Tipps und Tricks in der Palliative Care zu Hause

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1 Tipps und Tricks in der Palliative Care zu Hause «Palliative Care verkörpert sich in einer menschlichen Haltung von Verständnis, Zuwendung und Hilfestellung. «Cornelia Knipping

2 Themen des Workshops Betreuungsplan Palliative Care zu Hause Antizipation Bio/Psycho/Sozial/ Spirituell: Tipps und Tricks in der palliativen Betreuung zu Hause anhand des Betreuungsplans Erfassungsinstrumente als Hilfsmittel

3 Ziele Die 4 «S» in Palliative Care Kompetenzen Selbstbestimmung Selbsthilfe Sicherheit Entscheidungsfindung Symptom Management Netzwerk-Organisation Support Support der Angehörigen

4 Der Betreuungsplan Vorausschauende Umsetzung der 4 «S» in Palliative Care Arbeitsinstrument für den runden Tisch bzw. für die interdisziplinäre Betreuung Nahtstelle zwischen den Professionen/ambulant/stationär Begleitet den Patienten durch die Institutionen Betreuungsplan basiert auf Konsens

5 Palliative Care zu Hause «Selbstbestimmung» Entscheidungsfindung oder Die beiden «Gretchen-Fragen»: 1. Was will der Patient/die Patientin? 2. Was wollen die Angehörigen?

6 Vernetzung in Palliative Care «Sicherheit» Palliative Care wird von einem multiprofessionellen Team bestritten Multiprofessionalität: Positive Aspekte: Wissenserweiterung, für jedes Problem den richtigen Spezialisten Herausfordernde Aspekte: Transparenz, Informationsfluss, Abgeben können

7 Antizipation oder die Kunst, in die Zukunft zu blicken «Sicherheit» BIO SPIRITUELL PSYCHO Symptombehandlung Selbstbestimmung KULTURELL SOZIAL Support

8 Tipps und Tricks mit dem Betreuungsplan Angst/ Depression/seelische Schmerzen Atemnot, Husten, Rasselatmung Ernährung/Flüssigkeitszufuhr Hautverhältnisse: Juckreiz/Wunden Müdigkeit/Schwäche Schmerz Schlafstörungen Unruhe, Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit Verdauungsprobleme (Obstipation, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall) Weiteres (Aszites, epileptischer Anfall, Fieber, Blutungen)

9 Bio Symptombehandlung «Selbsthilfe» Krebspatientinnen und patienten leiden in einer fortgeschrittenen Krankheitssituation an durchschnittlich 11 Symptomen: Schmerz, Fatigue, Schlaflosigkeit, Kurzatmigkeit (Dyspnoe), Übelkeit, Verstopfung, Durchfall, Appetitlosigkeit, Angst/Depression, Verwirrtheit Higginson und Constatini, 2008

10 Psycho «Selbstbestimmung» Ist der kranke Mensch entscheidungsfähig? Kann er seine Wünsche mitteilen? Was bedeutet die Erkrankung für ihn? Wer entscheidet? Die Betroffenen? Die Angehörigen? Die Fachpersonen? Wer bestimmt, wo gestorben wird? Patientenverfügung

11 Sozial «Support» Pflegende Angehörige haben eine Schlüsselfunktion und eine Schlüsselrolle! Sie brauchen angemessenen und individuellen Support vom professionellen Team Sie müssen adäquat geschult werden (Angehörigen-Edukation) Das professionelle Team muss ihnen Sicherheit vermitteln können!

12 Tipp und Trick: Butterfly unter der Haut Wenig invasive Massnahme Einfache Hydratationsmöglichkeit (nach Klärung: Hydratation ja oder nein) Einfache Medikamentenabgabe, wenn der Patient die Tabletten nicht mehr schlucken kann Geeignet für Bolusabgabe und/oder kontinuierlich via PCA-Pumpe Knipping, 2006

13 Die Rolle der Angehörigen in Palliative Care zu Hause «Support» Deshalb brauchen pflegende Angehörige: Gezielte Informationen in Bezug auf den Krankheitsverlauf und mögliche Komplikationen Informationen, was sie bei welchen Symptomen machen sollen, müssen, dürfen Informationen über den Sterbeprozess Gute Schulung und Beratung

14 THM Tipps uns Tricks in der Palliative Care zu Hause 1. Es braucht einen vorausschauenden Betreuungsplan 2. Die zentralen Elemente sind die «4S» 3. Die konkrete Umsetzung basiert auf dem biopsycho-sozial-spirituellen Modell 4. Die Angehörigen haben eine Schlüsselrolle

15 Instrumente in der Palliative Care Edmonton Symptom Assessment System: ESAS %20ESAS-r.pdf Liverpool Care Pathway: Bisher eher für stationäre Versorgung on_final_%28example%29.pdf «Best Practice» Bigoriorichtlinien

16 Literatur Aulbert E., Nauck F., Radbruch L., (2007), Lehrbuch der Palliativmedizin, 2.Auflage, Schattauer Ellershaw und Ward (2003), «Care of the dying patient: the last hours or days of life». BMJ, 326 Fringer, A., (2010), Pflegenden Angehörigen ehrenamtlich helfen, 1.Auflage, Band 1, Tectum Higginson und Constatini (2008), «Dying with cancer, living well with cancer». European Journal of Cancer, 44 (10) Kern et al. (2007), «Ambulante Palliativbetreuung Einflussfaktoren auf eine stationäre Einweisung am Lebensende». Zeitschrift für Palliativmedizin Knipping, C., (2006), Lehrbuch Palliative Care, 1.Auflage, Bern: Huber Kränzle, S., Schmid, U., Seeger, C., (2010), Palliative Care, 3. Auflage, Springer Neuenschwander, H., et al. (2006), Palliativmedizin, 2. Auflage, Krebsliga Schweiz. Proot et al. (2003), «Vulnerability of family caregivers in terminal palliativ care at home». Scandinavian Journal of Caring Sciences, 17 (2) Rabow, M., Hauser, J. & Adams, J. (2004). Supporting Family Caregivers at the End of Life. JAMA, 291 (4)

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