Zertifikate Aktuell Wissenswertes für Zertifikateanleger

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1 Zertifikate Aktuell Ausgabe 9/2010 Werbemitteilung Titelstory Markt & Meinung Wissen Unterhaltung Aktien-Anleihen - Zins und Aktie kombinieren - Klassisch oder einfach Topthema Versicherungen - Wer versichert hier wen? Die Risikokennzahl Value at Risk - Expertenantworten Das Porsche-Museum - Futuristische Architektur in Stuttgart Aktien-Anleihen im Vergleich von Dieter Berners Seite 10 Seite 20 Seite 24 Seite 28 Landesbank Baden-Württemberg

2 Sicherheitszündhölzer Erfinder: Prof. Dr. Rudolf Christian Böttger Deutschland, 1848 Zündende Anlageidee. Made in Germany. LBBW Deutsche Lufthansa SOLVEO (DE000LB0CAQ5). Chance auf 4 % Zins p. a. abhängig von der Zahlungsfähigkeit des Referenzunternehmens Deutsche Lufthansa AG Laufzeit von rund fünf Jahren Vorzeitige Auszahlung und volles Verlustrisiko bei Eintritt eines Kreditereignisses Anleger tragen das Ausfallrisiko der Emittentin Kaufaufträge können Sie börsentäglich über Ihre Hausbank erteilen. Weitere Informationen erhalten Sie unter oder per Telefon Rechtlich maßgeblich sind allein der veröffentlichte produktbezogene Basisprospekt und eventuell veröffentlichte Nachträge sowie die veröffentlichten Endgültigen Bedingungen, die elektronisch unter abrufbar oder auf Anfrage bei der Landesbank Baden-Württemberg, Am Hauptbahnhof 2, Stuttgart, erhältlich sind. Landesbank Baden-Württemberg

3 Zertifikate Aktuell Seite 3 Editorial Liebe Leserinnen und Leser, Jan Krüger Leiter Derivatives Sales LBBW in der Regel geht es in den Sommermonaten eher gemächlich zu. Doch von der üblichen Sommerpause war in den letzten Wochen wenig zu spüren. Stattdessen kursierte das Schlagwort des Sommermärchens: Erstaunlich schnell hat sich Deutschlands Wirtschaft aus der Krise befreit. Das Statistische Bundesamt berechnete für das zweite Quartal 2010 ein Plus des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 2,2 % verglichen mit dem ersten Vierteljahr. So stark war die deutsche Konjunktur seit 1987 nicht mehr gewachsen. Rege Investitionen, der starke Außenhandel sowie staatlicher und privater Konsum hatten zu dem unerwarteten Schub beigetragen. Kurzarbeit und leere Auftragsbücher sind in vielen Unternehmen kein Thema mehr, statt Betriebsferien waren vielfach Sonderschichten angesagt. Vor allem die deutschen Automobilhersteller kamen mit ihrer Produktion kaum hinterher, um der starken Nachfrage aus China und den USA gerecht werden zu können. Beflügelt von der Entwicklung in Deutschland stieg auch das BIP in der Eurozone deutlich, und zwar um 1,0 % gegenüber dem Vorquartal. Doch so groß die Freude über Deutschlands Aufschwung sein mag: Dauerhaftes weltweites Wirtschaftswachstum hängt auch davon ab, dass andere Länder mitziehen. In den meisten Industriestaaten waren Konjunkturprogramme und eine expansive Geldpolitik nötig, um die Wirtschaft anzukurbeln. Erst wenn diese staatlichen Maßnahmen demnächst auslaufen, dürfte sich zeigen, wie tragfähig die wirtschaftliche Erholung tatsächlich ist. haben. Als Anleger sollten Sie sich vor diesem Hintergrund auf eine weiterhin hohe Volatilität einstellen. Sinnvoll nutzen können Sie derartige Marktphasen aber dennoch. Aktien-Anleihen beispielsweise ermöglichen attraktive Erträge nicht nur in leicht steigenden Märkten, sondern je nach Ausgestaltung auch bei moderat fallenden oder stagnierenden Kursen. Das Angebot ist so breit, dass sich für nahezu jedes Risikoprofil ein passendes Produkt finden lässt. Ebenfalls interessant sind aktuell defensive Branchen. Dazu gehören auch die deutschen Versicherer, die wir in unserem Topthema näher beleuchten einschließlich der Möglichkeiten, wie mit Zertifikaten auf die großen Akteure der Versicherungsbranche gesetzt werden kann. Eine spannende Lektüre wünscht Ihr Jan Krüger Ein Blick in die USA zeigt, dass noch lange nicht überall die Konjunktur an Fahrt aufnimmt. Bei ihrer letzten Sitzung entschied sich die US-Notenbank Fed, die Leitzinsen weiterhin auf historisch niedrigem Niveau zu belassen. Zwar kommt dies an der Börse in der Regel gut an. Doch es signalisiert, dass die Erholung der US-Wirtschaft offenbar noch auf wackligen Beinen steht. Auch der schwache Arbeitsmarkt unverändert lag die US-Arbeitslosenquote zuletzt bei 9,5 % ist ein Zeichen, dass die USA noch ein gutes Stück Weg vor sich

4 Seite 4 Inhaltsübersicht Zertifikate Aktuell 10 Titelstory Aktien-Anleihen: Zins und Aktie kombinieren News Ein Flachbild-Fernseher für den besten WM-Tipper 15 Jahre Discount-Zertifikate: Neues Buch des DDV Online-Umfrage: Zertifikate werden vielfältig eingesetzt Deutscher Derivate Tag 2010 am 4. Oktober Produkthighlights Innovationen: LBBW Fremdwährung Stufenzins-Anleihen LBBW 5,00 % Express-Anleihe bezogen auf den EURO STOXX Titelstory Aktien-Anleihen: Zins und Aktie kombinieren Fragen an Andreas Krebs vom LBBW Zertifikate Team Ausgewählte Aktien-Anleihen der LBBW Markt & Meinung Märkte auf einen Blick Aktienmärkte Rohstoffmärkte Geld- und Kapitalmärkte Topthema Versicherungen: Wer versichert hier wen? Ausgewählte Produkte der LBBW auf Versicherungstitel

5 Zertifikate Aktuell Seite 5 Inhaltsübersicht 24 Wissen Die Risikokennzahl Value at Risk 20 Markt & Meinung Topthema Versicherungen 28 Unterhaltung Das Porsche-Museum futuristische Architektur in Stuttgart Wissen Die Risikokennzahl Value at Risk Produktübersicht Neuemissionen auf einen Blick Produkt-Rankings Unterhaltung Das Porsche-Museum futuristische Architektur in Stuttgart Weißenhofsiedlung Stuttgart ein Wohnprogramm der Moderne Rubriken Editorial Inhaltsübersicht Impressum / Disclaimer Zuverlässig und kompetent. Landesbank Baden-Württemberg Rating: Moody s: Aa2 / Fitch: A+ Infoservice Hotline +49 (0) Internet

6 Seite 6 News Zertifikate Aktuell Ein Flachbild-Fernseher für den besten WM-Tipper Die Teilnahme am WM-Tippspiel für Geschäftspartner des LBBW Zertifikate Teams hat sich für die 20 Tipper mit der höchsten Treffsicherheit gelohnt. Der glückliche Gewinner Dirk Mühlhause (l.) und Jochen Geus (r.) Jochen Geus, LBBW, überreichte dem Erstplatzierten Dirk Mühlhause von der Sparkasse Werra-Meißner persönlich seinen Gewinn. Mit Ihrem neuen Fernseher wird bestimmt auch die anstehende Bundesliga-Saison ein absolutes Highlight, gratuliert Jochen Geus im Namen des LBBW Zertifikate Teams. Den Preis für die beste Tippgruppe räumte die Sparkasse Celle ab und kann sich nun über sechs Fußballtickets für das Spiel des VfB gegen den HSV freuen. Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner und vielen Dank an unsere Geschäftspartner für die rege Teilnahme an unserem Tippspiel! 15 Jahre Discount-Zertifikate: Neues Buch des DDV Eine der erfolgreichsten Zertifikate-Gattungen feiert Geburtstag: Vor 15 Jahren wurden erstmals Discount-Zertifikate am deutschen Zertifikatemarkt gehandelt. Anlässlich dieses Jubiläums hat der Deutsche Derivate Verband (DDV) ein neues Buch veröffentlicht: Discount-Zertifikate Die Klassiker Das Buch richtet sich insbesondere an all diejenigen, die selbst noch kaum Erfahrungen mit Zertifikaten gemacht haben. Ausführlich und praxisnah werden hier Themen wie etwa die richtige Einschätzung der Chancen und Risiken, die mit dem Erwerb von Discount-Zertifikaten verbunden sind, dargestellt. Aber auch die verschiedenen Produktvarianten, zwischen denen es je nach Anlageziel und Marktsituation zu wählen gilt, werden vorgestellt. Die Vielfalt der Beiträge stammt von Experten aus den DDV-Mitgliedsinstituten. Das Buch beinhaltet daher ein reiches Praxiswissen, und die Discount-Zertifikate werden unter ganz unterschiedlichen Aspekten betrachtet. Somit ist sichergestellt, dass der Leser an praktisch jeder Stelle im Buch einsteigen und sich den Themen widmen kann, die für ihn wichtig sind. Interessierte Anleger können das Buch im PDF-Format auf der Website unter dem Menüpunkt Wissen/Bestellcenter kostenlos herunterladen. Im Bestellcenter finden sich zahlreiche weitere Informationsmaterialien rund um das Thema Zertifikate zum freien Download. Die gebundene Ausgabe von Discount-Zertifikate Die Klassiker kann dort auch über ein Formular bestellt werden.

7 Zertifikate Aktuell Seite 7 News Online-Umfrage: Zertifikate werden vielfältig eingesetzt Zertifikate ermöglichen dem Anleger die Partizipation an Indizes, Einzelaktien oder Baskets und Rohstoffen. Das Kursverlustrisiko lässt sich je nach Produktart bis zu einer Schwelle absichern oder ganz ausschließen. Dadurch können Anleger mit Zertifikaten unterschiedliche Strategien und Ziele verfolgen. Dies macht auch eine aktuelle Online-Umfrage deutlich. Laut der Erhebung des Deutschen Derivate Verbandes (DDV) nutzen mehr als die Hälfte der Befragten Zertifikate für kurzfristige Investitionen. Fast ein Viertel, nämlich 23,9 %, setzen Zertifikate hingegen zum langfristigen Vermögensaufbau ein. 15,6 % sichern mit Zertifikaten ihre Depots ab. Die Umfrage hat einmal mehr gezeigt, dass Anleger mit Zertifikaten sehr unterschiedliche Ziele verwirklichen können, bemerkt Lars Brandau, Geschäftsführer des DDV. So kann jeder Anleger, gemäß seiner persönlichen Risikoneigung, ein für ihn geeignetes Produkt identifizieren und damit seine individuelle Anlagestrategie umsetzen. An der Online-Trendumfrage hatten sich insgesamt Personen beteiligt. Wozu nutzen Sie Zertifikate? 15,60 % 23,90 % langfristiger Vermögensaufbau kurzfristige Spekulation / Investition 65,50 % Absicherung des Depots Deutscher Derivate Tag 2010 am 4. Oktober Am 4. Oktober ist es zum siebten Mal soweit. Der Deutsche Derivate Tag findet in der Villa Kennedy Frankfurt a. M. statt. Dieser vom DDV veranstaltete Fachkongress ist Treffpunkt für Emittenten, Politiker und Journalisten aus Deutschland und Europa. Jedes Jahr kommen mehr als 200 Besucher, um Vorträge renommierter Experten zu hören und um gemeinsam über aktuelle Finanzmarktthemen und die Lage der Zertifikatebranche in Deutschland zu diskutieren. Der Deutsche Derivate Kongress hat als Branchentreff und Diskussionsforum inzwischen Tradition. In diesem Jahr nimmt der Informations- und Meinungsaustausch mit den politischen Entscheidern breiten Raum ein. Als Ehrengast wird der hessische Ministerpräsident Roland Koch erwartet. Er wird in seiner Eröffnungsrede über die Regulierung des Finanzmarktes zwischen nationalen Interessen und globalen Herausforderungen sprechen. Ein weiterer Höhepunkt wird der Vortrag von Felix Magath, Vorstandssprecher und Cheftrainer des FC Schalke 04, am Nachmittag sein. Er wird den Bogen zwischen Fußball und Geld schlagen und DDV-Geschäftsführer Lars Brandau anschließend Rede und Antwort stehen. Weitere aktuelle Infos hält der DDV auf seiner Website unter dem Menüpunkt Veranstaltungen bereit.

8 Seite 8 Produkthighlights Zertifikate Aktuell Innovationen Um für jedes Anlegerbedürfnis das passende Produkt zu bieten, erweitert sich das Angebotsspektrum der LBBW kontinuierlich um neue Strukturen und Auszahlungsprofile. Optimierung LBBW Fremdwährung Stufenzins-Anleihen Profitieren Sie von einer Abwertung des Euro Nicht zuletzt aufgrund der massiven Zahlungsschwierigkeiten von EU-Ländern wie zum Beispiel Griechenland musste die Gemeinschaftswährung im zweiten Quartal 2010 einen massiven Wertverlust hinnehmen. Dies bewegt aktuell viele Anleger dazu, ihre Investments in Fremdwährungen zu wählen. Besonders beliebt ist dabei das Geld unserer Nachbarn. Denn die Schweiz steht schon seit langem für Stabilität, Wertbeständigkeit und Sicherheit. Auch der US-Dollar ist nach den jüngsten Entwicklungen zu einer interessanten Alternative geworden. Mit der LBBW Schweizer Franken Stufenzins-Anleihe und der LBBW US-Dollar Stufenzins-Anleihe können Anleger davon profitieren. Die Anleihen notieren in CHF bzw. USD, und auch die jährlich ansteigenden Zinszahlungen sowie die Auszahlung am Laufzeitende erfolgen in der jeweiligen Landeswährung. Produktdaten Ausgabetag: Valuta: Nennbetrag: 1.000,00 CHF/1.000,00 USD Kapitalschutz bei Fälligkeit: ja 100 % des Nennbetrages* durch die LBBW Ausgabepreis: 100,00 % (kein Agio) * in CHF bzw. USD Funktionsweise Die LBBW Schweizer Franken Stufenzins-Anleihe bietet dem Anleger eine jährliche Zinszahlung in Schweizer Franken (CHF), die LBBW US-Dollar Stufenzins-Anleihe eine jährliche Zinszahlung in US-Dollar (USD). Die Zinszahlung erfolgt nachträglich am jeweiligen Zinszahlungstag. Bei Fälligkeit sichert der vollständige Kapitalschutz durch die Emittentin die Auszahlung zum Nennbetrag in CHF bzw. USD. Somit hat der Anleger die Möglichkeit, von einer Abwertung des EUR gegenüber dem CHF bzw. USD zu profitieren, da in diesem Fall die Zahlungen in der jeweiligen Landeswährung einen höheren EUR-Gegenwert haben. Bezeichnung ISIN Fälligkeit Zinssatz p. a. Zinszahlungstage LBBW Schweizer Franken Stufenzins-Anleihe DE000LB0B9V ,70 % / 0,75 % / 0,80 % / / 0,85 % / 0,90 % / / / LBBW US-Dollar Stufenzins-Anleihe DE000LB0B9W ,40 % / 1,45 % / 1,50 % / / Chancen + Jährliche Zinszahlungen in CHF bzw. USD + Möglichkeit von einer Abwertung des EUR gegenüber dem CHF bzw. USD zu profitieren + Bei Fälligkeit 100,00 % Kapitalschutz auf den Nennbetrag in CHF bzw. USD durch die LBBW + Volle Flexibilität, da börsentäglich handelbar Risiken - Während der Laufzeit Kurse unter 100,00 % möglich - Wechselkursrisiko - Ausfallrisiko der Emittentin Nähere Informationen finden Sie in den rechtlich allein maßgeblichen Emissionsbedingungen unter

9 Zertifikate Aktuell Seite 9 Produkthighlights Optimierung LBBW 5,00 % Express-Anleihe bezogen auf den EURO STOXX 50 Immer die richtige Richtung: LBBW Express-Anleihen Im aktuellen Marktumfeld steht bei Privatanlegern das Thema Sicherheit im Zentrum ihrer Anlageentscheidung. Dennoch besteht natürlich weiterhin der Wunsch, attraktive Renditen zu erzielen. Unter fundamentalen Gesichtspunkten besitzt der Aktienmarkt durchaus Aufwärtspotenzial. Die Wirtschaft hat wieder Fuß gefasst, die Unternehmensgewinne steigen und die Bewertung ist moderat. Zusätzlich stellen zur Zeit niedrige Geldmarktzinsen und sehr tiefe Anleiherenditen für sichere Bundestitel (ca. 1,20 % p. a. für 4 Jahre) keine attraktiven Anlagealternativen dar. Die EZB sieht aktuell die Inflationsrisiken weiterhin als ausgeglichen an, während sich die Konjunktur allmählich verbessert. Vor diesem Hintergrund dürfte ein Zinssignal der Notenbanker noch einige Zeit auf sich warten lassen. Die LBBW Express-Anleihe kombiniert einen attraktiven Zins p. a. mit einem komfortablen Sicherheitspuffer bei Fälligkeit. Zusätzlich besteht die Möglichkeit auf eine vorzeitige Auszahlung. Funktionsweise Eine LBBW Express-Anleihe zahlt einen attraktiven Zins p. a. unabhängig von der Entwicklung des zugrunde liegenden Index (Basiswert). Gleichzeitig besteht die Möglichkeit einer vorzeitigen Auszahlung abhängig vom Indexschlusskurs an den jeweiligen Bewertungstagen. Schließt der Index an einem Bewertungstag auf oder über dem jeweiligen vorzeitigen Auszahlungslevel, wird am entsprechenden vorzeitigen Auszahlungstag der Nennbetrag ausgezahlt. Wird die Anleihe nicht vorzeitig ausgezahlt, hängt die Auszahlung bei Fälligkeit vom Referenzpreis ab. Liegt dieser auf oder über der Barriere, wird ebenfalls der Nennbetrag ausgezahlt. Anderenfalls erfolgt die Auszahlung zum Referenzpreis entsprechend dem Bezugsverhältnis (1.000,00 EUR / Startwert). In diesem Fall partizipiert der Anleger in voller Höhe an Indexverlusten. Produktdaten ISIN: DE000LB0C1B3 Basiswert: EURO STOXX 50 Zeichnungsphase: Ausgabetag / Valuta: / Bewertungstage: / / / Vorzeitige Auszahlungstage: / / Zinszahlungstage: / / / Fälligkeit: Zinssatz: 5,00 % p. a. Vorzeitige Auszahlungslevels: 100,00 % vom Startwert Barriere: 50,00 % vom Startwert Startwert: wird festgelegt am Referenzpreis: Schlusskurs des Index am finalen Bewertungstag Kapitalschutz: nein Ausgabepreis: 101,00 % (inkl. 1,00 % Agio) Auszahlungsprofil Nach 1. Periode ( ) Feste Zinszahlung in Höhe von 5,00 % p. a. ( ) Index auf/über vorzeitigem Auszahlungslevel (100,00 % vom Startwert)? nein ja Vorzeitige Auszahlung zum Nennbetrag (1.000,00 EUR) ( ) Nach 2. Periode ( ) Feste Zinszahlung in Höhe von 5,00 % p. a. ( ) Index auf/über vorzeitigem Auszahlungslevel (100,00 % vom Startwert)? nein ja Vorzeitige Auszahlung zum Nennbetrag (1.000,00 EUR) ( ) Nach 3. Periode ( ) Feste Zinszahlung in Höhe von 5,00 % p. a. ( ) Index auf/über vorzeitigem Auszahlungslevel (100,00 % vom Startwert)? nein ja Vorzeitige Auszahlung zum Nennbetrag (1.000,00 EUR) ( ) Nach 4. Periode ( ) Feste Zinszahlung in Höhe von 5,00 % p. a. ( ) Index auf/über Barriere? (50,00 % vom Startwert) nein ja Auszahlung zum Nennbetrag (1.000,00 EUR) ( ) Auszahlung ( ): Indexschlusskurs entsprechend dem Bezugsverhältnis (1.000,00 EUR / Startwert) Chancen + Attraktive Verzinsung p. a. + Zinszahlung unabhängig von der Indexentwicklung + Vorzeitige Auszahlung möglich + Bei Fälligkeit Sicherheitspuffer gegen Indexverluste bis zur Barriere Risiken - Rendite nach oben begrenzt - Volle Partizipation an Indexverlusten, falls der Referenzpreis unter der Barriere liegt - Ausfallrisiko der Emittentin Nähere Informationen finden Sie in den rechtlich allein maßgeblichen Emissionsbedingungen unter

10 Seite 10 Titelstory Zertifikate Aktuell

11 Zertifikate Aktuell Seite 11 Titelstory Aktien-Anleihen: Zins und Aktie kombinieren Das Zinstief an den Kapitalmärkten bringt Bondinvestoren in Zugzwang. Denn Anleihen bester Bonität rentieren selbst bei einer langen Restlaufzeit mit kaum mehr als 3 % jährlich. Kurzfristigere Engagements bringen nicht einmal die Hälfte ein. Wer sich mit derart mickrigen Sätzen nicht begnügen will, muss mehr Risiko in Kauf nehmen. Aktien-Anleihen zum Beispiel können weitaus höhere Renditen bringen. In Marktphasen ohne klaren Trend sind sie eine interessante Alternative zu Unternehmensanleihen oder Aktien. Auszahlung bei Fälligkeit: Wer gut essen will, kauft Aktien. Wer gut schlafen will, kauft Anleihen. Börsen-Altmeister André Kostolany kannte den ewigen Zwiespalt des Kapitalanlegers gut. Auf Aktien setzen in der Hoffnung auf satte Gewinne und vielleicht herbe Einbußen erleiden? Oder sich mit dem mageren, aber dafür sicheren Ertrag solider Anleihen zufriedengeben? Auf lange Sicht lassen sich mit den riskanteren Investments immer die höheren Gewinne erwirtschaften. Doch scharfe Markteinbrüche wie zuletzt im Jahr 2008 dürften viele Privatanleger um ihren Schlaf gebracht haben. Einige Arten von Zertifikaten versüßen ihren Eigentümern diese bitteren Erfahrungen, indem sie mehr Zinsen als gewöhnliche Anleihen versprechen. Dazu zählen Aktien-Anleihen (englisch: Reverse Convertible Bonds). Diese umgekehrten Wandelanleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Die Verzinsung wird unabhängig von der Kursentwicklung des zugrunde liegenden Basiswerts bezahlt. Bei Aktien-Anleihen erfolgt die Auszahlung am Fälligkeitstag entweder durch Zahlung des jeweiligen Nennbetrags (wenn der Referenzpreis auf oder über dem Basispreis liegt) oder durch Lieferung von Aktien (wenn der Referenzpreis unter dem Basispreis liegt). Aktien-Anleihen ähneln in ihrer Konstruktion Discount-Zertifikaten, sie sind allerdings mit einem deutlich über dem aktuellen Marktzinsniveau liegenden jährlichen Zins ausgestattet. Referenzpreis am finalen Bewertungstag auf / über Basispreis ja nein Bei Fälligkeit Auszahlung zum Nennbetrag (1.000,00 EUR) Bei Fälligkeit Lieferung von Aktien entsprechend dem Bezugsverhältnis (Aktienbruchteile werden in bar ausgezahlt) Aktien-Anleihen bestehen aus einem zinszahlenden Bond und einem Short Put. Der Besitzer dieses Papiers stellt sich wirtschaftlich so, als hätte er einen Bond gekauft und eine Verkaufsoption auf den Basiswert (Put) verkauft. Als Basiswert dienen Aktien, den Produkttyp gibt es jedoch in seltenen Fällen auch auf Indizes. Während der Gläubiger (Anleger) einer klassischen Wandelanleihe die Wahl hat, ob er seine Anleihe in Aktien tauschen will, hat bei einer Aktien-Anleihe der Schuldner (Emittent) diese Option. Aktien-Anleihen notieren in Prozent bezogen auf den Nennbetrag (z. B Euro). Sie werden mit einem Basispreis emittiert, der normalerweise unterhalb des aktuellen Kurses des Basiswertes liegt. Aktien-Anleihen eignen sich daher für den Einsatz in stagnierenden, leicht steigenden oder leicht fallenden Märkten. Sie sind besonders aussichtsreich bei hohen impliziten Volatilitäten. Der Verkauf des dann relativ teuren Puts ermöglicht dem Emittenten bei Neuemission einer Aktien-Anleihe, diese mit einem hohen Zinssatz auszustatten. Bereits emittierte Anleihen notieren in diesem Fall unterhalb von 100 % mit entsprechend höheren Gewinnchancen. In beiden Fällen steigt die maximale Rendite. Sollte die Volatilität nach einem Einstieg sinken, so können Anleger von steigenden Kursen profitieren.

12 Seite 12 Titelstory Zertifikate Aktuell Umsätze Aktien-Anleihen 2010 Mio. EUR Zweistellige Zinsen locken Anleger an Als 1997 die ersten Aktien-Anleihen begeben wurden, waren prozentual zweistellige Zinssätze bei relativ kurzer Laufzeit die Regel. Manche Emissionen wurden den Banken geradezu aus den Händen gerissen. Neben dem Reiz des Neuen zwei Jahre zuvor waren in Deutschland die ersten Zertifikate auf den Markt gekommen lockten die auf den ersten Blick exzellenten Konditionen Anleger in Scharen an. Schließlich wollte sich jeder Zinsen von 12 oder 16 % jährlich sichern, lag doch die Umlaufrendite öffentlicher Anleihen zur gleichen Zeit nur bei 5 %. Außerdem verlangten die Sparer nach hochverzinslichen Anlagen, schließlich hatten viele ihren Freibetrag für Zinseinkünfte von damals umgerechnet Euro pro Person nicht ausgeschöpft. Das Risiko einer Lieferung der Aktie bei Fälligkeit trat angesichts der Hausse in den Hintergrund. Doch das rächte sich, als kurz nach der Jahrtausendwende die Blase der Technologie-, Medien- und Telekom-Aktien platzte und die Börsen abstürzten. Binnen weniger Monate traten die Risiken des in der Aktien-Anleihe steckenden Short Puts zutage: Aufgrund der gesunkenen Notierungen wurde nicht der Nennbetrag plus Zinsen zurückgezahlt, sondern neben den festen Zinszahlungen eine festgelegte Zahl von Aktien. Die ins Depot eingebuchten Anteilscheine waren allerdings oft deutlich weniger wert als das in die Anleihe investierte Kapital. 173,1 146,4 185,6 160,8 110,0 157,2 Januar Quelle: DDV (Börsenumsätze, Juli 2010) Februar März April Mai Juni Doch die Verluste aus der Veräußerung der Aktien waren wenigstens steuerlich relevant, weil Aktien-Anleihen nach einem Erlass des Bundesfinanzministeriums vom März 2001 als Finanzinnovation eingestuft wurden. Dadurch konnte der negative Kapitalertrag mit anderen positiven Einkünften wie etwa Miet- oder Arbeitseinkommen verrechnet werden. Als der DAX ab dem Frühjahr 2003 wieder aufwärts strebte, lief die Hausse allerdings erst einmal an Aktien-Anleihen vorbei. Denn der Kauf von Aktien, Fonds oder Index-Zertifikaten versprach bessere Gewinnchancen. Außerdem war der Sparerfreibetrag seit den neunziger Jahren mehrfach gesenkt worden. Das hatte die Begeisterung für hochverzinsliche Geldanlagen abgekühlt. Durch die Einführung der Abgeltungsteuer Anfang 2009 gewann das Instrument Aktien-Anleihe aber wieder an Attraktivität. Seither beträgt die steuerliche Belastung für Kapitalerträge über dem Sparerpauschbetrag von 801 Euro pro Person nur noch 26,37 % (plus eventuell Kirchensteuer). Zuvor hatte sie bis zu 44,31 % (ohne Kirchensteuer) betragen. Außerdem haben sich die Rahmenbedingungen verbessert: Da die Volatilität am Aktienmarkt im Winter 2008/2009 explosionsartig ungeahnte Höhen von bis zu 80 % erklomm, weitete sich die Zinsdifferenz zwischen Aktien-Anleihen und Firmenbonds drastisch aus. Schließlich werden Puts bei hohen Kursschwankungen wertvoller, weil die Ausübungswahrscheinlichkeit steigt. Deshalb konnten die Emittenten ihre Aktien-Anleihen mit ungewöhnlich hohen Zinssätzen ausstatten. Die Folge: Das Volumen des deutschen Marktes für Aktien- Anleihen wuchs seit Ende 2008 laut einer Statistik des Deutschen Derivate Verbandes von 365 Mio. Euro auf rund 3 Mrd. Euro. Die Handelsaktivität schwankte 2010 stark von einem Monat zum nächsten. So kletterte der Umsatz im Juni um 43 % auf 157 Mio. Euro. Im Vormonat war der Umsatz noch um fast 32 % gefallen. Kein Wunder, im Mai hatte der DAX die charttechnisch bedeutsame Unterstützungszone bei Punkten zweimal getestet. Bei einem signifikanten Bruch dieser Marke hätte ein Rückfall in die Region um Zähler gedroht. Für manche Besitzer von Index-Anleihen wäre das teuer geworden. Liegt der Basispreis einer Aktien- oder Index-Anleihe am Geld, also nahe am Basiswertkurs, fällt die Notiz der Schuldverschreibung bei einem Kursverfall des Basiswertes schnell unter 100 %. Die Aktien-Anleihen der LBBW sind in der Regel mit einem Basispreis deutlich unter dem Marktniveau und dadurch mit geringerem Verlustrisiko ausgestattet.

13 Zertifikate Aktuell Seite 13 Titelstory Unterschiedlichstes Angebot an Aktien-Anleihen Einen weiter reichenden Schutz bieten Sonderformen wie Protect-Aktien-Anleihen, die eine zusätzliche Kursschwelle unterhalb des Basispreises beinhalten. Bleibt der Kurs des Basiswertes während der Laufzeit stets über dieser Kursschwelle, wird der Nennbetrag ausgezahlt, selbst wenn der Kurs des Basiswertes unter dem Basispreis liegt. Bei Easy-Aktien-Anleihen (siehe auch Kasten auf Seite 15) ist der erst bei Fälligkeit relevante Basispreis hingegen besonders niedrig. Schwieriger zu beurteilen als Emissionen mit einem einzelnen Basiswert sind sogenannte Multi-Aktien-Anleihen, denen mehrere Basiswerte zugrunde liegen. In der Regel werden die Anleihen nämlich nur dann zum Nennbetrag getilgt, wenn keine der Aktien am Ende der Laufzeit die relevante Kursschwelle unterschritten hat. Rechnet ein Investor mit einem Seitwärtstrend des Basiswertes, kommt neben einer Aktien-Anleihe auch die Anlage in ein Discount-Zertifikat in Frage. Bei beiden Strukturen limitieren die verkauften Optionsrechte das Aufwärtspotenzial. Auf jeden Fall bieten sie höhere Renditechancen als klassische Anleihen. Während Aktien-Anleihen regelmäßig feste Zinsen zahlen, werden Discount-Zertifikate beim Einstieg mit Rabatt angeboten. Die Zusatzerträge werden jedoch mit einigen Risiken erkauft: Fallende Aktienkurse und eine zunehmende Volatilität können die Notierungen von Aktien-Anleihen erheblich drücken, sodass ein Verkauf während der Laufzeit zu Verlusten führen kann. Ebenfalls nicht unterschätzt werden sollte eine Rückstufung der Emittentenbonität. Die Insolvenz der US- Investmentbank Lehman Brothers sensibilisierte Investoren nachhaltig für dieses Thema. Dank der massiven Unterstützung durch Regierungen und Notenbanken ist die Pleite eines Emittenten zwar mittelfristig unwahrscheinlich. Auf lange Sicht kann sie aber nicht ausgeschlossen werden. Gewinn- und Verlustprofil von Aktien-Anleihen bei Fälligkeit Gewinn/Verlust in % 0 % Basispreis 100 % Kurs des Basiswertes in % Basiswert Anleihe Top-Renditen mit Technologieund Finanztiteln möglich Wichtig für den Anlageerfolg einer Aktien-Anleihe ist vor allem die richtige Wahl von Basiswert, Basispreis und Laufzeit beim Kauf. Theoretisch ist zwar in fast jeder Marktphase eine positive Rendite möglich. In der Praxis sind aber Aktien-Anleihen in Seitwärtstrends am attraktivsten. Ein elementares Kriterium für die Anlageentscheidung ist deshalb der Sicherheitspuffer: Je größer der Abstand zwischen Markt- und Basispreis ist, desto sicherer bringt die Aktien-Anleihe einen ansehnlichen Gewinn. Besonders hohe Renditen bieten manche Anleihen auf Solartitel wie zum Beispiel Q-Cells oder SolarWorld. Mehr als 20 % Ertrag per annum sind hier drin, weil die verkauften Put-Optionen wegen der hohen Schwankungen der Aktienkurse ungewöhnlich große Erlöse bringen. Einher geht diese Chance allerdings mit einem beträchtlichen Verlustrisiko. Beispiel Q-Cells: Der Solarzellenhersteller stürzte 2009 tief in die roten Zahlen und wird wohl frühestens im kommenden Jahr den Turnaround schaffen. Seit dem Ende 2007 erreichten Allzeithoch verlor der TecDAX-Titel fast 95 %. Zuletzt erholte sich der Kurs wieder ein wenig. Nicht ganz so riskant ist Aixtron: Das Maschinenbauunternehmen wird in diesem Jahr den Überschuss enorm verbessern und gehört mit einem Börsenwert in Milliardenhöhe zu den Schwergewichten unter den deutschen Technologiewerten. Auf annualisierter Basis errechnet sich für die LBBW Aixtron Aktien-Anleihe mit einem Basispreis von 17,10 Euro (WKN: LB0BG6) aktuell eine Maximal- bzw. Seitwärtsrendite von etwa 15 % p. a. Sehr ansehnliche Ertragschancen weisen auch Aktien- Anleihen auf Finanzkonzerne wie AXA auf (mehr zum Thema Versicherungen auf den Seiten 20 bis 23).

14 Seite 14 Titelstory Zertifikate Aktuell Interview: Fragen an Andreas Krebs vom LBBW Zertifikate Team Andreas Krebs Herr Krebs, welchen Umfang hat das Produktspektrum der LBBW an Aktien-Anleihen und wo liegen die Schwerpunkte? Aktuell haben wir über Aktien-Anleihen gelistet. Monatlich kommen ca. 200 neue Emissionen dazu. Schwerpunkte setzen wir dabei auf Unternehmen aus dem DAX und dem MDAX. Momentan liegt das bevorzugte Laufzeitsegment zwischen sechs Monaten und eineinhalb Jahren. Dieses Vorgehen hat uns unter die TOP 3 der Emittenten von Aktien-Anleihen in Deutschland gebracht. Ist es für Interessenten nicht schwer, sich in diesem umfangreichen Angebot zu orientieren? Um sich hier einfach und zeitnah zu informieren, empfehle ich einen Blick auf unsere Homepage Hier haben Anleger und Vertriebspartner die Möglichkeit, über umfangreiche Filterfunktionen schnell die passende Aktien- Anleihe zu finden. Darüber hinaus können aktuelle Kennzahlen und Preise eingesehen werden, um die Attraktivität des jeweiligen Produktes insbesondere im Hinblick auf die eigene Renditeerwartung und Risikoneigung einschätzen zu können. Die Verkaufsunterlagen sowie weitere Informationen stehen ebenfalls zum Download bereit. Nach welchen Kennzahlen können Interessenten Aktien-Anleihen sortieren? Bei klassischen Aktien-Anleihen stehen die Kennzahlen Abstand zum Basispreis und Maximalrendite p. a. zur Auswahl. Der Abstand zum Basispreis dient als Sicherheitspuffer und zeigt an, wie viel Prozent die zugrunde liegende Aktie verlieren darf, bevor es bei Fälligkeit zu einer Auszahlung durch Lieferung von Aktien kommt. Schließt die Aktie am finalen Bewertungstag nicht unter dem Basispreis, wird automatisch die Maximalrendite erreicht. Diese errechnet sich aus den fixen Zinszahlungen auch unter Berücksichtigung eventueller Stückzinsen und möglichen Kursgewinnen (bei Kauf der Aktien-Anleihe unter 100 %) bzw. Kursverlusten (bei Kauf der Aktien-Anleihe über 100 %). Aktien-Anleihen sind derzeit besonders gefragt. Was reizt Investoren an diesen Papieren? Aus Gesprächen mit Anlageberatern höre ich vor allem die Argumente Einfachheit und Sicherheit. Aufgrund der hohen Anzahl von Emissionen findet jeder Investor das passende Produkt für seine Risikopräferenz bzw. Marktmeinung. Die fixen Zinszahlungen kommen natürlich vor allem bei privaten Investoren sehr gut an. Diese federn auch unterhalb des Sicherheitspuffers mögliche Verluste zusätzlich ab. Ebenfalls gefragt sind Aktien-Anleihen als Alternative zu Aktienkäufen mit Limit. Fällt die Aktie, erwirbt der Anleger diese zum jeweiligen Basispreis (z. B.15 % unter dem Aktienkurs beim Kauf der Anleihe). Kommt es dagegen nicht zu einer Andienung der Aktien, erzielt der Anleger über die Aktien- Anleihe eine Verzinsung, die deutlich über dem aktuellen Zinsniveau liegt. Der Aktienkäufer, dessen Limit nicht erreicht wurde, geht hingegen leer aus. Worauf sollten Anleger bei Aktien-Anleihen grundsätzlich achten? Grundsätzlich hat das Emittentenrisiko nach der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers an Bedeutung gewonnen. Die Zertifikate und strukturierten Anleihen der LBBW haben den Vorteil, dass diese Produkte auch dem Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe unterliegen. Bei der Auswahl der richtigen Aktien- Anleihe sollte immer die Auswahl des passenden Basiswerts im Vordergrund stehen. Jedem Investor sollte klar sein, dass im Falle eines Unterschreitens des Basispreises am finalen Bewertungstag Aktien geliefert werden. Im zweiten Schritt werden die Laufzeit sowie die konkrete Ausgestaltung passend zum Risikoappetit des Anlegers gewählt.

15 Zertifikate Aktuell Seite 15 Titelstory Klassisch oder einfach Aktien-Anleihen im Vergleich Aktien-Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen, deren Tilgung vom Kurs der zugrunde liegenden Aktie am Ende der Laufzeit abhängt. Schließt die Aktie am finalen Bewertungstag auf oder über dem Basispreis, wird die Anleihe zum Nennbetrag zuzüglich fälliger Zinsen zurückgezahlt. Andernfalls erhält der Gläubiger statt des Nennbetrags eine vorab festgelegte Aktienstückzahl ins Depot eingebucht. Bei Easy-Aktien-Anleihen der LBBW ergibt sich das Bezugsverhältnis nicht aus dem Verhältnis des Nennbetrags zum Basispreis, sondern zum Startwert (volle Partizipation an Aktienkursverlusten). Dies hat zur Folge, dass Easy-Aktien-Anleihen im Vergleich zu Aktien-Anleihen in der Regel bei gleichem Basispreis einen höheren Zinssatz oder bei gleichem Zinssatz einen niedrigeren Basispreis bieten können. Ausgewählte Aktien-Anleihen der LBBW Produkttyp WKN Basiswert Fälligkeit Basispreis Maximalrendite p. a. Aktien-Anleihe LB0CG8 adidas ,73 EUR 5,35 % Aktien-Anleihe LB0BG6 Aixtron ,10 EUR 18,55 % Aktien-Anleihe LB0CTX Bayer ,17 EUR 5,24 % Aktien-Anleihe LB0B2F BMW ,99 EUR 7,22 % Aktien-Anleihe LBW8F8 Commerzbank ,10 EUR 4,88 % Aktien-Anleihe LB0CU1 Daimler ,85 EUR 5,30 % Aktien-Anleihe LB0AQ8 Deutsche Bank ,00 EUR 6,31 % Aktien-Anleihe LB0BA0 Deutsche Börse ,10 EUR 6,95 % Aktien-Anleihe LB0BVM Deutsche Post ,80 EUR 6,94 % Aktien-Anleihe LB0ABG E.ON ,90 EUR 8,40 % Aktien-Anleihe LB0ER8 Linde ,40 EUR 6,42 % Aktien-Anleihe LB0CC8 Nokia ,60 EUR 9,09 % Aktien-Anleihe LB0B20 Porsche ,27 EUR 7,80 % Aktien-Anleihe LB0BCU Q-Cells ,70 EUR 22,33 % Aktien-Anleihe LB0B14 RWE ,92 EUR 7,66 % Aktien-Anleihe LB0BV6 SAP ,00 EUR 6,19 % Aktien-Anleihe LB0CPV Siemens ,33 EUR 7,02 % Aktien-Anleihe LB0CVW SolarWorld ,33 EUR 10,51 % Aktien-Anleihe LB0ABW ThyssenKrupp ,00 EUR 5,41 % Aktien-Anleihe LB0BVB VW ,30 EUR 4,68 % Aktien-Anleihe LB0B74 Wincor Nixdorf ,30 EUR 5,49 % Index-Anleihe LB0EP2 DAX ,00 Pkt 7,21 % Index-Anleihe LBW8LK EURO STOXX ,00 Pkt 7,00 % Easy-Aktien-Anleihe LB0EV4 BASF ,32 EUR 6,63 % Easy-Aktien-Anleihe LB0BFV Commerzbank ,54 EUR 4,95 % Easy-Aktien-Anleihe LB0EV5 Daimler ,21 EUR 6,35 % Easy-Aktien-Anleihe LB0AEH Deutsche Bank ,19 EUR 6,47 % Easy-Aktien-Anleihe LB0BFW Deutsche Telekom ,86 EUR 5,93 % Easy-Aktien-Anleihe LB0BDZ E.ON ,71 EUR 8,03 % Stand: 20. August 2010

16 Seite 16 Markt & Meinung Zertifikate Aktuell Märkte auf einen Blick Wertentwicklung ausgewählter Märkte und Einzelwerte im Überblick Indizes Stand am Veränderung Veränderung Veränderung zum Vormonat seit Jahresbeginn 5 Jahre DAX 6.186,31 Pkt 2,42 % 3,84 % 27,52 % MDAX 8.430,62 Pkt 3,61 % 12,30 % 25,96 % EURO STOXX ,66 Pkt 3,14 % -8,01 % -16,91 % S&P ,16 Pkt 2,75 % -1,88 % -10,24 % Dow Jones ,54 Pkt 3,15 % -0,12 % -1,32 % Nikkei ,68 Pkt -0,49 % -11,22 % -23,93 % Hang Seng ,71 Pkt 5,08 % -2,71 % 40,47 % Deutsche Aktien Stand am Veränderung Veränderung Veränderung zum Vormonat seit Jahresbeginn 5 Jahre Allianz 86,38 EUR 1,86 % -0,88 % -19,61 % BASF 44,47 EUR -1,08 % 2,34 % 56,05 % Daimler 40,63 EUR -5,63 % 9,12 % -0,62 % Deutsche Bank 52,55 EUR 10,25 % 6,33 % -24,84 % Deutsche Telekom 10,41 EUR 3,74 % 1,21 % -33,45 % E.ON 23,02 EUR 5,74 % -21,25 % -10,74 % RWE 54,30 EUR 3,76 % -20,10 % 0,11 % Rohstoffe Stand am Veränderung Veränderung Veränderung zum Vormonat seit Jahresbeginn 5 Jahre Rohöl (Brent) 75,58 USD/Barrel 0,12 % -3,72 % 20,95 % Gold 1.228,85 USD/Unze 3,02 % 12,09 % 174,95 % Platin 1.527,25 USD/Unze 1,21 % 4,39 % 71,12 % Palladium 485,75 USD/Unze 8,60 % 19,94 % 166,90 % Zink 2.105,00 USD/Tonne 16,94 % -18,09 % 60,02 % Zinn ,00 USD/Tonne 20,13 % 28,25 % 207,75 % Zinsen & Währungen Stand am Veränderung Veränderung Veränderung zum Vormonat seit Jahresbeginn 5 Jahre Bund-Future 132,16 % 2,32 % 9,05 % 7,40 % 3-Monats-Euribor 0,89 % 3,83 % 27,71 % -58,07 % EUR/USD 1,2800-1,06 % -10,47 % 5,22 % EUR/JPY 110,0300-1,70 % -17,73 % -18,23 % Historische Kursverläufe sind keine verlässliche Indikation für künftige Entwicklungen. Quelle: Reuters; Stand:

17 Zertifikate Aktuell Seite 17 Markt & Meinung Aktienmärkte Nach einem fulminanten Start in den August ist den weltweit wichtigsten Aktienindizes recht schnell die Puste ausgegangen. Wobei das Muster eigentlich mittlerweile bekannt sein dürfte: Der DAX markierte beispielsweise gleich zu Monatsbeginn ein Jahreshoch, sackte dann erst einmal um etwa 300 Punkte ab und arbeitete sich in den folgenden Wochen wieder etwas weiter vor. Der europäische Leitindex EURO STOXX 50 sowie der Dow Jones Industrial Average (Dow Jones) erreichten zwar keine Jahreshochs, folgten aber insgesamt dem gleichen Lauf. Auslöser für den Rücksetzer waren die anhaltenden Sorgen um die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft. Gerade aus den USA sorgten Konjunkturdaten wie etwa der Arbeitsmarktbericht für Juli für erhöhte Unsicherheit. Für eine deutliche Abkühlung sorgte dann aber die Notenbank Fed selbst. Sie hielt zwar am Ausblick einer moderaten Erholung der Konjunktur fest, sieht aber die Dynamik der wirtschaftlichen Entwicklung deutlich skeptischer als zuvor. Aus Asien kamen ebenfalls Signale, die zu einer erhöhten Zurückhaltung beitrugen. Verschiedene Indikatoren deuten darauf hin, dass sich die Konjunktur im gerade für die deutschen Exportbranchen so wichtigen China wohl etwas abkühlen wird. Der europäische Motor brummt Dagegen kann Deutschland in jeder Hinsicht punkten. So stieg etwa der ifo-geschäftsklimaindex zuletzt deutlich stärker als gedacht, und auch die im August dominante Berichtssaison sorgte größtenteils für positive Überraschungen. BASF, BMW, Daimler oder Linde, aber auch Werte aus der zweiten Reihe wie Lanxess oder der Stahlhändler Klöckner & Co. konnten mit ihren Zahlen die Markterwartungen zum Teil klar übertreffen. Allerdings räumten einige Börsianer ein, dass bereits ein Großteil der guten Zahlen in den Kursen enthalten war, was das Aufwärtspotenzial einschränke. Zudem erwies sich das charttechnische Kaufsignal nach Überschreiten der vorherigen Höchststände mal wieder als sogenannte Bullenfalle: Die im Börsenjargon oft als Bullen bezeichneten Optimisten mussten schnell wieder zurückrudern. Berichtssaison insgesamt positiv In Europa lief im August ebenfalls die Berichtssaison aus. Zahlreiche Schwergewichte konnten eine positive Geschäftsentwicklung melden. So legten ABB, Enel, LVMH, Novartis, Schneider Electric und Total nicht nur überzeugende Quartalsbilanzen vor, sondern gaben darüber hinaus auch einen positiven Ausblick. In den USA war indes der Höhepunkt der Berichtssaison bereits Ende Juli erreicht. Hier lässt sich unter dem Strich ebenfalls eine eher positive Bilanz ziehen. Zahlreichen Großunternehmen war es im zweiten Quartal gelungen, ihre Zahlen noch etwas stärker als vom Markt erwartet zu steigern. Der Dow Jones kletterte zu Monatsbeginn auch immerhin bis auf knapp Punkte. Bis zum Jahreshoch aus dem Mai bei etwa Punkten ist es allerdings noch ein Stück Weg. Angesichts der verstärkt diskutierten konjunkturellen Fragezeichen dürfte die Entwicklung an den Aktienmärkten weltweit in den kommenden Wochen weiterhin holprig verlaufen. Die nächste größere Trendbewegung sollte trotz aller Skepsis nach oben gehen, Startschuss könnte im vierten Quartal sein. 5-Jahreschart DAX Quelle: Reuters; Stand: Historische Kursverläufe sind keine verlässliche Indikation für künftige Entwicklungen. Produkte Produkttyp ISIN Basiswert Fälligkeit Cap Barriere Bonuslevel Discount-Zertifikat DE000LB0BQ33 DAX Pkt Bonus-Zertifikat DE000LB0BYC7 Bayer ,44 EUR 53,81 EUR Bonus-Zertifikat DE000LB0CV92 E.ON ,28 EUR 30,61 EUR

18 Seite 18 Markt & Meinung Zertifikate Aktuell Rohstoffmärkte An den Rohstoffmärkten gab es zwar im August auch bei den üblichen Verdächtigen einige Bewegung, Hingucker könnten in den kommenden Monaten aber zwei Industriemetalle werden: Platin und Palladium haben vor allem in den vergangenen Monaten ein Schattendasein gegenüber Gold und Silber geführt. Zu Unrecht, wie sich zeigen könnte. Beide Preise beendeten im Frühjahr 2010 ihre seit Ende 2008 andauernde Aufwärtsbewegung. Nachdem Platin noch bei US-Dollar je Feinunze ein Jahreshoch markiert hatte, rutschte die Notierung um rund 300 Dollar ab. Palladium gab sogar etwa ein Drittel ab. Der wichtigste Grund hierfür dürfte der allgemein um sich greifende Konjunkturpessimismus gewesen sein, der auch die Basismetalle belastete. Platin bewegt sich seit dem Rutsch in einer Handelsspanne zwischen und US-Dollar je Feinunze. Steigende Preise wahrscheinlich Dass die beiden Metalle in den kommenden Monaten wieder interessanter werden könnten, liegt vor allem am Fahrzeugmarkt. Etwa 50 % der weltweiten Platinnachfrage stammen aus der Fahrzeugbranche. Platin wird hauptsächlich zur Herstellung von Abgaskatalysatoren eingesetzt. Ein weiteres Anwendungsgebiet in diesem Zusammenhang sind Rußpartikelfilter. Da sich der Fahrzeugabsatz in den Schwellenländern äußerst positiv entwickelt und auch die Nachfrage nach Lastkraftwagen angesichts eines Wirtschaftsaufschwungs wieder anziehen dürfte, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Preise für Platin wieder anziehen. Denn die Angebotsseite dürfte kaum wachsen: Der weltgrößte Förderer Anglo Platinum belässt sein Ziel für das laufende Jahr bei 78 Tonnen. Selbst wenn Russland seine Förderquote weiter steigert, dürfte die Nachfrage nach dem weißen Metall das Angebot auch in diesem Jahr übersteigen. Weizen in Turbulenzen Ein Rohstoff, um den sich der Verbraucher sonst wohl nur wenig Gedanken macht, war im August plötzlich in aller Munde: Weizen. Seit Juni hat sich der Preis von etwas mehr als vier US- Dollar je Scheffel auf zuletzt mehr als sieben Dollar knapp verdoppelt. Preise für Mais zogen ebenfalls an, und der für Gerste hat sich sogar verdoppelt. Wegen der anhaltenden Dürre und den außer Kontrolle geratenen Flächenbränden in Russland hat die dortige Regierung einen Exportstopp für Weizen bis Ende des Jahres verhängt. Russland ist einer der größten Weizen- Exporteure weltweit. Das sorgte bei den Getreidepreisen für einen zusätzlichen Schub. Doch nicht nur in Russland haben sich die Aussichten für die Getreideernte verschlechtert. Weltweit dürften die Ernten wetterbedingt niedriger als zuvor erwartet ausfallen. Das treibt entsprechend die Preise nach oben. Ölpreis abhängig von Börse und US-Dollar Der Ölpreis konnte sich hingegen zur Monatsmitte etwas von seinen Verlusten erholen. Steigende Konjunktursorgen sowie ein stärkerer Dollar hätten vor allem für Preisdruck gesorgt, hieß es am Markt. Der Ölmarkt bleibt auch weiterhin stark von den Börsen und der Entwicklung des US-Dollars abhängig. Steigt etwa der Dollar-Kurs, wird Rohöl für Anleger anderer Währungsräume teurer und dämpft somit die Nachfrage. 5-Jahreschart Platin Quelle: Reuters; Stand: Historische Kursverläufe sind keine verlässliche Indikation für künftige Entwicklungen. Produkte Kapitalschutz Fremdwährungs- Produkttyp ISIN Basiswert Fälligkeit bei Fälligkeit* Cap Risiko RohstoffTracker-Zertifikat DE000LBW56R0 Platin endlos nein -- ja RohstoffTracker-Zertifikat DE000LBW56S8 Palladium endlos nein -- ja RohstoffSelect-Safe-Anleihe mit Cap DE000LB0EVC7 Rohstoffindex-Basket ,00 % 138,00 % nein * auf den Nennbetrag durch die LBBW

19 Zertifikate Aktuell Seite 19 Markt & Meinung Geld- und Kapitalmärkte In den zurückliegenden Wochen machten sich Sorgen um die Verfassung der amerikanischen Wirtschaft breit und bestimmten nicht nur das Geschehen an den Aktienmärkten, sondern auch an den Geld- und Kapitalmärkten. Grund für die Besorgnis lieferten die zuletzt enttäuschend ausgefallenen Konjunkturdaten, allen voran die schwachen Zahlen vom Arbeitsmarkt. Deutsche Staatsanleihen dienten dagegen als sicherer Hafen. Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums fiel die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft im Juli 2010 um Die Arbeitslosenquote stagnierte mit 9,5 % auf dem hohen Stand des Vormonats. Zu einem Rückgang kam es bei der Produktivität außerhalb der Landwirtschaft, die sich im zweiten Quartal 2010 nach vorläufiger Rechnung um annualisiert 0,9 % gegenüber dem Vorquartal und damit erstmals seit Ende 2008 verringerte. Marktteilnehmer werten die Daten als Zeichen dafür, dass die Erholung der US-Wirtschaft an Schwung verliert. Fed stützt Konjunktur Ähnlich sieht dies auch die US-Notenbank, die bereits ihre Wachstumsprognose für die US-Wirtschaft für 2010 senkte. Zudem schlossen die Währungshüter neue Konjunkturhilfen nicht aus, sofern diese notwendig würden. Auf der jüngsten FOMC- Sitzung im August ließ die Fed die Leitzinsen erwartungsgemäß unverändert in einer Spanne von 0,00 % bis 0,25 %. Aufgrund der substanziellen Unterauslastung der Kapazitäten, welche sich dämpfend auf den Kostendruck auswirke, und der stabilen langfristigen Inflationserwartungen dürfte der Preisauftrieb nach Ansicht der Notenbanker für einige Zeit gedrückt bleiben. Zudem habe sich die Inflation bereits in den jüngsten Quartalen tendenziell abgeschwächt. Dies rechtfertige eine Fortsetzung der Niedrigzinspolitik, hieß es im Statement der Fed. Gleichzeitig bekräftigten die Währungshüter die Aussage, dass der Leitzins wohl für längere Zeit auf einem außergewöhnlich niedrigen Niveau verharren werde. Da die gängige Interpretation dieser Aussage wenigstens für sechs Monate lautet, ist mit einer Zinsanhebung frühestens im zweiten Quartal 2011 zu rechnen. Darüber hinaus will die Fed ihr Portfolio durch den Kauf von Staatsanleihen bei rund zwei Billionen US-Dollar stabil halten. Dieses Signal zeigt die Bereitschaft der Notenbank, der schwächelnden US-Wirtschaft unter die Arme zu greifen, und erhöht die Wahrscheinlichkeit für noch expansivere Schritte für den Fall, dass sich die konjunkturelle Lage weiter verschlechtert. Deutsche Staatsanleihen gefragt Profiteur dieser Entwicklung waren besonders deutsche Staatsanleihen, die Investoren weiterhin als sicherer Hafen dienen. Deren Barometer, der Bund-Future, eilte in den letzten Wochen von einem Rekordhoch zum nächsten und notierte zwischenzeitlich über der Marke von 133,00 %. Im Gegenzug sank die Rendite für 10-jährige Bundesanleihen mit 2,15 % auf ein Rekordtief. Zu einem Anstieg der Rendite dürfte es erst bei einer nachhaltigen Verbesserung des konjunkturellen Umfelds kommen, welche die Europäische Zentralbank (EZB) zu einer Zinserhöhung veranlassen könnte. Aktuell betrachtet die EZB das Leitzinsniveau aber weiterhin als angemessen. In einem von Unsicherheit geprägten Umfeld rechnet man weiterhin mit einem moderaten und nach wie vor uneinheitlichen Wirtschaftswachstum im Euroraum. Besonderes Augenmerk liege nach wie vor auf der Entwicklung der Inflation und der Einhaltung der Preisstabilitätsnorm von unter, aber nahe 2 %. Aufgrund des geringen inländischen Preisdrucks geht die EZB mittelfristig von einer moderaten Preisentwicklung aus, sodass sie ihren Leitzins auf absehbare Zeit bei 1 % belassen dürfte. Produkte Kapitalschutz Fremdwährungs- Produkttyp ISIN Basiswert Fälligkeit Nennbetrag bei Fälligkeit* risiko Kapitalmarkt-Floater DE000LBW88K8 5-Jahres-EUR-Zins ,00 EUR 100,00 % nein Geldmarkt-Floater DE000LB0ALF9 12-Monats-Euribor ,00 EUR 100,00 % nein Stufenzins-Anleihe DE000LB0CAS1 keiner ,00 EUR 100,00 % nein Stufenzins-Anleihe DE000LB0AAW7 keiner ,00 EUR 100,00 % nein Fremdwährungs- Stufenzins-Anleihe DE000LB0B9V5 keiner ,00 CHF 100,00 % ja Fremdwährungs- Stufenzins-Anleihe DE000LB0B9W3 keiner ,00 USD 100,00 % ja Nullkupon-Anleihe DE000LBW4703 keiner ,00 EUR 100,00 % nein * auf den Nennbetrag durch die LBBW

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