1 Was ist Debian GNU/Linux?

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1 1 Was ist Debian GNU/Linux? Debian GNU/Linux ist ein freies und offenes Betriebssystem. Wir erfahren, was hinter diesen Begriffen steckt und was das Besondere an Debian ist. 1.1 Betriebssysteme Ein Rechner (E: computer, F: ordinateur) besteht aus Hardware (F: matériel) und Software (F: logiciel), ein Netz (E: network, F: réseau) genauso. Ohne Software verbrät die Hardware elektrische Energie, erzeugt Lärm und steht im Weg herum. Erst die Software macht aus den Kisten und Strippen Geräte, mit denen etwas anzufangen ist. Eine CD/DVD-Scheibe, der graue Kasten auf oder neben Ihrem Schreibtisch, Blätter und Einband eines Buches sind Hardware, der Inhalt eines Buches, einer CD/DVD oder des Speichers in dem grauen Kasten sind Software. Wenn wir Software auf einem Datenträger kaufen, bezahlen wir für zweierlei: für den Datenträger (wenige Euro) und für die Erlaubnis, die Software benutzen zu dürfen (null bis viele Euro). Die Grundsoftware eines Rechners, die als erste von einem dauerhaften Speicher geladen wird und Voraussetzung für alles Weitere ist, wird Betriebssystem (E: operating system, F: système d exploitation) genannt. Innerhalb der von der Hardware gesetzten Grenzen bestimmt das Betriebssystem die Eigenschaften eines Rechners. Ein PC nach IBM-Muster mit einem DOS-Betriebssystem ist ein DOS-Rechner, derselbe PC mit einem Linux/UNIX-Betriebssystem ist ein Linux/UNIX-Rechner mit deutlich anderen Fähigkeiten. Die meisten Betriebssysteme sind für eine bestimmte Hardware geschrieben. Linux/UNIX hingegen ist für unterschiedliche Hardware verfügbar. Debian GNU/Linux beispielsweise ist an ein Dutzend Prozessortypen angepasst worden. Der in PCs verwendete Prozessor Intel samt Nachfolgern und Nachempfindungen ist nur einer davon, wenn auch der am weitesten verbreitete. Zu einem Zeitpunkt kann auf einem Rechner nur ein Betriebssystem laufen. Will ich dieses wechseln beispielsweise von Debian GNU/Linux auf Mac OS muss ich den Betrieb beenden, den Rechner herunterfahren und dann mit dem neuen Betriebssystem wieder hochfahren. Anwendungsprogramme dagegen werden

2 2 1 Was ist Debian GNU/Linux? im laufenden Betrieb gestartet und beendet, ohne dass der Rechner heruntergefahren wird. Die Leistungssteigerungen der Hardware ermöglichen mittlerweile jedoch den gleichzeitigen Betrieb mehrerer Betriebssysteme auf einem Rechner unter einem Über-Betriebssystem. Jedes der Betriebssysteme stellt einen virtuellen Rechner dar. Das dient dazu, verschiedene Betriebssysteme auf einer Hardware nebeneinander laufen zu lassen oder verschiedene Konfigurationen (Arbeitsplatz, Experimentierrechner, Quarantänestation, verschiedenartige Server) eines Betriebssystems. Kommerzielle Über-Betriebssysteme sind VMware (http: //www.vmware.com/de/) und Microsoft VirtualServer (http://www. microsoft.com/germany/virtualserver/), freie oder offene Varianten sind Xen (http://www.cl.cam.ac.uk/research/srg/netos/xen/, von der University of Cambridge/UK, Linux-VServer (http://linux-vserver.org/), OpenVZ (http://openvz.org/) und User Mode Linux (http://user-mode-linux.sourceforge.net/). Bei Debian sind entsprechende Pakete in der Abteilung Other Os s zu suchen; es gibt aber nicht viele. Die Einrichtung eines Rechners mit mehreren virtuellen Betriebssystemen ist vermutlich auch zu umfangreich für ein Paketsystem und erfordert einige Erfahrung. Die Übergänge zwischen virtuellen Diensten (beispielsweise Webservern), chroot-umgebungen (Gefängnissen, Jails), emulierten Betriebssystemen (MS Windows oder Mac OS unter GNU/Linux), virtuellen Betriebssystemen (MS Windows oder Mac OS neben GNU/Linux) und Rechner-Clustern 1 (mehrfache Hardware, die nach außen wie ein einziger Rechner wirkt) sind fließend. Wer sich für das Thema interessiert, sollte mit der deutschen und der englischen Wikipedia anfangen. Zu den Kernaufgaben eines jeden Betriebssystems gehören die Steuerung oder Verwaltung: der Betriebsmittel (Prozessoren, Speicher, Ein/Ausgabe), wobei technische Einzelheiten vor dem Benutzer und seinen Programmen verborgen werden, der Arbeitsabläufe (Prozesse), der Daten (Dateisystem). Diese Aufgaben nimmt der Kern (E: kernel, F: noyau) des Betriebssystems wahr. Es gibt jedoch Ansätze, sie in Anwendungsprogramme auszulagern und dem Kern nur noch koordinierende und kontrollierende Tätigkeiten zu überlassen. Vorteile eines solchen Mikrokerns sind Übersichtlichkeit und Anpassungsfähigkeit. Der Linux- Kern ist monolithisch (kein Mikrokern), jedoch stark modularisiert. Da der nackte Kern ziemlich hilflos ist, zählt man zum Betriebssystem im weiteren Sinn auch notwendige Konfigurationsdateien, einen Bootloader etc. Linux bezeichnet genau gesprochen nur einen Kern, während AIX, HP-UX, Mac OS X, FreeBSD, MS Windows vollständige Betriebssysteme sind, nicht nur Kerne. Deshalb reden wir von Debian GNU/Linux: die Debian-Distribution eines Linux-Kerns samt GNU-Software. Dazu mehr in Abschnitt 1.3 Debian GNU/Linux auf Seite Das Wort Kluster gab es einmal im Deutschen; noch in Grimms Wörterbuch wird es aufgeführt: KLUSTER:, klump von beeren, früchten u. ä..

3 1.1 Betriebssysteme 3 Linux/UNIX geht zurück auf ein Ur-UNIX, das Ende der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts von KENNETH THOMPSON und DENNIS M. RITCHIE in den Bell Laboratories des US-amerikanischen Telefonkonzerns AT&T entwickelt wurde 2, und zwar für den Eigengebrauch, nicht als Produkt für den Verkauf. Der Name ist kein Akronym (Abkürzung), sondern hat eine lockere Beziehung zu einem Vorgänger namens Multics. Im weiteren Verlauf wurde UNIX zu großzügigen Bedingungen an Universitäten abgegeben die ihrerseits zur Entwicklung beitrugen, wobei sich die University of California at Berkeley mit ihrer Berkeley Software Distribution (BSD) hervorgetan hat und der Programmcode an Firmen wie Hewlett-Packard oder IBM lizenziert. Den Namen hielt AT&T jedoch zurück, sodass die Firmen eigene Namen wählen mussten wie HP-UX oder AIX. Auf diese Weise entstand eine Gattung von UNIX-artigen Betriebssystemen. Streng genommen ist UNIX auch heute noch ein geschützter Name, der der Open Group (http://www.opengroup.org/) gehört. Die UNIX-Betriebssysteme zeichneten sich von Anbeginn durch bemerkenswerte Eigenschaften aus: Sie bearbeiten mehrere Aufgaben gleichzeitig (Multi-Tasking), kennen mehrere Benutzer mit abgestuften Rechten (Multi-User), unterstützen den Dialogbetrieb am Terminal, arbeiten mit Hardware zahlreicher Hersteller zusammen und lassen sich anpassen oder erweitern. Diese und andere, für die damalige Zeit fortgeschrittene Eigenschaften sind von jüngeren Betriebssystemen teilweise übernommen worden und erscheinen uns heute selbstverständlich. Das Ur-UNIX war ein großer Wurf. Die Vielseitigkeit stellt aber auch Anforderungen. Um aus dem Vorwort eines X11-Buches zu zitieren: UNIX can be a power-user s paradise and a beginner s nightmare, with the administrator sandwiched somewhere in between. POSIX ist kein Betriebssystem, sondern ein umfangreicher Standard 3, der die Anforderungen an POSIX-konforme Betriebssysteme festlegt (http://www. opengroup.org/). Ausführlich lautet seine Bezeichnung IEEE Portable Operating System Interface for Computing Environments, womit gesagt ist, dass es um die Schnittstelle zwischen Betriebssystemen und Anwendungsprogrammen geht. Der Standard ist nicht kostenfrei erhältlich und wendet sich nicht an den durchschnittlichen Benutzer oder Programmierer. Debian GNU/Linux entwickelt sich auf die POSIX-Vorgaben zu. Ein ähnliches Ziel verfolgen The Single UNIX Specification (http://www.unix.org/online.html), ebenfalls von der Open Group herausgegeben und daher mit Gemeinsamkeiten zu POSIX, und speziell in 2 Eine authentische Zusammenfassung der Anfänge findet sich in The Bell System Technical Journal Vol. 57, July-August 1978, Nr. 6, Part 2, Seite 1897 bis Eine gute Übersicht bieten auch der Eintrag Geschichte von Unix in der deutschen Wikipedia, http: //de.wikipedia.org/, sowie RITCHIES Webseite com/who/dmr/. 3 Standard im Sinn von Norm schreibt sich hinten mit d. Eine Standarte ist eine kleine Fahne, allenfalls noch der Schwanz eines Fuchses.

4 4 1 Was ist Debian GNU/Linux? der Linux-Welt die Linux Standard Base (http://www.linuxbase.org/). Die Free Standards Group (FSG, fördert freie bzw. offene Software durch die Veröffentlichung freier Standards und pflegt Beziehungen zur Linux-Welt, inzwischen aufgegangen in The Linux Foundation (http://www.linux-foundation.org/). Die Aufgaben rund um ein Linux/UNIX-System lassen sich von drei Standpunkten aus betrachten: Ein Benutzer (E: user, F: utilisateur) arbeitet mit dem System und löst von außen kommende Aufgaben mit seiner Hilfe, ein Verwalter (E: administrator, F: administrateur) bringt das System zum Laufen und sorgt für sein Wohlergehen. Administrators make things work, um noch einmal das X11-Buch zu zitieren. ein Entwickler (E: developer, F: développeur) kümmert sich um die Weiterentwicklung der Software, um Standards und neue Hardware. Entsprechend unterscheiden sich die Interessen der drei Gruppen. Ein Benutzer will eine Maschine konstruieren, einen Versuch auswerten, seine Termine in den Griff bekommen oder ein Buch online finden und bestellen. Welche Grafik seinen Bildschirm steuert oder welcher Algorithmus seine Mitteilungen verschlüsselt, ist ihm gleich, solange alles reibungslos und zuverlässig funktioniert. Dafür zu sorgen ist Sache des Verwalters, der sich seinerseits nicht mit Einzelheiten der Anwendungsprogramme abgibt. Bei der Fülle von Anwendungen wäre ihm das gar nicht möglich. Sicherheit in jeder Hinsicht ist ein zentrales Thema für den Verwalter. Ein Entwickler programmiert neue Software, entwickelt bestehende weiter, passt sie an neue Standards zum Beispiel internationale Zeichensätze an, ringt um Treiber für neue Hardware zum Beispiel für schnelle WLAN-Karten und schreibt die Dokumentation dazu. Bei Debian zählt auch das Einbinden der Software in das Debian-Paketsystem zu seinen Aufgaben. Die drei Aufgabenbereiche überschneiden sich. Falls Sie das eben Gesagte und ein bisschen mehr noch einmal aus anderer Feder lesen wollen, legen wir Ihnen das Unix and Internet Fundamentals HOWTO (2004) von ERIC STEVEN RAYMOND (ESR) ans Herz, im Netz unter tldp.org/howto/unix-and-internet-fundamentals-howto/ unentgeltlich zu beziehen. In unseren Büchern weisen wir wie eben oft auf weiterführende Dokumentation hin. Das ist zum einen eine Frage des Platzes und zum anderen eine der Aktualität. System- und Netzverwalter sollten Englisch wenigstens lesen können. 1.2 Freie Software, GNU und Linux Freie Software Software, bei der jedermann das Recht hat, den Quellcode einzusehen, wird als offen bezeichnet. Wenn auch nur Programmierer mit dem Quellcode etwas anfangen können, so ist diese Möglichkeit doch wichtig, um eine Software beurteilen zu können.

5 1.2 Freie Software, GNU und Linux 5 In offenen Quellen lassen sich keine geheimen Funktionen verstecken. Schwächen werden öffentlich diskutiert. Manchmal will man als Anwender auch nur wissen, welchen Einschränkungen ein Programm unterworfen ist, und findet in der Dokumentation keine ausreichende Erklärung. Ein Blick in die Quellen hilft weiter. Warum ist der Zugang zum Quellcode so wichtig? Das Erstellen von Programmen läuft gewöhnlich in zwei Schritten ab. Zunächst wird ein Quelltext (Sourcecode) geschrieben. Dabei handelt es sich um eine oder mehrere Textdateien, die von Programmieren gelesen, verstanden und geändert werden können. Der Quelltext wird dann mit Hilfe eines Übersetzer-Programms dem Compiler in ein Binärformat gebracht, das vom Betriebssystem in den Arbeitsspeicher geladen und vom Prozessor (CPU) ausgeführt wird. Die genaue Arbeitsweise eines Programms oder etwaige Fehler lassen sich anhand der Binärversion nicht oder nur mit hohem Aufwand feststellen. Ebenso ist es beinahe unmöglich, solche Programme zu verändern oder um neue Eigenschaften zu erweitern. Darüber hinaus verbieten viele kommerzielle Softwarelizenzen, im Binärformat vorliegende Programme zu untersuchen oder zu verändern. Eine Bestimmung der GNU General Public License (GPL) fordert deswegen, dass jedes Programm, das unter der GPL steht, zusammen mit seinem Quelltext verfügbar gemacht wird. Außerdem muss jeder, der ein GPL-lizenziertes Programm verändert oder weiter gibt, dieses ebenfalls unter der GPL tun. Es muss der Quellcode einschließlich etwaiger Änderungen offen gelegt werden. Durch diese Bestimmung wird gewährleistet, dass der ursprüngliche Autor eines Programms, das unter der GPL veröffentlicht wurde, von Verbesserungen und Erweiterungen des Programms durch die Lizenznehmer profitiert. Die Verpflichtung zur Offenlegung des Quellcodes ist keine einseitige Leistung des Programmautors, sondern ein Angebot an andere Personen, das Programm ändern und weitergeben zu dürfen unter der Bedingung, dass die Änderungen ebenfalls veröffentlicht werden. Darf jedermann die Software ändern und sie in originaler oder veränderter Form weitergeben, bezeichnet man die Software als frei. Das Wort frei bezieht sich dabei nicht auf den Preis. Frei heißt frei von Einschränkungen im Gebrauch, nicht kostenfrei. Die GNU General Public License gestattet durchaus, Software zu verkaufen. Sie gestattet nicht, für den Quellcode einen gesonderten Preis zu berechnen oder es zu verbieten, dass der Käufer die betreffenden Programme seinerseits weiter gibt. Freie Software ist von Freeware zu unterscheiden. Bei Freeware handelt es sich um Programme, die zwar ohne Bezahlung beschafft und eingesetzt werden können, zu denen aber nicht notwendigerweise der Quellcode verfügbar ist. Bei Freeware bezieht sich das Wort free auf den Preis und nicht auf die Freiheit, das Programm so zu benutzen, wie man möchte. Freie Software muss nicht unbedingt unter der GPL stehen. Abgesehen davon, dass es neben der GPL andere, ähnliche Lizenzen gibt, handelt es sich bei einer Reihe von Programmen um Public Domain Software. Solche Programme können ebenfalls von jedermann eingesetzt, verändert und weitergegeben werden, sie sind aber nicht lizenziert. Der Autor hat auf alle Rechte an dem Programm verzichtet und deswegen auch kein Recht zu verlangen, dass Änderungen ebenfalls im Quellcode veröffentlicht werden.

6 6 1 Was ist Debian GNU/Linux? Freie Software ist nicht nur aufgrund ideeller Überlegungen oder ausgeklügelter Lizenzen erfolgreich. Vielmehr ist die Möglichkeit zur Anpassung eines Programms oft ein Argument für die Auswahl freier Software. Neben Gründen der Flexibilität und der Kosten spielen häufig auch Aspekte der Sicherheit sowie der Softwarestabilität eine entscheidende Rolle. Fehler in offen gelegten Programmen, die von vielen Anwendern, Programmieren und Analytikern untersucht werden, sind in der Regel schneller entdeckt und behoben, als es bei kommerziellen Programmen, auf deren Quellcode nur ein enger Personenkreis zugreifen kann, der Fall ist. Stellen wir uns folgende Situation vor: Ein Systemverwalter entdeckt ein eigenartiges Verhalten eines Programms. Er untersucht die Situation und stellt anhand des Quellcodes fest, dass das Programm unbeabsichtigter Weise die Möglichkeit bietet, über das Netz auf den Rechner zuzugreifen und dort befindliche Daten zu manipulieren. Diese Entdeckung teilt er den Autoren und Benutzern des Programms über eine Mailing-Liste 4 mit. Aufgrund der genauen Angaben zu dem Fehler, die ohne den Quellcode nicht möglich gewesen wären, löst ein anderer Benutzer des Programms den Fehler innerhalb weniger Stunden. Die Lösung wird sofort veröffentlicht, um die Gefahr des unbefugten Datenzugriffs zu bannen. Aus Sicht desjenigen, der die Problemlösung erarbeitet hat, sprechen weitere Gründe für die schnelle Veröffentlichung der Lösung: Bliebe sie unveröffentlicht, müsste sie in jede neue Version des betreffenden Programms erneut integriert werden. Durch die Veröffentlichung wird die eigene Qualifikation nachgewiesen. Es besteht möglicherweise das Bedürfnis, etwas an Menschen zurückzugeben, die einem in ähnlichen Situationen ebenfalls geholfen haben. Zum Vergleich könnte sich die Geschichte bei einem kommerziellen Softwareprodukt folgendermaßen abspielen: Der Systemverwalter bemerkt wieder ein eigenartiges Verhalten eines Programms. Er versucht, dieses Verhalten zu untersuchen, ist sich allerdings nicht darüber im klaren, ob der Grund für das Programmverhalten im Programm selbst oder im Zusammenspiel mit dem Betriebssystem liegt. Die Frage kann er nicht ohne weiteres beantworten, weil der Quellcode von Programm und Betriebssystem nicht zur Verfügung steht und das fragliche Programm nur unter diesem Betriebssystem ausgeführt werden kann. Daraufhin nimmt er Kontakt zum Support des Programmherstellers auf und erklärt diesem die Angelegenheit. Der Programmhersteller sieht sich nicht veranlasst, eine Änderung an dem Programm vorzunehmen, weil ihm ja nicht nachgewiesen werden kann, dass tatsächlich ein Fehler im Programm vorliegt. Das Gleiche gilt für den Hersteller des Betriebssystems. Der Fehler wird zu einem späteren Zeitpunkt von böswilligen Angreifern bemerkt, die ihn tatsächlich benutzen, um sich Zugriff zum betreffenden System zu verschaffen und dort Daten zu verändern. Erst zu diesem Zeitpunkt räumt der Hersteller des Programms eine mögliche Schwäche ein und empfiehlt, das Programm zunächst in einem bestimmten Modus nicht mehr zu benutzen. Ein halbes Jahr später bringt er ein Update des Programms heraus, für das erneut Lizenzgebühren fällig sind. 4 Eine Mailing-Liste ist ein Verteiler für -Rundschreiben.

7 1.2 Freie Software, GNU und Linux 7 Die Geschichte beleuchtet einen der wesentlichen Vorteile freier Software: Es ist erlaubt, sich und anderen selbst zu helfen. Freie Software wird seit einiger Zeit auch als Open-Source-Software bezeichnet. Der Begriff Open Source ist geschützt und an bestimmte Bedingungen gebunden. Die Bedingungen können wir im Internet unter nachlesen. Sie gehen auf die Debian Free Software Guidelines zurück, siehe Abschnitt Die Debian GNU/Linux Distribution auf Seite 11. Auch die Autoren kostenfreier Software und Dokumente brauchen Geld zum Leben und veröffentlichen ihre Werke selten aus Nächstenliebe. Da sie selbst vielfach kostenfreie Werke benutzen, läuft es für sie insgesamt auf dasselbe hinaus, ob sie Geld verlangen oder nicht. Oft werden auch Software oder Dokumente für den Eigenbedarf geschrieben beispielsweise ein Abkürzungsverzeichnis und mit geringem Aufwand der Allgemeinheit im Netz zugänglich gemacht. Ein Buchautor kann für seine Bücher werben, indem er Manuskripte ins Web stellt, ohne seine Urheberrechte aufzugeben. Manchmal entstehen auch Bücher aus Webseiten, und der Autor samt seiner Firma zeigt damit seine Kompetenz, beispielsweise als Webdesigner oder Webmaster. Großen Firmen aus der Computerbranche steht es gut an, freie Software nicht nur zu benutzen, sondern auch zu fördern. Ein unaufdringlicher Hinweis auf den Sponsor stört niemanden. Ein Teil der Software und der Texte stammt aus dem Hochschulbereich, wo mit öffentlichen Mitteln geförderte Projekte verpflichtet sind, ihre Ergebnisse zu veröffentlichen. Schließlich ist auch die Anerkennung durch Zeitund Leidensgenossen ein Ansporn GNU is Not UNIX Der Programmierer RICHARD MATTHEW STALLMAN (RMS) gründete 1984 das GNU-Projekt mit dem Ziel, ein System freier Software zu entwickeln, das den Software-Bedarf von Computer-Benutzern vollständig abdecken sollte. Kern des Projekts war zunächst die Erstellung eines Compilers 5 sowie die Programmierung eines Betriebssystems. Von Anfang an kümmerte sich das GNU-Projekt auch um die Entwicklung von Anwendungsprogrammen und Werkzeugen zur Benutzung des Systems. Eine der bekanntesten GNU-Anwendungen ist der Editor 6 Emacs. Die GNU-Programme erfreuten sich schon früh großer Beliebtheit. Sie wurden und werden von vielen Anwendern eingesetzt, weil sie oft besser programmiert sind und mehr Möglichkeiten bieten als kommerzielle Gegenstücke. Die Abkürzung GNU steht für GNU is Not UNIX. Der Name drückt aus, dass GNU in enger Beziehung zu dem Betriebssystem UNIX steht, sich gleichzeitig jedoch von UNIX abgrenzt. Das vom GNU-Projekt geplante und entwickelte Betriebssystem verhält sich in vielerlei Hinsicht wie eine Weiterentwicklung von UNIX. Es handelt sich jedoch nicht um UNIX, weil alle GNU-Programme unabhängig vom AT&T-Code neu programmiert wurden. Als Logo hat sich das Projekt naheliegenderweise den Kopf eines Gnus oder Wildebeests gewählt, siehe Abbildung Ein Compiler ist ein Programm, das den von Menschen geschriebenen Programmcode (Quellcode) in ein von Maschinen ausführbares Format (Maschinencode) übersetzt. 6 Ein Editor ist ein Programm, mit dem Daten bearbeitet werden.

8 8 1 Was ist Debian GNU/Linux? Hauptmotiv für die Gründung des GNU-Projekts war, dass Anfang der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts immer mehr Software unter Copyright-Bestimmungen gestellt wurde, die es unmöglich machten, die Programme zu verändern, Fehler zu beheben oder sie an eigene Bedürfnisse anzupassen. Darüber hinaus stellten die Copyright-Bestimmungen es unter Strafe, Programme oder eigene Änderungen daran sofern sie doch möglich waren an Andere weiterzugeben. Eines der wesentlichen Bestandteile des GNU-Projekts ist deswegen eine eigene Softwarelizenz, die zum einen die Rechte des Programmierers schützt, zum anderen jedoch verhindert, dass die Freiheit bei der Verwendung eines Programms eingeschränkt wird. Die GNU-Lizenz wird in Anspielung auf den Begriff Copyright auch als Copyleft bezeichnet. Ihr offizieller Name ist GNU General Public License (GPL). Eine deutsche Übersetzung der Lizenz finden Sie im Anhang ab Seite Abb. 1.1: Das GNU-Logo, der Kopf eines Gnus oder Wildebeests, gezeichnet von ETIENNE SUVASA. Keine Ähnlichkeit mit RMS. Abkömmlinge der GPL sind die GNU Lesser General Public License (LGPL) und die GNU Free Documentation License (GFDL). Erstere erlaubt nicht-freier Software, gegen LGPL-lizenzierte Software vor allem Bibliotheken dynamisch zu linken, ohne zur Offenlegung des Quellcodes verpflichtet zu sein. Die GPL lässt das nicht zu. Die GFDL ist eine Lizenz für freie Inhalte, worunter man sich anfangs die Dokumentation zur Software vorstellte. Mittlerweile werden auch andere Dokumente unter der GFDL veröffentlicht. Am bekanntesten ist die Wikipedia. Außerhalb des GNU-Projektes hat die GPL ebenfalls Bedeutung erlangt, weil nicht mehr jeder Programmierer oder Autor sich um die Formulierung einer Lizenz für seine Geistesblitze zu sorgen braucht. Viele übernehmen einfach die GPL vielleicht ohne sie gründlich gelesen und verstanden zu haben und verlassen sich darauf, dass RMS und seine Mitstreiter schon die richtigen Worte gefunden haben. Die zunehmende Beliebtheit der GPL und ihrer Verwandtschaft führt gelegentlich zu Problemen, die nicht vorhersehbar waren. Deshalb werden die Lizenzen von Zeit zu Zeit überarbeitet, aber nicht einfacher Linux ein Kern und viele Distributionen Im Jahr 1991 begann der finnische Student LINUS BENEDICT TORVALDS in Helsinki einen Betriebssystemkern zu entwickeln, der die Fähigkeiten des damals neuen

9 1.2 Freie Software, GNU und Linux Prozessors 7 ausnutzen konnte. TORVALDS benutzte zu diesem Zweck von Anfang an die Werkzeuge des GNU-Projektes. Insbesondere setzte er den GNU-C- Compiler ein, um den Quellcode seines Kerns in Maschinencode zu übersetzen. Das Design und die Schnittstellen dieses neuen Betriebssystemkerns orientierten sich an den Schnittstellen von UNIX, weswegen sich auch die übrigen GNU-Programme sowie andere UNIX-Programme leicht auf das neue System übertragen ließen. Der Name geht offensichtlich auf Linus und UNIX zurück. Viele UNIX-ähnliche Betriebssysteme tragen Namen, die auf -x enden. Ausnahmen bilden Solaris und die BSD-Systeme. Nach kurzer Zeit am 17. September 1991 veröffentlichte TORVALDS eine erste Version seines Kerns unter den Lizenzbedingungen der GPL im mittlerweile weltumspannenden Internet. Das System war zu diesem Zeitpunkt bereits in der Lage, den GNU-C-Compiler und den GNU-Kommandointerpreter Bash auszuführen. Von diesem Anfang ließen sich andere Programmierer begeistern. Sie beteiligten sich an der Entwicklung, sodass der Kern schnell wuchs, stabiler und um neue Fähigkeiten ergänzt wurde. Zwei Jahre nach der ersten Veröffentlichung des Linux-Kerns hatten sich schon mehr als 100 Programmierer an der Entwicklung beteiligt. Die Menge des Quellcodes hatte sich ungefähr verzehnfacht. Man schätzt, dass 1993 bereits Benutzer Linux einsetzten. Diese Entwicklung hat sich bis heute fortgesetzt. Abb. 1.2: Tux, der wohlgenährte, zufriedene Pinguin, das Linux-Logo, gezeichnet von LARRY EWING Linux bezeichnet wie wir gelesen haben eigentlich nur den Kern, zu haben bei Die Software drumherum, die zu einem einsatzbereiten Betriebssystem gehört, müsste sich ein Anwender beim GNU-Projekt und aus weiteren Quellen beschaffen. Das ist viel Arbeit, nicht immer einfach und mit dem Zwang verbunden, sich in kurzen Zeitabständen um neue Versionen der Software zu kümmern 8. Deshalb übernehmen Firmen oder Organisationen die Arbeit und stellen Distributionen zusammen, mit denen vergleichsweise einfach ein lauffähiges System auf einem Rechner eingerichtet und aktuell gehalten werden kann. Eine Distribution fasst Programme, Dokumentation etc. überwiegend aus fremden Quellen zusammen, bei Debian als Upstream bezeichnet. Eigene Beiträge der Distributionspfleger sind 7 Deswegen läuft Linux nicht auf den Vorgängern des Prozessors. 8 Bei diesbezüglichem Ehrgeiz:

10 10 1 Was ist Debian GNU/Linux? manchmal unumgänglich, damit eine Distribution reibungslos und zuverlässig funktioniert. Weltweit sind einige hundert Linux-Distributionen entstanden und teilweise wieder vergangen, siehe die Fachpresse und Bekannte Distributionen sind Slackware (eine der frühesten), Red Hat, SuSE (heute zu Novell gehörig), Mandriva (ehemals Mandrake) und Debian. Auf Debian bauen weitere Distributionen (Derivate) wie Knoppix, Ubuntu, Skolelinux und User-Linux auf. Sie wenden sich an bestimmte Benutzerkreise oder sind auf bestimmte Anwendungsgebiete ausgerichtet. Eine Übersicht, die weder vollständig noch brandaktuell sein kann, finden wir bei der deutschen Wikipedia unter den Lemmata Liste von Linux-Distributionen und Vergleich von Linux-Distributionen. Als Live System werden Distributionen bezeichnet, die ohne weitere Einrichtung unmittelbar von einem entfernbaren Datenträger (Floppy, CD/DVD, USB- Stöpsel 9 ) gestartet und benutzt werden können. Ein Debian Live System hat den Vorteil, dass man einen Rechner mit einem fremden Betriebssystem vorübergehend unter Debian GNU/Linux betreiben kann um es auszuprobieren oder um ein beschädigtes lokales System zu reparieren ohne am ständigen System etwas ändern zu müssen. Nach Entfernen des Live System ist der Rechner wieder ganz der alte. Voraussetzung ist, dass der Rechner von dem entfernbaren Datenträger starten (booten) kann und dieser in der Boot-Reihenfolge im BIOS an erster Stelle kommt. Falls der entfernbare Datenträger nur gelesen werden kann, richtet das Live System unter Umständen temporäre Dateien auf der Festplatte des Rechners ein, ohne in dessen Konfiguration einzugreifen. Von Knoppix oder Ubuntu beispielsweise gibt es Live-CDs. Wer dauerhaft mit Debian GNU/Linux arbeiten will, kommt jedoch um eine ordentliche Einrichtung auf der Festplatte nicht herum. Live Systeme speziell für die Rettung beschädigter Systeme findet man bei darunter Knoppix (http://www. knoppix.org/), PlanB (http://www.projectplanb.org/) und Super- Rescue (http://www.kernel.org/pub/dist/superrescue/). Als Logo hat sich Linux den bekannten, gut genährten Pinguin namens TUX gewählt, der 1996 von LARRY EWING gezeichnet wurde, einem Grafiker aus Texas, siehe Abbildung 1.2. Er wurde von TORVALDS ausgesucht, der eine Schwäche für Pinguine hat. In der Tat ist der Pinguin ein angenehmerer Sympathieträger als ein fliegendes Gebäudeteil oder ein angebissenes Stück Obst. Die Anzahl der Linux-Installationen wird zur Zeit auf 25 Millionen geschätzt, die Anzahl von Entwicklern, die einen Beitrag zu Linux geleistet haben, liegt bei weit über 1.000, Tendenz steigend. In einigen Bereichen ist Linux schon jetzt das am weitesten verbreitete Betriebssystem, und zwar wen wundert es vor allem im Bereich von Internet-Servern. Auch im wissenschaftlichen Umfeld, als Server für heterogene Netze und immer mehr im Bereich der Heim- und Arbeitsplatzrechner hat sich Linux einen festen Platz erobert. Linux-Varianten laufen heute in Geräten wie Mobiltelefonen und auf Großrechnern. Niedrige Kosten, hohe Stabilität, hohe Flexibilität, ein hohes Maß an Sicherheit, eine umfangreiche Dokumentation und 9 USB-Stöpsel sind nicht mit Memory Sticks zu verwechseln, wie sie die Firma Sony verwendet. Umgangssprachlich wird jedoch oft nicht unterschieden.

11 1.3 Debian GNU/Linux 11 relativ geringe Hardwareanforderungen bewirken, dass sich immer mehr Einkäufer, Entscheider, Entwickler und Benutzer für GNU und Linux entscheiden. Behörden schätzen an Linux die niedrigen Kosten von Anschaffung und Betrieb sowie die Sicherheit. Auch die mit dem Einsatz von Linux gewonnene Unabhängigkeit von einer einzelnen Firma ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Während vor einigen Jahren vor allem in Unternehmen noch Bedenken bestanden, Linux einzusetzen, weil kein kommerzieller Support für das System verfügbar war, hat sich die Situation mittlerweile gebessert. Eine wachsende Anzahl junger GNU/Linux-Firmen bietet Dienstleistungen wie Schulungen und Support, aber auch die Planung und Einrichtung von Linux-basierten EDV-Landschaften an. Darüber hinaus engagieren sich namhafte Firmen aus der IT-Branche wie IBM, Hewlett- Packard oder Oracle im Linux-Bereich und bieten Hard- und Software sowie Dienstleistungen im Umfeld dieses Betriebssystems an. 1.3 Debian GNU/Linux Die Debian-GNU/Linux-Distribution Bei dem Debian-Projekt handelt es sich um eine lockere Organisation aus etwa 1000 Entwicklern weltweit, die sich zum Ziel gesetzt hat, eine freie Software- Distribution herauszugeben. Die Leute, die Debian zusammenstellen und pflegen die Debian-Maintainer räumen eine Menge Steine aus dem Weg des Benutzers. Beispielsweise ist die Einordnung von Dateien in Verzeichnisse zwar im Großen festgelegt, aber nicht in allen Einzelheiten. Wer seinem Rechner Software aus Quellen außerhalb des Debian-Systems hinzufügt, hat oft damit zu kämpfen, dass Dateien nicht dort liegen, wo sie der Rest des Systems erwartet. Unser Buch befasst sich mit Debian GNU/Linux, der Linux-Distribution von Debian. Das Debian-Projekt ist jedoch mehr als eine Linux-Distribution, da es auch andere Kerne als Linux unterstützt, beispielsweise BSD-Kerne. Man kann Debian als ein Modell ansehen, um freie Software so zu organisieren, dass sie jedermann einsetzen kann. Das Projekt wurde 1993 von IAN MURDOCK gegründet, damals Student der Purdue-Universität. Der Name Debian entstand aus dem Vornamen seiner Frau DE- BRA und seinem eigenen Vornamen. Das Projekt ist im Web durch debian.org/ vertreten, im deutschen Sprachgebiet durch debian.org/. Entwickler und am Projekt Interessierte sind in der Debian Developers Corner unter zu Hause, während Verwalter und Benutzer oft die Paketlisten unter distrib/packages/ durchsuchen. Ein Debian-Wiki unter debian.org/ dient dem Gedankenaustausch. Die Entscheidungswege des Projektes sind in einer Verfassung oder Satzung (constitution, org/devel/constitution) niedergelegt; aktuell ist Version 1.2 von Für die Gründung des Debian-Projekts sprach vieles: Die kommerziellen Distributionen waren nicht so gut, wie sie hätten sein können, kommerzielle Distributoren bewarben ausgiebig neue, unausgereifte Linux-Eigenschaften, wodurch bei der

12 12 1 Was ist Debian GNU/Linux? Kundschaft Enttäuschungen hervorgerufen wurden; außerdem begannen einige Distributoren, freie und nicht-freie Software miteinander zu vermischen, was zur Folge hatte, dass die Distributionen nicht mehr uneingeschränkt benutzt werden durften. Ein weiterer Grund für die Entstehung von Debian war, dass es sich bei einer Distribution selbst um Software handelt, die genauso frei sein sollte wie ihre Teile. Durch die Gründung von Debian wurde das Entwicklungsprinzip von Linux, nämlich das gemeinschaftliche Arbeiten vieler Entwickler, die über das Internet miteinander kommunizieren, auf die Distribution ausgedehnt. Das Debian-Projekt selbst hat keine Rechtsform. Weil es bei einem Projekt dieser Größenordnung jedoch notwendig ist, Gelder zu verwalten und Rechte wahrzunehmen, wurde von dem Projekt die gemeinnützige Organisation Software in the Public Interest, Inc. (SPI) mit Sitz in Indianapolis, USA gegründet, Website Die Organisation tritt beispielsweise als Inhaberin des Warenzeichens Debian sowie als Copyright-Halterin für die Produkte des Debian-Projekts auf. Außerdem nimmt sie Geld- und Sachspenden an das Debian-Projekt entgegen. Eine kurze Geschichte des Projektes findet sich unter project-history/. Speziell für Debianerinnen gibt es seit 2004 ein Debian women project mit der Website Abb. 1.3: Das Debian-Logo, der dunkelrote Swirl Das Logo des Debian-Projektes ist ein dunkelroter Swirl, siehe Abbildung 1.3. Das Wort swirl bedeutet im Englischen Wirbel oder Spirale. In einer erweiterten Form des Logos nur für den offiziellen Gebrauch entströmt der Swirl einer Flasche und könnte einen Flaschengeist oder magischen Rauch darstellen, der einen Rechner zu sinnvollem Verhalten befähigt. Bilddateien etc. liegen in mehreren Größen und Formaten auf zum Herunterladen bereit. Der Name Debian GNU/Linux drückt aus, dass es sich um eine Softwaredistribution handelt, die zwei Wurzeln hat, nämlich das GNU-System und den Linux-Kern. Zur Zeit wird daran gearbeitet, neben Linux auch andere freie Betriebssystemkerne in das System zu integrieren. Vor allem das GNU-Projekt arbeitet schon seit langem an einem eigenen Betriebssystemkern namens HURD. Der Kern wird zur Zeit in das System integriert. Aus diesem Grund wird die gesamte Distribution auch einfach nur Debian genannt, weil der Linux-Kern kein notwendiger Bestandteil mehr ist. In die-

13 1.3 Debian GNU/Linux 13 sem Buch wird von Debian GNU/Linux gesprochen, weil nur der Linux-basierte Teil der Distribution beschrieben wird. Das Debian-Projekt fühlt sich freier Software besonders verpflichtet. Eine der tragenden Säulen des Projekts ist der Gesellschaftsvertrag (Social Contract, http: //www.debian.org/social_contract), in dem die Ziele des Projekts definiert werden. Im Anhang zu dem Vertrag wird dargelegt, unter welchen Bedingungen Debian ein Programm (E: programme, US-E: program, F: programme, logiciel) als freie Software (F: logiciel libre) anerkennt. Die Richtlinien werden als Debian Free Software Guidelines (DFSG, social_contract#guidelines) bezeichnet. Gesellschaftsvertrag und DFSG sind im Anhang des Buches ab Seite 1075 wiedergegeben. Die eigentliche Debian- Distribution besteht ausschließlich aus Programmen, die mit den DFSG in Einklang stehen. Als Service für die Benutzer der Distribution bereiten Debian-Entwickler jedoch auch einige nicht-freie Programme für den Einsatz auf Debian-Systemen vor. Der Grund ist im Wesentlichen, dass es zur Zeit noch Programme gibt, für die kein freies Äquivalent verfügbar ist. Freie und nicht-freie Software befindet sich auf den Debian-Servern im Internet sowie auf den Debian-CD/DVDs in unterschiedlichen Bereichen, sodass es für Benutzer sofort klar ist, aus welchem Bereich ein Programm stammt. Solange wir nur Programme aus dem Hauptteil der Distribution (main) einsetzen, können wir sicher sein, dass wir das System im Sinne der DFSG frei benutzen können. Falls wir jedoch Software aus den Abteilungen non-free oder contrib einsetzen, ist zu prüfen, ob wir diese Programme für den von uns geplanten Zweck benutzen dürfen. Software entwickelt sich weiter. Es gibt kaum ein Programm, von dem nicht im Lauf der Jahre neue Versionen veröffentlicht werden. Bei Debian werden die Ausgaben oder Suiten in dreierlei Weise gekennzeichnet: durch Nummern, beispielsweise 3.1r5, offiziell als Version bezeichnet, hier in der Revision 5, durch eine Klassifizierung wie unstable, testing und stable, Suite genannt, durch (Code-)Namen wie woody, sarge, etch oder lenny. Anfang 2007 bezeichneten 3.1r5, stable und sarge dieselbe Software. Ebenso meinten testing und etch dasselbe. Zu Ostern 2007 wurde etch unter der Versionsnummer 4.0 (4.0r0) mit dem Linux-Kern als stabil freigegeben. Damit rückte die bisherige unstabile Version zu testing unter dem Namen lenny auf. Die Entwicklung der Debian-Distribution ist vollkommen offen und für jedermann einsichtig. Das Projekt veröffentlicht drei Suiten der Distribution: stable: eine stabile und abgeschlossene Version, die in unregelmäßigen Zeitabständen von einer neuen stabilen Version abgelöst wird, Bevor eine neue stabile Version herausgegeben wird, sind alle schwerwiegenden Fehler beseitigt. Zu einer stabilen Version kommt nichts Neues mehr hinzu; es werden nur bekannt werdende Mängel (Sicherheitslücken) beseitigt. Manche Benutzer halten stable für veraltet, aber Stabilität hat ihren Preis. testing: eine noch nicht stabile vollständige Version, an der die Entwickler des Projekts arbeiten und die sich deswegen ständig ändert, für Arbeitsplätze geeig-

14 14 1 Was ist Debian GNU/Linux? net, von denen nicht ein ganzes Netz abhängt. Immerhin haben die Pakete dieser Suite schon eine Reihe von Prüfungen bestanden. unstable: eine experimentelle, vollständige Version, bei der ein Benutzer mit schwerwiegenden Fehlern und raschen Änderungen rechnen muss und die daher keinesfalls in der Produktion eingesetzt werden soll. Wer sich bei Problemen selbst zu helfen weiß, kann unstable fahren. Darüber hinaus werden die letzte Revision der jüngstvergangenen Version unter der Bezeichnung oldstable sowie noch ältere Versionen in einem Archiv (http: //archive.debian.org/) verfügbar gehalten, aber nicht mehr gepflegt. Archivierte Versionen ändern sich nicht mehr, ihr Security Support ist beendet. Als Vorstufe zu unstable taucht gelegentlich experimental auf, unvollständig und nur für Experimente geeignet. Der Weg eines Debian-Programmpaketes führt von unstable über testing nach stable und irgendwann in das Archiv. Abb. 1.4: Schnappschuss aus dem Film Toy Story von Disney-Pixar: Lenny, das Fernglas, nach dem Debian-testing (2007) benannt wurde Fehler werden von Benutzern und Entwicklern in eine Datenbank eingegeben. Der Inhalt dieser Datenbank kann von jedermann gelesen werden. Für die Sicherheit und Stabilität wesentliche Fehler werden laufend korrigiert. Wer seine Rechner regelmäßig aktualisiert, braucht nicht auf die Veröffentlichung von Servicepaketen, Patch Days oder dergleichen zu warten. Die gibt es bei Debian nicht. Wer mit einer stable-suite arbeitet, sollte sein Debian GNU/Linux wöchentlich aktualisieren, für testing ist tägliches Nachführen nicht übertrieben. Mit apt-get ist der Aufwand gering. Da der zeitliche Abstand zwischen zwei stabilen Versionen in die Jahre

15 1.3 Debian GNU/Linux 15 gehen kann woody hielt sich drei Jahre werden in kürzeren Abständen Point- Releases (revisions) von stable herausgegeben, das sind Momentaufnahmen, auf die man sich bei Neuinstallationen oder beim Brennen von CD/DVDs beziehen kann. Das letzte Point-Release der Mitte 2005 abgelösten Version 3.0 mit Namen woody trug die Nummer 6 und wird mithin als Version 3.0r6 bezeichnet. Nachfolger war die Version 3.1 mit Namen sarge, Point-Release 0. Im Jahr 2007 löste die Version 4.0 mit Namen etch, bis dahin testing, die Version 3.1 (sarge) ab. Die instabile Version wird stets mit sid benannt und bekommt keine Nummer. Wenn aus testing stable wird, rückt unstable zu testing auf und bekommt einen eigenen Namen, in diesem Fall lenny, siehe Abbildung 1.4. Einige Monate vor dem Aufrücken einer testing- Version nach stable wird sie eingefroren, es werden nur noch Fehler beseitigt, aber keine Pakete mehr hinzugefügt. Die Codenamen stammen aus dem Film Toy Story (1995) von Disney-Pixar (http://www.pixar.com/), der Firma, die auch A bug s life und Finding Nemo gezeichnet hat. Zu den Charakteren siehe die englische Wikipedia unter dem Suchbegriff List of Toy Story characters. Als Portierung oder Port wird die Anpassung einer Suite an eine Rechnerarchitektur beziehungsweise eine Familie von Zentralprozessoren bezeichnet. Eine Übersicht findet sich auf Der am weitesten verbreitete Port bezieht sich auf den Prozessor Intel (x86, IA-32, i386) und seine Abkömmlinge oder Nachbauten. Da jüngere Intel-Prozessoren wie oder Pentium (80686) einige praktische Befehle mehr verstehen als der 80386, gibt es Kerne, die auf die neueren Prozessoren hin optimiert sind. Der Port läuft aber auch auf den jüngeren Prozessoren, reizt sie jedoch nicht aus. Ebenso gibt es für AMD-Prozessoren optimierte Kerne. Die Debian-Paketlisten sind, um Benutzern die Suche zu erleichtern, thematisch in Abschnitte, Sektionen oder Kategorien unterteilt, wobei die Auswahl der Themen oder die Zuordung eines Paketes mitunter diskutiert werden könnte. Immerhin braucht sich so ein Benutzer, der sich einen Überblick über alle mit zusammenhängenden Pakete verschaffen will, nicht durch Pakete hindurchzuwühlen, sondern nur durch 496. Die Sektionen sind: Administration Utilities Werkzeuge zur Systemverwaltung wie aptitude und grub, Base Utilities vor allem Kerne, Communication Programs Werkzeuge zur Benutzung von Modems wie mgetty und uucp, debian-installer udeb packages Werkzeuge zum Bau des Debian-Installers, nichts für Normalverbraucher, Development Werkzeuge für Programmentwickler wie alex und gcc, Documentation Dokumentation, soweit nicht in Programmpaketen enthalten, sowie Werkzeuge zum Lesen, Editors Texteditoren und Textprozessoren wie abiword, emacs, vim und Open- Office, Electronics Werkzeuge für Elektrotechniker wie geda und klogic,

16 16 1 Was ist Debian GNU/Linux? Embedded software Software zum Einsatz auf Emdedded Systems wie matchbox und openwince, Games Spiele von Gnuchess bis tuxkart, GNOME GNOME-Software wie Evolution oder yelp, Graphics Grafikwerkzeuge wie gimp und xsane, Ham Radio Software für Funkamateure, Interpreters Übersetzer für interpretierte Programmiersprachen von AWK über BASIC bis Tcl, KDE KDE-Software wie abakus und ktorrent, Library development Programmbibliotheken für Entwickler, Libraries spezielle Bibliotheken zur Ergänzung der Standardbibliotheken, Mail Alles, was mit zu tun hat, wie mutt und exim4, Mathematics mathematische Werkzeuge wie axiom und bc, Miscellaneous Vermischtes, was nirgendwoanders hinpasst, wie megahal und med-tools, Network Server, Clients und Werkzeuge für das Netz wie cupsys, dnsmasq und ntp, soweit nicht in anderen Sektionen untergebracht, Newsgroups Software für das Usenet wie cnews und tin, Old Libraries alte Bibliotheken, die möglicherweise von alten Anwendungen noch gebraucht werden, Other OS s and file systems Emulatoren wie dosemu und Werkzeuge für fremde Dateisystemtypen wie mtools, Perl Alles, was mit der Programmiersprache Perl zu tun hat, Python Alles, was mit der Programmiersprache Python zu tun hat, Science wissenschaftliche Anwendungen wie cernlib und kstars, Shells Kommandointerpreter von der Bash bis zu zsh, Sound Werkzeuge zur Aufnahme, Bearbeitung und Wiedergabe von Schall von ALSA bis xmms2, TeX das TEX-/L A TEX-Satzsystem, Text Processing Werzeuge zum Bearbeiten, Formatieren und Drucken von Text wie a2ps und ispell, Utilities Dienstprogramme verschiedener Art wie coreutils und gnupg, Virtual packages virtuelle Pakete, die andere Pakete einbinden, beispielsweise mail-tranport-agent, das einen der MTAs wie Exim4 oder Postfix holt, Web Software Web-Server, -Clients und -Hilfsprogramme wie apache und iceweasel, X Window System software das X Window System mit Servern und Clients wie xorg und xterm. Ein Paket gehört immer nur einer Sektion an, auch wenn es vom Thema her in mehrere passen würde. Oft benutzt man die Suchfunktion der Debian-Webseite, ohne auf die Sektion Wert zu legen. Debian-Pakete werden ferner nach ihrer Dringlichkeit (priority) in fünf Klassen eingeteilt: required notwendig zum Funktionieren eines Debian-Systems,

17 1.3 Debian GNU/Linux 17 important wichtig, um mit einem Debian-System überhaupt arbeiten zu können, standard sinnvoll auf einem einfachen Debian-System ohne Grafik, optional wahlfrei, mit diesen Paketen kommt Freude auf, extra ebenfalls wahlfrei, aber oft in Konflikt zu Paketen aus den vorgenannten Klassen stehend, sodass sich ein Verwalter entscheiden muss, welches Paket er bevorzugt. Weniger als die Pakete aus den Klassen standard und davor wird man nicht einrichten. Während die Sachverhalte der Entwicklung von Debian GNU/Linux klar sind, hat sich die Bezeichnungsweise noch nicht stabilisiert. Die Begriffe Distribution, Suite, Branch, Release, Revision, Version und Abteilung werden nicht einheitlich verwendet; dazu kommen Fragen der Übersetzung und der Sprachgebrauch außerhalb von Debian. Der Leser klammere sich nicht an die Wörter. Gentoo (http://www.gentoo.org/) ist eine Distribution von GNU/Linux oder FreeBSD, die nur Quellcode verteilt und vom Benutzer erwartet, dass er die Binärdateien auf seinem Rechner erzeugt. Das ist ein interessanter Ansatz vielleicht nicht für jedermann geeignet der es ermöglicht, die Binärdateien optimal an die jeweiligen Wünsche und die vorliegende Hardware anzupassen. Außerdem lernt man viel dabei. Bei Debian sind Versuche in dieser Richtung, genannt Debian From Scratch (DFS), auf html/ nachzulesen. Die konservative Auslegung der Begriffe frei und stabil im Projekt wird gelegentlich als Nachteil angesehen, ist aber ein wesentliches Merkmal von Debian und trägt zu seinem guten Ruf bei. Wer unbedingt neuere Software als in stable enthalten benötigt, greift zu testing und kann damit in der Regel unbeschwert arbeiten. Seit Herbst 2005 nimmt testing ebenso wie stable am Sicherheits-Support von Debian teil. Sicherheitsmängel werden schnellstmöglich beseitigt. Einen Arbeitsplatzrechner, von dem nicht weitere Rechner abhängen, kann man durchaus unter testing betreiben vielleicht nach einem halben Jahr Abwarten seit der Höherstufung. Für kritische Server sollte man jedoch Stabilität über alles stellen. Auch sperrt sich Debian nicht gegen den Einsatz unfreier Software, nur gehört sie nicht ins Projekt. Debian GNU/Linux zählt zu den bedeutendsten Linux-Distributionen, und es darf davon ausgegangen werden, dass Debian GNU/Linux weltweit betrachtet die zweitgrößte Linux-Distribution ist. Im Vergleich zu anderen Distributionen bietet Debian GNU/Linux die größte Anzahl von Softwarepaketen, Anfang 2007 rund Unterstützt werden neben Intel kompatiblen PCs knapp ein Dutzend weiterer Rechnerarchitekturen. Ferner unterstützt Debian GNU/Linux eine Vielzahl menschlicher Sprachen, von Arabisch bis Ukrainisch. Die ersten Zentralprozessoren Anfang der 70er Jahre verfügten über eine Busbreite von 4 Bits. Ihr Adress- und Zahlenbereich war auf 2 hoch 4 begrenzt. Heute sind CPUs mit einer Busbreite von 32 Bits am weitesten verbreitet. Beim Prozessorhersteller Intel gehen sie auf den Typ von 1985 zurück, dessen Architektur und Befehlssatz oft mit i386 bezeichnet wird, auch in den Debian-Paketlisten. Die Nachfolger und Nachbauten sind schneller geworden, am Grundsätzlichen hat sich

18 18 1 Was ist Debian GNU/Linux? aber nichts geändert. Erst mit der Intel Architecture 64 (IA-64, ia64) ist die Busbreite durchgängig auf 64 Bits erhöht und zugleich ein neuer Befehlssatz eingeführt worden. Vorteile sind ein größerer Zahlen- und Speicheradressbereich sowie eine schnellere Abarbeitung der Befehle. Die Software muss mitspielen, weshalb in den Debian-Paketlisten ia64 von i386 getrennt ist. Prozessoren anderer Hersteller verwenden teilweise schon länger Busse bis hin zu 128 Bits Breite, sind aber nicht so verbreitet. Debian GNU/Linux ist kostenlos über das Internet verfügbar. Weil das Herunterladen der Distribution für viele Benutzer mit Kosten verbunden ist, stellt das Debian- Projekt Abbilddateien der Distribution bereit, die aus dem Internet heruntergeladen und von Firmen zur Herstellung von CD/DVDs benutzt werden. CD/DVD-Sätze, die aus den Abbilddateien des Debian-Projekts erstellt wurden, werden als offizielle Debian-CD/DVDs bezeichnet (23 CDs). Daneben gibt es Anbieter, die selbst Debian-CD/DVDs zusammenstellen. Solche CD/DVDs sind speziell auf bestimmte Bedingungen angepasst oder enthalten zusätzliche Software, die das Debian-Projekt mit den offiziellen CD/DVDs nicht verteilt. Jede Distribution hat ihre Stärken und Schwächen. Kommerzielle Distributoren bemühen sich um einfach zu benutzende oder ansprechend aussehende Installationsprogramme. Dies sind Programmteile, die vor allem von den Medien bei Vergleichen von Linux-Distributionen oft getestet werden und mit denen sich schnell gute Testergebnisse erzielen lassen. Debian GNU/Linux wird von Anwendern für Anwender gemacht. Die Einrichtung des Betriebssystems mit einem aufwendigen grafischen Programm hat für die tägliche Arbeit jedoch eine geringe Bedeutung (was nicht heißt, dass Debian GNU/Linux schwierig einzurichten ist). Deswegen steht bei Debian GNU/Linux im Vordergrund, dass sicher und stabil mit dem System gearbeitet werden kann. Aus Wettbewerbsgründen sind in kommerziellen Distributionen oft jüngere Versionen bekannter Programme enthalten. Diese werden gelegentlich in letzter Minute in die Distribution aufgenommen, ohne vorher ausreichend getestet worden zu sein. Auf der anderen Seite werden weniger bekannte, aber für den Betrieb ebenso wichtige Programme von diesen Distributoren vernachlässigt, weil sich damit nicht werben lässt. Debian ist nicht auf Marketing angewiesen und nimmt deshalb auf solche Überlegungen keine Rücksicht. Hier stehen die Stabilität und Fehlerfreiheit bei gleichmäßiger Aktualität aller Komponenten im Vordergrund. Dies macht sich bei Aktualisierungen des Systems bemerkbar: Ein Debian-GNU/Linux-System kann problemlos von einer auf die nächste Version der Distribution (sarge -> etch) aktualisiert werden, ohne dass persönliche Anpassungen verloren gehen oder das System neu gestartet werden muss. Debian-GNU/Linux-Systeme lassen sich über Jahre ohne Unterbrechung betreiben, es sei denn der Betriebssystemkern muss ausgetauscht werden was schlecht im laufenden Betrieb erledigt werden kann oder ein Hardwareproblem zwingt dazu, den Rechner herunterzufahren. Falls Sie sich eingehend mit den Besonderheiten von Debian und den dahinter stehenden organisatorischen Strukturen befassen wollen also den Dingen, die Debian GNU/Linux von den übrigen GNU/Linux-Distributionen unterscheiden erfahren Sie bei MARTIN F. KRAFFT auf 600 Seiten mehr zum Debian-System. Auf der

19 1.3 Debian GNU/Linux 19 anderen Seite schreibt er nichts über die Bash, das Common UNIX Printing System, X11 oder Textverarbeitung. Diese Gebiete liegen außerhalb seines Themas Warum Debian GNU/Linux? Vor nicht langer Zeit war der Begriff Linux nur Eingeweihten (Freaks, Gurus, Geeks, Wizards, Nerds, Hackern... ) vertraut. Heute lesen wir Neuigkeiten über Linux in der Tageszeitung und sehen Berichte im Fernsehen zu diesem Thema. Welche Gründe sprechen für den Einsatz eines Linux-Betriebssystems? Und welche Gründe sprechen dafür, gerade Debian GNU/Linux zu verwenden? Linux/UNIX ist das älteste der heute gebräuchlichen Betriebssysteme und ausgereift. Es war von Anbeginn auf Zusammenarbeit unterschiedlicher Hardware, unterschiedlicher Software und zahlreicher Benutzer angelegt. Ein aktuelles Linux/UNIX kann wesentlich mehr als ein UNIX von 1980, aber was ein Verwalter damals gelernt hat, gilt auch heute noch. Es reicht nur nicht mehr aus. Stabilität GNU/Linux ist eines der stabilsten Betriebssysteme für PCs. Häufige Abstürze sind mit GNU/Linux Vergangenheit. Debian GNU/Linux wird lange Zeit öffentlich getestet, bevor es als stabil freigegeben wird. Es ist deswegen ein besonders zuverlässiges und sicheres GNU/Linux-System. Geringe Hardwareanforderungen GNU/Linux benötigt für eine Aufgabe in der Regel weniger Hardwareressourcen (CPU-Takt, Speicher) als andere Betriebssysteme. Das System ist modular aufgebaut. So braucht eine grafische Oberfläche nur dort eingerichtet zu werden, wo sie auch benötigt wird. Mehrbenutzerfähigkeit GNU/Linux ermöglicht mehreren Benutzern, gleichzeitig mit dem System zu arbeiten. Dies beschränkt sich nicht auf den Einsatz als Web-, Datei- oder Mailserver, sondern gilt auch für die Ausführung von Programmen. Das System lässt sich gut als Anwendungsserver einsetzen. Sicherheit Unter GNU/Linux lassen sich Daten wirkungsvoll vor dem Zugriff durch Unbefugte schützen. Weil der Quellcode des Betriebssystems offen gelegt ist, wird er von vielen Leuten geprüft; sicherheitsrelevante Fehler werden schnell entdeckt und behoben. Kooperativität Debian GNU/Linux kann problemlos auf Rechnern eingerichtet werden, auf denen sich bereits andere Betriebssysteme befinden oder nachträglich hinzugefügt werden sollen. Zum Startzeitpunkt wird ausgewählt, welches der Betriebssysteme gestartet werden soll. Benutzerfreundlichkeit Mit KDE und GNOME stehen zwei freie grafische Benutzeroberflächen (Arbeitsumgebungen, Desktöppe) für GNU/Linux zur Verfügung, mit denen das System ähnlich benutzt werden kann wie ein MS-Windowsoder Macintosh-basiertes System. Freiheit Alle Teile von Debian GNU/Linux sind freie, offene Software. Sie sind im Quellcode verfügbar, dürfen beliebig oft eingesetzt, angepasst, verändert und weitergegeben werden, ohne Gebühren zu zahlen oder um Erlaubnis zu fragen. Sie brauchen sich nicht mit komplizierten Lizenzvereinbarungen herumzuschlagen, mit irgendetwas einverstanden zu erklären, irgendwo registrieren zu lassen

20 20 1 Was ist Debian GNU/Linux? oder irgendetwas zu aktivieren und bei Änderungen am Rechner erneut zu aktivieren. Sie hängen nicht auf Gedeih und Verderb von einem einzigen Hersteller ab. Weil es in einigen Fällen unumgänglich ist, nicht-freie Software einzusetzen, wird eine Reihe von nicht-freien Programmen vom Debian-Projekt als Dienstleistung ebenfalls für den Einsatz mit der Debian-Distribution vorbereitet. Diese Software ist jedoch kein Teil der offiziellen Distribution und deutlich abgegrenzt. Preis GNU/Linux ist günstig erhältlich. Wer über eine Internetanbindung verfügt, lädt Debian GNU/Linux aus dem Internet herunter und bezahlt außer den Verbindungskosten nichts. Debian-DVDs kosten nur wenige Euro. Investitionssicherheit Weil Debian keine kommerziellen Interessen verfolgt, werden wir nicht in kurzen Abständen gezwungen, Updates oder neue Programmversionen zu bezahlen und einzurichten. Zudem besteht keine Gefahr, dass die Distribution eines Tages aufgrund fehlendes wirtschaftlichen Erfolges eingestellt wird. Das Debian-Projekt kann nicht aufgekauft werden. Umfang Debian GNU/Linux bietet eine große Zahl an Softwarepaketen, die für das System vorbereitet sind. Zur Zeit sind dies rund Pakete. Mit der Software lassen sich die meisten Aufgaben von der Büroanwendung über Server bis hin zum Zahlenknacker in der Forschung abdecken. Kommerzielle Software Immer mehr Firmen setzen auf GNU/Linux. Die Großen der IT-Branche wie IBM, Hewlett-Packard, SUN oder Oracle finanzieren die Entwicklung von GNU/Linux mit und bieten Software für das Betriebssystem an. Aber auch viele neue Linux-Firmen sind mit GNU und Linux gewachsen und bieten angepasste Lösungen an. Unterstützung Bei Fragen zu Linux, GNU oder Debian sind zahlreiche kompetente Benutzer bereit zu antworten. In den meisten Städten gibt es Linux- Benutzergruppen (Linux User Groups, LUGs), die sich auf Ihren Besuch freuen. Weiter gibt es im Internet eine Vielzahl von Foren, in denen alle möglichen Linux-, GNU- und Debian-bezogenen Fragen diskutiert werden. Zusätzlich bieten Unternehmen kommerziellen Linux-Support an. Schließlich steht im Netz eine Unmenge an Dokumentation bereit. Nur wenig Software ist so ausführlich dokumentiert wie Debian GNU/Linux. Flexibilität Die Distribution enthält für viele Aufgaben unterschiedliche, alternativ oder nebeneinander einsetzbare Programmpakete. Falls Sie von einer anderen GNU/Linux-Distribution zu Debian GNU/Linux wechseln, werden Sie feststellen, dass die meisten Programme, die Sie von Ihrer alten Distribution kennen, auch unter Debian GNU/Linux verfügbar sind. Modularität Debian GNU/Linux ist modular aufgebaut. Es braucht nicht erst ein großes Basispaket eingerichtet zu werden; vielmehr kann jedes Paket einzeln ausgewählt werden 10, wodurch weniger Festplattenplatz benötigt wird. Pakete lassen sich jederzeit nachrüsten oder auch wieder hinauswerfen. Rechnerarchitekturen Debian GNU/Linux unterstützt knapp ein Dutzend Rechnerarchitekturen. Neben dem klassischen Intel kompatiblen PC (i386, IA-64) werden Amiga, Atari, Apple-Macintosh (sowohl m als auch 10 Einige zentrale Pakete müssen immer eingerichtet sein.

21 1.3 Debian GNU/Linux 21 PowerPC-Prozessoren), Hewlett-Packard (hppa), SUN-Workstation (sparc) und weitere unterstützt. Debian GNU/Linux kennen zu lernen und zu verwenden bedeutet, flexibel zu bleiben. Softwaremanagement Das Paketverwaltungssystem von Debian gehört zu den besten. Es erlaubt den nahtlosen Übergang von einer Debian-Version zur nächsten und kann Software direkt aus dem Internet einrichten. Vorhandene Anpassungen werden beibehalten. Es kennt alle Beziehungen verschiedener Softwarebestandteile untereinander und verhindert, dass unbenutzbare Programme eingerichtet werden oder das System durch die Entfernung eines Paketes lahm gelegt wird. Während der Einrichtung von Software ist ein Neustart des Systems selten notwendig, sodass die Ausfallzeiten des Rechners auch während der Aktualisierung minimal sind. Das Einrichtungsprogramm (Installer) steht in 58 Sprachen von Albanisch bis Wolof zur Verfügung. Wer schon einmal Linux/UNIX- Software als Tarball aus dem Netz heruntergeladen und von Hand übersetzt und eingerichtet hat, ist für die vorbereiteten Debian-Pakete und Werkzeuge wie apt-get dankbar. Wir räumen ein, dass es einige auf dem Markt führende Softwareprodukte gibt, die nicht für GNU/Linux verfügbar sind, unabhängig von Kosten und Lizenzen. Mit der zunehmenden Bedeutung von GNU/Linux kann sich das bessern. Linux/UNIX gilt als schwierig. Auf die Benutzung trifft das nicht zu. Der Verwalter hat allerdings einigen Stoff zu lernen. Auf Grund unserer Erfahrungen auch mit anderen Betriebssystemen auf kleinen und großen Rechnern sind wir der Meinung, dass Linux/UNIX für viele Aufgaben die einfachste Lösung bietet, zudem anpassungsfähig und gut dokumentiert ist. Probleme sind am ehesten beim X Window System (X11, Grafik), bei und beim Drucken in einem heterogenen Netz zu erwarten. Das liegt daran, dass bei diesen Aufgaben viele verschiedenartige Komponenten zusammenarbeiten müssen. Im Übrigen gilt für Linux/UNIX dasselbe wie für das Kuchenbacken: Wer es noch nie versucht hat, wird am Anfang mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben, aber jeder kann es so weit bringen, dass für den Alltag brauchbare Ergebnisse herauskommen. Der Umfang unserer beiden Debian-Bücher und anderer soll Sie nicht abschrecken. Es ist nicht erforderlich, alles im Kopf zu haben, schon gar nicht die zahllosen Einzelheiten. Ein paar Konzepte sollte man verstanden haben und vor allem wissen, wie und wo man bei Fragen Hilfe bekommt. Deshalb nennen wir unsere Quellen, auch wenn sich die Hyperlinks stellenweise häufen. Wer sich eingehend mit einem Thema befassen und den aktuellen Stand erfahren will, kommt um das Web nicht herum Auf Debian aufsetzende Distributionen Wenn Debian GNU/Linux das Gelbe vom Ei ist, warum finden sich dann Distributionen, die auf Debian-Paketen aufsetzen? Was machen die Derivate besser? Schauen wir uns einige an. Knoppix (http://www.knopper.net/knoppix/) von KLAUS KNOPPER ist ein Live System, das ohne weitere Einrichtung unmittelbar

22 22 1 Was ist Debian GNU/Linux? von CD oder DVD gestartet werden kann, vorausgesetzt der Rechner beherrscht das Booten von CD/DVD. Nicht zu alte PCs bieten im BIOS die Möglichkeit, von verschiedenen Medien (Floppy, Festplatte, CD, SCSI) zu starten und die Rangfolge der Medien vorzugeben. Unter CD ist dabei immer ein CD- oder DVD-Laufwerk mit IDE/ATAPI-Schnittstelle zu verstehen, nicht ein SCSI-Laufwerk. Zum Booten von CD/DVD ist dessen Laufwerk an die erste Stelle zu setzen. Neuere SCSI-Adapter erlauben, in ihrem BIOS (nicht im System-BIOS) die SCSI-Adresse einzustellen, von der gebootet werden soll. Bei älteren SCSI-Adaptern muss das Boot-Gerät meist die erste Festplatte die SCSI-Adresse 0 tragen, vereinzelt (Hewlett-Packard) auch 6. Notfalls lässt sich von der CD/DVD das Image (bitgenaue Kopie) einer Boot- Floppy auf eine Floppy übertragen, mit dieser booten und dann von der Knoppix- CD/DVD arbeiten. Abb. 1.5: Screenshot einer von DVD auf einem PC laufenden Knoppix-Distribution, hier mit dem KDE-Dateimanager Konqueror auf dem Schirm Knoppix ist als Beilage zu einem Computer-Magazin bekannt geworden, aber auch unabhängig davon zu haben und entwickelt sich lebhaft weiter. Gegenwärtig sind eine abgespeckte Ausführung auf CD und eine Maxi-Ausführung auf DVD erhältlich. Eine Knoppix-Scheibe eignet sich ausgezeichnet als Rettungssystem für abgestürzte PCs, gleich unter welchem Betriebssystem. Mittlerweile gibt es fremdsprachige Ausgaben von Knoppix beispielsweise Kaella unter linux-azur.org/ Varianten und Derivate. Abbildung 1.5 zeigt einen Screen-

23 1.3 Debian GNU/Linux 23 shot eines Knoppix, das von DVD ohne zusätzliche Konfiguration auf einem IBM- NetVista-PC läuft. Knoppix hat bei Benutzern anderer Betriebssysteme viele Freunde für GNU/Linux geworben, weil man unverbindlich von der CD/DVD booten und mit dem System arbeiten kann, ohne bleibende Änderungen auf der Festplatte vornehmen zu müssen. Das Arbeiten von CD/DVD geht nicht so flott wie von Platte, aber für erste Schritte reicht die Geschwindigkeit allemal. Da ein Live-System nicht auf der Festplatte des Rechners eingerichtet zu werden braucht, eignet es sich hervorragend zum Ausprobieren und Herumspielen, für Vorführungen und zum Behandeln kranker Systeme. Beispielsweise lässt sich ein von Viren befallener Rechner mit einem Live-System betreiben, um zu retten, was zu retten ist. Dabei braucht man nicht zu befürchten, dass das Live System angesteckt wird, weil eine CD/DVD nur gelesen werden kann. Im Debian-Projekt selbst sind ebenfalls Bemühungen im Gange, ein Live System zu erstellen, siehe http: //live.debian.net/ und Ubuntu (http://www.ubuntu.com/) ist ein Debian-Derivat, das einfach einzurichten ist und halbjährlich in einem neuen Release erscheint, während es bei Debian schon einmal Jahre dauern kann. Auch von Ubuntu gibt es Live-CDs sowie zwei Ableger namens Kubuntu (http://www.kubuntu.org/) mit Schwerpunkt KDE sowie Edubuntu (http://www.edubuntu.org/) mit einer Auswahl pädagogischer Software. Skolelinux aus Norwegen (http://www.skolelinux.org/, ist eine auf Debian GNU/Linux basierende Plattform für freie Software in der Bildung. Sie ermöglicht die Einrichtung eines lokalen Netzes in einer Schule. Zu Skolelinux gehören die Liste debian-edu/ und der Wiki In den Debian-Paketlisten finden sich zwei Dutzend Metapakete, großenteils aus der Abteilung misc, deren Name mit education beginnt. Ein Metapaket enthält nur Verweise auf normale Pakete, sodass man mit der Einrichtung eines Metapaketes mehrere thematisch zusammengehörende Pakete auf den Rechner holt. Debian-Med ist eine angepasste Debian-Distribution (Custom Debian Distribution, CDD). Sie will ein freies System für alle Aufgaben im medizinischen Bereich werden und ist unter zu Hause. Das GNU-Projekt GNUmed (http://www.gnumed.org/) ist Bestandteil von Debian-Med. In den Debian-Paketlisten gibt es einige Pakete, deren Name mit med beginnt. Beim Suchen nach der Zeichenkette med kommt viel multimediales Zeug mit. Das Projekt scheint noch nicht so weit gediehen zu sein wie DebianEdu. An Kinder von 1 bis 99 wendet sich das Projekt Debian Junior, ebenfalls eine angepasste Debian-Distribution. Es ist unter debian-jr/ zu finden. In den Paketlisten finden sich knapp zwei Dutzend Metapakete, deren Name mit junior beginnt. Die Pakete sind auf einem laufenden Debian- System einzurichten, stellen also keine vollständige Distribution dar. Außerhalb von Debian bemühen sich weitere Projekte um freie Software in Kinderzimmer und Schule, beispielsweise die Open Source Education Foundation (OSEF, Schoolforge (http://www.schoolforge.net/) oder Tux4Kids (http://www.tux4kids.net/).

24 24 1 Was ist Debian GNU/Linux? Das Projekt Agnula (A GNU/Linux Audio Distribution, agnula.org/) wurde 2002 in der EU gestartet, um ein besonders für Multimedia- Anwendungen geeignetes GNU/Linux-System zu schaffen, das sich leicht einrichten lässt. Geht man von einem allgemeinen GNU/Linux-System aus, hat man gerade bei dieser Ausrichtung einige Hürden zu überwinden. Die Debian-Variante von Agnula nennt sich DeMuDi (Debian Multimedia Distribution) und ist auf beheimatet. Kanotix (http://kanotix.com/) basiert auf Debian Sid, also der neuesten, weitgehend ungetesteten Version, und ist damit besonders für Benutzer geeignet, die auf neueste Software angewiesen sind, beispielsweise weil sie mit Hardware arbeiten, die erst seit kurzem auf dem Markt ist. Linspire (http://www.linspire.com/) ist ein ursprünglich auf Debian GNU/Linux aufbauendes, teilkommerzielles Betriebssystem, das versucht, dem Betriebssystem eines Fensterherstellers ähnlich zu sehen und ebenso intuitiv benutzbar zu sein. Das Produkt wird kontrovers diskutiert, aber man darf nicht vergessen, dass frei im Sinne von GNU und Debian nicht kostenfrei einschließt. Sein Hersteller unterstützt einige Open Source Projekte. LiMux (http://www.muenchen.de/linux/) ist ein seit 2004 laufendes Projekt der Stadtverwaltung München mit dem Ziel der Migration (Übergang) zu freier Software. Die Lösung beruht weitgehend auf Debian GNU/Linux. Die Umstellung soll sich während des laufenden Betriebes über vier Jahre erstrecken. Ähnlich wie München stellt auch die Stadt Wien weich auf freie Software um, und zwar ausdrücklich auf Debian GNU/Linux. Das Projekt WIENUX (http://www.wien. gov.at/ma14/wienux.html) läuft seit Anfang 2005 und stellt seine Software im Web bereit. Auf der Webseite wird davon abgeraten, WIENUX privat einzusetzen, da es an die Bedürfnisse der Verwaltung einer Großstadt angepasst sei. Auch wer an der Software kein unmittelbares Interesse hat, kann aus dem Migrationsvorgang lernen, wie man einen großen Betrieb ohne Unterbrechung auf freie Software umstellt. Der deutsche Bundestag hat im 2003 begonnenen und 2005 abgeschlossenen Projekt MigOS seine Server auf GNU/Linux mit Samba und Open LDAP umgestellt, ist also nicht so weit gegangen wie die beiden Stadtverwaltungen, die auch die Arbeitsplätze nach und nach auf GNU/Linux umstellen. Die französische Nationalversammlung stellt ganz auf offene Software um. Das waren längst nicht alle Debian-Derivate. Auf der Webseite debianhelp.co.uk/debian.htm werden 146 auf Debian GNU/Linux beruhende Derivate aufgelistet. Es gibt auch kommerzielle Derivate wie den Univention Corporate Server (http://www.univention.de/) aus Bremen oder Progeny Debian von Progeny Linux Systems (http://www.progeny.com/), der Firma von IAN MURDOCK. Die meisten Derivate haben ihre Berechtigung, da sie besondere Ziele verfolgen, die das allgemein angelegte Debian-Projekt nicht in Angriff nehmen kann oder will.

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