Bibelübersetzung - weshalb, wie, wozu

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1 Bibelübersetzung - weshalb, wie, wozu Inhalt: Gegenstandslektion, Geschichte, Übersetzungsübung, Info, Basteln Ziele: Die Kinder wissen, weshalb Bibelübersetzung nötig ist. Die Kinder erleben, wie unterschiedlich Sprachen funktionieren. Die Kinder beten für ein Volk ohne Bibel. Optional: Die Kinder und ihre Familien sammeln Geld für Bibelübersetzung. Publikum: Klasse Zeitrahmen: mindestens 30 Minuten. Einzelne Elemente können natürlich gekürzt oder übersprungen werden. Einstieg: "leere" Bibel 5' Geschichte von Manuel 10' Andere Kulturen 7' Redewendungen in einer fremden Sprache 5' Bibelübersetzung selbst erlebt 8' Gebet für ein Volk ohne Bibel 5' Kässeli basteln 5'-10' Bibeltext: Apostelgeschichte 2,1-6 Vorbereitungen: "leere" Bibeln bei Wycliffe bestellen (gratis) Folie, Poster oder Power Point "Was hast du gesagt?" bereithalten Arbeitsblatt "Übersetzungsübung" für jedes Kind kopieren. Manuel- (oder Nard-) Geschichte herunterladen. Optional: Schreibzeug (Bleistifte, Farbstifte) für alle Kinder bereithalten. Etwas exotisches zum Naschen, z.b. Bananenchips Infos und Gebetsanliegen über ein Volk ohne Bibel herunterladen oder bei Wycliffe verlangen. Kässeli-Bastelbogen herunterladen von Wycliffe Schweiz, Lektion "Bibelübersetzung weshalb, wie, wozu" 1

2 Lektion: 1) Einstieg: Eine (normale) Bibel hochhalten und die Kinder fragen: Wer von euch hat eine Bibel zu Hause? Wer besitzt schon seine eigene Bibel? [Kinder antworten lassen] Jetzt eine "leere" Bibel hochhalten und öffnen. Was seht ihr da drin, in diesem Buch? [Kinder antworten lassen] Nichts? Seht ihr, diese leere Bibel will uns etwas zeigen. Sie vergleicht etwas. Was sie uns sagen will, ist Folgendes: Wenn jemand nicht Deutsch kann, nützt ihm eine deutsche Bibel nichts. Wenn man ihm eine Bibel auf Deutsch in die Hand drückt, könnte man ihm genau so gut ein leeres Blatt geben, denn er versteht nichts vom Inhalt. Und genau so geht es heute noch vielen, vielen Menschen auf der Welt, in anderen Ländern in Afrika und Asien. Sie sprechen Sprachen, die noch niemand aufgeschrieben hat und in denen es keine Bibel gibt. Ja, ist denn das schlimm? Warum ist es traurig, wenn jemand die Bibel nicht versteht, habt ihr eine Idee? [Kinder antworten lassen] Überlegt mal: Wie sollen diese Menschen von Jesus hören, wie können sie den einzigen lebendigen Gott kennenlernen, wenn sie die Bibel nicht verstehen? Wenn sie das nicht können, glauben sie irgend etwas anderes, an die Götter und Götzen und Geister, die doch gar nicht lebendig sind, von denen ihnen aber ihre Eltern und Grosseltern erzählen. 2) Geschichte: Manuel Ich will euch ein Beispiel erzählen. Es ist eine wahre Geschichte, die ein Junge aus Mexiko erlebt habt. Passt auf, wie sich sein Leben verändert hat, als er anfing zu verstehen, was in der Bibel steht. Geschichte mit Bildern erzählen, anschliessend die Kinder fragen: Was hat sich verändert in Manuels Leben, als er die Bibel verstand? [Er hatte keine Angst mehr vor den Götzen; er hat Jesus kennengelernt und wollte anderen von ihm erzählen.] 3) Überleitung zum Thema fremdes Land, fremde Sprache und Kultur Genau. Jetzt gibt es aber noch viele Menschen auf der Welt, denen es immer noch so geht wie Manuel am Anfang. Es braucht noch viele Leute wie Don Pedro, die von zu Hause weg normale Bibel, leere Bibel Kurzfassung Manuel- Geschichte (siehe auch Kinderbuch "Manuel traut sich was", Wycliff 2012) Alternative: Nard-Geschichte Wycliffe Schweiz, Lektion "Bibelübersetzung weshalb, wie, wozu" 2

3 in andere Länder reisen, um den Menschen dort von Jesus zu erzählen und ihnen bei der Übersetzung der Bibel zu helfen. Stellen wir uns mal ein bisschen vor, wie das ist, wenn man so losreist und in ein anderes Land kommt. Wer von euch ist schon in ein anderes Land gereist? Wohin? Womit? Was war dort anders als bei uns? [Kinder antworten lassen] 4) Thema Kulturlernen Vieles ist ganz neu! Man muss eine neue Sprache lernen, man muss lernen, wie man die Leute begrüsst, was in der Kultur dort üblich ist, wie man sich höflich benimmt. Auch das Essen ist oft ganz anders! Spiel "Darf ich was zum Naschen haben, Mama?" (für alle Kinder kopieren) Eventuell etwas kleines Exotisches zum Naschen verteilen (z. B. Bananenchips) 5) Thema Sprachelernen Sprachelernen ist auch nicht einfach. Sogar wenn man viele Wörter bereits kennt, kann es schwierig sein, ganze Sätze richtig zu verstehen, weil die Menschen so anders denken. Poster oder Folie "Was hast du gesagt?" zeigen. Schaut, wie Bibelübersetzer gewisse Begriffe übersetzt haben, damit die Leute das Gemeinte gut verstehen könnten. Ich lese euch ein paar Sätze vor. Überlegt euch, was die Sätze wohl bedeuten. Zwei, drei Sätze vorlesen, die Kinder nach Ideen zur Bedeutung fragen. Erklären: Warum sind diese Sätze wohl so schwierig zu verstehen? (Es sind deutsche Wörter, aber die Sätze ergeben für uns doch keinen Sinn.) Es liegt daran, dass wir die Sprache anders gebrauchen, wir sagen die Dinge nicht auf dieselbe Weise. Deshalb ist es so wichtig, dass Übersetzer genau studieren, damit sie die richtigen Wörter und die richtige Art finden, in der neuen Sprache zu sagen, was in der Bibel steht. Einige dieser Sätze bedeuten: "Jesus liebt mich". Andere bedeuten "Ich glaube an Jesus." Jetzt lesen wir diese Sätze gemeinsam. Wenn du denkst, der Satz bedeutet "Jesus liebt mich", lege deine Hand auf dein Herz. Wenn du denkst, der Satz bedeutet "Ich glaube an Jesus", Spiel "Darf ich was zum Naschen haben, Mama?" Siehe materialservice/spiele/ (Sektion Spiele für Kinder ) Folie "Was hast du gesagt?" Arbeitsblatt "Übersetzungsübung" Wycliffe Schweiz, Lektion "Bibelübersetzung weshalb, wie, wozu" 3

4 strecke beide Arme nach oben. Ok? Los. Sätze vorlesen; Kinder machen die Bewegungen dazu. Anschliessend Arbeitsblatt "Übersetzungsübung" verteilen, die Antworten kurz anschauen. 6) Übersetzungsübung: Psalm 51,9b auf Blatt/Poster hochheben. Jetzt seid ihr dran mit Übersetzen. Stellt euch vor, ihr seid in Afrika, in einem Land, wo es nie schneit. Wie würdet ihr diesen Vers für jemanden übersetzen, der noch nie Schnee gesehen hat? 1 Kinder in kleinen Gruppen überlegen lassen, Schreibzeug bereitstellen. Nach ein paar Minuten freiwillige Teams ihre Vorschläge vorlesen lassen. Applaus für jedes Team! Abschliessen mit Apostelgeschichte 2,1-6: Gott will, dass alle Menschen verstehen, was er sagt. 7) ) Gebet: Jedes Kind erhält eine "leere" Bibel, die es mit nach Hause nehmen darf. Abschliessen mit Gebet für ein bibelloses Volk: Dafür wollen wir jetzt auch beten. Wir beten für ein Volk, das noch keine Bibel hat. Den Namen eines solchen Volkes findet ihr auf dem Buchzeichen in eurer leeren Bibel. Kinder kurz überlegen lassen, was diese Sprachgruppen brauchen, damit konkret gebetet werden kann. [Z.B. dass Gott Menschen ruft und schickt, die dort arbeiten; für Hilfe beim Sprachelernen, Gesundheit, Bewahrung unterwegs, Weisheit, die richtigen Wörter zu finden, fürs nötige Geld usw.] [Alternative: für ein bestimmtes bibelloses es Volk beten, wo schon ein Übersetzungsprojekt läuft, siehe Wycliffe-Gebetsinitiative auf ; oder kontaktieren Sie unsere Gebetskoordinatorin, für konkrete Anliegen.] Gemeinsames Gebet, in kurzen Sätzen. 8) Kässeli: Eine weitere Möglichkeit, mitzuhelfen, dass alle Menschen die Bibel in ihrer Sprache erhalten, ist, Geld zu sammeln. Vorschlag: Während eines bestimmten Zeitraums (z.b. 3 Monate oder ein halbes Jahr) im Jubiläumsjahr von Wycliffe Schweiz (2014, 50 Jahre) 50- Rappenstücke sammeln (Kinder und ihre Familien). 1) Kässeli-Bastelbogen verteilen Arbeitsblatt "Übersetzungsübung" Bibel (Apg 2,1-6) eine leere Bibel für jedes Kind Optional: Infos über und Gebetsanliegen für ein Volk ohne Bibel Kässeli-Bastelbogen (Herunterladen von: kaesseli ) 1 Wie das bei den Ciraamba in Burkina Faso gelöst wurde, wird im Buch Durch den Horizont sehen ( Wycliff Deutschland 2010) berichtet, Geschichte Weissgewaschene Afrikaner? oder im Jubiläumsbuch Der Hirsezwilling. Geschichten aus 50 Jahren Wycliffe Schweiz ( Wycliffe Schweiz 2014) Wycliffe Schweiz, Lektion "Bibelübersetzung weshalb, wie, wozu" 4

5 2) Kässeli basteln (Wichtig: vor dem Ausschneiden und Zusammenkleben ausmalen). 2) Kässeli (falls keine Zeit zum Basteln ist, den Bastelbogen) nach Hause nehmen und 50-Rappenstücke sammeln 3) Am Ende der abgemachten Zeit: Kässeli mitbringen, Geld zählen, für seine gute Verwendung beten (Gelegenheit, Thema Bibelübersetzung und Völker ohne Bibel zu vertiefen). 4) Geld an Wycliffe überweisen (PC-Konto , Spendenzweck "Jubiläumsprojekt"). Abschluss (Vorschlag: Lied zum Thema Bibel oder Bibelübersetzung) Danke für Ihren wertvollen Dienst mit den Kindern! Haben Sie Fragen oder Anregungen? Wenden Sie sich an Heruntergeladen von: Wycliffe Schweiz, Poststrasse 16, 2504 Biel-Bienne; Tel Quelle, die mich bei zur Ausarbeitung dieser Lektion sehr inspiriert hat (und die auch Ihnen weitere Ideen geben kann, allerdings auf Englisch): November 2013, Andrea Suter Wycliffe Schweiz, Lektion "Bibelübersetzung weshalb, wie, wozu" 5

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