MUSIQUE // PARIS MIT ARK, NOZE & CO

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2 MUSIKTECHNIK // DIGITAL & ANALOG MUSIQUE // PARIS MIT ARK, NOZE & CO DESIGN // MATTHEW CURRY Dass die technische Entwicklung mit der musikalischen Hand in Hand geht, ist einer der ältesten Glaubenssätze der elektronischen Musik. Computer-Sequenzer, VST-Plugins und virtuelle Instrumente haben den Markt in einer ersten digitalen Welle mit Innovationen nur so überschwemmt. In der Konsolidierungsphase machen sich nun einige Hersteller daran, viel versprechende Hybridformen zwischen Hard- und Software zu entwickeln, die neben dem Hirn auch der Hand wieder Spaß bereiten. Unser Special zu legendären Drumcomputern, abgebrühten DJ-Mixern und insektoiden Effekten, zu frischen Sequenzern, Soundkarten und einem neuen Interface, das Plattenspieler und Laptop zusammenführt. In Frankreich läuft längst kein Filterhouse mehr, das wissen sogar die Touristen. Ludwig XVI ist ja auch schon ein paar Jährchen tot. Die neue Schule um Katapult dominiert mit ihren Knarzfunk-Dekonstruktionen das Feld. Der geniale Knallkopf Ark hängt mit dem neuen Album Caliente die Latte noch mal ganz weit aus dem Fenster. Aber auch Noze haben einen kranken Plan, wie sie ihre Swingvorlieben im Verpeiler- House unterbringen. Und sowieso, in Paris gründen alle Projekte und Label wie Stulle, pardon, Baguette. Wir gehen auf Entdeckungstour. Designer, Illustrator, Maler - und das durch alle Bänke und für alle Lebensabschnitte. Der Amerikaner Matt Curry tänzelt nicht nur je nach Stimmung und Auftragslage zwischen den Disziplinen hin und her, sondern er vernetzt seine optischen Freestyle-Welten zu einem beeindruckenden Universum aus Charactern, Graffiti-inspirierter Typographie und Comic-Art. Dabei entstehen Tafelbilder mit klassischem Kunstanschluss für die gesetzten Galeriengänger genauso wie Graffiti für Skaterkids mit Energieüberschuss. Das Beste: alles toll. INHALT // START UP 04 Quasimoto // Madlibs dicke Lippe 06 Impressum // Wir über uns 06 A Better Tomorrow // Metaphysik der Sitten 07 Coverlover // Wruhme versus Eulberg 08 Platzhirsch // Raver auf der Jagd 08 Jichael Mackson // Pasta in München 09 Dimlite // Die Bern-Berlin-Connection 10 Werberadar // Befreiung durch Rauhfaser 12 Designmai Youngsters // Der Weg ist das Produkt 12 OSX Tiger // Apple rüstet auf 13 T-Shirts mit Bärten // Do the Bart, man! 13 Flyersoziotopie // Party-Überbleibsel als Kulturgut MUSIK 14 Captain Comatose // Sex und Disco 16 Hieroglyphic Being // Sonnengott der Hinterhöfe 17 Prosumer und My My // Naive Tanzromantik 18 Isolée // Loslassen will gelernt sein 20 Ark // Stotter-House 21 Nôze // Spaß in der Gruft 22 Labellandschaft Paris // Von Edbanger bis Set 23 Vince Watson // Wie früher, nur anders 24 Ellen Allien // Das Leben, ein Kick 25 Paradroid // Der Loop im Funk 26 Mathias Schaffhäuser // Will kein Fuchs sein 26 Frank Martiniq // Der Swing der Wolken 27 Das kommt // Sónar 2005, Red Bull DJ Academy 28 Gustav // Rettet die Wale! 30 Studio Pankow // Im Berliner Kumpelnest 31 Politik nach Noten // Adolf Noise 31 Morgenstern und Lippok // Gemischtes Doppel 32 Scene.org // Mekka für freie digitale Kultur 33 Digitale Kultur e.v. // Meet The Demoscene 34 Influx UK // Arbeiterklasse und Drum and Bass 35 One Self // Im HipHop-Hotel MODE 36 Cordon // Für die Straße 38 Don t // Mode und Elektronika 40, 42, 44 Zeig deine Mockys // Modestrecke DESIGN 41 Streetart in Venezuela // Hase und Pian 43 Wall Street Journal // Streetart im Wandzeitungsformat 45 Undenk // Orwell und das Kaninchen 46 Matthew Curry // Gestaltung global 47 Max Bense in Ulm // Design und seine Theorie MEDIA 47 Das Netz // Leben und Werk des Unabombers 48 Bilderkritiken // Nettarp! und Miu-Miu 48 Digitales Recht // Was taugt gemafreie Musik? 50 Metal Gear Solid 3 // Digitaler Schlangenfresser 50 Kino // I Heart Huckabees SPECIAL: MUSIKTECHNIK 52 Serato Scratch live // Laptop-Vinyl, die Zweite 53 DJ-Mixertest // Viel Mix für viel Geld 54 Bastelstunde // Mehr Speed für Plattenspieler 54 Native Instruments // Neue Möglichkeiten mit Software 55 Ohm Force // PlugIns aus Paris 55 Access // Der Virus schlägt zurück 56 Manfred Fricke // Drumcomputer vom Hardrock-Fan 57 Digital Performer 4.5 // Der Sequenzer-Konkurrent 57 Bugs // Effektkäfer 58 Gemini // Low-Budget und Hi-Tech 58 Wirtschaftsgut Plattenspieler // Lohnendes Geschäft? 59 Universal Audio: UAD-1Ultra Pak // Relaxte Rechner SERVICE 60 Präsentationen, Empfehlungen & Dates REVIEWS 62 CDS 12 DEUTSCHLAND 12 UK 12 CONTINENTAL 12 US HIPHOP BÜCHER DVD GAMES 72 ABO

3 HIPHOP QUASIMOTO // MADLIBS DICKE LIPPE // Madlib. Überall, wo Lord Quas hinkommt, dreht es sich nur um Madlib, den Beat-Tausendsassa im Stones-Throw-Universum. Dabei wissen doch nicht nur die Mädels längst, dass nicht er, sondern Lord Quas, die andere Hälfte der Supercrew Quasimoto, der Beste ist.

4 T CLARA VÖLKER & CLARA GUILARTE, Da du ja weder ein Mensch noch ein Cartoon-Character bist - was genau bist du dann? LORD QUAS: Es ist einfach der Character in deinem Hinterkopf. Es kann alles sein. Die versteckte Seite jeder Person, die verrückte Party- Seite. Seit wann gibt es Quasimoto? LORD QUAS: Seit so drei Jahren, bevor es Lootpack gab, ungefähr Und wie hast du Madlib getroffen? LORD QUAS: Beim Abhängen auf Partys und mit Mädels. Wir haben gehört, dass du ihm gerne seine Frauen ausspannst und Madlib darüber etwas angenervt ist. LORD QUAS: Yeah, yeah. Aber Madlib stresst nicht, der weiß, wie die Dinge laufen. Du hast ja ein ziemlich großes Ego. LORD QUAS: So muss es sein! Rap ist ja bei Menschen ziemlich populär, aber außer dir kennen wir kaum andere Character, die rappen... LORD QUAS:... das kommt daher, dass ihr alle noch nie was von der vierten Dimension gehört habt. Ihr seid noch auf dem Erdboden. Erdbewohner denken, sie wären die einzigen Lebewesen. Die Leute wissen nicht, worüber Quas redet, bis sie an die vierte Dimension gelangen. Was ist denn die vierte Dimension? Das musst du uns erklären. LORD QUAS: Es geht darum, sich für andere Welten zu öffnen. Meditieren und wissen, dass man nicht die einzige Spezies ist. Wie hast du HipHop in die vierte Dimension bekommen? LORD QUAS: Weil Musik die Sprache des Universums ist. Man kann nicht mit Aliens reden, aber man kann mit ihnen durch Musik sprechen. Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Wenn Madlib die Beats macht, musst du ja eine Menge Zeit übrig haben. LORD QUAS: Schaden anrichten und Unfug treiben. Jemand suchen, den ich aufmischen kann, oder nach Mädels gucken. Abhängen. Was würdest du machen, wenn du kein Rapper wärst? LORD QUAS: Wahrscheinlich Madlibs Stuff bootleggen, HipHop bootleggen, Geld verdienen. Wie nimmst du auf? Schreibst du deine Sachen vorher auf? LORD QUAS: Im Grunde kommt es direkt und spontan. Man sitzt nicht rum und überlegt. Es ist Freestyle-Reden. Wir improvisieren und machen teilweise Songs in 15 Minuten. Deine Stimme ist ja ziemlich hoch. Musst du dir deswegen ein Mikro aus der vierte Dimension mitbringen? LORD QUAS: Ich brauche kein Mikro! Wenn ihr meine Show seht, wird das wie ein Auftritt von Kraftwerk sein. Warum trittst du nie auf? LORD QUAS: Probleme. Die Leute würden es nicht verstehen. Wir versuchen, das in Zukunft irgendwie hinzubekommen. Die Leute würden wahrscheinlich versuchen, mich zu stehlen oder sowas in der Richtung. Bist du vor ein paar Jahren nicht schon einmal aufgetreten? LORD QUAS: Sie haben so getan, als ob ich da wäre, aber ich war es gar nicht. Es waren nur Madlib und seine Jungs, die sich so verhalten haben, als wären sie ich. DIE WICHTIGEN DINGE DES LEBENS Was ist dein Lieblings-Gras? LORD QUAS: Jedes Gras, verschiedene. Angezündetes Gras. Wahrscheinlich Amsterdamer Gras. Ist es mit deinen Fingern nicht schwierig, einen Blunt zu rollen? LORD QUAS: Das macht Madlib für mich. Isst du? Wenn ja, was am liebsten? LORD QUAS: Cookies und Brownies und so was. Sind alltägliche Dinge wie eine Tür zu öffnen bei deiner Größe nicht ziemlich kompliziert? Wie groß bist du eigentlich? LORD QUAS: Ich bin klein. Vielleicht so 90 cm. Wie machst du das dann? LORD QUAS: Wie ein Kind halt auch durch eine Tür gehen kann. Dann hast du bestimmt auch mal Alf getroffen. LORD QUAS: Alf ist mein Cousin. Er ist ein Fernsehstar, ich bin ein Rapstar (lacht). Ah, da gibt es also eine Verbindung, die wir bisher nicht gesehen haben. Snoopy - Snoop Doggy Dogg, Madlib - Quasimoto, Alf - Alfred Hitchcock... wow! Was gibt es noch, was du über Rap-Musik weißt, von dem wir noch nichts gehört haben? LORD QUAS: Ich höre nur den Rap, den ich mag. Der Mainstream-Rap auf der Erde ist einfach brutal. Das ist ok, die Leute mögen das eben, auf der Erde ist das nunmal so. Aber in der vierten Dimension hat man das Schlechte und das Gute. Es gibt immer Yin und Yan, es kommt auf die Balance an. Bist du deswegen ein Bad Character, weil Madlib so cool ist? LORD QUAS: Yeah, yeah. Ich bin gut und schlecht zugleich. Aber Madlib tut immer so, als wäre er gut, also muss ich das ausbalancieren und bin der Schlechte. Wie kommst du mit MF Doom klar? Er ist mit seiner Maske ja auch in gewisser Weise ein Character. LORD QUAS: Er hat viele Masken. Wir kennen uns halt und kommen gut klar. Alle Character verbindet etwas. Wie ist denn deine Verbindung zu den anderen Charactern wie Garfield...? LORD QUAS: Ich mag Garfield, weil er auch immer Sachen anstellt. Und dein Lieblings-Character? LORD QUAS: Tssst. Ich! Welche Filme magst du? LORD QUAS: Fantastic Planet. Nur den. Welcher ist dein Lieblings-Planet? LORD QUAS: Saturn. Oder Venus. Dort ist es anders, ruhig. Hängst du viel mit Madlib ab? LORD QUAS: Nicht viel. Vor allem, seitdem ich ihm die Mädels weggenommen habe. Wie kommst du mit dem Rest der Stones-Throw- Familie klar? LORD QUAS: Ich komme eigentlich mit keinem von denen klar. Deswegen sieht man mich auch nie mit ihnen. M.E.D. ist eine Ausnahme, weil er nicht redet. Er chillt und raucht Gras. Welche anderen Drogen nimmst du gerne? LORD QUAS: Pilze von der Erde oder dem Weltraum. Das ist so ziemlich alles. Das andere überlasse ich meinen Homies. Wie kommst du mit Melvin (van Peebles) klar? LORD QUAS: Er gehört jetzt zur Gruppe. Er ist ein offizielles Mitglied von Quasimoto und schreibt ab und zu Musik für mich. Ist an deinen Ohren etwas Spezielles? LORD QUAS: Sie sind einzigartig. Ich höre alles. Und was sagt der Farn da gerade? LORD QUAS: Er braucht Wasser. Offensichtlich. Was ist dein Lieblingswetter? LORD QUAS: Winter. Warum ist Winter cool, da kann man doch noch nicht mal die Hintern der Mädels sehen? LORD QUAS: Weil man sie dann vor dem Kamin hat. Was sind deine Tricks, was Mädels betrifft? LORD QUAS: Ich lächele einfach und erzähl verrückte Sachen. Ich erzähle ihnen, was sie hören wollen. Kleidest du dich oder bist du nackt? LORD QUAS: Ich bin nackt, daher bin ich meistens The Unseen. Ihr seht mich jedoch nicht als nackt, weil wir nicht das haben, was ihr habt. Wir haben Schnauzen... Was hat es mit der Seymour-Geschichte auf sich? LORD QUAS: Das war, als ich Peanut Butter Wolf geflaxt habe. Ach Quatsch, Wolf ist cool. Er bezahlt dich, du musst ihn mögen. LORD QUAS: Er zahlt mich nicht. Ich nehme mir einfach das Geld. Ich nehme mir Madlibs Mädchen, das Essen von meinen Homies und all das. Was machst du mit dem Geld? LORD QUAS: Pilze kaufen, Madlibs Mädels zum Essen ausführen. Was machst du als nächstes, nach The Adventures of Lord Quas? LORD QUAS: Mich entspannen. Ich habe gerade zwei Alben aufgenommen. Das dritte Quasimoto-Album ist schon fertig und es wird wahrscheinlich das letzte sein, es gibt Probleme. Das hört ihr auf dem nächsten Album, das nächstes Jahr rauskommt. Gehst du aus, auf Partys oder Konzerte? LORD QUAS: Nein. Nur in Stripclubs. Welches ist dein Lieblings-Stripclub? LORD QUAS: Magic City. Der Club von Luke Skywalker in Miami. Da hänge ich ab (lacht). Warum hast du eigentlich nicht mit Jay Dee zusammengearbeitet? Madlib hat doch auch schon so einiges mit ihm gemacht? LORD QUAS: Ich rappe nur auf Madlibs Beats. Also seid ihr so was wie verheiratet? LORD QUAS: Nein, das sind einfach die einzigen Beats, die ich mag. Alle Leute reden von Madlib, dass er so viel und so coole Sachen produziert. Ist das wirklich so? LORD QUAS: Er ist ok. Manchmal suckt er. Aber man kann ja nicht alles mögen. Quasimoto, Further Adventures of Lord Quas, ist auf Stones Throw/Pias erschienen. Bald gibt es neue Platten von Madlib, Yesterday s New Quintett. Madvillain, Jaylib, Stacy Epps & Madlib, MED, Planet Asia, Living Legends, Madlib und Oh No (The Professionals), Percee P... 5

5 IMPRESSUM // DEBUG Verlags GmbH, Schwedter Straße 8-9, Haus 9a, Berlin Redaktion: Anzeigenleitung: Abo: Fon: , Fax: HERAUSGEBER: Alexander Baumgardt, Mercedes Bunz, Jörg Clasen, Jan Rikus Hillmann, Sascha Kösch, Fee Magdanz, Riley Reinhold, Anton Waldt, Benjamin Weiss A BETTER TOMORROW // FÜR EIN BESSERES MORGEN T ANTON WALDT, Unser DSL ist schneller als die Server, unser Bausparvertrag kommt vom Ich-du-ersie-es-Berater, dafür heißt unser Kopfdoktor Shrink, weil Es sonst beleidigt und desorientiert wäre. Oder eher noch desorientierter als es ohnehin schon ist: Kaum noch ein Penis-Spam verirrt sich in die Mailbox und das gibt mächtig was zu grübeln, denn entweder sind jetzt alle Schwänze groß genug oder die richtig guten Methoden werden ab sofort geheim gehalten. Oder aber der Trend geht klammheimlich zu ganz kleinen Schwänzen. Vielleicht sogar eine neue Intrige der Ayurveda-Clique, die laut der Tante ZEIT auch in der Post-Tsunami-Ära nicht darauf verzichten möchte, unsere weißen Ärsche zu massieren. Das ist die Sorte knallharter Wellness- Journalismus, der die Jugend in Scharen in die Kirchen treibt: Man gibt mehr Trinkgeld, um im Kleinen zu helfen, und - jetzt kommts ganz dick: Es ist schön, beim Yoga die aufgehende Sonne zu spüren. Was aber erst richtig so in vollen Zügen genossen werden kann, weil daheim das intelligente Haus via WLAN die Jalousien rauf und runter fährt: Das vereinfacht doch schon einiges. Neoliberalismus bedeutet demnach, die Unübersichtlichkeit flächendeckend zu maximieren. Bangaloring wohin man auch schaut und wenn beim Naseputzen Rotz, der auch gleichförmiger Kopfbrei sein könnte, rausschaut, dann ist das Maß endgültig voll: Sind die Zeiten so verwirrend oder ist mein Gehirn bloß schon so abgenutzt?, Nach dem Gesetz der Schwerkraft steht nur das gerade, was hängt fragen sich die Trolle und wenn sie zum Verdauungsnickerchen den Bürostuhl in Kippstellung bringen und das Am-Bart-Kauen mal wieder nicht die erwünschte, beruhigende Wirkung hat, überkommt sie ein Alb: Vielleicht ist das Hirn verschlissen UND der Gang der Dinge undurchschaubar. Zwar gibt es noch die guten Wissenschaftler, die von Objektivität gar nicht genug kriegen können, und versichern: Von alleine eiert im Weltraum gar nichts. - Aber die Konsequenzen en Detail auszuklabüstern ist oft viel zu mühsam, weshalb Metaphysik das Ding 2005 werden soll, am besten im Zusammenhang mit großen toten Vorbildern, die viele schlaue Sachen gesagt, viele gute Taten vollbracht und insgesamt schon mal vorgepeilt haben, was so geht: Nach dem Gesetz der Schwerkraft steht nur das gerade, was hängt, hat beispielsweise das Top-Rolemodel des Jahres seinen Jüngern als Mantra hinterlassen, und allein damit lässt sich schon die eine oder andere mittelschwere Sinnkrise bewältigen. Für die harten Fälle hat Harald Juhnke neben seinem schriftlichen aber auch ein ausführliches Filmwerk hinterlassen, wobei zuvörderst an Allotria in Zell am See erinnert werden muss: Unübertroffene Haltungsnoten für Herrn Juhnke, der im kompletten Film der bäuerlichen Kulisse mittels eines weißen Smokingjackets und eines Aktenkoffers mit integrierter Minibar trotzt. Innenminister Schily hatte in dem Alpenthriller ja eine Statistenrolle als lokaler Lausbub inne, die angeblich maßgeblich bei der Entstehung seines Größenwahns war, wegen dem er sich jetzt gleich an den ganz großen Brocken orientiert: Graffiti- Vandalen gehören laut Otto zukünftig mittels Hubschraubern ausgemerzt, denn sie beschädigen unsere Häuser, zerstören unser Stadtbild, machen nicht einmal vor Denkmälern halt. Ein Schelm, wer da nicht an Winston Churchills Kriegspathos denken muss: We shall defend our island, whatever the cost may be, we shall fight on the beaches, we shall fight on the landing grounds, we shall fight in the fields and in the streets, we shall fight in the hills; we shall never surrender. Die jugendlichen Taugenichtse mit den Spraydosen wird das allerdings kaum kratzen, denn die Jugend, die verkommene, steht ja angeblich auf den Papst: Beweg deinen Hintern. Und tanz den Jesus Christus. Oder so. In echt sind die meisten Junglümmel aber wohl viel zu faul zum Pilgern, Sprayen oder Hintern bewegen, echter Mainstream sollte dagegen der neue Pimp-my- Couch -Trend sein, der durch die praktischen Tischgeschirrspüler aus dem Homeshopping-Kanal noch mal ordentlich an Dynamik gewonnen hat. OK: Die leidige Vaterfigur ist futsch und der Tischgeschirrspüler aus dem Homeshopping-Kanal dürfte es auch nicht mehr lange machen, da keimt Hoffnung auf ein Ende der Furzlangweiligkeit des viel geschmähten Nachwuchses. OK, OK: Und wenn euch das nächste Mal jemand so blöd zulabert und die Sau hat nicht das Glück sich hinter einer Magazinseite verstecken zu können, dann schmettert ihm trocken entgegen: Klappe zu! Für ein besseres Morgen: Grusel-Wusel aus dem Weg gehen, den Glauben an Plastik, Beton und Chemie unter keinen Umständen verlieren, den Dispo schonen und grobkörnige Lines ziehen, um Feinstaub zu vermeiden. REDAKTION: Thaddeus Herrmann Jan Joswig Sascha Sven von Thülen REDAKTIONSPRAKTIKANTEN: Fabian Dietrich, Christoph Brunner REVIEW-SCHLUSSLEKTORAT: Jan Ole Jöhnk, Finn Johannsen BILDREDAKTION: Fee Magdanz DVD-REDAKTION: Ludwig Coenen REDAKTION WIEN: Anton Waldt REDAKTION LÜNEBURG: Heiko H. Gogolin Nils Dittbrenner TEXTE: Felix Denk, Nils Dittbrenner, Heiko Gogolin, Fabian Dietrich, Thaddeus Herrmann, Ludwig Coenen, Sven von Thülen, Alexis Waltz, Sascha Kösch, Hendrik Lakeberg, Clara Völker, Benjamin Weiss, Silke Eggert, Felix K., Patrick Bauer, Sebastian Eberhard, Verena Dauerer, Jan Simon, Anton Waldt, Aljoscha Weskott, Jan Rikus Hillmann, Stefan Heidenreich, Hannah Bauhoff, Pat Kalt, Dominik Eulberg, Robag Wruhme, Moritz Sauer, Clara Guilarte, Nils Dittbrenner, Sascha Pohflepp, Christian Meyer, Olian Schulz, Alexander Köpf, Sandra Sydow, Kito Nedo, Florian Sievers, Sebastian Redenz, Lars Sobiraj, Sophie Bayerlein, Jan Joswig REVIEWS: Nikolaj Belzer as giant steps, Thaddeus Herrmann as thaddi, René Josquin as m.path.iq, Erik Benndorf as ed, Katja Kynast as ky, Christoph Jacke as cj, Heiko Gogolin as bub, Nils Dittbrenner as bob, Sven von Thülen as sven, Florian Brauer as budjonny, Carsten Görig as ryd, Mathias Mertens as mwm, Jan Joswig as jeep, Mercedes Bunz as mercedes, Ludwig Coenen as ludwig, Multipara as multipara, Sascha Kösch as bleed, Clara Völker as caynd, Paul Paulun as pp, Sandra Sydow as sandra, Oliver Lichtwald as lightwood, Andreas Brüning as asb, Christoph Brunner as cblip, Fabian Dietrich as fabi, Silke Eggert as Silkee, Martin Pohle & Jenz Steiner as Steiner&V ARTDIREKTION: Jan Rikus Hillmann SUPER ULTRA BEAUTY OPERATOR: Alexander Seeberg-Elverfeldt Viviana Tapia Sophie Bayerlein FOTOS: Stefanie Bischoff, Bettina Blümner, Anne Doré, Gene Glover, Marietta Kesting, Florian Kolmer ILLUSTRATIONEN: Sophie Bayerlein VERTRIEB: ASV Vertriebs GmbH, Süderstraße 77, Hamburg Fon: Fax: DRUCK: Märkische Verlags- und Druck-Gesellschaft mbh Potsdam, EIGENVERTRIEB (Plattenläden): Telefon: ABOSERVICE: Sven von Thülen , DEBUGTERMINE: Stichtag Juniausgabe: MARKETING, ANZEIGENLEITUNG: Mari Lippok, André Richter, Fon: Es gilt die Anzeigenpreisliste vom Januar 2005 GESCHÄFTSFÜHRER: Fee Magdanz, Jan-Rikus Hillmann V.i.S.d.P.: die Redaktion DE-BUG ONLINE: Dank an die Typefoundry Lineto für die Fonts Akkurat und Gravur, zu beziehen unter Dank an die Feliciano Typefoundry für den Font Flama, zu beziehen unter 6

6 COVERLOVER // Wenn es irgendeine Konstante gibt auf dieser Welt, dann, dass jede Woche entweder ein Remix von Dominik Eulberg oder von Robag Wruhme erscheint. Also dachten wir uns, ohne Eulberg- und Wruhme-Remix sind wir niemand, und gaben beiden jeweils des anderen Album- Cover zum wortgewandten Remix. T DOMINIK EULBERG & ROBAG WRUHME ROBAG WRUHME - WUZZELBUD KK (FREUDE AM TANZEN) Im wuschigen Wunderland der Hobbits brummt und summt es gewaltig. In ihrer Hitschmiede im Schillergässchen meißelt und hämmert der Oberhobbit Robag Wruhme mannigfaltiges Musikgut zusammen. Dank einer geheimen Hobbitmusikherstellungsformel, welche von Generation zu Generation weitergereicht wird, gelingt es ihm trotz Schwindel erregender Akkordarbeit, stets märchenhaftes Liedgut abzuliefern. Wie ein flinker Hase schlägt er in seinen Liedern akustische Haken; die Freude am Tanzen kennt keine Grenzen. Die Verpackung des kostbaren Tonguts stellen die Hobbits in mühseliger Handarbeit her. Hier das Beispiel Wuzzelbud KK: Im ersten Arbeitsschritt wird das selbst gefertigte Papyruspapier in der Farbe der Erkenntnis, Gelb, grundiert. Die Farbe wird aus gemahlenen Hobbit-Senfkörnern aus dem hauseigenen Garten hergestellt. Dann beginnt der zweite Arbeitsschritt. Mit sehr viel Fingerspitzengefühl wird das portraitstehende Igelpaar, Inge und Bernd, aufgemalt. Pause war dabei ein Fremdwort für Inge und Bernd. Man kann sich vorstellen, dass sie nach dem Abschluss der Produktion die Schnauze ziemlich voll hatten und nur noch nach Hause wollten. So verpassten sie dann auch die anschließende Präsentationsfeier des Endproduktes im hobbitschen Freudenhaus Kassablanca, wo das schöne Cover mit sehr viel Wodka begossen wurde Š Prost! Dominik Eulberg DOMINK EULBERG - FLORA UND FAUNA (TRAUM SCHALLPLATTEN) Die jetzige Welt erweckt ja den Anschein, dass momentan jedes Menschlein hinkacken kann, wo es ihm gerade passt, egal ob verbal, visuell oder im aiffmp3wav-format. Alles geil solange man seinen Scheißhaufen auch wieder wegmacht und nicht irgendwo rumliegen lässt! Und da kommen Dominik & Jacquelin und entwerfen ein Cover, das ganz und gar nicht passen will in diese Art von Welt, aber dennoch so derart schön und fein ist! Dominiks Cover erinnerte mich beim ersten Betrachten ein wenig an die nach der Wende innig getesteten und mittlerweile verfluchten Überraschungseier! Spannung, Scratchen und... Lehrreiches konnte man dem Plasteerguss aus dem bibabunten Plasteland aber nicht gerade zugestehen! Die waren only for the moment! Der Lebensweg dieser Figuren und Konstruktionen war als Staubfänger vorprogrammiert, die dann beim nächsten Umzug sowieso dem neuen Vermieter Müllhalde Gehorsam schwören mussten! Die Mitmenschen natürlich ausgelassen, die das Sammeln solcher Dinge als Steckenpferd bezeichnen... und irgendwie scheinen in München die meisten von diesen kleinen Plastekamerden zu stehen. Nun zum Cover: Wenn DJ, Man kann die Welt nicht ändern, aber man kann ne Beule hinterlassen... Fangemeinde und Käuferschaft des realen Produktes Vinyl genügend Aufmerksamkeit geschenkt haben, konnten sie so einiges erfahren über Flora und Fauna. Eulberg: ein Mann, ein Konzept, ein Neuzeit-Pädagoge... getreu dem Motto, dass man die Welt nicht ändern kann, aber man kann ne Beule hinterlassen... und das is ne schöne und gelungene dazu, lieber Dominik! Robag MEET THE LOCALS Be a Ranch Hand CALL 0800-JOBBING 50 Summer Jobs 14 days In Marlboro Country For you and your best friend Help the nature Experience the land Apply now! Teilnehmen kann jeder Raucher ab 18 Jahren. Aktionsende Anruf gebührenfrei. Die Menge an Teer, Nikotin und Kohlenmonoxid, die Sie inhalieren, variiert, je nachdem, wie Sie Ihre Zigarette rauchen. Die EG-Gesundheitsminister: Rauchen kann tödlich sein. Der Rauch einer Zigarette dieser Marke enthält 10 mg Teer, 0,8 mg Nikotin und 10 mg Kohlenmonoxid. (Durchschnittswerte nach ISO) 7

7 TECHNO Breitling Orbiter 8 ist auf Phictiv/Neuton erschienen JICHAEL MACKSON // PHICTIVER METAL // RAVE PLATZHIRSCH // BREITBEINIG IN DER WALDLICHTUNG // Tobias Becker röhrt mit seinem Label über die Kölner Pollerwiesen, als ob Rave nie ein Schimpfwort gewesen wäre. Unter dem Mikroskop sieht Techno aus wie eine Doppelhelix. Eine Spirale aus zwei Strängen, die sich umeinander drehen. Ist der eine Strang vorne, verdeckt er den anderen im Hintergrund. Rave - der eine Strang - verschwand so um 1995 aus dem Blickfeld. Damals war Rave eines der fiesesten Schimpfwörter, das der Techno-Wortschatz hergab. Reduktion - der andere Strang - musste Techno vor der Verblödung bewahren. Wer nicht gerade auf Energy-Drinks stand, mühte sich, die Feinheiten auf Studio-1-Platten zu analysieren. Die Enteuphorisierung der Tanzfläche war ein Kollateralschaden der Rettungsaktion. Kopflastiger Kram! Man sollte nicht die Grundidee des Ganzen vergessen, findet Tobias Becker und bastelt mit Platzhirsch an der nächsten Windung. Die Grundidee, das ist nämlich die Party. Und was die angeht, kennt das junge Kölner Label kein Pardon: Platzhirsch-Platten sind voll von Rave-Monstern mit viel Bassdruck, Breakdowns und elegisch-zerbrechlichen Sound-Momenten. Egal ob die Die Grundidee, das ist nämlich die Party. Stücke von Graziano Avitabile, Gabriel Ananda oder, ähm, Rocco Branco stammen, dem nicht mehr ganz so geheimen Geheimartist, - beitwandig wird man hier immer unterhalten. Klar, dass sich die Stücke immer über die ganze Plattenseite strecken - ein Epos ist keine Kurzgeschichte. 8 T FELIX DENK, Und Platzhirsch nichts für Klemmis, Kleinkarierte und Kostverächter. Die kickende Entgrenzungs-Orgie kann schon mal zu einem 1a Trance-Kitsch- Brett anschwellen, wie bei dem dreisten Einmusik-Remix von Rocco Brancos Track Kapital. Eigentlich war so etwas ja die Baustelle von Eye-Q, aber die sind ja schon lange pleite. Ein Scherz? Die Startauflage der Rocco-Branco-Remixe Stück - war jedenfalls nach nur einer Woche vergriffen. In Playlists und Plattenkisten sind Platzhirsch-Platten schon seit Katalognummer 1 Stammgäste. Ich bin selber überrascht, dass das so gut läuft, freut sich Tobias Becker. Das wäre schon oberpeinlich gewesen, wenn das nicht geklappt hätte. Ein Label, das Platzhirsch heißt und nur 300 Stück verkauft... Aber peinlich ist bei Platzhirsch gar nichts, genauso wenig ironisch. Auch Kölner Traditionen fühlt sich das Label nicht verpflichtet, obwohl Tobias Becker im Kompakt-Plattenladen arbeitet, wo alle Fäden zusammenlaufen. Im Gegenteil: Statt bestehende Netzwerke immer enger zu flechten, besetzt Platzhirsch die Lücke, die zwischen hart und minimal, Kompakt und Pollerwiesen und Sven Väth und Wolfgang Voigt klafft. Und da steht Platzhirsch nach nur sieben Maxis so breitbeinig, dass schon ein Sublabel für minimalere Produktionen geplant ist. Der Name: Kahlwild. Das sind junge Hirsche, beziehungsweise Hirschkühe, die noch kein Geweih haben, erklärt Tobias Becker kompetent. Platzhirsche in spe, sozusagen. Waidmanns Heil! Wir gehen mental, verbal, lethal steil auf Pasta. Jickael Mackson dreht an unserem Rave-Rad. T JAN RIKUS HILLMANN, DIE MEUTE KOCHT Dieser Text beruht auf Annahmen. Fakten hat man in München genug. Allein wenn ich nur Pasta höre, fange ich an zu nesteln. Würde ich Jonathan Lethem heißen, wäre Pasta mein Tourette-Syndrom. PastaPasta. PastaRaven. PastaRasta. DubAcid. Rasta- Pave. PaveDub. DeepDubAcid. PeepRub. RubberDub. CubReepRcid. RaveDubPub, DubMob. RaveMob. DubBob. Eine neue Pasta-Platte um bedeutet immer verdammte neue Deepnees, eine neue dubbige Ravefacette, Acid, die eigene Faust im Himmel, oft auch den Zeigefinger dazu und wieder eine neue Platte zu den zehn, die ich eigentlich nur auf eine einsame Insel mitnehmen dürfte. Jubeln. Klar. Raver dürfen immer jubeln. Ein anderes Business kennen wir nicht. Das Münchner Label um Sista Bob alias Jichael Mackson, Anette Party, Jäger 90 und Jack Guzig II tut seit Release eins Sendling (immer Insel-Top- 10) so, als wäre es der Rave an sich. Und sagt mir jemand, ich würde ihnen nach dem Maul schreiben, so sage ich, Pasta produziert mir auf den Arsch. Wie gesagt, Pasta-Tracks sind deepe Definition des Rave. Genauso matschig Radikal tiefergelegte Grooves mitten aus dem Herz des ewigen Ravers. wie man selbst in der Zwischenwelt des Mittendrin von Albernheit, Konzentration, Dumpfheit, musikalisch detaillierter Ergebenheit und Sex. Und dennoch so klar, so detailversessen, perfekt produziert, so auf den Punkt gebracht, so lässig. Sounds, die dubben, Bässe, die brechen, Breaks, die entgrenzen. Upliftend, psychedelisch, roh, durchgeknallt, spleenig swingend, manisch und nie berechenbar. Mackson nennt es selber Heavy Metal, aber nicht sonderlich konsequent. Dazu immer irgendwie überhitzt und zu organisch warm für puren Techno. Bei Pasta-Platten war sofort klar, dass die Macher auch Raver sind und ihren Rave auf Platten pressen. Und das wahrscheinlich zu warm und tief. Wenn man Techno im Raveclub hört, also in richtigen Rave-Clubs mit dicken Systems, gibt s morgens diese Sounds, die man zu Hause auf Platten normalerweise nicht entdecken kann. Bei Pasta-Platten kann man das aber immer. Auch zu Hause. Das macht uns gleich. Radikal tiefergelegte Grooves mitten aus dem Herz des ewigen Ravers. Wer sucht, findet diese Demokratie auch auf der Pasta-Website. Also geht suchen. Jichael Mackson, Produzent & Putze steht in der -Signatur des Mannes, der als Produzent hinter allen Pasta-Releases steckt. Das macht Sinn, wenn man weiß, dass Pasta auch als ganzes Team zu buchen ist. Samt Visuals und Koch. Da hat man am Ende viel aufzuräumen, denn die Website verspricht viele Rezepttipps - unter anderem diese göttlichen Fettucine mit Steinpilzen, Erbsen und Speck, die wirklich jedem omnivoren Wesen zu empfehlen sind - und zeigt somit, welche Vielfalt von den Herren zu erwarten ist. NEUE UMLAUFBAHN Breitling Orbiter 8 heißt das neue Werk von Mackson und bringt es mit 3 Tracks fast auf LP-Länge. Der Orbiter ist nicht auf Pasta Musik erschienen, sondern auf dem Schweizer Label Phictiv. Fett geht anders, denn das da ist breit, aufbauend, ein richtiges Werk. Die Alberheit steckt jetzt in der Variation und Unbrechenbarkeit der Tracks, der Länge und Langsamkeit. Langsamkeit ist auch eine Geschwindigkeit. Dieses humoreske Ding war eher ein Unfall, die Sachen sind alle bierernst gemeint und liegen aber wieder mal völlig daneben. Macht man dagegen was Lustiges, sagen alle toll, das ist aber deep. Ich glaub das ist irgend so ein Schizo-Ding. Nennt es also unvorhersehbaren Dubacid oder eben endlich dreckscoole versaute schmutzige süddeutsche Deepness. Dieser Acid wirkt wie der Zersetzungsprozess den die Säure auslöst. Dunkel, warm, organisch, aufspaltend. Die Breitling Orbiter 8 -Tracks scheinen im Vergleich zu Blowjob (also dieser Hammerplatte von 2004) weniger radikal und rough, dafür aber detaillierter. Die wuchtige Darkness weicht langsam dem fülligen Dub. Lange Aufnahme, Analyse, absolute Detailerkenntnis, Wiederholung, Variation. Neben der Detailfülle und -genauigkeit in den Tracks ist die ständige unvorhersehbare, fast zufällige Variation und Kombination dieser Details auffällig. Da hat jemand den Münchner Mädels die Perlohrstecker raugezogen und in den Rechner gesteckt. Dort rollen sie nun und rollen und rollen und...

8 ELEKTRONIKA DIMLITE // FUNKY AUS DER SCHROTKANONE // Dimlite, Runbox Weathers, ist auf Sonar Kollektiv erschienen Mit Forss hatte das Sonar Kollektiv seinen No-Nujazz-Strang eröffnet. Dimlite zieht auch mächtig daran. Dass sein Downbeat-Computer-Funk dreckig anmutet, ist ihm eine Genugtuung. T FABIAN DIETRICH, Hinter dem Schwarzwald und der Grenze, fern dem Nachkriegsgrau Berlins, in dem das Sonar Kollektiv sein Lager aufgeschlagen hat, liegt, eingefasst von Emmental, Schweizer Jura und den Berner Alpen, Bern, die beschauliche und gewiss auch schöne Heimat des Polygrafen Dimitri Grimm, oder Dimlite, wie es auf seinem ersten Album Runbox Weathers in hellblauer Schreibschrift geschrieben steht. Ein ruhiger und zurückhaltender Mensch in den frühen Zwanzigern, der sich noch aufrichtig an der Wärme eines gesampelten Plattenknisterns freuen kann und der daheim in seiner Freizeit mit Fender Rhodes, Schlagzeug, Gitarre, Bass und Soul bewaffnet auf seinen G5-Rechner loszugehen pflegt. Was dann dabei rauskommt, ist so schön kopfnickbar und zurückgelehnt, dass es vor fünf Jahren wohl noch ohne Zögern auf den auslaufenden Trip-Hop-Zug hinaufgeschmissen worden wäre, samt der Sprachfetzen und nachhallenden Scratches. Das wollen wir hier natürlich auf keinen Fall, denn Dimlite hat nichts von der anbiedernden Eingängikeit ordinärer Lounge-Ausläufer. Und im Café del Mar war Dimitri bestimmt auch noch nie. Zwar fehlt in seiner Welt bislang jede Spur von Rappern, ogleich man das technische Vermächtnis des dazugehörigen Genres überall spüren kann, doch ist er viel zu verdreht, verquast und vor allem: zu schmutzig, um in die Ecke einer Cocktailbar gestellt zu werden. Nach seiner Vergangenheit befragt, lächelt der Berner, der an sich ja aus einem noch viel beschaulicheren Ort im Umland kommt, verschmitzt: Ich bin eigentlich ein Kind der Kinder von Jazz und Soul. Ich habe diese ganze Vergangenheit einfach nicht, die musikalischen Wurzeln, das Elternhaus voller alter Platten, ich bin da erst über HipHop hingekommen, den ganze 90er-Stuff. Ein Umweg zum Jazz, über die Täler, Gebirge und zerklüfteten Pässe der Schweiz, durch den Wald und die deutsche Ödnis in die Hände von Alex, dem Mann von Jazzanova aus Berlin. Beim Sonar Kollektiv erschien vor dem Album zunächst eine EP, A/dd, die schon erahnen ließ, dass nach Forss Soulhack nun ein neues Subgenre mit clickendem und bisweilen hemmungslos dreckigem Computer-Funk ausgeschrieben wird. Der Schmutz, das Knistern und Knacken der Samples, sind so eine Art Markenzeichen bei Dimlite, genau wie das Zerhackte und Kantige, das auch Forss so liebt. Auch wenn das nicht so exzessiv und manifestartig zur Schau getragen wird wie z.b. bei Funkstörung oder Mouse on Mars. Es geht schließlich nicht um Zerstörung oder ein klangliches Auflehnen gegen die mediale Glattheit, die uns Werbung und Nichtwerbung entgegenschleudert. Das ist vorbei, dort sind die Grenzen schon erfolgreich ausgelotet worden, sondern um den Sound an sich, um Wärme, um Rhythmus, vielleicht auch ein bisschen um mehr Komplexität im Arrangement. Gefragt nach Schmutz und Kanten, glänzen ihm die Augen wie der Genfer See zur Frühlingszeit: Ich brauche den Schmutz einfach! Es muss eben alles irgendwie, na, geerdet sein. Naja, und wenn dich meine Musik kantig dünkt, dann... dann finde ich das natürlich gut. Ein Polygraf ist übrigens kein Viel- Schreiber, sondern eine Art Schweizer Grafik-Designer. Neben seiner Arbeit, dem Broterwerb, hat Dimitri noch viel vor: auflegen, produzieren, abwarten, wie sich die Dinge um ihn herum entwickeln werden: Es gibt noch so viel Musik, um die ich mich tun muss...

9 WERBERADAR REKLAME MACHT MOBIL // BEFREIUNG DURCH RAUHFASER Unsere Werber, Deutschlands Kreativzunft per se, gewinnen jetzt mit ihren Kozepten wieder mehr Preise. So hört man. Wir stellen einige Beispiele vor, welche Strategien man anwendet, um den Umsatz trotz Fresse in unserem apathischen Ländle zu fördern. T JAN RIKUS HILLMANN, Berlin ist eine frohe und muntere Stadt im Frühling. Und voller kleiner assoziativer Geschichten der neuesten Zukunftsperspektiven, die dieses Land zu bieten hat. Plakatierte Töchter fragen hier und dort auf Friedrichshain-erdfarben Chic gestylte Väter Papa, warum bekommen Spießer Häuser und Du nicht?. Weil Spießer gerne bausparen. Und so natürlich auch in Finanzierungsfragen von Experten der LBS und Sparkasse für Immobilien-Finanzierungen profitieren. Hier wird sauber argumentiert mit Zukunftsängsten gespielt. Das Kind als pointiertes Pain in the Ass direkt ins Herz -Kommunikationswerkzeug weckt nun endlich den vorsorgenden Protestanten in dir. Spare als Vater und versauf das Geld nicht auf Afterhours. Denk- Konstrukte wie Wer lange aufbleibt, altert nicht und braucht also auch keine Zukunft. Falls Zeit verrinnt, verrinnt sie wie Bier und das gibt s an der Theke sind eine Sackgasse! Andererseits haben Väter schon immer gerne morgens Bier getrunken. Das ist nur der Generationswechsel im Frühschoppenbusiness und da klingt ein eingängiger Konsum-Claim wie Merke dir, Sternburg Bier wohlfeil, aber dann doch wie das Predigen zu den Bekehrten. REALs Besorg s dir doch einfach! Handlungsanweisung ist da schon direkter und auf jedenfall auch verarmt umsetzbar. Aber dazu später mehr. Apropos Wechsel: Beim Wechseln hilft gottlob immer eine neue Erfurt Tapete. Endlich Rauhfaser! Leider bleiben die gesellschaftlichen Fronten erstmal unklar. Teile der Redaktion mutmaßen: Sie blättert im Porno und deshalb ist der Ehemann gehörnt und kriegt den Rehbock an die Wand gehängt. Eine schlüssige Erzählung. Doch die von Erfurt (dem Erfinder der Rauhfaser!) beauftragte PR-Agentur Textkonzept erklärt vorlaut: Mit dem Claim Endlich Rauhfaser! illustriert Erfurt humorvoll in Anzeigen und mit Großflächenplakaten, dass es zur Selbstverwirklichung manchmal nur einer neuen Sichtweise beim Einsatz bewährter Mittel bedarf. Die angedachten Motive skizzieren immer sympathische Alltagstypen, die sich mit ihrer individuellen Rauhfaser-Wand zugleich ein wenig selbst befreit haben. Erste Tests der neuen Kampagnen-Idee haben gezeigt, dass diese witzig-emanzipatorische Grundaussage perfekt zum Image des beliebtesten Wandbelags passt: Mit der Selbstverwirklichung durch individuell neu gestaltete Wände beginnt quasi auch ein neuer Lebensabschnitt des Protagonisten. Warum aber zerreißt 10 Ja, Gerd, this Rauhfaser from Eastern Germany means Change! sie so witzig emanzipatorisch das Foto aus gemeisamen Tagen? Er hat doch nicht etwa diese sympathische Alltagsfrau wegen ihrer Selbstverwirklichung verlassen? Oder doch eine neue Lebensabschnittspartnerin für ihn wegen ihrer Fresse? Nein, wir haben gerade etwas gelernt: Was ist beliebter Wandbelag und Frauentapete? Genau, die individuelle Rauhfaserwand. Ob Antagonismus oder Paradoxon, egal, die individuelle Rauhfasertapete steht als universeller Retter bereit. Mit Rauhfaser traut man sich endlich was. Eine Rauhfaser muss durch Deutschland gehen. Das parteipolitische Pendant in Personal- und Christunion heißt übrigens Endlich Angela! Ja, Gerd, this Rauhfaser from Eastern Germany means Change! Ermutigende Perspektiven also, wohin man sieht. Gerne wiederholen wir den Claim Merke dir, Sternburg Bier, unseres Lieblingsbieres aus dem Niedrigpreissegement. Ist der Antrag auf Stütze durch, hakt der Werni selbst gleich noch n paar Sterni ab. Dazu unsere extended Version: Bei Hartz- 4, merke dir, Sternburg Bier. Subheadline: Hey, alcohol is not a drug, it s a drink! Umsatz trotz Fresse also wohin man sieht. Eine klassisch deutsche Perspektive ist natürlich Vorsprung durch Technik und kommt bekanntlich von der Audi AG. Die haben sich die Agentur Pleix aus Frankreich gegriffen und sie folgendermaßen gebrieft: Wir wollen einen A6-Spot, der genauso aussieht, wie der, den ihr für den Musiker Kid 606 letztes Jahr gemacht habt. Einzige Anforderung: Es muss Vorsprung durch Technik und ein A6 drin vorkommen. Der Spot sieht dann auch so aus, wie der, den sie letztes Jahr für Kid 606 gemacht haben, nur das Vorsprung durch Technik und ein A6 drin vorkommen. Mit wiederverwerteten Motiongrafics Asche rausfiltern. Das haben die Franzosen raus - nicht nur mit den Rußfiltern. Ach so, der Spot geht so: Steht ein Audi A6 irgendwo und zerspingt in Millionen kleinste Typo-Einzelteile. Die fliegen durch eine verglaste Megacity, stoßen immer wieder zusammen und bildern wie zufällig die Worte Vorsprung durch Technik. Am Ende setzt sich der Wagen wieder zusammen. Claim, Ende. Das österreichische McDonalds- Motiv braucht man nicht zu kommentieren, wir aber nutzen die thematische Parallele zur grenzdebilen Jugend folgendermaßen assoziativ: Stehen zwei verbeulte Jungraverinnen beim Konzert der österreichischen Neo-Chansonette Gustav im Berliner Club 103 und lauschen. Die eine: Wie findste das? Die andere Scheiße, aber ich glaub, das ist die Zukunft: So Musik zum Hören. Eben, Berlin eine Stadt der großen Perspektiven und Vorreiter nachwievor. Audi A6 Spot: Kid 606 Spot:

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11 BETRIEBSSYSTEM DESIGN Kunstfabrik Berlin, Am Flutgraben Wochentags: 14-22:00h, Wochenende: 12-22:00h Alle Feiertermine siehe Präsentationen. OSX, GANZ NEU // EYE OF THE TIGER // Weck den Tiger in dir. Apple hat OSX komplett überarbeitet und konsequent weiterentwickelt. Sascha Kösch findet es prima. T SASCHA KÖSCH, DESIGNMAI YOUNGSTERS // DER WEG IST DAS PRODUKT// Heilige Beta! In der Vorbereitung zum Start von Apples neuer Betriebssoftware (gestatten, OS X Tiger) fingen die Nerds und Tester schon an Kurven zu malen. Je schneller die Builds aufeinander folgten, desto wahrscheinlicher das Releasedate. Jetzt steht es endlich fest, 29. April. Immer noch knapp vermutete 1 1/2 Jahre vor dem größten Konkurrenten Loghorn. Man kann sich als Apple-User endlich wieder vorne fühlen und dürfte einen ähnlichen Abstand zu Windows-Systemen wahrnehmen wie zu den Zeiten von System 6, oder beim ersten Erscheinen von OS X, denn die Unterschiede waren lange nicht mehr so sichtbar. Und - nicht wie vielleicht von einigen befürchtet - funktioniert Tiger mit allen Rechnern, die einen Firewire-Anschluss haben bis runter zum schranzigsten ibook. Puh. Nochmal Glück gehabt. Am wichtigsten ist wohl die durchgängige Benutzung einer Indizierung der Festplatte mit angeschlossener Searchengine namens Spotlight, denn in den letzten Jahren wurde einfach jeder Rechner immer unübersichtlicher. Kein Wunder, dass Google et al sich dran machten, Desktopsearchengines zu basteln. Ein Wunder eher, dass man es so lange mit der Suchfunktion bisheriger Macs ausgehalten hat, die seit X ja irgendwie zu Recht in Vergessenheit und in die Unixabgründe geraten war. Rechner sind - auch wenn kaum noch einer ohne Netz leben mag - immer mehr zu einem geschlossenen Informationsgrab geworden, in dem man dank Spotlight jetzt willenlos und programmübergreifend plündern kann. Und als wäre OS X nicht eh schon einfach genug zu bedienen, kann man über die Suche jetzt auch mittels visueller Spots das Icon finden, das man eh anklicken wollte. Dinge wie smarte Postfächer, Adressbücher etc, all den Service, den man von itunes gewohnt war, erscheinen dann nur noch als Dreingabe. Tiger befreit einen aber auch von einer Menge anderer Software. PDF-Freunde werden endlich davon erlöst, immer noch nebenher Adobe zu benutzen, denn sowohl die PDF-Printfunktionen (komprimiert, encrypted, als Fax, Mail, etc. etc.) als auch die Ansichtsfunktionen (Volltextsuche, Text kopieren, Formulare ausfüllen) sind ebenso grundlegend upgedated, genau wie die (Adieu, Suitcase) FontBook-Funktionen, die sich nahtlos mit einer der weiteren überfälligen Neuerungen des Systems verbinden lassen: Automator. Wer gelegentlich Dinge tut, von denen er sich denkt, hey, für solche stupiden Fleißarbeiten sind doch eigentlich Computer erfunden worden, aber immer zu faul für Shellscripts oder AppleScripts war, für den wird Automator bald zum täglichen Freund. Und da man die Automatisierungen nicht nur im Office sharen kann, sondern Entwickler auch immer neue hinzufügen können, dürfte sich dadurch die Arbeitsweise eines jeden Tiger-Büros grundlegend verändern. Ab zur Kaffeemaschine. Die Core-Image-Funktionen machen Video, Graphik etc. noch flüssiger als eh schon und Quicktime 7 unterstützt H.264, wodurch streamen noch bitärmer wird. 64Bit wird zur Selbstverständlichkeit, selbst Gridcomputing (bei der Serveredition) gehört zu Tiger. Die Entwickler, die seit über einem dreiviertel Jahr schon dran sitzen, und den Übergang zu Tiger damit wohl schnell vollziehen werden, haben es jetzt mindestens ebenso leichter wie der alltägliche User, weshalb die Share- und Freeware-Entwicklung für OSX wohl einen gewaltigen Satz nach vorne machen wird. Und ich brauch mich nicht mehr darüber ärgern, dass es nie eine gute RSS-Software für Mac gab, denn die ist jetzt in Safari. Ich veranschlage für die Woche nach Release jedenfalls erst mal eine Sabbatical-Woche für alle MacUser. Mehr Grund, sich noch mal intensiv mit seinem Rechner zu beschäftigen, gab jedenfalls schon lange nicht mehr. Der Berliner Designmai hat seine junge Experimentierbühne. Kurator Jörg Suermann erklärt, was man alles verpasst, wenn man Funktionalität und Produktcharakter mit Kunst verwischt. T JAN RIKUS HILLMANN, Was ist der DMY 05? Welche Motivation, welches Ziel steckt dahinter? JÖRG SUERMANN: DMY 05 ist ein internationales Designfestival. DMY heißt designmai-youngsters und wie der Name schon sagt, befassen wir uns mit der Präsentation von jungem und innovativem Design im Rahmen des Designmai. Design, das sich durch seine Kreativität und Innovation auszeichnet, z.b. von den Wiener Designern von Antours, die weltweit marktführend im Verkauf von Ameisenhotels sind, oder The Erwachsen Egg von Martin Jönsson, einem schwedischen Designer, der wohlgeformte Produkte ohne direkte Funktion entwickelt, oder auch Annemarie Piscear, die sich Werkstoffe sucht, die wir eigentlich nicht als solche wahrnehmen, wie z.b. Staub. So versuchen wir auf spielerische Weise den Designmarkt in eine kreative Richtung zu lenken und neue Trends und Wege der Auseinandersetzung mit Kunst und Design zu zeigen. Das DMY-Team besteht zum größten Teil selbst aus Designern und Künstlern. Dadurch hat sich der Wunsch geformt, Design- und Kunstprojekte zu zeigen, die zuvor nicht im Fokus der Hersteller und Medien stehen. Natürlich wollen wir auch unsere geliebte Stadt Berlin als kreativen Ort promoten und festigen, so dass auch in Zukunft viele Nischen für kreatives Handeln offen bleiben. Ihr grenzt euch also durch eine Öffnung Richtung Kunst, alternative Gebrauchs-, Alltags- und Clubkultur zu der Designmai-Ausstellung jung & deutsch / schöne neue Welten ab, die eher etablierte Designer zeigt. Geht es mehr um die Verortung von Design im kulturellen Kontext? Suermann: Wir bilden beim Designmai bekanntlich den unkonventionellen Gegenpart, weil wir besonderen Wert auf grenzüberschreitende Strömungen legen, eben auch an schrägen Sachen und Ideen interessiert sind. Das schließt aber keineswegs klassisches Design aus. Ich würde aber nicht sagen, dass wir uns abgrenzen wollen, denn schließlich sind wir ja ein Teil vom Designmai. Dennoch gebe ich dir recht: Wir versuchen, eine andere Sichtweise oder Wahrnehmung von Design aufzuzeigen. Etwas salopp formuliert zeigt ihr also endlich mal das, was in den ganzen Berliner Designer-besetzten Ladengeschäften abgeht und man sich fragt, was die da eigentlich die ganze Zeit tun. Suermann: Ja und nein. Vor allem wollen wir zeigen, was in den ganzen jungen Köpfen abgeht und inwiefern dies realisiert werden kann bzw. überhaupt realisiert werden soll. Beleuchtet wird hier insbesondere die Verträglichkeit mit dem herkömmlichen Verständnis von Design. Gegenstand wird also das innovative Potential junger nonkonformer Künstler sein und ihre Kraft, bestehende Normen der Gestaltung aufzubrechen, zu öffnen, ja fortzuführen... Was bedeutet dann Design für euch? Deiner Antwort nach zu urteilen geht es weg von Sinn und Gebrauchswert, hin zu Kunst und Experiment. Ihr verwischt die Grenzen... Suermann: Wir sind der Meinung, dass sich Design heutzutage in alle Lebensbereiche ausgebreitet hat. Von der Schraube bis zur Zahnbürste. Hier steht aber immer ein Produkt und dessen Vermarktung im Vordergrund. Die Youngsters versuchen mit der Auswahl der Designobjekte dem Besucher besser deutlich zu machen, wie weit Design unseren Alltag durch ständige Entwicklung prägt. Denn neben Produkten sehen wir auch Lifestyle oder die Clubszene als eine Form von Design, ja man kann sogar so weit gehen, dass Persönlichkeiten designed werden können. Dies zeigen wir in Form von Partys, Workshops und natürlich durch Produkte, die nicht immer einen Sinn haben müssen. 12

12 MODE Frank Leder über What s wrong with beards? über Bernhard Wilhelm über A bearded man über abeardedman.com BUCH FLYER SOZIOTOPE // KOMPENDIUM EINES UNKONTROLLIERBAREN MEDIUMS T-SHIRTS // DO THE BART, MAN Manchen Menschen wächst kein Bart, zum Beispiel Frauen. Anderen nur auf Kosten des Haupthaarwuchses, zum Beispiel Männern. Jetzt wird der Bart von seinen biologischen Determinanten befreit und für alle verhandelbar: Der Bart auf dem T-Shirt macht es möglich. T SANDRA SYDOW, Pornobalken, Schenkelputzer und Co. haben ein neues Territorium für sich erschlossen. Der Trend geht vom Gesicht aufs Shirt. Von Bärten ist die Rede. Dieser natürliche Gesichtsschmuck, von Männern als Symbol für Männlichkeit und Abschied vom Kindsein, für Macht und Stärke getragen, hat einen großen evolutionären Sprung gewagt. Die Olibärte, Popelbremsen und Kinnmuschis kann sich inzwischen jeder, unabhängig von Geschlecht, gesellschaftlichem oder religiösen Status über den Kopf ziehen. Praktischerweise entgeht man damit auch der im Verdoppelt das Bart-auf-Shirtund-Gesicht-Tragen dann die Stärke, ist man plötzlich männlich männlich? Winter zwar geschätzten, im Sommer eher leidlichen Wärmefunktion und dem Hamsterproblem (nie wieder unschöne Essens- /Getränkerückstände, die aus dem Gesicht tröpfeln/hängen) und schafft sich gleichzeitig auch noch ein anderes, testosteronsprotzendes Prachtstück an: den Brustpelz. Problematisch scheint diese Entwicklung auf ganz anderen Ebenen. Gilt doch in einigen Religionen der Bart als Machtsymbol, kann man sich jetzt schon überlegen, inwiefern diese Demonstration synthetischer Machtverhältnisse den Vertretern der genannten Gruppe schmecken wird. Weitere Fragen: Verdoppelt das Bart-auf-Shirt-und-Gesicht- Tragen dann die Stärke, ist man plötzlich männlich männlich? Wird dadurch das Doppel-Negativ hier zum mathematischen Positiv und damit weiblich?! Versteckt man sich hinter Haaren, geht man auf Distanz zur Umwelt? Warum wachsen an manchen Stellen im Gesicht keinerlei Haare, noch Härchen? Frauen jedenfalls können sich nun ein farblich auf das Haupthaar abgestimmtes Exemplar mit nach Hause nehmen und nach Lust und Laune hin und her switchen. (Man vermutet berlinansässige Kanadierinnen hinter dieser ganzen Geschichte.) Zum einen ein gelungener Coup der Neutralisation der sexuellen Identifikation, zum anderen vielleicht auch doch wieder nur ein Anlehnen an männlich dominierte Werte? Es ist verzwickt. Aufstände bahnen sich an: Bart- Shirt-Verbrennungen und Bart-Skalpierungen (öffentlich!) könnten die Folge sein, eine vollkommen neue Form von religiösem Fanatismus und die Forderung nach Damenbart- Shirts scheint unausweichlich. Andererseits verlor manch einer mit dem Bart auch mal den Posten des Verteidigungsministers und darf nun den deutschen Fahrradfahrern vorsitzen, ehrenamtlich. Auch schön, sagen einige - andere nicht. Klar, alles Wahnsinn und Spekulation in Reinform. Bärte - Mann hat sie, manche wollen sie und manchmal sind sie einfach nur da oder auch nicht. Ihren Zweck erfüllen sie hier und da eventuell auch. Jeder wie er will. Es ist Frühling. Alles wächst und sprießt. Bittesehr. Die seit 1998 umtriebige Wander- Ausstellung der Mediengattung Flyer wird zum Buch. Und zu was für einem. Die 556 Seiten Mammutwerk beleuchten Genres, Motive, Material, Gestaltungs- und Formaspekte. T SOPHIE BAYERLEIN & JAN RIKUS HILLMANN Der Flyer... Werbe- und Agitationszettel, Qualitätsmerkmal, Partyidentität, Erinnerungsgegenstand, Wandschmuck, Sammlerobjekt, alternativer Navy Seal der Public Relation und Tagebuch der Jugendkulturen. Mike Riemel, Berliner Szene-Tausendsassa und Hüter einer der größten Flyersammlungen der Welt, hat mit seinem Team den Lebensraum der Mediengattung Flyer untersucht, archiviert und geordnet. Als Ausstellung konzipiert und seit 1998 als wandernd international unterwegs, wurde das Flyer Soziotop nach vielen Achterbahnfahrten im Finanzierungsdschungel der Sponsoren, zwei Jahren Entwicklungszeit und sechs Monaten scannen nun als Buch und Online-Flyer-Datenbank realisiert. Das Kompendium bietet einen hervorragenden Einblick in die vielfältige grafische Entwicklung der Styles und Tunes von Clubund Musikszene in den letzten 25 Jahre. Die Ergebnisse hat Riemel aus Deutschland, Europa, USA, Japan und Mexiko zusammengetragen und in diesem mit mehreren tausend Abbildungen und vielen Texten zur Flyerkultur ausgestatteten Werk gebündelt. Nach Formen, Formaten und Genres rubriziert, wurde dieser weltweit umfangreichste Katalog erst durch den Zusammenschluss verschiedener Sammler ermöglicht. Von den ersten Anfängen der Technobewegung mit seinen grafisch sehr reduzierten Handzetteln bis hin zum aufwändig gestalteten Identitätsmerkmal der Szeneclubs... von skurril bis klassisch ist alles dabei. Dieses Kaleidoskop der alternativen Kommunikation steht gleichwohl für die Entwicklung, das Aufkeimen und Abebben von visuellen Styles, ist ein bunter Zoo der tollen Ideen und individueller Grafiker-Handschriften. Neben Abbildung und Einordnung untersucht FLYER SOZIOTOPE den Flyer auch auf seine Kontexte im sozialen, wirtschaftlichen und psychologischen Umfeld. Interviews und Texte mit und von Aktivisten, Künstlern, Grafikern, Journalisten, Labelbetreibern und Veranstaltern ergänzen die Sammlung und geben einen konkreten Einblick über den Lebenszyklus eines Flyers, von Styledebatten, der Geburt am Rechner bis zur Verteilung: Kann man von Disneyworld lernen? Was macht einen Flyer einprägsam und erfolgreich? Ist ein Flyer Work in Progress oder bei Drucklegung fertig? Warum sammeln und wie sieht der Flyer der Zukunft aus? Das sind dabei nur einige der Aspekte, die behandelt werden. Dabei besonders unterhaltsam: Der Versuch, Gestaltungs-Standards eines typischen Flyer-Layouts abzuleiten, wird jedem Grafiker ein süffisantes Schmunzeln entlocken, denn bestimmt ist jeder mindestens einmal genau dabei gescheitert, seinem Veranstalter dieses Standard-Layout von Acts und Terminen auszureden. Riemel selbst gibt am Ende einen Ausblick auf das, was kommen wird, und wie der Flyer als unkontrollierbares Medium mit größer Streukraft in seinem Lebensraum, bedroht von seinen kannibalisierenden digitalen Artgenossen mit zielgruppengenauer Communityansprache der mobilen Kommunikation, überleben kann. Das Community- Cross-Szenemarketing in Verbindung mit mobiler Kommunikation wird wohl oder übel seine Rettung bedeuten. Seine großen Vorteile, die Streu- und Leuchtkraft als Ideenund Identitätstransporter, wird man ihm erst mal nicht nehmen können. / oma.flyersoziotope.net Verlag Jugendkulturen KG in Koop mit Ginko Press Ausstellung Flyer Soziotope: got the look rund um c/o pop im Museum für angewandte Kunst Köln im Juli bis September 13

13 Captain Comatose ist die letzte künstlerischmusikalische Anarchiebastion der sexuellen Discophantasie.

14 DISCO CAPTAIN COMATOSE // DER GLAMOUR KAPUTTER KÖRPER // Mit ihrem zweiten Album Up in Flames entwickeln sich Khan und Snax zur filigranen Discoband. Zwischen den Supremes on Acid und den Beach Boys auf Techno lauert das unbekannte Discoimago Rod Stewarts. T ALJOSCHA WESKOTT, F MARIETTA KESTING Are you ready for your Close up? What s Porn today? Wäre der Versuch einer szenischen Nachstellung einer Pornosequenz völlig nutzlos, um ein Bild für die Jugend von heute zu finden? Eine Szene aus Larry Clarks Film Ken Park vielleicht, wo Porno in einen strukturellen Gewaltzusammenhang eingespannt ist und nur Selbstzerstörung übrig lässt: eine Damentennis-Geräuschkulisse und ein strangulierter Masturbationskörper als kalifornisches Jugendzimmer-Stillleben. Wäre das ein adäquates Soundbild für das Private Life (Grace Jones) today? Up in Flames!? Wenn Disco eine Chiffre für alles werden konnte, für ein Bild des vielstimmigen Parlamentarismus genauso wie für den durchschnittlichen Bosnien-Warlord der 1990er Jahre, so bleibt Sex der letzte Signifikant von Disco. Das hat Captain Comatose bewiesen. Alle wissen, dass unsere Musik von Sex handelt, erläutert Khan. Mein Penis braucht aber keine scheinbar realistische Einrahmung, kein Image, das symboliert: My Penis is in use. All right, Babies. Das Bild ist eine reine Schöpfung des Geistes. Und schließlich heißt es in Ken Park ja auch: Ich kann nicht von anderen Orten träumen. Ich habe keine Vorstellung, wie sie aussehen könnten. In meinen Gedanken sieht immer alles aus wie hier. Und damit hat Captain Comatose nun wirklich nichts zu tun. Trotzdem ist Porno, zumindest als Kunstform, nicht völlig totgeritten, wenngleich es nur schwer in ein interessantes Stadium zu überführen ist, das nicht die Ausbeutung des männlichen Körpers (sic!) zum alleinigen Ziel hat. Das habe ich Snax und Khan sagen hören. POESIE UND ÜBERSCHREITUNG Captain Comatose verkörpert augenscheinlich etwas anderes. Es ist die letzte künstlerisch-musikalische Anarchiebastion der sexuellen Discophantasie. Immer wieder schafft es das Duo, einen imaginären Vergangenheitsraum zu errichten, wie er vielleicht nur in Bruce la Bruces Filmen vorzufinden ist, den etwas anderen Pornostreifen mit Handlung. Kein Zufall, dass Khan drei Songs für dessen letzten Film Raspberry Reich beisteuerte. In dieses dramaturgische Prinzip lassen sich auch Captain Comatose einordnen: Poesie und Überschreitung als lustvolles Scheitern ist die unsichtbare Gebrauchsanleitung ihres neuen Albums Up in Flames. Längst sind sie auch auf Solo-Pfaden durch alle Schattierungen von Disco und Rock gewandelt, um nun auf eine neue, eher zaghaft schillernde Figur des Zusammentreffens von Disco und Rock zu treffen: Rod Stewart. Der Anti-Held und lebendige Beweis für das Burn Out Syndrom wird zur heiligen Kuh auserkoren. Das ist konsequent, weil in Captain Comatoses Welt kein Haute Couture Glamour Platz hat. Der geschwächte, zum Teil geschundene Körper rückt in das Zentrum des Interesses. Bei einer der letzten Shows von Snax war zu beobachten, wie Zuschauer Krücken in die Luft ragen ließen. Nicht verwunderlich, dass auch der Hangover wichtiger Bestandteil der Party ist, wie wir von Snax erfahren. Die gebrochene Schönheit der Loser Fags entdeckt das Disco-Duo auf Up in Flames, indem die Militanz und die Obsession von Ride Me heruntergeschraubt wird. Ein vielschichtiger elektronischer Ereignisraum öffnet sich, der Geschichte als Geschichten auflöst, ohne den spektakulären Performanceauftritt zu verraten. HARTE ARBEIT, BESTE PERSIFLAGE Das erste Album war eher ein Statement, eher eine Kollektion, sagt Khan. Das zweite Album ist eher ein songorientiertes Album, sagt Snax. Ride me war einmal. Captain Comatose ist nun an einem anderen Punkt. Nehmen wir exemplarisch Sing my Song. Eine durchaus melancholisch aufgeladene Beobachterrolle unterbricht den mit Captain Comatose identifizierten harschen Technopunk und beschert uns eine bittersüße, aber immer treibende Wiederbegegnung mit Mick Jaggers Dancing in the Streets. Nur besser. I saw you dancing in the street - to my song. I saw you singing in the street - my song. Werden hier die Stooges gleich mit restauriert? Nein. Ich dachte eher an die Supremes on Acid, korrigiert Khan. Und Snax will lieber von Beach Boys on Techno sprechen. Captain Comatose bedeutet auch Khan versus Snax und Snax versus Khan. Ihr gemeinsames Kind Captain Comatose ist vielen Konkurrenzkämpfen ausgesetzt. Aber immer full of love, wie sich versteht. Die Fiktionalisierung des Vergangenen entspricht nicht der Suche nach dem wirklichen Performancesplitter von einst. Captain Comatose muss im modulierten Disco-Erinnerungsraum Tonnen von Bildern aus vergangenen Disconächten sortieren und rekonstruieren. Das ist extrem harte Arbeit und allerbeste Persiflage der von vielen so geliebten Clap-Rekonstruktionen von Salsoul 2 oder 5 oder who knows. Weil die Vergangenheit nie tot ist, muss das Verständnis für Sound immer wieder an Disco gebunden werden. Augenscheinlich ist das Disco-Rock-Format dafür kein Gefängnis geworden. Tanzmusik gestaltet sich darin einfach komplexer. Denn manchmal tanzt auch niemand. Dann lohnt sich das Zuhören, wenn sich die Lyrics-Ströme in einem Gefüge aus Strings und Elektrosplittern verlieren. Manchmal könnte man den Eindruck gewinnen, dass die Menschheit sich in einem Endspurt befindet, sagt Khan. Captain Comatose möchte hin und wieder von dem unaufhaltsam rasenden Zug ins Nirgendwo abspringen. Die Lust, nur am Abgrund sein zu wollen, hört sich anders an und versteinerte Ruinen sehen anders aus. Khan und Snax haben andere Tickets gezogen. Blitzschnell zücken sie die Botschaft eines chinesisches Glückskeks, auf dem zu lesen ist: Sie haben wahnsinnig viel Energie und schaffen ein Mammut-Programm. Wieder kein Ken-Park-Image, sondern tatsächlich ihr eigener unverwechselbarer, stets gebrochener Glamour-Film. Captain Comatose, Up in flmaes, ist auf Playhouse/Neuton erschienen 15

15 TECHNO 16 HIEROGLYPHIC BEING // SONNENGOTT DER HINTERHÖFE // T SVEN VON THÜLEN, Dreck geht nicht weg. Sublimierter Dreck erst recht nicht. Der Sound- Dreck von Jamal Moss Housetracks setzt sich nach 10 Jahren jetzt erst richtig fest. Die Lehrjahre in Chicago waren trotzdem spannend, wie er im Interview resümiert. Roh, dreckig und verzerrt sind Attribute, die die Tracks von Jamal Moss recht treffend beschreiben. Egal ob auf Spectral, Axis, seinem eigenen Label Mathematics oder jetzt auf Klang, seine sperrigen Tracks verweigern sich den zur Zeit gängigen, polierten Soundästhetiken in House und Techno und nehmen lieber den Geist alter Chicago-Rhythmus-Tracks und klassischer Detroiter Melodieführung als Ausgangspunkt. Was für den einen klingt, als wenn es von verstaubten Tape-Aufnahmen gemastert wurde, ist für den anderen die Charme-Erfüllung schlechthin. Jamal Moss aka The Hieroglyphic Being aka The Sun God über seine Liebe zu Industrial, die Lehrzeit in Chicago und den langen Weg in die DJ-Plattenkoffer. Es gibt kaum Informationen über dich im Netz. Nur dass du seit Ende der Achtziger mit Leuten wie Steve Pointdexter und Adonis zusammengearbeitet hast. Erzähl mal ein bisschen aus deinem Leben... JAMAL MOSS: In den Achtzigern hat man in Chicago viel im Kollektiv gemacht, damit man Dinge realisieren konnte. In diesen Kollektiven wurden Geld, Ressourcen und alles andere geteilt. Du hattest Leute, die Musik machten, Leute, die ein Studio besaßen, und andere, die Promotion gemacht haben. Steve Pointedexter und Armando hatten so ein Kollektiv: die Chicago Bad Boys. Innerhalb dieses Kollektivs gab es dann verschiedene Label: Warehouse, das allein Armandos Label war, Muzique, das von Armando und Steve Pointdexter zusammen gemacht wurde und Steve Pointdexters Label Chicago Bad Boys Recordings und Chicago Underground. Gleichzeitig veranstalteten die beiden auch Partys. Um die kümmerte sich meist Steve. Armando kümmerte sich derweil um die internationalen Kontakte, Distribution und den ganzen Kram, weil Steve ungern flog. Die Partys promoteten nicht nur die Musik ihrer Label, sondern auch die anderen Künstler des Kollektivs: Felix da Housecat, Roy Davis Jr., Mike Dunn. Und durch diese Partys lernte ich Steve und den Rest dann Ende der Achtziger kennen. Ich war zu der Zeit selber Veranstalter zusammen mit einem Freund und hatte gerade von meinem Onkel einen ganzen Haufen Equipment bekommen. Ein klassisches Geschenk, um einen Jungen wie mich von der Straße und von Ärger fernzuhalten. Ich wusste nicht so recht, was ich mit dem ganzen Zeug anfangen sollte, und experimentierte wild drauflos. Damals ging ich zwar auf House-Partys, fasziniert hat mich aber eher Industrial. Throbbing Gristle, Suicide. Krasses Zeug. Auf jeden Fall bekam Steve eines Tages Wind von den Partys, die ich schmiss, und fragte mich, ob ich Teil seines Kollektivs werden und mit ihm Promotion machen wollte. Auf meine Tracks stand er nicht sonderlich. Waren ihm zu strange und durchgeknallt. Von da an war ich aber Teil der Chicago Bad Boys, kümmerte mich um Promotion und hing mit den Jungs im Studio ab. Damals machte ich immer Tapes von unseren Studio-Sessions und verteilte sie in Chicago unter den DJs. Es dauerte aber bis 1996, dass zum ersten Mal mein Name auf einer Platte erwähnt wurde. Das war auf Djax-Up. Gleichzeitig veranstaltete ich weiter meine Liquid Sex -Partys. Als die Szene in Chicago dann immer raviger und unerträglicher wurde, gründete ich Mathematics Records und verkaufte Tapes und CDs - auf Raves. Mein Sound passte eigentlich so gar nicht ins damalige Bild, aber am Ende dieser Raves, wenn die Kids verstrahlt auf dem Weg nach Hause waren, wurde ich immer eine ganze Menge Kram los. Ich konnte ganz gut davon leben. Und so machten meine Tracks nach und nach die Runde. Und Adonis? JAMAL MOSS: Adonis nahm mich etwa 1993 unter seine Fittiche. Er ist mein Mentor. Ich wollte damals von ihm wissen, was man mit Synthies alles so anstellen kann - ich hatte bis dahin ja größtenteils Noise produziert. Aber er gab mir eine Drummachine und sagte, ich solle erst mal lernen, Beats zu basteln. Damals kamen gerade die ersten Prescription-Tracks raus und ich wollte auch unbedingt so deepe House-Tracks machen. Ich wollte wisssen, wie das geht. Aber er schickte mich mit der Drummachine nach Hause. Fast ein Jahr lang ließ er mich nur Beats machen. Bis sie mir zu den Ohren rauskamen. Beats, Beats und noch mehr Beats. Während er im Studio war mit seinen Keyboards, am Singen und Feixen. Ich bin fast verrückt geworden. (lacht) Wie ging es dann weiter? JAMAL MOSS: Ein Freund erzählte mir von Ghostly und darauf schickte ich Sam Valenti, dem Chef von Ghostly und Spectral, einige Tracks von mir. Er fand sie gut, aber ich bin mir sicher, dass er nicht wusste, ob man sie auch tatsächlich verkaufen könnte. Mein Kram war damals noch wirklich schwierig. Deswegen zögerte er. Ein Jahr später, 2003, traf ich ihn auf dem Detroit Electronic Music Festival und drückte ihm eine neue CD von mir mit den Worten Wenn du dieses Album nicht Hieroglyphic Being, Liquid Sex und Conversations In A Analog Dialect, sind auf Spectral bzw. Klang/Neuton erschienen. Wir leben nicht im Himmel. Musik, die das in aller Abgefucktheit widerspiegelt, kann trotzdem dem Geist schmeicheln und als schön empfunden werden. magst und nicht veröffentlichen willst, dann will ich mit Dance-Music nichts mehr zu tun haben in die Hand. Ich war damals echt frustriert, weil den meisten Leuten mein Sound zu krass war. Wir saßen also mit Tadd Mulinix (James Cotton) in Sams Auto und hörten die CD. Tadd drehte total durch, als er die Tracks hörte, während Sam wohl immer noch innerlich am Knabbern war, ob man meinen Scheiß an den Mann bringen könnte. Dein Sound ist teilweise sehr rough, sehr verzerrt. Ich denke da z.b. an die EPs auf deinem eigenen Label Mathematics. Du setzt dich mit dieser Sound-Ästhetik schon bewusst zwischen die Stühle, oder? JAMAL MOSS: Wir leben in einer Zeit, in der das Mastering wahnsinnig wichtig ist. Die neueste Software ist wahnsinnig wichtig. Und alles muss immer schön perfekt klingen. Das hat aber in meinen Augen nichts mit dem Leben zu tun, das wir leben. Deswegen war ich auch immer Industrial-Fan. Diese Antihaltung gegen die vorgetäuschte Perfektion und Normalität der Gesellschaft, der Musik. Wir leben nicht im Himmel. Musik, die das in aller Abgefucktheit widerspiegelt, kann trotzdem dem Geist schmeicheln und als schön empfunden werden. Auch wenn sie extrem ist. Wenn ich produziere, mache ich das in dem Wissen, dass die Welt da draußen eben nicht immer so clean und aufgeräumt ist wie eine Masters-at-Work-Platte. Nicht so perfekt wie eine Perlon- oder Minus-Platte. Sondern rough, dreckig und verstörend. In letzter Zeit habe ich allerdings einige Tracks produziert, die, wie ich finde, sehr schön sind. Ich habe mich gefragt, wie ich das Gefühl, das ich beim Sex mit einer Frau habe, in Musik übersetzen könnte. Herausgekommen sind viel zugänglichere Tracks als sonst. Ich würde nicht sagen, dass es Liebeslieder sind, aber wenn ich mit einer Frau nur durch Sound Sex haben würde, dann würde sich das in etwa so anhören. Ich meine z.b. die Liquid Sex EP auf Spectral. Wie sieht die Zukunft von Hieroglyphic Being aus? JAMAL MOSS: In ein, zwei Jahren werde ich vielleicht eine längere Pause machen und keine Musik mehr veröffentlichen. Bis dahin gibt es wahrscheinlich knapp dreißig Platten von mir, von denen vielleicht sechs wirklich bekannt sind. Ich werde mich dann darum kümmern, dass auch die anderen vierundzwanzig ihre Hörer finden. Das bedeutet Promotion, rereleasen etc. Zur Zeit gibt es einfach zu viele Label, die zu viele Platten veröffentlichen. Der Markt ist total übersättigt. Vieles wird beliebig oder gar nicht mehr gehört, obwohl es ein größeres Publikum verdient hätte. Auf meinem Label Mathematics wird es nur dreizehn Releases geben, danach ist Schluss. Und auch Hieroglyphic Being wird Ende diesen Jahres begraben. Nach 2005 wird es keine neuen Hieroglyphic-Being-Platten mehr geben. Ich werde mich dann mehr um mein neues Projekt The Sun God kümmern. Das wird wieder dreckiger sein. Wirklich dreckig. Und auf Interdimensional Transmissions wird ein Album von mir unter dem Namen The land of rape and honey herauskommen, auf dem ich mich ganz meinen Industrial- und Noise-Wurzeln gewidmet habe. Mad stuff! (lacht) Insanely crazy!

16 TECHNO MYMY / PROSUMER // NAIVE TANZROMANTIK // Playhouse streckt seine A&R-Fühler nach Berlin aus. Mit MyMy und Prosumer holen sie sich zwei ausgebuffte Rhetoriker der Tanzfläche ins Boot. T ALEXIS WALTZ, F KAI VON RABENAU Egal ob man ihre Stücke als Band- Musik oder elektronische Tracks hört, als House oder P-Funk: MyMy ist das Projekt von Leuten, die sich auf ziemlich unterschiedliche Weise, aber auf einem gleichermaßen hohen Intensitätslevel mit Musik beschäftigen. Alle vier sind DJs, Nick Höppner, der früher Review-Redakteur der Groove war, und Carsten Kleemann verdienen damit professionell ihr Prosumer Geld. Der mittlerweile weniger beteiligte Cornelius Tittel ist Welt-Am-Sonntag-Redakteur. Lee Jones hat als Hefner zwei Alben veröffentlicht, produzierte zahllose Remixe. Ihm war Dance Music nie offen und experimentell genug, deshalb orientierte er sich in Richtung Song-orientierter Musik: Mir ist es nie gelungen eine gute Clubnummer zu produzieren, bis ich Carsten und Nick getroffen habe. Zunächst kam man Dienstagsabends zusammen, um etwas Musik zu machen und viel zu reden. Die gemeinsame Arbeit wurde intensiver, als alle in den gleichen Kiez um den Berliner Rosenthaler Platz zogen. Mittlerweile hat sich eine ganz bestimmte Arbeitsweise herausgebildet: Carsten und Nick machen gemeinsam Musik, dann treffen sich Nick und Lee und tauschen Material aus. Der Zirkel schließt sich, wenn Carsten Lee interessante, herausfordernde Musik vorspielt. Cornelius war der Vibemaster, der in der zweiten Reihe saß und kommentierte und kritisierte. Das DJing von Carsten und Nick erzeugt eine besondere Dynamik, Neues wird schnell ausprobiert. Playhouse wählte von einer Demo-CD mit zwölf Stücken drei Tracks aus, die die drei weiterbearbeiteten, bis sie interessant genug für die Veröffentlichung schienen. Mittlerweile entwickeln sie einen Live-Act. Lee: Was wir versuchen ist dauerhaft spannende Musik zu machen, ohne so etwas wie einen Stil entwickeln zu müssen. Prosumer, The Craze und MyMy, Klatta Klatta sind auf Playhouse erschienen. PROSUMER Der Prosumer ist zugleich Producer und Consumer. Die Wortschöpfung taucht zum ersten Mal in Alvin Tofflers Buch Third Wave auf, das für die erste Detroit-Generation ein entscheidender Bezugspunkt war. Hier ist der Prosumer der Konsument, der aus der Unzufriedenheit über die Qualität der Produkte heraus selbst zum Produzenten wird. Die Wendung wurde in der neueren Marketing-Sprache aufgenommen, bedeutet hier eine Qualitätsklasse für Geräte, die zwischen Konsument und Profi liegt. Für unseren Prosumer bezeichnet der Name ein Musikmachen aus dem Fan-Sein heraus, das keinen dezidierten Originalitätsanspruch hat. Achim Brandenburg musiziert für sich die Wahrnehmung von außen ist eher ein erfreulicher Nebeneffekt. Seine erste EP trägt denselben Titel wie die Platte des Helden Boo Williams auf Djax-Up Beats, Newborn, die er heiß und innig geliebt hat. Von den alten Tracks unterscheiden sich Achims Stücke durch eine bestimmte Räumlichkeit, sie haben nicht die spezielle Linearität der alten Nummern. Achim arbeitet ausschließlich mit Hardware, ich muss da anfassen, drehen und schieben können, sagt er. Die Ursprungsstücke für seine beiden EPs auf Swayzaks Label 240 Volt und auf Playhouse wurden in Halbstundenlänge auf einer Telefunken- Bandmaschine aufgenommen - das Tonband hat einen schöneren, wärmeren Klang, der leicht komprimiert ist. Am liebsten würde er die Tracks mit der Schere montieren. Für das Vocal zu The Craze war die Wunschbesetzung die Big Fun -Sängerin Paris Grey, dann kam das selbst eingesungene Vocal so gut an, dass er es beibehielt. Der Bezug zum Gospelmäßigen fällt da explizit raus: Die naive Tanz-Romantik liegt mir sehr. MyMy Die Menge an Teer, Nikotin und Kohlenmonoxid, die Sie inhalieren, variiert, je nachdem, wie Sie Ihre Zigarette rauchen. MB 29/04 Die EG-Gesundheitsminister: Rauchen kann tödlich sein. Der Rauch einer Zigarette dieser Marke enthält 7 mg Teer, 0,7 mg Nikotin und 8 mg Kohlenmonoxid. (Durchschnittswerte nach ISO)

17 Es geht doch nicht um mich.

18 HOUSE ISOLÉE // LOSLASSEN WILL GELERNT SEIN // Rajko Müller hat seit dem ersten Album Rest viel erlebt. Studium abgebrochen, mit Andreas Dorau zusammengewohnt, inkognito auf Fans gestoßen. Trotzdem hat er Zeit für das lang erwartete zweite Album gefunden. Isolée, We Are Monster, erscheint am auf Playhouse/Neuton T FABIAN DIETRICH, F NICO RONACHER Tout se complique. Rajko Müller war das Glück vergönnt, sich niemals bewusst für Musik entscheiden zu müssen. Die Dinge sind im Strudel des Erfolges passiert, und er ließ sich treiben. Nach dem ersten Album und Beau Mot Plage, diesem wunderbar entrückten Stück Melodie, ist Isolée heute ein stehender Begriff für einen Typus House-Musik, der Gegensätze anpackt und in Wohlklang auflöst. Den Club lehrte er die Softness und den Minimalismus die Abwechslung. Debug sprach mit ihm über das neue Album, ganz spezielle Glücksmomente, Schwierigkeiten und warum ein österreichischer Philosoph wahrscheinlich voll und ganz einverstanden mit Rajko wäre, wenn der nicht mehr als nötig über seine Musik reden möchte. Seit deinem ersten Album Rest sind mittlerweile fünf Jahre vergangen, was hast du in der ganzen Zeit getrieben? Ich bin danach erst mal innerhalb Frankfurts umgezogen und habe in einem letzten Aufbäumen noch mal versucht, mein Studium zu Ende zu bringen. Heraus kam letztlich eine Pause von einem Jahr, in der ich gar keine Musik machen konnte, weil mein Equipment auch zum großen Teil zusammengeliehen war. Ja, und irgendwann habe ich mir wieder Geräte gekauft und bin kurz darauf exmatrikuliert worden, weil ich mich nicht zurückgemeldet hatte. Die Musik nahm in dieser Zeit ein bisschen Überhand. Durch das Album gab es plötzlich Anfragen und z.b. die Gelegenheit nach Japan zu reisen und da auch noch Geld zu verdienen, während ich sonst eher so Studentenjobs gemacht hatte. Und dann habe ich beschlossen nach Hamburg zu ziehen, wo ich auch erstmal mit Andreas Dorau zusammengewohnt habe... Und? Wie sieht das aus, wenn Isolée sich mit Dorau im Studio trifft? Nee (lacht), wir sind da nie so auf einen gemeinsamen Nenner gekommen. Das war immer so ein respektvoll freundlicher Umgang. Naja, eigentlich haben wir es auch nie so richtig probiert. War auf We are Monster Gesang keine Option für dich? Es sind ja öfters mal Stimmen zu hören, aber fast immer nur im Hintergrund... Das sind alles meine Stimmen. Aber ich drücke mich nicht durch Texte aus. Mich interessiert die Musik, Texte sind immer sehr gefährlich, weil man schnell inhaltsschwanger wird. Ich merke dann auch immer sehr schnell, dass ich eigentlich nichts Konkretes zu sagen habe, und ich will auch nicht anfangen, Gefühle in Worte zu fassen. Ich mach das eher auf musikalischer Ebene. Das ist unkonkreter... und so komme ich dann zu Sprachfetzen. Du redest an sich nicht so gerne über deine Musik und sagst, dass du keine Beschreibung oder Betriebsanleitung geben willst... Ja, das ist so eine grundsätzliche Meinung von mir, die im Prinzip auf dasselbe hinausläuft wie mit den Vocals: Ich möchte niemandem sagen, was er dabei zu empfinden hat, wenn er meine Musik hört. Auch die Tracknamen sollen keine Interpretationshilfen sein. Das, was man macht, ist irgendwann ein eigenständiges Objekt, das autonom eine gewisse Wirkung auf andere Menschen hat, auf die ich gar nicht mehr einwirken kann. Es geht doch nicht um mich. Klingt nach Karl Popper... Das ist ein Philosoph, oder? Ja, ein österreichischer, der in seiner Theorie die Welt in drei separate Welten unterteilt. Die der Gegenstände um uns herum, die des subjektiven Empfindens in uns drin und die der Produkte des menschlichen Geistes, das ist dann die Dritte Welt. Zu der gehören wissenschaftliche Theorien, aber auch Musik und Kunst, und die leben, laut ihm, eben unabhängig von uns und sind auch durch ihre Schöpfer nicht mehr zu kontrollieren, sobald sie einmal auf den Markt der Ideen geworfen werden... Das trifft es ziemlich genau. Ich habe mich im Studium auch mal damit befasst, ob der Schaffende, gemünzt auf Kunst und Musik, die Wirkung überhaupt immer vorhersehen und verstehen kann. Aber ich glaube, dass man sich manchmal einfach schwer tut, seine Werke loszulassen, oder auch versucht ist, die Wirkung sozusagen ständig unter Kontrolle zu halten. Ich habe das Album jetzt aus der Hand gegeben, ja, und das empfinde ich dann letztendlich doch auch als Erleichterung. Ich bin gespannt auf das, was zurückkommt. Wie sieht das denn aus, wenn dich, den Schaffenden, eine positive Rückkopplung erreicht? Gibt es da spezielle Glücksmomente? Mhm, da gab s mal so eine Situation, ich war im Plattenladen und habe im Playhouse- Fach gestöbert, als jemand zu mir kam und anfing, von einer meiner Platten, die grad nicht da war, zu schwärmen - dass sie voll die Gänsehaut-Platte wäre. Der wusste aber gar nicht, dass ich das bin, sondern hat das zu mir gesagt, weil ich mich offensichtlich auch für Playhouse interessierte! Das war so mit das Beste, muss ich sagen. Und, hast du dich zu erkennen gegeben? Nee, hab ich nicht (lacht). Hab dann so jaja gesagt, die kenn ich, die Platte. Hat sich das Produzieren für dich verändert, seit Beau Mot Plage dich zum Gesprächsthema gemacht hat? Also persönlich scheint es mir so, als hätte sich alles geändert (lacht). Was ich vielleicht ein bisschen vermisse, ist diese Ahnungslosigkeit mit der ich das damals gemacht habe. Als Newcomer war man da halt noch nicht unter Beobachtung. Diese ganze Unschuld ist total weg. Ich hab das auch als schwierig empfunden, eine neue Umgangsform mit sich selbst zu finden und möglichst frei und zeitgemäß Musik zu machen. Welche Rolle spielt dabei dein Label, Playhouse? Für mich ist das eigentlich etwas relativ Simples, ich konnte dort ziemlich problemlos meine erste Platte veröffentlichen und es funktioniert auch weiterhin gut. Ich glaube, dass man bei einem Major so nicht arbeiten könnte und dass dann im Endeffekt auch ein anderes Produkt rauskommen würde. Es hat auch schon mal vorher einen Albumentwurf von mir gegeben, der eigentlich ganz gut verrissen wurde. Ist davon am Ende noch was übriggeblieben? Davon? Ja, eigentlich ist von dem alten Entwurf schon was übriggeblieben. In überarbeiteter Form natürlich, aber da sind Ideen aus der Zeit eingeflossen. Ich finde aber gut, dass sich bei Playhouse vier Leute [Anm.: Heiko, Roman, Jörn, Ata] die Tracks anhören, sich zusammensetzen und Zeit nehmen und dann jeder dazu seinen Senf abgibt. Es ist ja auch gar nicht so, dass die immer alles super finden, was ich mache, und ich umgekehrt natürlich auch nicht. Aber wir werden uns in der Regel immer einig. Gab es Druck? Naja, Druck habe ich mir selber gemacht. Ich habe jetzt keine finanziellen Engpässe gehabt, aber das war so eine Aufgabe, das wurde plötzlich zu meinem Beruf, obwohl ich ja gar nichts in diesem Zusammenhang gelernt habe. Ich habe ja weder eine Tontechniker- Ausbildung noch habe ich irgendeine musikalische Ausbildung. Das braucht man ja auch nicht zwangsläufig. Welche Rolle spielt denn für dich Technologie? Schafft sie nicht auf der einen Seite neue Möglichkeiten und auf der anderen immer auch Grenzen? Patterns erlauben es z.b., ganze Ladungen von Sounds auf einmal abzufeuern, beschränken dafür aber auf den Loop... Ich bin da musikalisch eher gehandicapt. Ich habe nicht die Möglichkeit, bestimmte Dinge auf der Gitarre einzuspielen. Insofern kann ich komplexere oder freiere Sachen am Computer machen. Wäre ich ein guter Gitarrenspieler, würde viel wieder auf der Strecke bleiben, wenn ich es am Computer machen würde. Für manche ist es eine Befreiung, obwohl es zur selben Zeit auch ein Hindernis sein kann. Ich habe schon Spaß daran, die Dinge am Rechner zu Ende zu tüfteln, obwohl es auch manchmal schwer ist, den Fluss zu bewahren. An welche Hörsituationen denkst du bei deiner Musik? Viele Hörsituationen kenne ich ja gar nicht, ich hab z.b. keinen ipod oder Walkman, da kann ich mich eigentlich auch nicht so reindenken. Mich interessiert der stinknormale Musikkonsument mehr als die Kritiker und DJs. Ich mag Leute, die sich einfach hinsetzen, um bewusst Musik zu hören. Ich glaube, We are Monster eignet sich auch nicht so gut zum Nichthinhören, weil es zuviel Aufmerksamkeit fordert und sonst anstrengend werden kann. Musik kann auch schnell etwas Bedrängendes haben. Ich bin so jemand, der immer hinhört, sobald Musik läuft, auch wenn ich das nicht so möchte... Die Berufskrankheit und das macht es oft sehr anstrengend, da wird Musik auch schnell zur Belästigung. Ich hab manchmal so Phasen, wo ich mich einfach nicht auf Musik einlassen kann. Musik ist ja nicht dafür gedacht, dass man sie sich ständig systematisch und aus beruflichen Gründen anhört. Das ist ja eigentlich eine ziemlich filigrane, gefühlsmäßige Angelegenheit. Erschwert die Liebe zur Musik dann im Endeffekt die Beziehung zu ihr? Ja ja, das kann s schwieriger machen. Diese Liebe muss man letztlich auch immer wieder neu finden und entdecken. 19

19 FRANKREICH/HOUSE Ark, Caliente, ist auf Perlon/Neuton erschienen ARK // GOTTVATER DES STOTTER-HOUSE // Guillaume Berroyer hyperventiliert als The Crazy Funkateer from Funkreich, die Keimzelle des New French Touch, durch die Musik. Caliente ist sein Antihouse- House -Manifest. T ALEXANDER KÖPF, Als ich Ark vor über zehn Jahren zum ersten Mal in einem Hamburger Hinterhof-Club Platten auflegen sah, konnte ich es nicht fassen. Ein multitoxikologisch aufgeladenes Beatmonster, das zuckend wie ein Epileptiker in einem unglaublichen Tempo rüden Hardcore-Punk in P-Funk-Tracks mischte und James Browns Sex-Machine mit holländischem Gabba förmlich zersägte. Manchmal spielte er einen Tune nur zehn Sekunden und wenn er ihm nicht gefiel, riss er die Nadel mit einem fieeeesen Geräusch über die Rille und feuerte die Scheibe wie einen Frisbee auf den Floor. Die Crowd musste aufpassen, beim Tanzen nicht die Schädeldecke rasiert zu bekommen. Er finishte nach drei Stunden, körperlich ausgepowert wie ein Marathon-Läufer, das Set, indem er den Tonarm bei voll aufgedrehten Gains und mit dem Master am Maximum auf die Slipmat knallte, das DJ-Pult erklomm und wie ein Stagediver auf den Floor hechtete. Mit dem noch um den Hals hängenden Kopfhörern riss er dabei den Mixer aus der Verankerung. Der Haus-Techniker war der Ohnmacht nahe, der Veranstalter schäumte, die tobende Meute trug ihn auf den Schultern und ich wusste, dass ich die Zukunft von Dance-Music gesehen hatte. Das war Der Mann tickt so, wie seine Musik klingt. Rasend schnell und immer fünf Gedankengänge gleichzeitig In einer Zeit, in der die verschiedenen Genres von Dancemusic noch separiert vor sich hinspielten, fusionierte ARK bereits Punkrock mit Detroit und Detroit mit Blue Note. Dafür war die Welt noch nicht bereit. Außer notorischem Insider-Status war da nichts zu gewinnen. Deshalb fristete der ehemalige Graffiti-Sprüher das Dasein eines verkannten Genies. Er tröstete sich mit Drogen, Independent-Cinema und Schallplatten. Zu der Zeit war Musik machen für mich eine Art Überlebenstherapie. Ohne wäre ich vor die Hunde gegangen, resümiert Guillaume mit nachdenklichem Stirnrunzeln. Laurent Garnier war der erste, der begann Wildstyle aufzulegen. Er spielte alten Funk oder Jazz in seinen technoiden Sets. Da war eine gewisse Seelenverwandtschaft. Ich begann elektronische Sounds zu produzieren und gründete mit Pépé Bradcock TRANKI- LOU, das war Der Rest ist Geschichte. Mit Escalope de Dingue (Versatile Records) hatten die beiden einen weltweiten Underground-Dance-Hit. Das war zu der Zeit, als Guillaume noch nicht über französischen Filterhouse abkotzte. Der Einzige, der in Paris zu der Zeit meine Ideen verstand und bereits selbst releaste, war Quentin Dupieux (alias Mr. Oizo). Wir sind uns im Rex-Club über den Weg gelaufen. Damals war ich noch bei Trankilou. Es hat gleich gefunkt. Na ja, wir haben dann später ja auch zusammen ein paar gute Nummern ins Vinyl geritzt und uns gegenseitig remixed. Last night the dj killed my dog, ha ha ha. Es folgten über 25 Maxis und EP s für Labels wie Perlon, Playhouse, Pias, Circus Company, F- Com oder Karat und Kollaborationen mit Losoul, Herbert, Gabe Shalom, Isolée, Cabanne oder Krikor. Die Frühwerke von Matthew Herbert inspirierten ARK zu einem ganz eigenen Stil, den er im Laufe der Jahre immer weiter perfektionierte. Er dekonstruiert House-Patterns, kombiniert sie mit HipHop und Jazz und setzt die Puzzleteilchen mit viel Funk, Distortion-Beats und Dialog-Fetzen aus Filmen wieder zu abstrakten Klangbildern zusammen. Er nutzt Sprachsamples als Rhythmusgeber und variiert Alltagsgeräusche zu Takten. Alles in der für ihn typischen abgedreht rauchigen Knarz-Atmosphäre. Absurd, aber unglaublich groovy. Guillaume liebt Wortspiele, weswegen solche Kollaborationen oft seltsame Namen wie Copacabannark (mit Cabanne) oder Shalark (mit Shalom) tragen. Zu seiner vierteljährlichen Alleluyark-Residency im Club der Stuttgarter Suite 212 erscheint er bevorzugt mit einer Truckerkappe, auf die er StuttgARK getagt hat, und sein neuestes Project, ein Liveact mit seinem Homie Krikor, firmiert als Krikark. GRUNDSÄTZLICH GESTIKULIERT Als Antwort auf die Frage, ob er seine Arbeit zu Caliente erläutern kann, weitet er im Pierre-Richard-Style seine Augen, stürzt sein Viertel Rotwein in einem Schluck hinunter und beginnt, wie immer wild gestikulierend, zu reden wie ein Wasserfall. Während ich vollends damit beschäftigt bin, die Gläser auf dem Tisch vor seinen ausladenden Armbewegungen zu schützen und sein Powerbook, auf dem er parallel rumhämmert wie ein Berserker, abzuschirmen, startet Guillaume Berroyer ein weitschweifiges und aufgrund seines schlechten Englisch nur in Ansätzen verständliches Grundsatzreferat. Es geht um P-Funk, Science Fiction, Charlie Parker, DJing, sein heißgeliebtes Makie 24 Kanal Pult, den Akai 3200, DX 100 Synthie, Bad Brains, chemische Drogen (denen er nach zehn Jahren exorbitanter Überdosierung mittlerweile entsagt hat), Super Collider (die er ebenso verehrt wie Herbert), mexikanisches & spanisches Independent- Kino ( I really love the movies of Alejandro González Iñárritu. Have you seen Amores Perros or 21 Gramms. Fuckin brilliant. A big Influence to me. Or City of God from Fernando Meirelles & Kátia Lund. Perfark! ). Der Vortrag wird für eine wilde Schimpf-Kanonade über Amerika und Hollywood-Kino ( It s wasting your brain! ) unterbrochen, bevor es ohne Punkt und Komma zurück zum Science Fiction geht. Blade Runner und Star Wars seien die einzigen Hollywood-Streifen, die er mag. Einem der Haupt-Protagonisten aus Krieg der Sterne hat er auf Caliente einen ganzen Tune gewidmet. Dem kleinen goldenen Roboter R2D2, dessen Gefühlswelten er im gleichnamigen Track hinreißend vertont hat und der Jamie Lidell so berührt hat, dass er ohne Zögern für ARK eine Vocal-Version dazu eingesungen hat. Ansonsten ist noch zu erfahren, dass die meisten Stücke auf Caliente in den letzten zwei Jahren entstanden sind, aber teilweise alte Tracks in die neuen eingearbeitet wurden. Wie etwa das legendäre Le magicien d os mit seinem Mörder-P-Funk-Zitat I like the way you booty shake ah ah!. Der lange Monolog in Preacher ist übrigens aus einer Predigt von Aretha Franklins Vater. Ah ja?! In atemberaubendem Tempo salbadert Guillaume weiter. Mittlerweile hat er die Frage völlig vergessen und kommt von Jamie Lidell zu Tahiti, wo er unlängst für zwei Wochen weilte. Eine Mischung aus DJ-Tour und Strandurlaub mit seiner Freundin, von der er sich nach fünf Jahren Beziehungskiste getrennt haben will. Dann aber doch wieder nicht. Alles sehr verworren. Tja, so ist das mit der Liebe. Gefühle ziehen es vor, unberechenbar zu sein. Klar wird bei diesem unglaublichen Redeschwall nur eines. Der Mann tickt so, wie seine Musik klingt. Rasend schnell und immer fünf Gedankengänge gleichzeitig. Mittlerweile läuft auf dem Powerbook eine Art Best Off Picture-Slideshow von seinen Aufenthalten in Shangai, Australien und eben Tahiti. Wir sitzen seit zwei Stunden im Thai-Restaurant und ARK ist beim dritten Rotwein, die er, flankiert von zwei Bieren und einem Mai Thai, unter ungläubigem Staunen der Kellner in sich hineingeleert hat. Vom Essen hat er nur die Dom-Kha-Suppe ausgelöffelt, das Entenfleisch-Junglecurry ist während seiner Redeschwälle kalt geworden und der Teller geht halbvoll zurück. Irgendwie ungesund. Thema Selbstausbeutung. So rasend er in seinen DJ-Sets und Produktionen elektronische Musik paraphrasiert, so rücksichtslos geht er mit seinen körperlichen Ressourcen um. Bis morgens um sieben wild zappelnd auflegen, nebenher kampftrinken und mit sexy Hardbodies irgendwo versumpfen. Im Kopf immer einen Beat. Selbst zur sülzigen Background-Muzak im Restaurant klopft er während des Redens ständig einen verquert variierten Rhythmus mit dem Feuerzeug auf den Tisch. Multitasking à la ARK. Da gehen schon mal die Lichter aus. Körperliche Zusammenbrüche gehören zum Lifestyle. Unvergessen die Geschichte, als er vor fünf Jahren bei einem orgiastischen Set im belgischen Ghent vor lauter Headbangen zuerst die Brille und dann das Bewusstsein verlor. Nachdem ihn die Türsteher vor die Türe verfrachtet hatten und ein zufällig des Weges kommender Notarzt erste Hilfe geleistet hatte, verweigerte er alle Angebote den Abend zu beenden und bestand darauf sein Set zu Ende zu spielen. Crayzark. Nicht mehr lustig wird es allerdings dann, wenn man eine Zahnwurzel-Entzündung so lange mit Schmerzmitteln betäubt, bis der Eiter sich zu einer lebensgefährlichen Entzündung auswächst. Das war eine Zäsur in meinem Leben. Als ich im Krankenhaus aufwachte, sagten die Ärzte, ich wäre mit einem Bein im Jenseits gestanden. Na ja, ich hatte auch so ein diffuses Gefühl von gleißendem Licht. Vielleicht habe ich ja Gott gesehen. (lacht) Scheiße, ich kann mich nur nicht mehr erinnern. Na ja, seitdem lasse ich es ruhiger angehen. Ein bisschen zumindest. Sagt s, zündet die achte Marlboro an und bestellt den vierten Rotwein. Gleich muss er auflegen. Vorher noch doppelter Espresso. AlleluyARK. Das Leben als Parforceritt. Der Stotter-House als Soundtrack. Live Fast Die Young. And in your Dancing Shoes. 20

20 FRANKREICH/SWINGJAZZ Nôze, Craft Sounds and Voices, ist auf Circus Company/ Kompakt erschienen. NÔZE // PRÄPARIERTE BASSVÖGEL Das Pariser Duo dreht mit präpariertem Piano und Kauderwelsch- Texten den Irrsinn in House hinein - bis der Swing am Krückstock geht. Willkommen in der ganz speziellen Welt von Nôze. Das Studio liegt in einer komfortablen Gruft im Pariser Viertel Le Marais. Da sitzt der schlaksige, bleiche Produzent Nicolas Sfintescu aka Freak, Mitbegründer des Labels Circus Company. Neben ihm der stämmige Lebemann Ezechiel Pailhes, er ist professioneller Pianist und macht außerdem Filmmusik und Jazz. Ihr Zusammentreffen? Eine Familiengeschichte!, schmunzelt Ezechiel. Seine Schwester ist meine Frau. Das hieß aber nicht automatisch, dass wir uns gut verstehen! Tun sie aber ganz offensichtlich, privat und musikalisch. Beide mochten Improvisation, Free Jazz, und schon ging es los. Seit 2003 machen sie als Nôze Stücke T OLIAN, auf Compilations, zwei EPs und jetzt das Album Craft Sounds and Voices. Was ist nun das Besondere an ihrer Musik? Auffällig zunächst die Verwendung schräger Klavierklänge, das Piano Préparé. Ezechiel erklärt: Das ist ein sehr weiter Begriff, es gibt nicht wirklich Regeln. Aber grob gesagt heißt das, dass man die Saiten des Klaviers mit Gegenständen manipuliert, um seinen Klang zu verändern. Das kann alles Mögliche sein: Gummi, Kieselsteine, Schrauben. Leute wie John Cage haben damit angefangen. Wir verwenden das häufig, es ist sogar ein bisschen die Grundlage des Projekts. Dazu kommt dann viel perkussive, klickernde Rhythmik von Rassel bis Registrierkasse und, wenn es reinpasst, ein gerader Beat. Weiterhin hören wir Stimmen und Chöre - die man eigentlich nie versteht, denn Nôze singen Lautmalereien. Wantschumie? Häufig intoniert Ezechiel, der kein Englisch spricht, ein englisch klingendes Kauderwelsch, in dem Bruchstücke sinnentleerter Textphrasen zu erkennen sind. Humor bleibt wohl einer der wichtigsten Beigaben im Projekt Nôze. Wir nehmen uns nicht sehr ernst, blödeln beim Musikmachen rum, sagt Ezechiel. Ja, legt Nicolas nach, denn das Spielerische muss für uns erhalten bleiben! Dank diesem eigenwilligen Setup ist der Nôze-Sound auf Craft Sounds and Voices stets klar erkennbar - auch wenn die Stücke, entsprechend der kreativen Spannung zwischen elektronischer Musik und Jazz, für die ihre Macher stehen, eine erfreulich große Bandbreite abdecken. Beim Opener La Cour des Miracles möchten wir einen derwischhaften Walzer aufs Club-Parkett legen. Locura, gestützt von der Bassklarinette des Gastmusikers Alexandre Authelain, qualifiziert Nôze für die Musik eines Kusturica- Films. Andere Stücke vereinen Männerchöre (von schlüpfrig bis Schirm, Charme und Melone) mit avantgardistischen Klangkollagen. Trotz der Experimentierfreude swingen die meisten Stücke aufs Angenehmste. Matthew Herbert oder Ricardo Villalobos bauen Stücke wie La Cantinière in ihre Mixe ein. Nach dem Album wollen Nicolas und Ezechiel jetzt noch mehr in Richtung Club gehen. Die nächste Maxi für Circus ist schon im Kasten und gibt sich straight. Weil die beiden Musiker selber gerne feiern und den Dancefloor in Bewegung bringen, haben Nôze ein zweites Live-Setup für Clubgigs mit zwei Laptops und Maschinen ausgearbeitet. Der Gesang soll die Sache zusätzlich lebendig halten, so dass wir auf uns auf Sätze wie diese gefasst machen müssen: You don wante me to say dad hai lovä you, you don wante me to say dad hai hate you! Na, wir können s ganz eindeutig sagen: We wante to say dad we lovä you, Nôze. Start: 21 Uhr And.Y Die Fantastischen Vier Benno Blome Sender Björn Stolpmann Onitor Cores Cosmo Daniel Sunn Funkhaus elektroman LIVE- Freies Radio Stuttgart Fritz 64 LIVE- Session Funkstörung LIVE-!K7 Jake Fairley Dumb Unit Jesco Schuck Douala John Starlight Television Ken MotorCity liquepheel industries Loopschrauber LIVE- Amatör Mad Max Tresor Maral Salmassi Art of Perception Martin Eyerer Ministry of Sound Mick Wills Gigolo Pauls Artists Pauls Musique The Advent LIVE- Kombination Research Thomas Lux Partysan Tyree Cooper DJ International Zombie Nation LIVE- Gigolo 1210 Ciné Colibri City Department Climax Le Fonque Proton Romy S. Schocken Suite 212 Info & VVK: Kombiticket für alle Locations: 15 Tickets für einzelne Locations an der Abendkasse erhältlich Foto: Kerstin zu Pan 21

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