SCOR: Werte und CSR. Autor: Grégory Soudan Studiendirektor

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1 SCOR: Werte und CSR Autor: Grégory Soudan Studiendirektor 1, avenue du Général de Gaulle Paris La Défense Cedex / Frankreich Tel: +33 (0) / Fax: +33 (0)

2 Gewährleistung der höchstmöglichen Rendite für unsere Aktionäre Eine auf Transparenz, Glaubwürdigkeit und Maßnahmenkohärenz gegründete Beziehung SCOR : Werte, Corporate Social Responsibility und Umweltbewusstsein Begrenzung unerwünschter Umweltauswirkungen Offene Herangehensweise, Beteiligung an der öffentlichen Diskussion und an der Forschung, Förderung des wissenschaftlichen Fortschritts Vorteile aus Fairness und Partnerschaften Förderung von Chancengleichheit und Vielfalt Respektvoller Umgang und offenes Ohr für die Mitarbeiter Investition in berufliche Weiterbildung und Stärkung des Know-hows Integrität in einem fairen Wettbewerbsumfeld Stetige Vertiefung unseres Know-hows, Vermittlung von Kompetenzen und Antizipation der künftigen Herausforderungen Aufbau von vertrauensvollen Kundenbeziehungen und Gewährleistung eines optimalen Qualitäts-Innovations-Mix bei unseren Dienstleistungen und Produkten Editorial des Vorstandsvorsitzenden Die Geschichte ist seit jeher von Katastrophen gezeichnet, und die Rolle der Rückversicherung ist es, diese teilweise abzufedern. Heutzutage besitzen solche von der Natur oder von Menschenhand verursachten Ereignisse globalen Charakter, weswegen ihre Auswirkungen stärker sind als früher. Um eine solche globale Katastrophe mit zu erwartenden Rückwirkungen auf das noch von der Wirtschafts- und Finanzkrise gezeichnete Umfeld handelt es sich beispielsweise bei dem Erdbeben von Sendai. Die mit der Globalisierung einhergehende zunehmende Verflechtung verstärkt den Eindruck, verletzlich zu sein. Daraus entsteht auch das Gefühl, mehr Verantwortung zu tragen, die Herausforderungen unserer Unternehmen antizipieren und annehmen zu müssen und nicht mehr ohne ein Verständnis für die Wechselwirkungen zwischen den umgesetzten Maßnahmen auskommen zu können. SCOR unterzeichnete 2003 den Global Compact der UNO und betrachtet das Know-how als Dreh- und Angelpunkt für soziale Verantwortung und Umweltbewusstsein. Die treibenden Kräfte hinter unserem Empowerment und der rote Faden bei unserem Engagement für das Unternehmen liegen in unserer Kompetenz und in unserem Willen, die Welt zu verstehen und dieses Verständnis mit anderen zu teilen. Dieses Wissen über die Welt und über die Risiken, mit denen unsere Unternehmen konfrontiert sind, fördern und entwickeln wir auf allen Organisationsebenen intern wie auch extern: mit unserer Corporate Governance, die in unserer Organisation über das Konzept des Enterprise Risk Management (ERM) bis in die kleinsten Verästelungen gelebt wird; mit unserer unermüdlichen Unterstützung der Aktuarwissenschaften, der Wissenschaft und der Forschung über Extremereignisse, Finanzwirtschaft, Langlebigkeit und zur Invalidität führende Krankheiten, wodurch wir auf eine höhere Anpassungsfähigkeit und auf die Verbreitung einer Risikokultur abzielen; mit unserer Investition in Humankapital, wodurch wir die Voraussetzungen für unsere Agilität schaffen und es allen Mitarbeitern ermöglichen, ihre Kompetenz auszuweiten; mit Weiterbildungsmaßnahmen und dem regelmäßigen Austausch mit unseren Kunden, wodurch wir ein gemeinsames Verständnis für die Herausforderungen aufbauen und auch und vor allem in der Branche einen Beitrag dazu leisten möchten, dass diese Herausforderungen angenommen werden können. Durch die Gründung eines Ausschusses für Corporate Social Responsibility unter Leitung des Executive Committees im Jahr 2010 werden dieses Initiativen gebündelt. In diesem Ausschuss vertreten sind die einzelnen Branchen, Supportfunktionen und Verantwortlichen unserer sechs weltweiten Hubs. Im Jahr 2011 werden wir mit der kurz bevorstehenden Gründung einer diesen Themen gewidmeten Unternehmensstiftung unser Engagement in Wissenschaft und Forschung um eine neue Dimension erweitern. In diesen Schritten spiegelt sich ein Teil des Engagements von SCOR im Bereich CSR wider. Im Jahr 2010 wurde eine Vielzahl konkreter Initiativen und Maßnahmen unternommen, die in diesem Jahr im Rahmen des Einsatzes von SCOR für die Aktionäre, Mitarbeiter, Kunden und für das Unternehmen fortgesetzt und weiterentwickelt werden.

3 EMPOWERMENT: Das Verhältnis zu unseren Mitarbeitern basiert auf Fairness und Partnerschaft. Wir verpflichten uns zur Chancengleichheit, wertschätzen die Vielfalt und fördern und honorieren Teamgeist. Respekt ist der Kitt, der unsere multikulturelle Gruppe zusammenschweißt. Wir bieten unseren Mitarbeitern die Möglichkeit, ihre Ziele zu erreichen, indem wir Professionalität großschreiben und berufliche Weiterbildung fördern. Vorteile aus Fairness und Partnerschaften Aushändigung einer individuellen vergleichenden und simultanen Aufstellung über die direkten und aufgeschobenen Vergütungselemente der Jahre 2009 und 2010 an alle in Frankreich angestellten Mitarbeiter. DiSCORvery Meeting: Begrüßungs- und Integrationsprogramm für die an den Hub Paris angeschlossenen neu eingestellten Mitarbeiter. Globale Vergütungspolitik: Die an den verschiedenen Hubs und Standorten der Gruppe gleichermaßen anwendbare Politik ist transparent und stützt sich auf ein persönliches jährliches Einschätzungs- und Entwicklungsgespräch. Die Beschreibung der Vergütungspolitik steht den Mitarbeitern in allen Ländern im Intranet zur Verfügung. SCOR JobOffers: Intranetseite mit Jobangeboten der SCOR in allen Ländern und Geschäftsbereichen. Zugriff auf das Angebot, sobald eine freie Stelle in der Gruppe besetzt werden soll, dadurch Förderung der beruflichen Mobilität. Förderung von Chancengleichheit und Vielfalt Berufliche Gleichstellung von Mann und Frau: Neue Vereinbarung mit den Sozialpartnern in Frankreich mit einem innovativen Mechanismus zur Tilgung möglicherweise ungerechtfertigter Gehaltsunterschiede. In dieser Vereinbarung und in weiteren zentralen Dokumenten zur Human-Ressources-Politik der Gruppe (Einschätzungs- und Entwicklungsgespräch, Vergütungspolitik, Verhaltenskodex etc.) wird das Prinzip der Nichtdiskriminierung einmal mehr unterstrichen. Beschäftigung älterer Mitarbeiter: Unterzeichnung einer Kollektivvereinbarung über die Beschäftigung älterer Mitarbeiter in Frankreich für den Zeitraum mit zahlenmäßig benannten Zielen zum Beschäftigungserhalt von mehr als 55 Jahre alten Mitarbeitern. Dialog mit Hörgeschädigten: 2010 mit der Arbeitsmedizin lancierte Studie über Hörgeschädigte und Betreuungspersonal am Standort Paris mit dem Ziel, den Dialog mit hörgeschädigten Personen sowie deren Integration zu fördern. Respektvoller Umgang und offenes Ohr für die Mitarbeiter Global Employee Survey: Die erste interne weltweite Umfrage wurde im Jahr 2010 in den drei Hauptsprachen der Gruppe bei Personen durchgeführt. Knapp 70 % der Mitarbeiter der Gruppe nahmen teil, und der Zufriedenheitsgrad erreichte 81 %. Die detaillierten, nach Hubs aufgeschlüsselten Ergebnisse stehen allen Mitarbeitern im Intranet zur Verfügung und gaben bereits Anlass zu einigen Abstimmungsmeetings mit dem Ziel, die Fortschritte schwerpunktmäßig zu ermitteln. Sozialdialog: In Frankreich und Deutschland wurden zahlreiche Unternehmensvereinbarungen getroffen. Darüber hinaus gibt es seit 2007 in der Gruppe einen europäischen Gesamtbetriebsrat, der regelmäßig bei Fragen, die in seinen Kompetenzbereich fallen, konsultiert wird. Programm Posaction : In Zusammenarbeit mit Solareh (1) wurden im Juni 2010 Kollektivmaßnahmen zur Verhütung von psychosozialen Risiken umgesetzt. Die Weiterführung ist im Rahmen der Maßnahmen für eine gesunde Arbeitsumgebung gewährleistet. Die psychosoziale Unterstützung ist vertraulich, umfasst sowohl berufliche als auch persönliche und familiäre Probleme und wird von Spezialisten geleistet. (1) Global Employee Survey Juni 2010: 81 % Zufriedenheitsgrad 88 % Prozent positive Antworten auf die Frage: Ist die nachhaltige Entwicklung ein strategischer Schwerpunkt von SCOR? 84 % Zufriedenheit über die Arbeitszeiten 92 % positives Feedback über das Arbeitsklima in den Teams 87 % Zufriedenheit über die Arbeitsbedingungen bei SCOR Investition in berufliche Weiterbildung und Stärkung des Know-hows Globales Programm zur beruflichen Weiterbildung: Im Jahr 2009 nahmen die Mitarbeiter der Gruppe an etwa Tagen an beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen über zentrale Bereiche und Supportfunktionen der Rückversicherung teil. Der in die berufliche Weiterbildung geflossene Betrag liegt in Frankreich mit knapp 4 % der Gehaltssumme weit über der tariflichen Branchenverpflichtung (2,2 %) und den aktuellen Praktiken anderer Tätigkeitsbereiche (durchschnittlich 2,9 %). Fast 80 % der Mitarbeiter in Paris haben 2010 eine Weiterbildungsmaßnahme beansprucht. Expert 2 : Kompetenzaustauschprogramm zwischen den Partnern der Gruppe (mehr als 200 betroffene Mitarbeiter), realisiert über die Vernetzung von Kompetenzen. SCOR University: 2011 Einführung einer globalen Plattform für Weiterbildungsmaßnahmen in Form von Modulen über Teammanagement, Finanzen und Rückversicherung Mitarbeiter in der Gruppe (außer ReMark) 48 % männlich / 52 % weiblich 30 Länder mit Niederlassungen 6 Hubs: Köln, London, New York, Paris, Singapur und Zürich Hub Paris: Am 24. November 2010 unterzeichneten die Sozialpartner von SCOR eine Kollektivvereinbarung über die berufliche Gleichstellung von Männern und Frauen in der Unité Economique et Sociale (Wirtschaftliche und Soziale Einheit) SCOR. Zu den umgesetzten Maßnahmen zählen konkrete Schritte zur dauerhaften Korrektur eventueller Ungleichgewichte, Aktionen zur Mitarbeitersensibilisierung und -weiterbildung, die jährliche Nachverfolgung der umgesetzten Maßnahmen sowie die Analyse von Kennzahlen und ihrer Entwicklung.

4 Stetige Vertiefung unseres Know-hows, Vermittlung von Kompetenzen und Antizipation der künftigen Herausforderungen KOMPETENZ: Wir verpflichten uns, unseren Kunden Produkte und Dienstleistungen auf höchstem Qualitätsniveau zu bieten und erklären das Integrationsprinzip zur Grundlage unseres Handelns. Auf diese Weise können wir ein auf Vertrauen basierendes Geschäftsverhältnis aufbauen. Wir optimieren kontinuierlich unser Know-how und bieten innovative, für unsere Kunden Mehrwert generierende Lösungen. Integrität in einem fairen Wettbewerbsumfeld Aktuarspreise 2010 Zehn Preise in Europa verliehen: Der Dezember ist der Monat, in dem die Aktuarspreise verliehen werden. In vier Ländern (Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien) stellt SCOR eine Jury zusammen, die relevante Doktorarbeiten und / oder Forschungsarbeiten auswählt und die besten dieser Arbeiten auszeichnet. SCOR Schweiz fördert mit dem Programm SCOR Fellowship die Vernetzung zwischen Forschung und Wirtschaft. Es besteht aus einem Forschungsstipendium für Aktuarwissenschaften und angewandte Finanzmathematik. Diese Preise zeigen, wie stark sich SCOR der Forschung verschrieben hat. Verhaltenskodex: Konzeption eines praktischen Leitfadens, der den Mitarbeitern bei möglicherweise auftretenden rechtlichen und ethischen Fragen eine Hilfestellung sein soll. Der Verhaltenskodex deckt mehrere Bereiche ab: Er ruft die deontologischen Regeln sowie die gültigen Gesetze zu Vertraulichkeit im Geschäftsleben, Verwendung geschützter Daten und Finanzkommunikation in Erinnerung. Ferner geht er auf die wesentlichen Werte der Gruppe in Bezug auf Nichtdiskriminierung, gegenseitigen Respekt und Fairness ein. Des Weiteren sind im Verhaltenskodex die Vorschriften zur Annahme von Geschenken und Einladungen definiert. Es wird hervorgehoben, welch hoher Stellenwert der Kenntnis des Kunden als wesentlichem Mittel zum Schutz vor Geldwäsche und zur Beachtung der Maßnahmen gegen Terrorfinanzierung zuzuschreiben ist. Curriculum Vitae: internes Schulungsprogramm der SCOR-Gruppe zur Sensibilisierung der Mitarbeiter für Konformitäts- und Ethikfragen. Im Zeitraum wurden in etwa 30 Schulungssitzungen verschiedener Art (Workshops, E-Learning, Workshop-Diskussionen) mehr als 700 Mitarbeiter geschult. Förderung der Aktuarwissenschaften: Patenschaft für Aktuarspreise in mehreren europäischen Ländern seit vielen Jahren. In jedem Jahr werden junge Aktuare ausgezeichnet, deren Forschungsergebnisse Anwendungspotenzial im Risikomanagement besitzen. Gleichzeitig fördert die Gruppe die Entwicklung der Aktuarwissenschaften durch Mitwirkung in der Lehre und in Vereinen zur Wissenschaftsförderung. Die künftigen Herausforderungen antizipieren: In den weltweit insgesamt vier R&D-Zentren von SCOR Global Life werden die Kenntnisse über das Risiko in hochsensiblen Gesellschaftsbereichen vertieft (Pflegebedürftigkeit, Langlebigkeit, Invalidität und Sterblichkeit, medizinische Selektion). Dank dieser Zentren und ihrer Partnerschaften mit der Wissenschaft festigen wir unsere Spitzenposition im Bereich Innovation. Das Know-how an die Kunden weitergeben: Im Jahr 2010 wurden knapp 30 Campus-Seminare mit sehr vielfältigen Beiträgen organisiert. Unser kontinuierlich aufgefrischtes Wissen wird ebenfalls über zahlreiche Veröffentlichungen weitergegeben (Focus, SCOR Papers etc.). Aufbau von vertrauensvollen Kundenbeziehungen und Gewährleistung eines optimalen Qualitäts-Innovations-Mix bei unseren Dienstleistungen und Produkten Die verstärkte Aufmerksamkeit, die SCOR dem Kundenbedarf widmet, wird von den Kunden entsprechend honoriert. In der letzten unabhängigen Flashpöler-Studie erreichte SCOR Global Life einen Platz unter den vier besten Rückversicherern der europäischen Lebensversicherer. Die Kundenwahrnehmung ist von 30 % im Jahr 2008 deutlich auf fast 50 % im Jahr 2010 gestiegen. SCOR Global P&C erreichte bei seinen europäischen Kunden Platz 5, die Kundenwahrnehmung verbesserte sich von 2008 bis 2010 um 10 Punkte. Bei den Kunden steht SCOR Global P&C aufgrund der Ausbaufähigkeit des Europageschäfts in den kommenden Jahren an dritter Stelle. Branchenbeobachter und -verbände wertschätzen die Fähigkeit der Gruppe, nachhaltige Kundenbeziehungen aufzubauen. In den letzten Jahren erhielt SCOR zahlreiche Auszeichnungen der Fachpresse, darunter den Preis Best Global Reinsurance Company, der im September 2010 von der Zeitschrift Reactions auf Basis einer internationalen Umfrage bei den Akteuren des Sektors verliehen wurde Reinsurance Personality of the Year 2008 Insurance Risk Manager 2008: Redmayne Best Overall Reinsurer, "Best Client Focus" and "Reinsurance Personality in UK & Ireland Catastrophe Risk Transaction of the Year 2009 Insurance Risk Manager of the Year 2009 European Reinsurer 2010 (Reinsurer / Sponsor of the Year 2010 Casualty Actuarial Society Award SCOR Global P&C: best reinsurance company team for Motor and Facultative Best Global Reinsurance Company OPERATIONELLE STÄRKE: Wir glauben an eine auf fairem Wettbewerb basierende Marktstärke und setzen alles daran, unsere Führungsposition auf eine innovative, auf Wissenserweiterung ausgerichtete Unternehmenskultur aufzubauen. Mit dieser Strategie fördern wir eine offene Herangehensweise und stärken unsere unternehmerische Flexibilität. Wir bieten stimmige Lösungen, mit denen die künftigen Herausforderungen antizipiert werden können.

5 NACHHALTIGKEIT: Als global agierender Rückversicherer sind wir uns unserer sozialen Verantwortung gegenüber den Menschen und der Umwelt bewusst. Unsere offene Herangehensweise wird durch unsere Mitwirkung an der öffentlichen Diskussion und der akademischen Forschung belegt, mit der wir unsere Kenntnis der gesellschaftlich relevanten Fragen stärken; wir unterstützen den wissenschaftlichen Fortschritt, um einen langfristigen Beitrag zur fairen Entwicklung zu leisten. Begrenzung unerwünschter Umweltauswirkungen Immobilienpolitik Betrieb: Die Gruppe verpflichtete sich zu einem ehrgeizigen Relokalisierungsprogramm ( one roof policy ) und nahm diese Gelegenheit zum Anlass, sich vorzugsweise in Immobilien mit ökologischem Mehrwert niederzulassen. Nach dem Londoner Team (BREEAM-Zertifizierung) werden nun auch die Mitarbeiter in Köln und Paris von einer Arbeitsumgebung mit Umweltzertifikat profitieren können. Der neue Hauptsitz in Paris ist für Konzept und Realisierung HQE-zertifiziert (Haute Qualité Environnementale) und strebt nun das HQE-Zertifikat auch für den Betrieb an. In Köln wird die ISO Zertifizierung beantragt. Anlagestrategie für Immobilien: Auf Initiative der Gruppe wurde zum Immobilienportfolio ein Energieaudit durchgeführt. Dabei wurde nach Möglichkeiten gesucht, eine höhere Energieeffizienz zu erreichen und den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern. Das Ziel für 2011 ist es, solche Audits bei 20 % der französischen Immobilien durchzuführen und abzuschließen. Informationstechnik: Berücksichtigung der Energieeffizienz in den einzelnen IT-Projekten, um die IT- Systeme umweltfreundlicher zu gestalten. Bei der globalen Erneuerung der IT- Ausrüstung werden Geräte bevorzugt, die im Hinblick auf Energieeffizienz einem hohen Anspruch genügen (Epeat-Gold-Siegel). Gleichzeitig verringert die Gruppe schrittweise die Anzahl der Data-Center und steuert bis 2012 die vollständige Konsolidierung zu nur noch einem einzigen, grünen Data-Center an. Bei diesen beiden Projekten war es der Gruppe ein Anliegen, die erhöhte Energieausbeute und den verringerten Ausstoß von Treibhausgasen zu quantifizieren, welche nach Abschluss der Arbeiten in einem Jahr mit Vollauslastung erzielt werden wird (2.340 MW/h, was 670 Tonnen CO2 entspricht). Transportpolitik: Bei einer Tätigkeit wie der Rückversicherung entsteht ein großer Teil des Ausstoßes an Treibhausgasen durch den Lufttransport. Um den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern, formulierte die Gruppe eine für alle Organisationseinheiten anwendbare Reisepolitik. Für die Umsetzung wurden im Jahr 2010 sieben Videokonferenzräume eingerichtet, die den Austausch zwischen den Mitarbeitern der verschiedenen Gruppenstandorte bei gleichzeitigem Verzicht auf Reisen erleichtern sollen. Papierpolitik: An den meisten Gruppenstandorten wird Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft verwendet. Um den Papierverbrauch zu senken, wurden am Standort Paris neue Kopierer angeschafft und standardmäßig für doppelseitige Kopien parametriert. Alle 600 individuellen Drucker wurden abgeschafft Engagierte Mitarbeiter: Durchführung verschiedener regionaler Aktionen wie in Köln (Initiative Plant a Tree, GOGREEN mit der Deutschen Post) und in London (Projekt zum Erhalt der Artenvielfalt, bei dem auf den Terrassen des Londoner Gebäudes Bienenstöcke gesetzt und ein Hobby-Bienenzüchterverein gegründet wurde). Sensibilisierung der Kunden für Umweltfragen: Die Campus-Seminare dienen dem Austausch mit unseren Kunden über eine Vielzahl von Themen wie Klimawandel und Wasserwirtschaft. Die Ergebnisse eines kürzlich von SCOR Global P&C durchgeführten Seminars wurden als Focus-Veröffentlichung unter dem Titel Water : a key industrial resource at the crossroads of risks and opportunities publiziert. Offene Herangehensweise, Beteiligung an der öffentlichen Diskussion und an der Forschung, Förderung des wissenschaftlichen Fortschritts Vertiefung von Kompetenzen und Entwicklung der Risikoforschung: Gründung des SCOR Global Risk Center im Jahr 2010, wo sämtliche von SCOR oder mit SCOR- Unterstützung veröffentlichten Risikostudien und externen Ressourcen der Gruppe gebündelt werden, die SCOR zu fördern wünscht. Partnerschaften in den Bereichen Lebens- und Krankenversicherung: SCOR kann auf einige langjährige Partnerschaften mit Forschern verweisen, die auf ihren Gebieten als Autoritäten gelten. Exemplarisch für eine erfolgreiche Zusammenarbeit steht z. B. die Partnerschaft mit INSERM, die sich altersbedingten Krankheiten widmet. Derzeit unterstützt SCOR die Fondation IFRAD (Alzheimer), die Assmann-Stiftung (Herz-Kreislaufkrankheiten) und seit Kurzem auch die Forschungstätigkeiten über das Humane Immundefizienz-Virus (HIV) an der Université Pierre et Marie Curie am Krankenhaus Pitié-Salpêtrière. Beitrag zur Entwicklung der Ökonomie des Risikos: SCOR finanziert in Frankreich Ökonomielehrstühle und gründete kürzlich in Zusammenarbeit mit der Nanyang Technological University in Singapur das Insurance Risk and Finance Center. An einem der Lehrstühle wird ein umfangreiches Forschungsprojekt über das Gleichgewicht an den Risikomärkten durchgeführt, insbesondere an den Märkten für Spitzenrisiken. Darüber hinaus werden Forschungen zu dem an diesen Märkten geschaffenen ökonomischen Wert betrieben. Dieses Projekt wird im Rahmen der Fondation du Risque mit dem Institut d'économie industrielle (IDEI) und der Université Paris-Dauphine durchgeführt. Ferner schloss sich SCOR mit der Fondation Jean-Jacques Laffont Toulouse School of Economics zusammen, um für ein spezielles Forschungsprojekt über die Entwicklung an den Finanzmärkten einen Lehrstuhl zu gründen (Finanzrisikomanagement, Ermittlung und Management des Eintrittsrisikos seltener Ereignisse, Finanzmarktverflechtung, Ökonomie, Innovation, langfristige Investitionen etc.). April 2010: Projekt Plant for the planet Plant for the planet ist eine von Jugendlichen organisierte Kampagne zur Unterstützung des UNO-Projekts, bei dem weltweit eine Milliarde Bäume gepflanzt werden sollen. Die Mitarbeiter in Köln pflanzten für jeden SCOR-Mitarbeiter auf der Welt in einem von einem Unwetter verwüsteten Wald einen Baum. Dieser Initiative wurden zur Finanzierung von neuen Bäumen in Afrika Euro zugeschossen. Auswahl unserer Partnerschaften im Forschungsbereich Nanyang Technological University (Singapur): Gründung des Insurance Risk and Finance Research Center zur Förderung der angewandten Forschung in den Bereichen Versicherung und entsprechende Risiken. Fondation du risque IDEI (Frankreich): Gründung des Lehrstuhls Marché des risques et Création de Valeurs (Risikomärkte und Schaffung von Werten) zur Durchführung eines Forschungsprojekts über das Gleichgewicht an den Risikomärkten, insbesondere an den Märkten für Spitzenrisiken. Fondation Jean-Jacques Laffont (Frankreich): Gründung eines Lehrstuhls zur Durchführung eines Forschungsprojekts über die Entwicklung der Finanzwirtschaft. Université Pierre et Marie Curie (France) : Unterstützung der Forschungsarbeiten über das Humane Immundefizienz-Virus (HIV). Assmann-Stiftung (Deutschland): Vorbeugung vor Herz-Kreislaufkrankheiten. Fondation IFRAD (Frankreich): Unterstützung der Alzheimerforschung. Verschiedene Partnerschaften mit deutschen Hochschulen: - Reinsurance Institute der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Köln - Center of Expertise for Economical Insurance Research der Universität Hannover - Albert Einstein Universität, Ulm Über diese Partnerschaften hinaus wirken die Mitarbeiter von SCOR in verschiedenen Hochschuleinrichtungen direkt im Bereich Lehre mit (ETH Zürich, ENASS, Université Paris-Dauphine etc.).

6 RENTABILITÄT: Gewährleistung der höchstmöglichen Rendite für unsere Aktionäre Eine hohe Vergütung der Aktionäre steht im Zentrum der Gruppenstrategie. Wir sagen, was wir tun, und wir tun, was wir sagen. Wir führen unsere Geschäfte kohärent und transparent, indem wir uns klare Ziele setzen und professionelle Normen definieren, mit denen wir unsere Glaubwürdigkeit untermauern. Die Rentabilität stützt unsere Bonität und bildet die Grundlage einer langfristigen Vision: Die Rentabilität ist für das Abfedern von Schocks und für eine zukunftsgerichtete Vorgehensweise unerlässlich. Sie leistet einen Beitrag zu unserer Bonität, erfüllt die Erwartungen unserer Aktionäre, Kunden, Ratingagenturen und all derjeniger, die unsere Aktivitäten verfolgen. Eine auf eine Politik hoher Vergütung ausgerichtete Strategie: Die Vergütung der SCOR-Aktionäre steht im Zentrum der Gruppenstrategie. Dementsprechend wird in den Strategieplänen jeweils eine hohe Aktionärsvergütung angestrebt. Wie im Strategieplan Dynamic Lift V2 vorgesehen, überschritten die ausgeschütteten Dividenden stets 35 % des im Planzeitraum ausschüttbaren Gewinns und erreichten im Geschäftsjahr 2010 (*) sogar 47 %. Die der Hauptversammlung vorgeschlagene Dividende für das Geschäftsjahr 2010 liegt mit 1,10 Euro pro Aktie (*) um 10 % höher als im Vorjahr. Insgesamt hat die Gruppe seit 2005 Dividenden in Höhe von 807 Millionen EUR an ihre Aktionäre ausgeschüttet. Darüber hinaus war die globale Dividendenrendite der SCOR seit 2005 stets höher als die ihrer Konkurrenten. Strong Momentum: Die Gruppe beabsichtigt, ihre aktive Vergütungspolitik während des gesamten Planzeitraums von Strong Momentum beizubehalten. Gekoppelt an die Erhöhung der Zielrendite der Gruppe auf Basispunkte über dem risikofreien Zinssatz im gesamten Zyklus dürfte diese Vergütungspolitik die Leistungen von SCOR hinsichtlich der Aktionärsrendite branchenweit auf höchstem Niveau halten. Eine dynamische Finanzkommunikation: Die Rückversicherung ist für die breite Öffentlichkeit ein weithin unbekanntes Gebiet und wird häufig als äußerst komplex angesehen. Daher setzt SCOR alles daran, über eine auf absolute Transparenz ausgerichtete Politik sämtliche Informationen über die Geschäftstätigkeit an die Aktionäre weiterzugeben. Dieses Ziel geht aus der Veröffentlichung zahlreicher Dokumente über Geschäftstätigkeit und Ergebnisse der Gruppe (Jahresberichte, halbjährlicher Brief an die Aktionäre, Pressemitteilungen etc.) hervor. Der Internetauftritt der Gruppe wurde völlig neu gestaltet, um den Aktionären eine breite Auswahl an leicht zugänglichen Informationen bieten zu können. Dies ist eine Ergänzung zu den bereits seit Jahren vorhandenen spezifischen Abteilungen, an die sich die privaten und institutionellen Anleger mit Fragen wenden können. Eine auf Transparenz, Glaubwürdigkeit und Kohärenz gegründete Geschäftstätigkeit Governance, Grundlage unserer Glaubwürdigkeit: Bei SCOR genügt die Corporate Governance den aktuellen best practices und trägt mit ihren verschiedenen Komponenten zum Enterprise Risk Management bei. Über die gesetzlichen und behördlichen Vorschriften hinaus entspricht die Corporate Governance von SCOR ebenfalls den Empfehlungen der AMF (autorité des marchés financiers) sowie den für die Gruppe relevanten ISIN-Codes. Neue Entwicklungen im Jahr 2011: Die Verlängerung der Aufsichtsratsmandate steht 2011 (*) unter dem Vorzeichen der Verringerung der Anzahl von Aufsichtsräten, der fortgesetzten Bestrebung nach einem höheren Frauenanteil, der Pflege der Kompetenzvielfalt und der Internationalisierung. Auch die Länge der Mandate dürfte eingehend geprüft werden, um eine Staffelung der künftigen Mandatsverlängerungen zu begünstigen. Konzept des gläsernen Unternehmens: SCOR verfolgt die Idee des gläsernern, durchleuchtbaren Unternehmens. Auch aus diesem Grunde geben wir unseren Geschäftspartnern (Investoren, Kunden, Ratingagenturen, Regulierungsbeamten etc.) sämtliche Schlüsselelemente unserer Strategie für die nächsten drei Jahre an die Hand. Auch die Kohärenz zählt zu unseren Werten: Das strategische Modell von SCOR stützt sich auf einen mäßigen Risikoappetit : Wir selektieren gerne diejenigen Risiken, die wir bewusst übernehmen möchten. Und wir sind davon überzeugt, dass dies ebenfalls auf unsere Aktionäre zutrifft. Da Information bekanntlich das beste Mittel zur Risikominderung ist, möchten wir unsere Aktionäre mit detaillierten Informationen über unsere Strategie bei der Verwaltung ihres Risikoappetits unterstützen auf genau die gleiche Art, wie wir auch unseren eigenen Risikoappetit verwalten. (*) Zustimmung durch die Hauptversammlung am 4. Mai (*) Zustimmung durch die Hauptversammlung am 4. Mai 2001.

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