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1 MM Rev. Nr.: 01 Rev. Datum: Nächste Rev.: MM IT-Sicherheit Seite: 1 / 8

2 MM Rev. Nr.: 01 Rev. Datum: Nächste Rev.: Ziel und Zweck dieser Anweisung: Informationen und die Systeme, mit denen sie elektronisch verarbeitet werden, stellen einen erheblichen Unternehmenswert dar. Daher sind diese so zu schützen, dass die Vertraulichkeit, die Integrität sowie die Verfügbarkeit in einem dem jeweiligen Stellenwert der Informationen angemessenen Maß gesichert sind. Dieses Dokument beschreibt die Organisation der IT-Sicherheit bei Gasunie Deutschland (GUD). Es gilt für alle Personen, die IT-Services der Gasunie nutzen und für alle IT-Systeme, die durch oder im Auftrag von GUD betrieben werden. Als IT-Systeme gelten sowohl Bürokommunikationssysteme inkl. Telekommunikationssysteme und Systeme der IT Infrastruktur als auch das Prozessleitsystem und andere geschäftliche IT-Applikationssysteme. Diese Anweisung gilt für alle Arbeitsbereiche der GUD bzw. ihrer verbundenen Unternehmen und ist für alle Mitarbeiter der GUD sowie für alle für GUD arbeitenden Auftragnehmer als Nutzer der IT-Systeme und IT-Services bindend. Seite: 2 / 8

3 MM Rev. Nr.: 01 Rev. Datum: Nächste Rev.: Inhaltsverzeichnis 1 Begriffe Change Management Beschreibung Notwendigkeit von IT-Sicherheit Ziel der IT-Sicherheit Prinzipien der IT-Sicherheit Sensibilisierung Prinzip der "Minimalen Rechte" Nachvollziehbarkeit Persönliche Verantwortung Risikomanagement Verantwortung für IT-Sicherheit Anweisungen zur IT Sicherheit Mitgeltende Dokumente Dokumentation Änderungsdienst... 8 Seite: 3 / 8

4 1 Begriffe An dieser Stelle sind nur die direkt diesem GMS System zugeordneten Begriffe definiert. Für weitere Begriffsdefinitionen, die im GMS verwendet werden, wird auf das GMS System 5.1 verwiesen. Begriff Anwendung Authentifizierung Benutzer Berechtigung Bundesdatenschutzgesetz Daten Eigentümer Informationen Informationssicherheit Integrität Ressource System Verfügbarkeit Vertraulichkeit Zugang/ Zugangsberechtigung Definition / Erklärung Software, mit der die Durchführung einer bestimmten Tätigkeit oder ein Geschäftsprozess unterstützt wird. Eine Anwendung kann sowohl Programme, als auch die zur Unterstützung des Prozesses notwendigen Informationen enthalten. Nachweis der Identität durch Wissen (z.b. Passwort) oder Besitz (z.b. elektronische Karte mit eindeutiger Information) GUD Mitarbeiter und Personen mit Zugangsrechten für ein IT System Technische Freigabe, eine bestimmte Ressource zu nutzen. Regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Aneinanderreihung von alphanumerischen Zeichen nach bekannten Konstruktionsregeln, z.b. Zahlen und Worte. Hat die Verantwortung für die Vertraulichkeit und Integrität der Informationen sowie für die Festlegung der notwendigen Verfügbarkeit. Daten mit zugehörigen Interpretationsregeln, aus denen Kenntnisse über die interessierenden Objekte, Sachverhalte und Vorgänge gewonnen werden können. Sachlage, bei der die mit dem Betrieb und der Nutzung von IT-Systemen verbundenen Risiken kleiner als ein akzeptiertes Grenzrisiko sind. Unverfälschtheit und Vollständigkeit von Daten und Informationen sowie der Systeme mit denen sie verarbeitet werden. Element der Informationsverarbeitung, das zur Unterstützung eines bestimmten Geschäftsprozesses dient. Ressourcen können Hardware, Software und Daten sein. Zusammenhängende Einheit von Hard- und/oder Software, die durch eine bestimmte Funktionalität gekennzeichnet ist. Ein System kann z.b. ein Server incl. Betriebssystem, ein einzelnes Programm oder ein Programmpaket sein. Möglichkeit der Nutzung von Daten und Systemen zum Zeitpunkt eines Benutzerbedarfs. Verhinderung der Nutzung oder Einsichtnahme von Daten und Systemen durch Personen, die nicht dazu befugt sind. Ermöglicht einem Benutzer das Anmelden an einem System mit einem minimalen Satz an Standardzugriffsberechtigungen, die zur Systembedienung notwendig sind. Seite: 4 / 8

5 Begriff Zugriff/ Zugriffsberechtigung Definition / Erklärung Berechtigung über die Zugangsberechtigung hinaus auf weitere Ressourcen eines oder mehrerer Systeme zuzugreifen. 2 Change Management Bei Abweichungen von dieser Managementanweisung oder durchzuführenden Änderungen an dieser Anweisung ist der Change Management Prozess (Gasunie Deutschland Managementsystem 15.1) anzuwenden. Abweichungen von dieser Anweisung müssen von der Funktion genehmigt werden, die auch die Original-Anweisung freigegeben hat. 3 Beschreibung 3.1 Notwendigkeit von IT-Sicherheit Für die Ausführung der wesentlichen Geschäftsprozesse ist Gasunie Deutschland (GUD) stark abhängig von funktionierenden IT Services. Aufgrund der immer weiter wachsenden Offenheit von Informationssystemen und der zentralen Bedeutung des Internets gibt es ein ernstzunehmendes Risiko bezüglich der Angreifbarkeit von IT Systemen, welches abgedeckt werden muss. Die Hauptrisiken für GUD sind länger anhaltende Ausfälle von geschäftskritischen Systemen, die Gefährdung von geschäftskritischen Systemen und Informationen durch Schadsoftware, Manipulationen oder kriminelle Personen sowie der Diebstahl oder die Verfälschung schützenswerter Informationen. Diese Bedrohungen können zur einer temporären Nichtverfügbarkeit und dem Verlust der technischen Integrität von Systemen führen, sowie in einem ernsthaften Datenverlust resultieren. Hierdurch kann für Gasunie ein finanzieller Schaden sowie ein Ansehensverlust in der Öffentlichkeit entstehen. 3.2 Ziel der IT-Sicherheit Ziel der IT-Sicherheit ist es, die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen sicherzustellen. Vertraulichkeit: Integrität: Verfügbarkeit: Schutz von Informationen vor nicht genehmigter Preisgabe oder unbefugtem Zugriff. Schutz der Systeme vor unerlaubter Manipulation (Veränderung bis hin zur Löschung und Zerstörung). Schutz vor ungeplantem Stillstand der Systeme und Nichtverwendbarkeit der Informationen. Seite: 5 / 8

6 3.3 Prinzipien der IT-Sicherheit Sensibilisierung Alle Benutzer müssen die Regelungen zur Informationssicherheit kennen und beachten. Durch regelmäßige Schulungen und Überprüfungen muss sichergestellt werden, dass das Bewusstsein der Benutzer für Informationssicherheit ihren IT-Nutzungsrechten und dem daraus resultierenden Schadenspotential entspricht. Die Verantwortung hierfür liegt in den einzelnen Funktionen Prinzip der Minimalen Rechte Ein wichtiges Grundprinzip für die IT Sicherheit ist das Prinzip der minimalen Rechte. Zugriffsrechte für schützenswerte Informationen und Systeme sind dementsprechend nur in dem Umfang zu gewähren, wie sie zur Aufgabenerfüllung notwendig sind ( Need to know, need to do ). Sie dürfen nur durch dafür Verantwortliche erteilt werden und sind in regelmäßigen Abständen zu überprüfen Nachvollziehbarkeit Zugriffe auf schützenswerte Informationen und Systeme müssen nachvollzogen werden können. Die Zugriffskontrollsysteme müssen es daher ermöglichen, die Zugriffsrechte für Benutzer auf Ressourcen anhand von Regeln zu kontrollieren und zu verwalten. Die Identifikation und Authentifikation von Benutzern muss bei allen sicherheitsrelevanten Anwendungen einen eindeutigen Rückschluss auf die Person ermöglichen, die Funktionalitäten nutzt oder auf Daten zugreift. Zugriffe auf geheime Informationen sind, sofern technisch möglich, zu protokollieren Persönliche Verantwortung Jeder Benutzer ist für die von ihm durchgeführten Handlungen verantwortlich Risikomanagement Die Durchführung von Risikobewertungen gemäß GMS System 2.1 Risikomanagement stellt ein zentrales Element der IT Sicherheit dar. Für die Feststellung und Überprüfung von IT Systemrisiken gilt die Anweisung BA IT-System Risk Assessment zur Durchführung von Risikoanalysen und Sicherheitsklassifizierungen nach der ISRMP- Methode (Integrated System Risk Management Process). Die Implementierung und Durchsetzung von IT Sicherheitsmaßnahmen müssen das mit der Nutzung von IT Systemen verbundene Risiko auf ein akzeptables Restrisiko reduzieren. Die getroffenen Maßnahmen müssen sich innerhalb eines akzeptablen Kostenrahmens bewegen sowie die Verantwortung und das Verhalten des Anwenders angemessen berücksichtigen. Seite: 6 / 8

7 3.3.6 Eigentümerschaft Jedes System und jede Information hat einen Eigentümer, der festgelegte Pflichten zum Schutz der Systeme und Informationen hat. Dazu gehört die Festlegung der Anforderungen an die Integrität und Verfügbarkeit des Systems sowie die Vertraulichkeit. 3.4 Verantwortung für IT-Sicherheit Die Geschäftsführung ist für alle Informationen des Unternehmens verantwortlich und damit auch für deren Schutz und Sicherung. Die Funktion Information Services Infrastructure wurde beauftragt, unternehmensweite Regelungen für IT-Sicherheit zu entwickeln und fortzuschreiben. Die Regelungen zum Datenschutz bleiben davon unberührt. Alle Vorgesetzten sind für die Umsetzung und Kontrolle der Einhaltung der Regelungen zur IT Sicherheit innerhalb ihres Zuständigkeitsbereiches verantwortlich. Alle Nutzer von GUD IT Systemen sind verpflichtet, sorgfältig mit den ihnen anvertrauten Informationen, Authentifizierungsmitteln und Systemen umzugehen. 3.5 Anweisungen zur IT Sicherheit Um IT-Sicherheit zu gewährleisten, enthält das GMS IT Sicherheitsanweisungen. Die vorliegende Managementanweisung bildet die Grundlage für alle IT Sicherheitsanweisungen bei GUD. Basierend auf dieser Anweisung sind die Verantwortlichkeiten, organisatorische Maßnahmen, die Handhabung von Risiken sowie grundlegende Verfahren und Prinzipien in der Betriebsanweisung BA Sicherheit der Informationsverarbeitung weiter detailliert. Regelungen für die Benutzung von IT-Systemen und Anwendungen sind in der BA Benutzung der IT-Systeme näher ausgeführt. Ferner sind Festlegungen in der BA Gewährung und Verwaltung von EDV-Zugriffsberechtigungen zu finden. Für die Feststellung und Überprüfung von IT Systemrisiken gilt die Anweisung BA IT-System Risk Assessment zur Durchführung von Risikoanalysen und Sicherheitsklassifizierungen nach der ISRMP-Methode (Integrated System Risk Management Process). Darüber hinaus gibt es aufgrund des hohen Risikopotentials im Umfeld der Leitzentrale und der dort genutzten IT-Systeme weitere spezifische Anweisungen, die den Systembetrieb und die Systemsicherheit der Prozessleitsysteme und deren Umfeld betreffen. Seite: 7 / 8

8 4 Mitgeltende Dokumente Die folgenden über das GMS hinausgehenden Regelungen sind bei der Ausführung dieser Anweisung zu beachten: - keine. 5 Dokumentation Diese Managementanweisung und die aufgeführten Anlagen sind kontrollierte und klassifizierte Dokumente und nach den Vorgaben des Gasunie Deutschland Managementsystems 5.1 zu behandeln. Alle freigegebenen Management-, Betriebs- oder Arbeitsanweisungen und deren Anlagen werden zur Archivierung, Verwaltung und Anwendung durch den GMS-Sekretär in das Gasunie Deutschland Managementsystem übernommen und verwaltet. 6 Änderungsdienst Änderungsvorschläge zu Anweisungen können alle betroffenen Mitarbeiter machen. Diese sind dem GMS-System-Owner formlos, aber schriftlich zu unterbreiten, der zusammen mit den zuständigen System-Koordinatoren prüft, ob der Änderungsvorschlag übernommen werden kann. Seite: 8 / 8

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