Labor - Rechnernetze. : 4 Protokollanalyzer

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1 Labor - Rechnernetze Versuch : 4 Protokollanalyzer

2 Laborbericht Im Rahmen des Praktikums Rechnernetze sollten mittels des DA 31 Protokollanalyzers Messungen in einem Netzwerk durchgeführt werden. Aufgabe 2.1 Wechseln Sie im Analyzer-Setup auf die DOS-Ebene und starten Sie dort das Programm Screenthief durch Aufruf [...] erledigt Aufgabe 2.2 Wechseln Sie nun im Analyzer-Setup auf den Punkt Application und lassen Sie sich die zur Verfügung stehenden Optionen[...] erledigt Aufgabe 2.3 Starten Sie das Programm IPAPPL, Sie wechseln damit in den Runmodus. Der Start des Programms dauert etwa eine Minute. Was können Sie anhand der Diodenanzeige erkennen? - Thin Ether Netzzugang über den KOAX-Anschluß (10 Base 2) - Datendurchsatz ca. 100 Frames / sec. Aufgabe 2.4 In dem Startbildschirm können Sie Filter auf Ethernet- und IP- Adressen setzen, sich doppelt vergebene IP-Adressen anzeigen lassen und Pings an andere Rechner senden. In dem Programm IPAPPL stehen Ihnen eine Reihe von Anzeigen zur Verfügung. Die wichtigsten sind die Anzeigen: Netzwerkstatus, CHAR-TRACE und PROTOCOL-TRACE. Wechseln Sie in die Statusanzeige und zeichnen Sie diese auf. Welche Bedeutung hat der Inhalt der einzelnen Fenster innerhalb dieser Anzeige?

3 Abb. 1: Screenshot zu Ethernet NW Status Network Activity Frame Count Anzahl der aufgezeichneten Frames Peak Frame Rate max. Framerate Current Frame Rate aktuelle Framerate Average Frame Rate durchschnittliche Framerate Peak Utilization (%) Spitzenauslastung in Prozent Current Utilization (%) aktuelle Auslastung in Prozent Receive Analyzer Activity Received Frame Count Anzahl der empfangenen Frames Average Frame Size (Byte) durchschnittliche Framegröße in Byte Current Frame Rate (F/s) aktuelle Framerate in Frames pro Sekunde

4 Transmit Analyzer Activity Transmitted Frame Count übermittelte Frames Average Frame Size (Bytes) durchschnittliche Framegröße Current Frame Rate (F/s) aktuelle Framerate in Frames pro Sekunde Network Errors Runts Rahmen, die kleiner als 64 Byte sind Jabbers Rahmen, die größer als Bytes sind Collision Anzahl der Kollisionen FCS Anzahl der Fehler in der Prüfzeichenfolge Alignments Anzahl der Bits, die nicht dem Vielfachen von 8 entsprechen Anmerkung : Leider war es uns nicht möglich, einen Screenshot zu erzeugen, der auch wahre Werte zeigt. Grund hierfür war die ständige Meldung des Fehlers Duplicate IP Address Found

5 Aufgabe 2.5 Wechseln Sie in die PROTOCOL-TRACE Anzeige und starten Sie dort den ENETMAC-TRACE und zeichnen Sie ihn auf. Welche Bedeutung haben die einzelnen Angaben? Abb. 2: Screenshot zu ENetMac-Trace Frame# laufende Nummer des Frames Dest Address MAC Ziel-Adresse (Schicht 2) Source Address MAC Quell-Adresse (Schicht 2) Type/Len Protokoll der Schicht 3 FCS Prüfzeichen Size Größe Time Zeit des Versendens

6 Aufgabe 2.6 Starten Sie nun den IP-TRACE und zeichnen Sie ihn auf. Welche Unterschiede ergeben sich zum ENETMAC-TRACE und welche Bedeutungen haben die einzelnen Anzeigen? Abb. 3: Screenshot zu Ethernet NW Status Im Vergleich zur Tabelle Mac Summary haben sich folgende Spalten geändert: Pr. Priorität Size Größe Mf May Fragment Foff Fragment Offset Ttl Time to Live

7 Aufgabe 2.7 Warum kann es sinnvoll sein, Filter auf bestimmte Adressen zu setzen? Setzen Sie Filter auf IP-Adressen, als Quelladresse den Rechner Hera oder Odyssey und als Zieladresse den Router Cisco4000, den Sternkoppler Lannet1 oder Lannet2. Was messen Sie, wenn Sie diese Filter gesetzt haben und was nicht, d. h. welche Richtung hat die Übertragung und zwischen welchen Rechnern findet Sie statt? Ein Filter kann notwendig sein, wenn eine Selektion bspw. nach einer bestimmten Adresse oder auf einem bestimmten Protokoll vorgenommen werden sollen. Durch Filter können uninteressante Informationen ausgeblendet werden, so dass man sich ausschließlich auf die zu untersuchenden Daten konzentrieren kann. Abb. 4: Screenshot; Einrichtung der Selektion

8 Abb. 5: Screenshot; gefilterte Ausgabe der IP Summary Ein Filter kann als Positiv- und Negativ-Filter gesetzt werden. Das bedeutet, dass man entweder eine IP explizit bei der Auflistung ein- oder ausblenden kann. Als Optionen stehen - Select DA - Select SA - Select DA and SA - Select DA or SA - Reject DA - Reject SA - Reject DA and SA - Reject DA or SA zur Verfügung, wobei die Abkürzungen * DA für Destination-Address (Ziel-Adresse) * SA für Source-Address (Quell-Adresse) genutzt werden.

9 Aufgabe 2.8 Wechseln Sie in den Exammodus. Was für Übertragungen finden zwischen diesen beiden Rechnern statt, d.h. welches Protokoll wird in der obersten Schicht benutzt? Um das feststellen zu können, müssen Sie die Anzeige zur detaillierten Darstellung der Messung wählen. Die oberste Schicht ist die Schicht 4 (hier: TCP) Abb. 6: Ausschnitt eines Screenshots zum verwendeten Protokoll Aufgabe 2.9 Zeichnen Sie die Datenrahmen einer Telnet-Übertragung komplett auf. Analysieren Sie die Übertragung und zeichnen Sie ein Zeit-Diagramm der Verbindung. Richten Sie eine Verbindung zwischen einem PC im Netz und dem Router Cisco4000 für diesen Versuch ein. Sender Empfänger Sync. Nr. Ack. Nr. Flags B syn A0641B0 0004B354 ack., syn B354 5A0641B1 ack A0641B1 0004B354 ack A0641B1 0004B354 ack., push B354 5A0641B7 ack., push A06447E 0004B36A ack., push, end B36A 5A06447F ack B36A 5A06447F ack., end A06447F 0004B36B ack A06447F 0004B36B ack B36B 0004B36B reset

10 Aufgabe 2.10 Wechseln Sie nun wieder in den Runmodus und zeichnen Sie mit einem Filter auf die Quelladresse des Routers Cisco4000 und die Zieladresse einige Datenrahmen auf. Wechseln Sie nun wieder in den Exammodus. Welches Protokoll wird nun in der obersten Schicht verwendet? Schicht 4-Protokoll: UPD Aufgabe 2.11 Zeichnen Sie die Datenrahmen der Protokolle IP, ARP, ICMP, UDP, TCP, FTP, Telnet, RIP und SNMP auf und vergleichen Sie den Aufbau und die Dateninhalte mit den Protokollvorgaben. Schicht zwischen Schicht 2 und Schicht 3 ARP Schicht 3 IP Schicht 4 ICMP, UDP, TCP Ports der Schicht 4 FTP, Telnet, RIP, SNMP Die Protokolle entsprachen dem in der Vorlesung besprochenen Aufbau und Inhalt. Anmerkung : Leider konnten wir nicht alle in der Aufgabenstellung genannten Protokolle messen, da sie nicht im Labor-Netzwerk genutzt werden. Aufgabe 2.12 Starten Sie nun das Programm ETHAPPL. Damit können Sie unter anderen eine Messung der Kabellänge durchführen. [...] Es wurden 2 Kabel unterschiedlicher Länge getestet. In beiden Fällen wurden die korrekten Längen (mit einer gewissen Toleranz) der Leitungen angezeigt. Auch die offene Leitung wurde einwandfrei erkannt.

11 Abb. 7: Ausschnitt eines Screenshots zur Messung der Kabellänge; hier: offene Leitung Abb. 8 Ausschnitt eines Screenshots zur Messung der Kabellänge; hier: Leitung mit einer Länge von ca. 10 Metern Aufgabe 2.13 Schließen Sie den Analyzer im Netz an und fluten Sie das Netz mit Daten. Wir haben das Netz mit einem definierten Text geflutet, der wiederum von der Labor-Gruppe Sniffer einwandfrei erkannt wurde.

12 Aufgabe 2.14 Starten Sie nun das Programm MONERR3. Stellen Sie Fehler fest? Entfernen Sie nun den Endwiderstand am Analyzer, was ändert sich? Beim Start des Programms wurden keine Fehler angezeigt. Nachdem wir den Endwiderstand entfernt hatten, stieg der Wert von COLLISN steil an. Abb. 9 Ausschnitt eines Screenshots zum Programm MONERR3 hier: Endwiderstand nicht angeschlossen

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