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1 Ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag! Das Phänomen Burnout : Befällt das Ausbrennen alle Branchen und Berufsgruppen? Modekrankheit oder ernstzunehmende Gefahr für Mensch & Unternehmen? Vortrag im Rahmen des Berufsbildungs-Forums in Salzburg,

2 Das Phänomen Burnout Befällt das Ausbrennen alle Branchen und Berufsgruppen? Modekrankheit oder ernstzunehmende Gefahr für Mensch & Unternehmen? 1) Burnout - zwischen Übertreibung und Verharmlosung Relevanz für uns? 2) Was lässt Menschen ausbrennen? Die Sogwirkung ins Burnout 3) Hier treffen wir sie wieder, die üblichen Verdächtigen Burnout-begünstigende Bedingungen in der Arbeitswelt 4) PE und Ausbildung als beste Burnout-Prävention Best Practice-Beispiele & Erfahrungsaustausch 5) Handlungsoptionen für PE und Führung bei Burnout-Gefährdeten und Betroffenen Verantwortungsgrenzen: Was ist Fürsorgepflicht? Was ist kontraproduktiv? 6) Worüber könnte es sich lohnen, dass ich mir persönliche Gedanken mache?

3 Ad 1.) Burnout - zwischen Übertreibung und Verharmlosung Das große Medieninteresse bringt Burnout in den Verdacht einer Modekrankheit Verharmlosung und Übertreibung als 2 Extrempole führen zu Missverständnissen und Irrtümern Tatsache ist, dass immer mehr Arbeitsplatzkonstellationen die Gefahr von Dauerstress und Burnoutin sich tragen über alle Branchen und Berufsgruppen hinweg Die Konstellationen erkennen, die dauerhaft diametral zum natürlichen Rhythmus und unserer biologischen Grundausstattung stehen. Das höhlt die Menschen aus! Relevanz für PE und Ausbildung

4 ad 2.) Was ist Burnout? Ein massiver körperlicher und seelischer Erschöpfungszustand mit diversen Begleiterscheinungen. Unter Dauerstress und chronischen Belastungen dauerhaftüber die eigenen Energiegrenzen hinausgehen ausbrennen Extremvariante von Überengagement Erlebter Dauerbelastung Überzogenen Erwartungen Dauer-Anspannung Enttäuschung Bei mangelnder Entspannung & Erholung

5

6 Modell der Erschöpfungsspirale mit 3 Faktoren zum Erkennen von Burnout 1. Erschöpfungsanzeichen: Chronische Müdigkeit, Unausgeschlafenheit, Schlafstörungen,Schmerzen aller Art, erhöhte Infekt-und Krankheitsanfälligkeit, Verengung der Gedanken, Unfähigkeit, sich zu erholen, sich emotional und physisch ausgelaugt und entkräftet fühlen wird vorerst überspielt! 2. Das Verhalten ändert sich: Alles dreht sich um die Arbeit, Mehrarbeit, Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit, Zynismus mit negativer Einstellung gegenüber anderen Menschen (Kollegen, Kunden, Firma, Vorgesetzte ) aus der erlebten mangelnden Anerkennung heraus! 3. Leistungsabfall: Negative Einstellung sich selbst gegenüber, Zweifel an der eigenen Leistungsfähigkeit, Gefühl der persönlichen Ineffizienz, Grübelattacken, Niedergeschlagenheit, Verlust des Vertrauens in die eigenen Fähigkeiten und Stärken.

7 Burnout-Phasen Warnsymptome der Anfangsphase mit vermehrtem Engagement Abbau von Motivation, Leistungsfähigkeit und Kreativität Reduziertes Engagement, Lustlosigkeit Verflachung, keine Freude mehr, Meidung von Sozialkontakten Emotionale Reaktionen, Schuldzuweisungen Verzweiflung Rien ne va plus Psychosomatische Reaktionen können schon ab Stufe 1 auftreten!

8 Wesentliche Merkmale zur Burnout-Früherkennung aus persönlicher Sicht Krise aus dem erlebten Leistungsverlust Demütigung als Auslöser Mangelnde Anerkennung und Wertschätzung Sich in Sachzwänge eingeengt fühlen Körperliche Symptome: zuerst leise und dezente, später immer deutlichere Signale!

9 Ad 3.) Damit es zu einem Burnout kommen kann, braucht es das Zusammenspiel ungünstiger Merkmale des Jobs und der Personals Burnout-begünstigende Bedingungen (1) Chronische Arbeitsüberlastung (2) Hohe Fremdsteuerung (3) Mangelnde Anerkennung (4) Zusammenbruch der Gemeinschaft (5) Fehlen von Fairness (6) Widersprüchliche Werte Mehrere Faktoren müssen gemeinsam vorliegen -in geballter Ladung. Gelingt es, die meisten Faktoren positiv zu gestalten, ist eine gute Pufferzone vorhanden. Es ist in der heutigen Arbeitswelt praktisch unmöglich, Druck und hohe Anforderungen komplett auszuschalten.

10 Ad 4.) PE und Ausbildung als beste Burnout-Prävention Wo gibt es Lücken? Wofür braucht es Leitfäden? Wofür kompetente Anlaufstellen? Stressman. Selbstman. Beschwerdeman. Lösungskompetenz Gesundheit&Führen Umgang mit schw. Kunden/Sit. Unternehmenskultur Arbeitsatmosphäre Arbeitsorganisation Arbeitsbedingungen Qualifizierung, Weiterbildung BGM Wissen um Dauerstressquellen & die ungesunden Zustände Team-Entwicklung Team-Kultur Team-Stresskultur

11 Ad 5.) Zielgruppe Führungskräfte Schlüsselstelle Verantwortungsgrenze Fürsorgepflicht Info im notwendigen Mini-Maß(brauchen keine Burnout-Experten sein!) Konkrete Handlungsanleitung mit unterstützenden Werkzeugen (Burnout- Gefährdete, Burnout-Betroffene, Rückkehrer nach einem Burnout) Sollen die kontraproduktiven Handlungen kennen & daher vermeiden Der beste Beitrag: Wirksam führen und Fürsorge für positive Teamkultur

12 Hilfe aus der Burnout-Spirale 1. Sofortige erste Schritte setzen 2. Check, wo kann überall angesetzt werden 3. Hilfe/Unterstützung holen Arzt, Therapeut und/oder Coach, Zuständige Stelle im Unternehmen, Vorgesetzte/r, KollegInnen, Privates Umfeld 4. Maßnahmen setzen Sofort-Entlastungs-Maßnahmen kurzfristige Verhaltensänderung; Arbeitsstil und Arbeitsorganisation Evtl. Medikamentöse Therapie Psychotherapie und/oder Coaching Entspannungsmethode Zusätzliche Stressbewältigungs-Strategien

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