SKILL Diskussionsthesen. Workshops. Auswertung. Fazit

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1 Diskussionsthesen Workshops Auswertung Fazit

2 Diskussionsthesen Frühzeitigkeit Wer im Sommer ernten will, muss im Frühjahr säen! Der Einstieg in die Unterstützung sollte im 7. Schuljahr erfolgen, damit genügend Zeit für notwendige Prozesse und Entwicklungen gegeben ist.

3 Ergebnisse des Tagungs-Workshops zu dieser These Beginn der Berufsorientierung noch VOR der 7. Klasse notwendig: in einer niederschwelligen, mehr spielerischen Weise! Arbeit mit den Eltern muss verstärkt werden. Berufsorientierung: erster Ansatz können die Berufe der Eltern sein / deren Lebensbiografie. Schulische Lehrpläne: viel zu frühe Festlegung auf EINE Richtung. Statt dessen notwendig: Jugendlichen Orientierungszeit einräumen! Koppelung notwendig: welches schulische Wissen ist für welchen Beruf wichtig. Soziale Kompetenzen gegenüber Schulnoten stärker betonen. Mehr Personal ist an Schulen und in Jugendeinrichtungen für eine GANZHEILTLICHE Förderung notwendig. Ältere Jugendliche für jüngere als Mentoren einsetzen. Unterschiede der Berufssysteme in verschiedenen Gesellschaften (z.b. Deutschland Türkei) berücksichtigen.

4 Diskussionsthesen Kontinuität Entwicklung braucht Zeit und Raum. Zuverlässige, gleichbleibende Ansprechpartner/innen über einen längeren Zeitraum schaffen Vertrauen.

5 Ergebnisse des Tagungs-Workshops zu dieser These Kontinuität bei Personen und Programmen anbieten den Jugendlichen aber trotzdem die Wahlmöglichkeit lassen! Eine (Weiter-)Begleitung der Jugendlichen über die Schule hinaus durch EINEN Betreuer ist sinnvoll. Projekte als längerfristige, feste Angebote konzipieren. Stellen schaffen, die Vernetzung herstellen. Angebote in Plattformen mit wenig bürokratischem Aufwand zusammenfassen.

6 Diskussionsthesen Beziehung Beziehung ist das A und O gelingender pädagogischer Arbeit Vertrauen ist die notwendige Voraussetzung für ein tragfähige Beziehung, ohne die Unterstützung ein Vabanque-Spiel bleibt.

7 Ergebnisse des Tagungs-Workshops zu dieser These In den Beziehungen muss Ehrlichkeit und Bezug zur Realität, Klarheit, Abgrenzung, Verlässlichkeit gegeben sein. In der Beziehung müssen Ziele gemeinsam entwickelt werden. Beziehung will gelernt sein. Beziehung gibt Sicherheit und Orientierung. Zugang zu den Jugendlichen über deren Lebenswelten finden. Beziehungsfördernd ist die Arbeit in Kleingruppen und im Einzelfall. Ziel der Beziehungsarbeit: Selbstbewusstsein bei den Jugendlichen, Befähigung. Beziehung setzt Freiwilligkeit voraus.

8 Diskussionsthesen Eigenverantwortlicher Kompetenzerwerb / Empowerment Selbstbestimmung von Weg und Ziel Die Jugendlichen wissen eigentlich am besten wo es langgehen soll, was sie beim Übergang Schule - Arbeitswelt brauchen.

9 Ergebnisse des Tagungs-Workshops zu dieser These Gemeinsam realistische Ziele formulieren. Projekte durchführen, die Jugendliche ihre Selbst-Wirksamkeit erleben lassen. Jugendliche stärken, das sie ihre eigene Kraft spüren. (Lebens-)Erfahrungen außerhalb des Systems Schule sammeln. Zeit und Raum für die Kinder / Jugendlichen zur Verfügung stellen. Rolle der Eltern stärken, sie stärker mit einbeziehen. Eltern bestärken ihre Kinder positiv wahrzunehmen. BREITE Berufswahlmöglichkeiten eröffnen, vor allem bei Mädchen. Wer vermittelt noch Kompetenzen außer Schule und Eltern?

10 Diskussionsthesen Systeme-übergreifender Ansatz Übergang Schule Beruf gleicht dem Turmbau zu Babel. Viele autonome Systeme, viele Architekten, Bauarbeiter und wer dolmetscht und überwindet Barrieren bei den Schnittstellen?

11 Ergebnisse des Tagungs-Workshops zu dieser These Case-Management als Ansatz: Coaching der Jugendlichen über die Systeme hinweg. Beziehung zwischen Jugendlichen und Betreuer/innen aufbauen, über Systeme-/ Zuständigkeitsgrenzen hinweg aufrechterhalten. Bildungsbegriff neu definieren = weiter fassen, um die einzelnen Systemlogiken zu überwinden.

12 Diskussionsthesen Durchlässigkeit der Systeme Überschaubare und handhabbare Strukturen schaffen Übersichtliche Module der Kooperation und Abstimmung gewährleisten optimale Orientierung an den Bedarfen der Jugendlichen und Anpassung an örtliche Gegebenheiten.

13 Ergebnisse des Tagungs-Workshops zu dieser These Es braucht nur EINE Anlaufstelle für ALLE Informationen zum Übergangsmanagement. EINE Stelle für Daten stadtweit (z. B. Datenbank beim Referat Bildung und Sport) Wechsel der Ansprechpartner für die Jugendlichen verringern, die Qualität der Betreuung erhöhen. Verunsicherung der Eltern durch Vielfalt und Unübersichtlichkeit der Angebote mittels mehr Transparenz und Klarheit verringern. Einheitlichen, kontinuierlichen Finanzpool für Angebote beim Übergang Schule Beruf schaffen. Stärkere Koordination des Übergangsmanagement zwischen Referat Bildung und Sport, Arbeitsamt und Sozialreferat. REGIONALE Organisation von Information, Dokumentation und Koordination / einheitliches Dokumentationssystem schaffen.

14 Tagungsergebnisse / Fazit Die 5 Diskussionsthesen fanden bei den Teilnehmer/innen der Fachtagung weitgehend Zustimmung und Unterstützung. Meinungsbild: beim Übergang Schule Beruf wird mitunter zu viel des Guten getan, heißt Eine große Vielfalt von Maßnahmen und Angeboten verschiedenster Träger konkurrieren miteinander Koordination fehlt, sind meist auf relativ kurze Zeiträume beschränkt (Projektlaufzeiten), und agieren hauptsächlich nur im Rahmen einzelner Sub-Systeme (Schule, Ausbildung etc. / selten Systeme-übergreifender Ansatz). Darunter leiden sowohl die Planungssicherheit bei den Trägern, als auch die Überschaubarkeit der Angebote, die Orientierungsmöglichkeit bei Jugendlichen, Eltern, Lehrkräften, Jugendarbeitern etc. Auch lassen sich so oft keine kontinuierlichen, tragfähigen Beziehungen zwischen Betreuten und Betreuern aufbauen.

15 Tagungsergebnisse / Fazit Das Projekt hat in seiner bisherigen zweieinhalbjährigen Praxis Erfahrungen gesammelt, Wege aufgezeigt, wie im Bereich Übergang Schule Beruf ein ganzheitlicher Ansatz unter Einbeziehung aller Betroffenen verfolgt Transparenz und Überschaubarkeit durch regionale / sozialräumliche Orientierung über Zuständigkeitsgrenzen hinweg gewährleistet Nachhaltigkeit durch frühen Einstieg in die Unterstützung, Beziehungsarbeit, Kontinuität und unmittelbare Bedarfsorientierung erreicht werden kann. Die meisten der auf der Tagung gemachten Aussagen sei es von Politiker/innen, Verwaltungsfachkräften, Lehrkräften und Schulleitungen, Wirtschaftsvertretern und der sozialpädagogischen Fachbasis haben uns in unserem Arbeitsansatz und dessen konkreter Umsetzung bestärkt und bestätigt. Wir wollen unsere erfolgreiche Arbeit über das Projektende im Rahmen des BIWAQ-Programmes ( ) fortsetzen. Voraussetzung dazu: Finanzgeber von Kommune, Staat, Wirtschaft etc., die uns in diesem Vorhaben unterstützen.

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