Ökonomische Aspekte der Wasserversorgung

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1 Ökonomische Aspekte der Wasserversorgung Sinkender Wasserverbrauch Was können Kommunen dagegen tun 1. Bürgermeister Karl Philipp Ehrler Markt Stammbach Landkreis Hof

2 Der Wasserverbrauch sinkt die Kosten bleiben Sinkender Wasserverbrauch wirkt sich lediglich auf die variablen Kosten aus Pumpkosten (Strom, Verschleiß) Filtermaterialkosten

3 Der Wasserverbrauch sinkt die Kosten bleiben Die Fixkosten der Wasserversorgung bleiben Abschreibung und Verzinsung der Anlagen Zähler Personal Reparaturen, Erneuerungen, Unterhalt Fahrzeugaufwand Verwaltung, Buchhaltung, Rechnungslegung Wasserschutzgebietskonzepte, Entschädigungen

4 Der Wasserverbrauch sinkt die Kosten bleiben Was können wir tun? Der Löwenanteil der Ausgaben sind Fixkosten Bei der Gebührenerhebung ist über die Aufteilung in Grund-und Verbrauchsgebühr nachzudenken

5 Die Grundgebühr Oft wird die Grundgebühr als Zählergebühr bezeichnet Mit der Grundgebühr ist aber weit mehr finanzierbar Im Extremfall kann diese bis zur Höhe der gesamten Fixkosten gehen

6 W a s s e r v e r s o r g u n g Stand * = jährl. Grundgebühr bei Zählernmit geringstem Nenndurchfluss t = tatsächliche Geschoßfläche z = zulässige Geschoßfläche Beitrag pro m² Grundstücksfläch e Beitrag pro m² Geschoßfläche Grund- bzw. Zählergebühr* Verbrauchsgebüh r pro m³ 1. Bad Steben t 0,85 2,48 20,45 1,43 2. Berg t 0,91 8,64 41,00 2,00 3. Döhlau t 1,35 4,50 37,51 1,29 4. Feilitzsch t 1,23 3,07 38,35 1,18 5. Gattendorf z 2,30 6,40 55,00 1,62 6. Geroldsgrün t 1,60 4,13 24,00 1,55 7. Helmbrechts t Meterzahl x Rohrnetzzahl x Wohnungszahl 18,41 1,02 8. Issigau z 0,36 1,12 15,34 1,02 9. Köditz t 0,80 2,30 18,50 1, Konradsreuth t 1,30 5,10 42,00 1, Leupoldsgrün t 1,53 6,76 30,00 1, Lichtenberg t 0,61 1,64 7,67 1, Münchberg t 1,28 3,84 27,61 1, Naila t 0,51 1,53 36,00 1, Oberkotzau z 1,20 1,50 31,20 1, Regnitzlosau t 1,12 3,09 13,20 1, Rehau t 0,80 3,30 10,00 1, Schauenstein t 1,12 3,92 18,41 1,61

7 19. Schwarzenbach a. d. t 0,80 3,35 12,38 1,38 Saale 20. Schwarzenbach a. Wald t 0,77 1,53 30,00 1, Selbitz t 0,75 1,50 54,00 1, Sparneck z 0,61 4,21 7,80 1, Stammbach t 1,07 2,91 12,27 1, Töpen t 1,23 3,07 38,35 1, Trogen t 1,02 4,09 25,00 1, Weißdorf t 1,67 6,30 80,00 1, Zell im Fichtelgebirge t 1,99 8,87 61,36 1, ZV Karlsberggruppe t 0,87 3,22 72,00 0, ZV Gattendorf und Hof z 2,30 6,40 55,00 1, ZV Bayer. Vogtland t 1,23 3,07 38,35 1, ZV Baiergrün, t 0,66 1,48 12,82 1,61 Windischengrün, Weidesgrün 32. ZV Ahornberger Gruppe t 0,80 5,50 60,00 1,66

8 Vor-und Nachteile einer höheren Grundgebühr Der cbm kostet ja dann 15 Das kann tatsächlich passieren, wenn eben nur z.b. 5 cbm pro Jahr verbraucht werden und die Grundgebühr 72 /cbm kostet Allerdings sind die Fixkosten eben auch gleich hoch, ob 5 cbm oder 1000 cbm pro Anschluss verbraucht werden

9 Vor-und Nachteile einer höheren Grundgebühr Anteil der Fixkosten wird gerechter verteilt Bei einer hohen Grundgebühr bleibt der Wasserpreis optisch niedriger Auch kleinste Verbraucher werden zur Deckung der Fixkosten stärker herangezogen Großverbrauchern wird kein Anreiz gegeben, Brunnen zu bohren Die Solidargemeinschaft funktioniert Die Wassersparspirale wird durchbrochen

10 Kosten senken weitere Einnahmen Kostensenkung ist eine Daueraufgabe Aber was können wir noch tun? Stromkosten senken???? Strom wird doch immer teurer!!!

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12 Wie hoch ist mein Strompreis derzeit? Rechnung Gemeindewerke Nettostromkosten liegen derzeit netto ohne Umsatzsteuer (inkl. aller Umlagen und Netzentgelte sowie der Stromsteuer) bei ca. 18,3 ct für Sondervertragskunden Die Umlagen und Netzentgelte steigen jährlich Es ist zu erwarten, dass der Strompreis sich laufend weiter erhöht und damit auch den Wasserpreis

13 Stromrechnung Nr /05 Mai 2013 Zählerstand Differenz Multiplikator Verbrauch alt neu kwh HT 888,36 895,62 7, NT 8971, ,39 175, Allg. Verbr , ,0 0,0 0,5 0 Summe 5493 Berechnung Arbeitspreis HT 218kWh à 0, ,45 NT 5275kWh à 0, ,75 Allg. Verbr. 0kWh à 0,2047 0,00 Blindstrom 0kvarh à 0,0130 0,00 EEG-Umlage 5493 kwhkwh à 0, ,87 KWKG-Aufschlag 5493 kwhkwh à 0, ,92 Strom NEV 19-Umlage 5493 kwhkwh à 0, ,07 Offshore-Umlage 5493 kwhkwh à 0, ,73 Grundpreis für 49kW Leistung à 7,30 357,70 Heizstrom HT (siehe Rückseite) 0 kwh à 0,1764 0,00 Heizstrom NT 0 kwh à 0,1445 0,00 Heizstrom Verrechnungspreis 1/2 Anteil 1,99 STROMSTEUER 5493 kwh à 0, ,61 Messpreis für 380-V-seitigen Mess-Satz mit anzeigendem Maximumwerk 15,50 Netto 1.313,59 19% Mehrwertsteuer 249,58 Rechnungsbetrag 1.563,17

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15 Kosten senken Mit der Eigenproduktion von Strom können die Kosten nachhaltig gesenkt werden Mit einer Dachanlage selbst Strom für das Wasserwerk produzieren Strompreissicherheit für Jahrzehnte

16 Was muss ich tun? Strom über PV selbst produzieren Gestehungskosten liegen derzeit bei ca ct pro kwh Dieser Preis ändert sich nicht!!!!!! Pumpen laufen lassen, wenn Strom vom Dach kommt Es fallen keine Netzentgelte an und keine EEGund sonstigen Umlagen

17 Von welchem Einsparungspotential reden wir? Mit einer PV-Anlage kann ich den Strompreis 20 Jahre stabil halten Gestehungskosten ca ct/kwh Derzeitiger Strompreis für Wasserwerke ca. 18ct/kwh Strompreis in 10 Jahren? 25ct? In 20 Jahren? 30, 40 oder 50 ct???? Keiner kann das sagen Sicher ist: Strom wird immer teurer

18 Aber ich kann doch den ganzen selbst produzierten Strom nicht alleine verbrauchen Nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz wird der PV-Strom vom Dach für 20 Jahre zu festen Sätzen vergütet, wenn er ins Netz eingespeist wird Damit ist Investitionssicherheit gegeben

19 Leistungsabhängige Fördersätze in ct/kwh ab April 2012 Dachanlagen Jahr Monat monatliche Degression bis 10kW p bis 40kW p bis 1MW p bis 10MW p April - 19,50 18,50 16,50 13,50 13,50 vorbelastet e und sonstige Freiflächen bis 10MW p Mai 19,31 18,32 16,34 13,37 13,37 Juni 19,11 18,13 16,17 13,23 13,23 Juli 18,92 17,95 16,01 13,10 13,10 1,0% 2012 August 18,73 17,77 15,85 12,97 12,97 September 18,54 17,59 15,69 12,84 12,84 Oktober 18,36 17,42 15,53 12,71 12,71 November 17,90 16,98 15,15 12,39 12,39 Dezember 2,5% 17,45 16,56 14,77 12,08 12,08 Januar 17,02 16,14 14,40 11,78 11,78 Februar 16,64 15,79 14,08 11,52 11,52 März 2,2% 16,28 15,44 13,77 11,27 11, April 15,92 15,10 13,47 11,02 11,02 Mai 15,63 14,83 13,23 10,82 10,82 Juni 1,8% 15,35 14,56 12,99 10,63 10,63 Juli 15,07 14,30 12,75 10,44 10,44 Vergütungsfähiger Anteil [102] 100% 90% 90% 100% 100%

20 Muss ich das Investunbedingt selber machen? Mir sind die Risiken zu groß Ich habe das Know-Hownicht Ich will die Anlage nicht selbst überwachen und betreiben

21 Es gibt eine Lösung

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31 Wie kann so eine Lösung aussehen? Der Wasserversorger stellt das Dach des Wasserwerkes oder eines Nebengebäudes zur Verfügung. Die Genossenschaft baut und betreibt die PV-Anlage und der Wasserversorger bekommt den günstigen Strom Vorteil: Keinerlei Investition Kein Risiko Keine zusätzliche Arbeit Strompreis weit unter aktuellem Preis Strompreissicherheit bis zu 20 Jahre

32 Mit Kostensenkungen und Innovationen halten wir unseren Wasserpreis stabil Das erwarten die Bürgerinnen und Bürger von uns

33 Viel Erfolg!

34 Kontakt Karl Philipp Ehrler 1. Bürgermeister Markt Stammbach Rathausstraße Stammbach Durchwahl Mobil:

35 Bürger-Energie Pro Region eg Anschrift: Bürger-Energie ProRegion eg Rathausstr. 1a Stammbach Kontakt: Tel.: 09289/ Fax: 09289/ Vorstand: Markus Suttner (Vors.) Karl-Heinz Fröhlich (stellv. Vors.) Aufsichtsratsvorsitzende: Karl Philipp Ehrler (1.Vorsitzender) Martin Dietel (Stellvertreter)

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