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1 Prof. Dr. Hans Ulrich Buhl Lehrstuhl für BWL, Wirtschaftsinformatik, Informations- & Finanzmanagement Zusammenfassung Durch die zunehmende Vernetzung von unternehmensinternen und -externen Wertschöpfungsprozessen erlangt eine unternehmensübergreifende Sichtweise eines integrierten, ITunterstützten Ertrags-/Risikomanagements eine wachsende Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmungen. Die Vision eines unternehmensübergreifenden Integrated Enterprise Balancing in Wertschöpfungsnetzwerken stellt ein neuartiges Konzept zur Unternehmungssteuerung dar, welches sowohl Industrieunternehmungen als auch die an Güterströmen beteiligten industriellen Dienstleistungsunternehmungen (wie z. B. Logistikdienstleister) sowie Finanzdienstleister in die Lage versetzen soll, ihre Geschäftstätigkeit integriert nach einheitlichen Ertrags-/Risikoaspekten zu steuern. Insbesondere werden Unternehmungen dabei unterstützt, die Ertrags-/Risikopositionen ihrer Wertschöpfungspartner (Kunden, Lieferanten, Kooperationspartner) und die daraus resultierenden Implikationen in der Steuerung ihrer eigenen Ertrags-/Risikoposition zu berücksichtigen. In Folge der Einführung von Basel II zum müssen alle Unternehmungen weitaus mehr Informationen als bisher gegenüber Finanzdienstleistern offen legen. Zudem ist davon auszugehen, dass Finanzdienstleister verstärkt auch darüber hinausgehende Informationen über die Wertschöpfungspartner ihrer Kreditnehmer erfragen werden, um deren Ertrags-/Risikoposition besser einschätzen zu können. Die unternehmensübergreifenden Güterprozesse werden dadurch eng mit den korrespondierenden Finanzprozessen verwoben und müssen durch entsprechende Informationsprozesse unterstützt werden. Aufgrund der zunehmenden Informationstransparenz zwischen den beteiligten Unternehmungen können sich Win-Win-Kooperationen dahingehend bilden, dass die jeweiligen Ertrags-/Risikopositionen der Unternehmungen im Rahmen von Risikoverbünden eng aufeinander abgestimmt werden, um so unternehmensübergreifend eine effiziente Kapital- und Risikoallokation zu erzielen. Im Rahmen dieses Teilprojekts sollen insbesondere folgende Forschungsfragen untersucht werden: Wie kann der Einfluss der Ertrags-/Risikopositionen der (wichtigsten) Wertschöpfungspartner bei der integrierten Steuerung der Ertrags-/Risikoposition der Unternehmung berücksichtigt werden? Welche Informationen müssen Unternehmungen in einem Wertschöpfungsnetzwerk untereinander und seit der Einführung von Basel II ihren Finanzdienstleistern zur Verfügung stellen, damit die Implikationen der Ertrags-/Risikopositionen der (jeweils wichtigsten) Wertschöpfungspartner bei der Steuerung berücksichtigt werden können? Welche Win- Win-Potenziale hinsichtlich der Kapital- und Risikoallokation bestehen zwischen Unternehmungen und deren Finanzdienstleistern in einem Wertschöpfungsnetzwerk? Wie können Real- und Finanzinvestitionen in einem Wertschöpfungsnetzwerk unternehmensübergreifend vergleichbar gemacht werden? Wie kann eine effiziente Kapitalverwendung in die Knoten und Kanten eines Wertschöpfungsnetzwerks erreicht werden? Wie kann eine durchgängige Modellierung der unternehmensinternen und -externen Güter-/Dienstleistungs-, Finanz- und Informationsprozesse innerhalb von Wertschöpfungsnetzwerken erfolgen? Welche Anforderungen resultieren speziell an die Gestaltung der die Güter- und Finanzprozesse unterstützenden Informationsprozesse? 1

2 Bereits durchgeführte Projekte Bayerischer Forschungsverbund für Situierung, Individualisierung und Personalisierung (FORSIP) Im Rahmen des Forschungsprojekts wurde u. a. untersucht, wie die Beratung im Privatkundengeschäft von Finanzdienstleistern durch IT-Einsatz teilautomatisiert werden kann. Die Erkenntnisse dieses Projekts sind insbesondere für international agierende Finanzdienstleister interessant, um Beratungsansätze länderübergreifend auf einem hohen Qualitätsstandard zu etablieren. Integrated Enterprise Balancing - Finanzwirtschaftliche Anforderungen an ein integriertes, IT-unterstütztes Ertrags- und Risikomanagement Ziel des seit laufenden DFG-Forschungsprojekts ist die Entwicklung einer 4R (Risk, Return, Regulation, Reporting) -Informationsarchitektur, die den Aufbau integrierter Planungs- und Kontrollsysteme zum Ertrags-/Risikomanagement ermöglicht. Dadurch sollen global agierende Unternehmungen aus allen Branchen in die Lage versetzt werden, ihre Geschäftstätigkeit in allen Unternehmensfunktionen konsistent nach einheitlichen Risk-/ Return-Kennzahlen zu steuern. Global CFO Survey: Current state and future direction In Zusammenarbeit mit IBM Global Business Services wurde in diesem Projekt eine empirische Analyse der zukünftigen Rolle der finanziellen Unternehmensführung sowie ihrer veränderten Aufgabenschwerpunkte durchgeführt. Ebenso wurden best-practices zur Generierung von Shareholder Value empirisch untersucht. Entwicklung von Steuerungskonzepten In Zusammenarbeit mit der WestLB AG wurde im Rahmen dieses Projekts zum einen ein Konzept zur hierarchischen Kennzahlensteuerung unter integrierter Ertrags-/ Risikobetrachtung entwickelt. Zum anderen wurde ein Konzept zur kundenwertorientierten Steuerung der europaweiten Vertriebsaktivitäten entwickelt, welches geeignete Anreize für den Vertrieb schafft, im Sinne der kurz- und langfristigen Unternehmensziele zu agieren. Veröffentlichungen Faisst, U., Prokein, O., Wegmann, N.: Ein Modell zur dynamischen Investitionsrechnung von IT-Sicherheitsmaßnahmen, in: Zeitschrift für Betriebswirtschaft, 77, 5, Wehrmann, A., Gull, D.: Offshoring von Softwareentwicklungsprojekten Ein COCOMObasierter Ansatz zur Entscheidungsunterstützung, in: Wirtschaftsinformatik, 48, 6, 2006, S Heinrich, B., Klier, M.: Ein Optimierungsansatz für ein fortlaufendes Datenqualitätsmanagement und seine praktische Anwendung bei Kundenkampagnen, in: Zeitschrift für Betriebswirtschaft, 76, 6, 2006, S Buhl, H.U.; Faisst, U.: Integrated Enterprise Balancing mit integrierten Ertrags- und Risikodatenbanken, in: Wirtschaftsinformatik, 47, 6, 2005, S Wehrmann, A., Zimmermann, S.: Integrierte Ex-ante-Rendite-/Risikobewertung von IT-Investitionen, in: Wirtschaftsinformatik, 47, 4, 2005, S Eine Reihe weiterer einschlägiger Arbeiten befindet sich zur Zeit bei deutschen und internationalen Zeitschriften im Begutachtungsverfahren. 2

3 Prof. Dr. Dres. h.c. Adolf G. Coenenberg Prof. Dr. Wolfgang Schultze Lehrstuhl für Betriebswirtschaft Wirtschaftsprüfung & Controlling Gegenstand des Projekts Global Financial Management (GFM) in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Finanz- und Bankwirtschaft ist die zunehmende internationale Investitions- und Finanzierungsaktivität, die aus dem Globalisierungsprozess resultiert. Investitionen in Form von Direktinvestitionen, Akquisitionen, Fusionen und Kooperationen (M&A) bringen vermehrten Kapitalbedarf mit sich, der nicht mehr national gedeckt werden kann. Daher kommt es zu einer verstärkten Inanspruchnahme internationaler Kapitalmärkte. Die mit diesem Prozess verbundene weltweite Verteilung der Stakeholder des Unternehmens treibt gleichzeitig die Internationalisierung der Rechnungslegungsstandards an. Die Berücksichtigung der spezifischen Probleme internationaler Investitionen im Entscheidungsprozess ist essenziell für eine erfolgreiche Auslandsaktivität. Im Vergleich zu der nationalen Lehre von der Investition und Finanzierung erfordert das GFM die Berücksichtigung der speziellen Besonderheiten internationaler Finanzierungsformen sowie der Einflussfaktoren bei internationalen Investitionen. Dies sind insbesondere Unterschiede im Rechtssystem, den Währungen sowie im politischen Umfeld. Ein wesentlicher rechtlicher Unterschied besteht in den divergierenden Steuersystemen, ergänzt durch zwischen den Ländern bestehenden Steuerabkommen. Besondere Risiken von Auslandsaktivitäten entstehen durch Wechselkursschwankungen und instabile politische Verhältnisse (Länderrisiken). Aus der Verknüpfung der Fragestellungen der Investition und Finanzierung einerseits sowie der Besonderheiten des internationalen Umfelds andererseits ergeben sich verschiedene Forschungsfragen. Im Folgenden werden zwei derzeit bearbeitete zentrale Fragestellungen vorgestellt. 1. Kapitalkosten und Steuerwirkung bei der Bewertung internationaler Unternehmen Steuern spielen eine zentrale Rolle bei der Unternehmensbewertung. Während dies im nationalen Kontext intensiv diskutiert wird, existieren für grenzüberschreitende Fälle, obgleich der weiter zunehmenden Bedeutung derartiger Transaktionen, bislang kaum Untersuchungen. Die Integration der Integration der Auswirkungen der Regelungen zur Besteuerung von ausländischen Einkünften in die Unternehmensbewertung erfordert es, die die Einkommensströme aus dem ausländischen Anteilsbesitz mit der gesamten, bis zur Ebene des privaten Investors, entstehenden Steuerbelastungen, unter Berücksichtigung möglicher Regelungen über die gegenseitige Anrechenbarkeit (Doppelbesteuerungsabkommen), zu belegen. Besondere Effekte ergeben sich aus der unterschiedlichen Besteuerung von Zinsen und Dividenden (sog. Tax Shield). Bereits vorliegende erste Ergebnisse für den praxisnahen Fall von Beteiligungen inländischer an ausländischen Kapitalgesellschaften zeigen deutlich geringere Steuervorteile der Fremdfinanzierung als im nationalen Fall. Dies revidiert bisherige Erkenntnisse und Praktiken und führt zu deutlich geringeren Unternehmenswerten. Gleichzeitig sind die Wirkungen internationaler Investitionen auf die Kapitalkosten zu berücksichtigen. Hier nehmen spezielle Auslandsrisiken Einfluss, ebenso wie die speziellen steuerlichen Belastungen, welche daher in die Kapitalmarktbepreisungsmodelle zu integrieren sind. Entsprechende Vorschläge liegen bislang nur isoliert für den nationalen Kontext vor (sog. Tax-CAPM). Eine Verknüpfung von internationaler Steuerbelastung und Auslandsrisi- 3

4 ken (z.b. Länderrisiken) in einem Modell existieren bislang nicht und soll im Rahmen dieses Projekts erarbeitet werden. 2. Kapitalkosten und internationale Berichterstattung Dieses Teilprojekt untersucht den Zusammenhang zwischen der Berichterstattung internationaler Unternehmen und den Kapitalkosten. Theoretisch lässt sich der Zusammenhang über eine verbesserte Liquidität sowie durch geringere Schätzfehler herstellen. Eine Reihe von empirischen Untersuchungen belegen diese Zusammenhänge und konstatieren einen Unterschied der Kapitalkosten um 2-3% zwischen Unternehmen mit guter und mit schlechter Berichterstattungsqualität. In der Literatur wird die Meinung vertreten, dass die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards als eine Selbstverpflichtung zu einer besseren Informationsversorgung der Investoren gewertet werden kann. Dies soll einer empirischen Überprüfung unterzogen werden. Bisherige Untersuchungen weisen das gravierende Problem auf, dass dabei die Messung der Berichtsqualität nicht zweckbezogen erfolgt, sondern auf öffentliche oder standardisierte Rankings oder Modelle. Wir entwickeln daher einen eignen, für diesen Zweck maßgeschneiderten Beurteilungskatalog, auf dessen Grundlage die Geschäftsberichte der 100 größten deutschen Publikumsgesellschaften für den Zeitraum ausgewertet werden. Diese Daten sollen den Kapitalmarktdaten gegenübergestellt werden. Anhand von Analystenschätzungen soll der Zusammenhang von Prognosegenauigkeit und Berichtsqualität aufgezeigt werden. Auf der Basis der Analystenschätzungen und Fundamentaldaten sollen sodann Schätzungen der Kapitalkosten abgeleitet werden. Weiterhin haben die Lehrstühle in den letzten Jahren zahlreiche Veröffentlichungen verfasst. Nachfolgend sind auszugsweise fünf Publikationen aufgeführt: Coenenberg, A. G./Federspieler C. (1999): Internationale Zwischenberichtspublizität, in: Engelhard, J./Oechsler, W. A. (Hrsg.) (1999): Internationales Management - Festschrift für Prof. Klaus Macharzina, Wiesbaden Schultze, W. (2004): Valuation, Tax Shields and the Cost-of-Capital with Personal Taxes: A Framework for Incorporating Taxes, in: International Journal of Theoretical and Applied Finance (IJTAF), S Coenenberg, A. G./Schultze, W. (2005): Mergers & Acquisitions im globalen Umfeld - Analyse und Entscheidungsmodelle, in: Oesterle, M.-J./Wolf, J. (Hrsg.) (2005): Internationalisierung und Institution, Festschrift für Klaus Macharzina, Wiesbaden 2005, S Coenenberg, A. G. (2005): Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse: Betriebswirtschaftliche, handelsrechtliche, steuerrechtliche und internationale Grundsätze - HGB, IFRS und US-GAAP, 20. Auflage, Stuttgart Bachmann, C./Schultze, W. (2007): Einfluss der Besteuerung auf die Bewertung ausländischer Kapitalgesellschaften, in: Zeitschrift für Betriebswirtschaft (ZfB) 05/2007, S

5 Prof. Dr. Bernard Fleischmann Lehrstuhl für Betriebswirtschaft- Produktion und Logistik 1. Der Lehrstuhl für Produktion und Logistik Der Lehrstuhl befasst sich mit der industriellen Produktion und allen damit zusammenhängenden logistischen Prozessen des Gütertransports und des Materialflusses. Dabei wird die ganzheitliche Sichtweise des Supply Chain Managements zugrunde gelegt. Die Forschung orientiert sich an aktuellen logistischen Aufgabenstellungen, die in Praxiskooperationen identifiziert werden. 2. Bisherige Projekte im Bereich GBM Strategische Planung des globalen Produktionsnetzes von BMW Zwei abgeschlossene Promotionsprojekte von BMW-Mitarbeitern ( ) behandeln die langfristige Belegung der weltweiten Fahrzeugwerke. Über einen Horizont von zwölf Jahren sind folgende Entscheidungen zu treffen: Welche künftigen Fahrzeugmodelle sollen an welchen Standorten produziert werden? Welche Kapazitäten in Rohbau, Lackierung und Montage sind an welchen Standorten zu errichten oder zu erweitern? Es wurden Modelle entwickelt, die die Auswirkungen dieser Investitionsentscheidungen auf die gesamte Supply Chain beachten. Damit kann die Planung auf Basis von Standardsoftware hinsichtlich des Kapitalwertes optimiert werden. Die unsicheren Daten können in Szenario- Analysen erfasst werden. In einem laufenden Promotionsprojekt wird eine ähnliche Fragestellung für die BMW-Werke für Motoren, Fahrwerk und Antrieb untersucht, die einen globalen Produktionsverbund bilden. Ein Schwerpunkt liegt auf der Gestaltung der Flexibilität des Produktionsnetzes. Weltweite Materialversorgung durch die Schenker AG Gegenstand war die Versorgung von Fertigungs- und Montagewerken in Übersee mit Material von europäischen Lieferanten. Dafür hat Schenker ein Standard-Logistikprodukt entwickelt, das die gesamten Prozesse von der Abholung bei den Lieferanten bis zur Just-in-Time- Anlieferung im Werk umfasst, insbesondere die Abwicklung sämtlicher Land-, See- und Luftfrachten und der Verzollung. Fragestellungen waren die Disposition des Materialnachschubs und die damit verbundene Verantwortung für die Bestände sowie alternative Formen der Abrechnungskonditionen. 5

6 3. Neues GBM-Forschungsprojekt: Analyse und Gestaltung globaler Distributionssysteme Bei der Gestaltung internationaler Distributionssysteme, wie sie Hersteller von Konsumgütern benutzen um ihre Standardprodukte weltweit zu vertreiben, sind folgende Aspekte zu beachten: Struktur des Produktionsnetzes: Extreme Ausprägungen sind einerseits eine Weltfabrik, andererseits eine Vielzahl von regionalen Werken für länderspezifische Produkte. Bestände: Wegen der langen Transportzeiten hält der Hersteller oft Bestand auf zwei Ebenen (Zentrallager und Regionallager), während der Trend in der nationalen Distribution zu einstufiger Lagerhaltung und Cross Docking geht. Postponement: Durch die Produktkomplettierung erst unmittelbar vor der Auslieferung eines Kundenauftrags ab Regionallager können die Vorteile zentraler Produktion mit dem Angebot länderspezifischer Varianten verbunden werden. Dies ist in der Elektronik- Industrie schon weit verbreitet, in anderen Branchen zumindest in der Diskussion. Zentrale vs. dezentrale Disposition: Die nationalen Vertriebsgesellschaften führen in der Regel die Disposition des Nachschubs zu ihrem nationalen Regionallager selbst durch, was zu erhöhter Varianz der Bedarfe ab Zentrallager und daher zu höheren Beständen führt und im Engpassfall eine sinnvolle Allokation des knappen Bestands auf die Regionalläger verhindert. Eng verbunden mit dieser Frage ist die Verantwortung für die Bestände. Das Projekt soll in folgenden Schritten vorgehen: Erhebung und Analyse von bestehenden Distributionsnetzen in Kooperation mit Praxispartnern. Hierfür können die bestehenden Arbeitskontakte zu Bosch Power Tools, Fujitsu- Siemens Computers, Osram, Paul Hartmann AG und Molkerei Müller genutzt werden. Strukturierung der Entscheidungsgrößen und ihres Einflusses auf Kosten und Servicegrad. Entwicklung eines Konzepts zur optimalen Gestaltung von globalen Distributionssystemen, ggf. auf Basis bestehender Software. Literatur: Ferber, S.: Strategische Kapazitäts- und Investitionsplanung in der globalen Supply Chain eines Automobilherstellers. Shaker Verlag, Aachen Ausgezeichnet mit dem Wissenschaftspreis der schwäbischen Wirtschaft Fleischmann, B. / Ferber, S. / Henrich, P.: Strategic Planning of BMW's Global Production Network. Interfaces 36/3, 2006, S Fleischmann, B. / Klose, A. (eds.): Distribution Logistics. Springer Verlag, Berlin, Goetschalckx, M. / Fleischmann, B.: Strategic Network Planning. In: Stadtler, H. / Kilger, C.: Supply Chain Management and Advanced Planning: Concepts, Models, Software and Case Studies, Springer Verlag, Berlin, 2005, S Oymann, B. / Schumann, P. / Fleischmann, B.: Standardisierte Logistikprodukte für globale Belieferungsnetze: Realisierung, Optimierungspotenziale und Preisgestaltung. Zeitschrift für Betriebswirtschaft, Special Issue 01/2005, S

7 Prof. Dr. Horst Hanusch Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre Public Sector Management, Innovationsökonmik, Wirtschaft und Gesellschaft Japans Unser Projekt (Globalisierung der Entstehung und Verbreitung von Wissen und Innovationen) wählt, erstens, als wissenschaftliche Grundlage und als Rahmenkonzept das 3-Säulen-Modell der Comprehensive Neo-Schumpetarian Economics (CNSE). Darin wird postuliert, dass Wissen und Innovationen die treibenden Kräfte im Entwicklungsprozess von Volkswirtschaften darstellen. Entwicklung wird dabei als ein umfassendes Phänomen begriffen, das sich nicht nur auf den Realsektor (RS) als tragende Säule stützt, sondern auch den Finanz-(FS) und den öffentlichen Sektor (ös) als weitere Elemente einer co-evolutorischen Verflechtung sowie die daraus hervorgehenden quantitativen und qualitativen Veränderungsprozesse in die Betrachtung einbezieht. Wir gehen, zweitens, von der grundlegenden Prämisse aus, dass die Rolle von Volkswirtschaften in einer globalen Wirtschaftsordnung in zunehmendem Maße von deren Fähigkeit bestimmt wird, Wissen und Innovationen in einem internationalen Kontext zu generieren, zu verbreiten und zu verwerten. Diese Fähigkeit wird dabei im Sinne des CNSE-Ansatzes von den 3-Säulen bestimmt, die nunmehr nicht alleine auf nationaler Ebene, sondern in einem globalen Umfeld auch auf internationalem Level interagieren und in ein globales Netzwerk eingebunden sind. Auf diese Weise erweitert sich der auf nationale Volkswirtschaften bezogene CNSE-Ansatz um die Dimension der internationalen Verflechtung, so wie diese sich im Bereich der 3-Säulen zwischen nationalen Volkswirtschaften und globalisierten Regionen abspielt. Im Prozess der Globalisierung spielen die 3-Säulen gemeinsam eine zentrale Rolle. Dabei verfügen sie im wesentlichen über drei Formen (3F), um die Internationalisierung ihrer Aktivitäten im Bereich von Wissen und Innovation zu gestalten und voranzubringen. Die Akteure der 3-Säulen können: (a) auf globaler Ebene am Handel mit wissens- und technologiebasierten Produkten und Diensten sowie Lizenzen teilnehmen; (b) ihre FuE- und Innovationsaktivitäten auf internationaler Ebene ausbreiten, indem sie dafür weltweit neue Regionen, sowie finanzielle und sonstige Ressourcen erschließen; (c) Verträge der kooperativen Zusammenarbeit mit internationalen Partnern schließen oder mit diesen strategische Allianzen eingehen. Hauptziel des Projektes ist es, die Bedeutung sowie die zeitliche und räumliche Entwicklung dieser drei Formen der Globalisierung im Entstehungs- und Verbreitungsprozess von Wissen und Innovationen anhand ausgewählter Variablen für die drei Säulen zu studieren und die ökonomischen und politischen Konsequenzen daraus zu eruieren. Dies soll auf theoretischer Ebene mit Hilfe von agentenbasierten Modellen geschehen, auf empirischer Ebene insbesondere mit Hilfe (räumlicher) ökonometrischer Verfahren. Ausgehend von diesem Ziel und dem Rahmenkonzept lässt sich unser Projekt in drei Teilbereiche gliedern, die sich u. a. mit folgenden Forschungsfragen beschäftigen werden: 7

8 Teilbereich 1: Der Realsektor im Prozess der globalen Bildung und Verbreitung von Wissen und Innovationen Welche Effekte gehen von den 3F auf das Wachstum des RS aus? Welche räumlichen Effekte werden im RS durch Veränderungen in der Struktur und Entwicklung der 3F innerhalb und zwischen europäischen Regionen ausgelöst? Welche Effekte für die Branchenstruktur in niedrig-, hoch- und spitzentechnologischen Bereichen gehen mit den 3F in Europa einher? Teilbereich 2: Der Finanzsektor im Prozess der globalen Bildung und Verbreitung von Wissen und Innovationen Welche Bedeutung haben die 3F für das internationale Zusammenspiel von RS und FS? Unter anderem geht es dabei um: Internationale Kooperationen als Finanzierungsinstrument in wissensintensiven Branchen. In welchem Zusammenhang stehen Finanz- und Wissensströme? Handelbarkeit von Wissen: Wie könnte eine geeignete Börse für Patente aussehen und welche Auswirkungen ergeben sich daraus für die Verbreitung von Wissen und Innovationen? Teilbereich 3: Der öffentliche Sektor im Prozess der globalen Bildung und Verbreitung von Wissen und Innovationen Wie hat sich die aktive Beteiligung des ös im Rahmen der 3F im Zeitablauf bezogen auf das europäische Länderspektrum verändert? Wie kann der ös über die 3F die Globalisierung effizient nutzen und voranbringen? Referenzen: Hanusch, H. and Pyka, A. (2007) Principles of Neo-Schumpeterian Economics, in: Cambridge Journal of Economics, 31, pp Archibugi, D. and J. Michie (1995) The Globalisation of Technology: A New Taxonomy, in: Cambridge Journal of Economics, 19, pp

9 Prof. Dr. Michael Heinhold Lehrstuhl für Betriebswirtschaft Betriebswirtschaftliche Steuerlehre Der Lehrstuhl für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre konzentriert sich im Rahmen des Kompetenzzentrums GBM Global Business Management auf die Auswirkungen der Globalisierung und die dadurch eröffneten Gestaltungsoptionen im steuerlichen Bereich. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf dem Mittelstand, da dieser die tragende Säule der deutschen Wirtschaft schlechthin ist. Während im Rahmen der Globalisierung die wirtschaftlichen Schranken nationaler Märkte allmählich schwinden, bleiben die rechtlichen Grenzen, insbesondere auch die steuerrechtlichen, weiterhin bestehen. Der wirtschaftlichen Homogenität steht (steuer-) rechtliche Heterogenität gegenüber. Dies hat entscheidenden Einfluss auf die Steuerplanung: Internationale Steuergefälle und nicht aufeinander abgestimmte Steuersysteme bieten Potenzial zur Steuerplanung. Die sich durch Auslandsengagement ergebenden steuerlichen Optimierungsmöglichkeiten führen zu entscheidenden Wettbewerbsvorteilen für international tätige Unternehmen. Diese Entwicklung der Märkte zwingt Unternehmen sämtlicher Größenordnungen, Engagements im Ausland oder internationale Kooperationen einzugehen. Auch KMU (kleine und mittlere Unternehmen) müssen sich mit zunehmender Internationalisierung und Verflechtung der Märkte immer stärker im globalen Wettbewerb behaupten. Globalisierung trifft nicht nur den Großkonzern, sondern beeinflusst auch in zunehmendem Maße Geschäftsstrategien des Mittelstandes. Daher entwickeln sich auch hier allmählich grenzüberschreitende Unternehmensstrukturen, die komplexe steuerrechtliche Fragestellungen aufwerfen. Der Lehrstuhl für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre betrachtet das Themengebiet der internationalen Steuerplanung seit jeher als zentralen Forschungsschwerpunkt. Neben zahlreichen kleineren Projekten, die in Diplomarbeiten und Aufsätzen in Fachzeitschriften ihren Niederschlag gefunden haben, sind vor allem die folgenden Forschungsprojekte der jüngeren Vergangenheit zu erwähnen: Die Internationale Betriebsaufspaltung befasst sich mit der im deutschen Mittelstand sehr beliebten Doppelgesellschaft, bei der eine Besitzgesellschaft als rechtliche Eigentümerin des Anlagevermögens dieses an eine Betriebskapitalgesellschaft verpachtet bei Gesellschafteridentität in beiden Unternehmen. Wenn die Besitz- und die Betriebsgesellschaft in verschiedenen nationalen Steuersystemen angesiedelt sind, dann ergeben sich höchst komplexe Steuerfolgen, die in bestimmten Bereichen sogar zur Nichtbesteuerung von Einkünften führen können. Ergebnisse dieses Projekts sind publiziert in: Bachman, Carmen, Die internationale Betriebsaufspaltung, Frankfurt am Main 2004, 221 Seiten. Im Projekt Gestaltungsmöglichkeiten grenzüberschreitender Unternehmenskooperationen wird untersucht, welche steuerlichen Konsequenzen das Zusammenwirken der verschiedenen nationalen KSt-Systeme (klassische Doppelbesteuerung, Teileinkünfteverfahren, Anrechnungsverfahren, Dividendenfreistellungsverfahren usw.) sowohl auf den Umstrukturierungsvorgang (Einbringung, Anteilstausch etc.) als auch auf die laufende Ertragsbesteuerung haben. Die Ergebnisse dieses Projekts sind publiziert in: Bernhard, Johann-Peter: Steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten von grenzüberschreitenden Unternehmenskooperationen - Eine 9

10 systematische Untersuchung der Steuerwirkungen auf den Ebenen der Kooperationspartner und der Anteilseigner, München 2007, 444 Seiten. Das Projekt Verlustverrechnung in der internationalen Ertragsteuerplanung arbeitet die Möglichkeiten der grenzüberschreitenden steuerlichen Verlustausnutzung heraus und stellt als Nebenprodukt zugleich den Gesetzgeber an den Pranger, der sich gegenseitig widersprechende und damit anwendungsunmögliche gesetzliche Regelungen geschaffen hat. Die Ergebnisse sind publiziert in: Wotschofsky, Stefan, Konkurrierende Verlustverrechnungsbeschränkungen in der internationalen Ertragsteuerplanung Köln, 2005, 234 Seiten. Ein Habilitationsprojekt an der Wirtschaftsuniversität Wien, an dem der Lehrstuhl im Rahmen einer Gastprofessur mitgewirkt hat, behandelt die Internationale Unternehmensnachfolge. Hier werden Gestaltungsmöglichkeiten zur Vermeidung der Erbschaft- und Schenkungssteuerbelastung erarbeitet. Die Ergebnisse sind publiziert in: Fraberger, Friedrich, Nationale und internationale Unternehmensnachfolge, Wien 2001, 760 Seiten. In der aktuellen Forschung befasst sich der Lehrstuhl mit der integrierten Ertrag- und Erbschaftsteuerplanung mittelständischer Unternehmen. Anders als im Großkonzern, wo sich die Steuerplanung i.d.r. auf die Gesellschaftssphäre beschränkt und die steuerlichen Fragen der Anteilseigner ausklammert, sind die steuerliche Probleme im KMU-Bereich erheblich komplizierter, da auch die Inhaber- bzw. Gesellschaftersphäre in die Planung einbezogen werden muss. Solange nur die Ertragsbesteuerung betrachtet wird, liegen auch für KMU zahlreiche Untersuchungen vor, u.a. auch unseres Lehrstuhl (siehe oben). Die regelmäßig wiederkehrende Erbschaftsteuer stellt in vielen Fällen eine Existenz bedrohende Liquiditätsbelastung für das Unternehmen dar. Optimale Steuerplanung für KMU bedeutet deshalb, den richtigen Weg auf dem schmalen Grat zwischen Ertragsteuer- und Erbschaftsteueroptimierung zu finden. Das Thema ist äußerst brisant, weil Deutschland nur 6 Doppelbesteuerungsabkommen zur Erbschaftsteuer geschlossen hat, deshalb die Doppel- oder Mehrfachbesteuerung mit ErbSt die Regel ist und die nationalen Bestimmungen zur Milderung dieser Doppelbesteuerung vielfach ungenügend sind. Das Thema ist von einer ausufernden Komplexität, begründet durch die äußerst heterogenen nationalen Ertragsteuer- und Erbschaftsteuersysteme sowie durch die Tatsache, dass internationale Unternehmenskooperationen durch ein breites Spektrum von Gestaltungsalternativen gekennzeichnet sind. Ein erstes Forschungsergebnis zur integrierten internationalen Ertrag- und Erbschaftsteuerplanung mittelständischer Unternehmen wurde auf der Siegener Mittelstandstagung 2006 und in der Wissenschaftlichen Kommission für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre im Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft in 2007 vorgestellt. Erste Ergebnisse sind publiziert in: Bachmann, Carmen, Integration von Ertrag- und Erbschaftsteuer bei der internationalen Steuerplanung mittelständischer Unternehmen, erscheint demnächst in Zeitschrift für Betriebswirtschaft (zfb), Special Issue (Hrsg. Horst Albach und Letmathe Peter),

11 Prof. Dr. Robert Klein Lehrstuhl für Mathematische Methoden der Wirtschaftswissenschaften Schwerpunkt der Forschung am Lehrstuhl stellt die Anwendung mathematischer Methoden, wie der Optimierung, der Simulation und der Datenanalyse im Rahmen des so genannten Pricing und Revenue Managements dar. Dieses vergleichsweise junge Anwendungsgebiet quantitativer Instrumente entstammt dem Luftverkehr und beruht auf einem intelligenten Mix aus Ansätzen zur Erfassung und Prognose von Kundenverhalten, einer darauf aufbauenden Produkt- und Preisdifferenzierung sowie einer sich anschließenden Preis-Mengen-Steuerung. Ziel der Ansätze ist es, durch eine ganzheitliche Betrachtung von Verkaufsprozessen einen möglichst erlösmaximalen Absatz vor allem von Dienstleistungen zu erreichen. Neben Fluggesellschaften zählen die Hotellerie, Reiseveranstalter und Automobilvermietungen zu den Hauptanwendern. Als Folge der verstärkten Internationalisierung der Dienstleistungsbranche ergeben sich auch für das Pricing und Revenue Management zunehmend Fragestellungen mit einem Bezug zum Global Business Management. Aus Sicht der bisher am Lehrstuhl erfolgten Forschung sowie aus der in Projekten mit Praxispartnern gewonnenen Erfahrung sind vor allem die folgenden Schwerpunkte von vorrangigem Interesse, die am Beispiel des Luftverkehrs erläutert werden sollen: Service Design: Für eine Fluggesellschaft stellt ein attraktiver Flugplan, der sich aus den angeflogenen Destinationen und den zugehörigen Flugzeiten ergibt, den dominierenden Wettbewerbsfaktor dar. Da international operierende Gesellschaften typischerweise Märkte auf verschiedenen Kontinenten bedienen, muss dabei die Gestaltung so erfolgen, dass die Ansprüche der unterschiedlichen Kunden im Hinblick auf Flugzeiten und Verbindungen in möglichst weitgehendem Umfang Berücksichtigung finden. Bei einer methodisch orientierten Betrachtung handelt es sich bei der Flugplanerstellung um ein Problem des so genannten Service Designs, also der geeigneten Gestaltung und Kombination von Leistungen zu attraktiven Produkten, was sich insbesondere aufgrund der Heterogenität in internationalen Märkten als komplexe Planungsaufgabe erweist. Ähnliche Fragestellungen ergeben sich auch für Reiseveranstalter sowie für Anbieter von Internetdienstleistungen, die global zugänglich sind. Service Pricing: Eng verbunden mit dem Problem des Service Designs ist eine geeignete Preisbildung für die angebotenen Dienstleistungen. Allgemein ist im Rahmen der Globalisierung zu beobachten, dass traditionelle Preisdifferenzen sich immer weniger aufrecht erhalten lassen. Graue Märkte und Parallelimporte gefährden etablierte Preissysteme, zudem zentralisieren immer mehr global agierende Kunden ihren Einkauf. Dieses zunächst auf die Sachgüterindustrie beschränkte Phänomen gewinnt auch für den Absatz von Dienstleistungen zunehmend an Bedeutung. Während es früher durchaus üblich war, einen Hinund Rückflug von München nach New York mit einem anderen Preis zu versehen als die Flüge in umgekehrter Richtung, ist dies heute aufgrund der durch das Internet gegebenen Preistransparenz kaum noch möglich. Auch konkurrieren international operierende Fluggesellschaften auf den jeweiligen lokalen Märkten in der Regel mit so genannten Billig- 11

12 Airlines. Pauschalreisen oder Kreuzfahrten können z. B. aus dem benachbarten Ausland angetreten werden. Revenue Sharing: Zur Erschließung neuer Erlöspotenziale, zur Reduktion von Kosten sowie zur Erhöhung der Kundenbindung durch attraktivere Netzwerke haben sich Fluggesellschaften in den vergangenen Jahren zunehmend zu strategischen Allianzen zusammengeschlossen. In solchen Allianzen verkaufen sie so genannte Code-Sharing-Flüge, bei denen ein Passagier ein Ticket zwar von einer Gesellschaft erwirbt, jedoch zumindest teilweise durch einen Partner transportiert wird. Dabei entsteht das Problem, wie die durch den Verkauf solcher Flüge entstehende Erlöse zwischen den Partnern aufzuteilen sind und wie sich diese Aufteilung bereits im Absatzprozess berücksichtigen lässt. Ähnliche Fragestellungen ergeben sich auch beim kombinierten Verkauf von unterschiedlichen Dienstleistungen wie z. B. Hotelzimmern, Mietwagen und Flügen. Im Rahmen der Mitwirkung im Kompetenzzentrum Global Business Management möchte sich der Lehrstuhl vor allem mit den beiden zuerst genannten Fragestellungen auseinandersetzen. Ziel ist es zum einen, zu geeigneten Modellen und Verfahren zur Beschreibung und Prognose des Kundenverhaltens zu gelangen. Zum anderen sollen basierend auf diesen Ergebnissen Ansätze und Softwaretools zur Lösung der sich ergebenden Planungsaufgaben entwickelt werden. Zu weiteren Informationen rund um das Thema Pricing und Revenue Management verweisen wir auf die folgenden ausgewählten Veröffentlichungen des Lehrstuhls: Klein, R. (2001): Revenue Management: Quantitative Methoden zur Erlösmaximierung in der Dienstleistungsproduktion, in: Betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis, 53. Jg., S Domschke, W. / Klein, R. (2004): Bestimmung von Opportunitätskosten am Beispiel des Produktionscontrollings, in: Zeitschrift für Planung und Unternehmenssteuerung, 15. Jg., S Domschke, W. / Klein, R. / Petrick, A. (2005): Preisdifferenzierung im Revenue Management, in: Amelingmeyer, J. und P.E. Harland (Hrsg.): Technologiemanagement & Marketing - Herausforderungen eines integrierten Innovationsmanagements, Deutscher Universitäts-Verlag, Wiesbaden, 2005, S Kimms, A. / Klein R. (2005): Revenue Management im Branchenvergleich, in: Zeitschrift für Betriebswirtschaft, Ergänzungsheft 1 "Revenue Management", S Klein, R. (2007): Network Capacity Control Using Self-Adjusting Bid-Prices, in: OR Spectrum, 29. Jg., S

13 Prof. Dr. Erik E. Lehmann Lehrstuhl für Betriebswirtschaft- Unternehmensführung und Organisation Herausforderung Globalisierung und Regionalisierung: Integration des Handels und Desintegration der Produktion Unter dem Begriff der Globalisierung wird die zunehmende Integration von Märkten erfasst, die sich unter anderem darin manifestiert, dass der Welthandel in stärkerem Maße wächst als das Welt GDP. Als Ursache dieses Wachstumsunterschiedes werden die zunehmende Liberalisierung der Handelspolitik und die Etablierung großer Handelszonen, die Harmonisierung des internationalen Rechts, die Reduktion von Transport- und Kommunikationskosten sowie der technologische Fortschritt gesehen. Gleichzeitig ist die Globalisierung durch eine Desintegration der Produktion gekennzeichnet: der Ausgliederung (Outsourcing) von Aktivitäten aus der eigenen Wertschöpfungskette und der Verlagerung von Wertschöpfungsaktivitäten weg vom Heimatland. Damit einher geht eine zunehmende Regionalisierung, die sich in einer engen räumlichen Konzentration von Produktions- und Wertschöpfungsaktivitäten manifestiert. Diese Aktivitäten verstreuen sich nicht zufällig in einem Land, sondern treten dort gehäuft auf wo der Trade-off zwischen den Kosten und dem Ertrag eines Standortes für ein Unternehmen am größten erscheint. Die Folgen dieser Entwicklung für Politik, Wirtschaft und Kultur sind offensichtlich: Innerhalb eines Landes driften Regionen immer stärker auseinander. In Deutschland zeigt sich dies nicht nur in dem historisch bedingten Ost-West Gefälle, sondern vor allem auch in einem starken Nord-Süd Gefälle. Auf internationaler Ebene bilden sich sogenannte Hot-Spots, Wirtschaftsregionen, die weltweit miteinander konkurrieren und ein überproportionales Wachstum aufweisen und gleichzeitig durch eine überdurchschnittlich hohe Rate an Unternehmensneugründungen, herausragende Forschungseinrichtungen und eine hohe Lebensqualität aufweisen. Die Ursachen, die zu einer zunehmenden Integration des Handels führten, wirken sich auch auf die Mindestbetriebsgröße eines Unternehmens aus. Dies vor allem in Bereichen der Forschung, Entwicklung und der Dienstleistungen. Die immateriellen Ressourcen zum Wachstum dieser Unternehmen Wissen und Humankapital entstammen vielfach aus der Region. Dies stellt große Multinationale Unternehmen sowie kleine, erst in der Gründung befindende Unternehmen vor Herausforderungen: Wie können die notwendigen Ressourcen aus der Region absorbiert werden? Welche Wechselwirkungen zwischen regionaler Struktur und unternehmerischer Aktivität bestehen und wie wirken sich diese auf den Unternehmenserfolg aus? Welche Strategien der Internationalisierung erweisen sich langfristig als erfolgreich? Wie wirkt sich die Dezentralisierung und Desintegration auf die Struktur eines Unternehmens aus? Zur Beantwortung dieser Fragestellungen im Rahmen unseres Forschungsschwerpunktes haben wir Vorarbeiten geleistet, die für die Fragen der Globalisierung und Regionalisierung gemeinsam entscheidend sind. 1. Corporate Governance: inwieweit entscheidet die Eigentümerstruktur über die Art der Internationalisierung. Inwieweit unterscheiden sich familiengeführte Unternehmen von börsennotierten Unternehmen mit einer breiten Streuung des Eigentumsanteils. 13

14 2. Entrepreneurship und regionale Spillovereffekte: Junge Unternehmen in Technologie- und Wissensbasierten Branchen siedeln sich vorwiegend um Universitäten und Forschungseinrichtungen an. Die Ursachen liegen in einem kostengünstigeren Zugang zu den knappen Ressourcen Wissen und Humankapital. Dabei zeigt sich eine große Interdependenz zwischen regionaler Attraktivität, forschungsintensiven Universitäten und der Entwicklung von jungen Unternehmen. 3. Entrepreneurship und Internationalisierung: Während die Internationalisierung von Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten eher ein Schritt im Verlauf eines Unternehmenszyklus darstellte, nehmen junge High-Tech Unternehmen meist sofort nach der Gründung internationale Aktivitäten auf. In diesem Projekt wird der Frage nachgegangen, welche Faktoren diese frühe Internationalisierung antreiben und wie sich diese Aktivitäten längerfristig auf das Wachstum und den Erfolg auswirkt. 4. Corporate Entrepreneurship: Die sinkende Mindestbetriebsgröße und die Desintegration der Produktion stellen große Multinationale Unternehmen vor Herausforderungen. Die Konkurrenz in der Forschung und Entwicklung stellen nicht mehr andere Großunternehmen dar, sondern die Menge an kleinen innovativen Unternehmen. Als strategische Antwort auf diese Entwicklung neigen diese Unternehmen dazu entweder forschungsintensive Aktivitäten analog zu Unternehmensneugründungen auszulagern oder kleine Unternehmen auf dem Markt aufzukaufen. Welche Strategien langfristig erfolgreich sind, welche Faktoren eine Übernahme erschweren und inwieweit die Attraktivität einer Region für den Zugang zu kritischen Ressourcen relevant wird hierbei untersucht. 5. Multinationale Unternehmen und die internationale Organisation des Produktionsprozesses: In diesem Projekt wird untersucht, wie Unternehmen auf die zunehmende Integration der Märkte reagieren. Welche Form der Aktivität Exporte, Lizenzen oder Direktinvestitionen gewählt wird, wie die internationalen Aktivitäten organisiert sind und inwieweit sich diese strategischen Ausrichtungen auf den langfristigen Erfolg eines Unternehmens auswirken. Unsere fünf aktuellsten Veröffentlichungen in den genannten Bereichen: Audretsch, D. B., Keilbach, M. und E. E. Lehmann (2006): Entrepreneurship and Economic Growth, Oxford University Press: Oxford UK. Audretsch, D. B. und E. E. Lehmann (2005): Does the Knowledge Spillover Theory of Entrepreneurship hold for Regions?, Research Policy, No. 34, Audretsch, D. B., Lehmann E. E. und S. Warning (2005): University Spillovers and New Firm Location, Research Policy, No. 34, Audretsch, D. B. und E. E. Lehmann (2006): Entrepreneurial Access and Absorption of Knowledge Spillovers: Strategic Board and Managerial Composition for Competitive advantage, Journal of Small Business Management No. 44, Hülsbeck, M. und E. E. Lehmann (2007): Entrepreneurship Policy in Bavaria: Between Laptop and Lederhosen, in The Handbook of Research on Entrepreneurship Policy, D.B. Audretsch, I. Grilo und A.R. Thurik (Hrsg.), Edward Elgar: Cheltenham, UK und Northampton (MA) US (im Druck). 14

15 Prof. Dr. Alfred Maußner Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre Empirische Makroökonomik Direktinvestitionen und internatonaler Konjunkturverbund I Das Ausmaß der internationalen Kapitalverflechtung ist in den letzten zwei Jahrzehnten beträchtlich gewachsen. Rund ein Drittel der weltweiten Exporte wird nicht mehr über Märkte abgewickelt, sondern durchläuft unternehmensinterne Kanäle. Sofern dafür andere Spielregeln als die des Marktes gelten, beeinflusst diese Entwicklung auch den internationalen Konjunkturzusammenhang. Zudem zeigt die theoretische und empirische Forschung über die Entstehung multinationaler Unternehmen, dass sich diese deutlich von Unternehmen unterscheiden, die nur nationale Märkte bedienen sowie von Unternehmen, die ihre Waren über Märkte im In- und Ausland absetzen. In technologischer Hinsicht haben beispielsweise multinationale Unternehmen eine höhere Produktivität als nationale Unternehmen. Reagieren multinationale Unternehmen damit anders auf nationale wie internationale wirtschaftliche Störungen? Diese Frage ist bislang kaum untersucht worden. Auf der Landkarte der internationalen Konjunkturforschung gibt es daher zwei fast weiße Flecken: Es gibt nur wenige, methodisch vergleichsweise einfache Studien, die direkte oder indirekte empirische Belege für eine Übertragung wirtschaftlicher Störungen durch multinationale Unternehmen liefern. Im Rahmen dynamischer allgemeiner Gleichgewichtsmodelle spielt die internationale Kapitalverflechtung als Kanal für die Übertragung nationaler und internationaler Schocks kaum eine Rolle. Mit dem Forschungsprojekt Direktinvestitionen und internationaler Konjunkturverbund will der Lehrstuhl für empirische Makroökonomik dazu beitragen, das theoretische Verständnis der Rolle multinationaler Unternehmen für den internationalen Konjunkturzusammenhang zu erweitern und auf eine gesicherte empirische Basis zu stellen. II Einen Beitrag zur empirischen Evidenz liefert ein Projekt, das auf der Idee beruht, die Nähe zweier Volkswirtschaften über die Intensität ihrer Kapitalverflechtung zu definieren. Ein Indikator dafür ist der Quotient aus der Summe der jeweiligen Kapitalbeteiligungen und der Summe der Inlandsprodukte beider Länder. Auf der Basis dieses Distanzmaßes kann man ein räumliches Korrelogramm zwischen der erwarteten und der unerwarteten Konjunkturkomponente berechnen. Diese Korrelation sollte je nach Richtung des Zusammenhangs für nahe benachbarte Länder signifikant von Null verschieden sein. Für eine Stichprobe aus 15 Ländern für mehr Länder fehlen die Daten finden wir für mittlere Distanzen signifikant positive Korrelationskoeffzienten. Allerdings sind die Ergebnisse sensitiv bezüglich der verwendeten Konjunkturindikatoren. Die nächsten Schritte im Rahmen dieses Projektes bestehen darin, die Datenbasis zu verbreitern und Nähe mit Hilfe eines zweidimensionalen Distanzmaßes (auf Basis der Export-Importverflechtung und der Kapitalverflechtung) zu messen. 15

16 Ein weiteres empirisches Projekt soll mit Unternehmensdaten den Zusammenhang zwischen Auslandsaktivität und Inlandskonjunktur untersuchen. Unser Ausgangspunkt ist eine Arbeit des ZEW, die Daten eines Unternehmenspanels des RWI auswertet. Aufgrund der methodischen Mängel dieser Studie steht der gefundene positive Zusammenhang zwischen Inlandsinvestitionen und Auslandsumsatz multinationaler Unternehmen indes auf tönernen Füßen. Weitere Arbeiten sind im Bereich der Theorie geplant. Im Rahmen eines stochastischen Zwei- Länder-Modells soll die Rolle von Direktinvestitionen untersucht werden. Ausgangspunkt ist ein Standardmodell für den Konjunkturverbund zweier Länder. Dieser beruht einerseits auf dem Handel mit länderspezifischen Gütern (klassische Erklärung des Außenhandels) und andererseits auf der Risikodiversifikation bzw. der Konsumglättung (intertemporale Erklärung des Außenhandels). In dieses Modell kann man Kapitalverflechtung auf vergleichsweise einfache Art integrieren. Man gibt den Haushalten der jeweiligen Länder die Möglichkeit, ihr Sachkapital im In- und Ausland anzulegen. Der Unternehmenssektor wird nur durch die üblichen Marginalbedingungen abgebildet. Eine Variante dieses Modells kann die Beobachtung aufgreifen, dass multinationale Unternehmen über eine höhere Produktivität verfügen als nationale Unternehmen. Ein viertes Projekt soll Fortschritte in der Modellierung des Unternehmenssektors bringen. Es untersucht die vertagstheoretische Literatur zu den Ursachen der Internationalisierung. Sein Ziel sind tragbare Hypothesen, mit denen wichtige Aspekte multinationaler Unternehmen in stochastischen, dynamischen allgemeinen Gleichgewichtsmodellen abgebildet werden können. III Antony, Jürgen, Scale Externalities of the G7 Countries. Universität Augsburg, Volkswirtschaftliche Diskussionsreihe, Beitrag 280, November Antony, Jürgen, Diffusion of Scale Effects between European Regions. Universität Augsburg, Volkswirtschaftliche Diskussionsreihe, Beitrag 281, November Heer, Burkhard und Alfred Maußner, Computation of Business Cycle Models, erscheint in Journal of Macroeconomic Dynamics. Maußner, Alfred, Adjustment Costs and Nominal Rigidities in a Small Open Economy, Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, 222, 2002, Maußner, Alfred und Julius Spatz, Determinants of Business Cycles in Small Scale Macroeconomic Models: The German Case, Empirical Economics, 31, 2006,

17 Prof. Dr. Marco C. Meier Lehrstuhl für Betriebswirtschaft Wirtschaftsinformatik und Management Support 1 Kerngebiete in Forschung und Lehre Der Fokus der Professur liegt darauf, analytische Informations- und Kommunikationssysteme für die Unternehmensführung zu untersuchen und zu gestalten, die vorwiegend in großen, komplexen Organisationen eingesetzt werden. Diese sind im Regelfall stark durch Internationalisierung geprägt, sodass bei allen im Folgenden aufgeführten Schwerpunktthemen auch juristische und kulturelle Aspekte des Global Business Managements relevant sind: Wertorientierte Unternehmens-/Geschäftsbereichsplanung und -analyse Methoden der Informationsbedarfsanalyse Analytisches Customer Relationship Management Analytisches Human Resource Management Business Intelligence OLAP-Systeme Data Warehouses IT-Controlling IT-Risikomanagement IT-Projektmanagement Situierung und Individualisierung von IT-Systemen 2 Beträge im GBM Kontext 2.1 Bisherige Arbeiten Verschiedene Studien belegen, dass Führungskräfte gerade im internationalen Kontext mit zu vielen, oft irrelevanten Informationen belastet werden. Einerseits verlangt die Massendatenverarbeitung nach Standardisierung, andererseits verschärfen Berichte, die sich nicht an individuellen Anforderungen der Empfänger orientierten, die so genannte Informationsüberflutung. So kommt es zu irrationalen Entscheidungen und zu vergebenen Chancen, den Unternehmenswert zu steigern. Standardsoftware für den Aufbau von Management-Support-Systemen bietet bereits Grundlagen zur automatisierten Adaption der Inhalte und Darstellungsformen an Benutzungskontexte, deren Potenzial in der Praxis bisher nur bedingt ausgeschöpft wird. Vor diesem Hintergrund wurden Konzepte zur Rollenmodellierung und ausgewählte prototypische Bausteine entwickelt und untersucht, die es Management-Support-Systemen erlauben, sich dynamisch auf die Situationen und individuellen Präferenzen von Führungskräften einzustellen. 17

18 2.2 Geplante Arbeiten Es ist geplant, die oben genannten Arbeiten mit einem stärkeren internationalen Fokus fortzuführen. Erste Vorarbeiten dazu laufen bereits in Kooperation mit einem großen international agierenden Anbieter aus der Telekommunikationsbranche. Konkrete Ansatzpunkte für eine verfeinerte Benutzer- und Rollenmodellierung bieten die stärkere Berücksichtigung internationaler regulatorischer Vorschriften sowie kulturell geprägter Nutzerpräferenzen im Rahmen der Anforderungsanalyse für Management-Support- Systeme. Das Ziel liegt darin, auf dieser Basis Referenzmodelle im Sinne eines sogenannten Business Contents zu erstellen. Damit sollen sowohl bei der Einführung neuer als auch bei der Renovierung historisch gewachsener Berichtssysteme Projektlaufzeiten verkürzt, Aufwand reduziert und die Passgenauigkeit auf die realen Anforderungen im internationalen Kontext verbessert werden. 2.3 Relevante Veröffentlichungen Meier, M. C.; Winkler, V.; Buhl, H. U. (2007): Ansätze zur Gestaltung situierter und individualisierter Anwendungssysteme. In: WIRTSCHAFTSINFORMATIK 49 (2007), Sonderheft, S Mertens, P.; Meier, M. C.; Stößlein, M.; Gilleßen, S. (2006): A Multi-functional Information Leitstand for Top-Management - A Proposal. In: Journal of Systemics, Cybernetics and Informatics, 4 (2006) 3, pp Meier, M. C.; Sinzig, W.; Mertens, P. (2005): Enterprise Management with SAP SEM/Business Analytics (SAP Excellence). 2nd Edition, Springer, Berlin u.a Meier, M. C. (2004): Competitive Intelligence. In: WIRTSCHAFTSINFORMATIK 46 (2004) 5, S

19 Prof. Dr. Peter Michaelis Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre- Umwelt- und Ressourcenökonomie Umweltpolitisches Handeln sieht sich seit jeher mit der Problematik konfligierender Zielgrößen konfrontiert. Auf der einen Seite steht der Wunsch, die schädlichen Auswirkungen produktiver und konsumtiver Prozesse auf das Ökosystem zu reduzieren, während auf der anderen Seite die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmenssektors nicht in Mitleidenschaft gezogen werden soll. Vor dem Hintergrund einer sich perpetuierenden und verdichtenden Globalisierung erhält die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen eine zentrale Bedeutung. Nun stellt sich die Frage, ob und wie der Gegensatz zwischen Ökologie und Ökonomie optimal aufgelöst werden kann. Besagter Zielkonflikt kann im mittlerweile etablierten Rahmen eines strategic environmental policy game dargestellt werden. Diese spieltheoretische Behandlung, die einen grenzüberschreitenden Duopolfall mit zusätzlicher Umweltgesetzgebung in Form von Abgaben oder Auflagen thematisiert, zeigt, dass in erster Linie ein als Öko-Dumping bezeichnetes Szenario als ökonomisch rationales Ergebnis infrage kommt. Dabei unterbieten sich die regulierenden Umweltbehörden gegenseitig in ihrer nationalen Umweltpolitik, um ihren Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil durch geringere Kosten zu verschaffen. Diese Sichtweise vernachlässigt allerdings den Einfluss von technologischen Innovationen aufgrund eines Vorreiterverhaltens einer Regierung. Der US-Ökonom Michael Porter hat dazu die umstrittene Hypothese aufgestellt, dass sich Umweltschutz und ökonomischer Erfolg nicht zwangsläufig ausschließen. Der Porter Hypothese folgend wird eine stringente Regulierungsmaßnahme die davon betroffenen Unternehmen zu verstärkten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten veranlassen, mit dem Ziel umweltfreundlicher produzieren zu können. Zwar werden besagte Aktivitäten Innovationskosten verursachen, diese können aber durch Reduktionen von Regulierungs- (z.b. Emissionssteuer) und Vermeidungskosten kompensiert oder sogar überkompensiert werden, so dass die Gesamtkosten des Unternehmens sinken. Dieser so genannte Innovationseffekt wird durch den Vorreitereffekt noch verstärkt: Entscheidet sich eine Regierung zu einer stringenten Umweltpolitik, dann werden die davon betroffenen heimischen Unternehmen im Falle einer Politikdiffusion gegenüber den ausländischen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil aufweisen, da sie bereits innoviert haben. Der vorliegende Beitrag zum GBM Projekt wird dem Ansatz der strategic environmental policy games folgend, eine spieltheoretische Analyse der Porter Hypothese mit besonderem Augenmerk auf die bisher in der Literatur weitgehend vernachlässigte Vorreiterrolle erarbeiten. Dazu wird im Rahmen einer Partialanalyse ein zwei-länder-zwei-perioden Cournot- Modell aufgestellt, in dem in In- und Ausland jeweils eine Umweltbehörde und ein international agierendes Unternehmen auftreten. Dabei bestimmt in jeder Periode die Umweltbehörde zunächst eine Emissionssteuer. Anschließend entscheiden die Unternehmen über ihre Innovationsaktivitäten, die zu produzierenden Gütermengen und die zu vermeidenden Schadstoffmengen. Dabei wird angenommen, dass sich alle Akteure gewinn- bzw. wohlfahrtsmaximierend verhalten. 19

20 Die Zielsetzung der Analyse besteht letztlich darin, zu identifizieren, unter welchen Bedingungen sich eine nationale Vorreiterrolle aus Wohlfahrtsperspektive lohnt. Eigene Arbeiten Michaelis, Peter: Im Rahmen seiner Tätigkeit beim Sachverständigenrat für Umweltfragen bearbeitete Prof. Michaelis diverse Fragestellungen im Bereich grenzübergreifender/internationaler Umweltpolitik. Ziesemer, Thomas: Environmental Regulation and National Competitive Advantages, Dissertationsprojekt. Veröffentlichungen Feess, Eberhard & Muehlheusser, Gerd (2002), Strategic Environmental Policy, Clean Technologies and the Learning Curve, Environmental and Resource Economics, Vol. 23, Porter, Michael E. & van der Linde, Claas (1995), Toward a New Conception of the Environment-Competitiveness Relationship, The Journal of Economic Perspectives, Vol. 9, No. 4, Rauscher, Michael (1994), On ecological dumping, Oxford Economic Papers, Vol. 46, Simpson, R. David & Bradford III, Robert L. (1996), Taxing Variable Cost: Environmental Regulation as Industrial Policy, Journal of Environmental Economics and Management, Vol. 30,

21 Prof. Dr. Manfred Steiner Lehrstuhl für Betriebswirtschaft Finanz und Bankwirtschaft Im Rahmen des GBM Kompetenzzentrums hat der Lehrstuhl in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Wirtschaftsprüfung und Controlling das Projekt des Global Financial Management (GFM) definiert. Hierbei werden die im Zuge des Globalisierungsprozesses immer enger werdenden Verbindungen zwischen Rechnungslegung und Finanzierung gezielt aufgegriffen und für die Lösung von Fragestellungen aus der internationalen Investitions- und Finanzierungsaktivität herangezogen. Im Vergleich zu der nationalen Lehre von der Investition und Finanzierung erfordert das GFM die Berücksichtigung der speziellen Besonderheiten internationaler Finanzierungsformen sowie der Einflussfaktoren bei internationalen Investitionen. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich der Lehrstuhl Finanz- und Bankwirtschaft mit Fragestellungen, die sich beispielsweise mit dem Vergleich von verschiedenen Kapitalmärkten, internationalen Finanzierungsformen oder dem globalen Risikomanagement mit Finanzderivaten auseinandersetzen. Nachfolgend werden zwei Projekte, die der Lehrstuhl Finanz- und Bankwirtschaft bereits im Rahmen des GBM durchgeführt hat, skizziert. Das Projekt Unternehmensfinanzierung im Fokus in Zusammenarbeit mit der Siemens Financial Services GmbH betrachtete die neuen Herausforderungen und die nachhaltig veränderten Rahmenbedingungen, welchen die Unternehmen durch den Umbruch auf den globalen Finanzmärkten gegenüberstehen. Um hierbei erstmalig einen Vergleich auf internationaler Ebene zu ermöglichen wurde eine Studie in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA durchgeführt. Das Ziel der Studie war es, neue Chancen und Möglichkeiten der Unternehmensfinanzierung auszuloten und einzuschätzen, sowie die aktuelle und zukünftige Relevanz wichtiger Finanzinstrumente zu analysieren. Darüber hinaus identifizierte die Studie erstmals die neuen Anforderungen, die große Unternehmen an Finanzdienstleister und ihre Lösungen und Produkte stellen. Im Ergebnis zeigten sich markante Unterschiede in der Unternehmensfinanzierung der untersuchten Länder. Es wurde deutlich, dass die deutschen Unternehmen diesbezüglich im internationalen Vergleich aufgrund ihrer geringen Eigenkapitalquote und ihrem Fokus auf Liquiditätsschaffung eine Sonderstellung einnehmen. Das Ziel des Projektes Rating am europäischen Kapitalmarkt war mögliche Ansätze zur empirischen Qualitäts- und Performancemessung bezüglich der Funktionserfüllung von Ratings darzustellen und hierbei den Informationsnutzen von Ratings zu identifizieren. Darüber hinaus wurden die Ergebnisse aktueller empirischer Untersuchungen am Markt für Euroanleihen diskutiert. Hierbei wurde u. a. deutlich, dass Ratings den wichtigsten Einflussfaktor für die Credit Spreads der Anleihen darstellen und Emittenten ohne Rating Bonitätsrisikoprämien in den Finanzierungskosten tragen müssen. Es zeigte sich auch, dass dieser Effekt bei Staaten und supranationalen Emittenten am deutlichsten messbar ist. Aktuell bearbeitet der Lehrstuhl Finanz- und Bankwirtschaft im Rahmen des GBM Kompetenzzentrums die folgenden zwei Forschungsfragen: 21

22 1. Fremdfinanzierung in divergierenden Währungsräumen Internationale Unternehmen weisen in der Regel eine vielfältige Finanzierungsstruktur auf. Im Bereich der Fremdfinanzierung über den internationalen Anleihenmarkt lassen sich unterschiedliche institutionelle, rechtliche und ökonomische Ausgestaltungen beobachten. Für den Emittenten sind die Auswahl des Marktes sowie die Währung und die damit verbundenen Risiken von Bedeutung. Wissenschaftlich stellt sich die Frage, ob diese Risiken in der Preisbildung auch adäquat erfasst werden. Das Ziel der Untersuchung ist eine umfassende Analyse der Credit Spreads und Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie deren empirische Überprüfung. In die ökonomische Analyse der Fremdkapitalaufnahme können zahlreiche Aspekte, wie rechtliche, bilanzielle und institutionelle Auswirkungen, der Einsatz von Sicherheiten und der Zusammenhang zum Rating mit einfließen. Die ganzheitliche ökonomische Analyse ermöglicht es, die am Kapitalmarkt beobachtbaren Credit Spreads zu überprüfen und festzustellen, ob diese mit der Kapitalmarkttheorie übereinstimmen. 2. Risikoprämien für Wechselkursrisiken bei internationalen Investitionen und Finanzierungen Jedes global agierende Unternehmen muss sich mit den Auswirkungen schwankender Wechselkurse auf seine Zahlungsströme befassen. Dabei sind nicht nur die Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf einzelne, zukünftige Zahlungen, deren Höhe bereits heute feststeht, zu beachten, sondern auch die wechselkursbedingte Veränderung der Gesamtheit der Unternehmens-Cashflows und damit des Unternehmenswerts, was auch als ökonomisches Wechselkursrisiko bezeichnet werden kann. Im Rahmen des Risikomanagements stellt der Umgang mit Wechselkursrisiken somit eine entscheidende Komponente für multinationale Unternehmen dar. Ziel dieses Projekts ist es, den Einfluss des Einsatzes von operationellen und finanziellen Absicherungsstrategien gegen das Wechselkursrisiko auf den Unternehmenswert bzw. die Kapitalkosten zu bestimmen. Dies soll dabei an Hand von Faktormodellen, die sowohl auf dem Gedanken der APT als auch auf dem Gedanken des CAPM basieren überprüft werden. Darauf aufbauend sollen Vorschläge für optimale Absicherungsstrategien erarbeitet werden. Darüber hinaus hat der Lehrstuhl zahlreiche Veröffentlichungen in den letzten Jahren im Rahmen des GBM verfasst. Nachfolgend sind auszugsweise fünf Publikationen aufgeführt: Steiner, M./Heinke, V. (2000): Der Informationswert von Ratings - Eine empirische Analyse am Markt für internationale DM-Anleihen, in: Zeitschrift für Betriebswirtschaft, 70. Jg., S Steiner, M./Heinke, V. (2000): Rating am europäischen Kapitalmarkt: Aktuelle Entwicklungstendenzen Teil I, in: Finanz Betrieb, 2. Jg., 1/2000, S. 1-8; Nutzenaspekte und Empirische Analysen - Teil II, in: Finanz Betrieb, 2. Jg., 3/2000, S Steiner, M./Heinke, V. (2001): Event Study concerning International Bond Price Effects of Credit Rating Actions, in: International Journal of Finance and Economics, 6. Jg., S Steiner, M./Starbatty, N. (2003): Bedeutung von Ratings in der Unternehmensfinanzierung in: Achleitner, A.-K.; Everling, O. (Hrsg.), Rating Advisory, Wiesbaden 2003, S Steiner, M. (2004): Großes Interesse für Alternative Wege - Neue Finanzierungskultur für den deutschen Mittelstand, an den Beispielen aus Frankreich, Großbritannien und den USA, in : ASU/BJU News, 11/2004, S

23 Prof. Dr. Axel Tuma Lehrstuhl für Betriebswirtschaft- Produktions- und Umweltmanagement Gestaltung von Closed Loop Supply Chains Ein viel versprechender Ansatz zur Umsetzung eines Nachhaltigen Wirtschaftens -wie es bereits auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro gefordert und von der Enquête-Kommission des Deutschen Bundestages "Schutz des Menschen und der Umwelt" als Maxime zukünftigen Handelns definiert wurde- liegt in der Gestaltung von Kreislaufwirtschaftssystemen (Closed Loop Supply Chains). Bei der Umsetzung von Closed Loop Supply Chains kann man prinzipiell drei Handlungsoptionen unterscheiden. Während Recyclingstrategien im Sinne eines Materialrecycling darauf abzielen, die in einem Produkt enthaltenen Wertstoffe als Sekundärrohstoffe zu Beginn der Wertschöpfungskette (bei Zulieferern) wieder zu verwerten, ist es Ziel des Remanufacturing, vollständige Komponenten in (ansonsten) neuwertige Produkte einzusetzen. Im Rahmen einer Reuse-Strategie werden vollständige Produkte (nach Durchführung notwendiger Wartungsarbeiten und unter Gewährung entsprechender Garantieleistungen) auf den Sekundärmärkten angeboten. Eine Mehrfachnutzung von Produkten und Komponenten ist, neben umweltschutzorientierten Gründen, auch aus ökonomischer und sozialer Sicht interessant. So kann etwa durch eine konsekutive Produktnutzung der relativ hohe Produktwert eines innovativen, qualitativ hochwertigen Premium-Produktes über mehrere Zyklen verteilt werden. Im Kontext eines Global Business Management kann in diesem Sinn das Know-how in technologischen Vorreiterregionen mehrfach genutzt und die qualitativ bedingten, (gegebenenfalls) relativ hohen Produktionskosten über mehrere Nutzungsperioden in Industrie- und Schwellenländern abgeschrieben werden. Eine Verlagerung von i. Allg. arbeitsintensiven Remanufacturing-Prozessen in Niedriglohnregionen oder -segmente schafft oftmals überhaupt erst die Voraussetzungen für eine kosteneffiziente Kreislaufwirtschaft. Darüber hinaus ermöglicht es ein relativ niedriger, sich am sinkenden Produktwert orientierender Preis, potenziellen Kunden mit (derzeit) geringerer Zahlungsbereitschaft (z. B. in Schwellenländern) überhaupt erst entsprechende Produkte zu nutzen. Für die Original Equipment Manufacturers (OEMs) ergibt sich damit die Möglichkeit, ein interessantes Kundenpotenzial frühzeitig an die eigene Marke zu binden. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich der Lehrstuhl für Produktions- und Umweltmanagement seit langem mit der Gestaltung von Kreislaufwirtschaftsystem bzw. der ökonomischen Bewertung von Kreislaufwirtschaftsstrategien. Erste Arbeiten hierzu widmeten sich der Bilanzierung von Stoff- und Energieströmen auf der Basis von Petri-Netzen bzw. der Konzeption von Stoffstrom-Management-Systemen (Siestrup/Tuma/Haasis 1996, Tuma/Siestrup/Haasis 1996, Siestrup/Tuma/Haasis 1995). Zur Bewertung von Kreislaufwirtschaftsstrategien wurde ein gemischt-ganzahliger Optimierungsansatz entwickelt, welcher im Gegensatz zu den meisten Veröffentlichungen sowohl Kosten als auch potenzielle Erlöse (aus Sicht eines OEM) berücksichtigt (Lebreton/Tuma ). Auf Basis dieses Modells können die Wechselwirkungen zwischen Primär- und Sekundärprodukten untersucht und erfolgskritische Parameter, wie 23

24 Marktsegmentierung, Rückflussquote, technologische Wiedereinsetzbarkeit bzw. Verwertungsquote analysiert werden. Anhand von ersten Fallstudien hat sich gezeigt, dass Remanfacturingund ReUse-Strategien in vielen Fällen auch aus ökonomischer Sicht Erfolg versprechend sind. Zukünftige Forschungsarbeiten betreffen die Identifikation von Produkten zum konsekutiven Einsatz auf Primär- und Sekundärmärkten, die Formulierung eines strategischen Planungsansatzes zur Umsetzung von CLSC und die Evaluierung der entwickelten Modelle in Industrie- und Schwellenländern. In diesem Kontext wird insbesondere die Konfiguration von globalen Unternehmensnetzwerken zur Erfassung und Veredelung von Sekundärrohstoffen (am Beispiel von Altpapier) auf einer strategischen Ebene untersucht. Ziel hierbei ist es, durch effiziente Beschaffungsstrukturen Sekundärrohstoffe als rentable Alternative zu Primärrohstoffen zu erschließen und deren Verwertung in einer globalen Kreislaufwirtschaft zu sichern. 24

25 Prof. Dr. Klaus Turowski Lehrstuhl für Betriebswirtschaft Wirtschaftsinformatik und Systems Engineering Projektbeschreibung: Unternehmen agieren in einem immer komplexer werdenden Wettbewerbsumfeld. Grundlegende Veränderungen, manifestiert durch Faktoren wie steigender Innovationsdruck bei Produkten, Diensten und Prozessen, kürzere Veröffentlichungszyklen, zunehmende Globalisierung, sinkende Kundenbindung und Ressourcenverknappung, zwingen Unternehmen dabei zu einer umfassenden Transformation von Geschäftsprozessen, Organisations- und Managementstrukturen. Um diesen neuen Herausforderungen zu begegnen, werden verstärkt neue Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) eingesetzt, zu denen u.a. globale Infrastrukturen wie das Internet, semantische Standards, verteilte Applikationen und eine verstärkte Komponentenorientierung zählen. Ein wichtiges Ziel, das beim Einsatz dieser Technologien verfolgt wird, liegt darin, neben operativen Verbesserungen eine höhere Flexibilität für strukturelle Veränderungen, mit denen den wechselnden externen Bedingungen begegnet werden kann, zu erlangen. Nach der sowohl wissenschaftlich beschriebenen als auch in der Praxis zumindest in Teilen vollzogenen innerbetrieblichen informationstechnischen Integration soll somit eine flexible zwischenbetriebliche, bzw. unternehmensübergreifende Prozessintegration ermöglicht werden, die gleichsam zu sinkenden Transaktionskosten führt und so die Voraussetzung für die angestrebte Entstehung von flexiblen Wertschöpfungsnetzen und Rekonfigurierung von Wertschöpfungsketten bildet. Statt eine möglichst hohe Zahl von Wertschöpfungsstufen selbst zu erbringen, erlangen Unternehmen einen Mehrwertnutzen durch die Zusammenarbeit in Netzwerken (vgl. Braun 1999). Während im Zusammenhang mit dem Einsatz neuer IKT die Potenziale der IT-gestützten innerbetrieblichen Verbesserung bereits weitgehend systematisiert und erschlossen sind, sehen aktuelle Arbeiten großes Verbesserungspotenzial gerade auch im Kontext der dargestellten komplexer werdenden Wettbewerbsstrukturen im zwischenbetrieblichen Bereich (vgl. z.b. Warnecke 1999, Sawhney/Zabin 2001). Dieser Mehrwertnutzen kann beispielsweise durch die Konzentration auf Kernkompetenzen oder dem unternehmensübergreifenden Know-how Transfer erzielt werden. Eine wichtige Voraussetzung zur Erschließung des Mehrwertnutzens aus der Zusammenarbeit in Unternehmensnetzen ist die Beherrschung der Kommunikation und Informationsverarbeitung über Unternehmensgrenzen hinweg: Zur Gestaltung zwischenbetrieblicher Informationssysteme werden Interorganisationssysteme (IOS) geschaffen, welche die kooperative Leistungserbringung in Unternehmensnetzen unterstützen und die Integration zwischenbetrieblicher Geschäftsprozesse ermöglichen, analog zum innerbetrieblichen Einsatz von ERP- Systemen. Allerdings haben sich die Erwartungen an den Einsatz der skizzierten neuen IKT zur unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit und Integration im geschilderten Zusammenhang bisher nicht in vollem Umfang erfüllt. Insbesondere zeigen fehlgeschlagene Projekte in diesem Bereich, dass Investitionen in Technologie allein offensichtlich noch keine Transaktionskosten senken und zu den gewünschten Effekten führen. Viele solcher Initiativen wurden deshalb eingestellt (Wilson 2001). Die Gründe hierfür liegen vor allem in dem hohen Komplexitätsgrad bei der Identifikation der Teilnehmer an globalen Wertschöpfungsnetzen, 25

26 der Modellierung der Netzstruktur sowie in dem hohen zwischenbetrieblichen Koordinationsaufwand (Lambert/Cooper 2000). Basierend auf der Grundannahme der Lieferkette als dynamisches Netzwerk wurde Forschungsbedarf im Bereich der Ad-Hoc-Konfiguration als grundlegender Baustein für das Management von Wertschöpfungsnetzen identifiziert. Das Konzept trägt dazu bei die Etablierung einer auf automatisierter Kommunikation basierender unternehmensübergreifender Koordination zu beschleunigen und zu vereinfachen. Ein wichtiges Ziel dabei ist, eine höhere Flexibilität im Hinblick auf die Kommunikationsbeziehungen zu zunehmend wechselnden Geschäftspartnern zu erlangen. In diesem Forschungsprojekt sollen Methoden zur dynamischen Kopplung der beteiligten Anwendungssysteme bei der Konfiguration von Interorganisationssystemen entwickelt werden, um eine effiziente Zusammenarbeit und einen reibungslosen Informationsfluss zwischen den Geschäftspartnern herzustellen. Damit wird ein wesentlicher Beitrag zur Operationalisierung von Interorganisationssystemen geleistet, da die unternehmensübergreifende Einbindung von Anwendungssystemen in verschiedenen Domänen und von unterschiedlichen Herstellern bisher noch nicht in dem geforderten Maße möglich ist. Wichtigste Projekte: Forschungsprojekt Strategic Supply Network Development ( ) Forschungsprojekt Evaluierung und Auswahl von strategischen Liefernetzen unter Berücksichtigung kritischer Knoten ( ) Forschungsprojekt Orientierungsrahmen für die Planung, Gestaltung und Analyse der unternehmensübergreifenden Föderierung der Leistungserstellung in Wertschöpfungsnetzen durch Interorganisationssysteme ( ) Forschungsprojekt Integrationsarchitektur und Adaptionstechniken für die Implementierung zwischenbetrieblicher Geschäftsprozesse ( ) Wichtigste Veröffentlichungen: Bazijanec, B.; Turowski, K.: B2B Protocol Construction as a Basis for Integration Architecture Configuration. In: Eder, J.; Dustdar, S. (Hrsg.): Business Process Managment Workshops. BPM 2006 International Workshops. BPD, BPI, ENEI, GPWW, DPM, semantics4ws. Springer Lecture Notes in Computer Science (LNCS) Vienna, Austria 2006, S Bazijanec, B.; Zaha, J. M.; Albani, A.; Turowski, K.: Establishing Interoperability of Coordination Protocols in ad-hoc Inter-Organizational Collaborations. Interop-Esa First International Conference on Interoperability of Enterprise Software and Applications. Geneva, Switzerland 2005, S Selk, B.; Klöckner, S.; Albani, A.: Enabling interoperability of networked enterprises through an integrative information system architecture for CRM and SCM. InternationalWorkshop on Enterprise and Networked Enterprises Interoperability (ENEI 2005), LNCS. Nancy, France Bazijanec, B.; Winnewisser, C.; Albani, A.; Turowski, K.: A Component-based Architecture for Protocol Vector Conversion in Inter-organizational Systems. International Workshop on Modeling Inter-Organizational Systems (MIOS 2004), in conjunction with the OTM 2004 Federated Conferences, LNCS Larnaca, Cyprus 2004, S

27 Prof. P. Welzel Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre - Ökonomie der Informationsgesellschaft - Wirtschaftspolitik, insbes. Industrieökonomik Herausforderung Globalisierung: Wertschöpfung im Zusammenspiel von Region und Weltwirtschaft Globalisierung hat die ökonomische Welt verändert. Die Konsequenzen politischer Entscheidungen für eine Öffnung und Integration nationaler Güter- und Faktormärkte und der rasante wirtschaftliche Aufholprozess einiger Regionen stellen im Verein mit technischem Fortschritt, insbesondere in der Informations- und Kommunikationstechnologie, Marktteilnehmer und Wirtschaftspolitiker in immer rascherer Abfolge vor neue Herausforderungen. Wir beobachten u.a. eine Dezentralisierung der Wertschöpfungsketten. Zum einen entwickeln sich größere, internationale und marktmächtige Unternehmenseinheiten, zum anderen sind in den letzten Jahren aber auch globale Netzwerke von unabhängigen Unternehmen in zahlreichen Facetten entstanden, bei denen das einzelne Unternehmen fest in einer Region verwurzelt ist. Dies wirft eine Reihe wichtiger Fragen auf: Welche Aktivitäten sind eher international mobil und welche Aktivitäten habe eine regionale Verwurzelung? Wie kann ein Standort beurteilt werden und wie muss er beschaffen sein, um Eignung für bestimmte Wertschöpfungsaktivitäten aufzuweisen? Welche Ansatzpunkte kann und soll Wirtschaftspolitik wählen, um Standorteigenschaften zielgerichtet zu beeinflussen? Welche Organisationsformen sind adäquat, um in und zwischen Unternehmen Wertschöpfung in der globalisierten Ökonomie zu koordinieren? Wie ist mit der zusätzlichen Unsicherheit umzugehen, die mit Globalisierung einhergeht. Welche neuen Anforderungen stellen sich für die Wirtschaftspolitik, z.b. für eine Wettbewerbs- und Industriepolitik, die national betrieben auf international mobile Unternehmen einwirkt? Zur Beschäftigung mit diesen Fragestellungen im Rahmen unseres Beitrags zum Kompetenzzentrum Global Business Management haben wir drei Forschungsfelder definiert, in denen der Lehrstuhl basierend auf Vorarbeiten der vergangenen Jahre einen Beitrag leisten wird: 1. Standortbeurteilung und -politik: In diesem Teilprojekt soll die Vielfalt der Ansätze zur Beurteilung von Standorten systematisiert und für die praktische Nutzung aufbereitet werden. Gegenwärtig sind Standort- und Regionenrankings regelmäßig durch widersprüchliche Aussagen gekennzeichnet, die auf unterschiedliche Kriterien und Kriteriengewichtungen zurückgehen. Hier wird eine Systematisierung angestrebt, für die neben theoretischen Konzepten aus der New Economic Geography auch empirische Ansätze z.b. der Data Envelopment Analysis nutzbar sind. In dieser anwendungsorientierten Forschung muss das Augenmerk nicht zuletzt einer flexiblen Einsetzbarkeit für unterschiedliche Aktivitäten in der Wertschöpfung gelten. Je nach Aktivität sind Kriterien bei der Standortbeurteilung unterschiedlich zu gewichten. Schließlich ist unter wirtschaftspolitischer Perspektive auch die Rolle von Steuern und von wettbewerbs- und regulierungspolitischen Maßnahmen zu bedenken. Vorarbeiten wurden am Lehrstuhl bereits getätigt. Sie umfassen ein gemeinsames Projekt mit der IHK Schwaben zur Beurteilung von Standorten und ein gemeinsames Projekt mit dem Lehrstuhl für Unternehmensführung und Organisation zur Erklärung von Gewerbesteuersätzen. 27

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