Datenbanksysteme II: Implementation of Database Systems Storage, Discs, and Raid

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1 Datenbanksysteme II: Implementation of Database Systems Storage, Discs, and Raid Material von Prof. Johann Christoph Freytag Prof. Kai-Uwe Sattler Prof. Alfons Kemper, Dr. Eickler

2 Content of this Lecture Storage hierarchy Seek times and throughput RAID level Some guidelines Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

3 Überblick: Speicherhierarchie 1-10ns Register ns Cache ns Hauptspeicher 10 ms Plattenspeicher Zugriffslücke 10 5 sec Archivspeicher Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

4 5 Schichten Architektur Mengenorientierter Zugriff Satzorientierter Zugriff Interne Satzschnittstelle Datenmodellebene Logischer Zugriff Anfrageübersetzung, Zugriffspfadwahl, Zugriffskontrolle, Integritätskontrolle Sortierung, Transaktionsverwaltung, Cursorverwaltung Wir sind hier: Systempufferschnittstelle Speicherstrukturen Dateischnittstelle Pufferverwaltung Betriebssystem Record Manager, Sperrverwaltung, Log / Recovery Speichermanagement, Puffermanagement, Caching-Strategien Externspeicherverwaltung Geräteschnittstelle Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

5 Warum die Speicherhierarchie? Je schneller, desto teurer Platzbedarf Chip, Platine, Gehäuse, eigenes Gerät, Bandroboter Begrenzung Adressraum: 32 bit = 4 Gigabyte Hat ein Ende: 64 bit ~ 2*10^10 Gigabyte Kostenunterschied bleibt bestehen Tertiärspeicher oft nicht mehr günstiger als Sekundärspeicher Aber beliebige Erweiterbarkeit durch Wechselmedien (CDs, Tape) Kein Controller-Engpass Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

6 Storage Area Networks (SAN) Separate network providing storage (and only storage) Virtualization of resources Facilitates data management, storage assignment, backup, recovery Storage as independent part of enterprise infrastructure Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

7 Caching Storage hierarchy Access time between level X and X+1 increases rapidly Caching Makes this difference disappear Buffer data from lower levels in higher levels Success depends on locality Few data items are access over and over again System catalog, central tables, most frequently sold items, If access is purely random, caching becomes useless Cache hit ratio: # of blocks requested in cache # of blocks requested Database buffers should reach >90% cache hit ratio Several issues discussed later Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

8 Magnet- bzw. Festplattenspeicher Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

9 Lesen von Daten von der Platte Seek Time: t s Arm positionieren Latenzzeit: t r Warten, bis gewünschter Sektor unter Lesekopf rotiert Im Durchschnitt ½ Plattenumdrehung Rotationsgeschwindigkeit: Umdrehungen/Minute Disc Controller beginnen, immer komplette Tracks zu cachen Dadurch reduziert sich Latenzzeit im Schnitt Wann genau?? Transferrate: u Von der Platte zum Hauptspeicher / Buffer Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

10 ms 5 ms Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

11 Random versus Sequential IO Aufgabe: 1000 Blöcke à 4KB sind zu lesen T s = 5ms, T r = 3ms, U = 15 MB/s Random I/O Jedes mal Arm positionieren Jedes mal Latenzzeit 1000 * (5 ms + 3 ms) + Transferzeit von 4 MB > 8000 ms + 300ms ~ 8s Sequential IO Einmal positionieren, dann nur noch sequentiell lesen 5 ms + 3ms + Transferzeit von 4 MB 8ms ms ~ 1/3 s Unterschied: ein bis zwei Größenordnungen Wichtige für Query Optimierung Index bei >5% Anfrageselektivität nicht mehr benutzen Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

12 Was kann man besser machen? Zugriff parallelisieren Blöcke auf verschiedenen Platten lagern Diese können parallel positionieren und parallel lesen Blöcke redundant auf einer Platte speichern Seek-zeit verkürzen bei geschickter Anordnung RAID: Redundant Array of Independent Discs Unabhängig (voneinander) und billig Commodity Hardware mit Software zu schnellen und fehlertoleranten Systemen zusammenbauen RAID-Software im Diskcontroller oder im Betriebssystem Auch: Redundant array of inexpensive discs Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

13 Disk Arrays RAID-Systeme Oder Soft-Raid Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

14 Soft RAID in Windows XP Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

15 Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

16 RAID 0: Striping A B C D Datei A C B D Doppelte Bandbreite beim sequentiellen Lesen der Datei Zyklische Verteilung der Blöcke, wenn alle Blöcke mit gleicher Häufigkeit gelesen/geschrieben werden Alternative: Verteilung nach Zugriffshäufigkeit (Optimierungsproblem) Zugriffshäufigkeit aber i.d.r. nicht bekannt Doppelte Bandbreite?? Keine Beschleunigung für Lesen eines einzelnen Blocks Aber: Datenverlust wird immer wahrscheinlicher, je mehr Platten man verwendet (Stripingbreite = Anzahl der Platten, hier 2) Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

17 RAID 1: Spiegelung (mirroring) A B A B C D C D Datensicherheit: durch Redundanz aller Daten Keine Hilfe bei Bitfehlern wer hat recht? Doppelter Speicherbedarf Lastbalancierung beim Lesen (wie RAID0) Außerdem konkurrierendes Lesen einer 1-Block Datei möglich der schnellere Kopf gewinnt Beim Schreiben müssen beide Kopien geschrieben werden Kann parallel geschehen der langsamere Kopf bestimmt Seek+Latenz Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

18 Auswirkung von RAID1 MTTF = Durchschnittliche Zeit bis zu einem Crash MTTR = Zeit benötigt für Reparatur MTTDL = Durchschnittliche Zeit bis zu einem Zustand, bei dem Daten nicht zugreifbar sind Also z.b. von Band wiederhergestellt werden müssen Annahme: MTTF = 3650 Tage, MTTR = 2 Tage Eine Platte MTTDL 1 = 3650/2 = 1825 Tage RAID1 mit 2 Platten MTTDL = MTTDL 1 *MTTDL 1 ~ Jahre Bei Annahme der Unabhängigkeit der Ereignisse Plattenfehler sind i.d.r. aber nicht unabhängig: Spannungsspitzen, Wasserschaden, gleichzeitiges Altern,... Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

19 RAID 0+1: Striping und Spiegelung A A B B C C D D Kombiniert RAID 0 und RAID 1 ( RAID 10 ) Doppelter Speicherbedarf, erhöhte Ausfallsicherheit (von RAID1) Weiter erhöhte Lesegeschwindigkeit für Dateien Datei kann von vier Platten parallel gelesen werden Lesen eines einzelnen Blocks kaum schneller als ohne RAID Schreibgeschwindigkeit einer Datei verdoppelt sich Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

20 RAID 2: Striping auf Bit-Ebene Datei Striping auf Bit- (oder Byte-) statt Blockebene Idealerweise höherer Durchsatz schon beim Lesen einzelner Blöcke Aber: Lesen eines Sektors dauert i.d.r. genauso lange wie Lesen 1/8 Sektors Also muss Aufteilung von Blöcken auf Sektoren beachtet werden Typisch: 8-16 KB Blöcke, 512 Byte Sektoren = Sektoren pro DB Block Keine Beschleunigung für mehrere parallele Leseoperationen Jedes Lesen/Schreiben braucht alle Platten Verschlechterte Ausfallsicherheit Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

21 RAID 3: RAID2 + Paritätsinfo Datei Parität Striping auf Bit- (oder Byte-) Ebene Zusätzliche Platte für Parität der anderen Platten Parität = bit-weise xor Ausfall einer Platte kann kompensiert werden Lesen/Schreiben eines Blocks erfordert Zugriff auf alle Platten Deutlich weniger Platzbedarf als RAID1, trotzdem Ausfallsicherheit Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

22 RAID 3: Plattenausfall Datei Parität Reparatur Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

23 RAID 4: Striping von Blöcken + Paritätsinfo A E B F C G D H P A-D P E-H Bessere Lastbalancierung als bei RAID 3 Verschiedene Prozesse können parallel von verschiedenen Platten lesen Damit: Paritätsplatte ist Flaschenhals Bei jedem Schreiben muss darauf zugegriffen werden Bei jedem Lesen muss u.u. darauf zugegriffen werden (zur Kontrolle) Bei Modifikation von Block A zu A : P A-D := P A-D A A D.h. bei einer Änderung von Block A muss der alte Zustand von A und der alte Paritätsblock gelesen werden und der neue Paritätsblock und der neue Block A geschrieben werden Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

24 RAID 5: RAID4, Verteilung der Paritity A E B F C G D P E-H P A-D H I M J P M-P P I-L N K O L P Parityblock immer auf der Platte, die keinen der Par-Blöcke enthält Wesentlich bessere Lastbalancierung als bei RAID 4 Paritätsplatte kein Flaschenhals mehr Schreiben erfordert X-1 Platten für die Daten und 1weitere Platte für Parity Zugriff erfolgt parallel Wird in der Praxis häufig eingesetzt Typischerweise langsamer als RAID10 Dafür deutlich Platz sparender Guter Ausgleich zwischen Platzbedarf und Leistungsfähigkeit Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

25 Übersicht Weitere RAID Level sind definiert: 6, Kombination 1+5,... RAID 0 gut für Szenarien mit (nahezu) unveränderlichen Daten Leicht zu ersetzen bei Ausfall RAID 1 und vor allem 5 sind verbreitet RAID1: Einfach, schnell zu realisieren, erhöhte Ausfallsicherheit und Geschwindigkeit, aber verdoppelter Platzbedarf (billig) RAID5: Relativ komplex, erhöhte Ausfallsicherheit und Geschwindigkeit, nur geringfügig erhöhter Platzbedarf; benötigt mindestens 3 Platten Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

26 Storage in Oracle Database Tablespace Data file Logical Segment Extent Physical OracleBlock OS Block Data files are assigned to tablespaces Tablespaces may consist of multiple files All data from one object (table, index) are in one tablespace Unit of backup, offline, moveable tablespaces, quotas, access rights, Extents are continuous sequences of blocks on disc Space is allocated in extents (min, next, max, ) Segments logically group all extents of an object Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

27 Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

28 In reality it is more complex Software / Hardware RAID, Database RAID, Volume manager, SAN Parallelization by distributing tablespaces System tablespace on separate disk Or: locally, tablespace-managed data dictionary Separate data and index tablespaces Separate disk for REDO Logs Parallelization by distributing one tablespace Distribute different files in one tablespace on different discs Parallelization by distributing a single table Distribution of segments Partitioning - semantic distribution of table data All sales prior to 2005 on one disk, all sales this year on another disk One disk for sales in 2005, 2004, 2003, Complex dependencies Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

29 Some guidelines (copyright by Oracle) Tablespaces should stripe over at least as many devices as CPUs You should stripe tablespaces for tables, indexes, rollback segments, and temporary tablespaces. You must also spread the devices over controllers, I/O channels, and internal buses Queries can run in parallel (inter-query parallelization) on every processor Processors need to be fed in parallel Single disk is bottleneck multiprocessors become useless If table segment in tablespace is striped sufficiently, each disk becomes a feed for a one processor How? Use RAID1 or above Place carefully data files, segments, and extents Disadvantages No simple backup of tablespace by file copying Increased failure rate use redundant RAID levels Recovery of a single disk might stop operations (all other disks are involved) Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

30 Guidelines 2 In high-update OLTP systems, the redo logs are writeintensive. Moving the redo log files to disks that are separate from other disks and from archived redo log files has benefits Every transaction generates REDO information REDO is written in batches before Commit, data blocks are written sporadically by db-writer Both should not interfere (requires too much disk head moving) Hence: put REDO log files away from data files Redo data is extremely important (rollback, rollforward) Hence: spread REDO data redundantly over many disks (REDO groups) Also: Disk crash can only effect REDO or data files REDO disks are good places to invest RAID10 Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

31 Guidelines 3 Data bottlenecks Temporary tablespace used for large SORTS And sorting is everywhere sort-merge join, group by, order by, distinct,... System tablespace Holds data dictionary Required all the time logs, latches, system log data,... Especially logs can be a bottleneck Managed tablespaces REDO log files Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

32 Oracle flexible architecture (OFA) Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

33 OFA - Quote The minimum configuration consists of seven data areas, either disks, striped sets, RAID sets,... The more heads you have moving at one time, the faster your database will be. AREA1: Oracle executables and user areas, a control file, the SYSTEM tablespace, redo logs AREA2: Data-data files, a control file, tool-data files, redo logs AREA3: Index-data files, a control file, redo logs AREA4: Rollback segment-data files AREA5: Archive log files AREA6: Export Files AREA7: Backup Staging Ulf Leser: Datenbanksysteme II, Sommersemester

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