Leben und Arbeiten in Österreich

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1 Leben und Arbeiten in Österreich Fläche: km2 EinwohnerInnen: Erwerbstätige Bevölkerung: in der Landwirtschaft: 1% in der Industrie: 27% im Dienstleistungsbereich: 72%

2 INHALTSVERZEICHNIS 1. EINFÜHRUNG Geografie und Bevölkerung Das politische System Klima Sprachen Kultur und Religion Arbeitsmarktpollitische Daten und Zahlen 6 2. Einreise nach Österreich Meldepflicht Aufenthalt Mitnehmen von Haus- und Heimtieren nach Österreich 8 3. Lebensbedingungen Währung und Lebenshaltungskosten und vergleichende Preisniveaus Internationale Vorwahl Notrufnummern Öffnungszeiten Geschäfte Eröffnung eines Bankkontos Kraftfahrzeuge Führerschein KFZ-Zulassungsschein Wohnen Vorübergehender Aufenthalt in Hotels und Jugendherbergen Wichtige Informationen rund ums Wohnen Finden einer dauerhaften Unterkunft Zugangsbestimmungen für Gemeindewohnungen Zugangsbestimmungen zu Genossenschaftswohnungen Anmeldung von Radio und Fernsehen Anmeldung von Gas und Strom Anmeldung von Festnetztelefon und Mobiltelefon (Handy) Bildungswesen Bildung und Ausbildung Überblick Berufliche Erstausbildung Lehre Weiterbildung Anerkennung von ausländischen Diplomen und Berufszulassung Allgemeine Informationen Anerkennung und Nostrifikation Zuständigkeiten Akademische Ausbildungen an Universitäten/Fachhochschulen etc Lehrämter Diplome im nicht-ärztlichen Gesundheitsbereich Berufszulassung Gesundheitsberufe Nostrifikation Gesundheitsberufe ÄrztInnen RechtsanwältInnen ArchitektInnen/BauingenieurInnen/ZiviltechnikerInnen Anerkennung ausländischer schulischer und beruflicher Diplome 21 2

3 6. ARBEITSUCHE IN ÖSTERREICH Arbeitsuche aus dem EU/EWR-Ausland/der Schweiz und in Österreich EURES (European Employment Services) Arbeitsmarktservice (AMS) Österreich Tageszeitungen Private Arbeitsvermittler Verdeckter Arbeitsmarkt Au-pair Saisonarbeit Übergangsbestimmungen für neue EU-BürgerInnen am österreichischen Arbeitsmarkt Bewerbungsunterlagen Arbeitsbedingungen Arbeitsrecht Überblick ArbeitnehmerInnenvertretungen Arbeiterkammer und Österreichischer Gewerkschaftsbund Betriebsrat Beschäftigungsverhältnisse Arbeitsvertrag und Dienstzettel Arbeitszeit und Urlaubsanspruch Kündigung Freier Dienst- bzw. Arbeitsvertrag Werkvertrag Bildungskarenz und Sabbatical Familienhospizkarenz Leben mit Kindern Mutterschutz Angestellte/Arbeiterinnen Geringfügig Beschäftigte und freie Dienstnehmerinnen Selbstständig Erwerbstätige Mutter-Kind-Pass Karenz, Kinderbetreuungsgeld und Elternteilzeit Familienbeihilfe Steuern Einkommenssteuer und Arbeitnehmerveranlagung Soziale Sicherheit Krankenversicherung Unfallversicherung Pensionsversicherung Arbeitslosenversicherung Arbeitslosengeld Mitnahme des Leistungsanspruches aus dem Ausland Notstandshilfe Sozialhilfe Checkliste für die Übersiedelung nach Österreich EURES-BeraterInnen in Österreich Internet-Adressen 54 3

4 1. Einführung 1.1 Geografie und Bevölkerung Österreich hat eine Fläche von km² und EinwohnerInnen (Bevölkerungsstand: ), darunter ausländische StaatsbürgerInnen (10% der Gesamtbevölkerung). Die Bevölkerungsdichte ist mit EinwohnernInnen pro km 2 in Wien am höchsten und in Tirol mit 56 EinwohnerInnen pro km 2 am geringsten (Bevölkerungsstand: ). Die Lebenserwartung eines im Jahr 2008 Neugeborenen beträgt durchschnittlich 80 Jahre. Österreichs Nachbarländer sind die Schweiz, Liechtenstein, Deutschland, die Tschechische Republik, Slowakei, Ungarn, Slowenien und Italien. Österreich besteht aus neun Bundesländern, jedes Bundesland hat seine eigene Landeshauptstadt: Quelle: webs.schule.at Bundesland EinwohnerInnen Landeshauptstadt EinwohnerInnen Burgenland Eisenstadt Kärnten Klagenfurt Niederösterreich St. Pölten Oberösterreich Linz Salzburg Salzburg Steiermark Graz Tirol Innsbruck Vorarlberg Bregenz Wien Wien

5 1.2 Das politische System Österreich ist eine demokratische Republik. Der Bundespräsident ist der oberste Repräsentant des Staates. Neben anderen Aufgaben (oberster Befehlshaber des Bundesheeres, Angelobung des Bundeskanzlers und der Bundesregierung sowie der Landeshauptleute, Abschließen von Staatsverträgen etc.) vertritt er die Republik nach außen. Nationalrat und Bundesrat, die beiden Kammern des Parlaments, sind die gesetzgebenden Organe Österreichs. An der Spitze der Bundesregierung steht der Bundeskanzler /die BundeskanzlerIn und führt mit dem/der VizekanzlerIn, BundesministerInnen und StaatssekretärInnen die Regierungsgeschäfte. Jedes Bundesland wird von einer Landesregierung verwaltet, an deren Spitze der Landeshauptmann/die Landeshauptfrau steht. Österreich ist seit 1995 Mitglied der Europäischen Union. 1.3 Klima Für Österreich ist das mitteleuropäische Übergangsklima (warme Sommer, kalte Winter, ausreichend Niederschlag) charakteristisch. Innerhalb Österreichs lassen sich zwei weitere spezielle Klimabereiche unterscheiden: Der Osten ist vom pannonischen Klima geprägt (warme bis heiße Sommer relativ niederschlagsarm, kalte Winter), die inneralpinen Regionen stehen unter dem Einfluss des alpinen Klimas (im Vergleich zum Osten vermehrter Niederschlag im Sommer, lange schneereiche Winter). 1.4 Sprachen Die Amtssprache Österreichs ist Deutsch und im Arbeits- und Wirtschaftsleben daher unbedingt Voraussetzung. In einzelnen Regionen der autonomen Volksgruppen wird Kroatisch, Slowenisch und Ungarisch als Amtssprache anerkannt. Englisch wird als erste Fremdsprache an den Schulen unter richtet. Viele ÖsterreicherInnen sprechen allerdings keine Fremdsprachen. 1.5 Kultur und Religion In Österreich gibt es in den meisten kleineren Ortschaften (Gemeinden) diverse Vereine (Fußball, Freiwillige Feuerwehr, Gesangsvereine etc.). In größeren Ortschaften und Städten gibt es umfangreiche kulturelle Angebote (Theater, Kino, Vernissagen) und Sportmöglichkeiten. Informationen über Vereine sind auf den Gemeindeämtern oder in den Magistraten (Verwaltungsbehörde der Städte) erhältlich. Tageszeitungen und spezielle Veranstaltungskalender informieren über aktuelle kulturelle Veranstaltungen. Der Osten Österreichs (Wien, Niederösterreich, Burgenland) ist traditionell stark mit den Nachbarländern (Republik Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien) verbunden. Heute zeigt sich diese Verbundenheit unter anderem durch das wirtschaftliche Engagement Österreichs in diesen Ländern. Einflüsse der ehemaligen Länder der Monarchie finden sich aber auch in der österreichischen Küche. In kleineren Ortschaften gibt es Wirtshäuser mit österreichischen Spezialitäten (Wiener Schnitzel etc.) und typischen regionalen Gerichten. In Städten und größeren Ortschaften gibt es Restaurants mit internationaler Küche; besonders beliebt sind italienische und asiatische Restaurants. Essenszeiten: Frühstück: Uhr, Mittagessen: Uhr, Abendessen: Uhr. In ländlichen Regionen erhält man außerhalb der Essenszeiten manchmal nur kleine Snacks. In Ballungszentren und großen Städten gibt es zahlreiche Restaurants, die durchgehend warme Küche anbieten. 5

6 Die Kultur Österreichs ist durch den Einfluss der katholischen Kirche geprägt. Gemäß der Volkszählung im Jahr 2001 besteht der Großteil der österreichischen Bevölkerung aus KatholikInnen (74%), gefolgt von ProtestantInnen (5%), MuslimInnen (4%) und Christlich-Orthodoxen (2%) Arbeitsmarktpolitische Daten und Zahlen Im 1. Quartal 2009 (Jänner März) waren durchschnittlich 4, Personen erwerbstätig, davon 2, Männer und 1, Frauen. Die Erwerbstätigenquote der 15- bis 64-Jährigen, also der Anteil der Erwerbstätigen an allen Personen dieser Altersgruppe, lag im 1. Quartal 2009 bei 70,8%. Die Teilzeitquote (Anteil der Personen, die laut eigenen Angaben weniger als 36 Wochenstunden arbeiten) beträgt 24,4%. Allerdings gehen 44,9% der erwerbstätigen Frauen einer Teilzeitbeschäftigung nach und nur 9,4% der erwerbstätigen Männer Personen waren im 1. Quartal 2009 arbeitslos gemeldet. Das bedeutet eine Arbeitslosenquote von 4,7 Prozent (EU-Definition). Die Arbeitslosenquote für Jugendliche (15 24-jährige) beträgt 9,2%, die Arbeitslosenquote für ältere Personen (55 64-jährige) liegt bei 2,5%. Personen mit nicht österreichischer Staatsbürgerschaft sind besonders von Arbeitslosigkeit (10,7%) betroffen. Im Bundesländervergleich liegt die Arbeitslosigkeit in Wien mit 7,3% am höchsten und in Tirol mit 2,3% am niedrigsten. Detailinformationen: AT0&nuts2Code= &nuts3code=&regionname=nationale Ebene (Arbeitsmarkt) (Arbeitsmarktdaten 6

7 2. Einreise nach Österreich 2.1 Meldepflicht In Österreich gibt es Meldepflicht. Binnen drei Tagen nach Bezug einer neuen Unterkunft ist eine Meldung bei der zuständigen Behörde verpflichtend. Zuständige Behörden sind der Meldeservice des Gemeindeamtes oder des Magistrates (in Städten) in Wien: der Meldeservice der Magistratischen Bezirksämter Folgende Unterlagen und Dokumente müssen mitgebracht werden: Ausgefülltes Meldeformular (=Meldezettel): der Meldezettel ist bei den zuständigen Meldebehörden, auf Standesämtern (z.b. in Wien) und über das Internet erhältlich. Auszufüllen sind: der Name (inklusive aller früherer Namen) das Geburtsdatum der Geburtsort das Geschlecht und die Staatsangehörigkeit Reisepass und Geburtsurkunde Meldezettel von allen weiteren Wohnsitzen Der Meldezettel muss, unterschrieben von UnterkunftgeberIn (EigentümerIn, Hausverwaltung) und UnterkunftnehmerIn (z.b. MieterIn), bei der Meldebehörde entweder persönlich, durch eine Vertrauensperson oder auf dem Postweg abgegeben werden. Mit der Anmeldung in Österreich werden die persönlichen Daten automatisch im Zentralen Melderegister (ZMR) gespeichert und stehen diversen Behörden zur Verfügung. Jede in Österreich gemeldete Person hat ihre persönliche ZMR-Zahl, die auf der Meldebestätigung steht. (allgemeine Informationen) (Meldeformulare) 2.2 Aufenthalt EU/EWR-BürgerInnen und Schweizer StaatsbürgerInnen und deren Angehörige (mit EU/EWR- Staatsbürgerschaft oder Schweizer Staatsbürgerschaft) brauchen zur Einreise und für den Aufenthalt keinen Aufenthaltstitel, sie genießen Sichtvermerks- und Niederlassungsfreiheit. Mit einem gültigen Reisepass oder Personalausweis können sie sich bis zu drei Monaten in Österreich aufhalten. Für einen längeren Aufenthalt in Österreich gilt: Unterhalt und Krankenversicherung müssen gesichert sein oder eine Beschäftigung steht in Aussicht oder es besteht eine unselbstständige oder selbstständige Erwerbstätigkeit oder ein aufrechtes Ausbildungsverhältnis (Lehre, Schule, Studium) 7

8 Vor Ablauf der Dreimonatsfrist müssen EU/EWR-StaatsbürgerInnen ihre Niederlassung bei der Aufenthaltsbehörde (Bezirkshauptmannschaft oder Magistrat) anzeigen; die Behörde stellt eine Anmeldebescheinigung aus. Sind die Angehörigen (EhegattInnen, Kinder, Eltern, Lebenspartner- Innen etc.) auch EU/EWR-StaatsbürgerInnen muss ihre Niederlassung ebenfalls durch eine Anmeldebescheinigung angezeigt werden. EU/EWR-BürgerInnen können bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft oder bei der Polizeidirektion einen Lichtbildausweis für EWR-Bürger beantragen. Für begünstigte Drittstaatsangehörige Angehörige von EU/EWR-BürgerInnen, die keine EU/ EWR/Schweizer Staatsbürgerschaft besitzen gilt: Sie haben entweder einen Anspruch auf eine Daueraufenthaltskarte (engerer Angehörigenkreis: EhegattInnen, Kinder, Eltern, Schwiegereltern oder auch Großeltern) oder auf eine Niederlassungsbewilligung-Angehöriger (weiterer Angehörigenkreis: LebenspartnerInnen, sonstige Angehörige: Geschwister, Neffen, Nichten, etc. für die Unterhalt bezahlt wurde oder die im gleichen Haushalt gelebt haben). Der Antrag auf diese Aufenthaltsdokumente kann nach sichtvermerksfreier Einreise oder Einreise mit einem Visum in Österreich gestellt werden. Die notwendigen Dokumente sind bei Antragstellung im Original und in beglaubigter deutscher Übersetzung beizulegen. Die zuständige Behörde informiert darüber, welche Dokumente und Antragsformulare notwendig sind. Zuständige Behörde: Bezirksverwaltungsbehörde (Bezirkshauptmannschaft oder Magistrat) (Informationen über Gesetze und Verordnungen) (Formulare, Gesetze, Verordnungen etc. in mehreren Sprachen) (auch in englischer Sprache) (Informationen des Bundesministeriums für Inneres) (in mehreren Sprachen) 2.3 Mitnehmen von Haus- und Heimtieren nach Österreich Das Mitführen eines EU-Heimtierpasses für Heimtiere ist verpflichtend. (Reisen) In fast allen Gemeinden sind für Hunde bestimmte Steuern und/oder Abgaben zu entrichten. Die Höhe der Abgabe ist von Wohnort zu Wohnort verschieden. Informationen sind am zuständigen Gemeindeamt oder am Magistratischen Bezirksamt (Städte) erhältlich. (Haustiere) 8

9 3. Lebensbedingungen 3.1 Vergleichende Preisniveaus der Lebenshaltungskosten Die Währung Österreichs ist der Euro (n), 1 Euro sind hundert Cent. Durch das System der vergleichenden Preisniveaus kann die Kaufkraft zwischen nationalen Währungen verglichen werden. Die vergleichenden Preisniveaus geben darüber Auskunft, ob ein Land im Vergleich zum Durchschnitt (EU 27=100) vergleichsweise billig oder teuer ist. wohnungsaufwand/index.html (Wohnungsaufwand) code=tsier010 (vergleichende Preisniveaus) (vergleichende Preisniveaus) 3.2 Internationale Vorwahl Die internationale Vorwahl nach Österreich: +43 (0043) Notrufnummern Feuerwehr 122 Polizei 133 Rettung 144 Ärzte Notdienst 141 Europaweiter Notruf 112 Apotheken-Nachtdienst und Wochenenddienste Zahnärzte Notdienst und Wochenenddienst Vergiftungszentrale 01/ Sozialpsychatrischer Notdienst (0 24 Uhr) 01/ Rat auf Draht (Kindernotruf) 147 Telefonseelsorge 142 Frauen-Helpline gegen Männergewalt kostenlose Helplinenummer (0 24 Uhr) Frauenberatungsstellen / Seite html#Frauenberatung Männerberatungsstellen: 01/ Seite html#Maennerberatung Notdienste allgemein 9

10 3.3 Öffnungszeiten Geschäfte Die meisten Geschäfte in Österreich haben zwischen Uhr und Uhr geöffnet. Super märkte öffnen meistens ab 7.30 Uhr und schließen zum Teil um oder Uhr. Am Sonntag haben die Geschäfte geschlossen. In größeren Städten kann man beispielsweise auf Bahnhöfen einkaufen gehen. Lebensmittel können an Sonn- und Feiertagen auch an vielen Tank stellen eingekauft werden. In den meisten größeren Geschäften bzw. Supermärkten kann mit Bankomatkarte oder Kreditkarte bezahlt werden. 3.4 Eröffnung eines Bankkontos Zur Eröffnung eines Girokontos (Gehaltskontos) ist grundsätzlich ein aktueller Lichtbildausweis (Reisepass, Personalausweis, Führerschein) notwendig. Weitere Informationen sind bei Bank- und Geldinstituten erhältlich. (Bank Austria) (Die Erste) (Raiffeisenbank-Filialen auch in kleineren Städten und Orten) (PSK Österreichische Postsparkasse-Filialen auch am Postamt in kleineren Städten und Orten) (BAWAG Bank für Arbeit und Wirtschaft) (Volksbank) 3.5 Kraftfahrzeuge Es müssen eine so genannte Sicherheitsweste in den Leuchtfarben gelb oder orange, ein Pannendreieck und eine Kraftfahrzeugapotheke mitgeführt werden. Die Fahrt auf österreichischen Autobahnen ist kostenpflichtig. Die dazu benötigte Autobahn-Vignette kann in Autobahnraststätten und Trafiken gekauft werden Führerschein Führerscheine, die in einem anderen EU/EWR-Staat oder der Schweiz ausgestellt wurden, sind auch in Österreich gültig. Jede Änderung der Adresse (Hauptwohnsitz) muss bei der zuständigen Behörde bekannt gegeben werden. (Führerschein, Führerscheinklassen, etc.) (ARBÖ Autofahrerclub) (ÖAMTC Autofahrerclub) KFZ-Zulassungsschein Bei der Übersiedelung nach Österreich darf mit einem Fahrzeug mit ausländischem Kennzeichen einen Monat lang gefahren werden. Innerhalb dieser Frist muss das Kraftfahrzeug in Österreich zugelassen werden. Es muss eine Haftpflichtversicherung bei einer der zahlreichen Versicherungsgesellschaften abgeschlossen werden. Bei der Zulassungsstelle der gewählten Versicherung wird die endgültige Zulassung vorgenommen. 10

11 Die unten angeführten Informationsseiten geben darüber Auskunft, welche Untersuchungen und Dokumente für die endgültige Zulassung notwendig sind. Fahrzeuge mit EU-Betriebserlaubnis müssen in Österreich seit nicht mehr genehmigt werden. (Eigenimport von Kraftfahrzeugen durch Private) (Eigenimport von KFZ): (ARBÖ Autofahrerclub) (KFZ-Zulassung) 3.6 Wohnen Vorübergehender Aufenthalt in Hotels und Jugendherbergen Informationen zu Hotels und Pensionen: Informationen zu Jugendherbergen: Wichtige Informationen rund ums Wohnen In Österreich befinden sich 41% der Neubauwohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern, 54% der Neubauwohnungen befinden sich in Wohnhäusern mit mehreren Wohnungen. In Städten und Ballungszentren gibt es eine große Anzahl an Miet-, Genossenschafts- und Eigentumswohnungen in mehrstöckigen Gebäuden. In ländlichen Regionen überwiegt die Anzahl der Ein- bis Zweifamilienhäuser. Je nach Region sind die Wohnungsmieten unterschiedlich hoch. Der durchschnittliche Wohnungsaufwand (Miete, Rückzahlung/Annuitäten bei Eigentumswohnungen und Betriebskosten) ist im Burgenland durchschnittlich am niedrigsten (2009: 4,26 pro m 2 ), in Salzburg am höchsten (2009: 5,99 pro m 2 ). Der Mietpreis pro m² hängt von mehreren Faktoren wie Verkehrsanbindung, Infrastruktur, Wohngegend, Ausstattung der Wohnung ab. Kleinere Wohnungen sind pro Quadratmeter oft teurer als größere Wohnungen, dazu kommen noch Betriebskosten (etwa 25% der Nettomiete) sowie Heizkosten und Gas- und Stromkosten. Die Miete der meisten Hauptmietwohnungen, Gemeindewohnungen und Genossenschaftswohnungen ist österreichweit durch das Mietrechtsgesetz geregelt. Einfamilienhäuser sind generell vom Mietrechtsgesetz ausgenommen. Aber: Gesetzliche Kündigungsfristen gelten auch für Einfamilienhäuser. Bevor ein Miet- oder Kaufvertrag abgeschlossen wird, ist es ratsam, sich an einschlägige Beratungseinrichtungen (Mietervereinigungen, Mieterschutzverband, Verein für Konsumenteninformation, Arbeiterkammer etc.) zu wenden, um die Rechtmäßigkeit des Mietvertrags zu überprüfen. Die angeführten Beratungseinrichtungen beraten in allen Mietrechtsangelegenheiten. (Mietervereinigung) (Mieterschutzverband) (Verein für Konsumenteninformation) (Arbeiterkammer) entgeltlich_bewohnte_wohnungen/index.html (Wohnungsaufwand) 11

12 3.6.3 Finden einer dauerhaften Unterkunft Wichtige Informationsquellen: Tageszeitungen: besonders zu beachten: die Wochenendausgaben Immobilienzeitschriften: ImmobilienmaklerInnen: (Informationen rund ums Bauen) Zugangbestimmungen für Gemeindewohnungen Die Zugangsbestimmungen zu Gemeindewohnungen sind österreichweit unterschiedlich geregelt. Informationen sind auf den jeweiligen Gemeindeämtern oder in den zuständigen Magistraten in den Städten erhältlich. AnbieterInnen: Stadt Wien Graz Salzburg Linz Bregenz Eisenstadt Innsbruck Kärnten St. Pölten Internetadresse wohnen.php Zugangsbestimmungen zu Genossenschaftswohnungen Genossenschaftswohnungen sind besonders geförderte häufig mit Eigentumsoption versehene Mietwohnungen. Der/die MieterIn wird Mitglied der Genossenschaft, zahlt einen so genannten Genossenschaftsanteil, der von der Größe und dem Alter der Genossenschaftswohnung abhängt. Um eine Genossenschaftswohnung zu erhalten, müssen formale Voraussetzungen wie beispielsweise Mindestalter, österreichische oder EWR-Staatsbürgerschaft, Status eines Konventionsflüchtlings etc. erfüllt werden, und das Einkommen darf eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreiten. Die Obergrenzen werden in den jeweiligen Wohnbauförderungsgesetzen der einzelnen Bundesländern festgelegt. (Überblick über Genossenschaften in Österreich) (Mietervereinigung) (Mieterschutzverband) 12

13 3.6.6 Anmeldung von Radio und Fernsehen Radio und Fernsehgeräte müssen in Österreich angemeldet werden Anmeldung von Gas und Strom Welcher Energieversorger für welchen Wohnort zuständig ist, und welcher Stromtarif der günstigste ist, erfährt man unter Tarifkalkulator/E-control: Anmeldung von Festnetztelefon und Mobiltelefon ( Handy ) Überblick über Festnetztarife und Festnetzanbieter: (günstige Tarife) Überblick über Mobilnetztarife ( Handy ) und Mobilnetzanbieter: (günstige Tarife) 13

14 4. BILDUNGSWESEN 4.1 Bildung und Ausbildung Überblick Die Betreuung von Kleinkindern und Vorschulkindern findet für Babys und Kleinkinder bis zu 3 Jahren in so genannten Kinderkrippen, für ältere Kinder in öffentlichen und privaten Kindergärten und Vorschulen statt. Der Bedarf an Kinderkrippen und Kindergärten ist größer als das Angebot. Kleinkinder werden auch besonders in Kleinstädten und in ländlichen Regionen in Kleinstgruppen von so genannten Tagesmüttern betreut. Kinder, die dauerhaft in Österreich wohnen, sind in der Regel ab dem sechsten Lebensjahr schulpflichtig. Die Schulpflicht in Österreich dauert neun Jahre (vom 6. bis zum 15. Lebensjahr). Der Schulbesuch der öffentlichen Schulen ist kostenlos. Das österreichische Bildungswesen Vorschule (Gruppe, Klasse) Grundschule, Volksschule Sonderschule Allgemeinbildende Höhere Schule Hauptschule Volksschul- Oberstufe Sonderschul- Oberstufe Reifeprüfung Oberstufenrealgymnasium Berufsbildende Höhere Schule Bildungsanstalt für Kindergarten bzw. Sozial pädagogik Berufsbildende Mittlere Schule Polytechn. Berufslehre und Berufsschule (Duales System) Reife- und Diplomprüfung Schulstufe > Universität Akad. f. Sozialarbeit/Gesundheitsdienste Pädagogische/ Berufspädagog. Akademie Berufsreifeprüfung Kolleg nach Berufspraxis Fachhochschule Lebensjahr > Schulpflicht Grafik: bm:bwk 2003 Neuerungen: die Pädagogischen Hochschulen ersetzen die Pädagogischen Akademien, Akademien für Sozialarbeit werden von Fachhochschulen mit Bachelor- und Master-Studiengängen ersetzt. Die ersten vier Jahre der Schulpflicht werden in der Volksschule verbracht, danach kann entweder eine Hauptschule/kooperative Mittelschule oder die Unterstufe der allgemeinbildenden höheren Schule besucht werden. Für Kinder mit geistiger und/oder körperlicher Behinderung oder mit massiven Lerndefiziten gibt es Schulsonderformen für die ersten acht bis neun Jahre ihrer Schulbildung. Das neunte Schuljahr kann in einer Polytechnischen Schule, in Haushaltungsschulen oder in weiterführenden berufsbildenden Schulen, in der Oberstufe der allgemeinbildenden höheren Schule oder in einem Oberstufengymnasium absolviert werden. Die Polytechnische Schule bereitet mit Praktika und Berufskundeunterricht auf Lehrausbildungen oder berufsbildende Schulen vor. 14

15 Nach der neunten Schulstufe hat ein/eine Jugendliche/r die Möglichkeit, eine Berufsausbildung in Form einer Lehre zu absolvieren, arbeiten zu gehen oder eine weiterführende Schule zu besuchen. Berufsbildende mittlere Schulen (Dauer: 3 4 Jahre) und berufsbildende höhere Schulen (Dauer: 5 Jahre) berechtigen je nach Schulart zur einschlägigen Berufsausbildung in mehreren Berufen. Der Abschluss allgemeinbildender und berufsbildender höherer Schulen, in Österreich Matura genannt, berechtigt zum Besuch von Akademien, Fachhochschulen, Hochschulen und Universitäten. EU/EWR-StaatsbürgerInnen zahlen grundsätzlich keine Studiengebühren. Jugendliche und Erwachsene, die über keinen Maturaabschluss verfügen, können den Zugang zu tertiären Ausbildungen auf dem zweiten Bildungsweg (Studienberechtigungs-prüfung, Berufsreifeprüfung, Externisten-Matura) nachholen. (ausführliche Informationen über das österreichische Schulsystem) (Bildungswesen in Österreich) (Online Schulführer) (Studienberechtigungsprüfung, Berufsreifeprüfung, Externisten-Matura) (Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung Studium) Schulservicestellen: Schulservice Burgenland Kernausteig 3 A-7000 Eisenstadt Tel: Internet: cache=1 Schulservice Kärnten 10.-Oktober-Straße 24/Eingang Kaufmanngasse Postfach 607 A-9020 Klagenfurt Tel: Internet: Stadtschulrat für Wien Schulinfo Wipplingerstr. 28 A-1010 Wien Tel: / Internet: Schulservice Oberösterreich Sonnensteinstraße 20 A-4040 Linz Tel: oder Internet: Schulservice Niederösterreich Rennbahnstrasse 29 A-3100 St. Pölten Tel: Internet: Landesschulrat für Salzburg Schulservice Salzburg Aignerstr. 8 A-5020 Salzburg Tel: Internet: schulservice.htm 15

16 Schulservice Tirol Innrain 1 A-6020 Innsbruck Tel: Internet: Schulservice Vorarlberg Bahnhofstraße 12 A-6900 Bregenz Tel: Internet: Studienberatung des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung Teinfaltstr. 8 A-1010 Wien Tel: Internet: Schulservice Steiermark Körblergasse 23 A-8011 Graz Tel: oder 450 Internet: Schulinformation des Bundesministeri-ums für Unterricht, Kunst und Kultur Freyung 1/Minoritenplatz 5 A-1014 Wien Tel: (0) Internet: schulinfo/schulinfo.xml Psychologische Studentenberatung: studentenberatung/de/index.htm 4.2 Berufliche Erstausbildung Lehre Berufsausbildungen können in Österreich entweder in Form einer Lehre oder in Form einer schulischen Ausbildung (in berufsbildenden mittleren oder höheren Schulen mit praxisorientiertem Unterricht) absolviert werden. In Österreich wird in etwa 260 Lehrberufen ausgebildet. Jugendliche, die eine Lehre absolvieren, erlernen ihren Beruf in einem Unternehmen/einem Betrieb und besuchen gleichzeitig die Berufsschule (duales Ausbildungssystem). Eine Lehre dauert je nach Lehrberuf zwischen 3 und 4 Jahren und endet mit der Lehrabschlussprüfung. Zu Beginn der Lehre muss ein Lehrvertrag unterschrieben werden. Er wird zwischen dem/der Jugendlichen (Lehrling) und dem/der Lehrberechtigten schriftlich abgeschlossen und regelt unter anderem die Dauer der Lehrzeit. Bei Minderjährigen muss auch der/die gesetzliche VertreterIn unterschreiben. Für Lehrlinge gelten das Berufsausbildungsgesetz und der jeweilige Kollektivvertrag. Lehrlinge unterliegen besonderen Bestimmungen (Kündigungsschutz, Arbeitszeit, spezielle Jugendschutzbestimmungen etc.). Die Ausbildungsinhalte der einzelnen Lehrberufe werden österreichweit durch so genannte Berufsbilder reglementiert. Lehrlinge erhalten kein Gehalt, sondern eine Lehrlingsentschädigung, die grundsätzlich monatlich ausbezahlt wird. Die Höhe der Lehrlingsentschädigung hängt von Kollektivverträgen und Betriebsvereinbarungen ab. Jeder Lehrling hat grundsätzlich Anspruch auf 30 Werktage Urlaub im Jahr. Um eine Lehrstelle zu finden ist es sinnvoll, sich an die nächstgelegene Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservices (AMS) zu wenden. 16

17 (AK Arbeiterkammer Österreich) (ÖGB Österreichischer Gewerkschaftsbund) (AMS Arbeitsmarktservice Österreich) (Bundeswirtschaftskammer) 4.3 Weiterbildung Laufende Weiterbildung ist eine der wichtigsten Voraussetzungen um beruflich erfolgreich zu bleiben. Zu den größten Weiterbildungsinstitutionen in Österreich gehören die Berufsförderungsinstitute (BFI), die Wirtschaftsförderungsinstitute (WIFI) und die Volkshochschulen. Berufsinfozentren (BIZ) bieten sowohl einen umfangreichen Überblick über berufliche und schulische Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in Österreich als auch persönliche Beratung zu individuellen Aus- und Weiterbildungsfragen an. Sprachkurse werden in allen großen Weiterbildungsinstitutionen (WIFI; BFI, Volkshochschulen) und von Sprachinstituten angeboten. Anbieter: Institutionen BFI WIFI Volkshochschulen Burgenland Volkshochschulen Kärnten Volkshochschulen Niederösterreich Volkshochschulen Oberösterreich Volkshochschule Steiermark Volkshochschulen Salzburg Volkshochschulen Tirol Volkshochschulen Vorarlberg Volkshochschulen Wien Berufsinfozentren (BIZ) Berufsinfozentrum der Wiener Wirtschaft Sprachschulen/Kursinstitute Internetadressen

18 5. Anerkennung von ausländischen Diplomen und Berufszulassung 5.1 Allgemeine Informationen (Arbeiterkammer Österreich) (NARIC Austria) 5.2 Anerkennung und Berufszulassung Zuständigkeiten Für die einzelnen Ausbildungsbereiche und Berufe sind unterschiedliche Ministerien, Institutionen und Behörden zuständig Akademische Ausbildungen an Universitäten/Fachhochschulen etc.: Diplome/Zeugnisse/ Anerkennung/Zulassung Universitäre Diplome sowie akademische Diplome Auskünfte NARIC Austria Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung Teinfaltstr. 8 A-1014 Wien Tel: Fax: Internet: international/enic_naric_austria/faq/ Lehrämter: Ausbildung in EU/EWR-Ländern oder in der Schweiz absolviert: Diplome/Zeugnisse/Anerkennung Lehrämter an Pflichtschulen Lehrämter an Bundesschulen (Gymnasien, berufsbildenden Schulen), die eine universitäre Ausbildung voraussetzen Auskünfte Pädagogische Akademien und Hochschulen in den einzelnen Bundesländern: Internet: standorte.xml Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur Concordiaplatz 1 A-1010 Wien Internet: Ausbildung außerhalb EU/EWR oder der Schweiz absolviert: Diplome/Zeugnisse/Anerkennung Lehrämter an Pflichtschulen Auskünfte Auskünfte und Anerkennungsverfahren bei Landesregierung bzw. Landesschulrat notwendig: landesschulraete.xml 18

19 5.2.3 Diplome im nicht-ärztlichen Gesundheitsbereich Absolvierung der Ausbildung außerhalb der EU/EWR/Schweiz: Anerkennung durch Nostrifizierung. Absolvierung der Ausbildung innerhalb EU/EWR/Schweiz: Anerkennung durch Berufszulassung Berufszulassung Gesundheitsberufe Informationen: (Berufszulassung allgemeine Informationen) (verkürzte Berufszulassung) AbsolventInnen richten ihren Antrag auf Berufszulassung an: Diplome/Zeugnisse/Berufszulassung Auskünfte Bundesministerium für Gesundheit Abteilung I/B/6, 2. Stock Radetzkystrasse 2 A-1030 Wien Tel: Internet: (diplomierte Gesundheits- und KrankenpflegerInnen) (Berufszulassung für verschiedene EWR-Länder und die Schweiz) (gehobene medizinisch-technische Dienste) (MasseurInnen und HeilmasseurInnen) (SanitäterInnen) (Sanitätshilfsdienste) (Klinische Psychologen/innen, Gesundheitspsychologen/innen, Psychotherapeuten/innen Anerkennung) 19

20 AbsolventInnen der Hebammenausbildung richten ihren Antrag auf Berufszulassung an: Auskünfte Österreichisches Hebammengremium, Zentralkanzlei Hebammenregister: Neugasse 6 A-7372 Draßmarkt Tel: +43 (0) Internet: Nostrifikation Gesundheitsberufe (Nostrifikation) physiotherapeutischer Dienst medizinisch-technischer Laboratoriumsdienst radiologisch-technischer Dienst Diätdienst und ernährungsmedizinischer Beratungsdienst ergotherapeutischer Dienst logopädisch-phoniatrisch-audiologischer Dienst orthoptischer Dienst Hebammen AbsolventInnen der oben genannten Ausbildungen richten ihren Antrag auf Nostrifikation an: Diplome/Zeugnisse/Anerkennung Abschlussdiplom/Zeugnisse Auskünfte Fachhochschulrat bzw. Fachhochschulkollegium Diplomierte Gesundheits- und KrankenpflegerInnen PflegehelferInnen Angehörige von Sanitätshilfsdiensten Medizinische MasseurInnen und HeilmasseurInnen SanitäterInnen AbsolventInnen der oben genannten Ausbildungen richten ihren Antrag auf Nostrifikation an: Diplome/Zeugnisse/Berufsanerkennung Abschlussdiplom/Zeugnisse Auskünfte Amt der zuständigen Landesregierung behoerden/seite html 20

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