Diplom BWL/VWL / B-BAE / B-SW / LA RS / LA GY

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1 Diplom BWL/VWL / B-BAE / B-SW / LA RS / LA GY Prüfungsfach/Modul: Allgemeine Volkswirtschaftslehre Wirtschaftstheorie Wahlmodul Klausur: Institutionenökonomik (Klausur 60 Min) (200101, , ) Prüfer: Prof. Dr. Johann Graf Lambsdorff Matrikel-Nr.: Prüfungstag: 22. Feb Platz-Nr.: Blatt 1 Hinweise: Es können insgesamt 60 Punkte erworben werden. Alle Aufgaben sind zu bearbeiten. Zugelassenes Hilfsmittel: Elektronischer, nicht programmierbarer Taschenrechner. Aufgabe Summe Punkte Aufgabe 1 (ca. 16 Punkte) Firma A ist Hersteller von Autositzen und vereinbart mit dem Kfz-Hersteller B ein Geschäft zu Bau und Abnahme von Autositzen für eine Laufzeit von 10 Jahren und fest vereinbarten Preisen. Der Kfz-Hersteller B hatte zunächst erwogen, Firma A aufzukaufen und zu integrieren, hatte hiervon dann aber Abstand genommen und einen Liefervertrag zwischen unabhängigen Marktpartnern bevorzugt. A baut für die Autositze eine neue Betriebsstätte auf. Nach Durchführung dieser Investition verweist B auf veränderte Kundenwünsche und behauptet, die Autositze würden Qualitätsmängel aufweisen. B senkt daraufhin einseitig den Preis. A weiß genau, dass Qualitätsmängel nicht vorliegen. A verklagt B vor Gericht auf Bezahlung des ursprünglich vereinbarten Preises. Der Richter schlägt einen Vergleich vor. Erläutern Sie kurz die folgenden Begriffe unter beispielhaftem Rückgriff auf diese kurze Beschreibung! a) Make or Buy b) Transaktionsspezifische Investitionen

2 c) Quasi-Rente d) Fehlende Verifizierbarkeit Aufgabe 2 (ca. 16 Punkte) a) Vervollständigen Sie durch beispielhafte Werte die unten stehende Auszahlungsmatrix so, dass sich das für Teamarbeit typische Gefangenendilemma ergibt. Eingetragene Werte links unten stellen hierbei die Auszahlung für das Teammitglied 1 und solche rechts oben die für das Teammitglied 2 dar. (ca. 4 Punkte) Ertrag Teammitglied 2 Teammitglied 1 Hoher Einsatz 5 Drückeberger Hoher Einsatz Drückeberger b) Welches ist das Nash-Gleichgewicht? Geben Sie hierfür eine kurze Begründung! (ca. 4 Punkte)

3 c) Erläutern Sie mit Hilfe der obigen Tabelle, wie ein Überwacher die Teamarbeit verbessern kann! (ca. 4 Punkte) d) Wie könnte sichergestellt werden, dass der Überwacher sich nicht selbst als Drückeberger verhält? (ca. 4 Punkte) Aufgabe 3 (ca. 15 Punkte): In untenstehender Graphik werden die aus der Vorlesung bekannten Indifferenzkurven und Budgetgeraden für zwei Versicherungsnehmer, nämlich solche mit hohem (π h ) und solche mit niedrigem (π l ) Risiko, dargestellt. Die Indifferenzkurven und Budgetgerade der Versicherungsnehmer mit hohem Risiko sind hierbei grau dargestellt, diejenigen bei niedrigem Risiko schwarz. Mit π a wird dabei das durchschnittliche Risiko bezeichnet (gestrichelte Linie). Tragen Sie den zu den folgenden Beschreibungen passenden Punkt in die Graphik ein! Beispielhaft ist der erste Punkt, A, bereits eingetragen. Für jede richtige Antwort erhalten Sie 3 Punkte! Bei einer falschen Antwort werden keine Punkte abgezogen!

4 Beschreibung Hier bitte den Punkt eintragen: Dieser Punkt beschreibt die Ausgangslage, in der keine Versicherung A abgeschlossen wurde! Dieser Kontrakt ist von der Versicherung nur für die Versicherungsnehmer mit B niedrigem Risiko gedacht. Die Versicherungsnehmer mit hohem Risiko maximieren dort ihren Nutzen, offenbaren sich aber als hohe Risiken! Dieser Kontrakt liefert für Versicherungsnehmer mit hohem Risiko bei einer fairen C Prämie den höchsten Nutzen! Diesen Kontrakt wählen die Versicherungsnehmer mit niedrigem Risiko, falls sie D die hohe Prämie p=π h bezahlen müssten! Dieser Kontrakt stellt das Optimum der niedrigen Risiken bei Prämie gemäß E Durchschnittsrisiko dar! Gegenüber dem Pooling-Gleichgewicht wird dieser Kontrakt von den F Versicherungsnehmern mit hohem Risiko bevorzugt, nicht aber von denen mit niedrigem Risiko! y 2 -(1-π l )/π l -(1-π a )/π a -(1-π h )/π h A O 45 y 1

5 Aufgabe 4 (ca. 13 Punkte): Es sei folgende Produktionsfunktion für den Gewinn Q und den Einsatz e gegeben: Q = e + θ wobei θ einen exogenen Schock kennzeichnet mit Mittelwert Null und Standardabweichung 1. Der Prinzipal ist risikoneutral. Zuerst muss der Prinzipal einen Vertrag vorschlagen, dann entscheidet der Agent über seine Teilnahme und seinen Einsatz und am Schluss tritt der Schock auf, mit dem dann die Produktionshöhe bestimmt wird. Für den Lohn des Agenten kann der Prinzipal eine gewinnabhängige Komponente (αq) und eine gewinnunabhängige Komponente (r) vorsehen. Der Agent maximiert sein Sicherheitsäquivalent, für welches sich folgende Beziehung bestimmen lässt: C A r αe 1 e 2α ( ) = + a) Bestimmen Sie die Teilnahmerestriktion des Agenten (participation constraint) unter der Annahme C = 0. (Hinweis: Gewertet wird nur das Ergebnis im Feld.) r = b) Angenommen, der Prinzipal könne weder den Arbeitseinsatz des Agenten, e, noch den Schock, θ beobachten. Bestimmen Sie das optimale Verhalten des Agenten, d.h. die sich hieraus für den Prinzipal ergebende Anreizrestriktion (incentive constraint). (Hinweis: Gewertet wird nur das Ergebnis im Feld.) e = c) Ermitteln Sie den optimalen Gewinnanteil α und den Einsatz e im Optimum. (Hinweis: Gewertet wird nur das Ergebnis im Feld.) α = ; e = d) Bestimmen Sie die Höhe der Pauschalentlohnung. (Hinweis: Gewertet wird nur das Ergebnis im Feld.) r =

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