Übungsskript 3 zur Vorlesung. Monetäre BWL

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1 Übungsskript 3 zur Vorlesung Monetäre BWL

2 Aufgabe 1: Kosten der Lebenshaltung Sachverhalt: Frau Schön, die bei Steuerberater Fuchs ausgebildet wurde, weiß nicht, wie die folgenden Ausgaben des Mandanten Baumeister verbucht werden müssen. Baumeister ist selbstständiger Architekt in Münster und versteuert seine Umsätze nach den allgemeinen Vorschriften des UStG. a) Kosten lt. Rechnung Schuhhaus Zumnorde für ein Paar Herrenschuhe, schwere Ausführung mit Profilsohle = 130 EUR. Baumeister will diese Schuhe immer dann benutzen, wenn er die Baustellen aufsucht. Sie sollen ihm aber auch auf gelegentlichen Wanderungen gute Dienste leisten. b) Kosten für einen Anzug 340 EUR inkl. 19% USt. Baumeister hatte sich auf einer Baustelle, auf der er die Bauaufsicht führte, an einen Nagel die Jacke seines Anzugs zerrissen. Der Anzug war dadurch nicht mehr brauchbar. Der Anzug war erst vor 2 Wochen für 340 EUR gekauft worden. c) Kosten für ein Tellergericht zzgl. Getränke, eingenommen am im Gasthaus Pinkus Müller = 30 EUR. Baumeister hatte zwischen 2 Mandantenbesprechungen nicht genügend Zeit, um zum Mittagessen nach Hause zu fahren und deshalb schnell in einem Gasthaus gespeist. Die Dauer der Abwesenheit von seiner Wohnung und seinem Büro betrug 9 Stunden. Baumeister zahlte mit privatem Geld. d) Mitgliedsbeiträge an Tennisverein Union 360 EUR und an Tennisverein Spiel und Sport 380 EUR. Baumeister spielt nur selten Tennis, ist aber in den Tennisverein Mitglied, um Kontakte zu neuen Mandanten zu knüpfen. e) Gehalt für eine Haushaltshilfe EUR. Baumeister ist verwitwet und hat 3 minderjährige Kinder. Er hat aus beruflichen Gründen keine Zeit, sich um seinen Haushalt zu kümmern. Prof. Dr. Tanto und Mitarbeiter Seite 2

3 f) Geldbuße wegen zu schnelles Fahren innerhalb einer geschlossenen Ortschaft 40 EUR. Baumeister war während einer Geschäftsfahrt zu einem Mandanten in eine Radarkontrolle geraten. g) Das Finanzamt hat Baumeister wegen verspäteter Einrichtung der USt- und ESt- Vorauszahlungen Säumniszuschläge i.h.v. 70 EUR bzw. 85 EUR auferlegt. h) Baumeister besitzt einen PKW, der zu seinem Betriebsvermögen gehört. Im VZ wurde der PKW nachweislich lt. Fahrtenbuch km für betriebliche Zwecke und km für private Zwecke gefahren. Als BA wurden folgende laufende Kosten (Bruttoangaben) gebucht: a. Treibstoff EUR b. Reparaturen 357 EUR c. AfA EUR d. Steuer, Versicherung 600 EUR i) Baumeister hat zwar ein eigenes Büro außerhalb seiner Wohnung, einen Teil der Arbeit erledigt er jedoch gelegentlich auch abends und an Wochenenden in seiner Wohnung. Das Zimmer, in dem er diese Arbeiten erledigt, nutzt er ungefähr 50% beruflich und zu 50% privat. Die auf dieses Zimmer entfallenden Kosten (Miete, Nebenkosten) betragen jährlich ca EUR. Frage: Was sagt Steuerberater Fuchs dazu? Prof. Dr. Tanto und Mitarbeiter Seite 3

4 Aufgabe 2: Zuordnung zu den Einkunftsarten Sachverhalt: Ein Steuerpflichtiger bestreitet seinen Lebensunterhalt als a) Eigentümer eines vermieteten Wohn- und Geschäftshauses, b) Finanzbeamter, c) Witwe eines Finanzbeamten, d) Angestellten Hausmeister beim Finanzamt, e) Selbstständigen Arzt für Naturheilkunde und Homöopathie, f) Inhaber eines Naturkostladens, in dem er ausschließlich Erzeugnisse der Bio-Land- Kommune verkauft, g) Angestellter Dozent an der Akademie für Naturheilkunde, h) Selbstständiger Handelsvertreter, i) Angestellter Assistenz im Fachbereich Wirtschaft an der FH Münster, j) Lehrer an einer Grundschule, k) Angestellter Geschäftsführer einer GmbH, l) Vermessungsingenieur, m) Betreiber einer Winzerbetriebs, n) Besitzer eines Sparbuchs mit jährlichen Zinsen, o) Aktionär bei der Papier AG mit jährlichen Dividendenzahlungen, p) Betreiber einer Würstchenbude, q) Bezieher einer Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung, r) Bezieher einer privaten Veräußerungsleibrente, s) Pensionierter Beamter, t) Mitunternehmer an der Heizungsbau OHG, u) Mitgesellschafter einer Kindersozietät. Frage: Ordnen Sie die o. g. Sachverhalte zu den jeweiligen Einkunftsarten zu. Prof. Dr. Tanto und Mitarbeiter Seite 4

5 Aufgabe 3: Einnahmen Prüfen Sie, ob folgende Einnahmen, nicht steuerbare Einnahmen, steuerbare Betriebseinnahmen, steuerbare Einnahmen i. S. d. 8 EStG, steuerfreie Einnahmen oder steuerpflichtige Einnahmen sind. Geben Sie die Höhe der Einnahmen jeweils in EUR an. Einnahmen nstb. E. stb. BE stb. E. i. S. d. 8 stfr. E. stpfl. E. Lottogewinn 100 T EUR Tageseinnahmen Gastwirt 800 EUR Zuwendungen zur Eheschließung 250 EUR an einen Arbeitnehmer Zuwendungen zur Geburt eines Kindes 500 EUR an einen Arbeitnehmer Erbschaft an Steuerfachangestellten EUR Trinkgelder einer Friseurin EUR, von 3ten freiwillig und ohne Rechtsanspruch Trinkgelder einer Kellnerin EUR, auf die sie einen Rechtsanspruch hat Bruttoarbeitslohn eines Angestellten EUR p. M. Einnahmen Lebensmittelhändler aus Warenverkäufen EUR Mieteinnahmen eines Angestellten aus Zweifamilienhaus 600 EUR p. M. Einnahmen eines Arztes EUR Bar-Dividende eines Beamten EUR Prof. Dr. Tanto und Mitarbeiter Seite 5

6 Aufgabe 4: Handelt es sich um a) Einnahmen im Sinne des 8 Abs. 1 EStG oder b) Betriebseinnahmen? 1) Tageseinnahmen eines Blumenhändlers 2) Vereinnahmtes Honorar eines Steuerberaters 3) Vereinnahmte Miete 4) Vereinnahmtes Gehalt Aufgabe 5: Einkünfte aus Mitunternehmerschaft Sachverhalt: Harry ist Kommanditist einer Autohaus GmbH & Co.KG. Nach dem Feststellungsbescheid des zuständigen Finanzamts betrugen für 2011: Der Anteil an den laufenden gewerblichen EK EUR Die Zinsen für ein der Gesellschaft gewährtes Darlehn EUR Harry hat noch eigene Zinsbelastungen für ein Darlehn, mit dem er sein der Gesellschaft gewährtes Darlehn refinanziert hatte. Die angefallenen Zinsen beliefen sich im KJ 2011 auf 350 EUR. Harry machte diese Zinsen als WK im Rahmen des 20 EStG geltend. Aufgabe: Nehmen Sie Stellung. Prof. Dr. Tanto und Mitarbeiter Seite 6

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