Ergebnisse einer Befragung zum Thema Industrie 4.0

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1 Ergebnisse einer Befragung zum Thema Industrie 4.0 Online-Befragung nach der HANNOVER MESSE 2014 im Auftrag der Deutschen Messe anhand des Adressbestandes der Deutschen Messe. Der Versand erfolgte per mit integriertem Link. Zielpersonen waren berufstätige Besucher der HANNOVER MESSE Die Befragung wurde im Zeitraum vom bis durchgeführt (Teilnehmerzahl n= 1.177). Die Ergebnisse der ausgewählten folgenden Fragen wurden von Redakteuren (-innen) der Vereinigte Fachverlage GmbH kommentiert bzw. bewertet.

2 Wen wundert es, dass Industrie 4.0 in den größeren Unternehmen am stärksten angekommen ist? Da sind die 56 % in Unternehmen bis 49 Mitarbeitern schon eher erstaunlich. Gilt hier die Formel: je kleiner, umso innovativer? Fakt ist aber, dass gerade einmal in Summe rund 50% der Befragten in ihren Unternehmen das Thema Industrie 4.0 heute schon in irgendeiner Form sehen. Die Relevanz von Industrie 4.0 scheint längst nicht flächendeckend angekommen zu sein. Dr. Michael Döppert Chefredakteur Der Konstrukteur Der Betriebsleiter

3 Auch wenn die Hälfte der Befragten Industrie 4.0 als zukunftsweisend betrachten, so ist das vorrangige Interesse auf der HANNOVER MESSE bei den meisten ein anderes. Hier möchte sich der Besucher vielmehr über aktuell einsetzbare Technologien informieren. Dennoch tut der Veranstalter gut daran, Industrie 4.0 auch weiterhin in den Fokus zu stellen. Nur so kann sich Deutschland der Welt als Leitmarkt präsentieren. Dirk Schaar Chefredakteur antriebstechnik und INDUSTRIELLE AUTOMATION

4 Geteilte Meinungen bezüglich der Präsenz von Industrie 4.0. Interessant: Besuchern aus dem Ausland ist das Thema weniger ins Auge gesprungen. Das überrascht jedoch nicht, wurde der Begriff und die Thematik doch in Deutschland geprägt und ist Besuchern aus fernen Ländern schlicht weniger präsent sodass sie möglicherweise ebenso viele Exponate gesehen haben wie deutsche Besucher, diese jedoch nicht dem Thema Industrie 4.0 zugeordnet haben. Peter Becker Redakteur MDA Technologies Automation Technologies

5 Kommentar: In Zeiten steigender Variantenvielfalt und stark schwankender Losgrößen überrascht es nicht, dass für die meisten Unternehmen das Erreichen einer flexiblen Fertigung der wichtigste Grund ist, in Richtung Industrie 4.0 zu gehen. In vielen Firmen wurden hier bereits Grundlagen geschaffen, auf denen sich die weitere Vernetzung der Produktion aufbauen lässt. Martina Laun Redakteurin Der Betriebsleiter

6 Kommentar: Dass hier die Automatisierungstechnik und der Maschinen-/Anlagenbau in Summe weit vor IT/Informationstechnik plus Web-Technologien an oberster Stelle stehen, ist bei der Besucherstruktur der Hannover Messe nicht verwunderlich. Letztlich wird der Technologiebereich die Führungsrolle übernehmen, der das Sinnvolle aus dem Machbaren des Zusammenspiels aller Disziplinen am schnellsten bzw. besten umsetzen und zu neuen Ansätzen bringen wird. Dr. Michael Döppert Chefredakteur Der Konstrukteur Der Betriebsleiter

7 Das Ergebnis zeigt, dass das Thema Industrie 4.0 über alle Unternehmensgrößen hinweg einen hohen Stellenwert hat und als durchaus wichtiges Instrument für die zukünftige geschäftsstrategische Ausrichtung betrachtet wird. Interessant ist allerdings, dass sich gerade Kleinunternehmen mit Industrie 4.0 näher auseinandersetzen wollen. Erklärbar wird dies meines Erachtens u.a. auch dadurch, dass viele dieser kleinen Unternehmen als Partner der größeren am Markt agieren und daher quasi dabei sein müssen. Reiner Wesselowski Herausgeber f+h Fördern und Heben

8 Hier sind sich quasi alle einig und im Prinzip liegt es auf der Hand, dass sich mit der Veränderung der Fertigung hin zu einer intelligenten Fabrik auch die menschliche Arbeit in der Produktion wandelt. Die Frage ist nur wie. Wird die Zahl der Arbeitsplätze sinken und welche Fähigkeiten und welcher Qualifizierungsgrad sind bei Arbeitern in Zukunft gefragt? Martina Bopp Redakteurin Der Konstrukteur Der Betriebsleiter

9 Das Ergebnis zeigt, dass die Mehrheit durch die zunehmende informationstechnologische Vernetzung durchaus Auswirkungen auf die Wertschöpfungskette erwartet. Bereits heute sind die Prozesse von der Produktentwicklung über die Produktion bis hin zu ERP-Systemen hochgradig IT-gestützt und fordern eine Steuerung in Echtzeit. Dennoch sind bis zu einer spürbaren Veränderung einige Aufgaben zu bewältigen: Vereinheitlichung der Standards, ausfallsichere Kommunikationsnetze, Absicherung der IT-Infrastruktur und die Veränderung der Arbeitsprozesse für Mitarbeiter um einige Beispiel zu nennen. Nicole Steinicke Redakteurin INDUSTRIELLE AUTOMATION und AUTOMATION TECHNOLOGIES

10 Die Erwartungen sind hoch meiner Meinung nach zu Recht, bietet doch Industrie 4.0 immenses Potenzial entlang der gesamten Innovations- und Wertschöpfungskette. Bezüglich Dynamik, Transparenz, Flexibilität, Nachhaltigkeit und Effizienz ergeben sich hochinteressante Möglichkeiten, die man intelligent nutzen kann. Den erfolgskritischen Faktor stellt allerdings das weitgespannte Thema Sicherheit dar, als Stichworte seien hier beispielhaft Datensicherheit, unbefugter Zugriff, Schutz vor Missbrauch, Betriebs- und Anlagensicherheit genannt. Michael Pfister Chefredakteur O+P Mobile Maschinen

11 Dieses Ergebnis überrascht mich in keinster Weise ich hätte sogar erwartet, dass der fehlende Informationsbedarf hier noch deutlicher wird. Das Thema ist zwar in aller Munde, aber viele Anwender vor allem in der Prozessindustrie wissen noch gar nicht genau, was Industrie 4.0 beinhaltet und welche Möglichkeiten sich dadurch ergeben. Aus meiner Sicht sollte hier unbedingt noch mehr und gezieltere Aufklärungsarbeit geleistet werden. Eva Linder Chefedakteurin VERFAHRENSTECHNIK Wasser, Luft und Boden

12 Kommentar: Die Befragungsergebnisse dieser Studie sind auch eine Widerspiegelung der Ergebnisse der neuen Entscheideranalyse 2014/15 der Deutschen Fachpresse: Fachmedien werden von ihrer Zielgruppe gelesen und spielen in der Beschaffung von B2B Informationen eine der Top-Rollen! Beatrice Thomas-Meyer Gesamtanzeigenleitung Vereinigte Fachverlage GmbH, Mitglied der Kommission Mediamarketing der Deutschen Fachpresse

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