PROZESSE NEU DENKEN. MIT NACHHALTIGKEIT ZUM ERFOLG. VERNETZTE SICHERHEIT. HÖCHSTE QUALITÄT UND VERFÜGBARKEIT.

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1 PROZESSE NEU DENKEN DAS MAGAZIN zum Geschäftsbericht der Wincor Nixdorf AG. 30 MIT NACHHALTIGKEIT ZUM ERFOLG. 36 VERNETZTE SICHERHEIT. 46 HÖCHSTE QUALITÄT UND VERFÜGBARKEIT. EXPERIENCE MEETS VISION.

2 26 Brief des Vorstandsvorsitzenden Management-Team Aktie Corporate Governance Bericht des Aufsichtsrats Magazin ÜBERRASCHUNG UND VERWUNDERUNG SIND DES BEGREIFENS. DER ANFANG JOSÉ ORTEGA Y GASSET SPANISCHER PHILOSOPH, SOZIOLOGE UND ESSAYIST,

3 INHALT PROZESSE NEU DENKEN. Jeden Tag aufs Neue stellen wir unsere Produkte, Lösungen und Services auf den Prüfstand, um die Prozesse unserer Kunden noch besser zu machen. Im folgenden Magazin beschreiben wir, wie sich kontinuierliche Innovation in der Praxis auswirkt. Wir geben Antworten auf Fragen, die uns und unsere Kunden bewegen: Wie lassen sich Bargeld-Prozesse noch effizienter gestalten? Was können wir tun, um die Bedürfnisse der Verbraucher noch besser zu erfüllen? Wie kommen wir hundertprozentiger Verfügbarkeit und Sicherheit möglichst nah? Was bedeutet Nachhaltigkeit für uns, wie wird sie praktisch umgesetzt und welche Nachweise erbringen wir dafür? Dies alles sind Fragen, deren Beantwortung für uns ein immerwährender Prozess ist.

4 PROZESSE NEU DENKEN 29 MIT NACHHALTIGKEIT ZUM ERFOLG. 30 CASH-KOSTEN SENKEN, ABER WO? 32 BERATUNGSOBJEKT MIT SPAREFFEKT. 34 ERSATZTEILE GARANTIERT. 35 VERNETZTE SICHERHEIT FÜR BANKEN. 36 FÜR DIE ZUKUNFT GERÜSTET. 38 MOBILE-SHOPPING ERREICHT PORTUGAL. 39 RUNDUM SORGLOS. 40 NEUE ÄRA AM OUT. 42 INVESTITION IN DIE ZUKUNFT. 44 HÖCHSTE QUALITÄT UND VERFÜGBARKEIT. 46 MIT MANAGED SERVICES VIEL MEHR MÖGLICH. 48 ALS GLOBALER IT-PARTNER ÜBERZEUGT. 49

5 !!! 30 MIT NACHHALTIGKEIT ZUM ERFOLG. WINCOR NIXDORF INVESTIERT IN STETIGE VERBESSERUNG DER ÖKOBILANZ. BEISPIELHAFT: DIE NEUE GELDAUTOMATENGENERATION.»Nur die Unternehmen werden das nächste Jahrzehnt überleben, die weit über Durchschnitt ressourcenschonend produzieren und Produkte anbieten, die das auch ihren Kunden ermöglichen«, so Björn Stigson, Präsident des World Business Council for Sustainable Development (WBCSD), dem rund 30 große internationale Unternehmen angehören. Im Kern bedeutet diese Aussage, dass nachhaltiges Wirtschaften und wirtschaftlicher Erfolg zwei Seiten ein und derselben Medaille sind. Mehr noch: Nachhaltigkeit und verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln für Gesellschaft und Umwelt werden mehr und mehr zur Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens. Bei Wincor Nixdorf ist die Botschaft nicht nur angekommen. Das Unternehmen ist schon seit langem aktiv und leistet seinen Beitrag aus wirtschaftlichen Gründen, aber besonders auch aus einem starken Verantwortungsbewusstsein heraus. Wincor Nixdorf bekennt sich zu einer ausgewogenen Balance zwischen wirtschaftlichem, ökologischem und sozialem Verhalten und hat den Worten bereits Taten folgen lassen. Praktiziert wird ein ganzheitlicher Ansatz, der alle drei Säulen gleichwertig behandelt. Seiner sozialen Verantwortung wird Wincor Nixdorf durch die Förderung seiner Mitarbeiter gerecht, hat sich darüber hinaus aber auch zur Einhaltung übergeordneter Rechte und Gesetze wie etwa der Menschenrechte verpflichtet. Orientierungshilfe für die Mitarbeiter gibt dabei zum einen der Verhaltenskodex des Unternehmens, zum anderen das Compliance Management System von Wincor Nixdorf (CMS), das die Ziele sowie den Ausbau einer entsprechenden Organisation beinhaltet. Und auch den Gleichklang zwischen Ökonomie und Ökologie hat Wincor Nixdorf bereits seit langem im Blick. RESSOURCENSCHONUNG ALS END-TO-END-PRINZIP. Wincor Nixdorf reagiert nicht auf veränderte Anforderungen, sondern treibt die Entwicklung ini tiativ mit voran. Schon vor Jahren wurden Energieversorgung und Produktion schrittweise auf ressourcen- und umweltschonende Verfahren umgestellt und diese seitdem ständig weiterentwickelt. Dabei betrachtet Wincor Nixdorf die Schonung von Ressourcen als End-to-End-Prinzip und ermittelt mit einer Analyse der sogenannten Total Cost of Ownership (TCO) alle Kosten des Lebenszyklus eines Produkts angefangen bei der Planung und Entwicklung über die Produktion und Logistik bis hin zur Nutzung des Produkts bei den Kunden einschließlich Service und Wartung. Sinn des Ganzen: von Beginn an auf umweltschonende und energieeffiziente Komponenten zu achten sowie durch entsprechend konstruierte Produkte von vornherein dafür zu sorgen, dass auch die Kunden Energieverbrauch und Betriebskosten senken können. CARBON-FOOTPRINT- ANALYSE FÜR CINEO. Ein weiterer wesentlicher Schritt im Sinne der Nachhaltigkeit war die im vergangenen Jahr durchgeführte Carbon-Footprint-Analyse für die neue Systemgeneration CINEO für die Filialen von Banken B ESCHAFFUNG/P R ODUKTIO N F O R SCH UNG UND E N T W ICK LUNG A U SLIEFE R U N G / VERS AND R Ü C K N A HME/ RECY CLING Entwicklung des Energieverbrauchs von Geldautomaten. Start der Serienproduktion Der CINEO verbraucht ca. 30 % weniger Energie als das Vorgängermodell ProCash und Handelsunternehmen. Dieser»CO 2 -Fußabdruck«ist ein Maß für den Gesamtbetrag von Kohlendioxid- Emissionen, der direkt und indirekt bei der Herstellung eines Produkts sowie über seine gesamte Lebensdauer hinweg entsteht. Inzwischen gilt der Carbon Footprint als probates Mittel, um die Klimaauswirkungen von Produkten, Dienstleistungen und anderen Geschehnissen im Leben der Menschen zu ermitteln. Nur über die gewonnenen Informationen und Erkenntnisse lassen sich Klimaauswirkungen wirksam minimieren. Was wiederum nötig ist, um die angestrebten Klimaziele zu erreichen. Konsequent wird bei Wincor Nixdorf weiter an der Senkung des Energieverbrauchs gearbeitet. So optimiert Wincor Nixdorf kontinuierlich seine Hardware-Plattformtechnologie unter den Gesichtspunkten Total Cost of Ownership und Green IT. GANZHEITLICHE RESSOURCENSCHONUNG. EIN SATZ BEIM KUN DEN * * * *kwh p. a. Serie ProCash 2000 ProCash 2000xe CINEO C2060 Bereits die ProCash 2000xe-Serie war seinerzeit»best-in-class«beim Energieverbrauch und Vorreiter bei der Nutzung energiesparender Komponenten wie z.b. LCD-Monitore. WAR TUNG/ SERVICES

6 PROZESSE NEU DENKEN NACHHALTIGKEIT 31 Ein Beispiel ist der Auszahler aus der neuen Produktfamilie CINEO, der bis zu 31 Prozent weniger Energie als die Vorgängermodelle (siehe Abbildung) verbraucht. Um weitere Fortschritte hinsichtlich der Nachhaltigkeit aufzeigen und mit Zahlen belegen zu können, hat Wincor Nixdorf in Zusammenarbeit mit PE International einen CO 2 -Fußabdruck für das Cash-Recycling-System CINEO C4060 erstellen lassen. CO 2 -REDUKTION IM BARGELD-KREISLAUF. Einen ebenfalls großen Einfluss auf die CO 2 -Bilanz hat das Konzept des automatisierten Cashhandlings, das der neuen Systemgeneration CINEO zugrunde liegt. Denn durch die Cash-Recycling-Technologie verkürzt und optimiert Wincor Nixdorf den gesamten Bargeld-Kreislauf in den Filialen von Banken und Handelsunternehmen. Banknoten, die am Schalter einer Bankfiliale eingezahlt und in intelligenten Notenspeichern eines automatischen Kassentresors abgelegt wurden, können wieder zur Auszahlung in Geldautomaten bereitgestellt werden. Analog dazu lässt sich auch im Handel ein geschlossener Cash- Kreislauf zwischen der Kassenzone und dem Kassenbüro erzeugen. Auch die direkte Nutzung von Notenspeichern, mit denen Bargeld-Bestände im Handel abgeschöpft wurden, in nahe gelegenen Geldautomaten wird so möglich. Der Umweg über ein Cash Center der Werttransportunternehmen muss nur noch selten vorgenommen werden. Auf diese Weise kann der Einsatz von Werttransportunternehmen in der Größenordnung von 30 bis 50 Prozent reduziert werden, was wiederum die CO 2 - Bilanz deutlich verbessert. Hinzu kommt, dass ein Bar geld-recycling-system im Durchschnitt 34 Prozent weniger CO 2 (in Kilogramm) über die Nutzungsdauer von acht Jahren verbraucht als ein getrennter Auszahler und ein getrennter Einzahler zusammen. NACHHALTIGKEIT ALS GESCHÄFTSMODELL. Schon dieses Beispiel zeigt, was durch konsequente Forschung und Entwicklung möglich und machbar ist. Was insofern wichtig ist, als in absehbarer Zeit Markt, Kunden und auch Endverbraucher bestimmen, welche Produkte langfristig gekauft werden und der Gesellschaft nutzen. Unternehmen wird mittlerweile empfohlen, ihren Nachhaltigkeitsbericht nach den Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) zu verfassen. GRI wurde 1997 in Partnerschaft mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) gegründet und die GRI-Richtlinien gelten inzwischen als wichtigster Prüfstein für Nachhaltigkeitsberichte. Langfristig bedeutet dies alles, dass Nachhaltigkeit ein wichtiger Bestandteil zukünftiger Geschäftsmodelle sein muss. Blick in die Zukunft. Wie die Welt in 40 Jahren aussehen kann, macht die Studie des World Business Council for Sustainable Development»Vision 2050«deutlich. Die Bevölkerung wächst vornehmlich in Städten auf insgesamt neun Milliarden Menschen. Da die Menschheit zugleich immer älter wird, werden Agrarflächen noch stärker ausgebeutet und Produktionen hochgefahren. Als Folge nimmt der CO 2 -Ausstoß um 52 Prozent zu, die globale Temperatur steigt um 1,7 bis 2,4 Grad mit allen negativen Erscheinungen wie Hitze- und Trockenperioden sowie Stürmen und Überschwemmungen. Wassermangel und zu Ende gehende Rohstoffe bedrohen zusätzlich die Lebensqualität der Menschen. Zumindest dann, wenn sich nichts ändert.

7 32 CASH-KOSTEN SENKEN, ABER WO? WINCOR NIXDORF OPTIMIERT UND AUTOMATISIERT CASH-PROZESSE BEI BANKEN UND IM HANDEL.

8 PROZESSE NEU DENKEN CCMS 33 CASH IST KING UND KOSTET. Beim Verbraucher ist Cash nach wie vor King. Doch der Umgang mit dem Zahlungsmittel Bargeld kostet weltweit bis zu 300 Milliarden Dollar, wie Experten schätzen. Diese enormen Kosten, gepaart mit Sicherheitsrisiken und neuen rechtlichen Vorgaben, sorgen dafür, dass sich innovative Technologien zur Automatisierung der Bargeld-Prozesse durchsetzen. ANALYSEN, STRATEGIEN, LÖSUNGEN. Doch welcher Lösungsansatz ist der richtige und verspricht in der Praxis größtmögliche Effizienz? Wo soll in der komplexen Bargeld-Supply-Chain angesetzt werden? Antworten auf diese und ähnliche Fragen liefert Wincor Nixdorf mit seinem Cash Cycle Management Consulting-Angebot. Denn am Ende des Beratungsprozesses stehen konkrete Lösungsvorschläge zur Optimierung der Prozesse, eine umfassende Dokumentation der heutigen Bargeld-Prozesse und die Identifikation der größten Kostentreiber. All dies hilft Banken und Handelsunternehmen, ihre Investitionsentscheidungen abzusichern. Doch wie geht Wincor Nixdorf dabei vor, wo setzt es mit seinem Consulting-Angebot an?»der erste Schritt besteht in einer Analyse der bestehenden Prozesse und Volumenströme mit einem anschließenden Benchmarking«, sagt Thomas Certa, Leiter Solution Marketing Banking bei Wincor Nixdorf. Darauf aufbauend lassen sich dann Strategien und unterschiedliche Szenarien für optimale Bargeld-Prozesse entwickeln, die in einer konkreten Berechnung des Return on Investment resultieren. Leyla Feghhi, Leiterin Marketing Retail bei Wincor Nixdorf. Thomas Certa, Leiter Solution Marketing Banking bei Wincor Nixdorf. CCMS-CONSULTING VON WINCOR NIXDORF. A NALYS E B A C K O FFICE F R O NT O FFICE B ANK S ELBS TBEDIENUNG B ENC HMARKING C A S H C ENTER SOFTWARE-TOOL CASH CYCLE OPTIMIZER. Sowohl im Retailbanking als auch im Handel hängen die Abläufe von einer Vielzahl von Einflussfaktoren ab. Etwa von der Filialstruktur, ihrer Größe oder ihrer technologischen Ausstattung. Auch die Kundenstruktur oder län derspezifische Vorgaben spielen ein Rolle. Um all diese Parameter gebührend zu berücksichtigen, hat Wincor Nixdorf in enger Kooperation mit weltweit führenden Beratungsunternehmen den Cash Cycle Optimizer entwickelt. Im Rahmen der Prozessana lyse unterstützt dieses Software-Tool dabei, die Ist-Prozesse zu quantifizieren, um Optimierungspotenziale zu identifizieren. Die Wincor Nixdorf-Consultants können anhand der Ergebnisse, die das Tool liefert, und aufgrund von Know-how über branchenspezifische Prozesse, Industriestandards und vorhandene Best Practices neue Lösungsansätze aufzeigen und die spezifischen Kosteneinspar-Potenziale ermitteln. Außerdem kann auf Grundlage dieser Untersuchungen das Design neuer Lösungsszenarien definiert werden. Dabei werden die Bargeld-Prozesse nicht nur auf Filialebene analysiert. Bei Bedarf können auch komplette Filialnetzwerke sowie die Ver- und Entsorgungsprozesse durch Werttransportunternehmen in Optimierungsstrategien mit einbezogen werden.»mit unserem Beratungsansatz entwickeln wir maßgeschneiderte Konzepte für die heterogenen Anfor- INTER- B USINESS Unter Berücksichtigung von Prozessen, Kosten, Beteiligten, Schnittstellen sowie Technologien analysiert und optimiert Wincor Nixdorf Bargeld-Kreisläufe. S ZENARIEN E2E-NO TENS PEIC HER H ANDEL C A S H O FFIC E FRO NT O FFICE derungen von Handelsunternehmen und Banken weltweit. Individuelle Lösungsszenarien für einzelne Filialen, aber auch für den kompletten Bargeld- Kreislauf mit Beteiligten wie Banken, Handelsunternehmen und Werttransporteuren sind das Ergebnis«, erklärt Leyla Feghhi, Leiterin Marketing Retail bei Wincor Nixdorf. PILOTINSTAL LATIONEN ALS ENTSCHEIDUNGSGRUNDLAGE. Die Umsetzung der erarbeiteten Konzepte in die Praxis kann dann wie folgt aussehen: Entscheidet sich eine Bank oder ein Handelsunternehmen, ein oder mehrere Lösungsszenarien in realer Umgebung umzusetzen, bietet Wincor Nixdorf auch die Integration in die individuelle IT-Umgebung der Banken an. Das schließt das Projektmanagement mit ein. Mehr Hintergründe zu CCMS.

9 34 BERATUNGSPROJEKT MIT SPAREFFEKT. DIE BANK OF MONTREAL WEISS, WIE SIE WEIT MEHR ALS 20 PROZENT IHRER CASHHANDLING-KOSTEN EINSPART. Im Rahmen seines Cash Cycle Management Consulting-Angebots hat Wincor Nixdorf mit der Bank of Montreal ermittelt, welches Potenzial in der Optimierung ihrer Bargeld-Prozesse liegt. Dabei ergab sich, dass eine Optimierung dieser Prozesse zu signifikanten Kosteneinsparungen führt. Die Bank of Montreal offeriert ihr breites Angebot in den drei Säulen Retailbanking, Vermögensverwaltung und Investment Banking in mehr als 900 Filialen in ganz Kanada an. Das Unternehmen betreibt ein flächendeckendes Geldautomatennetzwerk mit rund Systemen und setzt in seinen Filialen außerdem 500 Automatische Kassentresore ein. Um einerseits das Ein sparpotenzial auszuloten, das mit einer Imple mentierung von Wincor Nixdorfs Cash Cycle Management-Technologie erreichbar wäre, und andererseits»quick Wins«durch Prozessoptimierungen zu identifizieren, wurde im April 2011 ein Beratungsprojekt mit Wincor Nixdorf gestartet. Wie wichtig das Projekt für die Bank war, zeigten das durchgängige Interesse und die starke Unterstützung des gehobenen Managements in allen Phasen. Auf den Prüfstand kam das komplette Filialnetzwerk, das zur differenzierten Betrachtung in unterschiedliche Filialtypen unterteilt wurde. Im Rahmen des Projekts wurde deutliches Kostensenkungspotenzial in Filialbereichen identifiziert, in denen Mitarbeiter mit Bargeld umgehen. Gleichzeitig konnten Möglichkeiten zur Verbesserung der Sicherheit und des Kundenservice aufgezeigt werden. Ein Beispiel: Der Kassenabschluss je Kassenarbeitsplatz in einer Filiale nimmt derzeit eine Stunde in Anspruch. Durch den Einsatz von Recycling-Kassentresoren geht dieser Aufwand nahezu gegen null, was wiederum zur Erhöhung des Kundenservice führt, weil die Öffnungszeiten verlängert werden können. Eine weitere Erkenntnis: Durch den Einsatz von Wincor Nixdorfs CINEO-Technologie mit standardisierten, intelligenten Kassetten kann Bargeld aus den einzahllastigen Automatischen Kassentresoren zur Bargeld-Versorgung der Geldautomaten genutzt werden. Unter dem Strich kann Wincor Nixdorfs Werteversprechen, mit der Einführung von CINEO und den Cash Cycle Management Solutions die Cashhandling-Kosten um mindestens 20 Prozent zu senken, bei der Bank of Montreal weit übertroffen werden.»mit der Studie hat Wincor Nixdorf einen überzeugenden Business Case für die Implementierung der CCMS-Technologie vorgelegt. Die erarbeitete Stra tegie wird zum integralen Be standteil unse res Programms zur Weiterentwicklung des Filialnetzwerks und ist eine wichtige Vorausset zung dafür, dass wir auch weiterhin exzellenten Kun denser vice anbieten können«, sagt Andrew Irvine, Senior Vice President Integrated Distribution bei der Bank of Montreal. Andrew Irvine, Senior Vice President bei der Bank of Montreal.

10 PROZESSE NEU DENKEN EFFIZIENZSTEIGERUNG 35 ERSATZTEILE GARANTIERT. SERVICE-LOGISTIK VON WINCOR NIXDORF SICHERT JEDERZEIT WELT- WEITE VERFÜGBARKEIT. Wolfgang Künkler, Vice President Services bei Wincor Nixdorf. Bernd Müller, kaufmännischer Leiter Services bei Wincor Nixdorf. Wer schon beim Kauf neuer Produkte eine funktionierende Ersatzteilversorgung ins Kalkül mit einbezieht, weiß sich im Ernstfall auf der sicheren Seite. So wie bei Wincor Nixdorf. Dort sorgt eine ausgeklügelte Ersatzteillogistik dafür, dass die Verfügbarkeit der Systeme nicht auf der Strecke bleibt. EGAL WO. EGAL WANN.»Service-Logistik ist eine der wichtigsten Säulen für die Global Delivery von Wincor Nixdorf«, sagt Über Lieferungen Wolfgang Künkler, Vice President pro Tag Services bei Wincor Nixdorf. Entsprechend konsequent wurde daher in den letzten Jahren die Lieferzeiten Wincor Nixdorf Logistics GmbH von Stunden als Erbringer der Dienstleistungen auf- und ausgebaut, gleichzeitig wurde das Global Logistics Center (GLC) installiert, das den gesamten Standard-Logistikprozess managt. Oberstes Gebot ist es, Ersatzteile schnell, zuverlässig und wirtschaftlich dorthin zu liefern, wo sich Systeme von Wincor Nixdorf-Kunden befinden. Weltweit. Denn, so Bernd Müller, kaufmännischer Leiter Services bei Wincor Nixdorf:»Es geht darum, bei unseren Kunden höchste Verfügbarkeit in der Fläche sicherzustellen bzw. unsere Servic- Teams dabei zu unterstützen, die Service Level Agreements zuverlässig einzuhalten.«rund um die Uhr dreht sich daher bei Wincor Nixdorf an sieben Tagen in der Woche ein logistisches Räderwerk, das täglich mehr als Lieferungen in über 100 Länder bewegt und Lieferzeiten WELTWEITE ERSATZTEILLOGISTIK. HÖCHSTE VERFÜGBARKEIT ALLER KUNDENSYSTEME. in über 90 Länder Repair- Center G L O B A L LOGI S TICS C ENTER USA Service- Techniker Nationale Depots Service- Partner Ersatzteile sind schnell und zuverlässig beim Kunden überall auf der Welt. EUR O P A von 12 bis 72 Stunden sicherstellt. Drei globale Lager- und Verteilzentren in Europa, USA und Asien bilden die Basis für eine ausgefeilte logistische In frastruktur, die globale und regionale Distributionszentren eng mit nationalen Depots und Service-Technikern verzahnt. Im Mittelpunkt der fein aufeinander abgestimmten Prozesse steht ein hocheffiziente und SAP-basierte Software. Auf Basis von Standardprozessen automatisiert und kontrolliert sie in Echtzeit den schnellen Versand der Teile, Komponenten und Systeme, steuert Prozesse und hält dadurch Ausfallzeiten bei den Kunden gering. 3 globale Lagerund Verteilzentren Auch umfassendes Bestandsmanagement ist ein Stück Zuverlässigkeit, wie Wolfgang Künkler weiß.»schließlich soll sich der Kunde darauf verlassen können, auch in zehn Jahren nach Produktionseinstellung noch sein Ersatzteil zu bekommen.«rundum SORGLOS. Einige zehntausend Teile stehen zum Versand und Austausch vor Ort bereit. Frühzeitig übrigens.»wir praktizieren präventive Maintenance, schauen also auch auf das, was in naher Zukunft eine Ausfallursache sein könnte«, sagt Bernd Müller. Im Rahmen des Reparaturmanagements können auch defekte Ersatzteile repariert und aufbereitet werden. Weltweit folgen mehr als 150 ausgebildete Service-Partner und Techniker in den autorisierten Repair-Centern anerkannten Industriestandards und Normen und sind zugleich Best-in-Class. Letztlich ist die Ersatzteillogistik von Wincor Nixdorf für Kunden ein Rundum-sorglos-Paket mit Erfolgsgarantie. Denn das Unternehmen übernimmt nicht nur die Verantwortung für die gesamte Logistikkette. Es sorgt bei seinen Kunden auch für höhere Qualität und Effizienz der Ersatzteilversorgung. So wird die Systemverfügbarkeit erhöht und der Kunde schützt langfristig seine Investition. In Summe ein echter Kostenvorteil. A S IEN LOGISTIK-SOFTWARE KUNDEN

11 36 VERNETZTE SICHERHEIT FÜR BANKEN. RISIKOANALYSE, -OPTIMIERUNG UND -KONTROLLE DURCH PROTECT VON WINCOR NIXDORF. Durch intelligente Vernetzung von Komponenten und Systemen in Banken kann ein breiter und wirksamer Schutzschirm gegen aktuelle und zukünftige Bedrohungen errichtet werden. Auch wenn der Schaden durch Angriffe am Geldautomaten im vergangenen Jahr in Deutschland um 20 Millionen Euro höher als 2009 war: Aus Sicht der Banken ist das nur die sichtbare Spitze des Bedrohungs- Eisbergs, denn längst schon richten sich die Attacken auch gegen IT und Netzwerke. Und so rüstet man denn in puncto Sicherheit weiter auf, setzt neuen Bedrohungen neue Lösungen entgegen, wie sie auch das Sicherheitsportfolio ProTect von Wincor Nixdorf reichlich zu bieten hat. Doch sind die zahlreichen Einzellösungen tatsächlich der Weisheit letzter Schluss? Oder vielleicht eher ein erweiterter anderer Ansatz? Tatsache ist, dass die Angriffe gegen Banken auf breiter Front passieren, sich gegen Gebäude und Geräte, aber auch gegen Netzwerke und Software richten. Daher gilt es, Kunden und Mitarbeiter vor Schaden zu bewahren und finanzielle Risiken abzufedern. Und so wird denn jede neue kriminelle Aktivität mit einer neuen Hardware- und Software-Lösung beantwortet. Ein Mehr an Sicherheit allerdings stellt sich dadurch nicht ein. VORBILD AUTOMOBIL. Doch wenn es die immer neue Reaktion auf eine erfolgte kriminelle Aktion nicht sein kann, was ist es dann? Dazu einmal der Blick auf ein völlig anderes Feld, das Auto. Für Sicherheit ist dort standardmäßig eine ganze Reihe von Komponenten zuständig, wie etwa Sicherheitsgurt und Airbags. Wer noch mehr Sicherheit will, kann Assistenzsysteme dazukaufen. Und dabei wirken dann vorhandene und zusätzliche Sensoren zusammen, sammeln unzählige Daten und geben sie an das Steuerungsmanagement weiter. Aus Geschwindigkeit und Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug werden so kritische Situationen noch vor ihrem Eintritt ermittelt und der Fahrer gewarnt. Und schon in absehbarer Zukunft werden die Autos miteinander kommunizieren und drohende Gefahren weitergeben können. Komponenten-Networking im besten Sinne. Auch in der Welt der Sicherheitstechnik werden Zustände permanent überwacht, kritische Vorfälle und Situationen auf unterschiedliche Weise und in unabhängig voneinander arbeitenden Bereichen angezeigt und an unterschiedliche Personen kommuniziert. Was jedoch zumeist fehlt, ist die Kombination verschiedener Systeme und ihrer Meldungen zur präventiven und zielgenauen Nutzung. Da aber Sicherheit ein wichtiger Bestandteil des gesamten geschäftlichen Erfolgs ist, müssen die Sicherheitslösungen auch mit anderen Geschäftsprozessen kommunizieren. Eben wie beim Auto. Und das geht durchaus. Denn auch bei Banken können vorhandene Standard-Sicherheitseinrichtungen durch Add-ons ergänzt werden. Allerdings erhöhen sie die Sicherheit nur punktuell, da sie jeweils nur einer bestimmten Bedrohung entgegenwirken. Die zusätzlich installierte Videoanlage etwa überwacht nur den Zugang zu einem Selbstbedienungs-Bereich, wird selbst aber nicht aktiv. Ganz anders würde das schon aussehen, wenn die in einem Geldautomaten vorhandene Sensorik mit der Video- Anlage vernetzt wäre. Dann könnten das Öffnen der Tür der Bankfiliale und die in einer bestimmten Zeit erfolgte oder auch nicht erfolgte Transaktion am Geldautomaten in einen logischen Zusammenhang gestellt werden. Ist auch zwei Minuten nach dem Öffnen der Tür nichts passiert, wird die Security informiert, kann sich per Video aufschalten und gegebenenfalls vor Ort nachschauen. Ein möglicher Schaden etwa durch Skimming, Trapping oder Sprengung des Geldautomaten kann verhindert werden. UNVERZICHTBAR: ERSTKLASSI- GES BRANCHEN-KNOW-HOW. Um solche Vernetzungen zu realisieren, bedarf es zweier Voraussetzungen: zum einen der Einsicht, dass Sicherheit, aber auch Vertrauen an sich einen Mehrwert darstellen. Zum anderen des Blicks auf die gesamte vorhandene Infrastruktur, was wiederum nur durch umfassende Kenntnisse von bankspezifischen Abläufen und Prozessen möglich ist. Anders ausgedrückt: Die Installation verschiedener Komponenten und ihre bestmögliche Vernetzung erfordern einen ganzheitlichen Beratungsansatz auf Seiten von Anbietern wie Wincor Nixdorf sowie den expliziten Willen zu mehr Sicherheit von Seiten des Kunden, also der Banken. Was durchaus geschieht. So hat erst vor kurzem eine Bank die Installation einer Videoanlage davon abhängig gemacht, dass sie eine Korrelation liefert, also mit anderen Systemen, in diesem Fall mit Sensoren des Geldautomaten und dem Zutrittsbereich, vernetzt ist.»im Endeffekt geht es darum, bestehende Systeme zu nutzen, sie sinnvoll zu ergänzen und zu verknüpfen, um die innerhalb der Infrastruktur bereits vorhandenen Informationen zu verbinden«, erklärt Marco Lange, Director Business Security bei Wincor Nixdorf.»Mit ProTect liefern wir Banken im Ergebnis schneller und oftmals proaktiv ein deutliches Mehr an Sicherheit wir bezeichnen diesen Schutzschirm gegen vielfältige Bedrohungen als Dynamic Fraud Management«, sagt Lange. Im Mittelpunkt stehen dabei stets die drei großen»r«: Risikoanalyse (durch Controlling), Risikominimierung (durch Nutzung von Komponenten und Systemen) sowie Risikokontrolle (durch Herstellung einer Korrelation zwischen den Systemen). Mit diesem»schutzschirm«bietet Wincor Nixdorf den Banken maximalen Investitionsschutz bei minimierter Beeinträchtigung und kann so die Werte der Institutionen dauerhaft bewahren. Schließlich gilt: Alle vier Schutzwerte Gesundheit und Leben für Menschen, Repu tation der Institution, Geld und Informationen sowie Investitionen haben Einfluss auf den geschäftlichen Erfolg. Oder den Misserfolg, wenn sie nicht ausreichend geschützt werden. Marco Lange, Leiter Business Security bei Wincor Nixdorf.

12 PROZESSE NEU DENKEN SICHERHEIT 37 TPSecure: IT-Systeme vorbeugend schützen. Beim Schutz vor Attacken auf IT-Strukturen in Handelsfilialen zählt eine schnelle Reaktion. Noch besser ist es aber, gar nicht erst reagieren zu müssen. Die Software TPSecure von Wincor Nixdorf schützt komplette Filialsysteme vorbeugend, ganzheitlich und sogar vor unbekannten Bedrohungen. Eine herkömmliche Firewall arbeitet nach dem sogenannten Blacklist-Prinzip: Sie verhindert anhand einer Liste von Netzwerkadressen, dass Daten aus nicht genehmigten Quellen auf den Rechner gelangen. Dazu müssen die Sicherheitslücken aber vorher bekannt sein. TPSecure geht einen entscheidenden Schritt weiter. Sie orientiert sich an vorgegebenen Regelwerken und Verhaltensmustern, um Abweichungen in Programmabläufen zu erkennen (Whitelist-Prinzip). Es wird vorab genau festgelegt, wer oder was auf welche Bereiche zugreifen darf. Zudem werden alle Regelverstöße detailliert protokolliert, um die Quelle der Angriffe schnell identifizieren zu können. Dabei bündelt TPSecure viele Sicherheitstechnologien in einem Produkt. Das Ergebnis ist ein höherer Sicherheitslevel, als er mit einzelnen Technologien wie Virenscannern und Firewalls möglich wäre. Für das Handelsunternehmen zahlt sich dies durch eine Reduzierung der Gesamtbetriebskosten und einen schnellen Return on Investment (Kapitalrendite) aus. TPSecure unterstützt Handelsunternehmen zudem dabei, Sicherheitszertifikate zu erhalten und Compliance-Regeln zu erfüllen.

13 38 FÜR DIE ZUKUNFT GERÜSTET ZUKUNFTSSICHERE GELDAUTOMATEN BILDEN NEUE SB-PLATTFORM DER SCOTIABANK IN KANADA. Nach einer Pilotphase hat die Scotiabank im September 2011 damit begonnen, ihr Geldautomatennetzwerk auf den neusten Stand zu bringen. Mit an Bord der Systeme von Wincor Nixdorf sind aktuelle Sicherheitslösungen. Die Scotiabank ist eines der führenden nordamerikanischen Finanzinstitute und zugleich die kanadische Bank mit dem größten inter nationalen Geschäft. Mit mehr als Mitarbeitern erbringen die Scotiabank Group und die der Gruppe zugehörigen Banken Finanzdienstleistungen für rund 18,6 Millionen Kunden in mehr als 50 Ländern rund um den Globus. Bei der Scotiabank weiß man, was man seinen Kunden schuldig ist: hochmodernes Equipment, um damit innovative Lösungen anzubieten und zukunftsweisende Angebote umsetzen zu können. Aus diesem Grund hat das Unternehmen mit Sitz in Toronto, Ontario, das sich auf die Bereiche Retailbanking und Small Business Banking sowie Commercial Banking konzentriert, im September 2011 mit dem Rollout von neuen Systemen für sein Automatennetzwerk in Kanada begonnen. MIT EINGEBAUTER ZUKUNFT. Rund Geldautomaten will die Scotiabank in den nächsten 18 Monaten sukzessive installieren und damit ältere Geräte ersetzen. Und dass die Bank dabei von einem Upgrading der besonderen Art spricht, hat seinen Grund. Schließlich sind die hochmodernen Systeme von Wincor Nixdorf unter anderem mit großen 15-Zoll-Touchscreens ausgestattet, die zukünftige Touch-Applikationen unterstützen und das Kundenerlebnis fördern und erweitern sollen. Neueste Prozessortechnologie und schnelle Schnittstellen sorgen dafür, dass Interaktion mit dem Internet oder sprachgestützte Kommunikation einfach ermöglicht werden kann. Darüber hinaus sind die Geldautomaten mit den neuesten Sicherheitsfeatures von Wincor Nixdorf ausgestattet. Dazu gehören das Anti-Skimming-II-Modul und Schutzblenden für das PIN-Eingabefeld, die in Kombi nation miteinander ein sicheres und geschütztes Banken- Selfservice-Umfeld gewährleisten. Besonders wirksamen Schutz bietet das Anti-Skimming-II-Modul, das nicht nur Skimming-Vorbauten erkennt, sondern im Verdachtsfall unmittelbar einen stillen Alarm auslösen und weitere Aktionen wie zum Beispiel Videoaufzeichnungen initiieren kann. Es strahlt darüber hinaus ein Störfeld aus und verhindert so, dass sensible Kartendaten ausgelesen werden. Stephen Gaskin, Vice President der Scotiabank. BEST-IN-CLASS. Der Rundumschlag in Sachen Erneuerung ist alles andere als Zufall und bewusst gesetzt.»wir ergreifen diese Möglichkeit, um uns selbst als Industrieführer zu positionieren und Best-in-Class-Service bei der Selbstbedienung zu liefern«, beschreibt Stephen Gaskin, bei der Scotiabank Vice President für Self Service Customer Experience, das Ziel des ehrgeizigen Projekts. Zu Recht, schließlich wird durch das Upgrade einiges erreicht. Die neue Plattform als solche werden die Geldautomaten von Wincor Nixdorf bezeichnet bietet zusätzliche Flexibilität, um auf künftige innovative ATM-Lösungen bestens eingestellt zu sein. Denn die Systeme können nicht nur einfach auf umschlagsfreies Scheck-Deposit, sondern auch auf Cash Cycle Management-Funktionalitäten aufgerüstet werden. Anders ausgedrückt: Die Scotiabank ist auf die Zukunft im Banking-Selfservice bestens vorbereitet. Ganz im Sinne ihrer Kunden auf die Zukunft im Kanal Selbstbedienung bestens vorbereitet.

14 PROZESSE NEU DENKEN KUNDENORIENTIERUNG 39 Innovative Einzelhandelsunternehmen wie Sonae suchen ständig nach Möglichkeiten, das Einkaufserlebnis für ihre Kunden zu steigern und zugleich die Geschäftsprozesse noch effizienter zu gestalten. Der mit über 800 Filialen und Beschäftigten größte Einzelhändler Portugals hat in Zusammenarbeit mit dem Technologiepartner Wincor Nixdorf beide Ziele erreicht: Mit einem mobilen Gerät können die Kunden ihre Waren direkt am Regal scannen und schließlich an einem Selbstbedienungsterminal bezahlen. MOBILE SHOPPING ERREICHT PORTUGAL. MIT MOBILEN SCANNERN DEN OUT-PROZESS VERBESSERN. Für die Kunden wird der Einkauf noch attraktiver, sie behalten permanent einen Überblick über die Kosten ihres Warenkorbs und sparen Zeit an der Kasse, wo die Waren im Einkaufswagen verbleiben können. ZUFRIEDENE KUNDEN.»Compre & Siga«(Einkaufen & Gehen) nennt Sonae den neuen Service. In den Filialen, die den Service bereits anbieten, konnte der portugiesische Einzelhandelsriese die Zahl der Kassen um rund 20 Prozent reduzieren. Gleichzeitig werden die Beschäftigten von Routinetätigkeiten entlastet und sparen Zeit, die in einen noch besseren Kundenservice investiert werden kann. Zudem ist der Einzelhändler nun in der Lage, den Checkout-Prozess insbesondere auch während der Haupteinkaufszeit zu beschleunigen. Langjährige Langjährige Partnerschaft. Die Mobile-Shopping-Lösung festigt Wincor Nixdorfs Partnerschaft mit dem Einzelhändler Sonae, der jährlich einen Umsatz von 5,8 Milliarden Euro erwirtschaftet und seit mehr als sechs Jahren eine wachsende Anzahl von inzwischen über von insgesamt BEETLE-Kassensystemen von Wincor Nixdorf betreibt. In den Hypermärkten, die unter dem Namen CONTINENTE betrieben werden, stellt Sonae seinen Kunden bis zu 100 mobile Geräte bereit. Auf den Geräten steuert die TPiSHOP-Mobile-Shopping-Lösung von Wincor Nixdorf das System. TPiSHOP ist Teil der TP Application Suite, einer einheitlichen, umfassenden und international ver fügbaren Software-Plattform. Die SB-Bezahlterminals von Wincor Nixdorf, auf denen die Software TPiSCAN installiert ist, akzeptieren sowohl Bar- als auch Kartenzahlung. Die gesamte Lösung konnte problemlos und ohne Unterbrechung des laufenden Filialbetriebs integriert werden. EINFACHER UND SCHNELLER.»Dank TPiSHOP von Wincor Nixdorf sind wir jetzt in der Lage, unseren Kunden ein innovatives Einkaufserlebnis zu bieten«, so Joao Günther Amaral, Director Business Development and Innovation bei Sonae.»Das neue Service-Konzept wird von unseren Kunden absolut positiv aufgenommen.«

15 40 RUNDUM SORGLOS. PROZESSANALYSE, TECHNISCHE UND ARCHITEKTONISCHE NEUGESTALTUNG, PLANUNG UND ÜBERWACHUNG ALLER GEWERKE PLUS SB-AUTOMATION AUS EINER HAND. Die Sparkasse Bielefeld setzt mit ihrer neuen Vorzeigefiliale weit über die Region hinaus Maßstäbe in Sachen Innenarchitektur, Design, Atmosphäre und Kundenorientierung. Wincor Nixdorf zeichnet als Generalübernehmer für die komplette Neugestaltung des Hauses verantwortlich und kann damit auf eine mustergültige Referenz für ein noch junges Geschäftsfeld verweisen. Der Umbau folgt einem ehrgeizigen Zeitplan. Zwischen Januar 2011 und Dezember 2011 wird das Gebäude an der Bielefelder Stresemannstraße komplett entkernt und neu ausgebaut. Dann erfolgt die Schlüsselübergabe für die ca Quadratmeter große Vorzeigefiliale der Sparkasse Bielefeld. Dazu gehört beinahe selbstverständlich die SB- Automation: Wincor Nixdorf, langjähriger IT-Partner der Sparkasse Bielefeld, wird dort neueste Technik der CINEO-Generation installieren, darunter sieben Geldautomaten, vier Cash Recycling-Systeme sowie mehrere Transaktionsterminals und Kontoauszugsdrucker. Dies allerdings»nur«als Teilprojekt. Denn in seiner Funktion als Generalübernehmer zeichnet Wincor Nixdorf für die gesamte Neugestaltung des Hauses verantwortlich also für die architektonische Gesamtplanung wie für sämtliche Gewerke, von Statik über Elektroinstallationen, Regelungstechnik, Gebäudeakustik bis zum Klimaanlagenbau und dem Brandschutz.»Für uns ein Rundum-sorglos-Paket«, so Jürgen Bolling, Bereichsleiter Organisation und Verwaltung bei der Sparkasse Bielefeld. WEGWEISENDES FILIALDESIGN. Dazu ist ein Team von Wincor Nixdorf-Experten und Partnern ständig vor Ort unter anderem ein technischer Bauleiter und ein Sicherheitsingenieur, die jeweils umfangreiche Erfahrungen im Gebäudemanagement vorweisen können und alle Einzelgewerke planen, koordinieren und überwachen. Das Projekt mit einem Investitionsvolumen im hohen einstelligen Millionenbereich stellt dabei besondere Ansprüche: Denn Teile des alten Gebäudes, darunter die historische Fassade sowie verschiedene Innenausbauten, unterliegen dem Denkmalschutz und müssen erhalten werden. Ein Architekturbüro, mit dem Wincor Nixdorf kooperiert, entwarf unter dieser Maßgabe ein wegweisendes Filialdesign, das historische und moderne Elemente vereint und viele gestalterische Akzente setzt. DETAILLIERTE PROJEKT- PLANUNG. Unter der Bezeichnung fasst Wincor Nixdorf sein ganzheitliches Lösungsangebot für die Bankfiliale zusammen. Es deckt alle relevanten Bereiche ab, von der Prozessanalyse bis zur Beratung und Umsetzung technischer und baulicher Maßnahmen. Auch bei akribischer Planung sind Überraschungen bei Vorhaben solcher Größenordnung nahezu unvermeidlich. So stieß man im Zuge der Bau arbeiten beispielsweise auf schadstoffbelastete Materialien, die gesondert entsorgt werden mussten. Aufgrund solch unvorhergesehener Aktionen war Flexibilität gefragt. Um die Zeit- und Projektplanungen nachzujustieren, war von allen Beteiligten Teamarbeit gefordert.»die Projektleitung und der Bauherr wurden mehrfach auf die Probe gestellt, im Ergebnis aber greifen alle Gewerke nahtlos ineinander«, berichtet Organisationsleiter Jürgen Bolling.

16 PROZESSE NEU PROZESSE DENKEN NEU KUNDENORIENTIERUNG DENKEN SICHERHEIT 41 von Wincor Nixdorf. Jürgen Bolling, Organisationsleiter der Sparkasse Bielefeld.

17 42 NEUE ÄRA AM OUT. PROZESSOPTIMIERUNG IM HANDEL DURCH NEUES»360 SCAN PORTAL«VON WINCOR NIXDORF. Als weltweit erster IT-Anbieter bringt Wincor Nixdorf einen automatischen Scanner von Waren in den Supermarkt. Das»360 Scan Portal«markiert den Einstieg in eine»kleine«revolution am Checkout im Handel. Schon auf der Messe»Wincor World«im Januar 2011 stand das»360 Scan Portal«im Mittelpunkt des Interesses: Nach jahrelanger intensiver Entwicklungsarbeit stellte Wincor Nixdorf dort die weltweit erste praxistaugliche Automatic- Scanning-Lösung vor. Die neue Generation des automatischen Scannens geht weit über bisher bekannte Tunnelscanner hinaus und verbindet das traditionelle Einkaufen mit einer schnellen Abwicklung beim Checkout. Wartezeiten an der Kasse können vermieden werden. Gleichzeitig bietet das System dem Kunden ein neues positives Einkaufserlebnis. MEHR ZEIT FÜR KUNDENSERVICE. Nur wenige Monate nach der Wincor World wird die Lösung in der Praxis getestet. ICA, eines der größten Handelsunternehmen Schwedens, und die deutsche REWE Group fahren erstmals Pilotprojekte, um die Prozesse zu evaluieren und um die Kundenakzeptanz zu testen.»das Ende der Pilotphasen wird eine neue Ära am Checkout einläuten, in der das manuelle Erfassen der Ware im Bereich der schnell drehenden Artikel des täglichen Bedarfs weitgehend automatisiert werden kann«, erklärt Werner Kliem, Projektleiter bei Wincor Nixdorf. Durch die neue Lösung werden Mitarbeiter von der zeitraubenden und anstrengenden Warenerfassung entlastet und können sich verstärkt dem Kundenservice widmen. TESTLAUF IN SCHWEDEN. In einem MAXI-Verbrauchermarkt in Botkyrka, südlich von Stockholm, hat das schwedische Handelsunternehmen ICA die Lösung installiert. Der Kunde agiert dort nahezu wie gewohnt: Über ein Kundendisplay wird er aufgefordert, seine Artikel einzeln auf das Transportband zu legen. Per Band werden die Waren durch den aufgesetzten 360-Grad-Scanner transportiert und dann vollautomatisch anhand des Barcodes erfasst. Der Kunde beendet das Scannen und den Bandvorlauf, indem er ein Display berührt. Schließlich wird er aufgefordert, eventuelle Pfandgeldrückgaben zu registrieren, und bezahlt dann per Karte, bevor er seine Waren nimmt. Große und sperrige Artikel wie Getränkekisten können im Einkaufswagen verbleiben und werden von der Servicekraft manuell eingescannt. Der Bezahlprozess kann entweder in das System integriert oder separat über ein Bezahlterminal abgewickelt werden. VIELVERSPRECHENDER PRAXISTEST BEI REWE. Ähnlich sehen die Prozesse im REWE Center der deutschen Stadt Zülpich, südwestlich von Köln, aus. Dort ist, exakt in der Mitte der sieben Kassenlinien, das»360 Scan Portal«installiert. Die Bedienung des Portals erschließt sich dem Kunden intuitiv. Die einzelnen Schritte werden ihm aber auch anhand eines kurzen Animationsfilms auf einem Wanddisplay nachvollziehbar erläutert.»schon nach kurzer Zeit gingen die meisten Kunden sehr routiniert mit dem System um«, beobachtet Claus Deichsel, Bereichsleiter warenwirtschaftliche Prozesse bei der REWE Markt GmbH. Und das Interesse der Kunden ist groß. Dass im REWE Center eine Weltneuheit auszuprobieren ist, sprach sich in Zülpich schnell herum. Der Markt konnte daher auch viele interessierte Neukunden begrüßen. SCANRATE IM MITTELPUNKT. In der ersten Phase des Livebetriebs, die bis zum Jahresende angesetzt ist, steht die Optimierung der Artikelerfassung im Fokus.»Wir erreichen momentan eine Leserate von deutlich über 90 Prozent, streben aber eine Quote von 98 bis 99 Prozent an«, berichtet Deichsel. Hierzu arbeiten Wincor Nixdorf und Datalogic mit Hochdruck an einer immer weiter optimierten Lesetechnologie. Darüber hinaus soll auch die vollständige Erfassung einzelner»problem-

18 PROZESSE NEU DENKEN KUNDENORIENTIERUNG 43 Wie lautet Ihr Zwischenfazit nach sechs Monaten? Lassen Sie es mich ganz deutlich sagen: Wir leisten hier erfolgreiche Pionierarbeit an einem absolut innovativen System, das weltweit erstmals in der Praxis erprobt wird. Wir sammeln noch Erfahrungen. Allerdings sind die Potenziale des automatischen Scanners schon klar und deutlich erkennbar. artikel«noch weiter verbessert werden. Wie auch bei der manuellen Erfassung erweisen sich beispielsweise EAN-Codes auf zerknitterten Folienverpackungen zuweilen als schwerer erkennbar. Dann signalisiert das System mit einem Foto auf dem Kassendisplay, dass der Artikel nicht zweifelsfrei identifiziert werden konnte und von der Service- Kraft manuell gescannt werden muss.»wir sind optimistisch, dass wir diese Herausforderungen in den Griff bekommen und dadurch die Scanrate auf ein noch höheres Niveau heben können«, zeigt sich REWE-Bereichsleiter Claus Deichsel überzeugt. REIBUNGSLOSE SYSTEMINTEGRATION. Die Wincor Nixdorf-Software-Lösung TPiSCAN sorgt mit ihrer intelligenten Schnittstelle dafür, dass das neue System problemlos in die Kassensoftware der REWE Markt GmbH integriert werden konnte. TPiSCAN ist Teil der TP Application Suite, einer einheitlichen, umfassenden und international verfügbaren Software-Plattform.»Nach einigen kleineren Feinjustierungen ist der automatische Checkout voll in die Standardprozesse an den REWE-Kassen eingebunden«, so Werner Kliem von Wincor Nixdorf. KUNDENFREUNDLICHE AUSRICHTUNG. Parallel zur weiteren Optimierung der Erfassungsrate arbeiten die Pilotpartner daran, die Geschwindigkeitsvorteile in den Prozess einzubinden und den gesamten Checkout-Vorgang optimal auf die Kundenbedürfnisse auszurichten. Das»360 Scan Portal«kann circa 60 Artikel pro Minute verarbeiten dieses Potenzial soll bestmöglich ausgeschöpft werden. Mitte 2012, so der Plan, will REWE abschließend belastbare Erkenntnisse über Technik, Prozesse, Kundenverhalten, Rentabilität und Rationalisierungseffekte vorlegen. Wir leisten Pionierarbeit. Claus Deichsel, Bereichs - leiter warenwirtschaftliche Prozesse bei der REWE Markt GmbH, über erste Erfahrungen mit dem»360 Scan Portal«. Wie sehen die Kassenlinien im Jahr 2015 aus? Sie könnten aus einem intelligenten Mix aus bedienten Kassen und automatischen Kassen bestehen. Wenn die Technik ausgereift ist, könnte ein Mitarbeiter den Service und die Überwachung von drei automatischen Kassenplätzen übernehmen. um damit Kostensparpotenziale zu realisieren? Selbstverständlich ist es das langfristige Ziel, manuelle Prozesse an der Kasse zu reduzieren und die Mitarbeiter zu entlasten, um sie auch für anderweitige Tätigkeiten, zum Beispiel zur Optimierung der Kundenservices, einsetzen zu können. Unsere Mitarbeiter stehen der Lösung aufgeschlossen gegenüber und verstehen, dass wir auf Innovationen setzen müssen, um uns langfristig vom Wettbewerb absetzen zu können. Dazu gilt es noch Herausforderungen zu meistern? Ja, natürlich. Das gilt für jede Innovation, die ihre Praxistauglichkeit unter Beweis stellen muss. Dazu gehört zwingend eine höchstmögliche Erfassungsrate. Die Chancen dafür stehen gut? Davon bin ich überzeugt. Wir müssen uns noch viele Einzelprozesse genau anschauen und weiter nach optimalen Lösungen suchen. Unter dem Strich aber hat diese Technik das Potenzial, den Durchsatz zu erhöhen und die Wartezeiten zu reduzieren. Dies nutzt dem Kunden außerdem kann innovative Technik für ihn auch Teil eines positiven Einkaufserlebnisses sein. Ich bin deshalb zuversichtlich, dass es uns zusammen mit Wincor Nixdorf gelingt, eine kleine Revolution am Checkout auszulösen.

19 44 INVESTITION IN DIE ZUKUNFT. TP.NET BEI METRO CASH & CARRY. Der Global Player macht seinem Namen alle Ehre: 1,7 Milliarden Euro investierte die METRO GROUP im vergangenen Jahr, der überwiegende Teil davon in die internationale Expansion. Insgesamt wurden 100 neue Märkte eröffnet, im laufenden Jahr 2011 wird die Schlagzahl noch erhöht. Im Fokus steht dabei neben der Elektronikfachmarkt-Schiene Media Markt und Saturn die weltweit erfolgreiche Vertriebsmarke Metro Cash & Carry. Mit rund 700 Märkten ist Metro Cash & Carry derzeit in 30 Ländern vertreten, bei einem Umsatz von deutlich über 30 Milliarden Euro. Insbesondere in Osteuropa und Asien wird die Gruppe künftig weiter wachsen. Vorstand und Aufsichtsrat der METRO AG haben in diesem Jahr zudem den Markteintritt in Indonesien beschlossen. WELTWEIT EINHEITLICHE POS-LÖSUNG. Neben der internationalen Expansion in Wachstumsmärkten investiert die METRO GROUP auch ständig in die Modernisierung bestehender Verkaufsflächen. So werden die Cash & Carry-Märkte sukzessive umfassend restrukturiert und modernisiert. Inklusive der Prozesse, Szenarien und der Technologie am Checkout:»Unsere gewerblichen Kunden wollen schnell und effizient einkaufen, und dazu gehören auch höchst effiziente Prozesse an der Kasse«, betont Dr. Gerd Wolfram, Geschäftsführer der Metro- IT-Tochter METRO SYSTEMS. Unter der internen Bezeichnung M-POS wurde daher ein Programm zur weltweiten Aktualisierung und Harmonisierung der Checkout-Konzepte aufgelegt. Noch laufen an vielen der Kassenplätze länderspezifisch unterschiedliche Anwendungen, die teilweise schon in die Jahre gekommen sind. Seit dem Jahr 2009 aber wird einheitlich umgerüstet, und zwar auf die im internationalen Einsatz bewährten Lösungen von Wincor Nixdorf, um Metro Cash & Carry international bestmöglich zu unterstützen. Dazu gehört die robuste Hardware in Form der BEETLE/M-II-plus-H1-Systeme, die sich unter anderem durch leistungsfähige Intel-Prozessortechnologie, verbesserte Remote-Funktionen durch Intel Active Management-Technologie, einfachere Wartung und einen sehr niedrigen Energieverbrauch auszeichnen. Herzstück der Lösung bei Metro Cash & Carry ist TP.net, die Software-Lösungsplattform von Wincor Nixdorf für alle Checkout-bezogenen Prozesse in Filiale und Enterprise. PROJEKTABSCHLUSS ENDE Unter anderem ihre Verfügbarkeit in verschiedenen Sprachen, ihre vielfältigen Marketing-Funktionaltäten, die leichte länderspezifische Anpassung an unterschiedliche gesetzliche Vorgaben der Rechnungsstellung, aber natürlich auch die problemlose Integrierbarkeit in die bestehende IT-Infrastruktur waren für Metro Cash & Carry von essenzieller Bedeutung (siehe Interview). Dr. Gerd Wolfram:»Wincor Nixdorf bot uns ein überzeugendes Gesamtpaket aus Software und moderner Hardware. Hinzu kommt ein umfassender Service bei der Installation und Integration sowie bei der Entwicklung spezieller Funktionalitäten.«Die weltweite Modernisierung an den Checkouts der Metro Cash & Carry-Märkte ist in vollem Gange. In 19 Ländern wird der Rollout per Ende 2011 vollständig abgeschlossen sein. Und bis Ende des Jahres 2015, so die Planung, sind die neuen Systeme überall in der Cash & Carry-Welt installiert.

20 PROZESSE NEU DENKEN PROZESSOPTIMIERUNG 45 Effiziente Prozesse. Dr. Gerd Wolfram, Geschäftsführer der Metro-IT-Tochter METRO SYSTEMS, über die weltweite Checkout-Modernisierung in den Metro Cash & Carry-Märkten. Weitere Filialkonzepte von Wincor Nixdorf. Wie lautet die Zielsetzung Ihrer Investition? Unsere Kunden sind Geschäftsleute, die ökonomisch mit ihrer Zeit umgehen, die schnell und effizient einkaufen wollen. Sie erwarten also auch effiziente Prozesse an der Kasse. Unsere POS-Systeme sind länderspezifisch unterschiedlich, viele davon in die Jahre gekommen. Teilweise war kein Know-how mehr für Anpassungen vorhanden. Also benötigten wir ein modernes, länderübergreifend einsetzbares System, das sämtliche von uns benötigten Anwendungen abdeckt, das unsere Kassenprozesse effizienter macht und das uns Kostenvorteile und Synergieeffekte verschafft. Welche Kosteneffekte meinen Sie? Wir versprechen uns deutliche Effizienzsteige run gen durch zentrale statt lokale Software-Anpassungen und durch die leichtere und stabile Integration der POS-Systeme in zentrale Anwendungen wie das Management-Informationssystem, das Data Ware house und das Logistiksystem. Außerdem erwarten wir mehr Systemstabilität, vereinheitlichte Wartung und Reparatur der Hardware sowie höhere Energieeffizienz, um nur einige Stichworte zu nennen. Was überzeugte Sie bei der Lösung von Wincor Nixdorf? Im Gesamtpaket überzeugt insbesondere die Software TP.net, die einerseits vielfältige Standardfunktionalitäten bietet, aber als offene Lösungsplattform gleichzeitig in der Lage ist, spezielle Anforderungen umzusetzen. Das betrifft unter anderem die in den einzelnen Ländern unterschiedliche Rechnungsstellung. In Russland zum Beispiel müssen Rechnungen für alkoholische Getränke getrennt ausgestellt werden, in der Türkei gibt es spezielle Rechnungen je nach Gewerbe des Kunden. Welche Funktionalitäten sind für Sie zudem wichtig? Alle Metro Cash & Carry-Kunden besitzen eine Kundenkarte. Wir wissen also aus unserem Data Warehouse, welcher Kunde gestern oder im letzten Jahr was gekauft hat. Auf die Integration der Kundenkarte in den Kassenprozess können wir kundenspezifische Marketing-Aktivitäten aufsetzen.

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