Gewerblicher Grundstückshandel

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1 Gewerblicher Grundstückshandel Veranstaltungsort: 17. Juni 2015 in München Diplom-Volkswirt Steuerberater, München Landesverband der steuerberatenden und wirtschaftsprüfenden Berufe in Bayern e.v.

2 Gewerblicher Grundstückshandel Diplom-Volkswirt Steuerberater, München Nachdruck und Vervielfältigung auch auszugsweise nur mit Genehmigung des Verfassers

3 Inhaltsverzeichnis 1. Grundlagen des gewerblichen Grundstückshandels Einführung Voraussetzungen der gewerblichen Tätigkeit Selbstständigkeit Nachhaltigkeit Gewinnerzielungsabsicht Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr Negative Voraussetzungen Kategorisierung von Veräußerungsvorgängen Abgrenzung von gewerblichem Grundstückshandel und privatem Veräußerungsgeschäft nach 23 EStG Abgrenzung zur Vermögensverwaltung Allgemeines Einzelrechtsnachfolge Gesamtrechtsnachfolge Veräußerungen ohne Gewinnerzielungsabsicht Übertragung im Wege der Realteilung Gewerblicher Grundstückshandel ohne Überschreiten der Drei- Objekt-Grenze Gewerblicher Grundstückshandel aufgrund des Überschreitens der Drei-Objekt-Grenze Grundgedanke Die Drei-Objekt-Grenze Ersatztatbestände für die Veräußerung Gewerblicher Grundstückshandel und Personengesellschaften Vermögensverwaltende Personengesellschaften Personengesellschaften mit Gewinneinkünften Gewerblicher Grundstückshandel allein durch Zurechnung der Verkäufe von Personengesellschaften Prüfschema für Personengesellschaften Juni

4 7. Beginn und Ende des gewerblichen Grundstückshandels Umfang des gewerblichen Grundstückshandels Gewinnermittlung Behandlung der Grundstücke Gewinnermittlungsart Grenzüberschreitender gewerblicher Grundstückshandel Unbeschränkte Einkommensteuerpflicht Verlustausgleichsbeschränkung nach 2a EStG Die Regelung des 2a EStG a EStG und gewerblicher Grundstückshandel Progressionsvorbehalt bei EU / EWR-Staaten Grundstückshandel durch Steuerausländer Literatur Juni

5 1. Grundlagen des gewerblichen Grundstückshandels 1.1. Einführung Im deutschen Einkommensteuerrecht gibt es zwei Grundtypen von Einkunftsarten: Gewinneinkünfte ( 13 bis 18 EStG) und Überschusseinkünfte ( 19 bis 23 EStG). Ein wesentlicher Unterschied zwischen diesen Typen ist die Behandlung von Wertsteigerungen der Einkunftsquelle. Während bei den Gewinneinkünften die stillen Reserven der Einkunftsquelle steuerverhaftet sind, sind deren Wertsteigerungen bei den Überschusseinkünften i. d. R. steuerfrei. Zu den Wirtschaftsgütern mit dem größten Wertsteigerungspotential gehören v. a. Grundstücke. Das Halten und die anschließende Veräußerung von Grundstücken kann in der Beratungspraxis zu gewichtigen Abgrenzungsproblemen und entsprechendem Beratungsbedarf führen. Sofern ein Grundstück zum (notwendigen oder gewillkürten) Betriebsvermögen eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs, eines Gewerbebetriebs oder einer selbstständigen Arbeit gehört, sind die stillen Reserven steuerverhaftet. Bei einem gewerblichen Betriebsvermögen unterliegt ein etwaiger Veräußerungsgewinn wenn nicht ein Tatbestand des 16 EStG vorliegt zudem der Gewerbesteuer. In der Regel gehören vom Steuerpflichtigen im Privatvermögen gehaltene Grundstücke zur privaten Vermögensverwaltung. Letztere schließt eine Gewerblichkeit nach Definition aus. Die reine Vermögensverwaltung kann aber auch überschritten sein, wenn eine Gewinnerzielungsabsicht aus der Veräußerung von Grundstücken im Vordergrund steht, und nicht die Früchteziehung aus dem gehaltenen Vermögen. Private Vermögensverwaltung: zunächst 21 EStG und Geltendmachung der Finanzierungskosten, Reparaturaufwendungen usw. als Wer- Juni

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