl. Grün, O., Jammernegg, W., Kummer, S. (2009), S Vgl. Pfohl, H.-C. (2009), S Vgl. Lasch, R., Janker, C. (2010), S. 3. Vgl. Vahrenkamp, R. (2005), S Vgl. Pfohl, H.-C. (2009), S Vgl. Lasch, R., Janker, C. (2010), S. 3; Pfohl, H.-C. (2009), S Vgl. Hertel, J., Zentes, J., Schramm-Klein, H. (2005), S. 105.

20 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 12 Die Aufgabenverteilung der Beschaffungslogistik steht jedoch im Zusammenhang mit der Unternehmensgröße, die Unternehmensstruktur, die Bedeutung der Beschaffung für das Unternehmen und weiteren Faktoren. 59 Im Bereich der Beschaffungslogistik sind viele umweltoptimierende Ansätze denkbar. In den letzten Jahren prägte das Just-In-Time (JIT) Konzept die Logistik. Um eine hohe Flexibilität sicherzustellen, bedienen Unternehmen sich oftmals des JIT-Konzeptes. Anstelle von großen Losen werden kleine Partien angeliefert und damit verbunden die Bestandshaltung minimiert. 60 Allerdings ist zu berücksichtigen, dass keine tatsächliche Bestandsreduzierung durch die Konzeption JIT erzielt wird, sondern eine Verlagerung der Bestände auf die vorgelagerte Wertschöpfungsstufe erfolgt. Durch die häufigen Anlieferungen erhöht sich die Anzahl der Transporte und somit die Transportkosten. 61 Als einen weiteren Nachteil kann die Entstehung von Leerfahrten aufgeführt werden. 62 Im Rahmen von Green Logistics Aktivitäten zeigt sich, dass Maßnahmen und Konzepte der Logistik der letzten Dekaden neu zu überdenken sind. Transportkosten und Leerfahrten lassen sich beispielsweise minimieren, wenn Unternehmen zunehmend ihre Lagerbestände erhöhen. Darüber hinaus lässt sich das Transportaufkommen durch Sammelbestellungen reduzieren. 63 Der weltweite Bezug von Gütern oder Materialien wird als Global Sourcing bezeichnet. Die Beschaffungsmöglichkeiten der Unternehmen werden durch die Internationalisierung erweitert. Neben den Vorteilen der Kosteneinsparung und der weltweiten Lieferantenauswahl, erhöhen sich die Transportdistanzen und dadurch die CO 2 - Emmissionen. 64 Eine mögliche Gegenmaßnahme ist die lokale Beschaffung, mit deren Hilfe sich Transportwege im Vergleich zum Global Sourcing minimieren lassen. Der Einsatz kleinerer Fahrzeuge, 65 Hybrid- oder Elektrofahrzeuge kann ebenfalls aufgeführt werden, um Emissionen zu vermeiden. Als eine weitere Maßnahme kann das Collective Sourcing aufgezeigt werden. Durch gemeinsame Beschaffungsaktivitäten mit anderen Unternehmen bietet sich die Bündelung der Nachfragemengen im Rahmen von Einkaufkooperationen an. 66 In Bezug auf den Energieverbrauch schneidet der LKW- Verkehr am schlechtesten ab. Daher ist auch eine Verlagerung auf andere Verkehrsträger (Schiene/Binnenschiff) in Betracht zu ziehen Vgl. Schulte, C. (2009), S Vgl. Vahrenkamp, R. (2005), S Vgl. Werner, H. (2010), S Vgl. Schulte, C. (2009), S Vgl. Müller-Steinfahrt, U. (2010), S. 19. Vgl. Wannenwetsch, H. (2010), S Vgl. Müller-Steinfahrt, U. (2010), S. 19. Vgl. Schulte, C. (2009), S Vgl. ebd., S. 310.

21 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation Produktionslogistik und Logistikimmobilien Eine eindeutige Definition zum Begriff Produktionslogistik liegt seitens der einschlägigen Literatur nicht vor. Betrachtet man Logistik als eine Querschnittsfunktion 68, liegt das Aufgabenumfeld der Produktionslogistik zwischen der Beschaffungs- und Absatzseite eines Unternehmens. Transport- und Lageraufgaben zählen zu den wesentlichen Funktionen dieser logistischen Teildisziplin. Ferner zählen zu den Aufgaben der Produktionslogistik die Schaffung von materialflussgerechter Fabrikplanung, die Planung und Steuerung der Produktion sowie die Materialbereitstellung (intern) für die Produktion und Montage. 69 Logistische Zielsetzungen, die im Rahmen der Produktionslogistik verfolgt werden, sind: 70 Verbesserung der Durchlaufzeiten Verbesserung der Bestandssituation Erhöhung des Flussgrades Erhöhung der Qualität Verbesserung der Rüstsituation Optimierung der Losgrößen Im Rahmen des vorliegenden Arbeitspapieres wird zusammenfassend in diesem Unterkapitel die Produktions- und Immobilienlogistik beschreiben. Nachfolgend wird daher der Begriff Logistikimmobilie aufgearbeitet, welcher definiert ist als: [ ] Immobilien, die zur Lagerung, Kommissionierung und Distribution von Waren genutzt werden. 71 Im Bereich Transport, Umschlag und Lagerung (TUL) lassen sich durch den Einsatz von Van Carrier mit sog. Eurocaps bis zu 10 % Emissionen einsparen. In Kombination mit einem Enhanced Environmentally Friendly Vehicle (EEV) kann darüber hinaus die Feinstaubbelastung um über 50 % im Vergleich zu EURO 5 Norm reduziert werden. 72 Als weitere Vorteile für den Gebrauch von EEV können steuerliche Anreize aufgeführt werden. 73 Im Sommer 2009 begann am Container Terminal Altenwerder der Piloteinsatz eines automatisch batteriegetriebenen Fahrzeugs, welches als Automatic Guided Vehicle (AGV) bezeichnet wird. Die Betriebsdaten des AGV sehen wie folgt aus: 74 Die Betriebsdauer beträgt ca. 8 Stunden Anzahl der seriellen Zellen beträgt 360 Das Volumen beträgt ca. 3,5 m² Die Masse beträgt kg, Ladegewicht kg Vgl. Wannenwetsch, H. (2010), S. 21. Vgl. Schulte, C. (2009), S Vgl. Pawellek, G. (2007), S. 29. Vgl. Hirdes, F.-W., et. al. (2005), S. 13. Vgl. Hamburger Hafen und Logistik AG (2010), S. 10. Vgl. Reif, K. (2010), S Vgl. Hamburger Hafen und Logistik AG (2010), S. 10.

22 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 14 Durch den elektrifizierten Einsatz von AGVs entstehen bei der Transportausführung keine Abgase. 75 Auch die Steigerung der Energieeffizienz der Flurförderfahrzeuge gewinnt zunehmend an Bedeutung. Ein Beispiel hierfür ist ein 3,5 t Hybrid- Gegengewichtsstapler, der mit einem Dieselmotor mit 2,5 l Hubraum, einem Elektromotor sowie einem Nickelhydrid-Akkumulator ausgestattet ist. Durch die Kombination beider Antriebssysteme können, ohne Leistungsverlust, die CO 2 -Emissionen um die Hälfte reduzieren. 76 Im Rahmen der Produktionslogistik lassen sich Transportkosten durch eine benachbarte Aufstellung von Betriebsmitteln vermeiden, sofern die Möglichkeit einer direkten Weitergabe von Werkstücken besteht. 77 Eine umweltorientierte Standortwahl- und Gestaltung ist im Katalog für Standortfaktoren entsprechend zu berücksichtigen. 78 Im Bereich der Logistik-Immobilien können folgende Handlungsfelder zur nachhaltigen Logistikimmobilie exemplarisch aufgeführt werden: 79 Umstellung von normalen auf Energiesparleuchten (T5 Leuchten mit EVG) Alternative Heizungskonzepte Hochwertige Isolierung der Fassaden und Dächer Intelligente Lichtbandschaltung Automatisches Abschalten beziehungsweise Reduzierung der Beleuchtungen Betrachtet man den Lebenszyklus für Immobilien, ist festzustellen, dass 20 % der Gesamtkosten in der Bauphase anfallen, 80 % der Kosten der anschließenden Bewirtschaftungsphase zuzuschreiben sind. Die Mehrkosten von sog. Green Buildings in Deutschland, im Vergleich zur herkömmlichen Immobilien, betragen ca. 2 bis 4 %. Auch der durchzuführende Zertifizierungsprozess ist von den zu erwartenden Mehrkosten relativ gering. In Herten wird eine Kostenreduzierung von 35 % bei Elektrizität, Heizung und Wasser für ein Logistik-Center angestrebt. Das Logistik-Center wird mit wärmegedämmten Laderampen mit Spaltabdichtungen und Unterfahrtstützen ausgestattet. Darüber hinaus werden eine Photovoltaikanlage, eine Solaranlage zur Warmwasseraufbereitung und ein Hackschnitzel-Heizsystem integriert. Über eine tageslichtabhängige Steuerung verfügt das Beleuchtungssystem. Durch den zusätzlichen Einbau von Glasflächen lässt sich im Center eine Erhöhung natürlicher Beleuchtung erzielen. Die Immobilie wird des Weiteren über ein energetisch optimiertes Lüftungssystem verfügen und die Nutzung von gefiltertem Regenwasser im Sanitätsbereich ermöglichen Vgl. (2011), abgerufen am Vgl. (2011), abgerufen am Vgl. Schulte, C. (2009), S Vgl. Sommer, P., Brauweiler, J. (2010), S Vgl. Müller-Steinfahrt, U. (2010), S. 19. Vgl. (2011), abgerufen am

23 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation Distributionslogistik Das Bindeglied zwischen der Produktion und der Absatzseite eines Unternehmens stellt die Distributionslogistik dar, zu deren Aufgaben alle Lager- und Transportvorgänge von Waren bis zum Abnehmer und die damit verbundenen Informations-, Steuerungs- und Kontrolltätigkeiten zählen. Zielsetzung der Distributionslogistik ist die Gewährleistung der sog. 7 r Regel, welche besagt, dass die richtige Ware, für den richtigen Kunden, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, in der richtigen Menge, in der richtigen Qualität und zu den richtigen Kosten bereitzustellen ist. 81 Die Regel der Seven-Rights lässt sich im Rahmen der Green Logistics-Aktivitäten um den ökologischen Aspekt und im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie auch um den sozialen Aspekt ergänzen, wie der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen ist. Tabelle 3: Die Nine-Rights der nachhaltigen Logistik 9 Rights einer nachhaltigen Logistik Selektion: Die richtigen Güter Für den richtigen Kunden Physikalisch: Zur richtigen Zeit Am richtigen Ort Qualitativ: In der richtigen Menge In der richtigen Qualität Ökonomisch: Zu den richtigen Kosten Ökologisch: Sozial: Zu den richtigen Umwelteinflüssen Zu den richtigen CSR-Standards Quelle: Eigene Darstellung. Der ökologische und soziale Aspekt einer nachhaltigen Logistik ist dabei in dem Maße zu berücksichtigen, wie es für eine optimale Zielerreichung des Gesamtziels erforderlich ist. Ein Beispiel soll diesen Sachverhalt verdeutlichen: Eine Transportbündelung schnell verderblicher Waren würde im Wiederspruch zum Qualitätsaspekt stehen, wenn dadurch sich die Lieferzeiten drastisch erhöhen würden und eine Sicherstellung der Frische im Tagessortiment in der Lebensmittel- und Frischelogistik nicht gewährleistet werden kann. Auch bei der Integration des Corporate Social Responsibility 81 Vgl. Schulte, C. (2009), S. 456.

24 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 16 (CSR) Aspekt sind die richtigen Standards zu wählen, damit die maximale Zielerreichung des Gesamtziels sichergestellt werden kann. Besondere Bedeutung für eine ökologieorientierte Logistik kommt der Distributionslogistik zu. Drei Primärstrategien lassen sich differenzieren: 82 Reduzierung der Transportentfernung Optimierung der Transportmittelauslastung Einsatz umweltfreundlicher Transportfahrzeuge Die stärkere Integration des Umweltfokus in der Distributionslogistik kann zur Folge haben, dass eine Neukonfiguration der horizontalen Distributionsstruktur erforderlich ist. 83 In Analogie zur Transportkostenentwicklung kann festgestellt werden, dass durch eine Ausweitung der Auslieferungsläger sich die Transportentfernungen minimieren lassen, jedoch sich die Transportkapazitäten aufgrund des geringeren Warenumschlags nicht voll ausschöpfen lassen. 84 Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass eine Erhöhung der Anzahl an Lägern Emissionen - verursacht durch den Transport - zwischen den Auslieferungslägern und Kunden reduziert, jedoch entstehen durch die neu geschaffenen Läger Emissionen wie beispielsweise für den Bau der Läger, den Lagerprozessen und der Lagerbewirtung. Ferner besteht ein Zielkonflikt zwischen der Reduktion der Transportentfernung und der Optimierung der Transportmittelauslastung. Im Bereich der Primärstrategie Einsatz umweltfreundlicher Transportfahrzeuge können verschiedene Handlungsfelder aufgeführt werden. Umweltfreundliche Maßnahmen lassen sich zum einem durch den Einsatz alternativer Antriebe und zum anderen durch technische Optimierung erzielen. 85 Als alternative Antriebe können beispielsweise Hybrid-, 86 Erdgas-, Wasserstoff- 87 und Elektrofahrzeuge 88 in Betracht gezogen werden. Durch den Gebrauch eines Hybridfahrzeuges im Verteilerverkehr lässt sich eine Kosten- und CO 2 -Reduktion von 15 % erzielen. Der Mehrpreis für die Anschaffung eines Fahrzeuges beträgt ca EUR. 89 Als Beispiel einer technischen Optimierung kann die Verbesserung der Aerodynamik, mit welcher sich bis zu 10 % Kraftstoff einsparen lässt, genannt werden. 90 Als weitere umweltstrategische Maßnahmen können im Rahmen der Distributionslogistik exemplarisch der Einsatz von Telematiksystemen, Fahrerschulungen und die Ausmusterung von alten Fahrzeugen aufgeführt werden Vgl. Werner, H. (2010), S Vgl. Schulte, C. (2009), S Vgl. ebd. Vgl. Bauer, M. et. al. (2010), S. 16. Vgl. Brinkmann, P. (2010), S Vgl. Bauer, M. et. al. (2010), S. 16. Vgl. abgerufen am Vgl. Brinkmann, P. (2010), S. 88. Vgl. (2011), abgerufen am

25 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation Entsorgungslogistik Die Entsorgung hat in den letzten Jahren aufgrund ökologischer Probleme durch Ressourcenverknappung und Verschlechterung der Ressourcenqualität an Bedeutung gewonnen. Unternehmen werden zunehmend, bedingt durch den gesellschaftlichen Druck, mit ökologischen Fragestellungen konfrontiert. Als wesentliche Einflussfaktoren, die diese Entwicklung vorangetrieben haben, können u. a. steigende Entsorgungskosten, gestiegenes Umweltbewusstsein der Verbraucher, ökologische Aspekte als Wettbewerbsfaktor, strengere gesetzliche Auflagen und Zunahme entsorgungspflichtiger Produkte aufgeführt werden. Als Entsorgungslogistik kann die Planung, Steuerung und Kontrolle des logistischen Leistungsprozesses für Rückstände im Verantwortungsbereich eines Unternehmens verstanden werden. 91 Betrachtet man die Definition der Entsorgungslogistik, ist festzustellen, dass in der Regel der intraorganisatorische Bereich berücksichtigt wird. Eine interorganisatorische Fokussierung des Entsorgungsaspektes findet sich in der einschlägigen Literatur in verschiedenen Ausprägungen der Supply Chain wieder. Diese Ausprägungen tragen unter anderem die Bezeichnungen Reverse Logistics, Closed Loop Supply Chain oder Green Supply Chain. 92 Die Aufgabenbereiche der Entsorgungslogistik erstrecken sich auf Transport-, Umschlag- und Lageraktivitäten einschließlich der dazugehörigen Material- und Informationsflüsse. Die Entsorgungslogistik nimmt eine Querschnittsfunktion zur Beschaffungs-, Produktions- und Distributionslogistik ein. Das Sammeln und Sortieren, die Behälterauswahl und das Verpacken kommen als eigenständiger Tätigkeitsbereich im Rahmen der Entsorgungslogistik hinzu. Im Bereich der Entsorgungslogistik finden folgende gesetzliche Regelungen Anwendung: 93 Gewerbeabfallverordnung Technische Anleitung Siedlungsabfall Verpackungsverordnung Altautoverordnung Elektroschrottverordnung Im Rahmen der Gewerbeabfallverordnung ist Abfall zu vermeiden, zu verwerten und zu beseitigen. In den nächsten Jahren wird die Abfallwirtschaft auf europäischer und internationaler Ebene weiter ausgebaut werden und verstärkt auf den Ressourcen- und Klimaschutz eingehen. Im Fokus steht die Minimierung klimaschädlicher Gase wie Methan- und CO Die technische Anleitung für Siedlungsabfälle findet bei produktspezifischen und besonders überwachungsbedürftigen Abfällen, die in Zusammenhang mit Vgl. Wannenwetsch, H. (2010), S Vgl. Sommer, P. (2007), S Vgl. Schulte, C. (2009), S Vgl. (2011), abgerufen am

26 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 18 Siedlungsabfällen stehen, Anwendung. 95 Das Pflichtpfand auf Einwegverpackungen und das Ende des DSD-Monopols für Verpackungen werden im Rahmen der Verpackungsverordnung behandelt. Die Pflicht zur kostenlosen Rücknahme von Altautos durch den Hersteller wird in der Altautoverordnung und die Pflicht zur kostenlosen Rücknahme aller Altgeräte durch den Hersteller wird in der Elektroschrottverordnung geregelt. 96 Die nachfolgende Tabelle zeigt umweltstrategische Handlungsspielräume im Bereich der Entsorgungslogistik auf: Tabelle 4: Umweltstrategische Handlungsspielräume in der Entsorgungslogistik Entsorgungsstrategie Inhalt Beispiel Vermeidung Auf die Entstehung von Abfällen wird von vornherein verzichtet Wegfall von Transport- und Umverpackungen Reduzierung - Quantitativ - qualitativ Verwendung - Wiederverwendung - Weiterverwendung Verwertung - Wiederverwertung - Weiterverwendung Beseitigung (Entsorgung i. e. S.) Quelle: Schulte, C. (2009), S Einsatz von ressourcenschonenden Alternativen Beibehaltung der Gestalt des Werkstoffes + erneuter Einsatz des gebrauchten Produkts für den gleichen Verwendungszweck + Einsatz des gebrauchten Produkts für einen anderen als den ursprünglichen Verwendungszweck Auflösung der Gestalt des Werkstoffes + erneuter Einsatz des weitgehend gleichwertigen Werkstoffes in einem Produktionsprozess + Einsatz in einem neuen Anwendungsbereich Endgültige Abfallentledigung aus betriebswirtschaftlicher (nicht volkswirtschaftlicher) Sicht Einsatz schadstoffärmerer LKWs Schadstoffentfrachtung Einführung von Mehrwegverpackungen Einsatz einer Glasverpackung in einem neuen Anwendungsbereich Altglas- und Papierrecycling Herstellung von Parkbänken aus Kunststoffverpackungen Deponierung Verbrennung Kompostierung Vgl. BMU (1993), S. 1. Vgl. Schulte, C. (2009), S. 505.

27 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation Green Supply Chain Management Analog zur Entwicklung der Logistik kann davon ausgegangen werden, dass Green Logistics drei Phasen durchlaufen wird. Die erste Entwicklungsphase zu Beginn der 90er Jahre kennzeichnete die Rückführlogistik und Kreislaufwirtschaft, die zweite Entwicklungsphase grüne Unternehmenslogistik war charakteristisch für den Zeitraum , die letzte Entwicklungsphase von Green Logistics werden Grüne Wertschöpfungsketten darstellen, 97 dessen Fokus auf unternehmensübergreifende Aktivitäten liegt. 98 In der einschlägigen Literatur findet sich kein einheitliches Begriffsverständnis zu den Begriffen Supply Chain Management und Green Supply Chain Management. Das Supply Chain Management ist durch eine unternehmensübergreifende Koordination und Optimierung der Material-, Informations- und Wertflüsse - von der Rohstoffbeschaffung über die einzelnen Veredelungsstufen bis zum Endkunden - mit der Zielsetzung den Gesamtprozess kosten- und zeitoptimal unter Berücksichtigung der Kundenbedürfnisse zu gestalten, gekennzeichnet. 99 Die Einbeziehung des Umweltaspektes erfolgt im Rahmen des Green Supply Chain Managements. Neben dem Green Supply Chain Management 100 finden sich in der einschlägigen Literatur die Begrifflichkeiten Environmental Supply Chain Management, Responsible Supply Chain Management, Life-Cycle-Oriented Environmental Management, Integrated Chain Management wieder. Trotz der Vielzahl an Begrifflichkeiten sind die Bemühungen und Aktivitäten nahezu identisch. Analog zum Supply Chain Management erfolgt ebenfalls eine stärkere Fokussierung der Beziehungen zwischen den einzelnen Supply Chain Akteuren. Wichtige Voraussetzungen hierfür sind unter anderem gegenseitiges Vertrauen und der Austausch von Informationen. 101 Als Beispiel können hier die kooperative Beschaffung 102 und Kooperationssysteme zwischen Handel und Logistikdienstleister 103 aufgeführt werden. Im Rahmen des vorliegenden Arbeitspapieres wird das Green Supply Chain Management als die Integration des Umweltaspektes in den bestehenden Supply Chain Management Prozess verstanden. Demnach ist das Green Supply Chain Management durch eine unternehmensübergreifende Koordination und Optimierung der Material-, Informations- und Wertflüsse von der Rohstoffbeschaffung über die einzelnen Veredelungsstufen bis zum Endkunden mit der Zielsetzung den Gesamtprozess kosten-, zeit- und umweltoptimal unter Berücksichtigung der Kundenbedürfnisse zu gestalten, gekennzeichnet. 97 Vgl. Rausch, K.-F., Kadow, M., Elbert, R. (2010), S Vgl. Kogg, B. (2004), S Vgl. Arndt, H. (2008), S Vgl. Vgl. Emmett, S., Sood, V. (2010), S Vgl. Kogg, B. (2004), S Vgl. Schulte, C. (2009), S Vgl. Hertel, J., Zentes, J., Schramm-Klein, H. (2005), S. 105.

28 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 20 Im Rahmen des Green Supply Chain Managements lassen sich drei Klassifikationen differenziert werden: 104 Abbildung 6: Klassifikationen Green Supply Chain Management Quelle: Srivastava, Samir K. (2007), S. 57. Die zunehmende Bedeutung des Green Supply Chain Managements, die Entwicklung umweltfreundlicher Produkte und grüne Operationen wurden im Rahmen einer Literaturanalyse als Klassifikationen des Green Supply Chain Managements identifiziert. Im Rahmen des Green Supply Chain Managements sind Produkte unter Berücksichtigung der Lebenszyklusanalyse zu entwickeln und die Prozesse dementsprechenden zu gestalten und zu bewerten. Im Bereich der grünen Operationen lassen sich die Kategorien grüne Herstellung und Aufarbeitung, Reverse Logistics und Netzwerkgestaltung sowie Abfallwirtschaft differenzieren. 105 Umweltstrategische Maßnahmen des Green Supply Chain Managements können beispielhaft die umweltfreundliche Beschaffung, die Lieferantenentwicklung unter Berück- 104 Vgl. Srivastava, Samir K. (2007), S Vgl. ebd.

29 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 21 sichtigung des ökologischen Aspektes, die Überprüfung der Umweltleistung der Lieferanten und der Gebrauch und Verbrauch umweltfreundlicher Produkte sein. 106 Neben der Produktentwicklung und den Beschaffungsaktivitäten bietet die Distributionslogistik große Potenziale um einen umweltorientierten und ganzheitlichen Green Supply Chain Management Ansatz verfolgen zu können. 107 Mit Hilfe der Netzwerkgestaltung kann aktiv Einfluss auf Transportdistanzen genommen und die Supply Chain umwelteffizient gestaltet werden. Transportdistanzen lassen sich durch eine möglichst kleinskalige geographische Ausbreitung erzielen. Durch die Inanspruchnahme eines Konsolidierungszentrums in der Green Supply Chain, bei dem Transportumfänge gebündelt werden, kann ein optimaler Auslastungsgrad erzielt werden. Mit Hilfe von einheitlichen und standardisierten IT-Technologien lässt sich die Transparenz innerhalb der Supply Chain auch in Bezug auf den Netzwerkeinfluss und die damit verbundenen Umweltaspekte verbessern. Darüber hinaus lassen sich Emissionen durch umweltfreundliche Verkehrsträger oder durch den sog. Modal Split reduzieren. 108 Einen weiteren Stellhebel zur Kraftstoffreduktion liefern effiziente und ineinander abgestimmte Prozesse, die beispielsweise mit Hilfe von Telematiksystemen erreicht werden. 109 Festzuhalten ist jedoch, dass ein holistisches Green Supply Chain Management sich erst realisieren lässt, wenn alle Akteure innerhalb der Green Supply Chain umweltorientiert agieren und miteinander kooperieren. Dies betrifft die Produktentwicklung, die Beschaffungs-, Produktions-, Immobilien- und Distributionslogistik. 106 Vgl. Kogg, B. (2004), S Vgl. Werner, (2009), S Vgl. Boppert, J., Tenerowicz, P. (2009), S Vgl. Wittenbrink, P. (2010), S. 108.

30 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 22 4 Europäischer Qualifikationsrahmen 4.1 Hintergrund Als Fortsetzung und Spezifikation bzw. Anschlussfähigkeit aller Bildungsbereiche an die Bologna-Reform der Hochschulen dient die Umsetzung der europäischen und nationalen Qualifikationsrahmen der Zielsetzung der Steigerung von Transparenz, Mobilität und Bildungsqualität. Wesentliche Entwicklungslinien dazu werden im Folgenden kurz skizziert: 110 Der Europäische Qualifikationsrahmen (EQR) wurde in 2003 vom Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission verabschiedet und dient dazu, die nationalen Qualifikationssysteme auf einen europäischen Referenzrahmen zu beziehen und diese damit sowohl verständlich als auch vergleichbar zu machen, um damit das Ziel der Förderung grenzüberschreitender Mobilität von Lernenden und Erwerbstätigen und deren lebenslange Weiterbildung zu erreichen. Das wesentliche Element des EQR ist dabei die Unterteilung von Lernergebnissen in acht Niveaustufen, vom Grundniveau eins bis zum fortgeschrittenen Niveau acht. In Deutschland erfolgt die Umsetzung des EQR durch den Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR): Der seit Oktober 2006 in der Entwicklung befindliche DQR schließt den gesamten deutschen Bildungsbereich ein und orientiert sich damit an den Bereichen Schule, berufliche Bildung, Hochschulbildung und Weiterbildung fest (die Ergebnisse informellen Lernens sollen zukünftig ebenfalls berücksichtigt werden). Unter der Zielsetzung eine Vergleichbarkeit, angemessene Bewertung und Übertragbarkeit deutscher Qualifikationen im europäischen Bildungsraum zu schaffen, berücksichtigt der DQR hierbei gleichermaßen die Besonderheiten des deutschen Bildungssystems. Ein vom Arbeitskreis DQR beschlossener und von der KMK am 11. März 2011 ergänzter Entwurf zum DQR liegt bereits vor. Eine Entscheidung bzgl. der Rechtslage und der nationalen Koordinierungsfrage wird bis Ende 2011 erwartet. Der DQR erarbeitet in der Sachlogik des EQR zuerst Deskriptoren als Kompetenzbeschreibungen für alle acht Niveaustufen. Dies entspricht dem Grundgedanken der Outputorientierung 111 und bedeutet darüber hinaus, dass eine Niveaueinstufung einzig nach erfüllten Kompetenzbeschreibungen erfolgen soll und nicht nach institutionellen oder formellen Kriterien (In welchem Bildungs- 110 Vgl. Arbeitskreis Deutscher Qualifikationsrahmen (AKDQR) (2011), o.s.; Arbeitskreis Deutscher Qualifikationsrahmen (AKDQR) (2010), o.s.; Europäische Kommission (2011), o.s.; Hanf, G., Reuling, J. (2001), S ; Herdegen, M. (2009), o.s.; Klumpp, M., Keuschen, T., Krol, B. (2011), S ; Kommission der Europäischen Gemeinschaften (2005), o.s.; Sloane, P.F.E. (2008), S ; Von der Hijden, P. (2008), S Vgl. Klumpp, M., Schaumann, U. (2007), S

31 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 23 sektor und an welcher Institution wurde der formale Bildungsabschluss erworben?). Dieses Vorgehen führt zudem zu einer Kernzielsetzung des EQR/DQR, auch informelle Bildungswege und Kompetenzen über das Instrument des Qualifikationsrahmens ermittelbar zu machen und für betroffene Personen wie auch Institutionen (Unternehmen, Bildungseinrichtungen etc.) verständlich abzubilden. Konkret unterscheiden sich die acht Niveaustufen des DQR in die Bereiche Fachkompetenz, bestehend aus Wissen und Fertigkeiten, und Personale Kompetenz, bestehend aus Sozial- und Selbstkompetenz. Mit der Nummerierung der Niveaustufe steigt auch die für das Niveau zu erfüllenden Qualifikationen. In der Qualifikationspraxis in Bildungseinrichtungen und Unternehmen lässt sich erwarten, dass spezifische Änderungsanforderungen und vor allem eine Konkretisierung der allgemein (fachübergreifend) gehaltenen Deskriptoren folgen werden. Eine Entwicklung in diesem Kontext ist die mögliche Entwicklung fachspezifischer Qualifikationsrahmen wie nachfolgend beschrieben. 4.2 Entwicklung in Richtung eines Industrie-Qualifikationsrahmens Logistik Eine sachlogische Fortführung der Kerngedanken des EQR liegt in der Entwicklung von fach- und branchenspezifischen Qualifikationsrahmen, welche im Wesentlichen dem häufigen Gegenargument der fehlenden Spezifität allgemeiner Qualifikationsrahmen entgegentreten. 112 Einen beispielhaften Entwurf für eine Deskriptorenbeschreibung eines derartigen Industrie-Qualifikationsrahmens (IQR) Logistik zeigt die nachfolgende Tabelle. Zuerst folgt eine allgemeine Beschreibung der Deskriptoren, das heißt ohne Bezug auf eine Branche. In der darauffolgenden Spalte können die für die Logistik typischen Tätigkeiten sowie deren zur Aufgabenerfüllung notwendigen Anforderungen entnommen werden. Das Niveau beziehungsweise Level, welches in 8 verschiedenen Stufen gegliedert ist, zeigt dabei den Grad der Anforderung. Je höher das Niveau, desto umfangreicher die Ausbildung bzw. die Qualifizierung der Mitarbeiter/innen. 112 Vgl. Hopbach, A. (2010) S., 48-58; Klumpp, M., Peisert, R., Keuschen, T. (2010), S

32 Level 1 Level 2 Level 3 Level 4 Level 5 Level 6 Level 7 Level 8 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 24 Tabelle 5: Beispielhafte Anwendung des IQR DQR Bes chreibung (Deskriptor) 113 DQR Beschrei -bung Logistik 114 er/sie ist in der Lage, sich in überschaubar strukturierten und gleichbleibenden domänenspezifischen Kontexten nach genauer Anleitung zu verhalten er/sie ist in der Lage, nach Anleitung und konkreter Vorgabe einfache Tätigkeiten der Logistik wie Transport-, Umschlag- und Lagertätigkeiten auszuführen er/sie ist in der Lage, Aufgaben auf geringem Anspruchsniveau unter Anleitung in überschaubar strukturierten und gleichbleibenden domänenspezifischen Kontexten zu bearbeiten er/sie ist in der Lage, nach Anleitung und konkreter Vorgabe einfache Tätigkeiten der Logistik wie kaufmännische Disposition und Abfertigung (Dokumentenerstellung) auszuführen er/sie ist in der Lage, Aufgaben selbständig in strukturierten und relativ gleichbleibenden domänenspezifischen Kontexten zu bearbeiten und sich dabei weitgehend standardisierter Lösungsmuster zu bedienen er/sie ist in der Lage, nach Anleitung/Einweisun g komplexere Tätigkeiten der Logistik wie Lagerplanung, Transport- und Angebotskalkulation durchzuführen er/sie ist in der Lage, Aufgaben selbständig in komplexen domänenspezifischen Kontexten zu bearbeiten und dabei das notwendige Maß an Transferfähigkeit vorzuhalten, um Handlungsfähigkeit auch unter sich verändernden und nicht eindeutigen Rahmenbedingungen für die Leistungserstellung sicherzustellen er/sie ist in der Lage, nach Einweisung in verwandte Gebiete Transferaufgaben wie beispielsweise die Neuplanung einer Transportkette oder die Transportabfertigung für ein neues Eingangs- oder Ausgangsland durchzuführen er/sie ist in der Lage, Aufgaben selbständig in komplexen domänenspezifischen Kontexten auf hohem Fachniveau zu bearbeiten und dabei das notwendige Maß an Transferfähigkeit vorzuhalten er/sie ist in der Lage, Aufgaben mit hoher Komplexität selbständig wahrzunehmen wie z.b. die Leitung einer Abteilung, die Ausarbeitung und Vorstellung eines Logistikkonzeptes oder eine logistische Risikoanalyse er/sie ist in der Lage, Aufgaben selbständig in komplexen domänenspezifischen Kontexten auf Expertenniveau zu bearbeitet und dabei ein hohes Maß an Transferfähigkeit vorzuhalten er/sie ist in der Lage, selbständig Expertenaufgaben zu bearbeiten wie bspw. eine Standortleitung, eine komplexen Konzeptaufgabe wie eine CO2- Ermittlung, eine Projektleitung in der Kontraktlogistik oder der internationalen Logistik er/sie ist in der Lage, Aufgaben zielgerichtet und verantwortungsvoll in komplexen und abstrakten Kontexten auf hohem Expertenniveau zu bearbeiten und dabei ein sehr hohes Maß an Transferfähigkeit vorzuhalten er/sie ist in der Lage, umfassende und komplexe Konzept- und Leitungsaufgaben der Logistik wahrzunehmen wie z.b. eine Unternehmensleitung oder Tätigkeiten der Neugründung in der Logistik (Standortaufbau) er/sie ist in der Lage, Aufgaben in komplexen domänenspezifischen Kontexten auf höchstem Expertenniveau zu bearbeiten und dabei ein höchstes Maß an Transferfähigkeit vorzuhalten er/sie ist in der Lage, Aufgaben im Bereich der Forschung zur Logistik wahrzunehmen und selbständig z.b. methodisch fundierte Studien und Forschungsarbeiten zur Logistik durchzuführen Betriebswirtschaftliche Kenntnisse Technische Kenntnisse Informationstechnische Kenntnisse Rechtliche Kenntnisse Sozial- und kommunikationswissenschaftliche Kenntnisse Quelle: Klumpp, M. (2009), S Wörtliche Übernahme der Deskriptoren für alle acht Ebenen aus: BDA et al. (2008), S Selbst entwickelte Übertragung der allgemeinen Deskriptoren auf den Logistikbereich.

33 VWL Sozial IT Gesetze / Normen gewerblich-techn./ Ing.-Wiss. Kaufmännisch BWL Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 25 5 Qualifizierungsmatrix Green Logistics 5.1 Einführung in die Qualifizierungsmatrix Green Logistics Für die nachfolgende Qualifizierungsmatrix sind die acht Niveaus (horizontale Ebene) des im vorherigen Kapitel vorgestellten EQR verwendet worden. Eine Differenzierung der Disziplinen erfolgt in der vertikalen Einstufung der Qualifizierungsmatrix. Abbildung 7: Green Logistics Qualifizierungsmatrix Investitions- und Emissionsrechnung Niveau A Produkte B Prozesse C Anlagen D Technologien E Wartung Umweltschutz- und Umweltrecht F G Normen H Hardware I Software J Kommunikation Infrastruktur / Verkehrssysteme / Verkehrspolitik K L Legende: Ziel = Kein = niedrig = mittel = hoch Quelle: Eigene Darstellung.

34 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation Beispielbereiche der Qualifizierungsmatrix Green Logistics In den nachfolgenden Unterkapiteln werden Beispielbereiche der Qualifizierungsmatrix Green Logistics vorgestellt Investitions- und Emissionsrechnung A1. Bislang wurde im Bereich der Investitions- und Emissionsrechnung auf Niveau 1 kein Ausbildungsinhalt identifiziert. A2. Bislang wurde im Bereich der Investitions- und Emissionsrechnung auf Niveau 2 kein Ausbildungsinhalt identifiziert. A3. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Erklärung der Grundlagen der Investitions- und Emissionsrechnung in der Lage diese Rechnung nachzuvollziehen. A4. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Einweisung und Erklärung der Grundlagen der Investitions- und Emissionsrechnung in der Lage diese Rechnung bei artverwandten Problemstellungen auf bekannten Gebieten anzuwenden. A5. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Schulung der Methodik der Investitionsund Emissionsrechnung in der Lage diese Rechnung bei neuen Problemstellungen auf bekannten Gebieten anzuwenden. A6. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach intensiver Schulung der Methodik der Investitions- und Emissionsrechnung in der Lage diese Rechnung bei neuen Problemstellungen auf neuen Gebieten anzuwenden. A7. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach intensiver Schulung der Methodik der Investitions- und Emissionsrechnung in der Lage diese Rechnung bei komplexen Problemstellungen auf neuen und sehr komplexen Gebieten anzuwenden. A8. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist in der Lage neue Methoden der Investitionsund Emissionsrechnung zu entwickeln Produkte B1. Bislang wurde im Bereich der Produkte auf Niveau 1 kein Ausbildungsinhalt identifiziert. B2. Bislang wurde im Bereich der Produkte auf Niveau 2 kein Ausbildungsinhalt identifiziert. B3. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin hat grundlegendes Verständnis der Produkte und des damit verbundenen Change- und Umweltmanagements. B4. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist in der Lage im Rahmen des betrieblichen Vorschlagwesens Produktinnovationen in Bezug auf ökologische Fragestellungen vorzuschlagen.

35 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 27 B5. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist in der Lage bestehende Produkte für bestehende Märte oder Marktsegmente umweltorientiert zu modifizieren. B6. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist in der Lage neue Produkte für bekannte Märte oder Marktsegmente nach ökologischen Gesichtspunkten zu entwickeln. B7. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist in der Lage neue Produkte für neue Märte oder Marktsegmente unter Berücksichtigung der ökologischen Perspektive zu entwickeln. B8. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist in der Lage neue Produkte für neue Märte oder Marktsegmente unter Berücksichtigung der ökologischen Perspektive zu entwickeln Prozessintegration C1. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Erklärung der Prozesse in der Lage diese unter Anleitung auszuführen. C2. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Erklärung der der Prozesse in der Lage diese selbstständig unter leicht unveränderten Bedingungen auszuführen. C3. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach ausführlicher Erklärung der Grundlagen der Prozesse in der Lage diese selbstständig auszuführen. C4. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Einweisung und Erklärung der Grundlagen der Prozesse in der Lage diese auf artverwandte Problemstellungen zu transferieren. C5. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach intensiver Schulung der Methodik der Prozessintegration in der Lage Prozesse bei neuen Problemstellungen auf bekannten Gebieten zu entwickeln. C6. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach weiterführender Schulung der Methodik der Prozessintegration in der Lage Prozesse bei neuen Problemstellungen auf neuen Gebieten zu entwickeln. C7. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Schulung der Methodik der Prozessintegration in der Lage Prozesse bei komplexen Problemstellungen auf neuen und sehr komplexen Gebieten zu entwickeln. C8. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist in der Lage neue Methoden der Prozessintegration zu entwickeln.

36 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation Anlagen D1. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Einweisung in der Lage Anlagen unter Anleitung zu bedienen. D2. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach ausführlicher Erklärung in der Lage die Anlagen selbstständig unter unveränderten Bedingungen zu bedienen. D3. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Erklärung der Grundlagen in der Lage die Anlagen selbstständig zu bedienen. D4. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Einweisung und Erklärung der Grundlagen in der Lage die Anlagen auf artverwandte Problemstellungen zu transferieren. D5. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach intensiver Schulung in der Lage Anlagen bei neuen Problemstellungen auf bekannten Gebieten zu bedienen und zu entwickeln. D6. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Schulung in der Lage Anlagen bei neuen Problemstellungen auf neuen Gebieten zu entwickeln und zu konstruieren. D7. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach weiterführender Schulung in der Lage Anlagen bei komplexen Problemstellungen auf neuen und sehr komplexen Gebieten zu entwickeln und zu konstruieren. D8. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist in der Lage neue Anlagen unter ökologieorientierten Gesichtspunkten zu entwickeln und zu konstruieren Technologien E1. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Einweisung in der Lage umweltorientierte Technologien unter Anleitung zu bedienen. E2. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach ausführlicher Erklärung in der Lage umweltorientierte Technologien selbstständig unter unveränderten Bedingungen zu bedienen. E3. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Erklärung der Grundlagen in der Lage umweltorientierte Technologien selbstständig zu bedienen. E4. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Einweisung und Erklärung der Grundlagen in der Lage umweltorientierte Technologien auf artverwandte Problemstellungen zu transferieren. E5. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach intensiver Schulung in der Lage umweltorientierte Technologien bei neuen Problemstellungen auf bekannten Gebieten zu bedienen und zu entwickeln. E6. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Schulung in der Lage umweltorientierte Technologien bei neuen Problemstellungen auf neuen Gebieten zu entwickeln.

37 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 29 E7. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach weiterführender Schulung in der Lage umweltorientierte Technologien bei komplexen Problemstellungen auf neuen und sehr komplexen Gebieten zu entwickeln. E8. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach weiterführender Schulung in der Lage neue umweltorientierte Technologien bei komplexen Problemstellungen auf neuen und sehr komplexen Gebieten zu entwickeln Wartung F1. Bislang wurde im Bereich der Wartung auf Niveau 1 kein Ausbildungsinhalt identifiziert. F2. Bislang wurde im Bereich der Wartung auf Niveau 2 kein Ausbildungsinhalt identifiziert. F3. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Einweisung in der Lage Wartungen unter Anleitung zu auszuführen. F4. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Schulung in der Lage Wartungen bei bekannten Problemstellungen selbstständig auszuführen. F5. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach intensiver Schulung in der Lage Wartungen bei selbstständig auszuführen. F6. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach intensiver Schulung in der Lage komplexe Wartungen auszuführen. F7. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach intensiver Schulung in der Lage komplexe Wartungen auch bei neuen Problemstellungen auszuführen. F8. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach intensiver Schulung in der Lage komplexe Wartungen auch bei neuen und komplexen Problemstellungen auszuführen Umweltschutz- und Umweltrecht G1. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Erklärung in der Lage umweltrechtliche Aspekte zum Umweltschutz einzuhalten. G2. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach intensiver Erklärung in der Lage umweltrechtliche Rahmenbedingungen zum Umweltschutz einzuhalten. G3. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Schulung in der Lage umweltschutzrechtliche Rahmenbedingungen zu erkennen und einzuhalten. G4. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Schulung in der Lage umweltschutzbezogene Aspekte selbstständig zu erkennen und einzuhalten. G5. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach intensiver Schulung umweltschutzrelevanter Themen in der Lage diese Rahmenbedingungen zu erkennen und einzuhalten.

38 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 30 G6. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach intensiver Schulung umweltschutzrelevanter Themen in der Lage komplexe Rahmenbedingungen zu erkennen, einzuhalten und neues Wissen zu generieren. G7. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach intensiver Schulung umweltschutzrelevanter Themen in der Lage komplexe Rahmenbedingungen zu erkennen, einzuhalten und selbstständig neues Wissen zu generieren. G8. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist in der Lage umweltschutzrechtliche Aspekte unter neuen Rahmenbedingungen selbstständig zu erkennen, einzuhalten und bekannte Aspekte auf neue Themengebiete anzuwenden Normen H1. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Erklärung in der Lage normkonform zu handeln. H2. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach intensiver Erklärung in der Lage normkonform zu den bestehenden und implementierten Umweltnormen zu handeln. H3. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Schulung in der Lage Rahmenbedingungen zu den bestehenden und implementierten Umweltnormen normkonform zu erkennen und einzuhalten. H4. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Schulung in der Lage Rahmenbedingungen zu den bestehenden und implementierten Umweltnormen normkonform zu erkennen und einzuhalten. H5. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach intensiver Schulung in der Lage komplexe Rahmenbedingungen zu den bestehenden und implementierten Umweltnormen normkonform zu erkennen und einzuhalten. H6. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach intensiver Schulung der Umweltnormen in der Lage Rahmenbedingungen zu erkennen und einzuhalten. H7. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach intensiver Schulung der Umweltnormen in der Lage komplexe Rahmenbedingungen zu erkennen, einzuhalten und zu implementieren. H8. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach intensiver Schulung der Umweltnormen in der Lage komplexe Rahmenbedingungen zu erkennen, einzuhalten, zu implementieren und kann darüber hinaus beratend oder begutachtend herangezogen werden.

39 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation Hardware I1. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach intensiver Erklärung der Hardware in der Lage diese unter Anleitung zu nutzen. I2. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Erklärung und Einarbeitung an der Hardware in der Lage diese selbstständig unter unveränderten Bedingungen zu bedienen. I3. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Erklärung und Einarbeitung an der Hardware in der Lage diese selbstständig unter geringfügig abweichenden Bedingungen zu bedienen. I4. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist in der Lage Hardware in artverwandte Problemund Aufgabenstellungen zu bedienen. I5. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist in der Lage Hardware bei neuen Problemstellungen im bisherigen Umfeld zu modifizieren. I6. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist in der Lage Hardware für abweichende Problemstellungen im bisherigen Umfeld zu entwickeln. I7. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist in der Lage neue Hardware für neue Problemstellungen zu entwickeln. I8. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist in der Lage neue Hardware für neue Problemstellungen in neuen Umgebungen zu entwickeln Software J1. Bislang wurde im Bereich Software auf Niveau 1 kein Ausbildungsinhalt identifiziert. J2. Bislang wurde im Bereich Software auf Niveau 2 kein Ausbildungsinhalt identifiziert. J3. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Erklärung der Grundlagen der Software in der Lage diese im täglichen Anwendungsfeld selbstständig zu nutzen. J4. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Einarbeitung in der Lage im Rahmen des betrieblichen Vorschlagwesens Softwareverbesserungen für seinen Arbeitsbereich vorzuschlagen. J5. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist in der Lage bestehende Software in seinem Arbeitsbereich zu modifizieren. J6. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist in der Lage bestehende Software zu modifizieren und zu implementieren. J7. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist in der Lage neue Software zu entwickeln und zu implementieren.

40 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 32 J8. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist in der Lage neue Software zu entwickeln und zu implementieren Kommunikation K1. Bislang wurde im Bereich Kommunikation auf Niveau 1 kein Ausbildungsinhalt identifiziert. K2. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach hinreichender Erklärung und Einarbeitung in der Lage Kunden über grundlegende Aspekte in dem Aufgabenumfeld zu informieren. K3. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Schulung in der Lage Kunden über alle relevanten Aspekte des Aufgabenumfeldes zu informieren. K4. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist in der Lage Kunden über alle Aspekte des Aufgaben-/Produktumfeldes zu informieren. K5. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist in der Lage Kunden tiefgreifend über alle Aspekte des Aufgaben- / Produktumfeldes zu informieren. K6. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist in der Lage Kunden allumfassend über bestehende und neue Produkte zu informieren. K7. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist in der Lage selbstständig neue Informationsmethoden und Kampagnen für Produkte zu entwickeln. K8. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist in der Lage selbstständig neue Informationsmethoden und Kampagnen für neuartige umweltorientierte Produkte zu entwickeln Infrastruktur / Verkehrssysteme / Verkehrspolitik L1. Bislang wurde im Bereich Infrastruktur / Verkehrssysteme und Verkehrspolitik auf Niveau 1 kein Ausbildungsinhalt identifiziert. L2. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach hinreichender Erklärung und Einarbeitung in der Lage die Bereiche Infrastruktur / Verkehrssysteme / Verkehrspolitik in seinem/ihrem Aufgabenumfeld anzuwenden. L3. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Schulung in der Lage konkrete Forderungen der Verkehrspolitik bezüglich der Infrastruktur / Verkehrssysteme umzusetzen. L4. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Schulung in der Lage Forderungen der Verkehrspolitik bezüglich der Infrastruktur / Verkehrssysteme umzusetzen. L5. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach Schulung in der Lage komplexe Forderungen der Verkehrspolitik bezüglich der Infrastruktur / Verkehrssysteme umzusetzen.

41 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 33 L6. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach intensiver Schulung in der Lage komplexe Forderungen der Verkehrspolitik bezüglich der Infrastruktur / Verkehrssysteme umzusetzen und neue Forderungen der Verkehrspolitik zu gestalten. Darüber hinaus ist der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin in der Lage Konzepte in der Infrastruktur / Verkehrssysteme zu entwickeln. L7. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach intensiver Schulung in der Lage komplexe Forderungen der Verkehrspolitik bezüglich der Infrastruktur / Verkehrssysteme umzusetzen und komplexe Forderungen der Verkehrspolitik zu gestalten. Darüber hinaus ist der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin in der Lage neue Konzepte in der Infrastruktur / Verkehrssysteme zu entwickeln. L8. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist nach intensiver Schulung in der Lage komplexe Forderungen der Verkehrspolitik bezüglich der Infrastruktur / Verkehrssysteme umzusetzen und komplexe Forderungen der Verkehrspolitik zu gestalten. Darüber hinaus ist der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin in der Lage neue komplexe Konzepte in der Infrastruktur / Verkehrssysteme zu entwickeln.

42 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 34 6 Qualifikationsbeispiele Nachdem die Qualifizierungsmatrix für Green Logistics aufgearbeitet wurde, werden nachfolgend Beispiele für die Qualifikationsanforderungen der unterschiedlichen Niveaustufen und Disziplinen Green Logistics vorgestellt. 6.1 Bereich Recht Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin verfügt im Bereich der Niveaustufe 2 über Kompetenzen zur fachgerechten Erfüllung grundlegender Anforderungen in einem überschaubar und stabil strukturierten Lern- und Arbeitsbereich. Nach einer Einweisung ist der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin in der Lage umweltrechtliche Rahmenbedingungen zum Umweltschutz einzuhalten. Zielsetzung der Ausbildungsniveaustufe 2 ist es, dass der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin nach Einweisung die in ihrem Arbeitsbereich betreffenden gesetzlichen Bestimmungen kennt und in der Lage ist, Aufgaben gesetzeskonform durchzuführen. Zur Durchführung einer adäquaten Qualifizierungsmaßnahme können exemplarisch die Punkte Einführung, wichtige Rechtsquellen, Verfahren, Ansprechpartner und Fallbeispiele von Unternehmen im Curriculum aufgeführt werden. Aufgrund des Anforderungsniveaus (Level 2) sind die zu vermittelnden Lehrinhalte individuell und branchenabhängig zu erstellen. Eine breite und tiefe Wissensvermittlung ist für die Ebene in Anlehnung an den EQR nicht erforderlich. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Qualifizierungsmaßnahme sollen grundlegendes Verständnis zur Bedeutung allgemeiner umweltrechtliche Aspekte im Kapitel Einführung vermittelt bekommen. Darüber hinaus sind auf die Motive, Vor- und Nachteile sowie Konsequenzen, die in Verbindung mit umweltrechtliche Aspekte stehen, einzugehen. Aufbauend auf die im ersten Kapitel vermittelten Kenntnisse werden in der zweiten Lehreinheit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Qualifizierungsmaßnahme die zu berücksichtigende Rechtsbereiche und Anspruchsgruppen vorgestellt und vermittelt. Darunter zählen unter anderem: 115 Rechtliche Verpflichtungen auf nationaler und internationaler Ebene Rechtliche Verpflichtungen auf regionaler Ebene Rechtliche Anforderungen lokaler Verwaltungen 115 Vgl. Dimitroff-Regatschnig, H., Dulling, K. (2005), S. 8.

43 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 35 Anforderungen Dritter, die sich Unternehmen verpflichten bzgl. des Umweltschutzes können unter anderen sein: 116 Vereinbarung mit Behörden Vereinbarung mit Kunden Leitlinien außerhalb des gesetzlich geregelten Bereiches Freiwillige Prinzipien oder Verfahrensregeln Freiwillige Umweltkennzeichen oder Selbstverpflichtung bezüglich Produktverantwortung Anforderungen von Wirtschaftsverbänden Vereinbarung mit kommunalen Gruppen und Nicht-Regierungsorganisationen (NGO) Öffentliche Verpflichtung der Organisation oder ihrer Mutterorganisation Unternehmens-/firmenspezifische Anforderungen Darüber hinaus lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wichtige Ansprechpartner ihres Unternehmens kennen, die bei Bedarf kontaktiert werden können beziehungsweise müssen. Als Beispiel kann hier der Gefahrgutbeauftragte und der Umweltbeauftragte aufgeführt werden. Das zur Aufgabenerfüllung erforderliche Wissen im Rahmen der Niveaustufe 2 in Anlehnung an den EQR im Bereich Recht erwerben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im dritten Ausbildungsabschnitt. Zielsetzung des Ausbildungsabschnittes ist es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konkret auf ihre täglichen Aufgaben vorzubereiten. Ein konkretes Praxisbeispiel, welches bis auf operative Ebene herunter gebrochen wurde, wird nachfolgend (siehe Exkurs 117 ) vorgestellt. Das Unternehmensbeispiel der Unternehmung Jobst in Österreich vermittelt einen Überblick wie zukünftige Ausbildungsinhalte auf der Niveaustufe 2 im Beriech Gesetze / Normen aussehen könnten. Zuvor werden Grundlagen zum Gefahrgut vermittelt. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Lehrgangs bekommen einen kurzen und präzisen Einblick über die wesentlichen Grundlagen im Bereich des Gefahrgutes, lernen die verschiedenen Rechtsquellen kennen, die betroffenen Prozessbereiche und mögliche Folgen, die mit der Implementierung in Verbindung stehen. Nachdem die Grundlagen aufgearbeitet wurden erfolgt das konkrete Unternehmensbeispiel. Nach der Unternehmensvorstellung und der Vorgangsweise zur Sicherstellung von Legal Compliance werden Informationen für die verschiedenen Mitarbeitergruppen dargestellt. 116 Vgl. Dimitroff-Regatschnig, H., Dulling, K. (2005), S Der nachfolgende Exkurs stammt aus folgender Quelle: Dimitroff-Regatschnig, H., Dulling, K. (2005), S

44 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 36 Exkurs: Qualifizierungsmaßnahme Gefahrgut

45 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 37

46 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 38

47 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 39

48 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 40

49 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 41

50 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 42 Die Dauer der Qualifizierungsmaßnahme sollte den Zeitraum von 2 Werktagen nicht überschreiten.

51 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation Gewerblich-technischer Bereich / Ingenieurwissenschaft Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin verfügt im Bereich der Niveaustufe 4 über Kompetenzen zur selbstständigen Erfüllung fachlicher Anforderungen und ist in der Lage artverwandte Problemstellungen in einen teils offenen strukturierten Lern- oder Tätigkeitsbereich zu transferieren. Ein exemplarischer Qualifikationsinhalt kann beispielsweise die Nutzung der GPS-Technologie zur umweltfreundlichen Gestaltung im Speditionsalltag sein. Zielsetzung der Niveaustufe 4 ist es, dass der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin nach Einweisung in der Lage ist, selbstständig geänderte Prozesse auch in teils offen strukturierende Lern- und Tätigkeitsbereiche zu beherrschen und anwendungsbezogene technische Problemstellungen selbstständig zu erkennen. Das Institut für Logistik-& und Dienstleistungsmanagement (ild) der FOM Hochschule für Oekonomie und Management ggmbh hat das Projekt GPS.LAB Analyse- und Mess-System zur GPSbasierten Sendungsverfolgung zur Berechnung realer CO 2 -Emmissionen von nationalen und internationalen Transporten, welches im Rahmen des Programms FH-Basis 2010 des Ministeriums für Innovation, Forschung und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird. Die aus dem Projekt gewonnenen Erkenntnisse können in adäquate Ausbildungsinhalte insbesondere für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Logistikbranche transferiert werden. Je nach zu erfüllender Qualifizierungsmaßnahme kann der Ausbildungsumfang variieren. Nachfolgend wird die Logistik- Fallstudie Grundlagen zur Touren- und Routenplanung und Ansätze zu einer nachhaltigen Logistik des Institutes für Logistik- & Dienstleistungsmanagement (ild) vorgestellt (siehe Exkurs). Inhalt der geschilderten Fallstudie sind wesentliche Grundlagen zur Technologie GPS, welches quasi als Einführung in die Thematik verstanden werden kann. Aufbauend darauf können je nach Zielgruppe unterschiedliche Vertiefungsvarianten ergänzt werden. Beispielsweise kann für Speditionskauflaute die Bedienung von Tourenplanungssoftware und Ansätze zur Tourenoptimierung sowie Grundlagen der in der Software verwendeten Algorithmen hinzukommen. Auch eine Differenzierung des Stoffumfangs ist variierend in Abhängigkeit mit Faktoren wie unter anderem Berufserfahrung, Schulausbildung etc. in Betracht zu ziehen. Für die nachfolgend vorgestellte Fallstudie sind 2 Unterrichtseinheiten (90 Minuten) vorgesehen. Grundlagen im Logistikalltag sollten dennoch vorhanden sein.

52 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 44 Exkurs: Qualifizierungsmaßnahme GPS

53 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 45

54 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 46

55 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 47

56 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation Kaufmännischer Bereich / Betriebswirtschaft Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin verfügt im Bereich der Niveaustufe 7 über Kompetenzen zur Bearbeitung von neuen komplexen Problemstellungen sowie zur eigenverantwortlichen Steuerung von Prozessen in einem wissenschaftlichen Fach oder in einem strategieorientierten beruflichen Tätigkeitsfeld. Die Niveaustufe 7 ist durch häufige und unvorhersehbare Veränderungen gekennzeichnet. Als beispielhafter Qualifikationsinhalt kann die Vermittlung aller Möglichkeiten in Bezug auf die Betrachtung monetärer und umweltorientierter Effekte und Potenziale von Green Logistics in dem gesamten Verantwortungsbereich aufgeführt werden. Das Institut für Logistik- & Dienstleistungsmanagement (ild) der FOM Hochschule für Oekonomie & Management ggmbh bereitet die Studierenden auf die neuen Herausforderungen, die sich im Bereich Green Logistics ergeben, vor. Neben der Vermittlung der Grundlagen zur nachhaltigen Logistik lernen die Studierenden durch Fallstudienarbeit die konkrete Anwendung der erworbenen Kenntnisse. Neben der klassischen betriebswirtschaftlichen Investitionsrechnung lernen die Studierenden die Berücksichtigung von CO 2 -Emissionen bei betriebswirtschaftlichen Fragestellungen. Im Rahmen der durchzuführenden Fallstudie werden auch Grenzen den Teilnehmer und Teilnehmerinnen aufgezeigt, wie beispielsweise den Umgang mit zeitlich kritischen zu befördernden Gütern. Die nachfolgenden Abbildungen zeigen die bei den Studierenden der FOM Hochschule für Oekonomie & Management ggmbh durchgeführte Fallstudie in vereinfachte beziehungsweise verkürzte Form. Für die Fallstudie stehen den Studierenden ca. 2 ½ Std. Zeit zur Verfügung. Die Ergebnisse werden mittels Präsentation dargestellt. Die aufgezeigte Fallstudie baut auf Grundlagen der Logistik und der Betriebswirtschaftslehre auf und setzt Kenntnisse in diesen Disziplinen voraus. Im Rahmen des Bachelorstudiengangs Business Administration der FOM Hochschule für Oekonomie & Management ggmbh wurde die nachfolgende Fallstudie durch das Institut für Logistik- & Dienstleistungsmanagement (ild) bei Studierenden im 5. Semester im Fach Logistik & Transport durchgeführt.

57 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 49 Exkurs: Qualifizierungsmaßnahme Investitions- und Emissionsrechnung

58 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 50

59 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 51

60 Schriftenreihe Logistikforschung Band 16, Keuschen/Klumpp: Green Logistics Qualifikation 52

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