Tauchmedizinische Fortbildung im Landesverband Thüringen

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1 Herzlich Willkommen

2 Tauchmedizinische Fortbildung im Landesverband Thüringen Termin: bis 17 Uhr Ort: Kassenärztliche Vereinigung Thür./ Zum Hospitalgraben 8, Weimar Anmeldeschluß: Tel ) Teilnehmergebühr: 10,-, zu Überweisen bis an Landestauchsportverband Thüringen Kto: BLZ: (Spk. Mittelthueringen) Verwendungszweck: TL-WB2010, Name, Verein 1. Begrüßung 2. Reisemedizin-Prophylaxe und Impfschutz ( Impfausweise können zur Beratung mitgebracht werden ) Dr.Rainer Mohorn / Landesverbandsarzt 3. Reisemedizin Wie sinnvoll ist die Thromboseprophylaxe bei Langstreckenflügen Dr. Konrad Meyne / VDST-Verbandsarzt 4. Meeeresbiologie Haie Jäger werden zu Gejagten Ref. Dr. rer.nat. J. Wuckelt Kaffeepause 5. Verbandsinformationen im LTVT / Neues aus der Ausbildung Thomas Lehr/Landesausbildungsleiter, Detlef Zimara/Präsident LTVT 6. Tiefenrausch-was steckt eigentlich dahinter Dr.Thomas Mohorn / Allgemeinmed./ Dopingbeauftragter des VDST 7. Tauchen und Wechselwirkungen durch Medikamente Dr. Udo Wundram / NRW Hotlinarzt Mittag (13-14 Uhr) 8. Tauchtauglichkeit bei bestimmten Vorerkrankungen und Begleiterkrankungen Prof. Dr. Detlef Brock / Landesverbandsarzt Sachsen / Wettkampfarzt der Nationalm. imfs/st Kaffeepause 9. Aktuelle Erkenntnisse zur Dekompression Deepstops- Was steckt denn nun dahinter Bernhard Hahn / Dekompressionsexperte VDST 10. Die neuen Leitlinien bei der Herz-Lungenwiederbelebung unter Einbeziehung des AED Dr. Konrad Meyne / Verbandsarzt Dr. Rainer Mohorn Thomas Lehr Dr. Jörg Wuckelt Landesverbandsarzt Landesausbildungsleiter TL **

3 Tauchreisemedizin Prophylaxe und Impfschutz Dr. Rainer Mohorn Landesverbandsarzt

4 Die 60 schönsten Tauchplätze der Welt (v. Monty Halls)

5 Die 60 schönsten Tauchplätze in der Welt (v. Monty Halls)

6 Mögliche ärztliche Leistungen der Reisemedizin nach GOÄ Leistungsziffer nach GOÄ Leistung Betrag in 1 Reisemed. Beratung < 10 min 10,0 3 > 10 min 375 Impfleistung + Doku 20,0 10,0 377 Parallelimpf. 6,50

7 Infektionen was passiert im Körper? Abwehrzellen binden an den Erreger fremd? Antikörperproduktion Abwehrzellen erkennen Erreger als fremd Entwicklung von Gedächtniszellen 7

8 Immunisierung = Schutzimpfungen Aktive Immunisierung Passive Immunisierung Simultanimpfung

9 Passive Impfungen Serum mit fertigen Antikörpern (AK) Pat. Ist schwer erkrankt (Tetanus,Tollwut, Schlangenbiß) Schneller Schutz für kurze Zeit AK werden im Blut anderer hergestellt (Mensch,Tiere) Simultanimpfung Aktive u. passive I. gleichzeitig, z.b. Tetanus, Tollwut

10 Impfungen Aktive Immunisierung Impfung mit abgeschwächten oder abgetöteten Erregern /Teilen davon Aufbau körpereigener Abwehrkräfte Körper bildet Antikörper und Gedächtniszellen Schutz für viele Jahre 10

11 Aktive Immunisierung Totimpfstoffe (Grippe,T,D,Pa,Polio) Bruchstücke der abgetöteten Erreger Können keine Erkrankungen auslösen Lebendimpfstoffe (M,M,R,V,Gelbfieber) Abgeschwächte noch vermehrungsfähige Erreger Mehrere simultan Impfabstand zu and. Impf.4 Wochen Können die Erkrankung leicht durchmachen

12 Immunologisches Gedächtnis Immunkompetente Zellen = Lymphozyten, sind spezifische AK differenzieren sich in Gedächtniszellen Zirkulieren im Blut oder / und haften auf den Schleimhäuten

13 Impfungen Keine Angst vorm Impfen meist problemlos vertragen falls Nebenwirkungen auftreten, sind dies vor allem Rötungen und Schwellungen an Impfstelle, leichtes Fieber Das Risiko von Komplikationen als Folge der Infektion ist weitaus größer! 13

14 Impfungen Impfstoffe für jedes Alter Säuglinge und Kleinkinder Erwachsene Kinder und Jugendliche über 60-Jährige 14

15 Ständige Impfkommission ( STIKO ) Gremium von unabhängigen Fachexperten, wie Virologen,Infektologen, Immunologen, Mikrobiologen u.a. Kein Verträge mit Pharmafirmen Tagen 2x pro Jahr

16 Was ist Pflicht, was ist Kür Grundimmunisierung nach STIKO Reiseimpfungen Indikationsimpfungen

17 Impfungen STIKO-Empfehlungen Impfstoffe für Kinder & Jugendliche, Erwachsene & über 60 Jährige Impfungen Sgl-17 Jahre Auffrischung 10 jährlich Diphth.,Tet. Polio, Keuchh. Mumps,Mas., Röt.,Windp. Die Angaben orientieren sich an allgemeinen Richtlinien. Ihr Arzt berät Sie individuell. X X Pneumokokken 2 X entfällt Hepatitis B X Entfällt Meningokokken der Gruppe C Humane Papillomviren (HPV) X Jugendl Jahre Ausnahmen > 60 Jahre Grippe 4) Für ungeimpfte Jugendliche, die keine Windpockenerkrankung durchgemacht haben jährlich 5) Reisende in onen mit Infektionsrisiko sowie alle Personen mit fehlender oder unvollstädiger Grundimmunisierung bzw. ohne Impfdokumentatio n sind gegen Polio zu impfen. 6) Frauen mit Kinderwunsch, Kontaktpersonen und Betreuer von Säuglingen 7) Empfohlen für bestimmte Personen- und 17

18 Reiseimpfungen Gelbfieber Hepatitis A und B FSME Typhus Cholera Tollwut

19 Indikationsimpfungen Meningokokken - Meningitis Japanische Enzephalitis Pneumokokken

20 Gelbfieber Namibia Mosambik Sambia Amazonas Venezuela Kolumbien

21 Gelbfieber Überträger: Stechmücken (Aedes) von Mensch zu Mensch oder von Affe zu Mensch Inkubationszeit: 3-6 Tagen, Symptome: plötzlich Fieber 39-40, Erbrechen Schüttelfrost, Muskelschmerzen, nach kurzer Besserung entwickelt sich eine Gelbfärbung, Nierenversagen u. innere Blutungen. Sterberate bei 50%

22 Gelbfieberimpfung Staatliche Impfstellen- Uni Jena, Stadtroda-Landratsamt / Ges. Impstoff (Lebendimpfstoff) nach 10 d bis 10 Jahre Schutz; kritisch bei > 60 JÄHRIGEN Impfvorschriften in manchen Ländern Impfabstand einhalten

23 Hepatitis A - Endemiegebiete

24 Hepatitis A Nach 1950 geborene Europäer haben keine Immunität Erreger: Hepatits A Virus, sehr widerstandsfähig Übertragungsweise: überwiegend fäkooral, d.h. durch Verzehr verunreinigter Nahrungsmittel (Meeresfrüchte, Salat, Obst, Speiseeis), Trinkwasser od. direkten Krankenkontakt, sowie gemeinsame Benutzung von Toiletten, Handtüchern u. Essenutensilien. Inkubation: 2-6 Wochen Symptome: Viren verursachen eine Leberentzündung mit Schwellung der Leber, Gelbfärbung der Bindehaut und Haut, sowie Entfärbung des Stuhls und Dunkelfärbung des Urins.

25 Hepatitis A-Impfung 2 Impfungen im Abstand von 6 Monaten Impstoffpreis pro Impfdosis = 52,0 Impfschutz-lebenslang (25 Jahre)

26 Hepatitis B Weltweit verbreitet Seltener als Hepatitis A, aber gefährlicher Hepatitis B Virus wird nur über Körperflüssigkeiten, hpts. Blut u. Sperma Infektiosität ist sehr hoch, nur der Bruchteil eines Blutstropfen Keine typische Reiseimpfung

27 Taucher = Risikoprofil Aufgequollene Haut Mehrfachnutzung der ausgeliehenen Neoprenanzüge Leichte Verletzbarkeit an Korallen Zahnfleischbluten mit Übertragung durch LA mangels Hygiene

28 Hepatitis B Impfung Hepatitis A + Hepatitis B Impfabstand in Monaten bis 12 Preis pro Dosis B = 37,0 Preis pro Dosis A+B = 65,0

29 Typhus-Infektionsgebiete

30 Typhus Erreger: Samonella typhi Bakterien Übertragung: über infizierte Nahrungsmittel u. Schmierinfektion, Wasser Inkubation: 3-10 (60) Tagen Symptome: beginnt mit grippeähnlichen Symptomen wie anhaltendes Fieber, Bauchschmerzen, Kopf-u. Muskelschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Husten u. Schwächegefühl. Erbsbreiartige Durchfälle erst in Woche

31 Goldene Ernährungsregel Kochen, braten, schälen oder vergessen!

32 Typhus-Impfung In Ländern mit unzureichenden Hygienestandard Längerer Aufenthalt in Endemiegebieten, und /oder in Dörfern Personen mit Magensäuremangel Patientenfreundliche Schluckimpfung Schutz auf natürlichen Weg Breiter Schutz vor Typhus-Varianten

33 Typhus-Impfstoffe Typhoral L - Kapseln (Lebendimpfstoff) 1.Tag - 3. Tag - 5. Tag 1 Jahr Schutz Preis 26,83 Typhim Vi 1 Injektion Schutz 3 Jahre Preis 24,36

34 Cholerainfektionsgebiete

35 Cholera Erreger: Bakterien Ansteckung: Verseuchte Nahrungsmittel oder Trinkwasser -fökooral Inkubationszeit: 1-3 Tage Symptome: Bakterien scheiden ein Stoffwechselgift aus, welches den Wasser -u. Salzhaushalt des Körpers bes. stört. Brechdurchfälle mit Austrocknung führt in wenigen Stunden od. Tage zum Tod.

36 Cholera-Impfstoff Dukoral: Schluckimpfung > 6. Lj. 2x im Abstand von 1-6 Wochen sehr gute Verträglichkeit Schutz: 2 Jahre Kreuzwirkung zu anderen Reisediarhoen Preis: 2 x 45,-

37 Tollwut Erreger: Virus Inkubation: 10 d 3 Monate Symptome: Virus befällt das ZNS, geringe lokale Wundreaktionen und anfangs unspezifische Symptome wie Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit und Unwohlsein. Typ. S. Krämpfe der Schluck-u. Atemmuskulatur, Tod tritt nach mehreren Tagen durch Herz und Atemlähmung ein. Verhaltenstipps: Kontakt vermeiden von Hunden und Fledermäusen.

38 Tollwut-Impfung Rabipur: ( s. gute Verträglichkeit ) Schutz: oder 28 Tag 2-5 Jahre Preis: 3 x 61, Besonderheit: Bei Kontakt eines tollwütigen Tieres erfolgen nochmals 2 Impfungen (sonst 5 Impf.+ Immunglobulin= simultan )

39 Frühsommermeningoenzephalitis (FSME) Erreger: Virus / Saison: April-November Übertragung: Zecken infizieren sich in der Regel während der Blutmahlzeit bei Kleinnagern (z.b. Mäusen) mit dem FSME-Virus. Durch den Stich am Menschen überträgt die infizierte Zecke das Virus auf den Menschen.

40 FSME-Infektion 1. Meningoenzephalitis: 2 Phasen Phase 1: ersten Wochen mit fieberhaften Grippesymptome bei 70% der Betroffenen endet hier die Erkrankung Phase 2: Entzündung der Hirnhäute, Gehirn und Rückenmark, z.b. Facialislähmung

41 Zecken- Entwicklungsstadien 1. Larve winzig 0,5 mm-6 beinig 2. Nymphe 1,5-2 mm, 8 beinig 3. Adulte Zecke 0,5-1,0 cm, 8-beinig

42 Zeckenfreßwerkzeug

43

44 FSME-Risikogebiete in D

45 FSME - Impfung Grundimmunisierung: ( 3 Injekt.) 0 4 Wo 9 Monate bis 1 Jahr Auffrischung: 3-5 Jahre Preis: 3 x 36,94

46 Meningokokken - Meningitis Erreger: Bakterien mit versch. Serotypen Ansteckung: Tröpfcheninfektion, bes. Säuglinge und Jugendliche. 80% < 20 Jahren, asymptomat.träger Inkubation: 2-5 Tage Symptome: Meist akuter Beginn mit hohem Fieber, Erbrechen, Kopfschmerzen, ausgeprägte Nackensteifigkeit, schwer krank meistens mit Restschäden, wenn sie nicht versterben (Lähmungen, Taubheit, Blindheit) Sepsis

47 Meningokokkensepsis

48 Meningitisrisikogebiete in Europa

49 Meningitisrisikogebiete auf der Welt Dez. - Mai Nov. - Mai Meningokokkengürtel

50 Impfung Menjugat Konjugatimpfstoff (Typ C ) 1 x Impfen Preis ca. 47,60

51 Japanische Enzephalitis = Spezielle Indikationsimpfung

52 Impfstoffe in der Pipeline Meningokokken Typ B, ACWY Hepatitis E Herpes zoster Malaria Chinkungunja Dengue Zukunft: Pflaster über 5-6 Std. Nasenschleimhaut Druckluft

53 Unvorbereitetes Wegeilen bringt unglückliche Wiederkehr J. W. von Goethe Wilhelm Meisters Lehrjahre

Schutzimpfungen. Gelbfieber Hepatitis A Typhus Hepatitis B Meningokokken-Meningitis Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) Tollwut Masern

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