ABSCHLUSSBERICHT FAZIT

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2 ABSCHLUSSBERICHT FAZIT Das erste Alumni-Treffen des Netzwerk Doppeldiplom e.v. war durch die Unterstützung der Deutsch-Französischen Hochschule ein großer Erfolg: Alle Teilnehmer haben in einer Evaluation der Veranstaltung angegeben, durch Treffpunkt : Köln 06 neue Kontakte geknüpft zu haben (siehe beiliegende Umfrage). Die Veranstaltung war für den Verein eine ideale Lösung, den Kontakt zwischen den Doppeldiplomabsolventen und teilnehmern zu ermöglichen. Das Treffen war damit ein elementarer Baustein in der Phase der Vereinsgründung und Mitgliederwerbung. Aus allen Jahrgängen des Doppeldiplomprogramms TU Braunschweig UT Compiègne waren Studierende und Absolventen nach Köln gekommen, um die Gelegenheit zu nutzen, mehr über die beruflichen Werdegänge und Erfahrungen ehemaliger und aktueller Kommilitonen zu erfahren. Treffpunkt : Köln 06 war ebenfalls eine ideale Gelegenheit, Industriekontakte im deutschfranzösischen Umfeld herzustellen. Den Alumni und Studierenden der Deutsch- Französischen Hochschule wurden im Laufe der Firmenpräsentationen ihre Attraktivität 1

3 und damit ihr Marktwert als Arbeitnehmer eines internationalen Unternehmens unter Beweis gestellt. Eine Wiederholung des Alumni-Treffens wird für das kommende Jahr vom Vereinsvorstand anvisiert. Erhalten bleibt das grundsätzliche Ziel, den Kontakt zu den Alumni der Deutsch- Französischen Hochschule zu erhalten und den Erfahrungsaustausch zu fördern. Aufgrund der großen Distanzen für die An- und Abreise zum Alumni-Treffen sollen die Möglichkeiten einer finanziellen Unterstützung der Teilnehmer eruiert werden. ERFAHRUNGSBERICHT Am Freitagabend trafen die Teilnehmer unseres deutsch-französischen Treffpunkt : Köln 06 gruppenweise im Jugendgästehaus Köln Riehl ein und verteilten sich auf die Zimmer. Im Laufe des gemeinsamen Grillens kam eine vielseitige Gruppe zusammen, bei der jeder Jahrgang des Doppeldiplomprogramms zwischen der UT Compiègne und der TU Braunschweig durch mindestens einen Repräsentanten vertreten war. Die bei einigen mehr und bei anderen weniger eingerosteten Sprachkenntnisse wurden reaktiviert und mit alten Bekannten, aber auch neuen Gesichtern geplaudert und Erfahrungen mit dem Programm ausgetauscht. Aufgrund der lockeren Atmosphäre ergaben sich die verschiedensten Gruppenkonstellationen, die sich sonst vermutlich nie kennen gelernt hätten. 2

4 Der Samstag begann nach dem Frühstück mit einer offiziellen Kennenlern-Runde in Form so genannter Partnerinterviews. Hierbei fanden sich möglichst deutsch-französische Pärchen zusammen, die sich noch nicht näher kannten. Anhand vorgegebener Kernpunkte, wie zum Beispiel die Motivation zum Doppeldiplom, wurde dann der jeweils andere abgeklopft und in der sich anschließenden Runde der Gruppe vorgestellt. Der erste Programmpunkt durch einen externen Kontakt war der Termin mit einer Mitarbeiterin der Personalabteilung für Führungsnachwuchs des Deutsch-Französisches Unternehmens Vallourec & Mannesmann Tubes. Dieses in Europa, Nord- und Südamerika präsente Unternehmen ging aus der deutsch-französischen Fusion hervor. Kerngeschäft ist das Produkt Stahlrohr, das in einer erstaunlichen Variantenvielfalt in komplexen Prozessen produziert wird. Die hierfür erforderlichen, spezialisierten Ingenieure bildet das Unternehmen im Rahmen einer langfristig angelegten Karriereplanung selbst aus. Die Firmenpräsentation ging über in eine offene Diskussion, in deren Verlauf viele Details zu Bewerbungsverfahren und Strukturen des Berufslebens auf den Tisch kamen. Als interner Punkt wurden anschließend die Vereinsaktivitäten seit der Jahreshauptversammlung vorgestellt. Die vereinbarte Kooperation mit dem Konzern ThyssenKrupp AG ist die erste erfolgreiche Partnerschaft mit der Industrie. ThyssenKrupp wird den Verein zunächst mit 500 pro Jahr unterstützen. Dieses Engagement sowie dessen 3

5 mögliche Ausweitung sind geknüpft an die Bedingung, dass sich der Kontakt für die Firma als lohnend erweist. Die ThyssenKrupp AG wird in Zukunft auf der Homepage des Vereins als Partner aufgeführt und erhält die Möglichkeit, Stellenausschreibungen über den Verein zu verbreiten. Um die Mitglieder des Vereins näher kennen zu lernen, steht das Angebot der Personalbteilung, ein Trainings Assessment-Center für den Verein zu veranstalten. Die Präsentation der Homepage des Vereins war der nächste Programmpunkt. Mit Hilfe der Unterstützung eines Grafik-Design-Studierenden ist ein zweigeteilter, deutsch-französischer Internetauftritt in Arbeit. Er besteht aus einem öffentlichen Auftritt mit allgemeinen Informationen über den Verein und einem passwortgeschütztem Mitgliederbereich. Vor dem Mittagessen blieb noch Zeit für den nächsten internen Punkt. Zwei Absolventen des Doppeldiplomprogramms, Christan Groth und Max Guder, hatten sich bereit erklärt, von ihren Bewerbungserfahrungen bei deutschen und französischen Unternehmen zu berichten. Beide arbeiten inzwischen für namhafte europäische Konzerne und konnten Interessantes über ihren Weg dorthin berichten. Die zweite Firma, die wir im Rahmen des Wochenendes an diesem Nachmittag besichtigt haben, war der Ingenieurdienstleister Bertrandt. Tätig für die Automobilindustrie, übernimmt die Firma Entwicklungsaufträge für die Gestaltung neuer 4

6 Fahrzeuge. Die Veranstaltung fand in den Räumen von Bertrand statt. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde folgten Vorträge zweier Abteilungsleiter über ihre Arbeitsgebiete und einer Präsentation der Personalabteilung über die Firmenstruktur. Anschließend gab im Foyer der Firma die Gelegenheit, Exponate zu besichtigen und persönliche Gespräche zu führen. Dieses wurde intensiv genutzt und dabei unter anderem nach den Möglichkeiten von Auslandseinsätzen gefragt. Sehr interessant erwies sich dabei der Werdegang eines Abteilungsleiters, der selbst als Franzose seit einigen Jahren in Köln bei Bertrandt arbeitet. Das Abendprogramm sah eine Tour durch die Altstadt Kölns vor. Nach einem typischen Abendessen im Brauhaus klang der Abend mit interessanten Gesprächen und Erfahrungstauschen aus. Sonntag stand dann der kulturelle Aspekt Kölns im Mittelpunkt. Nach einem gemeinsamen Brunch, bei dem noch einmal die Gelegenheit genutzt wurde, neue Kontakte zu knüpfen und sich über persönliche und berufliche Erfahrungen interkulturell auszutauschen, ging es zur Panaroma-Rundfahrt auf dem Rhein. Während hierbei noch die Altstadt vom Wasser aus betrachtet wurde, folgte in der anschließenden deutschfranzösischen Stadtführung der Rundgang durch das Zentrum der Kölner Altstadt. Dabei erfuhren wir vieles über die Geschichte der Stadt, die auch von den Franzosen beeinflusst wurde, aber auch über die Herkunft von Redewendungen und Bräuchen der Kölner. Nach 5

7 diesem letzten Programmpunkt trennten sich die Wege der Teilnehmer. Ein kurzes Feedback ergab jedoch sofort, dass diese Veranstaltung auch 2007 wiederholt werden wird. Nachdem als Treffpunkt in diesem Jahr aufgrund seiner zentralen Lage zwischen Frankreich und Deutschland die Wahl auf Köln fiel, soll 2007 eine ähnlich günstig liegende Stadt auf französischer Seite der Zielort werden. Auf diese Weise soll der Kontakt zwischen den Teilnehmern gefestigt werden und die Erinnerungen an dieses kurzweiliges Wochenende, bei dem jeder einige Erfahrungen der anderen Jahrgänge für sich mitnehmen konnte, wieder aufleben lassen. David Püschmann, Doppeldiplom-Absolvent (Abschluss 2004) 6

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