PROGRAMMBESCHREIBUNG. Studientage Deutsch 19. März 21. März 2015

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1 PROGRAMMBESCHREIBUNG Studientage Deutsch 19. März 21. März 2015 NEUE MEDIEN UND SPRACHENLERNEN: MEDIALE LERNWERKZEUGE IM ZEITGEMÄSSEN FREMDSPRACHENUNTERRICHT Wie viel Internet und Digitalisierung braucht der Fremdsprachenunterricht? 19. März 2015, Donnerstag Goethe-Institut Kroatien Ulica grada Vukovara Zagreb Tel.: 01/ Eröffnungsvortrag : Zu den Grundlagen einer kognitiven Sprachdidaktik und ihrer medialen Umsetzung In der neuesten Fremdsprachendidaktik vollzieht sich ein spannender Paradigmenwechsel von Input-getriebenen zu Kompetenz orientierten Verfahren. Die logische Konsequenz aus Kompetenzbeschreibungen, Lernerautonomie, Authentizität und Inhaltsorientierung ist eine komplette Ausrichtung der Lern- und Lehrverfahren an den Köpfen der Lerner, das heißt an kognitiven Prozessen der Sprach- und Wissensverarbeitung. Die Medien der Wissensgenerierung und Wissensvermittlung spielen dabei konsequenterweise eine entscheidende Rolle. Der Vortrag führt in die Grundlagen der modernen Kognitiven Sprachdidaktik ein und zeigt Schnittstellen zur Nutzung von Medien auf. Doc. Dr. sc. Damir Velički Vortrag: Die "Net Generation": Herausforderungen für die Schule im digitalen Zeitalter Im Vortrag wird das Projekt "SCHOOL FOR NET-GENERATION: INTERNAL REFORM OF PRIMARY AND SECONDARY SCHOOL EDUCATION" kurz vorgestellt und der Begriff "Net Generation" näher erläutert. Außerdem wird der Frage nachgegangen, welchen Herausforderungen Schule und Lehrer im digitalen Zeitalter ausgesetzt sind.

2 Forum mit Impulsvorträgen (Sprachen-)Lernen unter den Bedingungen der Digitalisierung. Auch im Jahr 2015 bedeutet digitales Lernen häufig nicht viel mehr, als dass ein Arbeitsblatt gescannt und als PDF ins Internet gestellt wird. Statt von digitalem Lernen sollte besser vom Lernen unter den Bedingungen der Digitalisierung gesprochen werden. Der Impulsvortrag versucht, die innovativen Potenziale dieser neuen Formen des Lernens für den Unterricht zu skizzieren. Mag. Dr. Thomas Strasser Sprachenlernen 2.0!? Wieviel Internet braucht der Fremdsprachenunterricht? Die Neuen Lerntechnologien haben mittlerweile den Unterrichtsalltag erreicht. Trotz der Kontroversen im wissenschaftlichen Diskurs bezüglich neuer Lerntechnologien (von der bustedbubble bis hin zum omnipräsenten Phänomen mit höchst kreativem Potenzial), konnten sich im Laufe der Zeit immer mehr digitale Ressourcen vor allem für den Fremdsprachenbereich (z.b. DaF) herauskristallisieren. Der Vortrag gibteinen Überblick der Entwicklung neuer Lerntechnologien im Sprachunterricht und beleuchtet dabei die Veränderungen in der Gesellschaft und diskutiert vor allem die Rolle der Lehrenden und Lernendenim praktischen, digitalen Umfeld. Wahlseminare Focus on Handlung: Zur medialen Umsetzung einer handlungs- und aufgabenbasierten Didaktik Das Seminar setzt die Darstellung der Grundlagen der Eröffnungsvorträge fort und zeigt eine Reihe entscheidender Anwendungsbereiche auf. Dabei wird der theoretische und praktische Bezug von Kognition und Handlung an Hand medialer Anwendungen für das Sprachenlernen und lehren illustriert.

3 Mag. Dr. Thomas Strasser Quick dirty. Eine Überlebensausrüstung für den digitalen Dschungel. In diesem Workshop werden kostenlose Internetseiten undweb 2.0-Anwendungen für den Sprachunterricht (Deutsch, DaF, etc.) vorgestellt (Anwendungen hauptsächlich für den PC, aber auch klassische Apps für das Smartphone und Tablets). Hauptaugenmerk liegt dabei auf der EINFACHHEIT der zu bedienenden Internettools (Fokus auf Didaktik, nicht auf Technik). Lehrkräfte können eine große Auswahl an simplen Anwendungen sofort im Unterricht mit ihren Sprachlernenden ausprobieren und werden somit mit einer kleinen Grundausstattung für den digitalen Dschungel ausgerüstet. Grundlegende Computerkenntnisse (Speichern, Internetsurfen, Datei hochladen, s abrufen, etc.) vorausgesetzt. "Mediale Bildung unter den Bedingungen der Digitalisierung" Im Seminar soll der Frage nachgegangen werden, wie sich Bildung im Zeitalter der Digitalisierung verändert und welche Auswirkungen diese Veränderungen auf den Deutschunterricht haben. Die verschiedenen Facetten dieser Frage sollen einerseits theoretisch in den Blick genommen werden, indem z.b. das Konzept der medialen Bildung problematisiert wird, andererseits sollen aber auch unterrichtspraktische Aspekte kritisch analysiert werden. Spannend ist hier beispielsweise die Frage, wie sich konkrete Aufgabenformate im Deutschunterricht verändern müssen und welche neuen Formen des Lernens insbesondere mit den Social Media realisierbar sind. 20. März 2015, Freitag Vortrag: Symmedialer Deutschunterricht: Potenziale und Probleme. Versuch eines Überblicks. Die Bedeutung der Mediendidaktik, die neben Sprach- und Literaturdidaktik die dritte Säule der Deutschdidaktik darstellt, hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Denn sowohl die Gegenstände des Faches Deutsch als auch die Sozialisationsbedingungen der Schüler(innen) unterliegen einem grundlegenden Wandel. Vor diesem Hintergrund ist ein primär buchbasierter Deutschunterricht nicht mehr zeitgemäß. Im Vortrag sollen auf der Grundlage medientheoretischer und mediendidaktischer Reflexionen sinnvolle Möglichkeiten aufgezeigt werden, die Potenziale neuer und alter Medien im Deutschunterricht auszuschöpfen.

4 Workshops Interkulturalität in der Mediendidaktik Der Workshop stellt den Rahmen einer interkulturell ausgerichteten Sprachdidaktik kurz da und führt durch verschiedene Beispiele medialer Anwendungen und Kommunikationswerkzeuge. "Bring your own device!" - Smartphones und Tablets im DaF-Unterricht. Im Workshop soll sehr praxisnah an im Unterrichtsalltag erprobten Bei- spielen gezeigt werden, wie man mobile Endgeräte (Smartphones, Ta- blets, Laptops), die die meisten Schüler(innen) selbst mit in den Unterricht bringen, sinnvoll im Deutschunterricht nutzen kann. Im Netz wird dieser Trend zurzeit unter dem Akronym BYOD (= Bring your own device ) diskutiert. Darüber hinaus wird ein einfaches technisches Setting vorgestellt, das plattformunabhängig die drahtlose Nutzung des Beamers im Klassenzimmer erlaubt, so dass nicht nur der Lehrer, sondern prinzipiell auch alle Schüler(innen) problemlos auf den Beamer zugreifen können, was völlig neue didaktischen Möglichkeiten eröffnet. Ralf Klötzke Wiki im Fremdsprachenunterricht Möglichkeiten und Grenzen Wikis kann man im Fremdsprachenunterricht für mehr als nur die gemeinsame Textproduktion einsetzen.als asynchroner, kooperativer Texteditor eignet sich die Web2.0 Anwendung sehr gut als Kommunikations-, Produktions- und Publikationsmedium. Im Unterrichtsalltag bewähren sich Wikis sowohl für länderübergreifende Projekte als auch als persönliche Lernumgebung (Personal Learning Environment). Der Workshop informiert über unterschiedliche Möglichkeiten des Einsatzes von Wikis im Fremdsprachenunterricht. Ein Schwerpunkt ist dabei der Einsatz von Wikis für das problembasierte und handlungsorientierte Lernen. Mithilfe von Schritt-für-Schritt-Anleitungen erarbeiten sich die TN die Grundfunktionen eines Wikis (Media-Wiki) und erlernendas Erstellen einer Wiki- Seite.

5 21. März 2015, Samstag Workshops Offene mediale Ressourcen im Sprachunterricht Der Workshop behandelt Arbeits- und Lernwerkzeuge für die Nutzung bei Spracherwerb und im Sprachunterricht, das heißt authentische Werkzeuge des Alltags oder Berufs, die Lerner auch ohne didaktische Aufbereitung nutzen lernen und nutzen können sollten. "Flipped Classroom" - Konkrete Ideen für den DaF-Unterricht. Sehr stark vereinfacht besteht die Grundidee des Flipped Classrooms darin, Phasen der Instruktion aus dem Klassenraum auszulagern, so dass sich Schüler(innen) beispielsweise die Erklärung eines grammatischen Phänomens zu Hause in einem Video ansehen können und die wertvolle Präsenzzeit im Unterricht dann verstärkt zur Klärung von (individuellen) Problemen genutzt werden kann. Im Workshop soll dieses Konzept näher beleuchtet werden und es sollen konkrete Beispiele für den Einsatz des Flipped Classrooms im DaF-Unterricht thematisiert werden. Ralf Klötzke Wordle& Co Unterrichtsideen für den Fremdsprachenunterricht Web 2.0 Anwendungen im Fremdsprachenunterricht sind beim Großteil der Lehrergemeinde noch nicht angekommen, obwohl das Mitmach-Web viel zu bieten hat. Gezielt eingesetzt, kann es nicht nur produktive Fertigkeiten (Sprechen, Schreiben) im Unterricht unterstützen, sondern leistet einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung der Medienkompetenz bei Schülern. Auch in Hinblick auf die Befähigung der Lerner eine Sprache selbstständig weiterzulernen(lernerautonomie), sind solche Web2.0-Anwendungen mehr als nur hilfreich. Sie bietenwerkzeuge für ein lebenslanges Lernen, mit denen die Lerner eigene Lernprozesse selbst weiterentwickeln und steuern können. Im Workshop erkundendie Teilnehmer anhand von Beispielen, wie verschiedene Onlinedienste im Fremdsprachenunterricht zweckmäßig und verantwortungsvoll eingesetzt werden können. Dabei werden für ausgewählte Tools Unterrichtsszenarien entwickelt, umgesetzt und reflektiert.

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