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1 H A N S E M E R K U R L E B E N S - V E R S I C H E R U N G A G G E S C H Ä F T S J A H R HML

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3 HanseMerkur Lebensversicherung AG Jahresabschluss 2012 vorgelegt zur ordentlichen Hauptversammlung am 18. April 2013

4 Organe Aufsichtsrat Vorstand Prokuristen Jörg G. Schiele Vorsitzender Dipl.-Wirtschafts-Ing. Geschäftsführer ENERGY & MORE ENERGIEBROKER GmbH & Co. KG Hamburg Volker Bremkamp stellv. Vorsitzender Geschäftsführer BMB Bremkamp Management- und Beteiligungs-GmbH Hamburg Dr. Karl Hans Arnold Vorsitzender der Geschäftsführung/ Gesellschafter Rheinisch-Bergische Verlagsgesellschaft mbh Düsseldorf Harald Boberg Repräsentant Bankhaus Lampe Hamburg (bis ) Georg Borsutzky * Gruppenleiter KV-Leistung Hamburg (bis ) Hans Geisberger Vorstandsmitglied i. R. HanseMerkur Versicherungsgruppe Rellingen Dr. Frank Keuper Vorstandsvorsitzender i.r. AXA Konzern AG Hamburg (ab ) Wolfgang Niemsch Dipl.-Kfm. Geschäftsführender Gesellschafter Lanico Maschinenbau Braunschweig Michael Noack * stellv. Betriebsratsvorsitzender Hamburg (bis ) Dagmar Radtke * Sachbearbeiterin Betrieb Krankenund Lebensversicherung Hamburg (ab ) Heidrun Schwarzer * Sachbearbeiterin Mathematik Buxtehude (ab ) Fritz Horst Melsheimer Vorsitzender Dipl.-Kfm. Hamburg Eberhard Sautter stellv. Vorsitzender Dipl.-Math. Hamburg Eric Bussert Dipl.-Kaufm., Dipl.-Ök. Hamburg (ab ) Holger Ehses Dipl.-Math., Dipl.-Kfm. Hamburg Dr. Andreas Gent Rechtsanwalt Hamburg Dr. Wilfried Hauck Dipl.-Wirtschafts-Ing. Hamburg ( bis ) Peter Ludwig Dipl.-Betriebswirt Hamburg (bis ) Arne Eggers Angela Garden Sigrun Golz Andreas Koll Gerhard Krebs Alexander Oelze Robert Raeder Brigitte Sierau Jürgen Strahl Hartmut Sierck * Mitglied des Betriebsrates Glückstadt * von den Arbeitnehmern gemäß 129 BetrVG in Verbindung mit 76,77 BetrVG 1952 gewählt 2

5 Bericht des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat hat im Jahr 2012 die Geschäftsführung entsprechend der nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben laufend überwacht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat in regelmäßigen Sitzungen sowie aufgrund schriftlicher Berichterstattung laufend umfassend von der geschäftlichen Entwicklung und von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung unterrichtet. Darüber hinaus wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrats über wesentliche Geschäftsvorfälle laufend unterrichtet. Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die Lage und die Entwicklung der Gesellschaft wurden in den Sitzungen des Aufsichtsrats eingehend erörtert. Dies schloss insbesondere auch die zeitnahe Unterrichtung über die Risikolage und das Risikomanagement mit ein. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat umfassend über die Neugeschäftsentwicklung sowie über die Auswirkungen der Kapitalmarktentwicklung auf die Kapitalanlagen bzw. den Kapitalanlagenertrag und über Sicherungsmaßnahmen informiert. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat zusammen mit dem Vorstand eingehend mit der strategischen und operativen Unternehmensplanung sowie der mittel- und langfristigen Unternehmensentwicklung befasst. Die aktuellen und anstehenden wesentlichen Projekte und Vorhaben hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand berichten lassen und umfassend behandelt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung, des Lageberichtes des Vorstands sowie das vom Vorstand eingerichtete Risikofrüherkennungssystem ( 91 Abs. 2 AktG) sind vom Abschlussprüfer, der RBS RoeverBroennerSusat GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft geprüft worden. Es wurden keine Beanstandungen erhoben, so dass der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde. Alle Aufsichtsratsmitglieder haben die Berichte des Abschlussprüfers sofort erhalten. Der Abschlussprüfer hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Den Bericht des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat ausführlich erörtert und zustimmend zur Kenntnis genommen. Das abschließende Ergebnis der eigenen Prüfung des Aufsichtsrats entspricht vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat sieht daher keinen Anlass, Einwendungen gegen die Geschäftsführung oder den vorgelegten Jahresabschluss zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012, in der heutigen Sitzung gebilligt und damit gemäß 172 AktG festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns stimmt der Aufsichtsrat zu. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß 312 AktG sowie den hierzu von der RBS RoeverBroennerSusat GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft gemäß 313 AktG erstatteten Prüfungsbericht vorgelegt. Der entsprechende Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers lautet wie folgt: Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass - die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, - bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile nicht ausgeglichen worden sind. Der Aufsichtsrat hat den Bericht über die Beziehungen zu den verbundenen Unternehmen geprüft und von dem hier zu erstatteten Bericht des Abschlussprüfers zustimmend Kenntnis genommen. Bemerkungen sind nicht zu machen. In der heutigen Aufsichtsratssitzung hat uns der Verantwortliche Aktuar über die wesentlichen Ergebnisse seines Erläuterungsberichts zur versicherungsmathematischen Bestätigung berichtet. Aufgrund seiner Untersuchungsergebnisse hat der Verantwortliche Aktuar eine uneingeschränkte versicherungsmathematische Bestätigung gemäß 11a Abs. 3 Nr. 2 VAG abgegeben. Den Erläuterungsbericht des Verantwortlichen Aktuars und seine Ausführungen in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats haben wir zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat begrüßt grundsätzlich das mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex verfolgte Ziel einer verantwortungsvollen Unternehmensführung und - kontrolle. Da die Konzernobergesellschaft dem Kodex aufgrund ihrer Rechtsform nicht unterliegt und von ihr sämtliche mittelbaren und unmittelbaren Anteile der Gesellschaft gehalten werden, findet der Kodex als solcher keine verpflichtende Anwendung. Der Aufsichtsrat dankt allen Beteiligten für die erbrachten Leistungen und die erreichten Arbeitsergebnisse im Berichtsjahr Hamburg, 18. April 2013 Der Aufsichtsrat Jörg G. Schiele Vorsitzender 3

6 Lagebericht Marktumfeld Lebensversicherungen Die Lebensversicherungsbranche wurde im Jahr 2012 von Schlagworten wie beispielsweise Niedrigzinsphase, BGH- Urteile und Unisex bestimmt. Wegen der anhaltend schwierigen Marktbedingungen und einem auf 1,75 % gesenktem Rechnungszins erwies sich die Versicherungsnachfrage als leicht rückläufig. Die Anzahl der abgeschlossenen Lebensversicherungsverträge sank auf ungefähr sechs Millionen (-5,0 %). Die gebuchten Brutto-Beiträge in der Lebensversicherung stiegen dagegen gegenüber dem Vorjahr um 0,8 % auf 83,84 Mrd. EUR. Circa 26 % entfielen hierbei auf Einmalbeiträge (Anstieg um 0,6 %). Die laufenden Beiträge aus dem Neugeschäft für ein Jahr wiesen einen Rückgang von 3,7% aus. Die Finanzkrise ist längst zu einer Staatsschuldenkrise auch außerhalb der EU gewachsen und beschäftigte die Lebensversicherer auch in diesem Jahr. Trotz der Bemühungen zur Stabilisierung gefährdeter Banken und hochverschuldeter Staaten ist es nicht gelungen, ein anhaltendes Vertrauen an den Kapitalmärkten und bei den Bürgern wiederherzustellen. Bei historisch niedrigen Renditen von 10-jährigen Bundesanleihen und sehr schwankungsanfälligen Aktienmärkten bleibt es eine herausfordernde Aufgabe, Kapitalanlagen ausreichend gewinnbringend anzulegen. Leidtragende sind langfristig die Kunden. Das Vertrauensdefizit lässt private Haushalte mehr denn je vorsichtiger und zurückhaltender bei finanziell langfristigen Verträgen agieren. Die Vorsorgebereitschaft ist stark rückläufig, Erspartes wird zugunsten des Konsums verwendet, so eine Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach am Jahresanfang. Bisher konnten die Lebensversicherungsunternehmen die Folgen der Niedrigzinsphase für ihre Kunden abfedern. Grund hierfür ist sicherlich die langfristig ausgerichtete und risikoarme Anlagepolitik. So bilden Rentenpapiere auch 2012 den mit Abstand größten Anteil am Kapitalanlagebestand. Mit einer Nettoverzinsung der Kapitalanlagen in Höhe von ca. 4 % erwirtschaften die Versicherer immer noch mehr, als für den durchschnittlichen Garantiezins im Bestand notwendig wäre. Seit Mitte des Jahres ergingen mehrere für die Lebensversicherungsbranche bedeutende Urteile. Die Verbraucherzentrale Hamburg klagte gegen fünf Versicherer wegen Verwendung verbraucherunfreundlicher Klauseln und erhielt Recht. Die Richter erklärten insbesondere Klauseln zur Abschlusskostenverteilung und Stornoabzügen in den Versicherungsbedingungen der zwischen 2001 und 2007 abgeschlossenen Kapitallebens- und Rentenversicherungen für unwirksam. Als Folge können Kunden von gekündigten Verträgen eine Neuberechnung der Rückkaufswerte verlangen und mit Nachzahlungen rechnen. Hierfür müssen für 2012 Rückstellungen in erheblichem Umfang gebildet werden. Das Aufsichtssystem Solvency II war auch in 2012 für die Versicherungsbranche präsent. Aufgrund erheblichen Nachbesserungsbedarfs bei der Behandlung langfristiger Garantien der Lebensversicherer erfolgte in 2012 deutschlandweit ein neuer Auswirkungstest (QIS6). Die Ergebnisse bestätigten die Bedenken. Als Folge daraus soll nun eine europaweite Auswirkungsstudie durchgeführt werden, bevor die Solvency II-Rahmenrichtlinie in Kraft tritt. Gemäß Änderungsrichtlinie zur Solvency II-Rahmenrichtlinie ( Quick fix ) wäre der Anwendungsbeginn von Solvency II der 1. Januar Es ist angekündigt worden, dass der Beginn auf 2016 oder 2017 verschoben wird. Dies wird die Einführung dieser Aufsichtsregeln weiter verzögern. Zum 21. Dezember 2012 wurde das Unisex-Urteil des EuGh fristgerecht umgesetzt. Ab diesem Zeitpunkt erfolgt die Prämienkalkulation unabhängig vom Geschlecht. Ein Schlussverkauf bei Risikolebensversicherungen für Frauen und Altersvorsorgeprodukten bei Männern konnte nicht festgestellt werden. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr verzeichnete insgesamt einen zufriedenstellenden Verlauf und schloss mit einer sehr erfreulichen Entwicklung des Neugeschäfts ab. Für die HanseMerkur Lebensversicherung AG steht jedoch die Zuverlässigkeit und Sicherheit im Umgang mit den Kundengeldern im Vordergrund. Aufgrund ihrer Finanzstärke bot die Hanse- Merkur für das Geschäftsjahr 2012 jedoch ihren Kunden eine marktüberdurchschnittlich hohe Überschussbeteiligung von 4,00 % (Vj. 4,25 %). Neugeschäftsentwicklung Der gesamte Versicherungsbestand, gemessen an der Versicherungssumme, konnte im Geschäftsjahr 2012 insgesamt um 1.155,6 Mio EUR auf 5.971,7 Mio EUR (Vj ,1 Mio EUR) erhöht werden. Dabei ist das Neugeschäft um 42,3 % an eingelösten Verträgen auf (Vj ) sowie der zugehörige laufende Jahresbeitrag um 35,6 % auf 16,8 Mio EUR (Vj. 12,4 Mio EUR) gestiegen. Der Neuzugang des laufenden Jahresbeitrags verzeichnete einen Zuwachs von 28,8 % auf 19,1 Mio EUR 4

7 (Vj. 14,9 Mio EUR). Die neu zugegangenen Einmalbeiträge erhöhten sich auf 75,4 Mio EUR (Vj. 45,6 Mio EUR). Der Neuzugang nach Beitragssumme ist um 51,4 % auf 706,7 Mio EUR (Vj. 466,8 Mio EUR) gestiegen. Gemessen an der Versicherungssumme lag er bei 1.619,2 Mio EUR (Vj. 999,1 Mio EUR). Die Nettoproduktion nach Wertungssumme ist um 42,9 % auf 552,8 Mio EUR (Vj. 386,8 Mio EUR) gestiegen. Kennzahlen der Lebensversicherung HanseMerkur GDV EK-Quote 1,6 1,4 1,8 2 Überschussquote 13,1 6,7 8,6 3 Gesamtüberschussqoute zu gebuchten 16,2 9,2 11,8 Beiträgen 4 Zuführung zur RfB zu Entnahme 124,3 58,4 84,8 RfB 5 Zuführung zu RfB in % der gebuchten 14,6 8,1 10,5 Beitragseinnahmen 6 RfB in % der gebuchten Beitragseinnahmen 63,2 74,5 64,8 7 Freie RfB zu Gesamt RfB 37,9 36,9 38,1 8 Verwaltungskostenquote 2,3 2,7 2,4 9 Abschlusskostenquote 3,9 4,6 5,0 10 Nettoverzinsung 4,7 3,7 4,1 11 Laufende Durchschnittsverzinsung 3,8 3,8 4,2 12 Stornoquote 7,0 6,2 5,1 13 Versicherungsbestand 5.971, (in Mio bzw. Branche in Mrd) 1 In % der Deckungsrückstellung (brutto). 2 Zuführung zur RfB und Jahresüberschuss in % der Summe aus gebuchten Beiträgen und Nettoerträgen aus Kapitalanlagen. 4 Verhältnis in %. 5 Anteile der Beiträge zur Stärkung der Überschussreserven. 6 RfB im Verhältnis zum Versicherungsbestand (gemessen an der Beitragseinnahme). 7 Teile der RfB, die noch nicht für die Ausschüttung im folgenden Geschäftsjahr bzw. für Schlussüberschüsse gebunden sind. 8 Kosten für den Versicherungsbetrieb, bezogen auf gebuchte Beitragseinnahmen. 9 Aufwendungen, die durch den Abschluss eines Versicherungsvertrags entstehen, bezogen auf die Beitragssumme des Neuzugangs. 10 Nettoverzinsung der Kapitalanlagen. 11 Laufende Erträge auf Kapitalanlagen vermindert um laufende Aufwendungen auf Kapitalanlagen im Verhältnis zum durchschnittlichen Kapitalanlagebestand. 12 Rückkäufe, Beitragsfreistellungen und sonstiger und übriger vorzeitiger Abgang im Verhältnis zum mittleren laufenden Beitrag. 13 Versicherungssumme bzw. 12-fache Jahresrente aller Haupt- und Zusatzversicherungen. Das Geschäftsjahr 2012 stand für die HanseMerkur Lebensversicherung AG für die Modernisierung der Produktpalette hin zu hoch wettbewerbsfähigen Produkten. Das betrifft insbesondere die ab 2012 angebotenen Produkte aus den Bereichen Rentenversicherung nach dem Altersvermögensgesetz, Basisrente und betriebliche Altersversorgung. Eine Besonderheit im Rahmen der Produktmodernisierung stellt die Erweiterung der Rentenprodukte um eine Pflegeoption dar, die es einem Rentner erlaubt, im Falle der Pflegebedürftigkeit einen versicherten Todesfallschutz gegen eine höhere Rente zu tauschen. Im Geschäftsjahr 2012 sind neue Rentenversicherungsprodukte, davon 241 Hybrid- und 130 reine Fondsprodukte, mit einem laufenden Jahresbeitrag von insgesamt 7,0 Mio EUR eingelöst worden. Die eingeführte Selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung verzeichnete einen Neuzugang von Verträgen mit einem laufenden Jahresbeitrag von 6,3 Mio EUR. Das Angebot einer Einsteigeroption, die um 50 % verminderte Startbeiträge vorsieht, nutzten hier 40,1 % unserer Kunden. Insgesamt sind Verträge mit Einsteigeroption eingelöst worden. Zudem bietet das neue Risikolebensversicherungsprodukt Nachlässe für Nichtraucher und privat krankenvollversicherte Personen. Hier sind Verträge neu eingelöst worden, davon 300 Verträge aufgrund privater Krankenvollversicherung. Gemessen am laufenden Jahresbeitrag hatte die klassische Rente einen Anteil von 25,9 % (Vj. 34,5 %) am eingelösten Neugeschäft. Der Anteil der Basis-Rente lag hier bei 12,3 % (Vj. 15,7 %), der der Rentenversicherung nach dem Altersvermögensgesetz bei 11,4 % (Vj. 16,4 %). Die Selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung hatte einen Anteil von 37,4 % (Vj. 23,4 %). Der Anteil der Sterbegeldversicherung am eingelösten Neugeschäft betrug 9,5 % (Vj. 6,8 %). Risiko- und Kapitalversicherungen hatten einen Anteil von 3,1 % (Vj. 2,5 %) bzw. 0,3 % (Vj. 0,7 %) am eingelösten Neugeschäft. Der Bestand an laufendem Jahresbeitrag ist im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 % auf 123,4 Mio EUR (Vj. 115,5 Mio EUR) gestiegen. Der Anteil an Rentenversicherungen belief sich auf 45,3 % (Vj. 46,9 %) und der Anteil an kapitalbildenden Versicherungen auf 40,7 % (Vj. 45,6 %). Der Anteil an Risikoversicherungen betrug 2,5 % (Vj. 2,3 %). Die Selbständigen Berufsunfähigkeitsversicherungen verzeichneten einen Anteil von 11,6 % (Vj. 5,3 %). Der vorzeitige Abgang durch Rückkäufe und Beitragsfreistellungen betrug, bezogen auf den mittleren Bestand des laufenden Beitrags, 5,7 % (Vj. 5,9 %). Dabei verzeichnete das Storno bei kapitalunterlegten Produkten einen Anstieg, während die Selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung einen leichten Rückgang aufwies. Abläufe und ande- 5

8 Lagebericht re Leistungsfälle führten zum Abgang einer Versicherungssumme von insgesamt 94,4 Mio EUR (Vj. 97,4 Mio EUR). Die Bewegung der Bestände ist auf den Seiten 72 und 73 dargestellt. Beitragseinnahmen Die gebuchte Beitragseinnahme ist im Geschäftsjahr um 36,9 Mio EUR bzw. 23,5 % auf 194,0 Mio EUR (Vj. 157,2 Mio EUR) gestiegen. Hiervon verzeichneten die gebuchten laufenden Beiträge einen Zuwachs um 6,4 % auf 118,6 Mio EUR (Vj. 111,6 Mio EUR). Die gebuchten Einmalbeiträge erhöhten sich auf 75,4 Mio EUR (Vj. 45,6 Mio EUR). Ertragsentwicklung Versicherungsleistungen/Kosten Im Berichtsjahr wurden für Versicherungsleistungen und Rückkäufe 139,7 Mio EUR (Vj. 130,2 Mio EUR) aufgewendet. Dabei sind die Zahlungen für Rückkäufe um 6,0 Mio EUR auf 32,5 Mio EUR (Vj. 26,5 Mio EUR) und die Leistungen für Abläufe um 4,0 Mio EUR auf 82,1 Mio EUR (Vj. 78,1 Mio EUR) gestiegen. Trotz des stetig steigenden Anteils an Versicherungen mit rentenförmiger Leistung stiegen die Rentenzahlungen nur sehr moderat um 0,8 Mio EUR auf 10,3 Mio EUR (Vj. 9,5 Mio EUR), da noch immer ein Großteil der Versicherungsnehmer vom Kapitalwahlrecht sofern dies vertraglich zulässig ist Gebrauch macht. Die Abschlusskosten beliefen sich auf 27,3 Mio EUR (Vj. 21,2 Mio EUR). Gemessen am Neuzugang der Beitragssumme betrug die Abschlusskostenquote 3,9 % (Vj. 4,6 %). Die Verwaltungsaufwendungen für das selbst abgeschlossene Geschäft lagen mit 4,5 Mio EUR (Vj. 4,2 Mio EUR) auf dem Vorjahresniveau. Damit betrug die Verwaltungskostenquote 2,3 % (Vj. 2,7 %). Kapitalanlagen und Vermögenserträge Im Geschäftsjahr 2012 verzeichnete die deutsche Wirtschaft ein verhaltenes Wachstum von 0,7 %. Damit konnte die Wirtschaft in einem Umfeld, das von der Staatsschuldenkrise und globaler Wachstumsschwäche geprägt war, einen moderaten Zuwachs erzielen. Zum Jahresende befand sich jedoch auch die deutsche Wirtschaft in einer ausgeprägten Schwächephase. In der Eurozone herrschten im Gesamtjahr weitgehend rezessive Tendenzen. Extreme Unsicherheit aufgrund der Staatsschuldenkrise und die Konsolidierung der Staatshaushalte lasteten massiv auf der Konjunktur. Der Zweifel an der Tragfähigkeit der Verschuldung der Peripherie- Staaten der Eurozone und volkswirtschaftliche Ungleichgewichte drohten zeitweise in einem Zerfall des Währungsraums und einem Kollaps des Finanzsystems zu münden. Die mögliche Zahlungsunfähigkeit Griechenlands drohte weiteren Ländern insbesondere Spanien und Italien die Refinanzierungsmöglichkeiten über den Kapitalmarkt zu nehmen. Massive Anstrengungen auf politischer Ebene und unkonventionelle Maßnahmen der EZB führten im Jahresverlauf zu einer sukzessiven Stabilisierung der Situation in der Eurozone. Die Ankündigung der EZB notfalls unbegrenzt Staatsanleihen zur Verteidigung der Gemeinschaftswährung zu erwerben, wirkte sich deutlich positiv auf das Vertrauen an den Kapitalmärkten aus. Die Entspannungstendenzen hielten bis zum Jahresende an. Die Inflationsrate ging in 2012 im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück und betrug 2,0 %. Aufgrund des schwachen wirtschaftlichen Umfelds kam trotz der expansiven Geldpolitik kein Inflationsdruck auf. Der deutsche Aktienmarkt verzeichnete aufgrund der sehr hohen Unsicherheit eine volatile Entwicklung. Auf Jahressicht profitierte der Aktienmarkt jedoch von den Maßnahmen der EZB und den Entspannungstendenzen im Finanzsystem. Der DAX schloss bei einem Jahresendstand von Punkten und damit um 29,1 % über dem Endstand des Vorjahres. Der EUROSTOXX 50 Performance-Index verzeichnet mit einem Anstieg um 18,1 % auf Punkten einen weniger starken Anstieg. Die Entwicklung an den Anleihemärkten war von der europäischen Staatsschuldenkrise geprägt. Die Risikoprämien für Anleihen der Krisenstaaten der Eurozone (Griechenland, Irland, Italien, Portugal, Spanien) erreichten zur Jahresmitte neue Extremwerte und wiesen im Jahresverlauf eine hohe Volatilität auf. Aufgrund der hohen Risikoaversion der Anleger verzeichneten die Renditen von 10-jährigen Bundesanleihen hingegen historisch niedrige Niveaus. Mit 1,13 % wurde im Juni ein neues historisches Rendite-Tief erreicht. Bis Jahresende stieg die Rendite zwar wieder leicht auf 1,32 % an sie lag damit aber weiter deutlich unter dem Niveau von 1,83 % zu Jahresbeginn. Die Renditeaufschläge deutscher Unternehmensanleihen und 6

9 Pfandbriefe waren das Gesamtjahr hindurch im Trend rückläufig und verzeichneten zu Jahresende lediglich geringe Renditeaufschläge. Diese Entwicklung war ebenfalls der Bevorzugung deutscher Anleihen durch Investoren aufgrund der hohen Risikoaversion geschuldet. Mit der sukzessiven Entspannung der Staatsschuldenkrise in der zweiten Jahreshälfte ergaben sich auch rückläufige Risikoprämien für Anleihen der Krisenstaaten. Der damit einhergehende Renditerückgang vollzog sich bei allen mit erhöhtem Risiko behafteten Anleihen, also auch bei Unternehmensanleihen und Pfandbriefen dieser Länder. Trotz des Rückgangs der Risikoprämien bewegten sich die Risikoprämien von Anleihen aus diesen Staaten jedoch auch zum Jahresende auf deutlich überdurchschnittlichem Niveau. Der Bestand an Kapitalanlagen stieg im Berichtsjahr um 1,6 % von 1.282,7 Mio EUR auf 1.303,9 Mio EUR. Zum Jahresende betrug der Marktwert 1.438,6 Mio EUR (Vj ,7 Mio EUR). Der Marktwert der festverzinslichen Wertpapiere und nicht börsennotierten Nominalwerte betrug zum 31. Dezember ,7 Mio EUR (Vj ,5 Mio EUR). Bezogen auf den Marktwert aller Kapitalanlagen sind das 88,2 % (Vj. 87,3 %), von denen 67,4 %-Punkte (Vj. 67,1 %- Punkte) direkt und 20,8 %-Punkte (Vj. 20,2 %-Punkte) über Fonds gehalten werden. Die Duration der im Direktbestand gehaltenen Zinstitel betrug 6,2 Jahre (Vj. 6,3 Jahre). Der Marktwert der direkt und indirekt gehaltenen Aktienpositionen, der zum Vorjahresende noch 37,1 Mio EUR betragen hatte, belief sich zum Ende des Geschäftsjahres 2012 auf 39,1 Mio EUR und entsprach 2,7 % (Vj. 2,7 %) des Marktwertes der Kapitalanlagen, wovon 0,2 %-Punkte (Vj. 0,2 %-Punkte) im Direktbestand gehalten wurden. Im Kapitalanlagensegment Immobilien hielt die Hanse- Merkur Lebensversicherung AG zum Jahresende eine Quote von 5,8 % (Vj. 6,4 %) auf Marktwertbasis. Im Bereich Beteiligungen inklusive Anteile an Private Equity Fonds lagen die Marktwerte der Investments zum Bilanzstichtag bei 46,8 Mio EUR. Dies entspricht einer Quote von 3,3 % (Vj. 3,6 %) des Marktwertes der Kapitalanlagen. Zum 31. Dezember 2012 überstiegen die Zeitwerte der Kapitalanlagen die entsprechenden Buchwerte um 134,7 Mio EUR (Vj. 83,0 Mio EUR). Das Engagement in EU-Staaten mit verminderter Bonität fällt innerhalb der Marktwerte des direkten und indirekten Kapitalanlagebestandes nach 0,2 % mit nunmehr 0,7 % weiterhin gering aus. Den Buchwerten von 10,2 Mio EUR stehen Marktwerte in Höhe von 10,7 Mio EUR entgegen. Die laufenden Erträge aus Kapitalanlagen belaufen sich nach 50,8 Mio EUR im Vorjahr auf 50,7 Mio EUR im Geschäftsjahr. Die laufenden Erträge saldiert mit den Regelabschreibungen und Verwaltungskosten führten zu einer laufenden Durchschnittsverzinsung von 3,8 % (Vj. 3,8 %). Die Nettoerträge der Kapitalanlagen, also die Bruttoerträge vermindert um die Aufwendungen für die Kapitalanlagen, beliefen sich auf 60,6 Mio EUR (Vj. 46,4 Mio EUR). Es wurde eine Nettoverzinsung von 4,7 % (Vj. 3,7 %) erzielt. Überschussentwicklung Im Geschäftsjahr 2012 lag der Bruttoüberschuss bei 31,4 Mio EUR (Vj. 14,4 Mio EUR). Vom Bruttoüberschuss wurden 28,4 Mio EUR (Vj. 12,8 Mio EUR) der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zugewiesen, die den Versicherungsnehmern zugutekommen. Es ist eine Überschussquote von 13,1 % (Vj. 6,7 %) erzielt worden. Der Jahresüberschuss belief sich auf 5,0 Mio EUR (Vj. 0,9 Mio EUR). Unter Berücksichtigung einer Einstellung in die Gewinnrücklage in Höhe von 2,5 Mio EUR (Vj. 0,0 Mio EUR) verbleibt ein Bilanzgewinn von 2,5 Mio EUR (Vj. 0,9 Mio EUR). Zusammensetzung des Überschusses in Mio EUR /- Verdiente Bruttobeiträge 194,6 157,0 +37,6 Beiträge aus RfB 6,2 8,2-2,0 Schadenaufwand -140,8-131,0-9,8 Deckungsrückstellung -68,6-44,0-24,6 Versicherungsbetrieb -31,8-25,4-6,4 Zwischensumme -40,4-35,2-5,2 Erträge Kapitalanlagen 68,5 64,7 +3,8 Aufwendungen Kapitalanlagen -6,2-19,5-13,3 Nettokapitalergebnis 62,3 45,2 +17,1 sonstige Posten 9,5 4,4 +5,1 Überschuss 31,4 14,4 +17,0 7

10 Lagebericht Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer Die Guthaben der Versicherungsnehmer wurden 2012 mit dem tarifabhängigen Rechnungszins (1,75 % 4,0 %) verzinst. Die Überschussbeteiligung basierend auf einer Gesamtverzinsung unter Anrechnung der Garantieverzinsung von 4,0 %, belief sich auf 22,8 Mio EUR (Vj. 21,8 Mio EUR) und wurde komplett der Rückstellung für Beitragsrückerstattung entnommen. Davon wurden 5,5 Mio EUR (Vj. 7,5 Mio EUR) als Einmalbeiträge zur Bildung von beitragsfreien Bonussummen, 4,6 Mio EUR (Vj. 4,1 Mio EUR) zur verzinslichen Ansammlung und als Barauszahlung sowie 0,7 Mio EUR (Vj. 0,7 Mio EUR) für die Anlage in Fondsguthaben, 4,5 Mio EUR (Vj. 2,5 Mio EUR) zur Beitragsverrechnung und 7,5 Mio EUR (Vj. 7,0 Mio EUR) als Schlusszahlung (davon 4,9 Mio EUR (Vj. 2,2 Mio EUR) für die Beteiligung an Bewertungsreserven) ausgeschüttet. Die Überschussdeklaration für 2013 ist detailliert auf den Seiten 35 bis 65 angegeben. Aufwendungen für Beitragsrückerstattung in Mio EUR 0,0 20,3 Stärkung der finanziellen Substanz Zur Sicherung der langfristigen Stabilität des Unternehmens und der Kundengelder ist die Überschussbeteiligung weiterhin den Kapitalmarktbedingungen angepasst. Die nicht festgelegte (freie) Rückstellung für Beitragsrückerstattung ist im vergangenen Geschäftsjahr um 3,4 Mio EUR auf 46,5 Mio EUR (Vj. 43,1 Mio EUR) gestiegen. Sie beläuft sich damit auf 37,9 % (Vj. 36,9 %) der gesamten Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Ergänzende Angaben 23,8 12,8 28, Produktportfolio Die HanseMerkur Lebensversicherung AG positioniert sich mit einem attraktiven Produktportfolio. Absicherung und Vorsorge können hier in transparenter Weise der aktuellen Lebenssituation und der individuellen Risikoneigung anpasst werden. Dabei lässt sich die Sicherheit einer klassischen Versicherung mit den Chancen einer Fondsanlage verbinden. Je nach individueller Risikoneigung bietet die Fondsgebundene Rentenversicherung den Kunden die Möglichkeit, in unterschiedlichem Maße unmittelbar an den Entwicklungen der Finanzmärkte zu partizipieren und so ggfs. von einer Erholung der Finanzmärkte zu profitieren. Ein weiteres besonderes Highlight im Rahmen der Produktmodernisierung stellt die Erweiterung der Rentenprodukte um eine Pflegeoption dar, die es einem Rentner erlaubt, im Falle der Pflegebedürftigkeit einen versicherten Todesfallschutz gegen eine höhere Rente zu tauschen. Das Unternehmen bietet bedarfsorientierte Produkte an, die im Bereich der Altersvorsorge alle drei Schichten abdecken. Schwerpunkt im Bereich der betrieblichen Altersversorgung ist die Direktversicherung. Der Berufsunfähigkeitsschutz wird mit einer Einsteigeroption angeboten, die um 50 % verminderte Startbeiträge vorsieht. Zudem gibt es ein Risikolebensversicherungsprodukt mit Nachlässen für Nichtraucher und privat krankenvollversicherte Personen. Mit diesen innovativen Produkten kommt die HanseMerkur den Wünschen der Kunden nach Flexibilität und Transparenz nach. Zusammen mit der klassischen Kapitallebensversicherung und der Sterbegeldversicherung arrondieren die Lebensversicherungsprodukte den Krankenversicherungsschutz und komplettieren somit die Produktpalette der Gesellschaft. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Die HanseMerkur Versicherungsgruppe besteht aus sieben Versicherungsgesellschaften. An der Spitze steht die HanseMerkur Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit. Sie ist Alleinaktionärin der HanseMerkur Holding AG, die wiederum jeweils 100 % der Aktien der übrigen Versicherungsgesellschaften hält. Im Einzelnen sind dies die HanseMerkur Krankenversicherung AG, die HanseMerkur Lebensversicherung AG, die HanseMerkur Allgemeine Versicherung AG, die HanseMerkur Reiseversicherung AG, die Hanse- Merkur Speziale Krankenversicherung AG und die Hanse- Merkur24 Lebensversicherung AG. 8

11 Darüber hinaus ist die HanseMerkur Holding AG Alleinaktionärin der im Geschäftsjahr neu gegründeten HVP Hanse Vertriebspartner AG und mehrheitlich an einer Asset Management Gesellschaft, der HM Trust AG beteiligt. Hinzu kommen Mehrheitsbeteiligungen an verschiedenen Immobilien-, Service- und Vertriebsgesellschaften, die ebenfalls zum Kreis der verbundenen Unternehmen ( 18 Abs. 1 AktG) gehören. Gegen Entgelt werden innerhalb der HanseMerkur Versicherungsgruppe die wesentlichen Verwaltungsaufgaben unter Einbeziehung des Mutterunternehmens durch die HanseMerkur Krankenversicherung AG erbracht. Davon ausgenommen sind wesentliche Teile der Vermögensverwaltung der Versicherungsunternehmen, die auf die HM Trust AG ausgelagert wurden. In den Organen der verbundenen Unternehmen besteht teilweise Personalunion. Gemäß 312 AktG wurde ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der mit folgender Erklärung schließt: Der Vorstand erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die aufgeführten Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Maßnahmen, durch die die Gesellschaft benachteiligt wurde, wurden weder getroffen noch unterlassen. Mitarbeiter Die HanseMerkur Lebensversicherung AG beschäftigte zum Ende des Geschäftsjahres 6 Mitarbeiter, über eine eigene Vertriebsorganisation verfügt die HanseMerkur Lebensversicherung AG dagegen nicht. Für die im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 erbrachten Leistungen danken wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der HanseMerkur Versicherungsgruppe. Verbandszugehörigkeit Die HanseMerkur Lebensversicherung AG ist u.a. Mitglied des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV), Berlin; des Arbeitgeberverbands der Versicherungsunternehmen in Deutschland, München; den Konsortien der Lebensversicherer für den Pensionssicherungsverein (PSVaG), Köln; der Versorgungsausgleichskasse VVaG (VAUSK), Frankfurt; der Wiesbadener Vereinigung, Köln sowie der Deutschen Gesellschaft für Versicherungsund Finanzmathematik e.v., Köln. Die HanseMerkur Lebensversicherung AG ist Pflichtmitglied ( 124 ff. VAG) des Sicherungsfonds für Lebensversicherer. Diese gesetzliche Einrichtung ersetzt die Sicherungsfunktion der Protektor Lebensversicherung AG, bei der die HanseMerkur Lebensversicherung AG unverändert Aktionärin ist. Risikoberichterstattung Risikomanagementprozess Versicherungsunternehmen bieten Vorsorgeleistungen und finanzielle Sicherheit im Schadenfall. Die dauerhafte Erfüllbarkeit dieser Ansprüche hat höchste Priorität und findet in einem angemessenen Risikomanagement Niederschlag. Auch die Aufsicht erfolgt zunehmend risikoorientiert. Während mit Solvency II auf europäischer Ebene an einem einheitlichen Standard gearbeitet wird, definiert der bundesdeutsche Gesetzgeber seine Anforderungen an das Risikomanagement derzeit über die 64a und 55c VAG. Im Vorgriff auf die europäische Gesetzgebung hat der bundesdeutsche Gesetzgeber diese mit den 2009 von der BaFin veröffentlichten Aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk VA) verbindlich ausgelegt. Europäisches Parlament, Europäischer Rat und Europäische Kommission konnten sich bislang nicht über die Ausgestaltung der Omnibus II-Richtlinie (Ebene 1) einigen. Strittig ist unter anderem der Themenkomplex der Sicherung langfristiger Garantien. Hierzu wird 2013 europaweit eine Auswirkungsstudie durchgeführt (Long Term Guarantees Assessment). Entsprechend verzögern sich die Ebene 2 - Durchführungsbestimmungen und die Ebene 3-Regelungen sowie die Umsetzung in nationales Recht (10. VAG-Novelle). Gemäß Änderungsrichtlinie zur Solvency II- Rahmenrichtlinie ( Quick fix ) wäre der Anwendungsbeginn von Solvency II der 1. Januar Es ist angekündigt, dass der Beginn auf 2016 oder 2017 verschoben wird. Die HanseMerkur Versicherungsgruppe und ihre Einzelgesellschaften verfolgen als Versicherungsunternehmen unter Beachtung der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorgaben den Grundgedanken des Risikoausgleichs im Kollek- 9

12 Lagebericht tiv. Um dies dauerhaft sicherzustellen haben alle Gesellschaften ein Risikomanagementsystem aufgebaut. An der Spitze des Risikomanagementsystems steht die aus der Unternehmensstrategie abgeleitete Risikostrategie. Aus dieser folgt das individuelle Risikoprofil, welches mit Hilfe eines Risikomodells bewertet und mit Kapital unterlegt wird. Die derart nachgewiesene Risikotragfähigkeit wird laufend über ein Limitsystem überwacht. Dabei setzt sich das Limitsystem in die operativen Bereiche der Risikoverantwortlichen fort. Im Rahmen des so implementierten Risikomanagementprozesses werden sämtliche Risiken identifiziert, analysiert und bewertet, intern kommuniziert sowie laufend gesteuert und dokumentiert. Die Steuerung des Risikoprofils erfolgt über ein Risikokomitee, zu dessen Teilnehmern unter anderem die gesamte Geschäftsleitung und der Verantwortliche Aktuar zählen. Dieses Komitee tritt in regelmäßigen Zeitabständen zusammen; es überwacht die Risikolage auf der Ebene des Gesamtrisikos. Zudem werden der Vorstand sowie auch der Aufsichtsrat und die BaFin mittels eines jährlichen Risikoberichts über die Risikosituation der Gruppe sowie der Einzelunternehmen unterrichtet. Die Interne Revision prüft in regelmäßigen Abständen die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems der HanseMerkur Versicherungsgruppe und begleitet dessen Weiterentwicklung. Darüber hinaus prüft die Interne Revision in regelmäßigen Abständen die Angemessenheit und Funktionsfähigkeit der internen Kontrollsysteme sowie Limite und berichtet dem Vorstand hierüber. Anliegen des Risikomanagements ist es zum einen, das Risikoprofil zu analysieren und wesentliche Risiken, die sich nachhaltig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens auswirken, frühzeitig zu erkennen und ihnen durch geeignete Maßnahmen entgegenzuwirken. Zum anderen trägt eine aktive Risikokommunikation dazu bei, dass ein Risikobewusstsein bei allen Mitarbeitern des Unternehmens gefördert und auf diese Weise Teil der Unternehmenskultur wird. Die HanseMerkur Lebensversicherung AG folgt mit ihren Methoden zur Analyse, Erfassung und Überwachung der Risiken dem 91 Abs. 2 AktG. Zentrale Elemente der Kapitalanlagesteuerung sind Stresstests und Szenariorechnungen, die regelmäßig durchgeführt werden. Des Weiteren wird ein Risikofrühwarnsystem genutzt, das im Rahmen der Auslastung des zur Verfügung gestellten Risikokapitals die Risikoposition des Versicherungsunternehmens anzeigt. Diese beiden Bestandteile bieten die Möglichkeit, frühzeitig auf Kapitalmarktausschläge reagieren zu können. Ein umfassendes regelmäßiges Reporting beinhaltet alle wesentlichen Kennzahlen zu einer angemessenen Risikobeurteilung. Angemessene Kapitalausstattung Die Solvenz eines Versicherungsunternehmens wird durch die Analyse und Bewertung des individuellen Risikoprofils nachgewiesen. Dabei setzt sich das Risikoprofil aus unterschiedlichen Risikokategorien zusammen. Risiken der Kapitalanlage, des Marktes, der Bonität und der Liquidität Das Primärrisiko bei der Kapitalanlage besteht für ein Personen-Versicherungsunternehmen darin, dass der für die ausreichende Erfüllung der versicherungstechnischen Verpflichtungen erforderliche Nettokapitalertrag unterschritten wird. Die rechnungsmäßige Verzinsung der Deckungsrückstellung von Mio EUR (Vj Mio EUR) kann im Jahr 2012 durch die Nettoverzinsung bedient werden. Bei den festverzinslichen Wertpapierbeständen ist die Kreditbeurteilung von zentraler Bedeutung für das Management der Bonitätsrisiken, wobei eine risikoarme Anlagestrategie stets im Vordergrund steht. Entscheidend ist dabei die Qualität des Emittenten oder der jeweiligen Emission, die sich nach den Anlagegrundsätzen der HanseMerkur Lebensversicherung AG vor allem in der Bewertung internationaler Ratingagenturen widerspiegelt. Alle direkt und indirekt gehaltenen Zinsträger hatten dabei auf Basis der Buchwerte folgende Ratingverteilung: Ratingstruktur (In Mio EUR) Buchwert Zeitwert AAA 451,0 509,7 AA 413,6 470,1 A 66,1 71,0 BBB 108,0 115,4 BB C 12,9 13,9 ohne Rating 30,9 34,5 Insgesamt 1.082, ,6 Bonitätsrisiken im Anlageportefeuille werden auf der Grundlage eines Kontrahentenlimitsystems gemessen und limitiert. Dieses Limitsystem, mit dem die Ausfallrisiken gegenüber einzelnen Emittenten minimiert werden, berücksichtigt eine Vielzahl von Faktoren. Dazu gehören der Cre- 10

13 dit Default Swap des Emissions-Landes, die Qualität der Besicherung und der jeweiligen Emission, die Branche sowie die intern definierte Risikobereitschaft. Die Emittentenstruktur aller direkt und indirekt gehaltenen Zinsträger auf Basis der Nominalwerte stellt sich wie folgt dar: Besicherungsstruktur (In Mio EUR) Buchwert Zeitwert 1. öffentliche Anleihen mit umfassender 283,5 324,1 Staatshaftung 2. gesetzliche Deckungsmasse und 489,4 559,3 dingliche Sicherung 3. Einlagen- und Institutssicherung, 134,0 145,3 Gewährträgerhaftung 4. Vorrangig unbesicherte Kapitalanlagen 155,8 165,5 5. Nachrangige Kapitalanlagen 16,8 17,2 ohne lfd. Verlustbeteiligung 6. Genussrechte, stille Beteiligungen 3,0 3,3 Insgesamt 1.082, ,7 Aufgrund der finanziellen Verpflichtungen aus dem Versicherungsgeschäft ist ein großer Teil des Portfolios in festverzinslichen Anlagen angelegt. Der Schwerpunkt liegt hier auf deutschen Pfandbriefen, ergänzt um deutsche und europäische Staatsanleihen. Pfandbriefe stellen durch ihre Unterlegung mit werthaltigen Sicherheiten, wie Kommunaldarlehen oder erstrangige Hypothekenkredite, sehr sichere Anlagen dar. Bei den Staatsanleihen wird sich auf die Kernländer der Eurozone konzentriert. Zum Jahresende 2012 lag der Anteil der Staatsanleihen aus den PIIGS- Staaten (Portugal, Italien, Irland, Griechenland, Spanien) unter 1% des Buchwertes der Kapitalanlagen und enthält keine Staatsanleihen mehr. Dem Liquiditätsrisiko der Gesellschaft wird durch den Einsatz einer DV-gestützten Liquiditätsplanung entgegengewirkt, die alle wesentlichen Ein- und Auszahlungsströme sowohl aus der Versicherungstechnik als auch aus dem Kapitalanlagebereich erfasst. Zur Begrenzung der Markt- und Kreditrisiken erfolgt unternehmensübergreifend für die gesamte HanseMerkur Versicherungsgruppe eine fortlaufende Überwachung der Kumul- und Konzentrationsrisiken. Hierbei wird auf eine breite Mischung von Anlageklassen als auch auf eine breite Streuung von Emittenten geachtet. Risikokonzentrationen, die sich durch unvermeidbare externe Einflüsse (Fusionen, Übernahmen, etc.) ergeben, werden überwacht und aktiv abgebaut. Auswirkungen auf die Risikotragfähigkeit sind hiermit nicht verbunden. Eine Asset-Liability-Interaktion macht es möglich, Auswirkungen von Kapitalmarktentwicklungen auf die Versicherungsbilanz und die Solvabilität der Gesellschaft abzuleiten. Versicherungstechnische Risiken Versicherungstechnische Risiken entfallen auf die Bereiche Tarifwerk und Zeichnungspolitik. Die Risiken hinsichtlich des Tarifwerks werden durch Anpassungen in den Rechnungsgrundlagen minimiert. Dabei werden alle Rechnungsgrundlagen überprüft sowie Zinsgarantien, eine ausreichende Reservepolitik und eine angemessene Solvabilitätsbedeckung beachtet. Die Einhaltung und Weiterentwicklung der Annahmerichtlinien tragen nachhaltig zu einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen tatsächlicher und kalkulierter Schadenentwicklung bei. Zur Abdeckung des Langlebigkeitsrisikos wird für die Rentenversicherungen mit veralteten Rechnungsgrundlagen seit 2004 eine zusätzliche Rückstellung auf der Grundlage aktueller Sterbetafeln der Deutschen Aktuarvereinigung gebildet. Diese Rückstellung ist 2012 weiter erhöht worden. Um die zukünftige Erfüllbarkeit von Garantiezusagen sicherzustellen, wurde zudem ab 2011 mit dem Aufbau einer Zinszusatzreserve begonnen. Diese ist in 2012 weiter erhöht worden. Ausfallrisiken Die Risiken aus Forderungsausfällen gegenüber Versicherungsnehmern und Vermittlern und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Liquidität des Unternehmens werden als gering eingestuft. Operationale Risiken Wesentliche Risiken im IT-Bereich liegen in einem Teil- oder Gesamtausfall der IT-Systeme und in der Gefährdung der Datensicherheit. Zum Schutz werden fortlaufend Maßnahmen zur Sicherstellung der Verfügbarkeit der Hard- und Softwaresysteme sowie zum Datenschutz ergriffen. Die Maßnahmen betreffen die Infrastruktur und Energieversorgung der Netzwerke, die Anwendungsentwicklung, die Datenhaltung und -sicherung sowie den Einsatz neuer Technologien, beispielsweise Firewalls, Zugangsregelungen und Virenschutzprogramme. 11

14 Lagebericht Politische Risiken Risiken aufgrund rechtlicher Rahmenbedingungen ergeben sich für ein Lebensversicherungsunternehmen insbesondere durch Änderungen der Steuergesetzgebung oder Auslegungsfragen des Verbraucherschutzes. Die daraus abgeleiteten Maßnahmen können die Neugestaltung von Produkten, aber auch die Neuausrichtung der Produktpalette zur Folge haben. Risikobeurteilung Sowohl zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 als auch zu den Quartalsterminen wurden alle Szenarien des aufsichtsrechtlichen Stresstests erfolgreich bestanden. Die vorhandenen Eigenmittel der HanseMerkur Lebensversicherung AG in Höhe von 119,8 Mio EUR erfüllen die aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen und überdecken das Solvabilitätssoll um 95,9 %. Insgesamt ergeben sich aus der Risikoanalyse keinerlei Hinweise auf eine Gefährdung des Fortbestandes oder der strategischen Ziele der HanseMerkur Lebensversicherung AG. Ausblick 2013/Chancen der zukünftigen Entwicklung Das vergangene Jahr stand für die HanseMerkur Lebensversicherung AG im Zeichen der Umstellung ihrer Produktpalette auf Unisex, die rechtzeitig zum 21. Dezember 2012 erfolgte. Der Neuzugang ist ab diesem Zeitpunkt nach Tarifen zu versichern, deren Prämien und Leistungen sich für Frauen und Männer nicht unterscheiden. Zuvor abgeschlossene Verträge sind hiervon nicht betroffen. Mit der Unisexeinführung ordnet sich der Markt wettbewerbstechnisch neu. Erste Vergleiche bestätigen der HanseMerkur Lebensversicherung AG bereits eine starke Wettbewerbsposition in allen Bereichen der Lebensversicherung für das Jahr Franke & Bornberg vergab in ihrem aktuellen Rating (3/2013) sechs Qualitätssiegel der höchsten Kategorie FFF= Hervorragend für die Produkte der Selbständigen Berufsunfähigkeitsversicherung sowie für die aus den Bereichen der Riesterrenten, Basisrenten und privater Rentenversicherung. Mit flexiblen Produkten möchte die HanseMerkur Lebensversicherung AG auch in 2013 bei ihren Kunden erfolgreich sein. So wird in der Berufsunfähigkeitsversicherung die Anzahl der Berufsgruppen von sechs auf zehn erweitert. Zusätzlich kann sich die Einstufung in eine Berufsgruppe durch zwei neue Kriterien verbessern (für Personen mit Personalverantwortung und Personen ohne körperliche Tätigkeiten). Die Risikolebensversicherung strebt eine Spitzenpositionierung im Markt an, in dem sie neben den Nachlässen für Nichtraucher und privat Krankenvollversicherte nun auch einen Nachlass für Akademiker gewährt. Neu abgeschlossene Rentenversicherungen bleiben mit einer durchschnittlichen Gesamtverzinsung (inklusive Schlussüberschüsse und Beteiligung an den Bewertungsreserven) von 4,15 % weiterhin attraktiv. Die HanseMerkur Lebensversicherung AG verfügt damit im Jahre 2013 über ein in hohem Maße konkurrenzfähiges Produktportfolio, welches aktuelle Ratings der Agenturen Franke & Bornberg und Morgen & Morgen sowie der Stiftung Warentest belegen. Durch die angebotenen modernisierten Produkte hat die HanseMerkur Lebensversicherung AG einen Neugeschäftsschub erfahren, der auch im Jahr 2013 auf breiter Produktbasis zu erwarten ist. Somit werden mittelfristig weiterhin die Chancen für ein Wachstum der HanseMerkur Lebensversicherung AG positiv bewertet. Das Thema Altersarmut wird von allen Parteien aufgegriffen und hat sich seinen Platz im Wahlkampfjahr 2013 gesichert. Ob es der Bundesregierung gelingt, noch vor der Bundestagswahl ein Gesetz zur Bekämpfung der Altersarmut zu verabschieden, bleibt abzuwarten. Dieses Thema unterstreicht jedoch, dass eine ergänzende Altersversorgung unerlässlich ist (Fazit im Rentenversicherungsbericht 2012). Mit der Erweiterung der neuen Rentenprodukte um eine Pflegeoption folgt die HanseMerkur Lebensversicherung AG auch 2013 ihrer Philosophie, in hohem Maße flexible Produkte anzubieten, die es den Versicherten ermöglichen, sowohl in der Vorsorgephase als auch im Leistungsbezug den Versicherungsschutz an die aktuellen Lebensumstände anzupassen. Das anhaltend niedrige Zinsniveau wird sich voraussichtlich auch in 2013 nicht deutlich erholen. Aufgrund der risikobewussten Kapitalanlagepolitik und der Ausrichtung auf langfristig stabile Zinserträge ist die HanseMerkur Lebensversicherung AG jedoch auf diese Entwicklung vorbereitet. Dennoch kann die HanseMerkur Lebensversicherung AG aufgrund ihrer Finanzstärke für das Geschäftsjahr 2013 eine marktdurchschnittlich hohe Überschussbeteiligung von 3,65 % (Vj. 4,00 %) bieten. 12

15 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine berichtspflichtigen Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten Hamburg, den 18. März 2013 Der Vorstand Melsheimer Sautter Bussert Ehses Dr. Gent 13

16 Lagebericht Gewinnverwendungsvorschlag Der Vorstand wird nach Zustimmung des Aufsichtsrats der Hauptversammlung vorschlagen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres wie folgt zu verwenden: Geschäftsjahr Vorjahr Bilanzgewinn , ,00 Ausschüttung einer Dividende , ,00 14

17 15

18 Bilanz 31. Dezember 2012 Aktiva Geschäftsjahr Vorjahr A. Kapitalanlagen I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken , ,39 II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen , ,26 2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht ,47 (0,00) , ,26 III. Sonstige Kapitalanlagen 1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere , ,96 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere , ,13 3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen , ,75 4. Sonstige Ausleihungen a) Namensschuldverschreibungen , ,00 b) Schuldscheinforderungen und Darlehen , ,25 c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine , , , ,80 5. Andere Kapitalanlagen , , , , , ,48 B. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen , ,11 C. Forderungen I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an: 1. Versicherungsnehmer a) fällige Ansprüche , ,56 b) noch nicht fällige Ansprüche , , , ,47 2. Versicherungsvermittler , , , ,24 II. Sonstige Forderungen , ,67 davon: an verbundene Unternehmen: ,67 ( ,65) davon: an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: 5.901,64 (0,00) , ,91 D. Sonstige Vermögensgegenstände I. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand , ,15 II. Andere Vermögensgegenstände , , , ,69 E. Rechnungsabgrenzungsposten I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten , ,27 II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten , , , ,30 Bilanzsumme , ,49 Ich bestätige hiermit entsprechend 73 VAG, dass die im Vermögensverzeichnis aufgeführten Vermögensanlagen den gesetzlichen und aufsichtsbehördlichen Anforderungen gemäß angelegt und vorschriftsmäßig sichergestellt sind. Hamburg, 5. März 2013 Treuhänder Bernd Reimers 16

19 Passiva Geschäftsjahr Vorjahr A. Eigenkapital I. Eingefordertes Kapital 1. Gezeichnetes Kapital , ,00 2. nicht eingeforderte ausstehende Einlagen , , , ,00 II. Kapitalrücklage , ,00 davon: Rücklage gemäß 5 Abs. 5 Nr. 3 VAG: ,82 ( ,82) III. Gewinnrücklagen 1. gesetzliche Rücklage , ,00 2. andere Gewinnrücklagen , ,00 (Einstellung aus dem Jahresüberschuss: ,00) (0,00) , ,00 IV. Bilanzgewinn , ,00 davon: Gewinnvortrag: 0,00 (0,00) , ,00 B. Versicherungstechnische Rückstellungen I. Beitragsüberträge 1. Bruttobetrag , ,20 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft , , , ,06 II. Deckungsrückstellung 1. Bruttobetrag , ,60 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft , , , ,67 III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 1. Bruttobetrag , ,60 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft , , , ,91 IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung Bruttobetrag , , , ,79 C. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird I. Deckungsrückstellung 1. Bruttobetrag , ,11 D. Andere Rückstellungen I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0, ,00 II. Steuerrückstellungen , ,00 III. Sonstige Rückstellungen , , , ,00 Übertrag , ,90 17

20 Bilanz 31. Dezember 2012 Passiva Geschäftsjahr Vorjahr Übertrag , ,90 E. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft , ,07 F. Andere Verbindlichkeiten I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber 1. Versicherungsnehmern , ,12 2. Versicherungsvermittlern , , , ,49 II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft , ,34 III. Sonstige Verbindlichkeiten , ,85 davon: aus Steuern: ,72 (46.645,27) gegenüber verbundenen Unternehmen: ,96 (2.192,40) , ,68 G. Rechnungsabgrenzungsposten , ,84 H. Latente Steuern , ,00 Bilanzsumme , ,49 Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter dem Posten B II. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung von 341 f HGB sowie der aufgrund des 65 Abs. 1 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist; für den Altbestand im Sinne des 11 c VAG und des Artikels 16 2 Satz 2 des Dritten Durchführungsgesetzes/EWG zum VAG ist die Deckungsrückstellung nach den genehmigten Geschäftsplänen berechnet worden. Für Konsortialgeschäfte und in Rückdeckung genommenes Geschäft wurden die Angaben der konsortialführenden Gesellschaften bzw. des Zedenten übernommen. Hamburg, 22. Februar 2013 Verantwortlicher Aktuar Robert Raeder 18

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