Was ist denn nun ein MBA?

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1 Was ist denn nun ein MBA? Was ist denn nun ein MBA? Für das grundsätzliche europäische Verständnis, was ein MBA-Programm sein sollte, sind die 1997 von Akkreditierungsagenturen, Unternehmen und Business Schools aus 19 europäischen Ländern und den USA erarbeiteten European MBA-Guidelines eine mögliche Richtschnur. Interessenten sollten diese Guidelines bei der Bewertung von MBA-Programmen immer im Hinterkopf behalten. European MBA-Guidelines Auszug aus den European MBA-Guidelines Ein MBA-Programm sollte folgende Punkte erfüllen: 1. Der MBA ist ein Postgraduate-Abschluss auf Master-Level und muss daher den entsprechenden Qualifikationsrahmen erfüllen. Das Zulassungsverfahren setzt in der Regel einen ersten akademischen Abschluss oder eine gleichwertige Vorbildung voraus. Zulassungsbedingungen können nur niedriger angesetzt werden, wenn Kandidaten entsprechende Weiterbildungen und Praxiserfahrung nachweisen können. 2. Der MBA setzt mindestens zwei bis drei Jahre Berufserfahrung voraus; Ziel ist es, eine Karriere zu beschleunigen oder ihr eine neue Richtung zu geben. Programme, die Absolventen den ersten Berufseinstieg ermöglichen, sollten einen anderen Abschluss vergeben. 3. Der MBA ist ein generalistischer Abschluss. Aus diesem Grund sollte der MBA das Wissen verbreitern. Spezialisierte Master sollten nicht als MBA bezeichnet werden. 4. Inhalt eines MBA-Programms sollten alle funktionalen Managementbereiche sein. Dazu gehören Accounting, Finance, Marketing, Operations Management, Information Management, Law und Human Resources Management. Neben dem Erwerb von Wissen sollte auch die persönliche Entwicklung (Entscheidungsfindung, Teamarbeit, Leadership Skills, unternehmerisches Potenzial, Verhandlungsfähigkeit, Kommunikation und Präsentationstechniken) der Teilnehmer gefördert werden. Das Programm sollte dem Teilnehmer Wahlfächer anbieten und es ihm so ermöglichen, einen Schwerpunkt zu wählen. 5. Ein MBA-Programm sollte eine Studienzeit von mindestens einem Jahr (Vollzeit) haben oder den entsprechenden zeitlichen Umfang bei Teilzeitprogrammen. Natürlich werden MBA-Absolventen nicht in all den in den MBA-Guidelines genannten Bereichen arbeiten. Aber sie haben die Möglichkeit erhalten, durch ihr generalistisches Wissen die Fachkräfte besser zu verstehen. Dies ist die Theorie hinter einem generalistischen MBA-Studium. Die meisten MBA-Absolventen werden aber nach ihrem Studium erst einmal eine solche Senior-Managementfunktion noch nicht erhalten. Deshalb hat es sich eingebürgert, dass zunehmend mehr Hochschulen Vertiefungen anbieten, damit sich die Studie- 21

2 Was ist denn nun ein MBA? renden in einem Aufgabenfeld bzw. einer Branche spezialisieren können. Im Ausland sind gerade die Bereiche Finanzen, Consulting und Marketing besonders beliebt, einer der Gründe, warum man dort auch viele MBA-Absolventen findet. Wenn Sie also vertieftes Interesse an bestimmten Fächern haben oder bestimmte Kompetenzen erwerben wollen, ist es ratsam, sich die Schwerpunkte und Fächer eines jeden einzelnen Anbieters bzw. einer jeden einzelnen Business School genau anzusehen. Für viele ist der weiterbildende Master (WB-Master) oder besonders der Master of Business Administration (MBA) die Möglichkeit, ihrer Karriere eine neue Richtung zu geben. Sie haben die Möglichkeit, darüber nachzudenken, wie sich Ihr Leben entwickeln soll. Der MBA z.b. wird Ihnen neue Fähigkeiten vermitteln sowie Lernstrategien und Fachwissen. Gute Programme werden auch Ihr schon vorhandenes Wissen verstärken und nutzen. Strategisches und analytisches Denken werden gefördert. Quelle: CHE Arbeitspapier Nr. 150 Abb. 4: Kriterien bei der Programmwahl Nutzen der Weiterbildung Trotzdem zweifeln viele am Nutzen der Weiterbildung. Andere, die dagegen daran glauben, sehen Weiterbildung und besonders den MBA als einen Zugang zum Erfolg in der Geschäftswelt, gekoppelt an höhere Gehälter und mehr Verantwortung. Es werden sicherlich nicht alle dies Ziel erreichen, aber der Rückblick zeigt, dass Weiterbildung und besonders der MBA zu entsprechenden Erfolgen bei der Masse der Studierenden geführt hat. 22

3 Was lernt man in weiterbildenden Master-Programmen? Was lernt man in weiterbildenden Master-Programmen? Neben den Fachinhalten sind im Berufsleben zunehmend die sogenannten Softs Skills von großer Bedeutung. Im Rahmen des Bologna-Prozesses wurden für die verschieden Bildungsstufen (z.b. Stufe 6 = Bachelor; Stufe 7 = Master) der europäische wie die nationalen Qualifikationsrahmen erarbeitet. In ihnen sind die zentralen Qualifikationsziele definiert. Diese sind für die Master-Ebene (also auch für den MBA) als zwingend definiert: Den umfassendsten Katalog, der auch gezielt auf weiterbildende Master eingeht, hat hier die Schweiz vorgelegt. Er kann trotz trockenem Bildungsbeamtendeutsch auch problemlos für Deutschland und Österreich angewendet werden. Nachdem Sie Ihre Ausbildung abgeschlossen haben, sollten Sie über folgende Qualifikationen verfügen: Wissen und Verstehen: Sie verfügen über Wissen und Verstehen auf Hochschulniveau in einem hoch spezialisierten, in einem vom grundständigen Studium abweichenden oder in einem multidisziplinär erweiterten Fachbereich sowie insbesondere von forschungsbezogenen Erkenntnismethoden. Ihr Wissen und Verstehen baut in der Regel auf den Kenntnissen eines ersten, bereits abgeschlossenen Hochschulstudiums und der eigenen Berufserfahrung auf. Je nach Profil des Programms reflektiert, aktualisiert und vertieft es diese Kenntnisse, ergänzt sie durch Kenntnisse in einem neuen Fachbereich oder erweitert sie multidisziplinär. Innovation und Problemlösung: Sie sind in der Lage, hoch spezialisiertes Wissen aus einem Fachgebiet respektive interdisziplinäres Wissen aus verschiedenen Fachgebieten zu integrieren, auf der Basis unvollständiger oder begrenzter Informationen innovative Problemlösungen auf hohem Komplexitätsniveau zu entwickeln, diese in ihren Tätigkeitsfeldern reflektiert und adäquat umzusetzen und ihre Resultate zu evaluieren. Beurteilen und Entscheiden: Sie sind fähig, komplexe, hoch spezialisierte respektive interdisziplinäre Sachverhalte in neuen und unvertrauten Zusammenhängen zu analysieren, zu beurteilen und theoretisch fundiert zu begründen. Sie sind in der Lage, anspruchsvolle, nachhaltige und ethisch verantwortbare Entscheide zu fällen und Führungsaufgaben bei der Analyse, Systematisierung und Lösung komplexer spezialisierter respektive interdisziplinärer Probleme zu übernehmen. Kommunikation: Sie sind fähig, komplexe Sachverhalte, Beurteilungen und Lösungsansätze sowie das Wissen und die Prinzipien, die ihnen zugrunde liegen, in der Wissenschaft und in der beruflichen Praxis gegenüber allen Anspruchsgruppen klar und eindeutig zu kommunizieren, auf andere Argumente einzugehen und über Lösungsmöglichkeiten zu verhandeln. Soft Skills Wichtige Qualifikationen 23

4 Was lernt man in weiterbildenden Master-Programmen? Learning Outcomes Wissensmanagement und Kompetenzentwicklung: Sie finden sich in der Systematik, der Akteurlandschaft, den Entwicklungen und Datenquellen Ihrer Wissensgebiete und der entsprechenden Berufspraxis zurecht und können sich selbstständig mit dem für Sie relevanten neuen Wissen auseinandersetzen, dieses bewerten und integrieren. Sie sind sich dabei der Grenzen Ihres Wissens, Verstehens und Handelns bewusst und setzen sich aktiv mit den Veränderungsprozessen und Anforderungen der Zukunft auseinander. Sie können Ihre Lernziele selber definieren und Ihre Kompetenzen wissenschaftlich und praxisbezogen selbstständig weiterentwickeln sowie Gelerntes in andere Kontexte übertragen. Berufliche Identität: Sie sind in der Lage, Ihr berufliches und gesellschaftliches Handeln in seinen inneren und äußeren Zusammenhängen zu verstehen, sind mit den relevanten Kulturen in Ihren Praxisfeldern vertraut und haben für Beruf und Funktion eine professionelle Haltung und Identität entwickelt, die es Ihnen erlauben, Ihre Aufgaben engagiert und verantwortungsbewusst anzugehen. In viele Curricula haben diese Forderungen schon Einzug gehalten. In den Modulbeschreibungen der Studiengänge werden Sie sehen, dass nicht mehr die vermittelten Inhalte, sondern Lernziele formuliert sind. Die Orientierung an Lernzielen, Learning Outcomes, vollzieht sich dabei nicht im Raum des Beliebigen. Namentlich die Dublin-Deskriptoren stellen eine solche Leitlinie für die Planung und Qualitätssicherung eines jeden konkreten Studiengangs dar. Hinzu kommen fachspezifische Qualifikationsrahmen oder Entwürfe (z.b. Soziale Arbeit, Chemie, Wirtschaftswissenschaften, frühkindliche Pädagogik). 24

5 Was lernt man in einem MBA? Was lernt man in einem MBA? Die MBA-Curricula basieren zwar auf einer Grundidee, aber die Anbieter sind frei, wie sie ihr Programm jeweils gestalten. Dies führt in einigen Fällen dazu, dass Programme eher für Spezialisten mit außerordentlichen Mathematik- und BWL-Kenntnissen vorbehalten sind. Ob sich diese Programme überhaupt MBA nennen sollen, ist ein ständiger Streit unter Fachleuten. Die meisten MBA-Programme enthalten Pflichtkurse, die immer zu belegen sind. Hinzu kommen noch Wahlkurse, von denen man sich einige heraussuchen muss. Über die Pflichtkurse sollen dem Teilnehmer des MBA-Programms die Grundlagen vermittelt werden. Die Bandbreite der Programme ist immens und Sie als Kunde haben die Qual der Wahl. Wie schon angedeutet, sind die Pflichtkurse in den letzten Jahren unter Druck geraten. Man kann nicht mehr davon ausgehen, dass Mathematik und Analytik in allen Programmen vorkommen. Leadership, Kommunikation und andere Soft-Skill-Themen haben deren Platz eingenommen. Teilweise unterscheiden sich die Programme auch darin, dass die Akteure verschiedenen Schulen der BWL und der Unternehmensführung angehören. Zentrale inhaltliche Bestandteile der meisten MBA-Programme Financial Accounting Der Kurs sollte den Studierenden das Wissen vermitteln, um Jahresabschlüsse von Unternehmen verstehen zu können und Finanzinformationen und -nachrichten richtig interpretieren zu können! Studierende erhalten weiter einen fundierten Einblick in die Grundlagen der Bilanzierung und Bilanzanalyse. Sie lernen, wie Sie die Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und sonstige Finanzinformationen richtig interpretieren. Sie lernen den Umgang mit Kenngrößen aus der Rechnungslegung, mit denen Sie Unternehmen besser beurteilen können. Sie sehen Beispiele für Bilanzpolitik und Bilanzanalysen und sammeln direkt Erfahrung durch andere Teilnehmer im Kurs, durch Fallstudien und Best- Practice-Vorträge. Management Accounting Die Studierenden lernen die wesentlichen Voraussetzungen für ein aussagefähiges System des Management Accounting und dessen Komponenten kennen. Weiterhin wird vermittelt, wie Daten aus den Financial Accounting mit dem Management Accounting harmonisiert und für Managemententscheidungen genutzt werden können. Sie erhalten zudem einen Ausblick auf die internationalen Entwicklungslinien und die Einführung in die Grundformen des strategischen Management Accounting (Target Costing, Life Cycle Costing) und des Controllings als mögliches Koordinationsmodell des Operation Management. Inhalte der MBA- Programme Financial Accounting Management Accounting 25

6 Was lernt man in einem MBA? Die Studierenden sollen im Rahmen der Veranstaltung auch nationale und internationale Konzepte des Financial-Controllings kennenlernen. Im Vordergrund steht dabei eine kritische Auseinandersetzung mit den verschiedenen Inhalten und Herangehensweisen sowie den sich daraus ergebenden Problemen. Daneben werden die Anforderungen an eine Informations-, Entscheidungs- und Koordinationsunterstützung durch das Controlling aus verschiedenen Perspektiven untersucht. Dabei werden optimalerweise neben internen Stakeholdern (Marketing, Produktion, Beschaffung) auch externe Stakeholder berücksichtigt (Corporate Social Responsibility). Corporate Finance Finance (Corporate Finance) Dies ist einer der zentralen Kurse eines MBAs. Unter Corporate Finance versteht man ganz grundsätzlich das Studium aller Entscheidungen (Entscheidungsbereiche) von Unternehmungen, die finanzielle Konsequenzen haben. Die zwei grundlegendsten Entscheidungsbereiche betreffen die Investitionsseite (Welche Investitionen sollen getätigt werden?) und die Finanzierungsseite (Wie sollen diese Investitionen finanziert werden?). Dabei werden fünf zentrale Gestaltungsbereiche der Corporate Finance unter die Lupe genommen: Investitionspolitik, Finanzierungs- bzw. Kapitalstrukturpolitik, Liquiditätspolitik, Risikopolitik, Informationspolitik. Die Corporate Finance geht dabei nicht besonders auf technische, produkt- und marktbezogene Sachverhalte ein, sondern betrachtet die Auswirkungen von Finanzierungen und Investitionen in finanzieller Hinsicht (Finanzbedarf für Investitionen, spätere Geldrückflüsse aus Investitionen, Auswirkungen auf den Unternehmenswert). Anschließend folgt oft eine Einführung zum Investitionsmanagement und abgeschlossen wird diese Unit mit einer Übersicht zu Finanzmanagement und finanzieller Führung. Studierende können abschließend das Finanzmanagement aus verschiedenen Blickwinkeln beschreiben (als betriebswirtschaftliche Funktion, als Teil der Gesamtführung, als Gegenstück des Investitionsbereiches). Weiterhin sollten sie die Rolle der Finanzfunktion auf der Geld-, Erfolgs- und Kapitalebene erklären können. In den Lehrveranstaltungen zum Thema Finance wird auch behandelt, wie die Grundstruktur von Finanzsystemen und die Konfiguration der wichtigsten Elemente eines Finanzsystems aus unterschiedlichen Perspektiven funktionieren. Ebenfalls wird diskutiert, wie es zu Finanzkrisen kommen kann, welche Typen von Krisen man unterscheidet und welche Möglichkeiten die Politik hat, die Krisen einzugrenzen. 26

7 Was lernt man in einem MBA? Statistik Kompetenz- und Lernziele für das Fach Statistik bauen meist auf der in der Schule vermittelten Qualifikation und der bisherigen Berufspraxis auf. Die Interpretation von Statistiken wird geübt, die Problematik der Fehlergrenze sowie die Bedeutung der Streuung (Standardabweichung) oder die Regeln, nach denen aus verschiedenen Datenreihen Ursache-Wirkungs-Beziehungen abgeleitet werden können (Problematik von Korrelationen), werden kennengelernt. Das Planen, das Sammeln, die Darstellung und das Interpretieren der Daten unter Verwendung von Kenngrößen und besonders das Reflektieren und das Bewerten der Daten sowie die Entwicklung von Managementargumenten, sind ebenfalls Ziele des Kurses. Human Resource Management/Managing People Mit diesem Kurs erlangen die Studierenden praxisrelevantes Fachwissen, um durch erprobte Instrumente und Methoden ihre HRM-Kenntnisse weiterzuentwickeln. Zentrale Themenfelder sind Analyse und Diskussion der Grundlagen, der Rollen und der Kompetenzen im HRM. Weitere Schwerpunkte bilden die Analyse der Aufgaben z. B. strategisches HRM, der Einfluss der Unternehmenskultur, die Analyse und Entwicklung der HRM-Prozesse als Managementunterstützung, der Personaldiagnostik, der Personalentwicklung und des Management Development sowie Möglichkeiten der Unterstützung beim Change Management und der Führung in Organisationen. Persönliche Feedbackgespräche runden den Kurs ab. Information Management Studierende lernen in diesem Kurs die Bedeutung und Notwendigkeit des Informations- und IT-Managements kennen. Sie sollen essenzielle Standardverfahren in der Informationsgewinnung und -verarbeitung kennen und die für den Systembetrieb erforderlichen organisatorischen, technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen beherrschen. Studierende sollen in situativen Gegebenheiten die für den Betrieb und die strategische Entwicklung erforderliche Strategie- und Handlungskonzepte des IM entwickeln und vertreten können. Die Studierenden des Kurses können IT-Projekte begleiten, aus Daten Managementinformationen generieren und Konzepte erarbeiten, wie eine nutzbringende Informationsbereitstellung ermöglicht wird. Sie sollen erkennen, dass Informationsmanagement die Vorstufe zum Wissensmanagement eines Unternehmens ist. Macroeconomics/Microeconomics Der Kurs wird in vielen Curricula auch als Managerial Economics bezeichnet. Hier geht es um den Zusammenhang von Unternehmen und Volkswirtschaft. Behandelt werden Methoden der modernen dynamischen Makroökonomik Statistik Human Resource Management Information Management Macroeconomics/ Microeconomics 27

8 Was lernt man in einem MBA? und deren Anwendungen auf Fragestellungen aus den Bereichen Wirtschaftswachstum, Konjunkturzyklen, Konsum und Ersparnis, Investitionen, sowie Finanz- und Arbeitsmärkte. Der Kurs beinhaltet in der Regel eine Einführung in die Methoden der Mikroökonomik. Inhaltlich werden zunächst die klassischen Themen wie die Theorie des Haushalts, die Theorie der Firma, allgemeine Gleichgewichtstheorie, Grundlagen der Wohlfahrtsökonomik sowie Entscheidungen bei Unsicherheit behandelt. Es folgen Themen der Mikroökonomik wie Informationsökonomik, Prinzipal-Agenten-Modelle, Vertragstheorie und Mechanismus-Design. Marketing Organisational Behavior Operation Management Marketing Der Leitgedanke des Marketing lautet: Der Kunde ist König! Marketing muss sich daher bei allem, was im Unternehmen geschieht, mit zwei zentralen Fragen auseinandersetzen: Wo liegt der Nutzen für den Kunden? Wo liegt der Nutzen für das Unternehmen? Marketing ist damit eine zentrale betriebswirtschaftliche Funktion und nicht nur auf Werbung und Unternehmenskommunikation beschränkt. Der Studierende soll hier lernen, was Marketing im Sinne einer marktorientierten Unternehmensführung kennzeichnet. Das Fach umfasst Themen, wie Marketingziele, Marketingstrategien und die operative Umsetzung in konkrete Marketingmaßnahmen im Marketingmix sowie die Erfolgskontrolle. Außerdem wird den Fragen nach den Arten von Märkten, Konsumentenverhalten, Grundlagen von Kundenzufriedenheit und Kundenloyalität, Preisverhalten, Marktforschungsprozessen, operativen Marketingzielen etc. nachgegangen. Organisational Behavior Das Thema Führung bzw. Leadership spielt in den Organisationswissenschaften eine wichtige Rolle. Nicht nur der Einsatz von Führung in Unternehmen ist von großer Bedeutung, sondern auch die Frage, was unter einer effizienten Führung zu verstehen ist. In diesem Schwerpunkt werden verschiedene Ansätze der Führungsforschung kennengelernt, um zu verstehen, welche Faktoren einem Führer Effektivität verleihen und wodurch sich eine Führungspersönlichkeit auszeichnet. Weiter geht es um die Tätigkeiten von Managern (Managementfunktionen, Managementrollen, Managementkompetenzen) sowie um das Verständnis von Auswirkungen des Verhaltens von Individuen und Gruppen auf die Organisationen und darum, Fähigkeiten im Umgang mit Menschen zu entwickeln. Sie lernen die Grundbegriffe der Motivation kennen und verstehen, wie effektive Motivationsprogramme in der Praxis gestaltet werden. Vereinzelt werden hier auch schon Exzellenzmodelle bzw. Balanced Scorecard behandelt. Operation Management Abhängig von der Unternehmensstrategie, des Produktportfolios, der Art des spezifischen Produktes und dem spezifischen Kundenwunsch gibt es unterschiedliche Anforderungen an die einzelnen Arbeitsprozesse, deren Steuerung 28

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