Stadtpolitik kreativ! Aber wie? Kultur, Kunst, Kreativiät als Motor für Stadterneuerung?

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1 Stadtpolitik kreativ! Aber wie? Kultur, Kunst, Kreativiät als Motor für Stadterneuerung? Oliver Frey Department für Raumentwicklung, Infrastruktur- und Umweltplanung Fachbereich Soziologie, Technische Universität Wien If the only kinds of city neighborhoods that demonstrate useful functions in real life self government are the city as a whole, streets, and districts, then effective neighborhood physical planning for cities should aim at these purposes: First, to foster lively and interesting streets. Second, to make the fabric of these streets as continous a network as possible throughout h t a district i t of potential ti subcity size and power. Third, to use parks and squares and public buildings as part of this street fabric; use them to intensify and knit together the fabric`s complexity and multiple use... (Jane Jacobs, The death and life of great american cities, 1961) Lofts changed from sites where production took place to items of cultural consumption. The residential conversion of manufacturing lofts confirms and symbolizes the death of an urban manufacturing center. In spatial terms, lofts also represent a terrain of conflict between the various social groups that compete for their use. (Sharon Zukin, Loft Living 1982) The gatering of people, companies and ressources into particular places with particular specialities and capabilities generates efficiences that power economic groxth. It is for this reason that I say place is becoming the central organizing unit of our economy and society, taking a role that used to be played by the large corporation (Richard Florida, The rise of the creative Class, 2002) 1

2 Zentrale Forschungsfragen zur Verknüpfung zwischen Stadtsoziologie und Raumplanung 1. Welche neue Formen sozialer Alltagsorganisation entstehen in den kreativen Milieus? 2. Welche neuen Formen der Steuerung der / in den kreativen Milieus müssen entwickelt werden? These KREATIVITÄT BRAUCHT LOKALEN RAUM Räumliche Nähe ermöglicht Face-to-Face Kommunikation Tacit knowledge ermöglicht Produktion und Handeln im lokalen Raum Ressource des Ortes, des sozialen Netzwerkes und der Individuen verschmelzen im lokalen Raum zu einem endogenen Potential 2

3 Strategien zur Steigerung der Identifikation der BewohnerInnen mit ihrem Stadtquartier Empfehlung Strategien zur Positionierung des Stadt innerhalb des Städtewettbewerbes Strategien zur Aufwertung von städtischen Teilgebieten Strategien zur Steigerung ökonomischer Tätigkeit Forderung Kreativ steuern! Wissensaustausch fördern! Öffentliche Diskussion und Information! Räume öffnen! Förderungen kleiner Unternehmen! Diversität fördern! Veraltete Regelungen abbauen! Stärkung der lokalen Bevölkerung durch Partizipation und Empowerment! Eigenentwicklungen zulassen und Möglichkeitsräume entwickeln 3

4 Definition von Kreativität Kreativität bezeichnet die Fähigkeit schöpferischen Denkens und Handelns. Kreativität ist die Fähigkeit etwas Neues zu schaffen. Kreativität ist schöpferisches Vermögen, das sich im menschlíchen Handeln und Denken realisiert und einerseits durch Neuartigkeit oder Orginalität gekennzeichnet ist, andererseits aber auch einen sinnvollen und erkennbaren Bezug zur Lösung technischer, menschlicher oder sozialpolitischer Probleme aufweist (Brockhaus 1996) Kreatives oder schöpferisches Denken, allgemeine Bezeichnung für die Fähigkeit it der Hervorbringung neuer und orgineller Problemlösungen. lö Vorausetzung dafür ist die Fähigkeit, alte Denkgewohnheiten, Sichtweisen usw. aufzugeben und neue, überraschende Verbindungen herzustellen, neue Beziehungen zwischen gegebenen Daten uwa. Auffinden zu können (Lexikon zur Soziologie 1995) 4

5 Definition von Innovation Innovation bezeichnet den Prozess und die Implementierung von neuen Ideen und Erfindungen sowie die wirtschaftliche Umsetzung deren Technological innovations comprise implemented technologically new products and processes and significant technological improvements in products and processes (The Oxford Handbook of Innovation 2005) 5

6 Die Stadt in der Wissensgesellschaft Wandel von Industriegesellschaft zur Wissensgesellschaft Bedeutungsgewinn g von Wissen und Information zur Produktion von Gütern Postmoderne: Flexibilisierung von Produktion und Planung, Pluralisierung von Lebensstilen, Heterogenisierung und Individualisierung Globalisierte Stadt: Spannungsverhältnis zwischen der Ökonomie der Enträumlichung und dem Bedeutungsgewinn des lokalen Ortes Stadt als Ort der Produktion und des Konsums: Renaissance der Stadt Die Bedeutung des Ortes: Glokalisierung Wachsende Bedeutung von Orten für Austausch des sozialen, kulturellen und symbolischen Kapitals im Prozess der Globalisierung place-matters! Neue ortsgebundene Netzwerkstrukturen in hybriden Szenen/Milieus und den nachbarschaftsbezogenen Aktionsräumen Kreative Urbanität und Nutzungsmischung: Rolle von Kultur/Kunst/Kreativität bei der Reurbanisierung städtischer öffentlicher Räume und Quartiere 6

7 Typ des Ortes Funktional Steuerung Ich Ressource Wir Ressource Ökonomisches, soziales, kulturelles und kreatives Kapital zur Selbstverwertung Orts und personen gebundene Wissensformen Interpretation des Gedächtnisses eines spezifischen Ortes Kollektive Identifikationsprozesse mit den Creative Industries Soziale Konstruktion von kollektivem Gedächtnis Soziales Kapital innerhalb sozialer Netzwerke mobilisiert durch weak und strong ties Investitionen in Bildungsprogramme und Unterstützung von Lernprozessen, besonders in transdisziplinäres Wissen Schnittstellen und Austauschplattformen der Netzwerke stärken Empowerment als ein sozialer Prozess Kommunikation und soziale Interaktionen im Austausch zwischen Stakeholdern und kreativem Milieu fördern Ort als Gedächtnisspeicher Physische Materialität des Ortes als Medium Kombination von Instrumenten und Maßnahmen in baulichphysische Elemente sowie soziale Strukturen des Ortes Orts Ressource kulturelle Symbolik von Geschichte und Gegenwart des Ortes Planung der Nicht Planung im Sinne einer Schaffung von Ermöglichungsräumen Nachbarschaftliche Ausstattung, infrastrukturelle Lage und Anbindung Investitionen in die weichen Eigenschaften des Ortes Merkmale der amalgamen Stadt: Was ist neu? 1. Verbindendes statt Trennendes 2. Relationaler Raum statt Containerraum 3. Statt Einheit zwischen Territorium und Lebensstilen, ortsgebundene Netzwerke 4. Statt Gegensatz zwischen materiellem physischen Raum und sozialen Strukturen, Verbindungen zwischen baulichen und sozialen Strukturen 5. Statt Planung durch Staat, Selbstregulation durch Communities 7

8 Loft-Working Loft-Working 8

9 Visual Interpretation of individual perception of living, working and leisure places 9

10 10

11 Creative urban spaces and their resources in Vienna 11

12 12

13 The dual City The differentiation of milieu 13

14 The network City amalgamated city 14

15 Danke für die Aufmerksamkeit! Contact Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, A-1040 Wien Tel.: / Fax:

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