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2 Vortrag / Workshop AHK Guangzhou 20. März 2012 Referent: Sven Janßen Richtig versichert im Ausland? Worauf deutsche Expatriates im außereuropäischen Ausland achten sollten Vortrag/Workshop Seite 2

3 Agenda Einführung System der gesetzlichen sozialen Sicherung in Deutschland Entsendungs- / Lokale Anstellungsverträge Weltweiter Versicherungsschutz für Expatriates Krankenversicherung Pflegeversicherung Gesetzliche bzw. private Anwartschaftsversicherung Weltweiter Unfall-Versicherungsschutz mit / ohne Berufsunfallrisiko Berufsunfähigkeits-Absicherung Freiwillige Arbeitslosenversicherung Vortrag/Workshop Seite 3

4 Einführung System der gesetzlichen sozialen Sicherung in Deutschland Vortrag/Workshop Seite 4

5 1. System der sozialen Sicherung in Deutschland Sozialhilfe Sozialversicherung Versorgung SGB V SGB XI SGB VI SGB III SGB VII Kranken- Versicherung Pflege- Versicherung Renten- Versicherung Arbeits- Förderung Unfall- Versicherung AG / AN ca. 50/50% * AG / AN ca. 50/50% AG / AN 50/50% AG / AN 50/50% AG 100% * ab ,9 % AN Vortrag/Workshop Seite 5

6 Freie Mittel aus Sozialversicherung SGB V SGB XI SGB VI SGB III Gesamt Kranken- Versicherung 558,45 zzgl. 34,42 (Arbeitnehmerbeitrag) * Pflege- Versicherung 74,58 zzgl. 9,56 (Kinderlose) ** Renten- Versicherung 1.097,60 Arbeits- Förderung 168, ,61 * Beitragssatz 14,6% zzgl. 0,9% nur AN (15,9%) ** Beitragssatz 1,95% zzgl. 0,25% für Kinderlose, nur AN (2,25%) Vortrag/Workshop Seite 6

7 Einführung Entsendungs- / Lokale Anstellungsverträge Vortrag/Workshop Seite 7

8 Entsendungs- / lokale Anstellungsverträge Weiterführung der deutschen Rechtsvorschriften bei Entsendungen Wird der Arbeitnehmer zur Ausübung einer Tätigkeit vom Arbeitgeber ins Ausland entsandt? ja Wird das Arbeitsverhältnis im Inland begründet / fortgesetzt? ja nein nein Keine Ausstrahlung Keine Ausstrahlung Ist die Beschäftigung im Ausland zeitlich befristet? ja nein Keine Ausstrahlung Fortführung der Versicherungspflicht nach deutschen Rechtsvorschriften grundsätzlich möglich Ausstrahlung gemäß 4 SGB IV Entsendung in einen EWR-Staat Entsendung in einen Nichtvertragsstaat Entsendung in einen Abkommensstaat Vortrag/Workshop Seite 8

9 Weltweiter Versicherungsschutz für Expatriates Krankenversicherung Pflegeversicherung Gesetzliche bzw. private Anwartschaftsversicherung Weltweiter Unfall-Versicherungsschutz mit / ohne Berufsunfallrisiko Berufsunfähigkeits-Absicherung Freiwillige Arbeitslosenversicherung Vortrag/Workshop Seite 9

10 Auslands - Krankenversicherung Inlands-Krankenvollversicherung mit langfristigem Auslandsschutz Auslands-Krankenvollversicherung (zeitlich befristet) Auslands-Krankenvollversicherung (zeitlich unbefristet) Verdienstausfall-Versicherung (Krankentagegeld) Vortrag/Workshop Seite 10

11 Beispiel einer Auslands-Krankenversicherung ( zeitlich befristet ) Kurzfassung Januar 2008 Leistungen des Versicherers 100%ige Erstattung des Rechnungsbetrages für medizinisch notwendige ambulante Heilbehandlungen einschl. gezielter Vorsorgeuntersuchungen sowie Arznei-, Heilu. Hilfsmittel und notwendige Krankentransporte Sehhilfen bis zu einem Höchstbetrag von 125,- je Person / Kalenderjahr 100%ige Erstattung des Rechnungsbetrages medizinisch notwendiger stationärer Heilbehandlungen, einschl. Operationen, Operationsnebenkosten, Unterbringung und notwendige Krankentransporte 100%ige Erstattung der Kosten für medizinisch notwendige Zahnbehandlungen 50%ige Erstattung der Kosten für medizinisch notwendigen Zahnersatz/Kieferorthopädie ( Leistungen für Zahnbehandlung und -ersatz insgesamt bis zu einem Höchstbetrag von 1.020,- je Person / Kalenderjahr ) 100%ige Erstattung eines medizinisch notwendigen Rücktransportes nach Deutschland nach vorheriger Leistungszusage ( ansonsten 80% ) 100%ige Erstattung der notwendigen Überführungskosten bzw. einer Bestattung am Sterbeort bis max , Vortrag/Workshop Seite 11

12 Sonstige Bestimmungen / Regelungen Ländergruppeneinteilung I alle Länder ohne Staaten des Kontinents Amerika II weltweit Personen, die sich bereits seit 2 Jahren oder länger im Ausland aufhalten können nicht versichert werden. Mindestversicherungsdauer 12 Monate / Höchstversicherungsdauer 72 Monate Wahlweise Absicherung von 20 % - 50 % bzw. 100% der tariflichen Leistungen Mitversicherung von Zwischenaufenthalten in Deutschland bis max. 6 Wochen je Versicherungsjahr / bis zu den amtlichen Höchstsätzen der GOÄ / GOZ Mitversicherung des passiven Kriegseinwirkungsrisikos 8 Monate Wartezeit bei Schwangerschaft, Entbindung, Zahnersatz, Zahn- und Kieferregulierung Keine Übernahmegarantie bei Rückkehr nach Deutschland in Inlandstarife, jedoch zusätzlich Optionstarif AV-P möglich Notrufservice / / USA Es gelten die Tarifbestimmungen und die AVB / AK Vortrag/Workshop Seite 12

13 Tarifbeitrag mtl. in Ländergruppe I / 100% Ländergruppe II / 100% Eintrittsalter Männer Frauen Männer Frauen ,02 79,02 109,26 109, ,25 85,52 122,27 158, ,66 98,63 145,93 170, ,07 111,75 169,59 182, ,42 124,87 193,26 195, ,14 137,98 217,95 207, ,05 182,17 242,64 295, ,10 195,28 264,23 319, ,14 214,57 325,97 344, ,20 233,86 437,08 369, Vortrag/Workshop Seite 13

14 Beispiel 1 einer Auslands-Krankenversicherung ( zeitlich unbefristet ) Kurzfassung Januar 2011 Leistungen des Versicherers 100%ige Erstattung für medizinisch notwendige ambulante Heilbehandlungen einschl. Diagnostik, Impfungen, Vorsorgeuntersuchungen ( max. 800,- * ) sowie verschriebene Heil- u. Hilfsmittel ( Sehhilfen max. 200,- * ) 100%ige Erstattung einer medizinisch notwendigen stationären Behandlung, einschl. Unterbringung, Diagnostik, Operationen, Organtransplantationen, Operationsnebenkosten und notwendigem Krankentransport Ambulante Operationen und Tagesklinik Stationäre Psychiatrie und Psychotherapie 100%ige Erstattung einer medizinisch notwendigen zahnärztlichen Behandlung und chirurgische zahnärztliche Eingriffe 80%ige Erstattung einer zahnärztlichen Parodontalbehandlung 65%ige Erstattung bei Kieferorthopädie und Zahnersatz ( max ,- * ) 100%ige Erstattung der Kosten einer medizinisch notwendigen Überführung Erstattung der Rückführungskosten im Todesfall ( max ,- ) Vorherige Kostenzusage ist bei allen stationären und in sonstigen definierten Leistungen erforderlich * Die genannten Höchstbeiträge gelten pro versicherte Person und Versicherungsjahr Vortrag/Workshop Seite 14

15 Deckungsumfang gemäß Leistungsbeschreibung Tarifkombination I stationäre Unterbringung im Zweibettzimmer / ambulanter Selbstbehalt 500,- / Zahn I Tarifkombination II stationäre Unterbringung im Einbettzimmer / ohne Selbstbehalt / Zahn I Wartezeiten 10 Monate - Kieferorthopädie / Zahnersatz - Schwangerschaft / Entbindung 18 Monate - ambulante Psychotherapie - Behandlungen wegen Unfruchtbarkeit Ländergruppen weltweiter Geltungsbereich außer USA Notfallbehandlungen sind außerhalb des Geltungsbereiches für Reisen bis max. 6 Wochen mitversichert weltweiter Geltungsbereich einschließlich USA und Canada mtl. Beiträge (Stand 01/2012) pro Person (incl. Ratenzuschlag) Tarifkombination I Weltweit außer USA Tarifkombination II Erwachsener (Mann/Frau) 330,60 428,00 Mitversichertes Kind 231,40 299, Vortrag/Workshop Seite 15

16 Beispiel 2 einer Auslands-Krankenversicherung ( zeitlich unbefristet ) Kurzfassung Januar 2009 GRUNDSCHUTZ Dieses Produkt bietet weltweit zeitlich unbegrenzt umfassenden Schutz mit Sonderregelung für die USA/Canada. 100 % für ambulante Behandlung durch Ärzte und Heilpraktiker 100 % für Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmittel, bis 175,- für Sehhilfen 100 % für Psychotherapie 100 % für Vorsorgeuntersuchungen nach gesetzlichen Programmen 100 % für Fahrten und Transporte zum Arzt oder zur Klinik bei Gehunfähigkeit 100 % für Unterbringung und Behandlung im Krankenhaus 100 % für Zahnbehandlung bis zu 750,-- pro Person und Jahr 80 % für unfallbedingte kieferorthopädische Maßnahmen 80 % für unfallbedingten Zahnersatz 100 % für Blutkonserventransport und medizinisch notwendigem Rücktransport Bis ,- für eine Überführung im Todesfall oder Bestattungskosten im Ausland Bis 5.000,- für die Rückholung von Kindern 25,- pro Tag Kinderbetreuungsgeld im Ausland Keine Wartezeiten ERGÄNZUNGSBAUSTEIN 1 Tarifstufe => auf 50% oder wahlweise 80% für Zahnersatz und 100% für Zahnbehandlung und Kieferorthopädie Vortrag/Workshop Seite 16

17 ERGÄNZUNGSBAUSTEIN 2 Der GRUNDSCHUTZ gilt auch während vorübergehender Inlandsaufenthalte, und zwar bis zu drei Monaten in Deutschland. Sollte während dieser Zeit eine Krankenhausbehandlung erforderlich werden, besteht auch hierfür Versicherungsschutz, allerdings begrenzt auf die Regelleistungen. Der ERGÄNZUNSBAUSTEIN 2 dient dazu auch in Deutschland die privatärztliche Behandlung im Ein- oder Zweibettzimmer zu 100% abzusichern. Mtl. Beiträge bei Eintrittsalter : Grund-, Ergänzungs- 1 mit 50% u. Ergänzungsschutz 2 Eintrittsalter Männer Frauen ,12 129, ,08 267, ,08 308, ,08 332,89 Sinnvoll ist generell das Vorhandensein einer deutschen Postanschrift sowie eines deutschen Bankkontos zwecks Abruf der Beiträge bzw. auch der Erstattung Vortrag/Workshop Seite 17

18 Pflegeversicherung Geltungsbereich Europa ( SGB XI ) Begriff der Pflegebedürftigkeit Pflegebedürftig sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßigen wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer - voraussichtlich für mindestens sechs Monate - in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen. Pflegestufen Nach der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) wird der Pflegebedürftige je nach individuellem Bedarf in eine der drei gesetzlich festgelegten Pflegestufen eingeteilt: Pflegestufe I - Erhebliche Pflegebedürftigkeit Pflegestufe II - Schwerpflegebedürftigkeit Pflegestufe III - Schwerstpflegebedürftigkeit Vortrag/Workshop Seite 18

19 Pflegeleistungen ( Stand 07/2008 ) Häusliche Pflegehilfe (Sozialer Hilfsdienst) / Pflegegeld (Familienangehörige) Pflegestufe I bis zu 420,- mtl. / 215,- mtl. Pflegestufe II bis zu 980,- mtl. / 420,- mtl. Pflegestufe III bis zu 1.470,- mtl. / 675,- mtl. Teilstationäre Pflege bzw. Kurzzeitpflege Leistungen wie häusliche Pflege Kurzzeitpflege für max. 4 Wochen Vollstationäre Pflege Pflegestufe I bis zu 1.023,- mtl. Pflegestufe II bis zu 1.279,- mtl. Pflegestufe III bis zu 1.470,- mtl. (In Härtefällen bis max ,- mtl.) Sonstige Leistungen Hilfsmittel bis max. 31,- je Monat Leihe von technischen Hilfsmitteln bzw. Kostenbeteiligung Zuschüsse zur Verbesserung des Wohnumfeldes bis max ,- Pflegekurse Wartezeit 24 Monate Vortrag/Workshop Seite 19

20 Beiträge ( Stand 01/2012 ) Gesetzliche Krankenversicherung ( GKV ) 1,95 % / 2,25 % bis max. BBG ( 3.825,00 ) Höchstbeitrag mtl. 74,58 / 84,14 Höchstzuschuss ( AG ) mtl. 37,29 Private Krankenversicherung ( PKV ) Einstufung gemäß Eintrittsalter Limitierung analog BBG GKV ( bei Erfüllung der Wartezeit ) Sonderregelung bei Ehegatten ( Maximierung 150 % ) Höchstzuschuss ( AG ) mtl. 37, Vortrag/Workshop Seite 20

21 Gesetzliche und private Anwartschaftsversicherung Gesetzliche Anwartschaftsversicherung (s. Merkblatt TKK 10.2/045 01/01/2012-V) Für wen Sinn und Zweck Wann ist die Anwartschaft erforderlich Pflegeversicherung Leistungsanspruch Beginn und Ende der Anwartschaft Beitrag 2012 ( Krankenvers. 40,69 / Pflegevers. 5,12 / 5,78 ) Private Anwartschaftsversicherung kleine / große Anwartschaft Dauer Beiträge Vortrag/Workshop Seite 21

22 Unfall-Invaliditätsabsicherung Hohe Invaliditätsgrade führen oft zur Existenzgefährdung und erfordern ein erhebliches Kapital Progressive Invaliditätsstaffeln Die Höhe der Versicherungssumme soll den wirtschaftlichen Verhältnissen entsprechen Die Höchstleistung für Invalidität beträgt normalerweise Die modernen Progressiv- Staffeln ermöglichen einen hohen Versicherungsschutz für schwere Dauerfolgen Vortrag/Workshop Seite 22

23 Berufsunfähigkeitsabsicherung Berufsunfähigkeit, ein oft unterschätztes Risiko, das jeden treffen kann Laut Statistik wird jeder vierte Angestellte, jeder dritte EDV-Spezialist und jeder zweite Handwerker berufsunfähig Dies sind in Deutschland ca Berufstätige jährlich 85 % der Renten wegen Erwerbsminderung werden wegen Krankheit, nur 15 % wegen Unfall beantragt Vortrag/Workshop Seite 23

24 Vortrag/Workshop Seite 24

25 Erwerbsminderungsrenten-Reformgesetz 2001 Wegfall der Berufsunfähigkeitsrenten für Geburtsjahrgänge ab Zusätzliche Kürzungen der gesetzlichen Erwerbsminderungsrenten Renten in % des Bruttoeinkommens ( Faustformel : %-Angaben vom Bruttoeinkommen bis zur BBG ) Alte Regelung bis : Erwerbsunfähigkeitsrente ca. 39 % Berufsunfähigkeitsrente ca. 26 % Neue Regelung ab : Volle Erwerbsunfähigkeitsrente ca. 34 % halbe Erwerbsminderungsrente ca. 17 % Vortrag/Workshop Seite 25

26 Regelungen im Detail ab 2001 Wegfall der bisherigen Erwerbs- und Berufsunfähigkeitsrenten Renten abhängig von der Höhe der täglichen Arbeitsfähigkeit : halbe oder volle Erwerbsminderungsrente ( EMR ) Arbeitsfähigkeit täglich unter 3 Stunden volle EMR 3 bis unter 6 Stunden halbe EMR Steht keine Arbeitsstelle zur Verfügung volle EMR 6 Stunden und mehr keine EMR Vortrag/Workshop Seite 26

27 Beiträge Berufsunfähigkeitsversicherung Tarif BV 10 (Stand 07/2008) Endalter 60 / Berufsgruppe I Garantierte monatliche BU-Rente 1.000,- Eintrittsalter mtl. Brutto-Beitrag mtl. Netto-Beitrag Mann / Frau Mann / Frau 20 38,13 / 38,13 25,92 / 25, ,98 / 42,12 27,68 / 28, ,13 / 47,33 30,00 / 32, ,07 / 54, / 36, ,65 / 61,80 36,48 / 42, ,62 / 69,67 40,54 / 47, ,81 / 72,98 44,07 / 49, ,98 / 58,75 39,42 / 39, Vortrag/Workshop Seite 27

28 Freiwillige Arbeitslosenversicherung Seit 01.Februar 2006 können sich gemäß 28 a SGB III folgende Personenkreise bei der Agentur für Arbeit freiwillig versichern (Versicherungspflichtverhältnis auf Antrag) Pflegepersonen, die Angehörige (Pflegestufe I-III) mit einem zeitlichen Umfang von wöchentlich mindestens 14 Stunden Selbständige (wöchentliche Tätigkeit mindestens 15 Stunden) Arbeitnehmer im Ausland außerhalb der EU oder assoziierter Staaten Eine freiwillige Weiterversicherung kann nicht beantragt werden für Beschäftigungen in Staaten, in denen die Verordnung ( EWG ) nr. 1408/71 anzuwenden ist bei Entsendungen ( Verbleib im deutschen Sozialversicherungssystem ) bei anderweitiger Versicherungspflicht ( 26, 27 SGB III ) Voraussetzungen: Voraussetzung ist, dass bereits ein Anspruch auf Arbeitslosengeld bestand, da durch die freiwillige Versicherung kein eigenständiger Versicherungsschutz entsteht. 12 Monate Versicherungspflicht in den letzten 24 Monaten vor Aufnahme der Tätigkeit / Beschäftigung Anstelle von versicherungspflichtigen Zeiten können Entgeltersatzleistungen herangezogen werden ( z.b. Arbeitslosen-, Mutterschafts-, Krankengeld ) Bei Erfüllung der Vorversicherungszeit ist Unmittelbarkeit zu überprüfen ( zwischen Aufnahme der Tätigkeit und Beantragung max. ein Monat ) Für Personen, die am bereits die Voraussetzungen für die Weiterversicherung erfüllten, gilt eine Übergangsregelung ( Antragstellung ) bis zum Durch eine Gesetzesänderung zum gilt dies nur noch für Personen, die nach dem ihre Auslandstätigkeit oder beschäftigung aufgenommen haben. Die Nachweise über Beschäftigungs- bzw. Entgeltersatzzeiten hat der Antragsteller zu erbringen Vortrag/Workshop Seite 28

29 Beginn der Weiterversicherung mit dem Eingang des Antrages ( frühestens jedoch am Tag, an welchem die Voraussetzungen erfüllt werden ) Ende der Weiterversicherung bei Bezug von Entgeltersatzleistungen bei Fortfall der Voraussetzungen bei 3-monatigem Zahlungsverzug Beiträge Die Höhe der Beiträge ergibt sich aus der Multiplikation des Beitragssatzes ( 3,0 % ) mit der gültigen mtl. Bezugsgröße* und der Beitragsbemessungsgrundlage ( Pflegepersonal 10 % / Selbständige u. Auslandsmitarbeiter 100 % ). Monatliche Beiträge 2012 Pflegepersonen mtl. 7,15 West / 6,07 Ost Selbständige mtl. 76,65 West / 67,20 Ost Auslandsmitarbeiter mtl. 76,65 Die Beiträge sind vom Versicherten alleine zu tragen. Leistungen Bei Beendigung der Tätigkeit und Eintritt der Arbeitslosigkeit können die Zeiten der freiwilligen Weiterversicherung als anwartschaftsbegründend für den Anspruch auf Arbeitslosengeld berücksichtigt werden. Die späteren Leistungen werden allerdings nicht nach der Beitragshöhe berechnet, sondern berechnen sich nach dem letzten tatsächlich erzielten Einkommen bzw. einer fiktiven Einstufung in eine Leistungsgruppe ( abhängig u.a. von Ausbildung, Familienstand ). *2012 West 2.625,- / Ost 2.240, Vortrag/Workshop Seite 29

30 Dauer des Anspruches auf Arbeitslosengeld Gemäß 127 SGB III richtet sich die Dauer des Anspruches auf Arbeitslosengeld nach Versicherungspflichtverhältnissen mit einer Dauer von insgesamt und nach mindestens Vollendung des... Monate Monaten des... Lebensjahres Höhe des Arbeitslosengeldes * ( Beispiel ) Arbeitslosengeld nach mindestens 12 Beitragsmonaten in Euro monatl. Arbeitslosengeld West monatl. Arbeitslosengeld Ost Steuerklasse I / IV Steuerklasse III Steuerklasse I / IV Steuerklasse III Qualifikationsstufe ohne Kind mit Kind ohne Kind mit Kind Ohne Berufsausbildung 616,80 767,40 546,90 665,80 Ausbildungsberuf 762, ,20 669,30 862,20 Meister 906, ,00 794, ,50 Uni /Fachhochschule 1.041, ,10 914, ,50 * sofern kein Bestandsschutz auf eine höhere Leistung besteht. Quelle : Frankfurter Rundschau vom 6. Januar Vortrag/Workshop Seite 30

31 Welchen Versicherungsschutz benötigen Sie im Ausland und mit welcher Notwendigkeit? Single Familie Auslandskrankenversicherung Anwartschaftsversicherung Pflegeversicherung Unfallversicherung Vortrag/Workshop Seite 31

32 Berufsunfähigkeitsrente Altersversorgung Hinterbliebenenversorgung Kapitalanlage Haftpflichtversicherung Hausratversicherung Rechtsschutz unverzichtbar sehr wichtig wichtig empfehlenswert Vortrag/Workshop Seite 32

33 Kontakt: Sven Janßen Hofmann Versicherungsvermittlungs GmbH Ulmenstraße 98 D Düsseldorf Tel Fax Vortrag/Workshop Seite 33

34 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!! Vortrag/Workshop Seite 34

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