MANAGEMENT BEGRIFFE. Spitzenleistungen, 10. Aufl., Landsberg / Lech, 1989) (3).

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1 MANAGEMENT BEGRIFFE Der Begriff Management ist vielfältig und wandelt sich im Laufe der Zeit, insbesondere infolge der zunehmenden Komplexität der Aufgabe. Zu unterscheiden sind vor allem der funktionale, der instrumentale und der motivationale oder soziale Management Begriff: In institutionaler Hinsicht umfasst das Management einer Unternehmung... die Träger der Führungstätigkeiten auf den verschiedenen Stufen der Leitungsstruktur. So identifiziert Dietger Hahn das Management einer Unternehmung mit den Personen, die...aufgrund rechtlicher oder organisatorischer Regelungen die Befugnis besitzen, einzeln oder als Gruppe anderen Personen Weisungen zu erteilen, denen diese Personen zu folgen verpflichtet sind.... (D. Hahn, Planungs und Kontrollrechnung, 5. Aufl., Wiesbaden, 1996, S. 10). Im allgemeinen unterscheidet man dabei zwischen dem Top, Middle und Lower Management... (1). In funktionaler Hinsicht wird Management mit Planen, Entscheiden, Organisieren, Führen, Kontrollieren, Beurteilen usw. gleichgesetzt. Auf einer höheren Abstraktionsstufe kann Management mit Hans Ulrich (Management, Bern / Stuttgart, 1984, S. 114) als Gestaltung, Lenkung und Entwicklung sozialer Systeme definiert werden.... Gestaltung, Lenkung und Entwicklung stellen Teilfunktionen des Managements dar, die sich durch eine unterschiedliche zeitliche und inhaltliche Reichweite ihrer Wirkungen unterscheiden. In der Zuordnung dieser drei Management Funktionen auf die unterschiedlichen Führungsebenen so fällt die Lenkungsfunktion zumeist schwerpunktmäßig in den Bereich des operativen Managements, die Entwicklungsfunktion ist hingegen dem strategischen Management zuzuordnen kommt die jeweilige Management Philosophie zum Ausdruck (2). Der motivationale oder besser soziale Management Begriff stellt darauf ab, dass über die instrumentelle Seite der Lenkung von Systemen hinaus Management zugleich auch die Führung von Menschen (Leadership) umfassen muss. Eine solche Neudefinition der Management Funktion in der Unternehmung erfordert gleichermaßen eine Neubesinnung auf die wesentlichen, tragenden Werte, wie sie sich in der jeweiligen Kultur der Unternehmung manifestieren und für das Verhalten und Handeln des gesamten Systems zielführend sind. Dem Management kommt nämlich im Werden einer zukunftsweisenden Unternehmenskultur eine außergewöhnlich prägende Rolle zu, die es zu entwickeln und zu nutzen gilt. Jedem Verhalten, jedem Handeln kommt eine symbolische Bedeutung zu, die von den Mitarbeitern vermerkt wird. Vielleicht ist der Aufbau eines klaren Wertegefüges für das Sozialsystem Unternehmung die größte Leistung, die eine Führungskraft in einer Unternehmung vollbringen kann (vgl. Th. Peters / R. Watermann: Auf der Suche nach Spitzenleistungen, 10. Aufl., Landsberg / Lech, 1989) (3). Quellen: (1) Bleicher, K.: Management, in: Woll, A. (Hrsg.): Wirtschaftslexikon, 9. Aufl., München / Wien, 2000, S. 488/489 (2) ebenda, S. 489 (3) ebenda, S. 490 Juni 2004 / Hei stiftung.de Blatt: M 7510

2 MANAGEMENT EBENEN Normatives Management Unternehmungsverfassung Unternehmungspolitik Unternehmungskultur Missionen Organisationsstrukturen Managementsysteme Strategisches Management Programme Problemverhalten Organisatorische Prozesse Dispositionssysteme Operatives Management Aufträge Leistungs und Kooperationsverhalten Strukturen Verhalten Aktivitäten Unternehmungsentwicklung Innere UE Äußere UE Innere u. äußere UE Quelle: Bleicher, K.: Das Konzept Integriertes Management, Frankfurt a.m. / New York, 1991, S 56, zitiert nach: Hentze / Kammel / Lindert: Personalführungslehre, 3. Aufl., Bern u.a., 1997, S. 629 Mai 2004 / Hei stiftung.de Blatt: F 7512

3 MANAGEMENT UND LEADERSHIP Grundlegende Vorgehensweise Zentrale Anknüpfungspunkte der Umsetzung Ausführung Ergebnisse Management Planung und Budgetierung: Programm von detaillierten Schritten und von Zeitplänen zur Erreichung der erforderlichen Ergebnisse; danach Zuweisung der notwendigen Ressourcen Organisation und Personalbereitstellung: Aufstellen einer bestimmten Struktur zur Bewältigung von Plananforderungen, Stellenbesetzung, Delegieren von Verantwortung und Autorität zur Durchführung des Planes und Verfahrensrichtlinien, Entwickeln von Methoden oder Systemen zur Überwachung der Implementierung Kontrolle und Problemlösung: Überprüfen der Ergebnisse (Soll/Ist Vergleich), Identifizieren von Abweichungen; Planen und Organisieren von Problemlösungen Bewirkt zu einem gewissen Grad Vorhersagbarkeit und Ordnung und hat das Potential, diejenigen kritischen Erfolgsgrößen konsequent zu realisieren, die von Anspruchsgruppen erwartet werden (z.b. stets pünktliche Lieferung an die Kunden oder die von Eigenkapitalgebern geforderte Einhaltung des Budgets) Leadership Richtungsweisung: Entwickeln einer Zukunftsvision (häufig für die sehr weite Zukunft) und von Strategien zur Durchsetzung von Veränderungen Einflußnahme auf Menschen: Vermittlung der Richtung durch Worte und Taten für alle, deren Kooperation gebraucht werden könnte, sowie Hinwirkung auf die Bildung von Unterstützungsteams und Koalitionen, die die Vision und die Strategien verstehen und deren Gültigkeit akzeptieren Motivation und Inspiration: Aktivieren der Menschen, um größere politische, bürokratische und ressourcenbezogene Hindernisse zu überwinden; dies geschieht durch das Befriedigen von grundlegenden, aber oft unerfüllten menschlichen Bedürfnissen Bewirkt Veränderungen, häufig mit dramatischen Auswirkungen und hat das Potential, äußerst nützliche Veränderungen zu bewirken (z.b. kundenbezogene Entwicklung neuer Produkte, innovative Arbeitsbeziehungen, die helfen, das Unternehmen konkurrenzfähiger zu machen) Quelle: Kotter, J.P.: A Force for Change. How Leadership Differs from Management, New York/ London, 1990, S. 6, zitiert nach: Hentze / Kammel / Lindert: Personalführungslehre, 3. Aufl., Bern u.a., 1997, S. 24 Juni 2004 / Hei stiftung.de Blatt: M 7514

4 LEITUNG UND FÜHRUNG Systemgestaltung (Gestaltungsproblem) (1) Prozeßsteuerung (Steuerungsproblem) (2) sachlich materielle Sicht (1) Gestaltung von Güter und Wirkunssystemen (1.1) Steuerung der Güterprozesse (Nominal, Real, Informationsprozesse (2.1) LEITUNG verhaltensbezogenpersonelle Sicht (2) Systemgestaltung zur Verhaltensbeeinflussung (1.2) Steuerung von Verhaltenszyklen (Leistungsintention, Wollen, Können) durch Führungsprozesse (2.2) FÜHRUNG Führung, Führungssysteme und Führungsprozesse (Feld 1.2 und 2.2) beziehen sich auf die Verhaltensaspekte von Steuerungsund Gestaltungsmaßnahmen, während Leitung, Leitungssysteme und Leitungsprozesse (Feld 1.1 und 2.1) sich auf die sachlich materiellen Aspekte von Steuerungs und Gestaltungsmaßnahmen beziehen. Die Frage beispielsweise nach Art und Qualität einer Zielsetzungsentscheidung ist somit zunächst ein Problem des Bereichs Leitung ; wird über den rein sachlichmateriellen Gehalt nach Zustandekommen, Verhaltensursachen und Verhaltenswirkungen gefragt, dann fällt diese Frage in den Bereich der Führung. Zusammenfassend läßt sich Leitung als primär sachlich materielle Sicht des Gestaltungs und Steuerungsproblems in der Unternehmung sehen, während Führung die primär verhaltensbezogen personelle Sicht umschreibt; Führung vollzieht sich hierbei in Teilprozessen (wie Willensbildung, Willensdurchsetzung und Willenssicherung), die Führungsprozesse genannt werden und schafft Systeme und Modelle, die der Steuerung dieser Prozesse dienen. Leitungsfunktionen (wie Planen, Organisieren und Steuern) können aus den Teilprozessen der Systemsteuerung bzw. der Tätigkeiten der Systemgestaltung abgeleitet werden. Quelle: Steinle, C.: Führung, Stuttgart, 1978, S. 106/7. Der Begriff Management wurde durch Leitung ersetzt. (Hei) Juni 2005 / Hei stiftung.de Blatt: F 7515

5 ZUM MANAGEMENT-BEGRIFF (Abb.) Juni 2005/ Hei Blatt: F-7519

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